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Ratgeber & Wissen

Skoda Peaq Anhängelast: 2.000 kg für den 90x — aber nur 72 kg Stützlast

Skoda Peaq Anhängelast: 1.800 kg gebremst, 2.000 kg beim Allrad-90x, 750 kg ungebremst. Stützlast 72 bzw. 80 kg — warum das der eigentliche Engpass ist.

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Wohnwagen mit Doppelachse auf einer Landstraße — die Skoda Peaq Anhängelast entscheidet, welches Gespann erlaubt ist
Der Peaq zieht bis zu 2.000 Kilogramm — begrenzt wird er aber von der Stützlast Bild: Automobilsalon Bellemann Illustration
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    Škoda Peaq 2026: 7-Sitzer Elektro-SUV ab 49.900 Euro, jetzt im Handel
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    Inhalt dieses Artikels
    1. Skoda Peaq Anhängelast: Wie viel darf er ziehen?
    2. Skoda Peaq Stützlast: warum 72 Kilogramm der eigentliche Engpass sind
    3. Reicht die Stützlast beim Peaq für einen Wohnwagen?
    4. Wie viele Fahrräder passen auf den Peaq?
    5. Skoda Peaq 90x Anhängelast: warum der Allrad 200 Kilogramm mehr zieht
    6. Skoda Peaq Zuladung: was neben dem Anhänger noch mitfährt
    7. Wie viel Reichweite bleibt beim Peaq mit Anhänger?
    8. Wie man die Stützlast beim Peaq richtig einstellt
    9. Welcher Anhänger passt zu welcher Peaq-Variante?
    10. Was beim Laden mit Anhänger anders ist
    11. Skoda Peaq Anhängerkupplung: was zu beachten ist
    12. Welcher Führerschein gilt für den Peaq mit Anhänger?
    13. Wo steht die Skoda Peaq Anhängelast im Fahrzeugschein?
    14. Was der Anhängerbetrieb für Wartung und Verschleiß bedeutet
    15. Skoda Peaq als Zugfahrzeug neben Enyaq und Elroq
    16. Skoda Peaq als Zugfahrzeug: was im Alltag zählt

    Beim Skoda Peaq steht die interessanteste Zahl nicht in der Zeile „Anhängelast”. Der große Elektro-Skoda zieht gebremst bis zu 2.000 Kilogramm — erlaubt auf der Kupplung aber nur 72 Kilogramm Stützlast. Das ist weniger als beim deutlich kleineren Karoq und ein Wert, der beim Wohnwagen schneller zum Problem wird als die Anhängelast selbst.

    Skoda Peaq Anhängelast: Wie viel darf er ziehen?

    Der Peaq kommt in drei Antriebsversionen, und zwei davon ziehen gleich viel.

    VarianteAntriebLeistunggebremstungebremstStützlast
    Peaq 60Heckantrieb150 kW (204 PS)1.800 kg750 kg72 kg
    Peaq 90Heckantrieb210 kW (286 PS)1.800 kg750 kg72 kg
    Peaq 90xAllradantrieb220 kW (299 PS)2.000 kg750 kg80 kg

    Zwei Dinge sind daran bemerkenswert. Der schwächere Peaq 60 zieht genauso viel wie der 82 PS stärkere Peaq 90. Die Anhängelast hängt eben nicht an der Motorleistung, sondern an Bremsanlage, Achslasten und Fahrzeuggewicht — und die sind bei beiden Heckantrieblern gleich ausgelegt.

    Und die Sitzzahl ändert nichts. Beim Kodiaq gibt Škoda dem Siebensitzer bis zu 200 Kilogramm mehr Anhängelast, weil das höhere Eigengewicht das Gespann stabiler macht. Beim Peaq bleibt es in jeder Konfiguration bei den Werten der Antriebsversion.

    Dasselbe gilt für die Ausstattungslinie. Die offiziellen Datenblätter führen für Sportline 60, Sportline 90 und Sportline 90x exakt dieselben Werte wie für die Selection — bei Anhängelast, Stützlast, Dachlast und zulässigem Gesamtgewicht. Wer wegen der Zuglast zur Sportline greift, gewinnt dadurch also nichts. Was der Peaq ziehen kann, entscheidet allein der Antrieb.

