- Skoda Peaq RS 2026: Leistung, Preis und was ihn vom Peaq 90x unterscheidet
- Skoda Peaq Ladeleistung 2026: 160 und 199 kW, Ladezeiten und was die geteilte Säule kostet
- Skoda Peaq Preis 2026: ab 49.900 Euro — was wirklich drin ist und was extra kostet
- Skoda Peaq Reichweite 2026: 642 km nach WLTP — und was davon real übrig bleibt
- Škoda Peaq Innenraum 2026: Die dritte Sitzreihe kostet 990 Euro Aufpreis
- Skoda Peaq Bestellstart 2026: seit dem 24. Juni bestellbar — alle Termine im Überblick
- Skoda Peaq vs Vision 7S 2026: Unterschiede zwischen Konzept und Serien-Flaggschiff
- Škoda Peaq Leasing 2026: 284 Euro im Monat – und was in der Rate fehlt
- Skoda Peaq vs Enyaq 2026: Welches Elektro-SUV für welches Profil passt
- Hat der Škoda Peaq ein Panoramadach? Warum die Antwort die Ausstattungslinie entscheidet
- Skoda Peaq Weltpremiere 2026: Alle bestätigten Daten zum 7-Sitzer
- Skoda Peaq Konfigurator 2026: welche Pakete sich wirklich lohnen — und welche nur teuer sind
- Skoda Peaq Förderung 2026: Kaufprämie, BAFA-Antrag und bis zu 6.000 Euro Zuschuss
- Skoda Peaq Winter-Reichweite und Wärmepumpe 2026: Was bei Kälte vom 642-Kilometer-Versprechen bleibt
- Skoda Peaq Connect, MyŠkoda-App und Software 2026: Fernsteuerung, Vorklimatisierung und Over-the-Air-Updates
- Skoda Peaq bestellen 2026: jetzt direkt bestellbar statt warten
- Skoda Peaq 2026 warten oder Alternative: Lohnt sich Geduld oder ein sofort verfügbarer 7-Sitzer-Stromer?
- Škoda Peaq 60, 90 oder 90x: Reichweite, Leistung & welche Variante sich 2026 lohnt
- Skoda Peaq vs Kodiaq 2026: Elektro-7-Sitzer oder Verbrenner?
- Škoda Peaq gegen Kia EV9, Hyundai Ioniq 9 und Peugeot e-5008: welcher 7-Sitzer-Stromer 2026?
- Škoda Peaq in der Autostadt Wolfsburg: sehen ja, fahren nein — Eintritt frei
- Skoda Peaq Dienstwagen 2026: Geldwerter Vorteil, 0,25 Prozent Regelung und echte Kosten
- Škoda Peaq Lieferzeit 2026: Wann kommt der Wagen nach der Weltpremiere?
- Škoda Peaq Preisliste 2026: offizielle Preise ab 49.900 Euro sind da
- Škoda Peaq Selection oder Sportline 2026: welche Ausstattungslinie sich lohnt
- Škoda Peaq Sitzbelüftung (2026): 340 Euro – aber nur mit einer Bedingung
- Ohne laufenden Motor übernachten: Škoda Peaq Camping-Modus ab 30 Prozent
- Škoda Peaq Reichweitenrekord: 936 Kilometer ohne einen einzigen Ladestopp
- Skoda Peaq Anhängelast: 2.000 kg für den 90x — aber nur 72 kg Stützlast
- Škoda Peaq Probefahrt 2026: ab wann sie möglich ist und wo der Peaq jetzt schon steht
- Skoda Peaq als Familienauto 2026: Kindersitze, Isofix-Plätze und Sicherheit im 7-Sitzer
- Skoda Peaq Technische Daten 2026: Datenblatt mit PS, Akku, Reichweite und Maßen
- Skoda Peaq Farben und Ausstattung 2026: Lackierungen, Linien und Serienumfang
- Skoda Peaq Wartung, Inspektion und Garantie 2026: Intervalle, Kosten und Garantiezeiten
- Škoda Peaq Sonnenschutz (2026): Warum es keine Sonnenschutzrollos mehr gibt
- Größter Škoda seit 30 Jahren läuft vom Band: Wo wird der Peaq gebaut?
