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Inhalt dieses Artikels
- CUPRA Produktion: Wo wird CUPRA gebaut — und wo der Raval?
- Kurzantwort
- Wo wird CUPRA gebaut?
- Wo werden CUPRA Autos gebaut — und warum gerade dort?
- Welches Modell wo: die CUPRA Produktionsstandorte im Überblick
- Wo wird der CUPRA Raval gebaut?
- CUPRA Werk Spanien: Wie groß Martorell wirklich ist
- CUPRA Raval Werk: die neue Batteriemontage in Martorell
- Wann war der CUPRA Raval Produktionsstart?
- CUPRA Raval Produktion: wie viele Autos schon ausgeliefert sind
- Wird der CUPRA Raval in Spanien gebaut — und was bringt das?
- CUPRA Werk Deutschland: Wo der Born gebaut wird
- Quellen und Stand der Werte
CUPRA Produktion: Wo wird CUPRA gebaut — und wo der Raval?
Die Frage klingt einfach, hat aber keine einfache Antwort. CUPRA ist eine spanische Marke, und trotzdem kommt nur ein Teil der Modelle aus Spanien. Vier der sieben Baureihen entstehen außerhalb: in Deutschland, in Ungarn, in Tschechien und sogar in China.
Dieser Beitrag ordnet die CUPRA Produktion sauber: Welches Modell wo gebaut wird, warum der Raval ausgerechnet aus Martorell kommt, was dort seit Dezember 2025 Neues steht und wie weit die Auslieferung in Deutschland wirklich ist.
Alle Angaben stammen aus den offiziellen Mitteilungen von SEAT S.A., dem Volkswagen-Konzern und der amtlichen Zulassungsstatistik. Geprüft am 8. Oktober 2026.
Kurzantwort
Wo wird CUPRA gebaut?
CUPRA baut in fünf Ländern: Spanien, Deutschland, Ungarn, Tschechien und China. Das Unternehmen dahinter heißt SEAT S.A. und sitzt in Martorell bei Barcelona. Es betreibt drei eigene Werke in Spanien und nutzt für vier Modelle Werke anderer Konzernmarken.
Die drei spanischen Standorte sind Martorell, El Prat de Llobregat und Barcelona. Martorell ist mit Abstand der größte und zugleich der Firmensitz. SEAT S.A. beschäftigt insgesamt über 14.000 Menschen und führt nach eigenen Angaben mehr als 80 Prozent der gebauten Fahrzeuge in über 70 Länder aus.
Diese Exportquote erklärt nebenbei, warum deutsche Käufer selten über die Herkunft nachdenken. Vier von fünf Autos aus diesen Werken verlassen Spanien ohnehin, der Weg nach Deutschland ist also kein Sonderfall, sondern der Normalbetrieb. Eingespielte Transportwege bedeuten für den Kunden weniger Reibungsverluste zwischen Bandende und Übergabe.
Eines gilt für alle Modelle ohne Ausnahme: Entwickelt werden sie in Barcelona. Diesen Satz verwendet CUPRA auf jeder Modellseite wortgleich, egal ob das Auto später in Zwickau, in Győr oder in China vom Band läuft. Konstruktion und Fertigung sind also getrennt, und das ist in einem großen Konzern der Normalfall.
Wer nur eine kurze Antwort sucht: Wo der CUPRA gebaut wird, hängt vom Modell ab. Die in Deutschland meistzugelassenen Baureihen, Leon und Formentor, kommen aus Spanien.
Wo werden CUPRA Autos gebaut — und warum gerade dort?
Die Verteilung auf fünf Länder wirkt auf den ersten Blick beliebig. Dahinter steckt aber eine einfache Regel: Jedes Auto wird dort gebaut, wo bereits ein technisch ähnliches Fahrzeug läuft.
Der Terramar ist dafür das beste Beispiel. Er entsteht im Audi-Werk Győr in Ungarn, weil dort schon vergleichbare Modelle derselben Größenklasse vom Band laufen. Eine eigene Linie in Spanien hätte denselben Wagen deutlich teurer gemacht.
Dasselbe gilt für den Ateca. Er kommt aus dem tschechischen Kvasiny, einem Werk von ŠKODA. Auch dort steht die passende Technik bereits.