    Skoda Peaq Stützlast: warum 72 Kilogramm der eigentliche Engpass sind

    Die Stützlast ist das Gewicht, mit dem die Deichsel senkrecht auf die Kupplungskugel drückt. Beim Peaq sind es 72 Kilogramm, beim Allrad-90x 80. Diese Zahlen überraschen, wenn man sie einordnet:

    ModellAnhängelast max.Stützlast
    Skoda Karoq2.100 kg90 kg
    Skoda Kodiaq2.500 kg100 kg
    Skoda Peaq 60 / 901.800 kg72 kg
    Skoda Peaq 90x2.000 kg80 kg

    Der Peaq ist mit 2.125 bis 2.504 Kilogramm Leergewicht das mit Abstand schwerste dieser drei Autos — und erlaubt trotzdem die geringste Stützlast. Der Grund liegt in der Bauweise: Bei einem Elektroauto sitzt die Batterie im Unterboden, und die Hinterachse trägt bereits einen erheblichen Teil dieses Gewichts. Was an zulässiger Achslast übrig bleibt, begrenzt die Stützlast.

    Für die Praxis heißt das: Bei schweren Wohnwagen wird nicht die Anhängelast zuerst knapp, sondern die Stützlast.

    Reicht die Stützlast beim Peaq für einen Wohnwagen?

    Hier lohnt es sich, konkret zu rechnen. Ein Wohnwagen fährt sich am stabilsten, wenn vier bis sechs Prozent seines Gesamtgewichts auf der Kupplung aufliegen. Das ergibt für die üblichen Klassen:

    Wohnwagenempfohlene Stützlastpasst zum Peaq?
    1.200 kg48–72 kgja, mit Spielraum
    1.400 kg56–84 kgja, oberes Ende knapp
    1.600 kg64–96 kgnur im unteren Bereich
    1.800 kg72–108 kgexakt am Limit

    Ein Wohnwagen mit 1.800 Kilogramm — also genau der Anhängelast des Peaq 60 und 90 — bräuchte mindestens 72 Kilogramm Stützlast. Der Peaq erlaubt exakt diese 72 Kilogramm und keinen Gramm mehr.

    Das ist rechtlich zulässig, fahrdynamisch aber die ungünstigste Position. Zu wenig Stützlast ist nämlich gefährlicher als zu viel: Wird die Deichsel leicht, beginnt der Wohnwagen bei höherem Tempo zu pendeln, und diese Bewegung schaukelt sich auf.

    Die ehrliche Empfehlung lautet deshalb: Wer regelmäßig einen Wohnwagen ab 1.600 Kilogramm zieht, sollte den 90x mit 80 Kilogramm Stützlast wählen — oder beim Wohnwagen eine Klasse kleiner planen. Bis etwa 1.400 Kilogramm passt jede Peaq-Variante ohne Kompromiss.

    Wer ohne Wohnwagen unterwegs sein möchte, hat beim Peaq noch eine andere Möglichkeit: Im Fahrzeug selbst lässt sich übernachten, ohne dass ein Motor läuft. Wie lange die Temperatur dabei hält, steht im Beitrag zum Camping-Modus und Übernachten im Peaq.

    Wie viele Fahrräder passen auf den Peaq?

    Diese Frage entscheidet sich an derselben Zahl wie der Wohnwagen: an der Stützlast. Alles, was auf der Kupplung sitzt, zählt dagegen — der Träger eingeschlossen.

    Škoda bietet für die Anhängerkupplung einen eigenen Fahrradträger an. Er wiegt 19 Kilogramm, nimmt bis zu drei Räder auf und erlaubt je Rad höchstens 25 Kilogramm. Im Zubehörkatalog des Herstellers steht ausdrücklich, dass die Zuladung des Trägers die Stützlast des Fahrzeugs nicht überschreiten darf. Genau dort wird es beim Peaq eng.

    VarianteStützlastabzüglich Trägerbleibt für Räder
    Peaq 60 / Peaq 9072 kg− 19 kg53 kg
    Peaq 90x80 kg− 19 kg61 kg

    Daraus folgt eine klare Antwort: Zwei schwere Räder passen, drei nicht. Die 25 Kilogramm, die der Träger je Rad zulässt, entsprechen ungefähr einem E-Bike. Zwei davon ergeben 50 Kilogramm und bleiben unter den 53 Kilogramm des Peaq 60. Drei kämen auf 75 Kilogramm und überschreiten die Stützlast deutlich — obwohl der Träger drei Plätze hat. Beim 90x greift dann zuerst die eigene Zuladungsgrenze des Trägers von 60 Kilogramm.

    Mit leichten Rädern sieht es anders aus. Drei Fahrräder zu je 15 Kilogramm ergeben 45 Kilogramm und passen ohne Weiteres, bei Kinderrädern bleibt noch Luft. Die drei Plätze lassen sich also nutzen — nur eben nicht mit drei E-Bikes.