Inhalt dieses Artikels
- Skoda Peaq bidirektionales Laden: was Serie ist und was dazukommt
- Kurzantwort
- Kann der Skoda Peaq bidirektional laden?
- Skoda Peaq V2L und V2H: zwei Wege, Strom aus dem Akku zu holen
- Muss man bidirektionales Laden beim Skoda Peaq extra bestellen?
- Hat der Skoda Peaq eine Steckdose im Kofferraum?
- Skoda Peaq Vehicle to Load: was an der Steckdose läuft
- Gibt es einen Skoda Peaq V2L Adapter?
- Skoda Peaq Vehicle to Home: welche Wallbox Strom ins Haus bringt
- Warum die 77-Kilowattstunden-Grenze beim Skoda Peaq nicht gilt
- Kann der Skoda Peaq 60 bidirektional laden?
- Skoda Peaq V2G: Strom zurück ins öffentliche Netz?
- Lohnt sich bidirektionales Laden beim Skoda Peaq?
- Was Škoda zum bidirektionalen Laden des Peaq noch nicht sagt
- Bidirektionales Laden bei Peaq, Epiq und Elroq: kurz eingeordnet
- Quellen und weiterführende Informationen
Skoda Peaq bidirektionales Laden: was Serie ist und was dazukommt
Beim Škoda Peaq fließt der Strom nicht nur in den Akku hinein. Er kann ihn auch wieder abgeben. Fachleute nennen das bidirektionales Laden (Laden in beide Richtungen, also hinein und wieder heraus). Aus dem großen Siebensitzer wird damit eine Stromquelle für Geräte, für das eigene Haus und später vielleicht für das öffentliche Netz.
Genau hier geraten leicht drei Dinge durcheinander: was der Peaq ab Werk mitbringt, was zusätzlich gekauft werden muss und für welche Versionen das überhaupt gilt. Dieser Beitrag trennt das sauber — nach den Angaben aus dem Presse-FAQ von Škoda Deutschland, der offiziellen Preisliste und der Technikseite zum Peaq.
Eine Überraschung vorweg: Nicht jeder Peaq hat die 230-Volt-Steckdose im Kofferraum serienmäßig. Beim Selection kostet sie extra.
Kurzantwort
Kann der Skoda Peaq bidirektional laden?
Ja, der Škoda Peaq kann bidirektional laden. Škoda Deutschland schreibt im Presse-FAQ zum Peaq, dass alle Antriebsvarianten diese Funktion unterstützen. Die im Akku gespeicherte Energie lässt sich damit außerhalb des Fahrzeugs nutzen: für Geräte, für das Haus und später für das Netz.
Auf der Technikseite zum Peaq formuliert Škoda es noch direkter. Mit bidirektionalem Laden könne der Peaq nicht nur Energie beziehen, sondern auch abgeben. Die Hochvoltbatterie (der große Antriebsakku, nicht die kleine Bordbatterie) versorgt dann externe Geräte und macht das Auto zu einer mobilen Energiequelle.
Das gilt ausdrücklich nicht nur für eine Topversion. Wer sich den Peaq 60 mit dem kleineren Akku ansieht, bekommt dieselbe Grundfunktion wie beim Peaq 90 oder beim Allradler 90x. Woher die Zahl von 77 Kilowattstunden stammt, die im Zusammenhang mit der passenden Wallbox genannt wird, erklärt ein eigener Abschnitt weiter unten.
Skoda Peaq V2L und V2H: zwei Wege, Strom aus dem Akku zu holen
Hinter den Abkürzungen stecken zwei sehr unterschiedliche Anwendungen. Der Unterschied entscheidet darüber, was Sie zusätzlich kaufen müssen.
V2L meint den einfachsten Fall. Das Auto versorgt ein angeschlossenes Gerät direkt mit Strom. Škoda nennt als Beispiele das Laden eines E-Bikes, das Betreiben von Campingausrüstung und alltägliche Aktivitäten im Freien. Der ADAC beschreibt diesen Betrieb als Inselbetrieb: Es gibt keine Verbindung zum Hausnetz oder zum öffentlichen Stromnetz, und es braucht keine besondere Wallbox, sondern nur einen Anschluss am Fahrzeug.
