- Geldwerter Vorteil Dienstwagen 2026 richtig berechnen
- Welche Plug-in-Hybride schaffen die 0,5-Prozent-Regel 2026?
- Bester Firmenwagen 2026: 10 E-Modelle im Steuervergleich
- Dienstwagen oder Gehaltserhöhung 2026: die ehrliche Rechnung
- Dienstwagen zuhause laden: Abrechnung 2026 Schritt für Schritt
- Sonderabschreibung E-Auto 2026: 75 Prozent im ersten Jahr
Inhalt dieses Artikels
- 0,25-Prozent-Regelung Elektroauto 2026: der häufigste Rechenfehler
- Wie werden E-Autos als Dienstwagen versteuert?
- Welche Voraussetzungen gelten für die 0,25-Prozent-Regelung Elektroauto 2026?
- Welche Grenze gilt für Dienstwagen, die vor Juli 2025 angeschafft wurden?
- Wie berechnet man den geldwerten Vorteil beim Elektroauto?
- Rechenbeispiele zur 0,25-Prozent-Regelung Elektroauto 2026
- 0,25 Prozent Regelung Bruttolistenpreis: was zählt dazu?
- Lohnt sich ein Elektro-Dienstwagen gegenüber einem Diesel?
- Wie werden Entfernungskilometer beim Elektro-Dienstwagen berechnet?
- Firmenwagen Elektro Versteuerung 2026: drei Sonderfälle aus der Praxis
- 0,25 Versteuerung Dienstwagen: woran das Anschaffungsdatum hängt
- Elektro Dienstwagen versteuern 2026: was sich beim Ladestrom geändert hat
- Ist Laden beim Arbeitgeber weiterhin steuerfrei?
- Was gilt beim Leasing?
- Was gilt für Selbstständige und kleine Betriebe?
- Beratung zum E-Dienstwagen in Wiesloch
Ein reiner Elektro-Dienstwagen ist steuerlich der günstigste Firmenwagen, den es derzeit gibt. Trotzdem rechnen viele Interessenten die monatliche Belastung deutlich zu hoch — weil sie einen entscheidenden Punkt übersehen.
0,25-Prozent-Regelung Elektroauto 2026: der häufigste Rechenfehler
Die Viertelung des Listenpreises gilt nicht nur für die private Nutzung, sondern auch für den Weg zur Arbeit. Wer das nicht weiß, kommt auf mehr als das Doppelte dessen, was tatsächlich anfällt.
Der Fehler ist verbreitet, weil die Pauschale für den Arbeitsweg in vielen Übersichten getrennt behandelt wird — als wäre sie von der Begünstigung ausgenommen. Sie ist es nicht. Wer mit dem vollen Listenpreis rechnet, landet im Beispiel unten bei 365 Euro statt bei 172 Euro und hält den Dienstwagen für unattraktiv, obwohl er es nicht ist.
Wie werden E-Autos als Dienstwagen versteuert?
Der Ablauf unterscheidet sich nicht von dem bei einem Verbrenner — nur der Prozentsatz ist ein anderer. Der Arbeitgeber überlässt das Fahrzeug auch zur privaten Nutzung, dieser Vorteil ist Arbeitslohn und wird monatlich pauschal bewertet.
Bei einem Verbrenner sind das 1 Prozent des Bruttolistenpreises, bei einem begünstigten Elektroauto nur ein Viertel davon. Der Betrag erhöht das Bruttogehalt auf der Abrechnung, und darauf fallen Lohnsteuer und Sozialabgaben an. Abgezogen wird nicht der volle Betrag, sondern nur die darauf entfallende Steuer.
Wichtig ist die Reihenfolge der Prüfung. Zuerst steht die Frage, ob das Fahrzeug überhaupt rein elektrisch fährt. Dann folgt der Bruttolistenpreis samt der Frage, welche Preisgrenze für das Anschaffungsjahr gilt. Erst danach wird gerechnet. Wer diese Reihenfolge umdreht und mit einem Prozentsatz beginnt, den er irgendwo gelesen hat, landet oft beim falschen Ergebnis.
