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Inhalt dieses Artikels
- Automarke CUPRA: Wem die Marke gehört und wer die Autos baut
- Kurzantwort
- CUPRA: Wer steckt dahinter?
- Wem gehört CUPRA?
- Ist CUPRA ein SEAT?
- Woher kommt CUPRA und was bedeutet der Name?
- Von SEAT Sport zur eigenen Marke: die wichtigsten Jahre
- Woher kommen die Modellnamen?
- Welche Modelle hat die Automarke CUPRA 2026?
- Macht CUPRA nur Elektroautos?
- In welchen Ländern CUPRA fertigt
- Ist der CUPRA Raval ein SEAT?
- Wie groß ist die Automarke CUPRA in Deutschland?
- Was CUPRA von SEAT unterscheidet
- Quellen und Stand der Werte
Automarke CUPRA: Wem die Marke gehört und wer die Autos baut
Die Automarke CUPRA taucht seit ein paar Jahren überall auf, und viele fragen sich beim ersten Hinsehen dasselbe: Wer ist das eigentlich? Ein spanischer Neuling? Eine Tochter von Volkswagen? Oder doch nur ein anderer Name für SEAT?
Die Antwort hat zwei Stufen, und genau daran scheitern die meisten kurzen Erklärungen. Dieser Beitrag geht sie der Reihe nach durch: wem die Marke gehört, woher sie kommt, was der Name bedeutet, welche Autos dazugehören und warum so viele Menschen den Raval unter dem Namen SEAT suchen.
Alle Angaben stammen aus den offiziellen Unternehmensseiten und sind am 8. Oktober 2026 nachgesehen.
Kurzantwort
CUPRA: Wer steckt dahinter?
Hinter der Marke steht ein Unternehmen mit einem eigenen Namen: SEAT S.A. Der Sitz liegt in Martorell, einer Stadt rund dreißig Kilometer westlich von Barcelona. Dieses Unternehmen verkauft Autos unter zwei Marken, und CUPRA ist eine davon.
SEAT S.A. beschäftigt nach Angaben des Volkswagen-Konzerns mehr als 14.000 Menschen und betreibt drei Standorte in Spanien: Martorell, El Prat de Llobregat und Barcelona. In Martorell entstehen der SEAT Ibiza, der SEAT Arona, die Leon-Familie und der CUPRA Formentor. Der Konzern beschreibt das Unternehmen als den einzigen Autohersteller, der in Spanien entwickelt, baut und verkauft.
Das ist mehr als eine nette Randnotiz. Entwicklung und Fertigung im selben Land bedeuten kurze Wege zwischen Konstruktion und Fließband. Für Käufer zeigt sich das vor allem daran, dass neue Modelle schnell in größeren Stückzahlen verfügbar sind, sobald die Linie einmal läuft.
Wer sich fragt, warum die Marke so jung wirkt: Sie ist es. Das Unternehmen dahinter dagegen ist alt. SEAT wurde 1950 gegründet und besteht damit seit über 75 Jahren.
Wem gehört CUPRA?
Die Eigentumskette hat zwei Stufen, und beide muss man kennen, damit die Antwort stimmt.
Stufe eins: CUPRA gehört zu SEAT S.A. Es ist keine eigene Firma mit eigener Bilanz, sondern eine Marke dieses Unternehmens. Stufe zwei: SEAT S.A. gehört zum Volkswagen-Konzern, also zu demselben Haus wie Volkswagen, Škoda, Audi oder Porsche.
Der Konzern führt zehn Kernmarken und teilt sie in drei Gruppen ein. SEAT und CUPRA stehen zusammen in der Gruppe der Volumenmarken, gemeinsam mit Volkswagen, Škoda und Volkswagen Nutzfahrzeuge. Der Konzern selbst nennt sie dort „Schwestermarken”, die eng zusammenarbeiten.