V2H geht einen Schritt weiter. Hier speist der Peaq Strom in ein kompatibles Hausenergiesystem zurück. Der Akku arbeitet dann wie ein großer Stromspeicher für den Haushalt. Dafür braucht es eine eigene Installation im Haus mit zusätzlicher Technik an der Wand.
Die dritte Stufe heißt V2G und bedeutet Rückspeisung ins öffentliche Netz. Škoda nennt sie für den Peaq, stellt sie aber unter den Vorbehalt rechtlicher Rahmenbedingungen. Mehr dazu weiter unten.
Wer nur die Kühlbox auf dem Campingplatz betreiben möchte, braucht also etwas ganz anderes als jemand, der den Solarstrom vom Mittag abends im Haus nutzen will. Genau deshalb lohnt es sich, beide Fälle getrennt zu betrachten.
Muss man bidirektionales Laden beim Skoda Peaq extra bestellen?
Nein, extra bestellen muss man die Grundlage nicht. Die offizielle Preis- und Ausstattungsübersicht zum Peaq mit Stand 23. Juni 2026 führt die Vorbereitung für bidirektionales Laden bei Selection und bei Sportline als Serienausstattung. Ein Aufpreis oder ein Paket ist dafür nicht nötig.
Das Wort „Vorbereitung“ verdient trotzdem Aufmerksamkeit. Es beschreibt die Fähigkeit des Fahrzeugs, nicht ein fertiges Komplettpaket. Was im Karton des Autos fehlt, ist die jeweilige Gegenstelle: für Geräte der Adapter am Ladeanschluss oder die Steckdose im Kofferraum, für das Haus eine passende Wallbox.
Für Käufer ist das eine gute Nachricht. Die Entscheidung für oder gegen Vehicle-to-Home muss nicht beim Bestellen fallen. Wer den Peaq heute konfiguriert und erst in zwei Jahren eine Solaranlage mit Hausspeicher plant, verbaut sich nichts.
Hat der Skoda Peaq eine Steckdose im Kofferraum?
Ja, die gibt es — aber nicht bei jedem Peaq ab Werk. Laut Preisliste vom 23. Juni 2026 liefert die 230-Volt-Steckdose im Gepäckraum bis zu 3,6 Kilowatt. Beim Peaq Sportline ist sie serienmäßig. Beim Selection ist sie Bestandteil des Ausstattungspakets Clever, das 1.600 Euro kostet.
Diese Unterscheidung geht leicht unter. Das Presse-FAQ von Škoda bestätigt dieselbe Zuordnung: Dort steht die Steckdose ausdrücklich in der Liste des Pakets Clever, zusammen mit elektrisch einstellbaren Vordersitzen, Phonebox und Travel Assist.
Für die Kaufentscheidung heißt das: Wer beim Selection bleiben möchte und die Steckdose regelmäßig nutzen will, sollte das Paket Clever mit einplanen. Ob sich das rechnet, hängt vom Rest des Pakets ab. Einen genauen Vergleich der beiden Linien liefert der Beitrag Škoda Peaq Selection oder Sportline.
Die Steckdose ist die bequemste Form von Vehicle-to-Load. Man steckt einen normalen Stecker ein und nutzt den Strom direkt im oder am Kofferraum, ohne Zubehör.
Skoda Peaq Vehicle to Load: was an der Steckdose läuft
Mit bis zu 3,6 Kilowatt ist die Leistung der Steckdose begrenzt, für viele Anwendungen aber mehr als ausreichend. Škoda nennt für den Peaq das Laden von E-Bikes, Campingausrüstung und Aktivitäten im Freien. Typisch sind also Geräte, die man beim Ausflug, beim Camping oder bei der Gartenarbeit ohnehin dabeihat.
Wichtig ist eine ehrliche Rechnung, denn der Strom kommt aus dem Fahrakku. Laut Presse-FAQ verbraucht der Peaq nach dem WLTP-Verfahren (dem einheitlichen EU-Messzyklus für Verbrauch und Reichweite) zwischen 14,9 und 18,6 Kilowattstunden auf 100 Kilometer, je nach Version und Linie. Rechnerisch fährt er mit einer Kilowattstunde also etwa 5,4 bis 6,7 Kilometer. Jede Kilowattstunde, die an ein Gerät geht, fehlt ungefähr in dieser Größenordnung.
