- Skoda Octavia Preisanpassung: Warum der Bestseller über Nacht 3.000 Euro teurer wurde
- Skoda Elroq Preisanpassung: 500 Euro mehr — und drei Stellen, die kaum einer nachrechnet
- Skoda Enyaq Preisanpassung: Was der Elektro-Bestseller jetzt kostet — und wo es zweimal teurer wird
- Skoda zum alten Preis: Wo es die Tageszulassung von vor dem 30. Juli noch gibt
Inhalt dieses Artikels
- Skoda Preiserhöhung 2026: Das kosten Octavia, Elroq und Enyaq jetzt
- Kurzantwort
- Hat Skoda die Preise erhöht — und um wie viel genau?
- Skoda Preise 2026 beim Octavia: 3.000 Euro mehr am Einstieg
- Warum der Octavia aus dem Rahmen fällt
- Skoda Modellpreisanpassung beim Elroq: jede Linie im Überblick
- Skoda neue Preise beim Enyaq: SUV und Coupé im Überblick
- Auch Lackierung und Anhängerkupplung wurden teurer
- Welche Skoda Modelle sind nicht teurer geworden?
- Skoda neue Preise und Modelljahr 2027 sind zwei verschiedene Termine
- Neuwagen Preiserhöhung nach Bestellung: gilt mein alter Preis noch?
- Warum werden Autos immer teurer?
- Wann steigen Autopreise das nächste Mal?
- Skoda alle Modelle und Preise: wo die aktuellen Zahlen stehen
- Was der neue Preisstand für Gebrauchtwagen und Restwerte bedeutet
- Fazit: Was die Skoda Preiserhöhung 2026 für die Kaufentscheidung heißt
Skoda Preiserhöhung 2026: Das kosten Octavia, Elroq und Enyaq jetzt
Seit dem 30. Juli 2026 stehen im Konfigurator neue Zahlen. Betroffen sind drei Baureihen: Octavia, Elroq und Enyaq. Bei den beiden Elektromodellen bleibt es bei einem knappen Prozent — beim Octavia ist es deutlich mehr, und der Grund dafür steht nicht in der Preisliste.
Dieser Überblick nennt jeden neuen Preis je Ausstattungslinie, stellt ihn dem vorherigen gegenüber und ordnet ein, was das für eine geplante Bestellung bedeutet. Alle Beträge lassen sich im offiziellen Konfigurator nachprüfen.
Kurzantwort
Hat Skoda die Preise erhöht — und um wie viel genau?
Ja. Seit dem 30. Juli 2026 gelten neue Modellpreise für Octavia, Elroq und Enyaq. Der Aufschlag liegt bei den Elektromodellen zwischen 450 und 540 Euro je Ausstattungslinie, also bei rund einem Prozent. Beim Octavia fällt er mit rund 3.000 Euro deutlich höher aus, weil dort zugleich das Einstiegsmodell gewechselt hat.
Das Besondere an dieser Runde: Sie lässt sich nachrechnen. Bis zum 29. Juli standen die alten Preise öffentlich auf den Modellseiten, seit dem 30. Juli stehen dort die neuen. Beide Stände sind belegt, die Differenz ist damit keine Schätzung.
| Modell | Linie | vorher | jetzt | Unterschied |
|---|---|---|---|---|
| Octavia | Essence | 29.140 € | 32.140 € | +3.000 € |
| Elroq | Essence | 37.890 € | 37.890 € | +500 € |
| Elroq | Selection | 41.890 € | 42.390 € | +500 € |
| Elroq | Sportline | 45.490 € | 45.940 € | +450 € |
| Elroq | RS | 54.790 € | 55.240 € | +450 € |
| Enyaq | Essence | 43.490 € | 43.490 € | +500 € |
| Enyaq | Selection | 45.750 € | 46.290 € | +540 € |
| Enyaq | Sportline | 49.250 € | 49.770 € | +520 € |
| Enyaq | RS | 58.900 € | 59.440 € | +540 € |
Bei Elroq und Enyaq bewegt sich jede einzelne Linie zwischen 0,8 und 1,3 Prozent. Das ist die ruhige, planbare Sorte Preisanpassung, wie sie zu jedem Modelljahrwechsel vorkommt. Der Octavia fällt aus diesem Rahmen — dazu gleich mehr.
