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E-Mobilität & Förderung

Skoda Powerpass 2026: Was die Ladekarte kann und für wen sie sich lohnt

Skoda Powerpass 2026: vier Tarife von 0 bis 17,99 Euro, seit 1. Oktober neue Ionity-Preise. Wer dahintersteht, was die Karte kann und für wen sie sich lohnt.

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Skoda Powerpass Ladekarte am Schnelllader: freischalten per Karte oder App
Skoda Powerpass Ladekarte am Schnelllader Bild: Automobilsalon Bellemann Illustration
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    Inhalt dieses Artikels
    1. Skoda Powerpass 2026: Was die Ladekarte kann und für wen sie sich lohnt – der Überblick
    2. Kurzantwort
    3. Was ist der Skoda Powerpass?
    4. Wer ist Vertragspartner beim Skoda Powerpass?
    5. Die vier Powerpass-Tarife im Überblick
    6. Was sich zum 1. Oktober 2026 geändert hat
    7. Für wen sich welche Stufe eignet
    8. Brauche ich den Powerpass für mein Elektroauto?
    9. Ist der Powerpass besser als eine normale Ladekarte?
    10. Wie viele Ladepunkte hat der Skoda Powerpass?
    11. Für welche Skoda-Modelle gilt der Powerpass?
    12. Powerpass Karte, App oder Plug and Charge: die drei Wege zum Strom
    13. Abrechnung, Zahlung und Kündigung beim Powerpass
    14. Skoda Ladekarte, CUPRA Charging und We Charge: dasselbe System
    15. Powerpass Erfahrungen: was im Alltag häufig schiefgeht
    16. Was der Powerpass nicht leistet

    Skoda Powerpass 2026: Was die Ladekarte kann und für wen sie sich lohnt – der Überblick

    Wer ein Elektroauto von ŠKODA fährt, stößt früher oder später auf den Powerpass. Er taucht in der MyŠkoda-App auf, der Verkäufer erwähnt ihn bei der Übergabe, und spätestens an der ersten fremden Ladesäule stellt sich die Frage, ob man ihn braucht. Dieser Beitrag beantwortet, was dahintersteckt, was die vier Tarife kosten und wann sich welcher rechnet.

    Alle Angaben haben wir am 2. Oktober 2026 gegen die Powerpass-Seite von ŠKODA, die offizielle Fragenseite zum Powerpass, die Tarifseite von Elli und die Ladetarif-Übersicht von CUPRA geprüft.


    Kurzantwort


    Was ist der Skoda Powerpass?

    Der Powerpass löst ein Problem, das jeder kennt, der ein Elektroauto öffentlich lädt: Jede Ladesäule gehört einem anderen Betreiber. Und jeder Betreiber will sein eigenes Konto, seine eigene App oder seine eigene Karte. Mit dem Powerpass haben Sie einen Vertrag, eine Karte und eine Rechnung für fast alle Säulen in Deutschland und weiten Teilen Europas.

    ŠKODA beschreibt den Powerpass als öffentliche Ladelösung für Kunden mit einem elektrifizierten Modell. Das schließt die reinen Elektroautos ebenso ein wie die Modelle mit Stecker und Verbrenner. Die Karte ist eine RFID-Karte, also eine Karte, die per Funk auf kurze Entfernung erkannt wird — dasselbe Prinzip wie bei einer Hotelkarte.

    Wichtig ist der Unterschied zwischen Zugang und Strom. Der Powerpass regelt, dass Sie an einer Säule laden dürfen und zu welchem Preis. Den Strom selbst zahlen Sie immer zusätzlich nach Kilowattstunden. Eine Grundgebühr von 17,99 Euro bedeutet also nicht, dass Sie danach umsonst laden.

    Im Auto selbst zeigt sich der Powerpass vor allem in der Navigation und in der App: Ladesäulen tauchen mit Verfügbarkeit auf, und der im eigenen Tarif gültige Preis steht dabei. Das ist der eigentliche Komfortgewinn gegenüber einer losen Sammlung fremder Lade-Apps.