Dazu kommt ein Punkt, den viele unterschätzen. Der ADAC hat im Juni 2026 sechs Elektroautos anderer Marken beim Vehicle-to-Load untersucht. Bei fünf davon ließ sich der Eigenverbrauch messen: Sie zogen während der Stromabgabe zusätzlich zwischen 390 und 500 Watt für den eigenen Betrieb. Für den Peaq gibt es dazu keine veröffentlichte Messung, das Prinzip ist aber dasselbe: Wer eine kleine Kühlbox tagelang am Auto betreibt, verliert mehr Strom an das Auto selbst als an die Kühlbox.
Beim Thema Sicherheit gibt derselbe Test Entwarnung. Bei gezielt herbeigeführten Kurzschlüssen und Überlastungen haben alle untersuchten Fahrzeuge regelkonform abgeschaltet, Schäden an Auto oder Adapter gab es nicht. Eine Einschränkung nennt der ADAC aber deutlich: Alle Hersteller der getesteten Autos untersagen die Stromabgabe bei Nässe. Für den Peaq finden sich dazu in den offiziellen Unterlagen keine eigenen Angaben. Maßgeblich ist deshalb die Betriebsanleitung des Fahrzeugs, und bis zur Klärung bleibt die Steckdose bei Regen besser ungenutzt.
Wer den Peaq ohnehin als Übernachtungsauto nutzt, findet im Beitrag zum Camping-Modus des Škoda Peaq die passende Ergänzung.
Gibt es einen Skoda Peaq V2L Adapter?
Škoda kündigt ihn an, verkauft ihn aber noch nicht. Auf der Technikseite zum Peaq steht wörtlich: „Adapter ist in Kürze verfügbar.“ Gemeint ist ein Aufsatz für den Ladeanschluss, über den Geräte außerhalb des Autos Strom bekommen. Preis, Leistung und Lieferdatum nennt Škoda bislang nicht.
Auch auf der Seite mit dem Zubehör für Škoda-Elektroautos taucht ein solcher Adapter derzeit nicht auf. Dort stehen Ladekabel, das mobile Ladegerät und Taschen, aber kein Adapter für die Stromabgabe.
Wozu der Adapter gut ist, wenn es doch die Steckdose im Kofferraum gibt? Er holt den Strom an die Außenseite des Autos. Für Peaq-Selection-Käufer ohne Paket Clever bleibt er der Weg zu Vehicle-to-Load, denn einen dritten Weg nennt Škoda nicht.
Ob ein Adapter anderer Marken am Peaq funktioniert, dazu gibt es keine Freigabe von Škoda. Der ADAC hat festgestellt, dass die Adapter der Hersteller nicht einheitlich gestaltet sind. Was es rund um den Adapter bei allen Škoda-Modellen zu wissen gibt, fasst der Beitrag zum Škoda V2L-Adapter zusammen.
Skoda Peaq Vehicle to Home: welche Wallbox Strom ins Haus bringt
Für Vehicle-to-Home ist eine Wallbox nötig, die den Gleichstrom aus dem Akku in Strom für das Haus umwandelt und sich dabei mit dem Fahrzeug verständigt. Škoda legt sich im Presse-FAQ fest: Vehicle-to-Home und Vehicle-to-Grid sind nur in Kombination mit der Ambibox DC Wallbox von MOON POWER verfügbar, einer Marke der Volkswagen Gruppe.
Diese Wallbox ist bereits auf dem Markt. Laut Mitteilung der Porsche Holding vom 4. Mai 2026 verkauft MOON POWER den MOON BiDi Charger DC 11 in Deutschland und Österreich für 3.750 Euro netto. Er lädt und entlädt über den Schnellladeanschluss mit bis zu 11 Kilowatt. Bezogen wird er direkt über MOON POWER, teilnehmende Händler der Volkswagen-Konzernmarken helfen bei der Anschaffung.
Zu den 3.750 Euro kommen Installation und oft ein Energiemanagement, das regelt, wann das Auto lädt und wann es abgibt. Eine bundesweite KfW-Förderung für private Wallboxen im Einfamilienhaus gibt es laut ADAC seit 2024 nicht mehr, einzelne Bundesländer und Kommunen fördern aber weiterhin.
