Zum Inhalt springen
E-Mobilität & Förderung

THG-Quote 2026: warum die Prämie gestiegen ist und wie du sie bekommst

THG-Quote 2026: Prämien von rund 200 bis 390 Euro, Frist 15. November, Anspruch nur für reine Elektroautos — und warum die Quote 2027 kräftig steigt.

#THG-Quote#THG-Prämie#Elektroauto#Förderung#E-Mobilität
THG-Quote 2026: Elektro-SUV auf dem Vorplatz einer Tankstelle
Bild: Automobilsalon Bellemann Illustration
Modell-Alarm aktivieren
Auf dem Laufenden bleiben und Bestellstart & Preise zuerst erfahren.
    Optional: schneller passende Infos Name + PLZ = Regionale Infos
    Vorteil: Wir können Infos bei Bestellstart und Preisen schneller auf Ihre Region zuschneiden.
    Kostenlos · Abmeldung jederzeit · Sicher
    Mehr erfahren
    Vertiefende Artikel zum Modell
    Alle wichtigen Teilthemen dieses Modells auf einen Blick.
    Inhalt dieses Artikels
    1. THG-Quote 2026: wie hoch die THG-Prämie ausfällt und wer sie bekommt
    2. Kurzantwort
    3. Wie hoch ist die THG-Prämie 2026?
    4. Warum ist die THG-Prämie 2026 gestiegen?
    5. Wie entsteht der Preis für die THG-Prämie 2026?
    6. Wie funktioniert die THG-Quote 2026?
    7. Welche Fahrzeuge bekommen die THG-Quote?
    8. Bekommt ein Plug-in-Hybrid die THG-Quote?
    9. Wer bekommt die THG-Prämie: Halter, Eigentümer oder Fahrer?
    10. Der Weg zur THG-Prämie: Anbieter, Fahrzeugschein, Auszahlung
    11. Bis wann muss man die THG-Quote 2026 beantragen?
    12. Wie lange dauert die Auszahlung der THG-Prämie?
    13. Woran erkennt man seriöse THG-Anbieter?
    14. Muss man die THG-Prämie versteuern?
    15. THG-Prämie: Höhe und Entwicklung bis 2027
    16. Was bringt die THG-Prämie über mehrere Jahre?

    THG-Quote 2026: wie hoch die THG-Prämie ausfällt und wer sie bekommt

    Wer ein reines Elektroauto fährt, kann einmal im Jahr Geld bekommen, ohne etwas dafür zu leisten außer einem Foto vom Fahrzeugschein. Trotzdem holt sich ein erheblicher Teil der Halter die Prämie nie ab.

    2026 ist das teurer als je zuvor. Nach mehreren mageren Jahren sind die Prämien deutlich gestiegen — der Gesetzgeber hat die Anforderungen an die Mineralölwirtschaft angehoben, und das schlägt direkt auf die Auszahlungen durch.

    Dieser Beitrag ordnet ein, was aktuell gezahlt wird, welche der beiden kursierenden Fristen wirklich zählt und warum 2027 noch mehr drin sein könnte.


    Kurzantwort


    Wie hoch ist die THG-Prämie 2026?

    Im August 2026 bewegen sich die Angebote zwischen rund 200 und 390 Euro im Jahr, einzelne Anbieter werben mit mehr. Das ist ein anderer Markt als noch vor zwei Jahren, als die Prämien zeitweise unter 100 Euro rutschten und viele Halter den Aufwand nicht mehr für lohnend hielten.

    Wichtig zum Verständnis: Es gibt keine amtliche Prämienhöhe. Der Betrag entsteht am Markt. Quotenverpflichtete Unternehmen kaufen Minderungsquoten, die Dienstleister bündeln sie und geben einen Teil des Erlöses weiter. Wie viel davon beim Halter ankommt, unterscheidet sich je nach Anbieter erheblich.

