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Inhalt dieses Artikels
- THG-Quote 2026: warum vielen Haltern jedes Jahr Geld entgeht
- Kurzantwort
- Wie funktioniert die THG-Quote überhaupt?
- Wie hoch ist die THG-Prämie 2026 wirklich?
- Warum schwankt die THG-Prämie 2026 so stark?
- THG-Quote Anbieter vergleichen: Lohnt sich ein Wechsel jedes Jahr?
- Wer bekommt die THG-Quote und wer geht leer aus?
- Wie beantrage ich die THG-Quote 2026 Schritt für Schritt?
- Welche Frist gilt 2026 wirklich für die THG-Quote?
- Wie lange dauert die Auszahlung der THG-Prämie?
- THG-Quote Anbieter vergleichen: Woran erkennt man seriöse Angebote?
- Was gilt bei Leasing, Dienstwagen und Firmenfahrzeugen?
- Was bringt die THG-Quote über mehrere Jahre?
- Welche Fehler kosten am häufigsten die Prämie?
- Elektroauto-Beratung in Wiesloch
- Quellen und weiterführende Informationen
THG-Quote 2026: warum vielen Haltern jedes Jahr Geld entgeht
Wer ein reines Elektroauto auf sich zugelassen hat, kann jedes Jahr Geld bekommen, ohne etwas zu verkaufen oder umzubauen. Die THG-Quote 2026 bringt je nach Anbieter rund 100 bis 370 Euro. Trotzdem lassen viele Halter den Betrag liegen, weil sie entweder nichts davon wissen oder die Frist verpassen.
Dieser Beitrag erklärt, wie hoch die Prämie realistisch ausfällt, wie der Antrag abläuft und welche der beiden Fristen wirklich über die Auszahlung entscheidet. Dazu kommen die Punkte, an denen es in der Praxis am häufigsten scheitert.
Kurzantwort
Wie funktioniert die THG-Quote überhaupt?
Hinter dem sperrigen Wort steckt eine einfache Idee. Der Gesetzgeber verpflichtet Unternehmen, die Kraftstoff in Verkehr bringen, ihre Treibhausgase Jahr für Jahr stärker zu senken. Diese Vorgabe heißt Treibhausgasminderungsquote, kurz THG-Quote. Mit Benzin und Diesel allein ist sie kaum zu erfüllen.
Deshalb dürfen die Unternehmen die Einsparung zukaufen. Genau hier kommt dein Elektroauto ins Spiel: Weil es im Betrieb keine Abgase ausstößt, entsteht rechnerisch eine Einsparung. Diese Einsparung ist handelbar.
Für dich läuft das über einen Vermittler. Er sammelt die Nachweise vieler Halter, meldet sie gebündelt beim Umweltbundesamt an, verkauft die bestätigten Zertifikate an die quotenpflichtigen Firmen und gibt einen Teil des Erlöses weiter. Du selbst hast mit dem Handel nichts zu tun.
Beruhigend für die Praxis: Du musst keine geladenen Kilowattstunden nachweisen, keine Wallbox besitzen und kein Fahrtenbuch führen. Entscheidend sind nur das Fahrzeug, der Haltereintrag und saubere Unterlagen.
Wie hoch ist die THG-Prämie 2026 wirklich?
Die ehrliche Antwort lautet: Das hängt stark vom Anbieter ab. Die Angebote reichen 2026 von rund 100 bis 370 Euro für einen Pkw. Wer nur auf die größte Zahl in der Werbung schaut, vergleicht dabei Äpfel mit Birnen.
Der Grund liegt im Geschäftsmodell. Manche Anbieter zahlen einen festen Betrag, den sie vorab zusagen. Sie tragen damit das Risiko, dass der Marktpreis später fällt, und kalkulieren entsprechend vorsichtig. Andere reichen den tatsächlichen Erlös weiter, abzüglich ihrer Provision. Dort ist mehr möglich, aber auch weniger.
| Modell | Was du bekommst | Wann | Für wen geeignet |
|---|---|---|---|
| Garantierte Prämie | fester Betrag, vorab zugesagt | meist zwei bis acht Wochen | wer Planbarkeit will |
| Variable Prämie | Marktpreis abzüglich Provision | nach der Jahresabrechnung | wer auf steigende Preise setzt |
Für 2026 kommt ein Sondereffekt dazu. Die europäische Richtlinie zu erneuerbaren Energien verschärft die Minderungsziele, wodurch die Nachfrage nach Zertifikaten steigt. Der ADAC und Finanztip beobachten seit Monaten eine Erholung der Preise, nachdem sie 2024 und 2025 stark eingebrochen waren.