    Wer ist Vertragspartner beim Skoda Powerpass?

    Dieser Punkt wird oft übersehen, hat aber praktische Folgen. Auf der eigenen Powerpass-Seite schreibt ŠKODA ausdrücklich, der Powerpass sei ein Service der Firma Elli Mobility GmbH. Elli ist die Ladetochter des Volkswagen-Konzerns und tritt in der Fachsprache als Mobility Service Provider auf — als Anbieter also, der den Zugang zu fremden Ladesäulen organisiert, ohne die Säulen selbst zu betreiben.

    Für Sie heißt das: Wenn die Abrechnung klemmt, eine Säule nicht freischaltet oder der Tarif geändert werden soll, ist Elli der Ansprechpartner. ŠKODA nennt dafür auf der Powerpass-Seite die Rufnummer 00800 80 247 247 und die Adresse skoda-auto.support@elli.eco. Das Autohaus kann bei Tariffragen nicht helfen, weil es nicht Vertragspartner ist.

    Der Vertrag selbst kommt digital zustande. Eine Unterschrift auf Papier gibt es nicht. Die Nutzungsbedingungen akzeptieren Sie bei der Registrierung in der App.

    Diese Trennung erklärt auch, warum sich Preise ändern können, ohne dass ŠKODA etwas ankündigt. Wer die Konditionen im Blick behalten will, schaut in die App oder auf die Tarifseite von Elli, nicht in den Fahrzeugprospekt.

    Die vier Powerpass-Tarife im Überblick

    ŠKODA führt vier Stufen. Sie unterscheiden sich in der monatlichen Grundgebühr und darin, für welche Ladesäulen feste Preise gelten.

    TarifGrundgebührIonity je kWhsonstige Säulen
    Charge Basic0,00 €Preis des BetreibersPreis des Betreibers
    Ionity Charge Boost5,99 €0,53 €Preis des Betreibers
    Ionity Charge Ultra11,99 €0,42 €Preis des Betreibers
    Charge Premium17,99 €0,42 €ab 0,50 € Wechselstrom, ab 0,69 € Gleichstrom

    Charge Basic ist der Einstieg ohne Grundgebühr. Sie zahlen an jeder Säule das, was der Betreiber gerade verlangt. ŠKODA nennt das flexible Preise. Für alle, die zu Hause laden und nur gelegentlich unterwegs Strom brauchen, ist das die vernünftige Wahl.

    Ionity Charge Boost und Ionity Charge Ultra zielen beide auf dasselbe: günstigeres Laden an den Schnellladesäulen von Ionity, die vor allem an Autobahnen stehen. Der Unterschied liegt nur im Verhältnis von Grundgebühr zu Strompreis. Boost kostet weniger im Monat, Ultra weniger je Kilowattstunde.

    Charge Premium ist die einzige Stufe mit festen Preisen auch jenseits von Ionity. Dort kostet Wechselstrom ab 0,50 Euro und Gleichstrom ab 0,69 Euro je Kilowattstunde. Dazu kommt Zugriff auf ein ausgewähltes Partnernetz zu einem eigenen Preis.

    Ein Hinweis zur Einordnung: Die Grundgebühr ist kein Guthaben. Sie verfällt am Monatsende, egal ob Sie geladen haben oder nicht. Wer im Winter viel und im Sommer wenig unterwegs ist, kann deshalb zwischen den Stufen wechseln, statt das ganze Jahr denselben Tarif zu zahlen. Welche Stufe sich ab welcher Lademenge trägt, haben wir bei den Kosten des Powerpass im Einzelnen nachgerechnet. Wie Sie die Stufen gegen andere Anbieter stellen, steht im Vergleich der Lade-Karten für ŠKODA, SEAT und CUPRA.