    Bleibt das Dach als Ausweichlösung: Die Dachlast beträgt 75 Kilogramm, der Dachträger für Fahrräder nimmt je Rad bis zu 20 Kilogramm auf. Das kostet allerdings spürbar mehr Strom. Der ADAC misst für Räder auf dem Dach 25 Prozent Mehrverbrauch, für den Träger am Heck nur 8 Prozent. Wer die Wahl hat, hängt die Räder also besser hinten an.

    Skoda Peaq 90x Anhängelast: warum der Allrad 200 Kilogramm mehr zieht

    Der Allrad-90x ist die einzige Variante, die 2.000 Kilogramm freigibt. Dafür gibt es zwei Gründe, die zusammenwirken.

    Der zweite Motor an der Vorderachse verteilt die Antriebskraft auf alle vier Räder. Das hilft nicht bei der Höchstgeschwindigkeit, sondern beim Anfahren — auf nasser Wiese, auf Schotter, an der feuchten Rampe eines Campingplatzes. Bei einem Heckantriebler wird die Vorderachse durch die Stützlast zusätzlich entlastet, was das Problem verschärft.

    Das höhere Eigengewicht von bis zu 2.504 Kilogramm stabilisiert das Gespann. Je schwerer das Zugfahrzeug im Verhältnis zum Anhänger, desto seltener kommt eine Pendelbewegung überhaupt in Gang.

    Wer den Peaq gezielt zum Ziehen kauft, bekommt beim 90x also nicht nur 200 Kilogramm mehr Anhängelast, sondern auch acht Kilogramm mehr Stützlast und den sichereren Antrieb. Das ist ein stimmiges Paket — es kostet allerdings Reichweite: 526 bis 609 statt 553 bis 642 Kilometer nach WLTP (dem europäischen Standardverfahren, mit dem Reichweiten einheitlich gemessen werden). Und es kostet Geld. Der Selection 90x steht ab 60.400 Euro in der Liste, der Selection 90 ab 57.900 Euro — also 2.500 Euro Unterschied für 200 Kilogramm mehr Anhängelast. Alle Preise und Optionen sortiert der Preis-Ratgeber zum Peaq, welche Variante sonst zu welchem Fahrprofil passt, rechnet der Vergleich der Varianten 60, 90 und 90x durch. Förderfähig sind beide: Was die Kaufprämie beim Peaq ausmacht, steht im Beitrag zur E-Auto-Förderung für den Peaq.

    Skoda Peaq Zuladung: was neben dem Anhänger noch mitfährt

    Diese Rechnung wird beim Anhängerbetrieb regelmäßig übersehen — und beim Peaq ist sie besonders eng.

    VarianteZuladung als Fünfsitzerals Siebensitzer
    Peaq 60479–607 kg548–639 kg
    Peaq 90473–596 kg535–650 kg
    Peaq 90x387–509 kg536–658 kg

    Der Allrad-90x als Fünfsitzer beginnt bei nur 387 Kilogramm Zuladung. Und davon geht die Stützlast ab, denn das Gewicht auf der Kupplung zählt zur Zuladung des Autos, obwohl es physisch am Anhänger hängt.

    Bei voll ausgenutzten 80 Kilogramm Stützlast bleiben also gut 300 Kilogramm für Personen und Gepäck. Das sind vier Erwachsene — und praktisch nichts darüber hinaus.

    Interessant ist die Umkehrung: Als Siebensitzer hat der Peaq mehr Zuladung, nicht weniger. Das liegt am höheren zulässigen Gesamtgewicht dieser Variante. Wer viel transportiert und gleichzeitig zieht, fährt mit der dritten Sitzreihe also besser — auch wenn sie leer bleibt.

    Wie viel Reichweite bleibt beim Peaq mit Anhänger?

    Hier hilft nur Ehrlichkeit: deutlich weniger, als viele erwarten.

    Der ADAC hat den Effekt an einem Kia EV6 mit Wohnwagen gemessen, und das Ergebnis hängt vor allem am Tempo. Der Verbrauch stieg um 54 Prozent bei 80 km/h, um 79 Prozent bei 90 und um 103 Prozent bei 100 — bei Tempo 100 verdoppelt er sich also praktisch. Nachlesen lässt sich das im ADAC-Überblick zum Mehrverbrauch mit Anhänger.