Diese Zuordnung erklärt auch, warum manche CUPRA-Modelle technisch eng mit Volkswagen-Modellen verwandt sind. Sie teilen sich den Unterbau, also die Grundkonstruktion aus Bodengruppe, Antrieb und Akku. Das Aussehen, die Abstimmung des Fahrwerks und die Ausstattung legt dagegen jede Marke selbst fest.
Für den Alltag heißt das: Wer einen CUPRA kauft, kauft ein Auto aus dem größten europäischen Autokonzern, gebaut von einem spanischen Unternehmen, unter einer eigenen Marke.
Ist CUPRA ein SEAT?
Nein — und doch hat die Frage einen wahren Kern.
Bis 2018 gab es CUPRA gar nicht als Marke. Cupra war ein Zusatz hinter dem Modellnamen, so wie andere Hersteller ihre sportlichen Versionen kennzeichnen. Ein SEAT Ibiza Cupra war ein SEAT Ibiza mit stärkerem Motor und strafferem Fahrwerk. Dasselbe galt für den Leon.
2018 wurde daraus eine eigene Marke mit eigenem Zeichen, eigenen Modellen und eigener Preisgestaltung. Seitdem gibt es Autos, die es als SEAT überhaupt nicht gibt: den Formentor, den Tavascan, den Terramar, den Born und jetzt den Raval. Umgekehrt gibt es SEAT-Modelle ohne CUPRA-Gegenstück, etwa den Arona.
Was gleich geblieben ist: das Unternehmen, die Werke, die Entwicklungsmannschaft. Wer einen CUPRA fährt, fährt ein Auto aus demselben Haus wie ein SEAT. Was sich geändert hat: die Ausrichtung. CUPRA zielt auf Käufer, die Wert auf Fahrverhalten und Auftritt legen, SEAT auf die breite, nüchterne Mitte.
Die kurze Antwort lautet deshalb: zwei Marken, ein Unternehmen.
Woher kommt CUPRA und was bedeutet der Name?
Der Name ist keine Erfindung aus der Werbeabteilung, sondern eine Abkürzung. CUPRA steht für Cup Racing, also für Rennsport im Rahmen einer Pokalserie. SEAT erklärt den Namen selbst so und verweist dabei auf die eigene Motorsportgeschichte.
Diese Geschichte hat einen konkreten Anlass. Der Ibiza Cupra ging direkt aus dem aktiven Rennsport hervor und gewann in den Jahren 1996, 1997 und 1998 den Weltcup der Zweiliterklasse. Drei Titel in Folge sind der Grund, warum der Zusatz überhaupt zum Markenzeichen taugte.
Geografisch kommt die Marke aus Katalonien. Der Sitz in Martorell liegt im Großraum Barcelona, und die Stadt taucht auch in den Modellnamen auf: El Raval heißt ein dicht bebautes Viertel mitten in Barcelona. Der Name des kleinsten Elektromodells ist damit eine Ortsangabe, kein Kunstwort.
Wer wissen will, was dieses kleinste Modell technisch ausmacht, findet die vollständige Übersicht im zentralen Beitrag zum CUPRA Raval.
Von SEAT Sport zur eigenen Marke: die wichtigsten Jahre
Die Geschichte erklärt, warum die Zuordnung heute so verwirrend wirkt. Sie verlief in Stufen, und auf jeder Stufe änderte sich etwas anderes: erst der Besitzer, dann der Zusatz am Modell, zuletzt die Marke selbst.
| Jahr | Was passierte |
|---|---|
| 1950 | SEAT wird in Spanien gegründet |
| 1986 | Volkswagen übernimmt im Juni zunächst 51 Prozent der Anteile |
| 1996–1998 | Der Ibiza Cupra gewinnt dreimal in Folge den Weltcup der Zweiliterklasse |
| 2018 | Cupra wird vom Modellzusatz zur eigenständigen Marke |
| 2026 | Martorell startet die Fertigung des Raval |
| 2030 | erklärtes Ziel: vollständig elektrifizierte Modellpalette |
Zwischen 1986 und 2018 liegen also mehr als dreißig Jahre, in denen Cupra nur ein Zusatz hinter dem Modellnamen war. Wer sich an diese Zeit erinnert, hat das Wort zuerst als Ausstattungsstufe kennengelernt und nicht als Marke. Genau daher kommt das Gefühl, CUPRA sei irgendwie immer noch ein SEAT.