    Was sich zum 1. Oktober 2026 geändert hat

    Zum 1. Oktober 2026 sind die Ionity-Preise im Powerpass gestiegen. Im Tarif Ionity Charge Boost kostet die Kilowattstunde seitdem 0,53 Euro, in Ionity Charge Ultra und Charge Premium 0,42 Euro. Die monatlichen Grundgebühren blieben unverändert.

    Dass dieses Datum stimmt, lässt sich unabhängig prüfen: Ionity selbst führt seine aktuelle Preisliste mit dem Stand 1. Oktober 2026. Die Anpassung betrifft also nicht nur ŠKODA, sondern das Preisgefüge bei Ionity insgesamt.

    Für die Rechnung heißt das: Die Ionity-Tarife bleiben günstiger als der Normalpreis an diesen Säulen, aber der Abstand ist kleiner geworden. Wer einen der beiden Ionity-Tarife wegen eines bestimmten Preises abgeschlossen hat, sollte einmal nachrechnen, ob die Stufe noch passt.

    Für den Einstiegstarif Charge Basic ändert sich an der Rechenweise nichts. Dort galt ohnehin immer der Preis des jeweiligen Betreibers, und der schwankt unabhängig von solchen Anpassungen.

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      Für wen sich welche Stufe eignet

      Die Entscheidung hängt an einer einzigen Frage: Wie viele Kilowattstunden laden Sie im Monat unterwegs — und davon wie viele bei Ionity?

      Vier Fälle decken fast alle Fahrer ab. Wer eine eigene Wallbox hat und selten weit fährt, bleibt bei Charge Basic. Wer regelmäßig bei Ionity lädt, fährt mit Ionity Charge Boost. Wer dort mehr als rund eine volle Akkuladung im Monat zieht, mit Ionity Charge Ultra. Und wer gar keine Lademöglichkeit zu Hause hat, findet in Charge Premium die einzige Stufe mit festen Preisen auch jenseits von Ionity.

      Die genauen Schwellen lassen sich ausrechnen, weil der Abstand zwischen den Stufen feststeht. Wir haben das bei den Kosten des Powerpass mit allen Zahlen durchgerechnet.

      Eine ehrliche Einordnung gehört dazu: Wer zu Hause laden kann, zahlt dort meist deutlich weniger als an jeder öffentlichen Säule. Der Powerpass ist für die Strecke gedacht, nicht für den Alltag vor der eigenen Tür. Wie Sie unterwegs am besten vorgehen, steht in unserem Beitrag zum Schnellladen unterwegs.

      Brauche ich den Powerpass für mein Elektroauto?

      Nötig ist er nicht. An den meisten Säulen in Deutschland können Sie seit einigen Jahren auch ohne Vertrag direkt bezahlen, per Karte oder Handy. Das nennt sich Ad-hoc-Laden und ist gesetzlich vorgeschrieben. Es ist allerdings fast immer der teuerste Weg.

      Der Powerpass ist also kein Muss, sondern eine Bequemlichkeit mit Preisvorteil. Drei Gründe sprechen für ihn: Er steckt in der App, die Sie ohnehin fürs Auto nutzen. Ladesäulen tauchen samt gültigem Preis in der Navigation auf. Und am Monatsende kommt eine Rechnung statt fünf.

      Für wen lohnt sich die Anmeldung trotzdem auch ohne bezahlten Tarif? Für fast jeden, der ein Elektroauto fährt. Charge Basic kostet nichts, die Karte kostet nichts, und im Zweifel haben Sie an einer fremden Säule eine Möglichkeit mehr, überhaupt Strom zu bekommen. Genau als diese Rückfallebene ist der Einstiegstarif sinnvoll.

      Wer dagegen ausschließlich zu Hause lädt und das Auto nie über die Region hinaus bewegt, braucht weder Karte noch Tarif. Dann reicht die Wallbox in der Garage.

      Ist der Powerpass besser als eine normale Ladekarte?