Skoda Preise 2026 beim Octavia: 3.000 Euro mehr am Einstieg
Beim Octavia ist die Anpassung kein Prozentwert, sondern ein Sprung. Bis zum 29. Juli begann die Baureihe bei 29.140 Euro mit einem 1,5-Liter-Benziner und 6-Gang-Handschaltung. Diese Version gibt es nicht mehr. Der neue Einstieg heißt weiterhin Essence, hat denselben Motor als Mildhybrid und ein Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Er beginnt ab 32.140 Euro, der Combi ab 32.840 Euro.
Nach oben ist die Staffelung übersichtlich geblieben. Die Selection setzt ab 34.890 Euro an, mit dem stärkeren 110-kW-Benziner ab 37.560 Euro und als Diesel ab 38.880 Euro. Die Sportline beginnt ab 41.990 Euro, der RS mit 195 kW ab 49.490 Euro. Der Combi kostet in jeder Variante 700 Euro mehr als die Limousine.
| Linie | Motor | Limousine | Combi |
|---|---|---|---|
| Essence | 1,5 TSI mHEV 85 kW, DSG | ab 32.140 € | ab 32.840 € |
| Selection | 1,5 TSI mHEV 85 kW, DSG | ab 34.890 € | ab 35.590 € |
| Selection | 1,5 TSI mHEV 110 kW, DSG | ab 37.560 € | ab 38.260 € |
| Selection | 2,0 TDI 110 kW, DSG | ab 38.880 € | ab 39.580 € |
| Selection | 2,0 TSI 4x4 150 kW, DSG | ab 41.350 € | ab 42.050 € |
| Sportline | 1,5 TSI mHEV 110 kW, DSG | ab 41.990 € | ab 42.690 € |
| Sportline | 2,0 TDI 110 kW, DSG | ab 43.320 € | ab 44.020 € |
| Sportline | 2,0 TSI 4x4 150 kW, DSG | ab 45.890 € | ab 46.590 € |
| RS | 2,0 TSI 195 kW, DSG | ab 49.490 € | ab 50.190 € |
Warum der Sprung so groß ausfällt, welche Rolle die Abgasnorm EU7 dabei spielt und was für laufende Bestellungen gilt, steht ausführlich im Beitrag zur Octavia Preisanpassung und ihren Gründen.
Zwei Dinge fallen daneben auf. Zum einen ist mit dem Wechsel ein neues Sondermodell zum Firmenjubiläum dazugekommen: Der Octavia 30 Jahre baut auf der Selection auf und beginnt ab 38.480 Euro, die Sportline-Variante ab 43.230 Euro. Zum anderen ist das bisherige Sondermodell Balance ausgelaufen. Was die drei Ausführungen unterscheidet, steht im Beitrag über die Octavia-Sondermodelle Balance, Sportline und 30 Jahre.
Wer die vollständige Modellübersicht mit allen Motoren und Verbrauchswerten sucht, findet sie im großen Octavia-Überblick mit Preisen und Ausstattungen.
Warum der Octavia aus dem Rahmen fällt
Weil sich nicht nur der Preis geändert hat, sondern das Produkt. Der alte Einstieg war ein Handschalter, der neue hat ein Doppelkupplungsgetriebe. Ein Teil der Differenz ist deshalb kein Aufschlag, sondern der Gegenwert einer Ausstattung, die vorher Geld gekostet hat.
Wer ohnehin Automatik wollte, zahlt also nicht 3.000 Euro mehr für dasselbe Auto — er zahlt für ein Auto, das er vorher auch nur mit Aufpreis bekommen hätte. Wie hoch dieser Aufpreis war, lässt sich aus den öffentlichen Angaben nicht sauber beziffern, deshalb nennen wir hier keine Zahl.
Anders sieht es für alle aus, die bewusst schalten wollten. Für sie ist der Handschalter im Octavia keine Option mehr — auch nicht gegen Aufpreis. Wer ihn wollte, hätte bis zum 29. Juli bestellen müssen. Auf dem Gebrauchtmarkt bleiben Handschalter dagegen verfügbar; in unserem geprüften Gebrauchtwagen-Bestand in Wiesloch stehen regelmäßig junge Octavia beider Getriebearten.