Der Bruch kam 2018. Von da an bekam die Marke einen eigenen Auftritt im Handel, ein eigenes Zeichen in Kupferoptik und vor allem eigene Autos. Der Formentor war das erste Modell, das es als SEAT nie gab — und bis heute ist er eines der meistverkauften der Marke.
Woher kommen die Modellnamen?
Wer die Namen nebeneinanderlegt, erkennt schnell ein Muster: Sie sind fast alle spanisch, und die meisten bezeichnen einen echten Ort.
| Modell | Was der Name bezeichnet |
|---|---|
| Raval | El Raval, ein dicht bebautes Viertel in der Innenstadt von Barcelona |
| Born | El Born, ein Viertel im Osten der Altstadt von Barcelona |
| Formentor | Cap de Formentor, die nördlichste Landspitze Mallorcas |
| Tavascan | ein kleines Dorf in den katalanischen Pyrenäen |
| Terramar | eine Rennstrecke bei Sitges, eröffnet 1923 |
| Ateca | eine Kleinstadt in der Provinz Zaragoza |
| Leon | eine Stadt im Nordwesten Spaniens |
Zwei Namen fallen aus dem Rahmen, und zwar auf interessante Weise. Terramar ist kein Dorf, sondern das Autódromo de Sitges-Terramar. Die Strecke wurde 1923 gebaut und zählt zu den ältesten der Welt, der erste Große Preis von Spanien lief dort. Für eine Marke, die sich auf den Rennsport beruft, ist das eine naheliegende Wahl.
Und Raval ist ausgerechnet kein Ort, an dem Autos eine große Rolle spielen. El Raval ist eng bebaut, voller schmaler Gassen und schlecht mit dem Auto zu befahren. Genau darin steckt die Botschaft: Das kleinste Modell der Marke ist für solche Städte gedacht.
Wer wissen will, wie klein der Raval tatsächlich ausfällt und was in den Kofferraum passt, findet die Maße im Beitrag zum Kofferraum des CUPRA Raval.
Welche Modelle hat die Automarke CUPRA 2026?
Sieben Baureihen stehen im Herbst 2026 im deutschen Angebot. Die Übersicht zeigt sie mit dem jeweiligen Antrieb:
| Modell | Antrieb |
|---|---|
| Ateca | Verbrennungsmotor |
| Born | vollelektrisch |
| Formentor | Benzin, Diesel oder Plug-in-Hybrid |
| Leon (auch als Kombi Sportstourer) | Benzin oder Plug-in-Hybrid |
| Raval | vollelektrisch |
| Tavascan | vollelektrisch |
| Terramar | Benzin oder Plug-in-Hybrid |
Plug-in-Hybrid bedeutet: Der Wagen hat einen Verbrennungsmotor und zusätzlich einen Akku, den man an der Steckdose laden kann. Kurze Strecken fährt er damit rein elektrisch, auf langen Strecken springt der Benzinmotor ein.
Wie schnell die Marke gewachsen ist, zeigt eine Zahl aus dem Konzern: eine Million gebaute Fahrzeuge in sieben Jahren, verteilt auf sieben Modelle. Das Jubiläumsauto war ein Formentor als Plug-in-Hybrid und lief in Martorell vom Band.
Welche Modelle in den nächsten Jahren dazukommen und welche ersetzt werden, steht im Beitrag zu den neuen CUPRA Modellen ab 2027. Wer die Elektromodelle von ŠKODA, SEAT und CUPRA nebeneinander sehen will, findet sie in der Übersicht der neuen Elektromodelle.
Macht CUPRA nur Elektroautos?
Nein, und das ist ein verbreiteter Irrtum. Von den sieben Baureihen fahren drei rein elektrisch: Born, Tavascan und Raval. Die anderen vier haben weiterhin einen Verbrennungsmotor.