Wichtig für die Einordnung: Die Zeiten von 350 bis 400 Euro als Normalfall sind vorbei. Wer heute solche Beträge liest, schaut auf einen alten Artikel oder auf ein Maximum, das nur unter besten Bedingungen erreicht wird.
Warum schwankt die THG-Prämie 2026 so stark?
Wer sich seit einigen Jahren mit dem Thema beschäftigt, kennt die Achterbahn. 2022 und 2023 zahlten Anbieter teilweise über 400 Euro, danach brach der Markt ein, und 2024 blieben mancherorts nur noch 70 bis 100 Euro übrig. Diese Schwankung hat einen nachvollziehbaren Grund.
Der Preis eines Zertifikats entsteht aus Angebot und Nachfrage. Die Nachfrage kommt von den quotenpflichtigen Unternehmen und hängt davon ab, wie streng die gesetzliche Minderungsvorgabe ist. Das Angebot wächst mit jedem neu zugelassenen Elektroauto. Als die Zulassungszahlen stiegen, die Quotenvorgabe aber gleich blieb, gab es plötzlich mehr Zertifikate als Bedarf. Der Preis fiel entsprechend.
Dazu kam ein zweiter Effekt: Große Mengen billiger Zertifikate aus dem Ausland drückten zusätzlich auf den Markt. Der Gesetzgeber hat darauf reagiert und die Anrechnung verschärft.
Für 2026 zeigt der Trend wieder nach oben, weil die Minderungsziele steigen. Ob das bis zur November-Frist so bleibt, kann seriös niemand versprechen. Genau deshalb ist die Entscheidung zwischen garantierter und variabler Prämie in diesem Jahr besonders relevant: Wer Sicherheit will, nimmt den festen Betrag. Wer auf die Erholung setzt, kann mit der variablen Variante mehr herausholen, trägt aber das Risiko.
THG-Quote Anbieter vergleichen: Lohnt sich ein Wechsel jedes Jahr?
Die kurze Antwort: ja, und er kostet nichts. Es gibt keine Vertragsbindung über das laufende Quotenjahr hinaus. Wer 2025 bei Anbieter A war, kann 2026 problemlos zu Anbieter B gehen, ohne zu kündigen oder Fristen zu beachten.
Der Aufwand ist überschaubar, weil ohnehin jedes Jahr ein neuer Antrag nötig ist. Statt den alten Anbieter automatisch wieder zu beauftragen, lohnt sich vorher ein Blick auf zwei bis drei aktuelle Angebote. Die Unterschiede zwischen dem besten und dem schlechtesten Anbieter machen schnell 150 Euro aus, und das für dieselben zwei Minuten Arbeit.
Ein Wechsel hat auch keine Nachteile bei der Bearbeitung. Das Umweltbundesamt prüft das Fahrzeug, nicht die Anbieterhistorie. Wichtig ist nur, dass für ein Fahrzeug in einem Jahr genau ein Antrag läuft.
Vorsicht ist lediglich bei Anbietern geboten, die mit einer automatischen Verlängerung arbeiten. Wer im Vorjahr eine solche Klausel akzeptiert hat, sollte prüfen, ob der Folgeantrag schon ausgelöst wurde, bevor er sich woanders anmeldet.
Wer bekommt die THG-Quote und wer geht leer aus?
Die Regel ist kurz: Anspruch hat, wer in der Zulassungsbescheinigung Teil I als Halter eingetragen ist. Nicht der Fahrer, nicht der Eigentümer, sondern der Halter. Bei den meisten Privatfahrzeugen ist das dieselbe Person, bei Leasing und Dienstwagen oft nicht.