Für den Käufer hat diese Logik einen praktischen Nebeneffekt. Autos, die sich eine Linie teilen, teilen sich auch viele Bauteile. Das wirkt sich auf die Verfügbarkeit von Ersatzteilen aus, weil ein Teil nicht nur für ein einziges Modell vorgehalten wird. Welche Arbeiten an einem Elektroauto überhaupt anfallen, zeigt die Übersicht zur Werkstatt in Wiesloch.
Die Kehrseite: Ein Modell kann nicht einfach das Werk wechseln, wenn die Nachfrage steigt. Die Kapazität ist an den Standort gebunden. Deshalb hängt die Lieferzeit eines Modells immer auch daran, wie voll die jeweilige Linie schon ist.
Welches Modell wo: die CUPRA Produktionsstandorte im Überblick
Die Übersicht beantwortet die Frage Modell für Modell. Grundlage ist die offizielle Werksübersicht von SEAT S.A., ergänzt um die Mitteilungen zu den einzelnen Produktionsstarts.
| Modell | Werk | Land |
|---|---|---|
| Raval | Martorell | Spanien |
| Formentor | Martorell | Spanien |
| Leon (auch als Kombi) | Martorell | Spanien |
| Born | Zwickau | Deutschland |
| Terramar | Győr (Audi-Werk) | Ungarn |
| Ateca | Kvasiny | Tschechien |
| Tavascan | Anhui | China |
Drei Dinge fallen daran auf.
Erstens bleibt das Herz der Marke in Spanien. Leon und Formentor kommen aus Martorell — und der Raval jetzt auch. Damit stammen drei der sieben CUPRA Baureihen aus einem einzigen Werk, dazu die SEAT-Modelle Ibiza und Arona.
Zweitens nutzt CUPRA fremde Konzernwerke, wo es passt. Der Terramar läuft bei Audi, der Ateca bei ŠKODA. Beide tragen trotzdem das CUPRA-Zeichen und werden von SEAT S.A. verantwortet.
Drittens ist der Tavascan der Sonderfall. Er entsteht im Anhui-Werk des Volkswagen-Konzerns in China und ist damit das einzige CUPRA Modell, das von außerhalb Europas kommt. Was das für den Preis bedeutet, rechnet der Beitrag zu den Einfuhrzöllen beim CUPRA Tavascan durch.
Wem die Marke eigentlich gehört und wie SEAT und CUPRA zusammenhängen, erklärt der Beitrag zur Automarke CUPRA und ihrem Eigentümer.
Wo wird der CUPRA Raval gebaut?
Der CUPRA Raval wird in Martorell gebaut, im Hauptwerk von SEAT S.A. rund dreißig Kilometer westlich von Barcelona. Gefertigt wird er dort nicht allein: Auf derselben Linie entsteht der Volkswagen ID. Polo. Zwei Marken, ein Band.
Dahinter steht ein Projekt, das der Konzern Electric Urban Car Family nennt, also die Familie der elektrischen Stadtautos. Der Konzern zählt dazu vier vollelektrische Modelle von drei Marken und betont, dass alle in Spanien gebaut werden. Namentlich genannt sind in der Mitteilung der CUPRA Raval und der Volkswagen ID. Polo.
Dass der Konzern die spanische Fertigung so deutlich hervorhebt, hat einen Grund: Bei Elektroautos entscheidet der Bauort über Zölle und Lieferwege. Die Ersparnis durch das gemeinsame Vorgehen beziffert er auf 600 Millionen Euro.
Für den Käufer ist weniger die Zahl interessant als das, was dahintersteht. Wenn mehrere Marken dieselbe Linie nutzen, läuft sie voller aus. Eine gut ausgelastete Linie baut gleichmäßiger und günstiger als eine, die nur für ein Modell steht. Sie reagiert außerdem schneller, wenn ein Modell stärker nachgefragt wird als erwartet.
Die genannten 600 Millionen Euro Ersparnis sind dabei keine Rabattkasse, aus der Käufer etwas zurückbekommen. Sie sind der Grund, warum ein Elektroauto dieser Größe überhaupt gebaut wird. Kleine Autos tragen wenig Marge, und bei Elektroantrieb kommt der teure Akku dazu. Ohne geteilte Entwicklung und geteilte Linien rechnet sich ein solches Modell für keinen Hersteller.
Bemerkenswert ist dabei, wer das Projekt führt. Der Konzern lässt es von SEAT und CUPRA steuern, ausdrücklich stellvertretend für die ganze Markengruppe. Nach Konzernangaben leiten die beiden Marken damit zum ersten Mal ein markenübergreifendes Projekt.