Beim Formentor nennt der ADAC-Autokatalog neun Antriebsvarianten zwischen 150 und 390 PS. Darunter sind mehrere Benziner, ein Diesel mit 150 PS und ein Plug-in-Hybrid mit bis zu 272 PS Gesamtleistung. Der Terramar startet mit einem 1,5-Liter-Benziner mit 150 PS und reicht bis zu einem Allradmodell mit 265 PS, dazu kommt ebenfalls ein Plug-in-Hybrid mit 272 PS. Den Leon gibt es neben den Benzinern als Hybrid mit Stecker.
Das soll sich ändern. Der Volkswagen-Konzern nennt als Ziel für CUPRA eine vollständig elektrifizierte Modellpalette bis 2030. Bis dahin steht beides nebeneinander, und für Käufer ist das eher ein Vorteil: Wer noch keine Lademöglichkeit zu Hause hat, muss nicht auf die Marke verzichten.
Die drei Elektromodelle decken dabei bewusst drei verschiedene Größen ab. Der Born ist ein Kompaktwagen mit Schrägheck und war das erste Elektroauto der Marke überhaupt; wie er technisch mit dem nahen Verwandten aus Wolfsburg zusammenhängt, zeigt der Vergleich zwischen Born und VW ID.3. Der Tavascan sitzt eine Klasse darüber und ist als höher gebautes Modell mit flach auslaufendem Heck gezeichnet, Einzelheiten dazu stehen im Beitrag zum CUPRA Tavascan.
Der Raval ist der jüngste und zugleich kleinste der drei. Er ist damit das erste Elektroauto der Marke, das in der Klasse unterhalb des Born antritt — also dort, wo bisher vor allem Benziner wie der Ibiza standen. Genau deshalb hat die Marke mit ihm die größte Reichweite in die Breite: Ein Kleinwagen erreicht Käufer, für die ein Kompaktwagen zu groß oder zu teuer ist.
Dass die Rechnung aufgeht, zeigen die amtlichen Zulassungszahlen: Der Raval war im September 2026 bereits das viertstärkste Modell der gesamten Marke. Wie sich sein Einstieg nach unten entwickelt hat, zeigt der Beitrag zum Basismodell des Raval, die Zahlen dazu stehen im Beitrag zum Preis des CUPRA Raval.
In welchen Ländern CUPRA fertigt
Der Schwerpunkt liegt in Spanien. Das Unternehmen betreibt dort drei Standorte: das Hauptwerk in Martorell sowie die Fertigungen in El Prat de Llobregat und in Barcelona. Von dort kommen Leon, Formentor und der Raval.
Drei Modelle entstehen jedoch anderswo: der Born in Deutschland, der Terramar in Ungarn und der Ateca in Tschechien. Der Tavascan kommt sogar aus China. Welches Modell in welchem Werk vom Band läuft und warum die Verteilung so aussieht, führt der Beitrag zur CUPRA Produktion und ihren Werken vollständig auf.
Ist der CUPRA Raval ein SEAT?
Diese Frage wird erstaunlich oft gestellt, und sie zeigt, wie eng Marke und Unternehmen zusammenhängen. Wer nach SEAT Raval sucht, bekommt trotzdem die richtigen Treffer — denn das Unternehmen hinter dem Auto heißt tatsächlich SEAT.
Auf dem Auto steht allerdings CUPRA. Gebaut wird es seit 2026 in Martorell, und zwar zusammen mit einem Fahrzeug einer anderen Marke: dem Volkswagen ID. Polo. Beide laufen über dieselbe Linie.
Dahinter steht ein Projekt, das der Konzern Electric Urban Car Family nennt, also die Familie der elektrischen Stadtautos. Dazu gehören vier vollelektrische Modelle von drei Marken, alle in Spanien gebaut. Mehr als drei Milliarden Euro hat der Konzern nach eigenen Angaben allein in Martorell investiert, und das gemeinsame Vorgehen soll 600 Millionen Euro einsparen.