Welche Voraussetzungen gelten für die 0,25-Prozent-Regelung Elektroauto 2026?
Die Regelung ist eng zugeschnitten und kennt drei Bedingungen.
Erstens muss es sich um ein rein batterieelektrisches Fahrzeug handeln. Plug-in-Hybride sind ausgeschlossen; sie fallen unter die 0,5-Prozent-Regelung und müssen dafür eine Mindestreichweite rein elektrisch schaffen. Brennstoffzellenfahrzeuge sind den Batterieautos gleichgestellt, spielen im Angebot von ŠKODA, SEAT und CUPRA aber keine Rolle.
Zweitens darf der Bruttolistenpreis die Preisgrenze nicht übersteigen. Maßgeblich ist der volle Listenpreis zum Zeitpunkt der Erstzulassung, einschließlich aller Sonderausstattungen und Pakete. Nicht maßgeblich sind der ausgehandelte Kaufpreis, ein Händlernachlass oder ein Herstellerbonus. Die Schwelle ist hart: Bei genau 100.000 Euro greift die Viertelung noch, ab 100.001 Euro gilt die Halbierung.
Drittens kommt es auf den Zeitpunkt der Anschaffung an. Rechtsgrundlage ist Paragraf 6 Absatz 1 Nummer 4 Satz 2 Nummer 3 des Einkommensteuergesetzes. Die Anhebung der Preisgrenze auf 100.000 Euro stammt aus dem Gesetz für ein steuerliches Investitionssofortprogramm zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland vom 14. Juli 2025, veröffentlicht im Bundesgesetzblatt 2025 I Nr. 161. Die Begünstigung läuft für Anschaffungen bis zum 31. Dezember 2030.
Welche Grenze gilt für Dienstwagen, die vor Juli 2025 angeschafft wurden?
Hier lauert die häufigste Falle, und sie betrifft vor allem die Übernahme von Bestandsfahrzeugen aus einer Firmenflotte.
Die Anhebung wirkt nicht rückwirkend. Welche Grenze gilt, entscheidet allein das Anschaffungsdatum:
| Anschaffung oder Leasingbeginn | Preisgrenze |
|---|---|
| bis 31. Dezember 2023 | 60.000 Euro |
| 1. Januar 2024 bis 30. Juni 2025 | 70.000 Euro |
| ab 1. Juli 2025 | 100.000 Euro |
Ein Enyaq RS mit rund 61.000 Euro bleibt damit in allen drei Zeiträumen begünstigt. Ein hochwertig ausgestatteter Wagen jenseits von 70.000 Euro dagegen nur, wenn er nach dem Stichtag angeschafft wurde. Der Unterschied zwischen Viertelung und Halbierung macht bei einem 80.000-Euro-Fahrzeug immerhin 200 Euro geldwerten Vorteil im Monat aus — über vier Jahre fast 10.000 Euro.
Maßgeblich ist dabei das Datum der Anschaffung durch den Betrieb, nicht das der Erstzulassung und auch nicht der Tag, an dem der Wagen übergeben wird. Bei einem bestellten Neufahrzeug gilt in der Regel der Zeitpunkt der Lieferung, weil erst dann das wirtschaftliche Eigentum übergeht. Ein Fahrzeug, das im Juni 2025 bestellt und im September 2025 geliefert wurde, fällt damit unter die neue Grenze.
Praktisch heißt das: Wer einen Dienstwagen aus dem Bestand übernimmt, sollte vor der Zusage klären, wann das Fahrzeug angeschafft wurde. Die Frage kostet zwei Minuten und kann über mehrere tausend Euro entscheiden.
Wie berechnet man den geldwerten Vorteil beim Elektroauto?