Der Grund liegt in der Abgasnorm EU7, die im kommenden Jahr für alle Neuzulassungen verbindlich wird. Die Schaltgetriebe-Varianten werden im Octavia unter dieser Norm nicht fortgeführt, deshalb endet ihre Bestellbarkeit. Dass der Handschalter aus dem Einstieg verschwindet, ist also keine Preispolitik, sondern eine Folge der Abgasvorschrift.
Skoda Modellpreisanpassung beim Elroq: jede Linie im Überblick
Beim Elroq fällt die Anpassung so aus, wie sie angekündigt war. Der Einstieg mit 61-kWh-Akku und 140 kW kostet in der Linie Essence ab 37.890 Euro — 500 Euro mehr als zuvor.
Wer mehr Reichweite will, greift zur 82-kWh-Batterie. In der Selection beginnt der Elroq 85 mit 210 kW ab 46.890 Euro, die Allradversion 85x mit 220 kW ab 49.190 Euro. Die Sportline liegt jeweils rund 3.500 Euro darüber. An der Spitze steht der RS mit 250 kW ab 55.240 Euro.
| Linie | Variante | Leistung | Preis |
|---|---|---|---|
| Essence | 60 (61 kWh) | 140 kW | ab 37.890 € |
| Selection | 60 (61 kWh) | 140 kW | ab 42.390 € |
| Selection | 85 (82 kWh) | 210 kW | ab 46.890 € |
| Selection | 85x (82 kWh, Allrad) | 220 kW | ab 49.190 € |
| Sportline | 60 (61 kWh) | 140 kW | ab 45.940 € |
| Sportline | 85 (82 kWh) | 210 kW | ab 50.440 € |
| Sportline | 85x (82 kWh, Allrad) | 220 kW | ab 52.740 € |
| RS | 82 kWh, Allrad | 250 kW | ab 55.240 € |
Die vollständige Rechnung mit den höheren Aufpreisen für Lackierung und Anhängerzugvorrichtung steht im Beitrag zur Elroq Preisanpassung und ihren drei Posten. Was sich beim Elroq zum laufenden Modelljahr sonst geändert hat, zeigt der Beitrag zum Elroq Modelljahr 2027 mit Bestellstart und Ausstattungen.
Skoda neue Preise beim Enyaq: SUV und Coupé im Überblick
Der Enyaq startet als SUV in der Linie Essence ab 43.490 Euro mit 61-kWh-Akku und 140 kW. Die Selection beginnt ab 46.290 Euro, mit dem großen Akku und 210 kW ab 50.990 Euro und als Allradversion ab 53.790 Euro. Die Sportline setzt ab 49.770 Euro an, der RS mit 250 kW ab 59.440 Euro.
Das Coupé kostet durchgehend etwas mehr. Es beginnt in der Selection ab 48.990 Euro und reicht bis zum Coupé RS ab 62.140 Euro — der teuerste Enyaq im Programm.
| Aufbau | Linie | Variante | Preis |
|---|---|---|---|
| SUV | Essence | 60 (61 kWh, 140 kW) | ab 43.490 € |
| SUV | Selection | 60 (61 kWh, 140 kW) | ab 46.290 € |
| SUV | Selection | 85 (82 kWh, 210 kW) | ab 50.990 € |
| SUV | Selection | 85x (Allrad, 220 kW) | ab 53.790 € |
| SUV | Sportline | 60 (61 kWh, 140 kW) | ab 49.770 € |
| SUV | Sportline | 85 (82 kWh, 210 kW) | ab 54.470 € |
| SUV | Sportline | 85x (Allrad, 220 kW) | ab 57.270 € |
| SUV | RS | 82 kWh, Allrad, 250 kW | ab 59.440 € |
| Coupé | Selection | 60 (61 kWh, 140 kW) | ab 48.990 € |
| Coupé | Selection | 85 (82 kWh, 210 kW) | ab 53.690 € |
| Coupé | Selection | 85x (Allrad, 220 kW) | ab 56.490 € |
| Coupé | Sportline | 60 (61 kWh, 140 kW) | ab 52.470 € |
| Coupé | Sportline | 85 (82 kWh, 210 kW) | ab 57.170 € |
| Coupé | Sportline | 85x (Allrad, 220 kW) | ab 59.970 € |
| Coupé | RS | 82 kWh, Allrad, 250 kW | ab 62.140 € |
Was das für das Coupé bedeutet und wie sich die höheren Farbaufschläge auswirken, steht im Beitrag zur Enyaq Preisanpassung für SUV und Coupé. Die Einordnung des laufenden Jahrgangs zeigt der Beitrag zum Enyaq Modelljahr 2027 mit allen Änderungen.