      Beim Komfort hat der Powerpass einen klaren Vorsprung, beim Preis nicht automatisch. Das ist der ehrliche Stand.

      Für den Powerpass spricht die Einbindung. Er kommt aus derselben App wie der Fahrzeugstatus, zeigt Ladepunkte in der Navigation und braucht keine zusätzliche Anmeldung. Wer mehrere Lade-Apps auf dem Handy hatte, weiß, wie viel das wert ist.

      Gegen eine Festlegung spricht der Preis. Der Powerpass ist auf das Ionity-Netz hin gebaut, das vor allem an Autobahnen steht. Wer dort selten lädt und stattdessen in der Stadt oder beim Einkaufen Strom zieht, zahlt bei anderen Anbietern womöglich weniger. Die Stufen ohne Ionity-Bezug bieten außerhalb von Charge Premium keinen festen Preis.

      Ein zweiter Punkt: Viele Fahrer nutzen bewusst zwei Karten — eine fürs Schnellladen auf der Strecke, eine für den Alltag. Weil der Powerpass im Basic-Tarif nichts kostet, lässt er sich problemlos als zweite Karte halten. Eine Entscheidung gegen alle anderen Anbieter ist er nicht.

      Wie viele Ladepunkte hat der Skoda Powerpass?

      Die Zahl der Ladepunkte nennen die Quellen unterschiedlich. Die deutsche ŠKODA-Seite spricht von rund einer Million, die internationale Fragenseite von mehr als 850.000, Elli selbst von mehr als einer Million. Wir nennen die Spanne, statt eine Zahl auszuwählen, die besser klingt. Die Größenordnung reicht in jedem Fall für Deutschland und die meisten europäischen Länder.

      Wichtiger als die Gesamtzahl ist der Unterschied zwischen “geht überhaupt” und “geht günstig”. Laden können Sie in allen Tarifen fast überall. Einen festen, vorher bekannten Preis bekommen Sie aber nur dort, wo Ihr Tarif ihn vorsieht: bei Ionity in den beiden Ionity-Tarifen, bei allen Powerpass-Säulen erst mit Charge Premium.

      Dazu kommt ein ausgewähltes Partnernetz, das Elli als Selected Partner Network führt. Dort gelten im Premium-Tarif eigene Konditionen. Zum Stand 2. Oktober 2026 nennt Elli dafür Ionity, Ewiva, die Ladeparks von Audi, Zunder, Aral pulse, Mer Austria, Powerdot France und Mer Sweden. Diese Liste ändert sich, ein Blick in die App vor der Fahrt lohnt sich.

      An dieser Liste lässt sich auch ablesen, worauf der Dienst ausgelegt ist: Es sind überwiegend Schnelllader an Fernstraßen, dazu Netze in Österreich, Frankreich, Spanien und Schweden. Für Fahrten ins europäische Ausland ist das ein echter Vorteil, weil dieselbe Karte und dieselbe Abrechnung gelten. Im Alltag zu Hause spielt das Partnernetz dagegen kaum eine Rolle — dort laden die meisten an der eigenen Wallbox oder an kommunalen Säulen, die nicht dazugehören.

      Für welche Skoda-Modelle gilt der Powerpass?

      ŠKODA nennt als Voraussetzung ein elektrifiziertes Modell. Das umfasst die reinen Elektroautos ebenso wie die Modelle mit Stecker und zusätzlichem Verbrenner. Eine Einschränkung auf bestimmte Baureihen gibt es nicht.

      Praktisch heißt das: Enyaq, Elroq, Epiq und Peaq sind ebenso eingeschlossen wie die aufladbaren Hybridmodelle. Welche Ladeleistung Ihr Auto tatsächlich aufnimmt, entscheidet dabei das Fahrzeug, nicht der Tarif. Der Powerpass regelt nur Zugang und Preis.