Der geldwerte Vorteil besteht aus zwei Bausteinen, und beide profitieren von der Viertelung.
Baustein eins ist die private Nutzung. Hier werden 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises pro Monat angesetzt. Bei 43.000 Euro sind das 107,50 Euro.
Baustein zwei ist der Arbeitsweg. Dafür gilt die Pauschalmethode mit 0,03 Prozent je Entfernungskilometer und Monat. Entscheidend ist: Auch hier wird nur ein Viertel des Listenpreises zugrunde gelegt. Aus 43.000 Euro werden also 10.750 Euro, davon 0,03 Prozent mal 20 Kilometer ergibt 64,50 Euro.
Zusammen ergeben sich rund 172 Euro geldwerter Vorteil im Monat. Wer stattdessen mit dem vollen Listenpreis rechnet, landet bei 365 Euro und damit weit über dem tatsächlichen Wert.
Was am Ende wirklich vom Netto abgeht, hängt vom persönlichen Steuersatz ab. Bei einem Grenzsteuersatz von 35 Prozent kostet der Enyaq aus dem Beispiel rund 60 Euro im Monat.
Rechenbeispiele zur 0,25-Prozent-Regelung Elektroauto 2026
Alle Beispiele mit 20 Kilometern einfacher Strecke zur Arbeit. Die Listenpreise sind gerundete Einstiegswerte; entscheidend für die eigene Rechnung ist immer der tatsächliche Listenpreis inklusive Ausstattung.
| Modell | Listenpreis rund | private Nutzung | Arbeitsweg | geldwerter Vorteil |
|---|---|---|---|---|
| CUPRA Raval | 25.500 € | 63,75 € | 38,25 € | 102 € |
| ŠKODA Epiq | 35.600 € | 89,00 € | 53,40 € | 142 € |
| ŠKODA Elroq 60 | 37.400 € | 93,50 € | 56,10 € | 150 € |
| ŠKODA Enyaq 60 | 43.000 € | 107,50 € | 64,50 € | 172 € |
| CUPRA Tavascan | 53.300 € | 133,25 € | 79,95 € | 213 € |
| ŠKODA Enyaq RS | 60.900 € | 152,25 € | 91,35 € | 244 € |
Die Rechnung für den Arbeitsweg lautet in jeder Zeile: Listenpreis geteilt durch vier, davon 0,03 Prozent, mal 20 Kilometer.
Auffällig ist, wie flach die Kurve verläuft. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Modell liegen im Listenpreis rund 35.000 Euro, beim geldwerten Vorteil aber nur 142 Euro im Monat. Der Grund ist die doppelte Viertelung: Sie dämpft den Preisunterschied auf beiden Bausteinen gleichzeitig. Wer ohnehin einen Dienstwagen bekommt, kann sich deshalb ein deutlich höherwertiges Fahrzeug leisten, ohne dass die Steuerlast entsprechend mitwächst.
Mehr zu den einzelnen Modellen steht in den Beiträgen zum ŠKODA Enyaq, zum CUPRA Tavascan und zum ŠKODA Epiq.
0,25 Prozent Regelung Bruttolistenpreis: was zählt dazu?
Weil die Preisgrenze hart ist, lohnt sich ein genauer Blick darauf, was hineinzählt. Maßgeblich ist die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers zum Zeitpunkt der Erstzulassung, einschließlich Umsatzsteuer, abgerundet auf volle 100 Euro.
Dazu gehören alle werkseitig verbauten Sonderausstattungen: Lackierung, Räder, Assistenzpakete, Anhängerkupplung oder Wärmepumpe. Ebenfalls eingerechnet werden Navigationssysteme und Diebstahlsicherungen, sofern sie ab Werk stammen.
Nicht eingerechnet werden dagegen die Überführungskosten, die Zulassung und Zubehör, das nicht fest verbaut ist. Auch eine später nachgerüstete Anhängerkupplung aus dem Zubehörhandel bleibt außen vor.