    Daraus folgt zweierlei. Erstens lohnt ein Vergleich, weil zwischen dem günstigsten und dem besten Angebot mehrere hundert Euro liegen können. Zweitens ändern sich die Beträge im Jahresverlauf — eine Zahl vom Januar sagt wenig über den August.

    Warum ist die THG-Prämie 2026 gestiegen?

    Die Erklärung steht im Gesetz. Das Bundes-Immissionsschutzgesetz schreibt vor, wie stark die Treibhausgasemissionen der in Verkehr gebrachten Kraftstoffe gemindert werden müssen. Diese Quote ist gestaffelt:

    JahrTreibhausgasminderungsquote
    202612 %
    202717,5 %
    202819,5 %
    202922,5 %
    203026,5 %

    Je höher die Quote, desto mehr Minderung müssen die Verpflichteten nachweisen. Elektroautos liefern genau diese Minderung, weil ihr Strom angerechnet wird. Steigende Quote bedeutet also steigende Nachfrage nach genau dem, was Halter anzubieten haben — und die Staffel steht verbindlich im Gesetz, nicht in einer Absichtserklärung. Für Halter ist das die verlässlichste Konstante im ganzen System: Die Nachfrageseite ihres Anspruchs ist bis 2030 gesetzlich garantiert.

    Wie entsteht der Preis für die THG-Prämie 2026?

    Die Prämie ist kein festgelegter Betrag, sondern ein Marktpreis. Wer sie versteht, kann Angebote besser einordnen und erkennt, warum die Höhe von Jahr zu Jahr schwankt.

    Auf der einen Seite stehen die Unternehmen, die Benzin und Diesel in Verkehr bringen. Sie müssen ihre Treibhausgasbilanz um den gesetzlich vorgeschriebenen Anteil senken. Auf der anderen Seite stehen alle, die eine Minderung nachweisen können — neben Elektroautohaltern auch Betreiber öffentlicher Ladesäulen und Hersteller alternativer Kraftstoffe. Zwischen beiden Seiten entsteht ein Handel.

    Nach oben ist dieser Handel gedeckelt. Wer die Quote nicht erfüllt, zahlt nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz eine Abgabe von 0,60 Euro je Kilogramm Kohlendioxid-Äquivalent, also 600 Euro je Tonne. Kein Verpflichteter zahlt für eine gekaufte Minderung mehr, als ihn die Abgabe kosten würde. Diese Grenze ist der eigentliche Grund, warum die Prämien nicht beliebig steigen.

    Nach unten wirkt die Menge. Je mehr Elektroautos zugelassen sind, desto mehr Minderung steht zum Verkauf, und desto stärker drückt das den Preis. Dass die Prämien 2026 trotzdem gestiegen sind, liegt daran, dass die Quote schneller wächst als der Fahrzeugbestand.

    Für Halter ergibt sich daraus eine einfache Faustregel: Die Höhe des Angebots sagt mehr über den Zeitpunkt und den Anbieter aus als über das eigene Fahrzeug. Ein Angebot im Frühjahr fällt oft anders aus als eines im Herbst.

    Wie funktioniert die THG-Quote 2026?

    Die Mechanik dahinter erklärt, warum das Geld überhaupt fließt — und warum die Höhe schwankt.

    Der Gesetzgeber verpflichtet Unternehmen, die Kraftstoff in Verkehr bringen, die Treibhausgasemissionen ihres Absatzes zu mindern. Wer diese Minderung nicht selbst erbringt, muss sie zukaufen. Genau hier kommen Elektroautos ins Spiel: Der Strom, den sie laden, gilt als Minderung und lässt sich anrechnen.

    Der einzelne Halter kann diese Minderung allerdings nicht selbst verkaufen. Zwischen ihm und den Verpflichteten stehen Dienstleister, die viele Fahrzeuge bündeln, die Meldung beim Umweltbundesamt übernehmen und die Erlöse weitergeben. Ihre Marge ist der Grund, warum die Angebote so unterschiedlich ausfallen.