      Dieser Unterschied ist wichtig für die Erwartung an einen Ladestopp. Ein Auto, das an der Gleichstromsäule nur mit begrenzter Leistung lädt, wird mit dem teuersten Tarif nicht schneller voll. Umgekehrt nützt eine hohe mögliche Ladeleistung wenig, wenn die Säule weniger hergibt. Was Ihr Modell kann, steht in den jeweiligen Beiträgen — etwa zu den Ladezeiten beim ŠKODA Epiq, zur Ladeleistung des ŠKODA Peaq oder zum Laden des ŠKODA Elroq.

      Für Modelle mit Stecker und Verbrenner lohnt sich eine nüchterne Rechnung. Deren Akkus sind klein, ein Ladestopp bringt wenig Reichweite. Ein bezahlter Tarif rechnet sich dort fast nie — der kostenlose Einstiegstarif als Rückfallebene dagegen schon.

      Powerpass Karte, App oder Plug and Charge: die drei Wege zum Strom

      ŠKODA nennt drei Möglichkeiten, einen Ladevorgang zu starten. Die RFID-Karte halten Sie an das Lesefeld der Säule. Über die MyŠkoda-App wählen Sie den Ladepunkt im Handy aus. Und mit Plug and Charge erkennt die Säule das Auto über das Kabel, ganz ohne Karte und App.

      Plug and Charge ist dabei kein Selbstläufer. Laut Elli gibt es die Funktion erst ab dem Ionity-Boost-Tarif, im Einstiegstarif Charge Basic also nicht. Und die Säule muss es ebenfalls unterstützen. ŠKODA weist ausdrücklich darauf hin, dass nicht alle Stationen alle drei Wege beherrschen. Deshalb gehört die Karte ins Handschuhfach, auch wenn Sie meist die App benutzen.

      Die Karte selbst ist kostenlos. Sie bestellen sie bei der Anmeldung in der MyŠkoda-App gleich mit, laut ŠKODA kommt sie in fünf bis sieben Arbeitstagen. Danach müssen Sie sie in der App mit Ihrem Konto koppeln — ohne diesen Schritt bleibt sie an der Säule wirkungslos. Geht sie verloren, sperren Sie sie in der App unter dem Punkt Charging Cards.

      Ein praktischer Nebeneffekt: Die Karte schaltet auch die heimische Ladestation frei, wenn es ein iV Charger Connect oder Connect+ ist. Am Strompreis zu Hause ändert das nichts, es spart aber einen zweiten Schlüssel.

      Abrechnung, Zahlung und Kündigung beim Powerpass

      Jeder Ladevorgang wird einzeln abgerechnet, sobald er beendet ist. Die monatliche Grundgebühr bucht Elli in den ersten drei Arbeitstagen des Folgemonats ab. Als Zahlungsmittel akzeptiert Elli Visa, Mastercard und PayPal. Eine Lastschrift vom Girokonto ist nicht vorgesehen — wer keine Kreditkarte hat, braucht also ein PayPal-Konto.

      Gekündigt wird in der App. Unter dem Punkt Charging plan schalten Sie die monatliche Verlängerung ab, die Kündigung wirkt zum Monatsende. Wer sofort aussteigen will, wendet sich an den Kundenservice von Elli.

      Ein Punkt, der in keiner Broschüre steht, aber regelmäßig für Ärger sorgt: Der Vertrag hängt an Ihnen, nicht am Auto. Wenn Sie das Fahrzeug verkaufen, endet der Powerpass nicht von allein. Die Grundgebühr läuft weiter, bis Sie die Verlängerung aktiv abschalten.

      Zu den Kosten gehören außerdem Gebühren, die anfallen, wenn das Auto nach dem Laden an der Säule stehen bleibt. Diese sogenannten Blockiergebühren unterscheiden sich je Tarif und je Betreiber. Die im gewählten Tarif gültigen Konditionen lassen sich in der App anzeigen, wenn Sie den jeweiligen Ladepunkt auswählen. Ein Blick dorthin vor dem Anstecken erspart Überraschungen auf der Rechnung.