Auch Lackierung und Anhängerkupplung wurden teurer
Dieser Punkt ist die eigentliche Überraschung der Preisrunde, weil er ursprünglich anders angekündigt war. In der ersten Information hieß es, Farb- und Optionspreise blieben unverändert. Das wurde später korrigiert: Bei Elroq und Enyaq sind auch die Lackierungen und die Anhängerzugvorrichtung angepasst worden.
| Elroq | Enyaq und Enyaq Coupé | |
|---|---|---|
| Energy-Blau | 0 € | 0 € |
| Aufpreispflichtige Lackierung | 780 € | 830 € |
| Matt-Lackierung | 1.660 € | — |
| Dachkontrast-Lackierung | 1.460 € | — |
| Anhängerzugvorrichtung | 1.010 € bzw. 840 € | 840 € |
Für die Rechnung heißt das: Wer einen Elroq mit Sonderlack und Anhängerkupplung zusammenstellt, zahlt an drei Stellen mehr als vor dem Stichtag — beim Grundpreis, bei der Farbe und beim Zughaken. In Summe kommt dabei mehr zusammen als das eine Prozent, das die Schlagzeile nennt.
Nur eine Farbe bleibt ohne Aufpreis: Energy-Blau. Wer beim Enyaq ohnehin einen Anhänger ziehen will, sollte vorher die zulässige Last prüfen — die Werte je Variante stehen im Beitrag über die Anhängelast des Enyaq und was er als Zugfahrzeug leistet.
Welche Skoda Modelle sind nicht teurer geworden?
Kodiaq und Superb. Beide wechseln Anfang September ins Modelljahr 2027, ihre Preise bleiben dabei unverändert. Auch Fabia, Scala und Kamiq waren von der Juli-Runde nicht betroffen — bei ihnen steht Anfang September eine eigene Modellpflege an, die vor allem die Ausstattung betrifft.
Das ist für die Kaufentscheidung wichtiger, als es zunächst wirkt. Wer zwischen einem Octavia Combi und einem Superb geschwankt hat, vergleicht seit dem 30. Juli einen teurer gewordenen mit einem unveränderten Preis. Der Abstand zwischen beiden Baureihen ist kleiner geworden, ohne dass sich am Superb etwas geändert hätte.
Wer den Elroq gegen den Enyaq abwägt, hat diesen Effekt nicht — beide wurden gleichermaßen angehoben. Hier lohnt eher der Blick auf die Ausstattungslinie: Zwischen Essence und Selection liegen rund 4.500 Euro und damit ein Vielfaches der Preisrunde. Die Unterschiede zwischen den beiden Baureihen erklärt der direkte Vergleich von Elroq und Enyaq.
Skoda neue Preise und Modelljahr 2027 sind zwei verschiedene Termine
Diese beiden Dinge werden häufig in einen Topf geworfen, und das führt zu falschen Erwartungen.
Am 30. Juli haben sich ausschließlich die Preise geändert. Das Auto ist technisch dasselbe geblieben — gleiche Karosserie, gleiche Ausstattung, gleicher Motor. Es kostet seitdem nur mehr.