    Für die anrechenbare Strommenge wird nicht gemessen, wie viel jedes Auto tatsächlich lädt. Stattdessen veröffentlicht das zuständige Ministerium einen Schätzwert je Fahrzeug. Das ist der Grund, warum Vielfahrer und Wenigfahrer dieselbe Prämie bekommen — die tatsächliche Fahrleistung spielt keine Rolle.

    Welche Fahrzeuge bekommen die THG-Quote?

    Die Verordnung ist an dieser Stelle eindeutig: Angerechnet wird Strom, der in reinen Batterieelektrofahrzeugen genutzt wird.

    Daraus ergibt sich eine klare Trennung:

    Anspruch haben rein elektrische Pkw, unabhängig von Alter, Marke und Kaufpreis. Ein zehn Jahre altes Elektroauto zählt genauso wie ein neues. Auch gebraucht gekaufte Fahrzeuge sind erfasst — der Anspruch hängt am Halter, nicht am Kaufdatum.

    Keinen Anspruch haben Plug-in-Hybride, Fahrzeuge mit Range-Extender, Mild-Hybride und selbstverständlich reine Verbrenner. Wer mehrere Elektroautos hält, kann für jedes einzeln eine Prämie beantragen. Wie es um E-Roller, Elektromotorräder, Transporter, Busse und Wasserstoff-Autos steht, schlüsselt der Beitrag zu den berechtigten Fahrzeugen bei der THG-Quote auf.

    Bekommt ein Plug-in-Hybrid die THG-Quote?

    Nein, und diese Frage kommt häufig. Der Grund liegt in der Konstruktion der Regelung: Sie erfasst Fahrzeuge, die vollständig emissionsfrei fahren. In einem Plug-in-Hybrid arbeitet zusätzlich ein Verbrennungsmotor, damit fällt er heraus.

    Das gilt unabhängig davon, wie viel der Halter tatsächlich elektrisch fährt. Auch wer seinen Plug-in-Hybrid diszipliniert lädt und im Alltag fast nie Benzin verbraucht, bekommt keine Prämie.

    Eine frühere Teilprämie für Plug-in-Hybride, von der man gelegentlich liest, hat es nie gegeben — die Pauschale galt von der ersten Bekanntmachung an nur für reine Batterieelektrofahrzeuge. Warum das so ist und was stattdessen für Hybride gilt, erklärt der Beitrag zur THG-Quote für Hybridfahrzeuge; was Betriebe erwartet, der Beitrag zum Plug-in-Hybrid als Firmenwagen.

    Wer bekommt die THG-Prämie: Halter, Eigentümer oder Fahrer?

    Maßgeblich ist die Zulassungsbescheinigung. Berechtigt ist die Person, auf die das Fahrzeug zugelassen ist — nicht der Eigentümer und nicht, wer es täglich fährt.

    Das führt in drei Konstellationen zu Fragen:

    Privatleasing. In der Regel steht der Leasingnehmer als Halter im Schein und kann die Prämie selbst beantragen. Manche Verträge behalten sie sich allerdings vor. Ein Blick in die Bedingungen vor dem Antrag erspart Ärger.

    Dienstwagen. Ist der Arbeitgeber als Halter eingetragen, steht ihm die Prämie zu. Der Mitarbeiter hat keinen Anspruch, auch wenn er das Fahrzeug ausschließlich nutzt.

    Familienfahrzeuge. Läuft das Auto auf den Partner, muss auch dieser den Antrag stellen. Ein Antrag durch eine andere Person führt zur Ablehnung.

    Der Weg zur THG-Prämie: Anbieter, Fahrzeugschein, Auszahlung

    Der Antrag dauert bei allen Anbietern nur wenige Minuten: Anbieter auswählen, ein Foto der Zulassungsbescheinigung Teil I hochladen, Bankverbindung angeben. Der Dienstleister meldet die Fahrzeugdaten an das Umweltbundesamt und zahlt je nach Modell sofort oder nach Erteilung der Bescheinigung aus.