      Skoda Ladekarte, CUPRA Charging und We Charge: dasselbe System

      Wer neben dem ŠKODA noch ein anderes Konzernfahrzeug fährt, stolpert über verschiedene Namen für dieselbe Sache. Elli schreibt auf der eigenen Tarifseite, dass die Tarifmodelle für CUPRA Charging, Powerpass und Volkswagen We Charge vereinheitlicht wurden.

      Die Stufen heißen allerdings unterschiedlich. Bei CUPRA sind es Free, IONITY Flex, IONITY Pro und Premium, bei ŠKODA Charge Basic, Ionity Charge Boost, Ionity Charge Ultra und Charge Premium. Die Grundgebühren sind in beiden Fällen identisch: 0,00, 5,99, 11,99 und 17,99 Euro im Monat.

      Das ist mehr als eine Randnotiz. Wer von einem CUPRA auf einen ŠKODA wechselt oder in der Familie beide Marken fährt, muss die Namen nicht neu lernen — nur die Zuordnung. Wie das auf der CUPRA-Seite aussieht, steht im Beitrag zu den Ladezeiten und Tarifen beim CUPRA Born.

      Elli bietet dieselben Tarife übrigens auch unter eigenem Namen an, und zwar laut eigener Aussage für Fahrer anderer Marken. Der Powerpass ist damit keine technische Besonderheit von ŠKODA, sondern die ŠKODA-Variante eines Konzernangebots.

      Powerpass Erfahrungen: was im Alltag häufig schiefgeht

      Der Ablauf klingt einfach: Karte dran, laden, fertig. In der Praxis gibt es ein paar wiederkehrende Stolperstellen, die man kennen sollte.

      Die Karte ist da, funktioniert aber nicht. Das ist der häufigste Fall nach der Anmeldung und hat fast immer dieselbe Ursache: Die Karte wurde nicht in der App mit dem Konto gekoppelt. ŠKODA nennt diesen Schritt ausdrücklich, er geht beim Auspacken aber leicht unter. Ohne Kopplung ist die Karte an der Säule nur ein Stück Plastik.

      Die Säule nimmt die Karte nicht an. Nicht jede Station beherrscht alle drei Wege. Wenn die Karte nicht erkannt wird, lohnt der Versuch über die App — und umgekehrt. Deshalb ist es sinnvoll, beides parat zu haben, statt sich auf einen Weg zu verlassen.

      Der Preis an der Säule weicht von der Erwartung ab. Das passiert in allen Tarifen außer Charge Premium an Säulen außerhalb des Ionity-Netzes. Dort gilt der Preis des Betreibers, und der steht nicht im Tarif. Was gerade gilt, zeigt die App beim Auswählen des Ladepunkts an. Dieser Blick vor dem Anstecken ist der wirksamste Schutz vor einer überraschenden Rechnung.

      Die Abbuchung kommt später als gedacht. Ladevorgänge werden einzeln abgerechnet, die Grundgebühr aber erst in den ersten drei Arbeitstagen des Folgemonats. Auf dem Kontoauszug tauchen deshalb mehrere Beträge zu verschiedenen Zeitpunkten auf. Das ist kein Fehler, sondern das vorgesehene Verfahren.

      Bei allen Fällen, die sich nicht in der App lösen lassen, führt der Weg zu Elli, nicht zu ŠKODA und nicht ins Autohaus. Das ist die praktische Folge daraus, wer hier Vertragspartner ist.

      Was der Powerpass nicht leistet

      Drei Grenzen sollte man kennen, bevor man abschließt.

      Er ist nicht automatisch der günstigste Anbieter. Der Powerpass ist bequem, weil er zum Auto gehört und in der App auftaucht. Günstiger als jede andere Ladekarte ist er deshalb nicht. Ein Vergleich lohnt sich, besonders für alle, die selten bei Ionity laden.