Ebenso eindeutig ist die Frage nach dem Fahrzeugtyp. Nur reine Batterieelektrofahrzeuge zählen. Ein Plug-in-Hybrid bekommt nichts, auch wenn er 130 Kilometer elektrisch schafft, denn er verbrennt weiterhin Kraftstoff. Das betrifft im Konzern etwa den Superb iV oder den Kodiaq iV. Rein elektrische Modelle wie Enyaq, Elroq oder CUPRA Born sind dagegen voll berechtigt.
Neben Pkw der Fahrzeugklasse M1 sind auch leichte Nutzfahrzeuge der Klasse N1 antragsberechtigt. Für Busse und schwere Nutzfahrzeuge gibt es eigene Kategorien mit deutlich höheren Beträgen.
Ob das Auto neu oder gebraucht ist, spielt keine Rolle. Auch für einen fünf Jahre alten Gebrauchtwagen oder eine Tageszulassung gibt es die volle Prämie. Das ist ein wichtiger Unterschied zur staatlichen Kaufprämie, die ausdrücklich nur fabrikneue Erstzulassungen fördert. Was für Gebrauchtwagen sonst gilt, steht im Beitrag zur E-Auto-Förderung 2026 für Gebrauchtwagen.
Ein paar Sonderfälle tauchen in der Beratung immer wieder auf. Wer mehrere Elektroautos besitzt, bekommt für jedes einzelne die volle Prämie, solange alle auf ihn zugelassen sind. Eine Obergrenze pro Person gibt es nicht. Elektrische Motorräder und Roller sind dagegen ausgeschlossen, weil die Regelung an bestimmte Fahrzeugklassen geknüpft ist; für Zweiräder gibt es keine anrechenbare Menge. Ein elektrisches Wohnmobil kann je nach Zulassung in die Klasse M1 fallen und wäre dann berechtigt, was aber im Einzelfall am Fahrzeugschein zu prüfen ist.
Auch ein Fahrzeug mit Saisonkennzeichen bleibt anspruchsberechtigt. Die Prämie richtet sich nicht nach der Nutzungsdauer im Jahr, sondern allein nach der Zulassung. Wer sein Auto nur von April bis Oktober bewegt, bekommt denselben Betrag wie ein Ganzjahresfahrer.
Wie beantrage ich die THG-Quote 2026 Schritt für Schritt?
Der Ablauf ist kürzer, als die meisten erwarten. Du wählst einen Anbieter, legst ein Konto an und lädst ein Foto oder einen Scan der Zulassungsbescheinigung Teil I hoch. Dann gibst du die Bankverbindung an und bestätigst den Auftrag. Das war der Teil, den du erledigst.
Danach prüft der Anbieter, ob das Fahrzeug ein reines Elektroauto ist und ob der Haltereintrag zu deinen Angaben passt. Er meldet das Zertifikat beim Umweltbundesamt an, das die Menge bestätigt. Erst nach dieser Bestätigung darf er verkaufen und auszahlen.
Damit es beim ersten Versuch klappt, sollte der Fahrzeugschein vollständig und scharf abfotografiert sein. Die Fahrzeug-Identifikationsnummer und der Haltereintrag müssen lesbar sein, sonst kommt der Vorgang zurück und kostet Wochen. Achte außerdem darauf, das Fahrzeug nur bei einem einzigen Anbieter anzumelden. Ein Doppelantrag führt zur Ablehnung bei beiden.
Was danach im Hintergrund passiert, bekommst du kaum mit. Das Umweltbundesamt gleicht die gemeldeten Fahrzeuge mit den Zulassungsdaten ab und bestätigt für jedes anerkannte Fahrzeug eine pauschale Minderungsmenge. Diese Pauschale ist gesetzlich festgelegt und hängt nicht davon ab, wie viel du tatsächlich fährst oder lädst. Ein Vielfahrer bekommt also genauso viel wie jemand, der das Auto nur am Wochenende bewegt.