Was den Raval technisch mit seinem Volkswagen-Zwilling verbindet und wo die Unterschiede liegen, zeigt der Vergleich zwischen Raval und VW ID. Polo. Das dritte Auto dieser Familie ist der ŠKODA Epiq, nachzulesen im Vergleich zwischen Raval und Epiq.
Der Raval nutzt dabei eine eigene, kompakte Ausbaustufe des Konzern-Baukastens für Elektroautos. Ein Baukasten, oft auch Plattform genannt, ist der gemeinsame technische Unterbau aus Bodengruppe, Antrieb und Akku, auf dem mehrere Modelle aufsetzen. Welche Technik genau dahintersteckt, führt der zentrale Beitrag zum CUPRA Raval auf.
CUPRA Werk Spanien: Wie groß Martorell wirklich ist
Martorell ist kein gewöhnliches Werk. Das Gelände misst rund 2,8 Millionen Quadratmeter, was ungefähr 400 Fußballfeldern entspricht. Dort arbeiten etwa 12.000 Menschen.
Die Größenordnung zeigt sich auch an der Produktion. 2023 verließen 443.443 Fahrzeuge das Werk. Seit der Eröffnung sind in Martorell über 12 Millionen Autos entstanden, verteilt auf 45 verschiedene Modellreihen. Das Werk hat also bereits mehrere Modellgenerationen und zwei Antriebswelten erlebt.
Für die Umstellung auf Elektroautos hat das Unternehmen über drei Milliarden Euro in den Standort gesteckt. Das ist kein Schönheitsumbau. Betroffen ist die Fertigung im Kern: neue Pressen für die Karosserieteile, umgebaute Montagelinien, eine neue Logistik für die schweren Akkus.
Genau das ist der Punkt, an dem der Raval von seinem Werk profitiert. Er läuft nicht in einer frisch hochgezogenen Fabrik an, sondern auf einer Linie in einem Werk, das seit Jahrzehnten Großserien baut. Die Mannschaft kennt den Ablauf, die Zulieferer sind eingespielt, die Prüfstationen stehen. Anlaufprobleme sind damit nicht ausgeschlossen, aber weniger wahrscheinlich als bei einem Neubau auf der grünen Wiese.
CUPRA Raval Werk: die neue Batteriemontage in Martorell
Der interessanteste Teil des Werks ist noch keine zwölf Monate alt und taucht in kaum einem Beitrag über den Raval auf. Am 12. Dezember 2025 eröffnete SEAT S.A. in Martorell eine eigene Batteriesystem-Montage. Sie kostete 300 Millionen Euro und wurde in gut zwei Jahren gebaut.
Ein Batteriesystem ist dabei mehr als ein Stapel Zellen. Es ist der komplette Energiespeicher mit Gehäuse, Kühlung, Verkabelung und Steuergerät — das schwerste und teuerste Einzelteil eines Elektroautos.
Die Zahlen dahinter sind beachtlich:
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Fläche | 64.000 Quadratmeter |
| Takt | ein Batteriesystem alle 45 Sekunden |
| Kapazität | 1.200 Stück je Tag |
| Kapazität im Jahr | bis zu 300.000 Stück |
| Beschäftigte | 500 |
| Solarmodule auf dem Dach | 11.000 |
Die fertigen Batteriesysteme gehen über eine 600 Meter lange Brücke direkt zur Fertigungslinie von Raval und ID. Polo. Die 11.000 Solarmodule auf dem Dach decken 70 Prozent des Strombedarfs der Montage.
Warum das zählt: Die Batterie ist bei Elektroautos der Engpass. Wenn die Lieferung stockt, steht die Linie — daran sind in den vergangenen Jahren mehrere Elektroprojekte hängengeblieben. Ein eigenes Batteriewerk auf demselben Gelände nimmt genau dieses Risiko heraus. Seit März 2026 läuft dort die Serienmontage.
Der Takt von 45 Sekunden ordnet die Größenordnung ein. Bei 1.200 Systemen am Tag liegt die Kapazität rechnerisch um ein Vielfaches über dem, was in Deutschland in einem ganzen Jahr vom Raval zugelassen wird. Eine Wartezeit dürfte an dieser Stelle also kaum entstehen.
Für wartende Käufer ist das die eigentlich gute Nachricht an diesem Standort. Nicht, dass irgendwo ein Werk steht, sondern dass der kritischste Zulieferteil keine tausend Kilometer mehr reisen muss, sondern 600 Meter.