    Welche Unterlagen genau nötig sind, warum der Antrag jedes Jahr neu gestellt werden muss und ob man den Dienstleister auch umgehen kann, steht Schritt für Schritt im Beitrag THG-Prämie beantragen.

    Bis wann muss man die THG-Quote 2026 beantragen?

    Hier verlieren jedes Jahr viele Halter ihre Prämie, weil zwei verschiedene Termine kursieren und meist nur der spätere genannt wird.

    Der gesetzliche Stichtag ist der 15. November 2026. Bis dahin müssen die Meldungen für das laufende Quotenjahr beim Umweltbundesamt eingehen. Danach ist der Anspruch für 2026 endgültig verloren, er lässt sich nicht ins Folgejahr retten.

    Daneben kursiert der 28. Februar — und beide Daten sind richtig, sie gelten nur für verschiedene Fälle. Die Verordnung unterscheidet zwei Wege: Wer Strom an einem öffentlich zugänglichen Ladepunkt abgibt, meldet bis zum 28. Februar des Folgejahres. Für reine Batterieelektrofahrzeuge, also den privaten Normalfall, gilt der 15. November des Verpflichtungsjahres.

    Für dich zählt allerdings ein noch früherer Termin. Die Anbieter müssen Unterlagen prüfen, das Zertifikat vorbereiten und die gesetzliche Widerrufsfrist abwarten, bevor sie melden dürfen. Deshalb setzen die meisten ihre eigene Annahmefrist auf Ende Oktober.

    Die praktische Konsequenz ist einfach: Erledige den Antrag im Frühjahr oder Sommer, nicht im Herbst. Der Anspruch entsteht bereits mit der Zulassung, du musst nicht bis zum Jahresende warten.

    Wie lange dauert die Auszahlung der THG-Prämie?

    Das hängt vom gewählten Modell ab, und die Unterschiede sind groß.

    Bei Sofortauszahlung überweist der Anbieter, sobald er die Unterlagen geprüft hat, meist innerhalb weniger Wochen. Er geht damit in Vorleistung und behält dafür einen größeren Teil des Erlöses — der ausgezahlte Betrag ist entsprechend niedriger.

    Bei der Auszahlung nach Bescheinigung wartet der Anbieter, bis das Umweltbundesamt bestätigt hat. Das kann je nach Bearbeitungslage mehrere Monate dauern, bringt dafür aber oft mehr Geld.

    Wer beide Modelle vergleicht, sollte nicht nur auf den Betrag schauen, sondern auch auf die Bedingungen. Manche Angebote koppeln die höchste Prämie an eine Mindestlaufzeit oder eine automatische Verlängerung.

    Woran erkennt man seriöse THG-Anbieter?

    Der Markt ist unübersichtlich, und die Werbung arbeitet mit Höchstbeträgen, die selten alle bekommen. Die Kurzfassung: Ein seriöser Anbieter nennt eine feste Zusage statt einer „bis zu”-Spanne, hinterlegt die Auszahlung mit einer realistischen Frist und versteckt keine automatische Verlängerung im Kleingedruckten.

    Worauf es im Detail ankommt — Fixprämie oder Flexprämie, Sofortauszahlung oder warten, und welche Vertragsklausel die ganze Prämie kosten kann —, steht im ausführlichen Vergleich der THG-Anbieter.

    Muss man die THG-Prämie versteuern?

    Für die meisten Halter lautet die Antwort nein.

    Bei einem privat gehaltenen Fahrzeug ist die Zahlung nach dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 5. Mai 2022 keiner Einkunftsart zuzuordnen. Sie ist damit einkommensteuerlich unerheblich, unabhängig von der Höhe, und muss nicht in die Steuererklärung.