Der Wechsel auf das Modelljahr 2027 ist ein anderer Termin. Er greift Anfang September, konkret ab Kalenderwoche 36. Ab dann werden Octavia, Kodiaq und Superb nach neuer Spezifikation gebaut: Das Notrufsystem wechselt von 2G/3G auf 4G/5G, die Ladeschale fürs Smartphone bekommt den Qi2-Standard, beim Octavia wird das erweiterte Digitalcockpit in der Selection serienmäßig und die 360-Grad-Kamera im RS. Im Gegenzug entfällt beim Octavia die Fußraumbeleuchtung hinten.
Für die Praxis heißt das: Beide Termine hängen nicht zusammen. Wer im Juli bestellt hat, sicherte sich den alten Preis — kann aber je nach Liefertermin trotzdem ein Fahrzeug im neuen Ausstattungsstand bekommen. Was sich beim Octavia im Detail ändert, steht im Beitrag zu den Änderungen beim Škoda Octavia Modelljahr 2027.
Neuwagen Preiserhöhung nach Bestellung: gilt mein alter Preis noch?
In aller Regel ja. Maßgeblich ist der Zeitpunkt der verbindlichen Bestellung, nicht der Liefertermin. Wer bis einschließlich 29. Juli bestellt hat, behält den vereinbarten Preis auch dann, wenn das Fahrzeug erst Monate später gebaut wird.
Der häufigste Irrtum betrifft den Unterschied zwischen Angebot und Bestellung. Ein schriftliches Angebot vom 20. Juli sichert nichts — es ist eine Kalkulation, keine Vereinbarung. Erst die erfasste Bestellung bindet den Preis. Wer im Juli beraten wurde, aber erst im August unterschreibt, rechnet mit den neuen Zahlen.
Für Bestellungen, die noch offen sind, gilt umgekehrt: Sie laufen weiter zum vereinbarten Preis, unabhängig davon, wann das Auto vom Band läuft. Eine nachträgliche Anpassung durch den Hersteller findet nicht statt. Ändert sich dagegen die Bestellung selbst — andere Farbe, anderes Paket, andere Motorisierung —, wird sie zum aktuellen Stand neu gerechnet.
Wer unsicher ist, wie sein Fall liegt, sollte den Bestellzeitpunkt schriftlich bestätigen lassen. Das ist der einzige Nachweis, der im Zweifel zählt. Verbindliche Zusagen zum Kaufvertrag trifft dabei der Vertragshändler, bei dem die Bestellung liegt.
Warum werden Autos immer teurer?
Drei Entwicklungen wirken zusammen, und keine davon ist auf Skoda beschränkt.
Der offensichtliche Faktor sind gestiegene Herstellungskosten — Material, Energie und Logistik sind seit Jahren teurer geworden. Hersteller geben das gestaffelt weiter, üblicherweise zum Modelljahrwechsel statt mitten im Jahr. Deshalb kommen Anpassungen in Schritten von ein bis zwei Prozent, nicht als einzelner großer Sprung.
Der zweite Faktor ist Regulierung. Neue Vorschriften zu Assistenzsystemen, Sicherheitstechnik und Notrufsystemen erhöhen die Grundausstattung jedes Neuwagens. Technik, die früher aufpreispflichtig war, wird zur Pflicht — der Grundpreis steigt, dafür verschwinden einzelne Aufpreise. Genau dieses Muster zeigt sich auch beim Modelljahr 2027, wo das Notrufsystem und die Ladeschale auf neue Standards wechseln.
Der dritte Faktor sind Abgasvorschriften. Die Norm EU7 wird im kommenden Jahr für alle Neuzulassungen verbindlich, und nicht jede Antriebsvariante wird darunter fortgeführt. Der Octavia zeigt das exemplarisch: Der günstige Handschalter verschwindet, weil er unter der neuen Norm nicht weitergebaut wird. Das ist kein Preisaufschlag im engeren Sinn, verteuert den Einstieg aber trotzdem.
Was dabei oft übersehen wird: Gemessen an einer vergleichbar ausgestatteten Konfiguration fallen die Anpassungen kleiner aus als am Grundpreis. Wer den Preis von 2024 mit dem von heute vergleicht, sollte deshalb nie Grundpreis gegen Grundpreis stellen, sondern die eigene Wunschkonfiguration gegen sich selbst.
Wann steigen Autopreise das nächste Mal?