Bei einem Fahrzeug im Grenzbereich kann die Reihenfolge deshalb entscheidend sein. Wer bei 98.000 Euro Listenpreis noch ein Paket für 3.000 Euro dazubestellt, rutscht in die 0,5-Prozent-Regelung und verdoppelt den geldwerten Vorteil. Dieselbe Ausstattung nachträglich über den Zubehörhandel gekauft, ändert daran nichts.
Lohnt sich ein Elektro-Dienstwagen gegenüber einem Diesel?
Der Vergleich fällt eindeutiger aus, als viele erwarten — gerade weil die Viertelung doppelt wirkt.
Ein ŠKODA Octavia Combi mit Dieselmotor und rund 32.500 Euro Listenpreis wird nach der 1-Prozent-Regelung versteuert. Das ergibt 325 Euro für die private Nutzung. Für den Arbeitsweg kommen 0,03 Prozent vom vollen Listenpreis mal 20 Kilometer dazu, also 195 Euro. Zusammen sind das 520 Euro geldwerter Vorteil im Monat.
Der Enyaq aus dem Beispiel oben liegt bei 172 Euro — und das, obwohl er in der Anschaffung rund 10.000 Euro teurer ist. Der Unterschied beträgt 348 Euro im Monat, bei 35 Prozent Steuersatz also gut 120 Euro netto.
Über eine typische Leasingdauer von drei Jahren summiert sich das auf mehr als 4.000 Euro. Dazu kommen niedrigere Energiekosten, sofern günstig geladen wird. Wie sich die laufenden Kosten im Alltag verhalten, rechnet der Beitrag zu den Ladekosten pro 100 Kilometer durch.
Wie werden Entfernungskilometer beim Elektro-Dienstwagen berechnet?
Die Pauschalmethode mit 0,03 Prozent unterstellt, dass der Wagen an rund 15 Tagen im Monat zur Arbeit gefahren wird. Wer deutlich seltener ins Büro fährt, zahlt damit zu viel.
Für diesen Fall gibt es die Einzelbewertung. Dabei werden nur die tatsächlichen Fahrten angesetzt, und zwar mit 0,002 Prozent je Entfernungskilometer und Fahrt.
Ein Beispiel: Wer zweimal pro Woche ins Büro fährt, kommt auf rund acht Fahrten im Monat. Beim Enyaq mit geviertelten 10.750 Euro sind das 0,002 Prozent mal 20 Kilometer mal acht Fahrten, also 34,40 Euro statt 64,50 Euro.
Die Einzelbewertung muss der Arbeitgeber in der Lohnabrechnung umsetzen, und sie erfordert eine Aufzeichnung der Fahrttage. Ein Wechsel während des Jahres ist nicht möglich, die Methode gilt einheitlich für das gesamte Kalenderjahr.
Firmenwagen Elektro Versteuerung 2026: drei Sonderfälle aus der Praxis
Drei Konstellationen tauchen in der Beratung immer wieder auf und werden regelmäßig falsch gerechnet.
Der Fahrzeugwechsel mitten im Monat. Wird ein Dienstwagen im Laufe eines Monats getauscht, gilt für den vollen Monat das Fahrzeug, das dem Mitarbeiter überwiegend zur Verfügung stand. Es wird also nicht anteilig gerechnet und auch nicht addiert. Bei einem Wechsel zum Monatsersten beginnt die Bewertung des neuen Fahrzeugs sauber mit diesem Monat.
Die längere Nichtnutzung. Steht der Wagen wochenlang in der Werkstatt, ändert das zunächst nichts: Maßgeblich ist die Nutzungsmöglichkeit. Erst wenn das Fahrzeug für einen vollen Kalendermonat nicht zur Verfügung steht und das auch dokumentiert ist, entfällt der geldwerte Vorteil für diesen Monat. Ein Ersatzfahrzeug tritt dabei an die Stelle des ursprünglichen.