      Er ersetzt die Wallbox nicht. Zu Hause laden bleibt der günstigste Weg. Der Powerpass kann die heimische Ladestation zwar freischalten — am Strompreis zu Hause ändert er nichts.

      Er schützt nicht vor schwankenden Preisen. In allen Tarifen außer Charge Premium gilt an fremden Säulen der Preis des Betreibers, und der kann sich ändern. ŠKODA nennt das flexible Preise. Was gerade gilt, steht in der App, wenn Sie den Ladepunkt auswählen.

      Wer das Elektroauto ohnehin gerade erst anschafft, sollte die Ladekosten zusammen mit den übrigen Posten rechnen. Für die Anschaffung selbst gibt es derzeit Zuschüsse: Wie viel Ihnen zusteht, zeigt unser Rechner zur E-Auto-Förderung nach Einkommen und Kinderzahl. Und wer ein Elektroauto fährt, kann sich die eingesparten Emissionen einmal im Jahr vergüten lassen — das läuft über die THG-Quote.

      Quellen

      Stand der Angaben: 2. Oktober 2026. Preise und Partnernetze können sich ändern; maßgeblich ist immer die Anzeige in der MyŠkoda-App beim jeweiligen Ladepunkt.

      Häufige Fragen

      Was ist der Skoda Powerpass?

      Der Powerpass ist eine Ladekarte samt App, mit der Sie Ihr elektrifiziertes ŠKODA-Modell an öffentlichen Ladesäulen freischalten und bezahlen. Statt bei jedem Betreiber ein eigenes Konto zu haben, rechnen Sie alles über einen Vertrag ab. Die Karte selbst kostet nichts, die Tarife unterscheiden sich in Grundgebühr und Strompreis.

      Wer ist Vertragspartner beim Skoda Powerpass?

      Nicht ŠKODA, sondern die Elli Mobility GmbH. ŠKODA schreibt das auf der eigenen Powerpass-Seite ausdrücklich: Der Powerpass ist ein Service der Firma Elli Mobility GmbH. Elli gehört zum Volkswagen-Konzern. Praktisch heißt das: Bei Fragen zu Vertrag, Tarif oder Rechnung ist Elli zuständig, nicht das Autohaus und nicht ŠKODA.

      Brauche ich den Powerpass für mein Elektroauto?

      Nötig ist er nicht. An vielen Säulen können Sie auch ohne Vertrag per Karte oder Handy direkt bezahlen, und es gibt Ladekarten anderer Anbieter. Der Powerpass ist vor allem bequem, weil er in der MyŠkoda-App steckt und alles über eine Rechnung läuft. Wer zu Hause lädt und selten unterwegs Strom braucht, kommt mit dem kostenlosen Basic-Tarif als Rückfallebene gut zurecht.

      Ist der Powerpass besser als eine normale Ladekarte?

      Beim Komfort ja, beim Preis nicht automatisch. Der Powerpass ist ins Auto und in die App eingebunden, zeigt Ladepunkte in der Navigation und rechnet alles gebündelt ab. Günstiger als jede andere Karte ist er deshalb nicht. Besonders wer selten bei Ionity lädt, sollte die Preise anderer Anbieter gegenrechnen.

      Was hat sich zum 1. Oktober 2026 geändert?

      Die Preise für das Laden bei Ionity sind gestiegen. Im Tarif Ionity Charge Boost kostet die Kilowattstunde jetzt 0,53 Euro, in Ionity Charge Ultra und Charge Premium 0,42 Euro. Die monatlichen Grundgebühren sind unverändert geblieben. Ionity selbst führt seine Preisliste ebenfalls mit Stand 1. Oktober 2026.

      Wie viele Ladepunkte hat der Skoda Powerpass?