Bemerkenswert ist die Rolle, die SEAT und CUPRA dabei spielen. Der Konzern lässt das Projekt von diesem Unternehmen führen, stellvertretend für die ganze Markengruppe. Thomas Schäfer, Vorstandsmitglied bei Volkswagen und Aufsichtsratschef von SEAT und CUPRA, nennt das einen Beleg für die Stärke dieses Vorgehens: Zum ersten Mal leiten SEAT und CUPRA ein markenübergreifendes Projekt.
Welche Verwandten der Raval in dieser Familie hat, zeigen zwei Vergleiche: der Vergleich mit dem VW ID. Polo und der Vergleich mit dem ŠKODA Epiq. Wie der Raval gegen das größere Modell der eigenen Marke steht, klärt der Vergleich zwischen Raval und Born.
Wie groß ist die Automarke CUPRA in Deutschland?
Hier liefert eine amtliche Statistik die vielleicht deutlichste Antwort auf die ganze Markenfrage. Das Kraftfahrt-Bundesamt zählt jeden Monat die Neuzulassungen nach Marke und Modellreihe. CUPRA kommt in dieser Liste als eigene Marke gar nicht vor. Formentor, Born, Tavascan, Terramar und Raval stehen dort allesamt unter SEAT.
Amtlich ist der Raval also tatsächlich ein SEAT. Wer danach sucht, liegt nach der Zulassungsstatistik richtig — auf dem Auto steht trotzdem CUPRA.
So sah die Marke von Januar bis September 2026 in Deutschland aus:
| Modellreihe | September 2026 | Januar bis September |
|---|---|---|
| Leon | 2.285 | 23.136 |
| Formentor | 1.712 | 14.900 |
| Ateca | 1.775 | 14.352 |
| Ibiza | 1.502 | 14.300 |
| Born | 1.261 | 12.859 |
| Terramar | 1.243 | 11.485 |
| Arona | 1.088 | 10.990 |
| Tavascan | 687 | 10.430 |
| Raval | 1.637 | 4.954 |
| zusammen | 13.191 | 117.432 |
Aus diesen Zahlen lassen sich drei Dinge ablesen.
Die Marke ist größer, als viele denken. 117.432 Neuzulassungen in neun Monaten bedeuten einen Marktanteil von 5,3 Prozent. Damit liegt SEAT samt CUPRA vor Opel mit 105.375 und deutlich vor Ford und Tesla. Vor ihr stehen Volkswagen, Mercedes, BMW, Škoda und Audi.
CUPRA trägt inzwischen etwa die Hälfte. Fünf Modellreihen gibt es nur als CUPRA: Formentor, Born, Tavascan, Terramar und Raval. Zusammen kommen sie auf 54.628 Neuzulassungen und damit auf mindestens 46 Prozent des gesamten Markenvolumens. Mindestens deshalb, weil Ateca und Leon in der Statistik zusammengefasst sind, obwohl es beide auch als CUPRA gibt. Der tatsächliche Anteil liegt also höher.
Der Raval kommt an. 1.637 Neuzulassungen allein im September zeigen, dass die Auslieferung längst läuft. Im Markenvergleich war er damit im September das viertstärkste Modell, obwohl er erst wenige Monate am Markt ist. Was das für neue Bestellungen bedeutet, steht im Beitrag zur Lieferzeit beim CUPRA Raval.
Noch ein Wert fällt auf: 28.267 der 117.432 Neuzulassungen waren reine Elektroautos, also fast jede vierte. Drei Modelle stehen dahinter — Born, Tavascan und Raval.
Was CUPRA von SEAT unterscheidet
Am Ende bleibt die Frage, was die Trennung für Käufer bedeutet. Drei Punkte sind praktisch wichtig.
Die Modelle sind andere. Formentor, Terramar, Tavascan, Born und Raval gibt es nur als CUPRA. Wer einen davon will, hat bei SEAT kein Gegenstück zur Auswahl. Umgekehrt führt SEAT mit Ibiza und Arona zwei kleine Modelle, die es als CUPRA nicht gibt.