Die Frage nach der THG-Prämie. Wer die Prämie für die Treibhausgasminderung beantragen darf, hängt allein davon ab, wer im Fahrzeugschein als Halter eingetragen ist. Bei den meisten Dienstwagen ist das der Arbeitgeber oder die Leasinggesellschaft — dann liegt der Anspruch dort, unabhängig davon, wer fährt und wer lädt. Nur wer selbst als Halter eingetragen ist, kann die Prämie für sich beanspruchen.
0,25 Versteuerung Dienstwagen: woran das Anschaffungsdatum hängt
Weil die Preisgrenze am Anschaffungsdatum hängt, lohnt sich der genaue Blick — gerade bei einem Fahrzeug aus dem Bestand.
Maßgeblich ist der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums auf den Betrieb. Bei einem Kauf ist das in der Regel der Tag der Lieferung, nicht der Bestellung und nicht der Rechnungsstellung. Bei einem Leasingfahrzeug zählt der Beginn des Leasingvertrags. Das Datum der Erstzulassung ist ein Anhaltspunkt, aber nicht der Beweis: Ein Fahrzeug kann früher zugelassen und später vom Betrieb übernommen worden sein.
Belegen lässt sich das über die Anlagenbuchhaltung des Betriebs oder den Leasingvertrag. Wer als Mitarbeiter ein Bestandsfahrzeug übernimmt, fragt am besten die Personalabteilung oder die Fuhrparkverwaltung — dort liegt die Information vor, und sie entscheidet über den Prozentsatz auf der eigenen Gehaltsabrechnung.
Elektro Dienstwagen versteuern 2026: was sich beim Ladestrom geändert hat
Hier gab es die größte Änderung, und sie wird in vielen älteren Beiträgen noch falsch dargestellt.
Bis Ende 2025 konnten Arbeitgeber pauschal 30 Euro im Monat erstatten, wenn eine Lademöglichkeit im Betrieb bestand, und 70 Euro, wenn sie fehlte. Ohne jeden Nachweis.
Seit dem 1. Januar 2026 sind diese Pauschalen gestrichen. Grundlage ist ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 11. November 2025. Wer Heimladekosten steuerfrei erstattet bekommen will, hat seitdem zwei Wege: entweder die tatsächlichen Stromkosten abrechnen, also geladene Menge mal eigener Tarif, oder die geladene Menge mit einem amtlich veröffentlichten Durchschnittsstrompreis multiplizieren.
Beide Wege setzen voraus, dass die Lademenge tatsächlich gemessen wird — über einen separaten Zähler oder eine Wallbox mit Messfunktion. Für Fahrer ohne solche Messtechnik entfällt die steuerfreie Erstattung. Wer neu anschafft, sollte deshalb auf eine Wallbox mit Messfunktion achten. Die Einzelheiten stehen im Beitrag zum E-Dienstwagen zu Hause laden.
Ist Laden beim Arbeitgeber weiterhin steuerfrei?
Ja, und das ist der wichtigste verbliebene Vorteil. Das Aufladen an einer Ladeeinrichtung des Arbeitgebers bleibt nach Paragraf 3 Nummer 46 des Einkommensteuergesetzes vollständig steuerfrei. Die Änderung bei den Heimladekosten berührt diese Regelung nicht.
Die Steuerfreiheit gilt unabhängig von der geladenen Menge und auch für private Elektrofahrzeuge des Mitarbeiters, nicht nur für den Dienstwagen. Sie wird nicht auf den geldwerten Vorteil angerechnet.
Auch die unentgeltliche Überlassung einer Ladeeinrichtung zur privaten Nutzung bleibt steuerfrei. Übereignet der Arbeitgeber die Wallbox dagegen, kann er den Vorteil pauschal mit 25 Prozent versteuern. Diese Kombination ist in der Praxis oft der günstigste Weg: Der Betrieb stellt eine Wallbox am Wohnort bereit, behält sie aber im Eigentum.