Wann war der CUPRA Raval Produktionsstart?
Am 3. Juni 2026. An diesem Tag meldete der Volkswagen-Konzern den Serienstart in Martorell, ausdrücklich für den CUPRA Raval und den Volkswagen ID. Polo gemeinsam.
Dieses Datum lässt sich unabhängig prüfen, und das Ergebnis passt genau. Die amtliche Zulassungsstatistik zeigt für April nur 9 und für Mai 35 neu zugelassene Raval in Deutschland. Das sind Vorführ- und Pressefahrzeuge. Im Juni springt die Zahl auf 582.
Zwei Quellen, die sich gegenseitig stützen, sind mehr wert als eine Pressemitteilung allein. Der Serienstart im Juni ist damit nicht nur angekündigt, sondern belegt.
Hinter dem Wort Serienproduktion steckt mehr, als es klingt. Vorher baut ein Werk Vorserienfahrzeuge: einzelne Autos, teils von Hand gefügt, um Werkzeuge, Takte und Prüfschritte zu testen. Diese Wagen werden nicht verkauft. Erst wenn Linie, Zulieferer und Qualitätsprüfung zusammenpassen, gibt der Hersteller die Serie frei. Ab diesem Moment entsteht jedes Auto im selben Takt wie das nächste.
Genau deshalb ist der Serienstart die wichtigere Nachricht als jede Ankündigung davor. Ein bestellbares Auto kann es geben, ohne dass eine einzige Linie läuft. Ein Auto in Serienproduktion dagegen hat alle Prüfschritte hinter sich.
Zwischen Serienstart und erstem Kundenauto liegt trotzdem etwas Zeit. Die ersten Fahrzeuge gehen an Händler als Vorführwagen, an die Presse und in die interne Qualitätsprüfung. Erst danach füllt sich die Reihenfolge mit Kundenbestellungen.
CUPRA Raval Produktion: wie viele Autos schon ausgeliefert sind
Diese Frage war lange offen, und viele Beiträge im Netz nennen dazu bis heute das vierte Quartal 2026 als Beginn der Auslieferung. Das ist überholt. Die Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts zeigen ein anderes Bild:
| Monat 2026 | neu zugelassen | zusammen |
|---|---|---|
| April | 9 | 9 |
| Mai | 35 | 44 |
| Juni | 582 | 626 |
| Juli | 1.028 | 1.654 |
| August | 1.663 | 3.317 |
| September | 1.637 | 4.954 |
April und Mai passen zu Vorführwagen bei den Händlern. Das ist bei jedem neuen Modell so: Bevor ein Kunde sein Auto bekommt, braucht jeder Betrieb ein Fahrzeug zum Zeigen und für Probefahrten. Diese Wagen werden ganz normal zugelassen und tauchen deshalb in der Statistik auf, obwohl sie niemandem privat gehören.
Ab Juni sind es dann Kundenfahrzeuge. Über tausend Zulassungen im Monat lassen sich mit Vorführwagen nicht mehr erklären, denn kein Händlernetz braucht in jedem Monat erneut so viele Ausstellungsfahrzeuge derselben Baureihe.
Im September war der Raval damit bereits das viertstärkste Modell der gesamten Marke in Deutschland — vor dem deutlich länger verfügbaren Born.
Ein Hinweis zur Statistik: Das Kraftfahrt-Bundesamt führt keine Marke CUPRA. Alle Raval stehen dort unter SEAT, zusammen mit Formentor, Born, Tavascan und Terramar. Wer die Zahlen selbst nachschlagen will, findet den Raval also nicht unter dem Markennamen, der auf dem Auto steht.
Für eine Neubestellung heißt das trotzdem nicht, dass das Auto sofort kommt. Laufende Auslieferungen und lange Wartezeit schließen sich nicht aus, weil die Bestellungen der ersten Monate zuerst bedient werden. Die Lieferzeiten für Neubestellungen hängen deshalb an der Länge der Warteschlange, nicht am Zustand der Fertigung. Wie lange es aktuell dauert, steht im Beitrag zur Lieferzeit beim CUPRA Raval. Wie sich das günstigere Einstiegsmodell entwickelt hat, zeigt der Beitrag zum Basismodell des Raval.
Wird der CUPRA Raval in Spanien gebaut — und was bringt das?