Die Ausrichtung ist eine andere. CUPRA-Modelle sind straffer abgestimmt, kräftiger motorisiert und auffälliger gezeichnet. Das ist kein Marketing, sondern schlägt sich in Fahrwerk, Sitzen und Rädern nieder. Wer es ruhiger mag, ist bei SEAT besser aufgehoben.
Technik und Betreuung bleiben gemeinsam. Beide Marken kommen aus denselben Werken, nutzen dieselbe Entwicklung und werden in der Regel von denselben Werkstätten betreut. Für Wartung, Garantie und Ersatzteile macht die Markentrennung im Alltag also kaum einen Unterschied. Was bei einer Inspektion ansteht und was sie kostet, zeigt die Übersicht zur Werkstatt in Wiesloch.
Wer eine der drei Elektrobaureihen im Blick hat, sollte zusätzlich zwei Punkte prüfen, die unabhängig von der Marke zählen: die Ausstattung, die in der jeweiligen Linie enthalten ist, und die aktuelle Wartezeit. Beides steht im Beitrag zur Ausstattung und den Farben des Raval sowie im Beitrag zur Lieferzeit beim CUPRA Raval.
Bleibt die Frage, die hinter allem steht: Ist CUPRA eine gute Wahl? Für die Marke als Ganzes lässt sich das nicht beantworten, nur für das einzelne Modell und den eigenen Alltag. Ob der Raval ein gutes Auto ist, hängt davon ab, was er leisten soll. Für Pendler zählt die Reichweite im Winter, für Familien der Kofferraum, für Vielfahrer die laufenden Kosten.
Ob ein Elektroauto im Betrieb günstiger ist als ein Benziner, entscheidet sich am Strompreis und daran, ob zu Hause geladen werden kann. Und ob sich der Kauf lohnt, zeigt erst die vollständige Rechnung aus Preis, Rate und Verbrauch. Diese Rechnung steht im Beitrag zu Leasing und Monatskosten beim Raval.
Quellen und Stand der Werte
- Volkswagen Group: SEAT — Sitz Martorell, mehr als 14.000 Beschäftigte, drei Werke, Gründung 1950, abgerufen am 08.10.2026.
- Volkswagen Group: CUPRA — Start der Marke 2018, eine Million Fahrzeuge in sieben Jahren, Ziel der vollelektrischen Palette bis 2030.
- Volkswagen Group: Marken und Märkte — zehn Kernmarken, Zuordnung von SEAT und CUPRA zur Gruppe der Volumenmarken.
- Volkswagen Group: Produktionsstart in Martorell — Raval und ID. Polo aus einem Werk, Investitionssumme, Electric Urban Car Family.
- SEAT: Begriffserklärung CUPRA — Namensherkunft Cup Racing und die Weltcup-Titel 1996, 1997 und 1998.
- ADAC-Autokatalog: CUPRA — aktuelle Baureihen und Antriebe von Formentor und Terramar.
- Kraftfahrt-Bundesamt: Neuzulassungen FZ 10.1 — Neuzulassungen nach Marken und Modellreihen, Monatsdatei September 2026, eigene Auswertung.
Stand der Werte: 08.10.2026. Modellpalette und Antriebe ändern sich im Laufe eines Modelljahres. Verbindlich ist immer die Angabe des Herstellers zum Zeitpunkt der Bestellung.
Häufige Fragen
Wem gehört CUPRA?
CUPRA gehört zu SEAT S.A. mit Sitz in Martorell bei Barcelona. SEAT S.A. verkauft Autos unter den beiden Marken SEAT und CUPRA und gehört selbst zum Volkswagen-Konzern. Die Eigentumskette hat also zwei Stufen: CUPRA gehört zu SEAT S.A., SEAT S.A. gehört zu Volkswagen.
Gehört CUPRA zu Volkswagen?