Für Skoda ist keine weitere Anpassung angekündigt. Der reguläre Rhythmus folgt dem Modelljahrwechsel im Sommer — die nächste planbare Runde wäre also Sommer 2027 mit dem Modelljahr 2028.
Hersteller planen ihre Produktion in Modelljahren, nicht in Kalenderjahren. Ein Modelljahr beginnt üblicherweise im Sommer und läuft bis zum Sommer des Folgejahres. Der Grund ist praktisch: Werksferien und Produktionsumstellungen fallen ohnehin in diese Zeit, also bündelt man alle Änderungen dort. Deshalb heißt ein Auto, das im September 2026 gebaut wird, bereits Modelljahr 2027.
Daneben gibt es unterjährige Anpassungen wie die vom 30. Juli. Sie folgen keinem festen Kalender und werden mit wenigen Wochen Vorlauf bekannt gegeben. Wer ein bestimmtes Modell im Blick hat, sollte die Konditionen deshalb alle paar Monate prüfen statt einmal im Jahr.
Und schließlich gibt es Modellpflegen, die echte Ausstattungsänderungen bringen. Bei Fabia, Scala und Kamiq steht eine solche Auffrischung für Anfang September an. Dort geht es nicht um Preise, sondern um Technik im Fahrzeug — ein anderer Zeitplan als bei einem Octavia-Interessenten.
Skoda alle Modelle und Preise: wo die aktuellen Zahlen stehen
Für den eigenen Fall führt kein Weg am Konfigurator vorbei. Die Tabellen in diesem Beitrag zeigen die Einstiegspreise je Ausstattungslinie — der Preis der konkreten Wunschkonfiguration hängt aber an Farbe, Paketen und Rädern, und dort liegen oft mehrere tausend Euro Unterschied.
Drei Quellen sind dafür verlässlich. Der offizielle Konfigurator von Skoda rechnet die vollständige Zusammenstellung. Die Preislisten zum Download nennen jede Position einzeln inklusive der Aufpreise. Und die Modellseiten zeigen den jeweiligen Einstiegspreis — dort haben wir auch die Vorher-Werte für diesen Beitrag erfasst.
Ein Hinweis für alle, die eine gespeicherte Zusammenstellung haben: Sie bezieht sich auf den alten Stand und muss neu angelegt werden. Dasselbe gilt für schriftliche Angebote, die vor dem Stichtag erstellt wurden.
Was der neue Preisstand für Gebrauchtwagen und Restwerte bedeutet
Ein Preiswechsel wirkt nicht nur auf Neuwagen, sondern verschiebt auch den Gebrauchtmarkt — in zwei Richtungen, die man auseinanderhalten sollte.
Kurzfristig entsteht Angebot. Auslauf-Fahrzeuge, nicht abgerufene Bestellungen und Vorführwagen kommen in den Markt. Für Käufer ist das die günstigste Phase: Ein junger Skoda des Vorjahrgangs ist technisch identisch mit dem neuen, kostet aber deutlich weniger als ein Neuwagen zum angehobenen Preis. Beim Octavia kommt hinzu, dass die Handschalter-Variante nur noch gebraucht zu haben ist. Warum Fahrzeuge, die vor dem Stichtag zugelassen wurden, weiter die alte Kalkulation tragen und woran ein gutes Angebot zu erkennen ist, steht im Beitrag Skoda zum alten Preis nach dem 30. Juli.
Langfristig stützt die Preiserhöhung die Restwerte. Das klingt widersprüchlich, ist aber einfache Marktmechanik: Steigt der Neupreis, steigt auch die Bezugsgröße, an der Gebrauchtwagen gemessen werden. Wer heute kauft und in drei Jahren verkauft, profitiert davon, dass der vergleichbare Neuwagen dann teurer ist als sein eigener Kaufpreis war. Für Bestandsbesitzer ist eine Preisrunde also keine schlechte Nachricht.
Wer ohnehin über einen Wechsel nachdenkt, sollte Inzahlungnahme und Neukauf zusammen betrachten. Der aktuelle Wagen wird rund um einen Modelljahrwechsel oft besser bewertet, weil der Handel Bestand für den Abverkauf braucht. Als autorisierter Skoda-Service- und Werkstattpartner übernehmen wir in Wiesloch Inspektion, Wartung und Reparaturen nach Herstellervorgaben — unabhängig davon, aus welchem Modelljahr das Fahrzeug stammt.