Ja, vollständig. Fahrzeug und Batteriesystem entstehen auf demselben Gelände in Martorell. Drei Punkte sind daran praktisch relevant, und sie haben nichts mit Patriotismus zu tun.
Keine Einfuhrzölle. Zölle auf Elektroautos greifen nur bei Fahrzeugen aus Ländern außerhalb der EU. Ein in Spanien gebautes Auto ist davon nicht betroffen. Das macht die Preiskalkulation unabhängiger von handelspolitischen Entscheidungen, die niemand vorhersagen kann.
Kurze Wege. Je kürzer die Lieferkette, desto weniger Stellen gibt es, an denen sie reißen kann. Bei einem Fahrzeug aus Übersee hängt der Liefertermin zusätzlich an Schiffsverfügbarkeit, Hafenabfertigung und Zollabwicklung.
Berechenbare Qualität. Ein eingespieltes Werk mit erfahrener Mannschaft liefert gleichmäßigere Ergebnisse als ein Standort, der erst anläuft. Das ist keine Garantie, aber es senkt das Risiko.
Was die Produktion dagegen nicht leistet: Sie garantiert keinen niedrigen Preis. Eine ausgelastete Linie senkt die Kosten je Fahrzeug, aber was am Ende auf dem Preisschild steht, entscheidet der Hersteller. Die einzelnen Stufen führt der Beitrag zum Preis des CUPRA Raval auf, die Ausstattung je Linie der Beitrag zur Ausstattung und den Farben.
Wer bereits bestellt hat, muss den Fortschritt übrigens nicht erraten. Über die CUPRA ID lässt sich der Bestellstatus einsehen: „Unter ‚Meine Bestellungen’ kannst du den Status deiner Bestellung einsehen”, heißt es in der offiziellen Hilfe. Ändert sich der Status, verschickt das System automatisch eine E-Mail. Wie der Ablauf im Einzelnen aussieht, beschreibt der Beitrag zum Bestellablauf bei CUPRA.
CUPRA Werk Deutschland: Wo der Born gebaut wird
Der Born kommt aus Zwickau. CUPRA formuliert das selbst eindeutig: entwickelt in Barcelona, produziert in Zwickau. Die Fertigung des aktuellen Born startete dort im Mai 2026.
Der Grund liegt in der Fahrzeugklasse. Der Born ist deutlich größer als der Raval und nutzt die ausgewachsene Stufe des Elektro-Baukastens. Der Raval dagegen steht auf der kompakten Ausbaustufe — und die wird in Martorell gebaut, zusammen mit den anderen kleinen Elektroautos des Konzerns. Jedes Auto läuft dort, wo seine Bauweise schon zu Hause ist.
Für Käufer ist der Bauort dabei weniger entscheidend als die Größe des Autos. Beide Modelle entstehen in Europa, beide in etablierten Werken, beide ohne Zollrisiko. Worin sie sich tatsächlich unterscheiden, zeigt der Vergleich zwischen Raval und Born.
Wer nicht auf ein neu gebautes Auto warten möchte, findet sofort verfügbare Elektroautos im geprüften Gebrauchtwagen-Bestand in Wiesloch. Ob sich das Warten auf den Raval gegenüber einer Alternative lohnt, wägt der Beitrag Raval abwarten oder Alternative nehmen ab.
Quellen und Stand der Werte
- SEAT S.A.: Produktionsstandorte — welche Modelle in welchem Land gebaut werden, Beschäftigtenzahl und Exportquote, abgerufen am 08.10.2026.
- Volkswagen Group: Produktionsstart in Martorell — Mitteilung vom 3. Juni 2026 zum Serienstart von Raval und ID. Polo, Investitionssumme und Electric Urban Car Family.
- SEAT S.A.: Serienmontage der Batteriesysteme — Mitteilung vom 25. März 2026 mit Fläche, Takt, Kapazität, Brücke und Solarmodulen.
- SEAT S.A.: Eröffnung der Batteriemontage — Mitteilung vom 12. Dezember 2025 mit Investitionssumme und Bauzeit.
- CUPRA: Presseunterlagen zum Born 2026 — Entwicklung in Barcelona, Produktion in Zwickau ab Mai 2026.
- CUPRA: Produktionsstart des Terramar in Győr — Mitteilung vom 20. September 2024 zum Audi-Werk in Ungarn.
- Kraftfahrt-Bundesamt: Neuzulassungen FZ 10.1 — Monatsdateien Januar bis September 2026, eigene Auswertung der Modellreihe Raval.