Was gilt beim Leasing?
Die meisten Dienstwagen laufen über Leasing, und daran ändert sich steuerlich nichts. Für den geldwerten Vorteil ist unerheblich, ob der Betrieb das Fahrzeug kauft, least oder finanziert. Maßgeblich bleibt allein der Bruttolistenpreis.
Wichtig ist der Zeitpunkt: Für die Preisgrenze zählt die Anschaffung durch den Betrieb, nicht der Beginn der Überlassung an den Mitarbeiter. Wer 2026 einen Wagen übernimmt, den der Arbeitgeber 2024 geleast hat, fällt unter die alte 70.000-Euro-Grenze.
Ein zweiter Punkt betrifft die Zuzahlung. Beteiligt sich der Mitarbeiter mit einem monatlichen Eigenanteil, mindert dieser Betrag den geldwerten Vorteil unmittelbar. Bei 172 Euro geldwertem Vorteil und 100 Euro Eigenanteil bleiben 72 Euro zu versteuern. Eine Einmalzuzahlung zu Vertragsbeginn lässt sich über die Laufzeit verteilen.
Beim Gehaltsumwandlungsmodell gilt eine Besonderheit: Wird der Wagen aus dem Bruttogehalt finanziert, sinkt zwar das steuerpflichtige Einkommen, gleichzeitig aber auch die Bemessungsgrundlage für Rente und Arbeitslosengeld. Diese Nebenwirkung wird in Angeboten selten erwähnt und gehört in jede ehrliche Rechnung. Die Abwägung im Detail macht der Beitrag E-Dienstwagen oder Gehaltserhöhung auf.
Was gilt für Selbstständige und kleine Betriebe?
Auch Selbstständige und Freiberufler können die Viertelung nutzen, wenn das Fahrzeug zum Betriebsvermögen gehört. Der geldwerte Vorteil wird bei ihnen als Entnahme für die private Nutzung angesetzt, die Rechenlogik bleibt dieselbe.
Wer überwiegend betrieblich fährt, sollte zusätzlich die Fahrtenbuchmethode prüfen. Dabei werden die tatsächlichen Fahrzeugkosten eines Jahres auf die gefahrenen Kilometer verteilt, der private Anteil wird mit diesem Kilometersatz angesetzt. Auch hier greift die Begünstigung: Bei der Abschreibung wird nur ein Viertel der Anschaffungskosten berücksichtigt, was den Kilometersatz spürbar senkt.
Ein Beispiel: Ein Fahrzeug verursacht im Jahr 9.000 Euro Gesamtkosten und fährt 30.000 Kilometer, davon 6.000 privat. Der Kilometersatz liegt bei 30 Cent, der private Anteil damit bei 1.800 Euro im Jahr oder 150 Euro im Monat. Liegt der Privatanteil bei nur 3.000 Kilometern, halbiert sich der Wert auf 75 Euro.
Der Haken ist der Aufwand. Das Fahrtenbuch muss lückenlos, zeitnah und unveränderbar geführt werden. Jede Fahrt braucht Datum, Kilometerstand, Ziel, Zweck und Geschäftspartner. Nachträglich erstellte Aufzeichnungen erkennt das Finanzamt nicht an, und schon einzelne Lücken führen dazu, dass die Pauschalmethode rückwirkend für das ganze Jahr angesetzt wird.
Wer als Unternehmen zusätzlich die Abschreibung nutzen möchte, findet die Einzelheiten im Beitrag zur 75-Prozent-Abschreibung für E-Dienstwagen. Den Überblick über alle drei Versteuerungsstufen gibt der Beitrag Dienstwagen versteuern 2026.