Fazit: Was die Skoda Preiserhöhung 2026 für die Kaufentscheidung heißt
Die Lage ist unkompliziert. Bei Elroq und Enyaq liegt die Anpassung zwischen 450 und 540 Euro je Linie und damit im erwartbaren Rahmen. Wer eines der beiden Elektromodelle plant, sollte deshalb weniger auf den Stichtag schauen als auf die Ausstattungslinie — dort liegen die größeren Beträge.
Beim Octavia ist es anders. Die 3.000 Euro sind eine echte Verschiebung, aber sie treffen nicht jeden gleich. Wer Automatik wollte, zahlt kaum mehr als vorher. Wer schalten wollte, hat diese Möglichkeit bei einem neuen Octavia nicht mehr — für ihn ist der Gebrauchtmarkt jetzt der richtige Ort.
Und ein letzter Gedanke zur Einordnung: Die Preisunterschiede zwischen zwei Modelljahren bewegen sich in einer Größenordnung, die ein gut verhandelter Kauf oder ein passendes Lagerfahrzeug problemlos ausgleicht. Wichtiger als der Stichtag ist, dass Auto, Ausstattung und Finanzierung wirklich zusammenpassen. Wer dazu eine zweite Meinung möchte, kann sich bei uns in Wiesloch beraten lassen — wir ordnen die Wunschkonfiguration ein, prüfen Alternativen im Bestand und rechnen Inzahlungnahme und Finanzierung gemeinsam durch.
Quellen und weiterführende Informationen
Die gültigen Modellpreise, den Konfigurator und die offiziellen Fahrzeugdaten veröffentlicht Skoda Auto Deutschland; die Einstiegspreise je Baureihe stehen auf den Modellseiten, etwa beim Škoda Elroq und beim Škoda Octavia. Modelljahr- und Produktinformationen stellt Skoda Media Services bereit. Unabhängige technische Daten und Realverbrauchswerte liefert der ADAC-Autokatalog. Marktentwicklung und Neuzulassungszahlen dokumentiert das Kraftfahrt-Bundesamt.
Stand der Angaben (30.07.2026)
Alle Preisangaben sind unverbindliche Preisempfehlungen inklusive Mehrwertsteuer, zuzüglich Überführungskosten. Die neuen Preise wurden am 30. Juli 2026 im offiziellen Konfigurator und in den Preislisten geprüft. Die zuvor gültigen Preise — Octavia ab 29.140 Euro, Elroq ab 37.390 Euro, Enyaq ab 42.990 Euro — wurden am 29. Juli 2026 auf den offiziellen Modellseiten erfasst. Angaben zu Bestellfristen und Preisbindung sind allgemeine Praxishinweise und ersetzen keine verbindliche Zusage des Vertragshändlers. Skoda Octavia 1.5 TSI mHEV, 85 kW (116 PS): Kraftstoffverbrauch (kombiniert) 5,0–5,6 l/100 km; CO2-Emissionen (kombiniert) 114–128 g/km; CO2-Klasse D–E. Skoda Elroq 60, 140 kW: Stromverbrauch (kombiniert) 15,0–16,7 kWh/100 km; CO2-Emissionen 0 g/km; CO2-Klasse A. Werte nach WLTP (dem gesetzlich vorgeschriebenen Messverfahren für Verbrauch und Reichweite).
Häufige Fragen
Hat Skoda die Preise erhöht?
Ja. Seit dem 30. Juli 2026 gelten neue Modellpreise für Octavia, Elroq und Enyaq. Der Aufschlag liegt bei diesen drei Baureihen im Schnitt bei rund einem Prozent. Beim Octavia fällt er deutlich höher aus, weil dort zugleich das Einstiegsmodell gewechselt hat. Kodiaq und Superb sind von der Anpassung nicht betroffen.
Wie viel kostet der Skoda Octavia jetzt?