    Auf den Peaq 90 mit seinen bis zu 642 Kilometern nach WLTP übertragen ergibt das:

    TempoMehrverbrauchReichweite Peaq 90
    80 km/h+ 54 %rund 415 km
    90 km/h+ 79 %rund 360 km
    100 km/h+ 103 %rund 315 km

    Für die anderen Varianten verschiebt sich die Rechnung entsprechend ihrer WLTP-Werte: Beim Peaq 60 bleiben bei Tempo 90 rund 255 Kilometer, beim Allrad-90x rund 340.

    Diese Zahlen sind übertragene Näherungen aus einer Fremdmessung, keine Peaq-Messwerte — die Aufbauhöhe des Wohnwagens verschiebt sie zusätzlich. Die Größenordnung stimmt aber, und sie zeigt deutlich: Das Tempo ist der stärkste Hebel, den man selbst in der Hand hat.

    Entscheidend ist dabei nicht das Gewicht, sondern der Luftwiderstand. Ein hoher, kastiger Wohnwagen kostet deutlich mehr Strom als ein flacher Anhänger gleicher Masse. Der Peaq selbst ist mit einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,249 gut geschnitten — hinter dem Gespann zählt das aber kaum noch. Und weil der Widerstand mit dem Quadrat der Geschwindigkeit wächst, macht das Tempo den größten Unterschied: Wer statt 100 nur 80 fährt, gewinnt spürbar Reichweite zurück.

    Der höhere Verbrauch schlägt direkt auf die Stromkosten durch. Einen Teil davon holt die Treibhausgasminderungsquote zurück, die es für jedes zugelassene Elektroauto einmal im Jahr gibt — wie das abläuft und worauf bei den Anbietern zu achten ist, erklärt der Beitrag zur THG-Prämie und ihrer Beantragung. Was Laden, Versicherung und Wartung beim Peaq sonst kosten, rechnet der Beitrag zu Versicherung und Unterhaltskosten vor. Wie sich die Reichweite bei Kälte verhält, steht im Beitrag zu Winter-Reichweite und Wärmepumpe.

    Wie man die Stützlast beim Peaq richtig einstellt

    Weil die 72 Kilogramm so knapp bemessen sind, lohnt sich beim Peaq mehr als bei anderen Fahrzeugen der genaue Blick auf die Beladung des Anhängers.

    Gemessen wird mit einer Stützlastwaage für zwanzig bis vierzig Euro. Sie kommt unter das Stützrad des abgekuppelten Anhängers und zeigt direkt an, mit wie viel Gewicht die Deichsel drückt. Wichtig ist, in Fahrhöhe zu messen: Steht der Anhänger vorn zu hoch oder zu tief, verfälscht das den Wert deutlich. Wer keine Waage hat, kommt mit einer Personenwaage und einem Kantholz zum Höhenausgleich zu einer brauchbaren Einschätzung.

    Zum Einstellen braucht es kein Werkzeug, sondern nur Umräumen. Gewicht weiter nach vorn erhöht die Stützlast, Gewicht nach hinten senkt sie — zwei Getränkekisten machen schnell zehn Kilogramm aus. Die Zielgröße beim Peaq: möglichst nahe an 72 Kilogramm herankommen, ohne sie zu überschreiten. In der Praxis liegt der Fehler fast immer bei zu wenig Stützlast, weil schwere Dinge intuitiv nach hinten wandern.

    Welcher Anhänger passt zu welcher Peaq-Variante?

    Statt nur auf die Höchstwerte zu schauen, hilft der Blick auf typische Anhänger und das, was sie im Alltag verlangen.

    AnhängerGesamtmassepassende Variante
    Fahrradanhänger, ungebremstbis 750 kgalle Varianten
    Kleiner Bauhänger, gebremst750–1.000 kgalle Varianten
    Einachsiger Pferdeanhänger1.200–1.500 kgalle, Führerschein prüfen
    Mittlerer Wohnwagen1.400–1.600 kgalle, ab 1.600 besser der 90x
    Großer Familienwohnwagen1.700–1.800 kgnur mit sorgfältiger Beladung
    Schwerer Zweiachserab 1.900 kgnur der 90x

    Der Pferdeanhänger verdient dabei eine eigene Anmerkung. Sein Gewicht liegt zwar bequem innerhalb der Anhängelast, aber ein lebendes Tier verlagert sein Gewicht während der Fahrt. Die Stützlast schwankt dadurch ständig — genau das, wofür der Peaq mit seinen 72 Kilogramm wenig Reserve hat. Wer regelmäßig Pferde transportiert, sollte den 90x wählen und den Anhänger eher unterhalb seiner Maximallast beladen.