    Anders liegt es beim Betriebsvermögen: Gehört das Fahrzeug zum Betrieb, ist die Prämie Betriebseinnahme und erhöht den Gewinn. Das gilt für Selbstständige ebenso wie für Unternehmen.

    Beim Dienstwagen hat die Prämie für den Arbeitnehmer keine lohnsteuerlichen Folgen, wenn der Arbeitgeber als Halter eingetragen ist. Sie fließt dann ohnehin dem Arbeitgeber zu.

    THG-Prämie: Höhe und Entwicklung bis 2027

    Die Kurzfassung: Die gesetzliche Quote springt 2027 von 12 auf 17,5 Prozent — der größte Schritt der gesamten Staffel. Das spricht für steigende Prämien, garantiert sie aber nicht, denn auch das Angebot an Minderungsmengen wächst.

    Die vollständige Einordnung mit den Faktoren für und gegen steigende Werte, drei Szenarien und dem Fahrplan für den Antrag im neuen Jahr steht im Beitrag zur THG-Prämie 2027.

    Was bringt die THG-Prämie über mehrere Jahre?

    Der eigentliche Wert liegt in der Wiederholung. Die Prämie gibt es in jedem Quotenjahr neu, solange das Fahrzeug zugelassen ist.

    Bei einer Haltedauer von fünf Jahren und Prämien im aktuellen Bereich summiert sich das auf deutlich über tausend Euro — ein Betrag in der Größenordnung eines Herstellerbonus, den viele schlicht liegen lassen.

    Eine vorsichtige Rechnung mit 250 Euro im Jahr ergibt über fünf Jahre 1.250 Euro. Wer beim Vergleich jeweils das beste Angebot nimmt und mit 350 Euro rechnet, kommt auf 1.750 Euro. Die Differenz von 500 Euro entsteht allein durch den jährlichen Anbieterwechsel, der zwei Minuten kostet.

    Interessant ist der Vergleich mit den übrigen laufenden Posten des Autolebens: Versicherung, Wartung, Strom — alle nehmen Geld heraus. Die Prämie ist der seltene Posten der Halterrechnung, der Jahr für Jahr Geld hereinbringt. Und anders als einmalige Kaufboni wächst ihr Gesamtwert mit jedem Jahr der Haltedauer weiter, ohne dass dafür mehr zu tun wäre als der jährliche Antrag.

    Steigen die Prämien mit der höheren Quote ab 2027 weiter, fällt die Summe entsprechend größer aus. Verlässlich planen lässt sich damit aber nicht — der Preis entsteht am Markt, und Prognosen sind keine Zusagen. Wer zusätzlich zu Hause lädt, kann die Ersparnis weiter erhöhen; wie sich das rechnet, zeigt der Beitrag zu den Ladekosten je hundert Kilometer.

    Für Käufer eines Elektroautos gehört die Prämie damit in die Gesamtrechnung — neben der staatlichen Förderung, die im Beitrag zur E-Auto-Förderung 2026 erklärt ist, und den Herstellerboni. Wie sich die Bausteine kombinieren lassen, rechnet der Beitrag zum Stapeln der Förderungen durch.

    Was nach der Meldung beim Umweltbundesamt passiert

    Zwischen Hochladen und Auszahlung liegt ein Verwaltungsverfahren. Das Umweltbundesamt prüft die gebündelt gemeldeten Fahrzeugdaten und stellt bei positivem Ergebnis eine Bescheinigung über die anrechenbare Strommenge aus. Erst diese Bescheinigung macht die Minderung handelbar — der Dienstleister verkauft sie weiter und schüttet den vereinbarten Anteil aus.

    Für Halter heißt das vor allem: Wer auf die Auszahlung nach Bescheinigung setzt, wartet je nach Bearbeitungslage mehrere Monate. Wie sich das auf den Ablauf und den besten Zeitpunkt auswirkt, ist gesondert beschrieben.