Beratung zum E-Dienstwagen in Wiesloch
Für Betriebe und Selbstständige in Wiesloch, Walldorf, Heidelberg, Mannheim und Sinsheim rechnen wir die Varianten gern gemeinsam durch. Sinnvoll ist das vor allem, wenn mehrere Fragen zusammenkommen: welches Modell zum Fahrprofil passt, ob Kauf oder Leasing günstiger ist und wie die Lademöglichkeit am Betriebsstandort aussieht.
Beim Automobilsalon Bellemann betreuen wir reine Elektroautos von ŠKODA, SEAT und CUPRA in Werkstatt und Service, inklusive Prüfung der Hochvolt-Technik — also der Batterie und aller Bauteile, die mit hoher Spannung arbeiten. Die steuerliche Beratung im Einzelfall bleibt Sache des Steuerberaters; wir liefern die Fahrzeugdaten, die er dafür braucht. Ein konkretes Fahrzeug finden Sie im geprüften Gebrauchtwagen-Bestand in Wiesloch.
Quellen und weiterführende Informationen
Die Rechtsgrundlage der Viertelung steht in Paragraf 6 Absatz 1 Nummer 4 des Einkommensteuergesetzes. Welche Preisgrenze für welchen Anschaffungszeitraum gilt, ergibt sich aus der Anwendungsvorschrift in Paragraf 52 EStG. Die Anhebung auf 100.000 Euro stammt aus dem Gesetz vom 14. Juli 2025, BGBl. 2025 I Nr. 161. Die Neuregelung der Ladekosten dokumentiert das Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 11. November 2025. Eine unabhängige Einordnung liefert der ADAC, praxisnahe Erläuterungen zur Lohnsteuer die IHK München und Haufe.
Update-Hinweis (Stand: 18.08.2026)
Berichtigt wurde die Angabe der Rechtsgrundlage: Die Anhebung der Preisgrenze auf 100.000 Euro stammt aus dem Gesetz für ein steuerliches Investitionssofortprogramm zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland vom 14. Juli 2025, veröffentlicht im Bundesgesetzblatt 2025 I Nr. 161. Zuvor war hier ein falscher Gesetzestitel mit falschem Datum angegeben. Ergänzt wurde außerdem die vollständige Staffel der Preisgrenzen: 60.000 Euro für Anschaffungen bis Ende 2023, 70.000 Euro von Januar 2024 bis Juni 2025 und 100.000 Euro ab Juli 2025. Unverändert gilt: Die Viertelung greift auch beim Arbeitsweg, die Ladekostenpauschalen sind zum 1. Januar 2026 entfallen, und das Laden beim Arbeitgeber bleibt nach Paragraf 3 Nummer 46 Einkommensteuergesetz steuerfrei. Letzter Stand der Werte: 18.08.2026.
Häufige Fragen
Wie wird ein Elektro-Dienstwagen 2026 versteuert?
Für die private Nutzung werden monatlich 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises angesetzt. Für den Weg zur Arbeit kommen 0,03 Prozent je Entfernungskilometer dazu, allerdings ebenfalls auf ein Viertel des Listenpreises. Beide Beträge zusammen ergeben den geldwerten Vorteil, der mit dem persönlichen Steuersatz versteuert wird.
Wie berechnet man den geldwerten Vorteil beim Elektroauto?
Ein Beispiel mit rund 43.000 Euro Listenpreis und 20 Kilometern zur Arbeit: 0,25 Prozent von 43.000 Euro sind 107,50 Euro. Für den Arbeitsweg wird ein Viertel des Listenpreises angesetzt, also 10.750 Euro. Davon 0,03 Prozent mal 20 Kilometer ergibt 64,50 Euro. Zusammen sind das rund 172 Euro geldwerter Vorteil im Monat.
Wie werden Entfernungskilometer beim Elektro-Dienstwagen berechnet?
Maßgeblich ist die einfache Strecke zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte, nicht Hin- und Rückweg. Der entscheidende Vorteil bei reinen Elektroautos: Die Viertelung des Listenpreises gilt auch hier. Wer diesen Punkt übersieht, rechnet die Steuerlast viermal so hoch.