Stand der Werte: 08.10.2026. Werkszuordnungen können sich im Lauf eines Modelljahres ändern. Verbindlich ist immer die Angabe des Herstellers zum Zeitpunkt der Bestellung.
Häufige Fragen
Wo wird CUPRA gebaut?
In fünf Ländern. In Spanien laufen Leon, Formentor und Raval vom Band, dazu die SEAT-Modelle Ibiza und Arona. Der Born kommt aus Zwickau in Deutschland, der Terramar aus dem Audi-Werk Győr in Ungarn, der Ateca aus Kvasiny in Tschechien und der Tavascan aus Anhui in China.
Wo werden CUPRA Autos gebaut und wer baut sie?
Gebaut werden sie von SEAT S.A. mit Sitz in Martorell bei Barcelona. Das Unternehmen betreibt drei eigene Werke in Spanien und nutzt für vier Modelle Werke anderer Marken des Volkswagen-Konzerns: in Zwickau, Győr, Kvasiny und Anhui.
Wo wird der CUPRA Raval gebaut?
In Martorell bei Barcelona, im Hauptwerk von SEAT S.A. Dort läuft er auf derselben Linie wie der Volkswagen ID. Polo. Die Serienproduktion startete am 3. Juni 2026. Entwickelt wurde der Raval ebenfalls in Barcelona.
Wird der CUPRA Raval in Spanien gebaut?
Ja, vollständig. Das Werk Martorell liegt rund dreißig Kilometer westlich von Barcelona. Auch die Batteriesysteme entstehen dort: Seit Dezember 2025 gibt es auf dem Gelände eine eigene Batteriemontage, die über eine 600 Meter lange Brücke direkt an die Fertigungslinie angeschlossen ist.
Wann war der CUPRA Raval Produktionsstart?
Am 3. Juni 2026 meldete der Volkswagen-Konzern den Serienstart in Martorell, gemeinsam mit dem Volkswagen ID. Polo. Die Zulassungszahlen des Kraftfahrt-Bundesamts bestätigen das unabhängig: Im Juni sprangen die Neuzulassungen in Deutschland von 35 auf 582 Stück.
Wo wird der CUPRA Born gebaut?
In Zwickau in Deutschland. CUPRA nennt das selbst so: Der Born wird in Barcelona entwickelt und in Zwickau produziert. Der Grund ist die Fahrzeugklasse. Der Born ist deutlich größer als der Raval, und in Martorell laufen die kompakten Elektroautos des Konzerns.
Wie groß ist das CUPRA Werk in Spanien?
Das Hauptwerk Martorell misst rund 2,8 Millionen Quadratmeter, etwa so viel wie 400 Fußballfelder. Dort arbeiten ungefähr 12.000 Menschen. 2023 verließen 443.443 Fahrzeuge das Werk. Seit der Eröffnung sind dort über 12 Millionen Autos in 45 Modellreihen entstanden.
Welche CUPRA Produktionsstandorte gibt es in Spanien?
Drei: Martorell als Hauptwerk, dazu El Prat de Llobregat und Barcelona. SEAT S.A. beschäftigt insgesamt über 14.000 Menschen und führt über 80 Prozent der gebauten Fahrzeuge in mehr als 70 Länder aus.
Wie viele CUPRA Raval sind in Deutschland schon ausgeliefert?
Von Januar bis September 2026 wurden in Deutschland 4.954 Raval neu zugelassen, davon 1.637 allein im September. Die Auslieferung läuft also seit dem Sommer. Das Kraftfahrt-Bundesamt führt die Zahlen unter der Marke SEAT, weil CUPRA dort nicht getrennt geführt wird.
Kommt ein CUPRA Modell von außerhalb Europas?
Ja, genau eines: der Tavascan. Er entsteht im Anhui-Werk des Volkswagen-Konzerns in China, entwickelt wurde auch er in Barcelona. Für Käufer in Europa ist dabei die Zollfrage entscheidend, weil Einfuhrzölle nur Fahrzeuge aus Ländern außerhalb der EU betreffen.
Was bringt die Fertigung in Europa für den Käufer?
Zwei Dinge. Erstens entfallen Einfuhrzölle, die auf Elektroautos aus Ländern außerhalb der EU erhoben werden können. Zweitens sind die Lieferwege kurz, weil Fahrzeug und Batteriesystem am selben Ort entstehen. Beides macht die Kalkulation stabiler.