    Zählt auch ein öffentlicher Ladepunkt bei der THG-Quote 2026?

    Ja, und das ist ein eigener Weg neben der Fahrzeugprämie.

    Wer einen öffentlich zugänglichen Ladepunkt betreibt, kann die dort abgegebene Strommenge anrechnen lassen. Anders als beim Fahrzeug wird hier nicht geschätzt, sondern die tatsächlich geladene Menge zählt. Für diesen Fall gilt auch die andere Frist, nämlich der 28. Februar des Folgejahres.

    Entscheidend ist das Wort „öffentlich zugänglich”. Eine Wallbox in der eigenen Garage erfüllt das nicht, selbst wenn gelegentlich Besuch lädt. Erforderlich ist, dass der Ladepunkt für einen unbestimmten Personenkreis erreichbar ist und den Vorgaben für öffentliche Ladeinfrastruktur entspricht.

    Für Betriebe mit Kundenparkplatz kann sich das rechnen — die Voraussetzungen, die Anmeldung bei der Bundesnetzagentur und eine ehrliche Rechnung stehen im Beitrag zur THG-Quote für Wallbox und Ladestrom. Für Privathaushalte ist die Fahrzeugprämie der einfachere Weg — sie kostet zwei Minuten und keine Registrierung als Ladepunktbetreiber. Was eine Wallbox im Betrieb kostet und leistet, behandelt der Beitrag zur Wallbox mit 11 oder 22 Kilowatt.

    Was gilt bei Halterwechsel, Umzug und mehreren Fahrzeugen?

    Drei Sonderfälle sorgen regelmäßig für Rückfragen.

    Halterwechsel im Jahresverlauf. Der Anspruch für ein Quotenjahr entsteht einmal. Wird das Auto im Sommer verkauft, kann nicht sowohl der Vorbesitzer als auch der Käufer eine volle Prämie beantragen. In der Praxis bekommt derjenige das Geld, der zuerst meldet — beim Verkauf lohnt deshalb eine kurze Absprache oder ein Vermerk im Kaufvertrag.

    Umzug oder Kennzeichenwechsel. Ein neues Kennzeichen ändert am Anspruch nichts, solange dieselbe Person Halter bleibt. Der Anbieter braucht dann allerdings die aktualisierte Zulassungsbescheinigung.

    Mehrere Elektroautos. Für jedes Fahrzeug gibt es eine eigene Prämie. Wer zwei Elektroautos hält, stellt zwei Anträge — auch beim selben Anbieter. Eine Begrenzung auf ein Fahrzeug je Person gibt es nicht.

    Firmenflotten. Betriebe können die Fahrzeuge gebündelt melden lassen. Viele Anbieter haben dafür eigene Zugänge mit Sammelupload. Steuerlich sind die Erlöse dann Betriebseinnahmen.

    Wer bekommt die THG-Quote beim Leasing und beim Dienstwagen?

    Die Kurzfassung: Es zählt der eingetragene Halter. Beim Privatleasing ist das in der Regel der Leasingnehmer, beim klassischen Dienstwagen der Arbeitgeber, beim Gewerbeleasing der Betrieb — und einzelne Verträge können die Prämie abweichend regeln.

    Alle Konstellationen mit ihren Vertragsklauseln, dem richtigen Zeitpunkt vor der Leasing-Rückgabe und den Steuerfolgen behandelt der Beitrag zur THG-Quote bei Leasing, Dienstwagen und Firmenwagen. Was ein reines Elektroauto als Dienstwagen kostet, rechnet der Beitrag zum ŠKODA Enyaq als Dienstwagen durch.

    Welche Fehler kosten die Prämie am häufigsten?

    Zu spät anfangen. Wer im November aktiv wird, hat die Anbieterfrist meist verpasst.

    Auf den Werbebetrag vertrauen. Der beworbene Höchstbetrag gilt oft nur für Neukunden oder bestimmte Fahrzeugklassen.