Ja, über SEAT S.A. Der Volkswagen-Konzern führt zehn Kernmarken und ordnet sie drei Gruppen zu. SEAT und CUPRA stehen zusammen in der Gruppe der Volumenmarken, neben Volkswagen, Škoda und Volkswagen Nutzfahrzeuge.
Ist CUPRA ein SEAT?
Nein, aber beide kommen aus demselben Haus. CUPRA ist seit 2018 eine eigenständige Marke mit eigenen Modellen. Davor war Cupra nur die Bezeichnung für die sportlichen Versionen von SEAT-Modellen, etwa den Ibiza Cupra. Heute sind es zwei Marken, ein Unternehmen.
Was bedeutet der Name CUPRA?
CUPRA steht für Cup Racing. SEAT selbst erklärt den Namen als Verbindung zum Motorsport. Der Ibiza Cupra gewann in den Jahren 1996, 1997 und 1998 den Weltcup der Zweiliterklasse im Rallyesport.
Woher kommt CUPRA?
Aus Spanien. Der Sitz liegt in Martorell bei Barcelona. SEAT S.A. beschäftigt dort nach eigenen Angaben mehr als 14.000 Menschen und ist der einzige Autohersteller, der in Spanien entwickelt, baut und verkauft.
Welche Modelle hat die Automarke CUPRA?
Sieben Baureihen: Ateca, Born, Formentor, Leon, Raval, Tavascan und Terramar. Den Leon gibt es zusätzlich als Kombi mit dem Zusatz Sportstourer. Vollelektrisch fahren davon drei: Born, Tavascan und Raval.
Macht CUPRA nur Elektroautos?
Nein. Von den sieben Baureihen fahren drei rein elektrisch. Der Formentor ist mit Benzinmotor, Dieselmotor und als Plug-in-Hybrid zu haben, der Terramar mit Benzinmotor und als Plug-in-Hybrid, den Leon gibt es ebenfalls als Hybrid. Bis 2030 will die Marke komplett auf Elektroantrieb umstellen.
Wo werden CUPRA Autos gebaut?
In Spanien, verteilt auf drei Werke: Martorell, El Prat de Llobregat und Barcelona. In Martorell entstehen unter anderem der Formentor und seit 2026 der Raval. Einzelne Modelle des Unternehmens laufen zusätzlich in Deutschland und Tschechien vom Band.
Ist der CUPRA Raval ein SEAT?
Der Raval trägt das CUPRA-Zeichen, gebaut wird er aber von SEAT S.A. in Martorell. Wer nach SEAT Raval sucht, liegt also nicht ganz falsch: Das Unternehmen dahinter heißt SEAT, die Marke auf dem Auto heißt CUPRA.
Wie viele Autos hat CUPRA schon gebaut?
Eine Million Fahrzeuge in sieben Jahren, verteilt auf sieben Modelle. Das Jubiläumsauto war nach Konzernangaben ein Formentor als Plug-in-Hybrid und lief in Martorell vom Band.
Woher kommen die CUPRA Modellnamen?
Fast alle aus Spanien. Raval und Born sind Viertel in Barcelona, Formentor ist die nördlichste Landspitze Mallorcas, Tavascan ein Dorf in den katalanischen Pyrenäen. Terramar ist eine 1923 gebaute Rennstrecke bei Sitges.
Wie viele CUPRA werden in Deutschland zugelassen?
Das Kraftfahrt-Bundesamt führt CUPRA nicht als eigene Marke, sondern bucht alle Modelle unter SEAT. Von Januar bis September 2026 kamen dort 117.432 Neuzulassungen zusammen, davon mindestens 54.628 auf Modelle, die es nur als CUPRA gibt.
Was ist der Unterschied zwischen SEAT und CUPRA?
SEAT steht für die bodenständigen Modelle wie Ibiza und Arona, CUPRA für die sportlich gezeichneten Fahrzeuge mit eigener Modellpalette. Unternehmen, Werke und Entwicklung sind dieselben. Für Wartung und Garantie ist das praktisch: Eine Werkstatt betreut in der Regel beide Marken.