Erst nach der Bestätigung darf der Anbieter die gebündelten Zertifikate verkaufen. Deshalb liegt zwischen deinem Upload und der Gutschrift immer eine Prüfphase, selbst wenn der Anbieter sofort auszahlen möchte. Wer im Frühjahr beantragt, hat für diese Prüfung reichlich Puffer. Wer im Oktober kommt, konkurriert mit dem Ansturm aller anderen Nachzügler.
Welche Frist gilt 2026 wirklich für die THG-Quote?
Hier verlieren jedes Jahr Tausende ihre Prämie, weil zwei verschiedene Termine im Umlauf sind und meist nur der spätere genannt wird.
Der gesetzliche Stichtag ist der 15. November 2026. Bis dahin nimmt das Umweltbundesamt Meldungen für das laufende Quotenjahr an. Danach ist der Anspruch für 2026 endgültig weg, er lässt sich nicht ins nächste Jahr retten.
Im Netz kursiert daneben der 28. Februar, und beide Daten sind richtig — sie gelten nur für verschiedene Fälle. Die Verordnung unterscheidet zwei Wege: Wer Strom an einem öffentlich zugänglichen Ladepunkt abgibt, meldet die tatsächlich geladene Menge bis zum 28. Februar des Folgejahres. Für alle anderen, also für den ganz normalen Halter, der zu Hause oder unterwegs lädt, rechnet der Gesetzgeber mit einem pauschalen Schätzwert je Fahrzeug. Für diesen Weg endet die Frist am 15. November des laufenden Jahres. Wer sein Auto privat lädt, für den zählt also der November-Termin, nicht der Februar.
Für dich zählt aber ein früherer Termin. Die Anbieter müssen die Unterlagen prüfen, das Zertifikat vorbereiten und die gesetzliche Widerrufsfrist abwarten, bevor sie melden dürfen. Deshalb setzen die meisten ihre eigene Annahme auf Ende Oktober. Wer am 10. November beantragt, bekommt in vielen Fällen eine Absage, obwohl die Behördenfrist formal noch läuft.
Die praktische Konsequenz ist einfach: Erledige den Antrag im Frühjahr oder Sommer, nicht im Herbst. Der Anspruch entsteht bereits mit der Zulassung, du musst nicht bis zum Jahresende warten.
Wie lange dauert die Auszahlung der THG-Prämie?
Hier lohnt sich ein Blick auf die Behörde selbst, denn dort entsteht die eigentliche Wartezeit. Das Umweltbundesamt veröffentlicht seinen aktuellen Bearbeitungsstand und schreibt dazu Ende Juli 2026: Bearbeitet werden gerade Anträge für das Verpflichtungsjahr 2026, die ab dem 17. April 2026 eingereicht wurden. Zwischen Einreichung und Prüfung liegen also rund dreieinhalb Monate.
Diese Angabe ist wertvoll, weil sie überprüfbar ist. Wer wissen will, ob der eigene Antrag realistisch schon dran sein kann, vergleicht sein Einreichungsdatum mit dem Stand auf der Vollzugsseite des Umweltbundesamts zur 38. BImSchV. Liegt das eigene Datum hinter dem genannten Stichtag, ist Warten normal und keine Rückfrage nötig.
Nach der Prüfung kommt die Auszahlung durch den Anbieter, und hier hängt es am gewählten Modell. Bei einer garantierten Prämie überweisen viele Anbieter zwei bis acht Wochen nach der erfolgreichen Prüfung. Manche werben mit einer Sofortauszahlung. Das ist kein Trick, aber auch kein Geschenk: Der Anbieter geht in Vorleistung, bevor die Behörde bestätigt hat, und trägt damit das Risiko. Diesen Vorschuss lässt er sich über einen Abschlag bezahlen. Wer schnell Geld möchte, zahlt dafür mit einer niedrigeren Prämie.
Bei einer variablen Prämie wartest du bis zur Abrechnung des Quotenjahres. Das kann bis weit ins Folgejahr dauern, weil erst am Ende feststeht, welchen Preis die Zertifikate erzielt haben. Dafür bekommst du in einem guten Jahr mehr als bei der garantierten Variante.