      Die Angaben gehen auseinander. Die deutsche ŠKODA-Seite nennt rund eine Million Ladepunkte in Europa, die internationale Fragenseite spricht von mehr als 850.000, und Elli selbst schreibt von mehr als einer Million. Verlässlich ist die Größenordnung: ein hoher sechsstelliger bis siebenstelliger Bereich, der die großen Netze in Deutschland und den meisten europäischen Ländern abdeckt.

      Kann man den Powerpass ohne Skoda nutzen?

      Den Powerpass selbst bekommen Sie über die MyŠkoda-App, er ist also an ein ŠKODA-Konto gebunden. Das dahinterliegende Tarifmodell von Elli gibt es aber auch unter eigenem Namen und steht laut Elli Fahrern anderer Marken offen. Wer kein ŠKODA-Modell fährt, schließt den Vertrag dann direkt bei Elli statt über den Powerpass.

      Wie bekomme ich die Powerpass-Karte und wie lange dauert das?

      Sie melden sich in der MyŠkoda-App an und gehen im Profil auf den Punkt Powerpass. Dort wählen Sie den Tarif und bestellen die Karte gleich mit. Laut ŠKODA kommt die Karte in fünf bis sieben Arbeitstagen und kostet nichts. Danach koppeln Sie sie in der App mit Ihrem Konto, sonst funktioniert sie an der Säule nicht.

      Wie wird beim Powerpass abgerechnet?

      Jeder Ladevorgang wird einzeln nach Abschluss berechnet. Die monatliche Grundgebühr zieht Elli in den ersten drei Arbeitstagen des Folgemonats ein. Als Zahlungsmittel akzeptiert Elli Visa, Mastercard und PayPal. Ein Lastschriftverfahren vom Konto ist dafür nicht vorgesehen.

      Kann ich den Powerpass monatlich kündigen?

      Ja. In der App lässt sich unter dem Punkt Charging plan die monatliche Verlängerung abschalten. Die Kündigung wirkt dann zum Monatsende. Wer sofort aussteigen will, muss sich an den Kundenservice von Elli wenden.

      Muss ich den Powerpass kündigen, wenn ich das Auto verkaufe?

      Der Powerpass-Vertrag läuft auf Sie als Person, nicht auf das Fahrzeug. Er endet also nicht automatisch mit dem Verkauf. Wenn Sie danach kein Elektroauto mehr fahren, sollten Sie die monatliche Verlängerung in der App aktiv abschalten, sonst läuft die Grundgebühr weiter.

      Was ist der Unterschied zwischen Powerpass und CUPRA Charging?

      Technisch steckt dasselbe System von Elli dahinter. Elli schreibt selbst, dass die Tarifmodelle von CUPRA Charging, Powerpass und Volkswagen We Charge vereinheitlicht wurden. Unterschiedlich sind die Namen: Bei CUPRA heißen die vier Stufen Free, IONITY Flex, IONITY Pro und Premium, bei ŠKODA Charge Basic, Ionity Charge Boost, Ionity Charge Ultra und Charge Premium. Die Grundgebühren sind in beiden Fällen gleich.

      Ab welchem Tarif gibt es Plug and Charge?

      Laut Elli ab dem Ionity-Boost-Tarif und aufwärts. Im Einstiegstarif Charge Basic ist Plug and Charge nicht enthalten. Dabei erkennt die Ladesäule das Auto am Kabel, ohne dass Sie Karte oder App brauchen. Unterstützen muss das aber auch die Säule selbst.

      Lohnt sich der Skoda Powerpass?

      Für wen er sich lohnt, entscheidet die Lademenge unterwegs. Wer eine eigene Wallbox hat und selten auf der Autobahn lädt, braucht keinen bezahlten Tarif und ist mit Charge Basic richtig. Wer monatlich mehr als eine Akkuladung bei Ionity zieht, spart mit einem der Ionity-Tarife. Charge Premium rechnet sich fast nur ohne eigene Lademöglichkeit zu Hause.

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