    Den falschen Antragsteller wählen. Antragsberechtigt ist ausschließlich, wer im Fahrzeugschein als Halter steht.

    Den Halterwechsel übersehen. Wird das Auto mitten im Jahr verkauft, ist die Zuordnung des Anspruchs zu klären — sonst beantragen beide, und einer bekommt eine Absage.

    Nur einmal beantragen. Der Anspruch entsteht jedes Jahr neu. Wer 2025 beantragt hat, bekommt 2026 nicht automatisch wieder Geld. Nur wenige Anbieter melden Bestandskunden von sich aus erneut an, und selbst dann lohnt der Vergleich, weil die Konditionen des Vorjahres selten die besten des laufenden Jahres sind.

    THG-Prämie Auszahlung: Sofortzahlung oder warten?

    Die Anbieter arbeiten mit zwei grundsätzlich verschiedenen Modellen, und der Unterschied kann dreistellig sein.

    Bei der Sofortauszahlung zahlt der Dienstleister direkt nach Prüfung der Unterlagen, oft binnen zwei bis vier Wochen. Er trägt damit das Risiko, dass der Quotenpreis bis zum tatsächlichen Verkauf fällt, und lässt sich das bezahlen. Der ausgezahlte Betrag liegt deshalb unter dem, was am Ende erlöst wird.

    Beim Festpreis nach Bescheinigung wartet der Anbieter, bis das Umweltbundesamt bestätigt hat, und zahlt danach. Das dauert länger, bringt aber in der Regel mehr.

    Ein drittes Modell koppelt die Auszahlung direkt an den erzielten Marktpreis. Das kann bei steigenden Preisen am meisten einbringen — und bei fallenden am wenigsten. Wer plant, sollte wissen, dass die Quote 2027 kräftig steigt, was tendenziell für dieses Modell spricht.

    Welches Modell passt, hängt vom eigenen Bedürfnis ab. Wer das Geld sicher und schnell will, nimmt die Sofortauszahlung. Wer warten kann, holt meist mehr heraus.

    Warum Anträge abgelehnt werden

    Ablehnungen sind selten und haben fast immer eine von vier Ursachen: Das Fahrzeug ist kein reines Elektroauto, der Antragsteller steht nicht als Halter im Schein, die Unterlagen sind unleserlich, oder für dieselbe Fahrzeug-Identifizierungsnummer wurde in diesem Jahr bereits gemeldet.

    In den ersten drei Fällen lässt sich der Antrag korrigieren und neu stellen, solange die Frist läuft. Deshalb lohnt ein früher Start im Jahr. Die vier Ursachen und ihre Lösungen sind im Beitrag zum Ablauf des Antrags ausführlich beschrieben.

    Wo Elektroautos in der Region gewartet werden

    Für Wartung, Inspektion und Hochvolt-Service (Arbeiten an der Antriebsbatterie) ist der Automobilsalon Bellemann in Wiesloch autorisierter Servicepartner für die Region Wiesloch, Walldorf, Heidelberg, Mannheim und Sinsheim.

    Quellen

    Update-Hinweis (Stand: 20.08.2026)

    Vollständig neu recherchiert. Die Prämienangaben wurden auf den Stand August 2026 gebracht — sie liegen deutlich über den Werten der Vorjahre. Neu aufgenommen sind die gesetzliche Quotenstaffel bis 2030, die steuerliche Behandlung nach dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums und der Ausblick auf 2027.

    Die beiden Fristen wurden am Verordnungstext gegengeprüft: Für reine Batterieelektrofahrzeuge gilt der 15. November des Verpflichtungsjahres, der vielfach zitierte 28. Februar betrifft ausschließlich öffentlich zugängliche Ladepunkte.

    Häufige Fragen

    Wie hoch ist die THG-Prämie 2026?