Verzögert sich die Zahlung deutlich, liegt es meist an einer Rückfrage zu den Unterlagen. Ein unscharfes Foto oder ein Haltereintrag, der nicht zum Kontoinhaber passt, reicht dafür schon aus.
THG-Quote Anbieter vergleichen: Woran erkennt man seriöse Angebote?
Der Markt ist unübersichtlich, und die Werbung arbeitet fast überall mit dem höchstmöglichen Betrag. Drei Dinge helfen bei der Einordnung.
Erstens die Klarheit der Zusage: Steht dort ein fester Betrag oder ein „bis zu”? Ein garantierter Betrag ist eine Zusage, ein Maximalwert ist eine Hoffnung. Zweitens die Auszahlungsbedingung: Seriöse Anbieter nennen einen konkreten Zeitraum und knüpfen die Zahlung nicht an Bedingungen wie Weiterempfehlungen. Drittens die Erreichbarkeit: Impressum, Telefonnummer und ein echter Ansprechpartner sind Pflicht, wenn es um deine Fahrzeugdaten geht.
Ein Preisvergleich lohnt sich jedes Jahr neu, weil sich die Angebote deutlich verschieben. Eine Bindung an den Anbieter des Vorjahres gibt es nicht. Unabhängige Übersichten führen unter anderem Finanztip und Verivox.
Was gilt bei Leasing, Dienstwagen und Firmenfahrzeugen?
Beim Leasing entscheidet allein der Haltereintrag. Viele Verträge lassen den Kunden als Halter eintragen, dann gehört die Prämie ihm. Steht dort die Leasinggesellschaft, liegt der Anspruch bei ihr. Manche Gesellschaften geben die Prämie weiter oder verrechnen sie mit der Rate, andere behalten sie ein. Ein Blick in den Vertrag und in den Fahrzeugschein klärt beides.
Beim Dienstwagen gilt dasselbe Prinzip. Ist der Arbeitgeber Halter, ist er anspruchsberechtigt. Gehört das Fahrzeug zum Betriebsvermögen und bist du selbst Halter, wird die Prämie zur Betriebseinnahme und muss versteuert werden. Nur bei privater Nutzung bleibt sie steuerfrei, weil sie keiner Einkunftsart zuzuordnen ist.
Wer eine Flotte betreibt, meldet alle Fahrzeuge gebündelt an. Für größere Bestände bieten viele Vermittler eigene Konditionen, die über den Beträgen für Privatkunden liegen.
Was bringt die THG-Quote über mehrere Jahre?
Weil der Anspruch jedes Jahr neu entsteht, lohnt sich die Rechnung über die gesamte Haltedauer. Bei einer Prämie von 100 bis 370 Euro kommen über drei Jahre rund 300 bis 1.100 Euro zusammen, bei privater Nutzung steuerfrei.
Zusammen mit der Kfz-Steuer-Befreiung, die für reine Elektroautos mit Erstzulassung bis Ende 2030 zehn Jahre lang gilt, und den niedrigeren Wartungskosten summiert sich das spürbar. Eine vollständige Kostenrechnung steht im Beitrag zu den Kosten eines E-Autos 2026.
Ein Rechenbeispiel macht es greifbar. Wer einen Elroq drei Jahre fährt und jedes Jahr eine mittlere Prämie von 250 Euro erzielt, kommt auf 750 Euro. Bei einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 Kilometern entspricht das rund 1,7 Cent pro Kilometer, die der Strompreis faktisch günstiger wird. Das ist keine Ersparnis, die eine Kaufentscheidung dreht, aber sie ist geschenkt und wiederholt sich zuverlässig.
Wer zusätzlich die staatliche Kaufprämie nutzen möchte, findet die aktuellen Regeln, Einkommensgrenzen und Fristen in der Übersicht zur E-Auto-Förderung 2026. Beide Programme laufen getrennt und schließen sich nicht aus.
Welche Fehler kosten am häufigsten die Prämie?
Der mit Abstand teuerste Fehler ist das Warten. Wer den Antrag auf November schiebt, läuft in die Anbieterfrist und verliert ein ganzes Jahr. Der Anspruch verfällt zum Jahresende ersatzlos.