    Beim Wohnwagen gilt eine Faustregel, die sich in der Praxis bewährt hat: Die tatsächliche Masse sollte nicht über achtzig Prozent der zulässigen Anhängelast liegen. Beim Peaq 60 und 90 wären das rund 1.440 Kilogramm, beim 90x etwa 1.600. In diesem Bereich bleibt genug Luft, damit das Gespann auch bei Seitenwind und beim Überholen ruhig bleibt.

    Was beim Laden mit Anhänger anders ist

    Drei Dinge, die vor dem ersten Urlaub selten bedacht werden.

    Die Ladesäule ist selten für Gespanne gebaut. Schnellladeparks haben Stellplätze in normaler Pkw-Länge. Mit einem sechs Meter langen Wohnwagen passt man dort nicht hin, ohne mehrere Plätze zu blockieren — also abkuppeln, laden, wieder ankuppeln. Ladeparks mit Durchfahrtsplätzen sind in den gängigen Apps gekennzeichnet und liegen häufig an Autohöfen statt an Raststätten. Wer sie vorab einträgt, spart auf einer Urlaubsfahrt schnell eine Stunde. Wie schnell der Peaq lädt und was ein Stopp kostet, steht im Beitrag zu Ladeleistung und Ladekosten beim Peaq.

    Die Ladestopps werden häufiger. Sinkt die Reichweite von rund 650 auf etwa 350 Kilometer, verdoppelt sich die Zahl der Pausen fast: Auf 900 Kilometern sind es statt einem Stopp zwei bis drei.

    Die Rückfahrkamera hilft nicht mehr. Mit angekuppeltem Anhänger zeigt sie nur die Deichsel. Rangieren funktioniert dann wie bei jedem Gespann: langsam und im Zweifel mit einer zweiten Person zum Einweisen.

    Skoda Peaq Anhängerkupplung: was zu beachten ist

    Die Anhängerkupplung kostet 710 Euro und ist in beiden Ausstattungslinien zum selben Preis zu haben. Geliefert wird sie schwenkbar und mit Gespannstabilisierung, die Vorbereitung dafür ist ab Werk an Bord. Anders als bei Epiq und Elroq gibt es beim Peaq keine Einschränkungen bei der Kupplung. Drei Punkte sind dabei wichtiger als die Bauform.

    Die Anhängerstabilisierung. Sie erkennt eine beginnende Pendelbewegung und bremst einzelne Räder gezielt ab. Gerade beim Peaq, wo die niedrige Stützlast das Pendeln begünstigt, ist dieses System kein Komfortmerkmal, sondern ein echter Sicherheitsgewinn.

    Die Rekuperation (das Bremsen über den Elektromotor, bei dem Strom in die Batterie zurückfließt). Ein Elektroauto verzögert dadurch schon, wenn man nur den Fuß vom Fahrpedal nimmt. Mit Anhänger ändert sich das spürbar: Das Gespann schiebt, und diese Verzögerung reicht allein nicht mehr aus. Wer daran gewöhnt ist, mit einem Pedal zu fahren, muss sich umstellen und wieder aktiv bremsen.

    Das Nachrüsten. Es ist möglich, verlangt aber die fahrzeugspezifische Elektrik und die Freischaltung der Stabilisierung. An der zulässigen Anhängelast ändert eine nachgerüstete Kupplung nichts. Überhaupt lässt sich die Anhängelast beim Peaq nicht erhöhen: Der Wert ist vom Hersteller festgelegt, steht in den Fahrzeugpapieren und gilt dort verbindlich. Weder stärkere Federn noch ein Zusatzgutachten ändern daran etwas. Wer mehr ziehen will, braucht die stärkere Variante.

    Welcher Führerschein gilt für den Peaq mit Anhänger?

    Beim Peaq ist das die härteste Grenze überhaupt — härter als jede technische Angabe.

    Bei der Klasse B gelten zwei Regeln nebeneinander, und genau das wird oft verwechselt. Ein Anhänger bis 750 Kilogramm zulässiger Gesamtmasse ist immer erlaubt — ganz gleich, wie schwer das Gespann dadurch insgesamt wird. Erst für schwerere Anhänger kommt die Grenze von 3.500 Kilogramm für Auto und Anhänger zusammen ins Spiel. So steht es in Paragraf 6 der Fahrerlaubnis-Verordnung.

    Beim Peaq führt das zu einem eindeutigen Ergebnis. Das Fahrzeug wiegt zulässig 2.657 bis 2.990 Kilogramm. Gegen die 3.500-Kilogramm-Grenze gerechnet bleiben je nach Variante 510 bis 843 Kilogramm für den Anhänger — bei fast allen Versionen also weniger als die 750 Kilogramm, die ohnehin erlaubt sind. Nur beim Peaq 60 als Fünfsitzer wären mit 843 Kilogramm etwas mehr möglich.