Der Octavia beginnt seit dem 30. Juli bei 32.140 Euro als Limousine und 32.840 Euro als Combi. Zuvor lag der Einstieg bei 29.140 Euro. Der Unterschied von rund 3.000 Euro entsteht vor allem dadurch, dass die Version mit Handschaltung entfallen ist und der neue Einstieg serienmäßig ein Doppelkupplungsgetriebe hat.
Was kostet der Skoda Elroq nach der Preiserhöhung?
Der Elroq beginnt bei 37.890 Euro in der Linie Essence mit dem 61-kWh-Akku. Vorher waren es 37.390 Euro. Nach oben reicht die Spanne bis 55.240 Euro für den RS mit 250 kW. Alle Linien wurden um 450 bis 500 Euro angehoben, das entspricht knapp einem Prozent.
Was kostet der Skoda Enyaq nach der Preiserhöhung?
Der Enyaq beginnt bei 43.490 Euro in der Linie Essence, vorher waren es 42.990 Euro. Das SUV reicht bis 59.440 Euro für den RS, das Coupé bis 62.140 Euro. Die Anhebung liegt in jeder Linie zwischen 500 und 540 Euro und damit bei rund einem Prozent.
Gilt mein alter Preis, wenn ich vor dem 30. Juli bestellt habe?
In aller Regel ja. Maßgeblich ist der Zeitpunkt der verbindlichen Bestellung, nicht der Liefertermin. Wer bis einschließlich 29. Juli bestellt hat, behält den vereinbarten Preis auch dann, wenn das Fahrzeug erst Monate später gebaut wird. Ein unverbindliches Angebot reicht dafür allerdings nicht — es muss eine Bestellung vorliegen.
Welche Skoda Modelle sind nicht teurer geworden?
Kodiaq und Superb wechseln Anfang September ins Modelljahr 2027, ohne dass sich ihre Preise ändern. Fabia, Scala und Kamiq waren von dieser Preisrunde ebenfalls nicht betroffen. Bei ihnen steht Anfang September eine eigene Modellpflege an, die vor allem die Ausstattung betrifft.
Muss ich meine gespeicherte Konfiguration neu anlegen?
Ja. Mit dem Stichtag sind die Preis- und Ausstattungsstände des bisherigen Jahrgangs verfallen. Eine im Konfigurator gespeicherte Zusammenstellung bezieht sich seitdem auf Konditionen, die es nicht mehr gibt. Dasselbe gilt für schriftliche Angebote auf altem Stand — sie müssen neu gerechnet werden.
Warum ist Skoda so teuer geworden?
Der Ruf als günstige Alternative stammt aus einer Zeit, in der Skoda einfacher ausgestattet war. Heute liegt die Marke technisch auf dem Niveau des Konzerns, und die Grundausstattung ist durch Vorschriften zu Assistenz- und Notrufsystemen deutlich umfangreicher geworden. Gemessen an einer vergleichbar ausgestatteten Konfiguration fällt der Abstand zu anderen Marken kleiner aus, als der Blick auf den Grundpreis vermuten lässt.
Werden auch CUPRA und SEAT teurer?
Diese Preisrunde betrifft die Marke Skoda. CUPRA und SEAT haben eigene Modelljahr-Zyklen mit abweichenden Stichtagen. Wer dort eine Bestellung plant, sollte die Konditionen separat prüfen — die Termine fallen selten auf denselben Tag.
Lohnt sich jetzt ein Lagerfahrzeug oder eine Tageszulassung?
Häufig ja. Fahrzeuge des auslaufenden Modelljahrs kommen rund um einen Stichtag verstärkt in den Markt, oft mit spürbaren Nachlässen und ohne Lieferzeit. Sie sind technisch identisch mit den neuen, kosten aber weniger. Der Nachteil ist die fehlende Wahlfreiheit bei Farbe und Ausstattung.
Steigen die Autopreise 2026 weiter?
Für Skoda ist keine weitere Anpassung angekündigt. Der reguläre Rhythmus liegt beim Modelljahrwechsel im Sommer, die nächste planbare Runde wäre also Sommer 2027. Unterjährige Anpassungen wie die vom 30. Juli kommen seltener vor und werden mit wenigen Wochen Vorlauf bekannt gegeben.