Der zweithäufigste Fehler ist ein unbrauchbarer Fahrzeugschein. Abgeschnittene Ränder, Spiegelungen oder ein zu dunkles Foto führen zur Rückfrage, und jede Rückfrage kostet Zeit. Fotografiere das Dokument flach liegend bei Tageslicht, dann passt es beim ersten Versuch.
Dritter Klassiker ist die Verwechslung von Halter und Fahrer. Wer den Antrag für ein Auto stellt, das auf den Partner oder die Firma zugelassen ist, bekommt eine Absage. Und schließlich fällt ein Fahrzeug, das bei zwei Anbietern gleichzeitig angemeldet wird, bei beiden durch die Prüfung.
Elektroauto-Beratung in Wiesloch
Für Halter in der Region Wiesloch, Walldorf, Heidelberg, Mannheim und Sinsheim ordnen wir die THG-Prämie gern im Gesamtbild ein. Sinnvoll ist das vor allem dann, wenn mehrere Punkte zusammenkommen: laufende Kosten, Kfz-Steuer, Wartungsintervalle und die Frage, welches Elektroauto zum eigenen Fahrprofil passt.
Beim Automobilsalon Bellemann betreuen wir reine Elektroautos von ŠKODA, SEAT und CUPRA in Werkstatt und Service, inklusive Prüfung der Hochvolt-Technik (die Batterie und alle Bauteile, die mit hoher Spannung arbeiten). Wer wissen möchte, was ein Elektroauto im Alltag wirklich kostet, findet im Beitrag zu den Ladekosten pro 100 Kilometer eine nachvollziehbare Rechnung. Wer die Lademöglichkeit zu Hause klären will, kommt über den Kurzcheck zu Solar und Wallbox in einer Minute zu einer ersten Einschätzung.
Quellen und weiterführende Informationen
Die rechtliche Grundlage der Treibhausgasminderungsquote samt Meldefristen dokumentiert das Umweltbundesamt. Eine unabhängige Einordnung zu Ablauf und Anbieterwahl liefert der ADAC, laufend aktualisierte Anbietervergleiche führen Finanztip und Verivox. Die steuerliche Behandlung bei privater und betrieblicher Nutzung erläutert Steuertipps. Diese Quellen ergänzen unsere praktische Einordnung aus Sicht des Automobilsalons Bellemann in Wiesloch.
Update-Hinweis (Stand: 21.07.2026)
Stand 21.07.2026 liegen die THG-Prämien für Pkw je nach Anbieter bei rund 100 bis 370 Euro pro Jahr. Die Spanne ist so breit, weil garantierte und variable Modelle nebeneinander am Markt sind. Nach den schwachen Jahren 2024 und 2025 zeigt der Trend wieder nach oben, getrieben von den verschärften Minderungszielen der europäischen Vorgaben. Neu in dieser Aktualisierung ist die klare Trennung der beiden Fristen: Das Umweltbundesamt nimmt Meldungen für 2026 bis zum 15. November 2026 an, die Anbieter benötigen die Unterlagen jedoch bereits bis Ende Oktober. Ebenfalls ergänzt sind der Ablauf Schritt für Schritt, die Regeln für Leasing und Dienstwagen sowie die steuerliche Behandlung. Weiterhin gilt: Anspruch hat allein, wer in der Zulassungsbescheinigung Teil I als Halter eingetragen ist, und die Prämie gibt es nur für reine Batterieelektrofahrzeuge, nicht für Plug-in-Hybride. Beobachtungspunkte für künftige Updates sind die Preisentwicklung bis zur November-Frist, mögliche Anpassungen der Quotenvorgaben sowie Veränderungen in der Anbieterlandschaft. Letzter Stand der Werte: 21.07.2026.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die THG-Prämie 2026?
Je nach Anbieter liegt die THG-Prämie 2026 zwischen rund 100 und 370 Euro pro Jahr für ein Elektroauto. Die Spanne ist so groß, weil manche Anbieter einen festen Betrag garantieren und andere den späteren Marktpreis weitergeben. Ein Vergleich lohnt sich deshalb jedes Jahr neu.