    Praktisch heißt das: Mit Klasse B ist beim Peaq bei 750 Kilogramm Schluss. Das reicht für einen Fahrradanhänger oder einen kleinen Bauhänger, nicht für einen Wohnwagen.

    Die Schlüsselzahl B96 hebt die Grenze auf 4.250 Kilogramm. Nötig ist dafür eine Schulung von mindestens sieben Zeitstunden — 2,5 Stunden Theorie, 3,5 Stunden Fahrübungen und eine Stunde im Verkehr. Eine Prüfung gibt es nicht. Damit sind beim Peaq etwa 1.250 bis 1.600 Kilogramm Anhänger möglich.

    Die Klasse BE erlaubt Anhänger bis 3.500 Kilogramm und verlangt eine praktische Prüfung. Erst damit lässt sich die volle Anhängelast des Peaq nutzen.

    Diese Rechnung sollte vor der Kaufentscheidung stehen. Ein Elektroauto dieser Größe wiegt so viel, dass die Führerscheinklasse fast immer vor der Technik limitiert. Die Einzelheiten erklärt der ADAC in seinem Überblick zum Anhängerbetrieb.

    Wo steht die Skoda Peaq Anhängelast im Fahrzeugschein?

    In der Zulassungsbescheinigung Teil I:

    ZifferBedeutung
    O.1Anhängelast gebremst
    O.2Anhängelast ungebremst
    F.1zulässiges Gesamtgewicht
    GLeermasse

    Diese Eintragungen gelten für das konkrete Fahrzeug und gehen jeder Tabelle vor — auch dieser. Die Stützlast steht meist nicht in den Papieren, sondern auf einem Aufkleber an der Kupplung selbst oder in der Betriebsanleitung.

    Was der Anhängerbetrieb für Wartung und Verschleiß bedeutet

    Ein Elektroauto, das regelmäßig zieht, beansprucht andere Bauteile als ein Verbrenner.

    Die Bremsen sind der überraschendste Punkt. Im Elektro-Alltag werden sie kaum benutzt, weil der Motor die Verzögerung übernimmt — manche Beläge rosten dadurch sogar fest. Mit Anhänger kehrt sich das um: Plötzlich müssen sie ein doppelt so schweres Gespann verzögern, und zwar häufig. Wer nach längerer Pause wieder zieht, sollte Scheiben und Beläge vorher prüfen lassen.

    Die Reifen tragen beim Peaq ohnehin viel Gewicht. Mit Stützlast und beladenem Innenraum kommen schnell 400 Kilogramm dazu, die vor allem auf der Hinterachse landen. Der Reifendruck gehört deshalb an die Beladung angepasst — die Werte stehen im Türholm, meist mit eigener Spalte für volle Beladung. Die Kupplung selbst gehört sauber gehalten und leicht gefettet; ein Klacken beim Lastwechsel deutet auf Spiel hin.

    Wer das Fahrzeug vor einer längeren Fahrt durchsehen lassen möchte, ist in der Werkstatt in Wiesloch richtig — am besten einige Wochen vor der Abfahrt, damit Zeit für einen Austausch bleibt. Was sonst noch an Inspektionen und Garantie ansteht, steht im Beitrag zu Wartung, Inspektion und Garantie beim Peaq.

    Skoda Peaq als Zugfahrzeug neben Enyaq und Elroq

    Innerhalb der elektrischen Baureihen ist der Peaq das stärkste Zugfahrzeug. Der Abstand fällt aber kleiner aus, als der Größenunterschied vermuten lässt — und beim Führerschein dreht sich der Vorteil sogar um.

    Der Grund liegt im Eigengewicht. Je schwerer das Zugfahrzeug, desto weniger bleibt bis zur 3,5-Tonnen-Grenze der Klasse B. Ein kleineres Elektroauto zieht zwar weniger, lässt aber mehr Anhänger zu, bevor die Führerscheinklasse zum Problem wird. Wer keine Schlüsselzahl B96 hat und keine erwerben möchte, fährt mit einem leichteren Modell unter Umständen praxisgerechter — auch wenn die Anhängelast auf dem Papier niedriger ist.