Welche Grenze gilt für Dienstwagen, die vor Juli 2025 angeschafft wurden?
Für diese Fahrzeuge gilt weiterhin die alte Grenze von 70.000 Euro, für Anschaffungen bis Ende 2023 sogar nur 60.000 Euro. Die Anhebung auf 100.000 Euro betrifft ausschließlich Fahrzeuge, die nach dem 30. Juni 2025 angeschafft wurden. Das ist eine häufige Falle bei der Übernahme eines Bestandsfahrzeugs aus der Firmenflotte.
Was passiert, wenn der Bruttolistenpreis über 100.000 Euro liegt?
Dann gilt die 0,5-Prozent-Regelung, also die Halbierung statt der Viertelung. Der Wagen fällt nicht auf 1 Prozent zurück, weil ein reines Elektroauto keine Kohlendioxidemission hat und damit die Bedingung für die Halbierung erfüllt. Ein Blick auf die Ausstattungsliste lohnt sich, wenn der Listenpreis knapp an der Grenze liegt.
Wie lange gilt die 0,25-Prozent-Regelung?
Die Regelung gilt für Fahrzeuge, die vor dem 1. Januar 2031 angeschafft werden. Wer heute bestellt, hat also Planungssicherheit über die übliche Leasingdauer hinaus. Eine spätere Verlängerung ist möglich, aber nicht beschlossen.
Gilt die 0,25-Prozent-Regelung auch für Plug-in-Hybride?
Nein. Plug-in-Hybride fallen unter die 0,5-Prozent-Regelung und müssen zusätzlich eine Mindestreichweite rein elektrisch schaffen. Die Viertelung ist reinen Batteriefahrzeugen und Brennstoffzellenautos vorbehalten.
Was zählt alles zum Bruttolistenpreis?
Der Listenpreis des Herstellers zum Zeitpunkt der Erstzulassung einschließlich Umsatzsteuer und aller werkseitigen Sonderausstattungen, abgerundet auf volle 100 Euro. Nicht eingerechnet werden Überführung, Zulassung und Zubehör, das nicht ab Werk stammt. Rabatte spielen keine Rolle.
Wann lohnt sich die Einzelbewertung statt der Pauschale?
Die Pauschale mit 0,03 Prozent unterstellt etwa 15 Arbeitswege im Monat. Wer seltener ins Büro fährt, etwa wegen Homeoffice, fährt mit der Einzelbewertung günstiger: 0,002 Prozent je Entfernungskilometer und tatsächlicher Fahrt. Die Methode gilt einheitlich für ein ganzes Kalenderjahr.
Kann man Ladekosten zu Hause 2026 noch pauschal erstattet bekommen?
Nein. Die monatlichen Pauschalen von 30 und 70 Euro sind zum 1. Januar 2026 entfallen. Seitdem ist die Erstattung nur noch möglich, wenn die geladene Strommenge gemessen wird, etwa über einen separaten Zähler oder eine Wallbox mit Messfunktion.
Ist Laden beim Arbeitgeber weiterhin steuerfrei?
Ja. Das Aufladen an einer Ladeeinrichtung des Arbeitgebers bleibt nach Paragraf 3 Nummer 46 Einkommensteuergesetz steuerfrei. Diese Regelung ist von der Änderung bei den Heimladekosten nicht betroffen und gilt unabhängig von der geladenen Menge.
Lohnt sich ein Elektro-Dienstwagen gegenüber einem Diesel?
In der Regel deutlich. Ein Octavia Diesel mit rund 32.500 Euro Listenpreis kommt bei 20 Kilometern Arbeitsweg auf etwa 520 Euro geldwerten Vorteil im Monat. Ein Enyaq mit rund 43.000 Euro liegt bei etwa 172 Euro, also bei einem Drittel, obwohl er in der Anschaffung teurer ist.