Wie funktioniert die THG-Quote?
Mineralölfirmen müssen gesetzlich einen Teil ihrer Treibhausgase einsparen. Weil das mit Kraftstoff kaum gelingt, kaufen sie Zertifikate von Elektroauto-Haltern. Ein Anbieter bündelt viele solcher Zertifikate, meldet sie beim Umweltbundesamt an und zahlt dafür eine Prämie aus.
Bis wann muss man die THG-Quote 2026 beantragen?
Das Umweltbundesamt nimmt Anträge für das Jahr 2026 bis zum 15. November 2026 an. Die Anbieter brauchen die Unterlagen aber deutlich früher, in der Regel bis Ende Oktober, weil sie prüfen und bündeln müssen. Wer erst Anfang November beantragt, riskiert den Ausfall für das ganze Jahr.
Wie lange dauert die Auszahlung der THG-Prämie?
Bei einer garantierten Prämie zahlen viele Anbieter innerhalb von zwei bis acht Wochen nach der Prüfung aus. Bei einer variablen Prämie wartest du bis zur Abrechnung des Quotenjahres, was mehrere Monate dauern kann. Die Höhe steht dann erst am Ende fest.
Wer bekommt die THG-Quote beim Leasing?
Entscheidend ist allein, wer in der Zulassungsbescheinigung Teil I als Halter steht. Bist du das selbst, gehört die Prämie dir. Steht dort die Leasinggesellschaft oder der Arbeitgeber, liegt der Anspruch bei ihnen. Ein Blick in den Fahrzeugschein klärt das in Sekunden.
Muss man die THG-Prämie versteuern?
Bei einem privat genutzten Fahrzeug bleibt die Prämie steuerfrei, weil sie zu keiner Einkunftsart gehört. Anders ist es, wenn das Auto zum Betriebsvermögen gehört: Dann ist die Prämie eine Betriebseinnahme und wird entsprechend versteuert.
Bekommt ein Plug-in-Hybrid die THG-Quote?
Nein. Die THG-Quote gibt es ausschließlich für reine Batterieelektrofahrzeuge. Plug-in-Hybride sind ausgeschlossen, egal wie hoch ihre elektrische Reichweite ist, weil sie weiterhin Kraftstoff verbrennen.
Welcher THG-Anbieter zahlt am meisten?
Das wechselt von Jahr zu Jahr und lässt sich nicht dauerhaft beantworten. Wichtiger als der höchste beworbene Betrag ist die Frage, ob er garantiert oder variabel ist. Ein garantierter Betrag von 250 Euro kann am Ende mehr wert sein als ein beworbenes Maximum von 400 Euro, das nie erreicht wird.
Kann man die THG-Quote jedes Jahr neu beantragen?
Ja, und das solltest du auch. Der Anspruch entsteht in jedem Kalenderjahr neu, solange das Fahrzeug auf dich zugelassen ist. Du kannst dabei jedes Jahr den Anbieter wechseln, ohne Nachteile.
Was passiert, wenn ich das Auto mitten im Jahr verkaufe?
Die Prämie steht dem zu, der zum Zeitpunkt der Antragstellung als Halter eingetragen ist. Wer sein Fahrzeug im Laufe des Jahres verkauft, sollte den Antrag also vor der Ummeldung stellen. Danach geht der Anspruch für dieses Jahr an den neuen Halter über.
Ist die THG-Prämie mit der staatlichen E-Auto-Förderung kombinierbar?
Ja, beide Dinge haben nichts miteinander zu tun. Die Kaufprämie kommt einmalig vom Staat, die THG-Prämie jedes Jahr von den quotenpflichtigen Unternehmen. Beides ist parallel möglich.
Was brauche ich für den Antrag?
Nur die Zulassungsbescheinigung Teil I, also den Fahrzeugschein, als Foto oder Scan. Wichtig ist, dass alle Angaben lesbar sind, besonders die Fahrzeug-Identifikationsnummer und der Haltereintrag. Dazu kommen die Bankverbindung und eine E-Mail-Adresse.