    Für alle, die zwischen den elektrischen Modellen abwägen: Die Werte des mittleren Modells stehen im Beitrag zur Anhängelast des Skoda Elroq, die der Mittelklasse im Beitrag zur Anhängelast des Enyaq mit bis zu zwei Tonnen. Für das kleinste Elektromodell gilt der Beitrag zur Anhängerkupplung des Škoda Epiq. Wie sich der Peaq insgesamt gegen den Enyaq schlägt, ordnet der Vergleich zwischen Peaq und Enyaq ein.

    Wer dagegen regelmäßig mehr als zwei Tonnen bewegt, ist mit einem Verbrenner besser bedient. Der Kodiaq zieht als Siebensitzer bis zu 2.500 Kilogramm und erlaubt 100 Kilogramm Stützlast.

    Skoda Peaq als Zugfahrzeug: was im Alltag zählt

    Drei Punkte, die vor der ersten längeren Fahrt einen Unterschied machen.

    Das Tempo: Für Gespanne gelten in Deutschland 80 Kilometer pro Stunde, mit Tempo-100-Zulassung sind 100 erlaubt. Beim Elektroauto lohnt das langsamere Tempo doppelt, weil es direkt Reichweite spart. Der Bremsweg: Knapp zwei Tonnen Anhänger und ein 2,4-Tonnen-Zugfahrzeug bewegen über vier Tonnen — der übliche Sicherheitsabstand reicht dafür nicht, besonders bergab. Das Beladen: Schweres gehört über die Achse des Anhängers, nicht ans Heck.

    Wo lässt sich das Thema in Wiesloch klären?

    Für Fragen rund um Anhängerkupplung, Anhängerstabilisierung und Eintragung ist die Werkstatt für ŠKODA in Wiesloch die richtige Adresse. Bei Elektrofahrzeugen kommt die Arbeit an den Bauteilen der Antriebsbatterie hinzu, für die eine besondere Qualifikation vorgeschrieben ist.

    Wer sich ein elektrisches Fahrzeug im Alltag ansehen möchte, findet passende Modelle im Gebrauchtwagenbestand des Automobilsalons Bellemann. Weitere technische Werte des Peaq stehen im Datenblatt mit Leistung, Akku und Maßen, den Überblick über das gesamte Modell gibt der Beitrag zum Peaq als siebensitziges Elektro-SUV.

    Quellen

    Anhängelasten, Stützlasten, Dachlast, Zuladungen und Gewichte stammen aus den offiziellen Datenblättern des Herstellers zu allen sechs Peaq-Versionen, geprüft am 6. Oktober 2026. Die Werte zum Mehrverbrauch mit Anhänger beruhen auf veröffentlichten Messungen des ADAC an einem Kia EV6 und sind auf den Peaq umgerechnet. Verbindlich ist immer die Zulassungsbescheinigung des konkreten Fahrzeugs.

    Häufige Fragen

    Wie viel Anhängelast hat der Škoda Peaq?

    Gebremst 1.800 Kilogramm für den Peaq 60 und den Peaq 90, 2.000 Kilogramm für den Allrad-90x. Ungebremst sind es bei allen drei Varianten 750 Kilogramm. Die Werte gelten sowohl bei acht als auch bei zwölf Prozent Steigung und ändern sich nicht mit der Sitzzahl.

    Wie hoch ist die Stützlast beim Skoda Peaq?

    72 Kilogramm beim Peaq 60 und Peaq 90, 80 Kilogramm beim Allrad-90x. Das ist bemerkenswert wenig: Der deutlich kleinere Karoq erlaubt 90 Kilogramm, der Kodiaq sogar 100. Bei schweren Wohnwagen wird deshalb eher die Stützlast zur Grenze als die Anhängelast.

    Reicht die Stützlast beim Peaq für einen Wohnwagen?

    Für leichte und mittlere Wohnwagen ja. Ein Wohnwagen sollte mit vier bis sechs Prozent seines Gewichts auf der Kupplung aufliegen. Bei 1.800 Kilogramm wären das 72 bis 108 Kilogramm — der Peaq deckelt bei 72 und liegt damit am untersten Rand. Wer die volle Anhängelast nutzt, muss den Wohnwagen sehr sorgfältig beladen.

    Welche Peaq-Variante zieht am meisten?

    Der Allrad-90x mit 220 Kilowatt. Er zieht 2.000 Kilogramm gebremst und damit 200 Kilogramm mehr als der Peaq 60 und der Peaq 90, die beide mit Heckantrieb bei 1.800 Kilogramm liegen. Auch die Stützlast ist mit 80 statt 72 Kilogramm höher.

    Wie stark sinkt die Reichweite mit Anhänger?