    Im August 2026 zahlen die Anbieter rund 200 bis 390 Euro, einzelne Angebote liegen darüber. Das ist deutlich mehr als in den Vorjahren, als die Prämien zeitweise unter 100 Euro fielen. Die Höhe ist ein Marktpreis und ändert sich im Jahresverlauf, ein Vergleich lohnt sich deshalb immer.

    Warum ist die THG-Prämie 2026 gestiegen?

    Weil der Gesetzgeber die Treibhausgasminderungsquote angehoben hat. Sie liegt 2026 bei 12 Prozent und steigt 2027 auf 17,5 Prozent. Wer Kraftstoff in Verkehr bringt, muss also mehr Minderung nachweisen und fragt entsprechend mehr Quoten nach. Das treibt den Preis.

    Bis wann muss man die THG-Quote 2026 beantragen?

    Der gesetzliche Stichtag ist der 15. November 2026. Bis dahin müssen die Meldungen beim Umweltbundesamt eingehen. Die Anbieter brauchen für Prüfung und Widerrufsfrist Vorlauf und setzen deshalb eigene Fristen, meist Ende Oktober. Wer erst im November anfängt, kommt oft zu spät.

    Welche Fahrzeuge bekommen die THG-Quote?

    Nur reine Batterieelektrofahrzeuge. Die Verordnung spricht ausdrücklich von reinen Batterieelektrofahrzeugen, und zwar unabhängig davon, ob das Auto neu oder gebraucht ist. Wer mehrere Elektroautos hält, kann für jedes einzeln eine Prämie beantragen.

    Bekommt ein Plug-in-Hybrid die THG-Quote?

    Nein. Weil in einem Plug-in-Hybrid zusätzlich ein Verbrennungsmotor arbeitet, fährt er nicht vollständig emissionsfrei und fällt damit aus der Regelung heraus. Das gilt unabhängig davon, wie hoch der elektrische Fahranteil im Alltag ausfällt.

    Wie lange dauert die Auszahlung der THG-Prämie?

    Das hängt vom gewählten Modell ab. Bei Sofortauszahlung überweisen die Anbieter meist binnen weniger Wochen nach Prüfung der Unterlagen. Bei anderen Modellen kommt das Geld erst, wenn das Umweltbundesamt die Bescheinigung erteilt hat — das kann mehrere Monate dauern.

    Muss man die THG-Prämie versteuern?

    Bei einem privat gehaltenen Fahrzeug nicht. Nach dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 5. Mai 2022 ist die Zahlung keiner Einkunftsart zuzuordnen und muss nicht in die Steuererklärung. Gehört das Fahrzeug zum Betriebsvermögen, ist die Prämie dagegen Betriebseinnahme.

    Wer bekommt die THG-Quote beim Leasing?

    Derjenige, der als Halter in der Zulassungsbescheinigung steht. Beim Privatleasing ist das in der Regel der Leasingnehmer, er kann die Prämie also selbst beantragen. Manche Leasingverträge behalten sie sich vor — ein Blick in die Vertragsbedingungen lohnt sich vor dem Antrag.

    Kann man die THG-Prämie jedes Jahr neu beantragen?

    Ja, und das ist der Kern des Vorteils. Der Anspruch entsteht in jedem Quotenjahr neu, solange das Fahrzeug auf dich zugelassen ist. Über eine Haltedauer von fünf Jahren summiert sich das bei aktuellen Prämien auf einen vierstelligen Betrag.

    Nächste sinnvolle Schritte

    So geht es jetzt sinnvoll weiter

    Wenn Sie nach Preis, Verfügbarkeit, Alternative oder monatlichen Kosten suchen, kommen Sie hier direkt zum passenden nächsten Schritt.

    Aus derselben Kategorie

    Auch spannend aus derselben Kategorie

    Diese redaktionell starken Übersichtsartikel passen thematisch gut, wenn Sie nach dem Lesen noch breiter weiter einsteigen möchten.