    Deutlich stärker, als viele erwarten — und es hängt stark am Tempo. Der ADAC hat den Mehrverbrauch mit Wohnwagen an einem Kia EV6 gemessen: 54 Prozent bei 80 km/h, 79 Prozent bei 90 und 103 Prozent bei 100. Auf den Peaq 90 mit bis zu 642 Kilometern nach WLTP übertragen bleiben daraus grob 420 Kilometer bei Tempo 80, rund 360 bei 90 und etwa 315 bei 100.

    Wie viel Zuladung bleibt beim Peaq mit Anhänger?

    Das hängt stark an der Variante. Der Allrad-90x als Fünfsitzer hat 387 bis 509 Kilogramm Zuladung. Davon geht die Stützlast des Anhängers ab: Bei 80 Kilogramm bleiben rund 307 bis 429 Kilogramm für Personen und Gepäck. Als Siebensitzer fällt die Zuladung mit 536 bis 658 Kilogramm höher aus.

    Bietet Škoda für den Peaq eine Anhängerkupplung an?

    Ja, für 710 Euro in beiden Ausstattungslinien. Geliefert wird sie schwenkbar und mit Gespannstabilisierung, die Vorbereitung dafür ist ab Werk an Bord. Anders als bei Epiq und Elroq gibt es beim Peaq keine Einschränkungen bei der Kupplung.

    Hat die Peaq Sportline dieselbe Anhängelast wie die Selection?

    Ja, exakt dieselbe. Die offiziellen Datenblätter führen für Sportline 60, Sportline 90 und Sportline 90x die gleichen Werte wie für die Selection-Linie: 750 Kilogramm ungebremst, 1.800 beziehungsweise 2.000 Kilogramm gebremst, 72 beziehungsweise 80 Kilogramm Stützlast und 75 Kilogramm Dachlast. Die Ausstattungslinie ändert an der Zugfähigkeit also nichts — nur der Antrieb entscheidet.

    Kann man die Anhängelast beim Skoda Peaq erhöhen?

    Nein. Die Anhängelast ist vom Hersteller festgelegt und steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I unter O.1 und O.2. Eine nachgerüstete Kupplung, stärkere Federn oder ein Zusatzgutachten ändern daran nichts. Wer mehr ziehen will, muss die stärkere Variante wählen: Der Allrad-90x schafft 2.000 statt 1.800 Kilogramm. Darüber hinaus hilft beim Peaq nur ein anderes Fahrzeug.

    Wie viele Fahrräder passen auf den Fahrradträger am Peaq?

    Rechnerisch zwei E-Bikes oder drei leichte Räder. Der Škoda-Träger für die Anhängerkupplung wiegt selbst 19 Kilogramm und ist für bis zu drei Räder mit je höchstens 25 Kilogramm ausgelegt. Von den 72 Kilogramm Stützlast des Peaq 60 und 90 bleiben nach Abzug des Trägers 53 Kilogramm für die Räder. Beim 90x sind es 61 Kilogramm. Drei E-Bikes mit je 25 Kilogramm überschreiten die Stützlast in beiden Fällen.

    Welchen Führerschein braucht man für den Peaq mit Anhänger?

    Mit Klasse B darf immer ein Anhänger bis 750 Kilogramm zulässiger Gesamtmasse mit — egal wie schwer das Gespann dadurch insgesamt wird. Erst über 750 Kilogramm gilt die Grenze von 3.500 Kilogramm für Auto und Anhänger zusammen. Weil der Peaq selbst schon 2.657 bis 2.990 Kilogramm wiegt, bliebe dann rechnerisch weniger übrig als die 750 Kilogramm, die ohnehin erlaubt sind. Praktisch ist mit Klasse B beim Peaq also bei 750 Kilogramm Schluss. Für mehr braucht es B96 oder BE.

    Eignet sich der Peaq als Zugfahrzeug für einen Pferdeanhänger?

    Ein einachsiger Anhänger mit einem Pferd wiegt beladen rund 1.200 bis 1.500 Kilogramm und liegt damit innerhalb der Anhängelast. Entscheidend ist aber der Führerschein: Mit Klasse B geht diese Kombination beim Peaq nicht auf, weil das Gespann die 3,5-Tonnen-Grenze überschreitet.

    Ändert sich die Anhängelast beim Siebensitzer?

    Nein. Anders als beim Kodiaq, wo die dritte Sitzreihe die Anhängelast erhöht, bleibt es beim Peaq in allen Varianten bei den Werten der jeweiligen Antriebsversion. Die Sitzzahl beeinflusst beim Peaq nur Zuladung und zulässiges Gesamtgewicht.

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