Die bestehende Wallbox in der Garage hilft beim Weg ins Haus nicht weiter. Sie lädt nur in eine Richtung. Wer Vehicle-to-Home plant, rechnet deshalb mit einer zweiten Anschaffung oder ersetzt die vorhandene Box. Wie das normale Laden des Peaq an Wallbox und Schnellladesäule abläuft, beschreibt der Beitrag zu Ladeleistung und Ladezeit des Škoda Peaq.
Warum die 77-Kilowattstunden-Grenze beim Skoda Peaq nicht gilt
Wer zur MOON-Wallbox recherchiert, stößt schnell auf eine Bedingung: mindestens 77 Kilowattstunden Akkukapazität. Die Zahl ist nicht erfunden, sie gehört aber zu einem anderen Fall. Die Porsche Holding nennt sie in ihrer Mitteilung zum Verkaufsstart im Mai 2026: Kompatibel seien schon heute Modelle auf dem Modularen Elektrobaukasten mit Softwarestand 3.5 oder höher, bei Škoda 5.4 oder höher, und mit mindestens 77 Kilowattstunden Akku.
Das beschreibt die Modelle, die zum Verkaufsstart der Wallbox bereits auf dem Markt waren. Der Peaq feierte seine Premiere erst im Juni 2026. Für ihn schreibt Škoda im Presse-FAQ etwas anderes: Alle Antriebsvarianten unterstützen bidirektionales Laden, also auch der Peaq 60 mit 63 Kilowattstunden. Eine Mindestgröße des Akkus nennt Škoda für den Peaq nicht.
Die Verwechslung entsteht, weil beide Aussagen dieselbe Wallbox betreffen. Die 77-Kilowattstunden-Regel beschreibt, welche Autos im Mai 2026 an dieser Wallbox funktionierten. Sie ist keine Eigenschaft, die für jedes neue Modell automatisch gilt. Ähnlich gilt die Grenze bei CUPRA für Fahrzeuge ab Software 6 nicht mehr, wie der Beitrag zum bidirektionalen Laden beim CUPRA Raval zeigt.
Kann der Skoda Peaq 60 bidirektional laden?
Ja, der Peaq 60 kann bidirektional laden wie die beiden großen Versionen. Škoda nennt im Presse-FAQ ausdrücklich alle Antriebsvarianten. Der Unterschied liegt nicht in der Funktion, sondern in der Menge an Energie: 63 Kilowattstunden brutto beim Peaq 60, 91 Kilowattstunden brutto bei Peaq 90 und Peaq 90x.
Im Alltag macht dieser Unterschied vor allem bei Vehicle-to-Home etwas aus. Wer abends Strom ins Haus gibt, möchte am nächsten Morgen noch weit genug kommen. Mit dem größeren Akku bleibt dafür schlicht mehr Luft. Wer vor allem Geräte betreibt, merkt den Unterschied kaum.
Die Entscheidung zwischen den Versionen hängt deshalb eher an Reichweite, Leistung und Preis als am bidirektionalen Laden. Einen Überblick über alle drei Versionen bietet der Beitrag Škoda Peaq 60, 90 oder 90x im Vergleich.
Skoda Peaq V2G: Strom zurück ins öffentliche Netz?
Škoda nennt Vehicle-to-Grid als dritten Modus des Peaq. Die Angabe steht allerdings unter dem Vorbehalt rechtlicher Rahmenbedingungen, und laut Presse-FAQ funktioniert sie ebenfalls nur mit der Ambibox DC Wallbox von MOON POWER. Heute ist V2G also eine angelegte Möglichkeit, kein Alltagsangebot.
Der ADAC ordnet den Stand so ein: Für die Einspeisung ins öffentliche Netz ist eine Vergütung vorgesehen, die regulatorischen Rahmenbedingungen in Deutschland sind aber noch nicht abschließend geklärt. Wann und zu welchen Bedingungen ein Peaq-Fahrer Geld für eingespeisten Strom bekommt, lässt sich deshalb derzeit nicht seriös beziffern.
Wer beim Kauf auf V2G setzt, kauft also eine Option auf die Zukunft. Die Vorbereitung im Auto ist vorhanden, die Wallbox ebenfalls. Offen sind die Regeln, nach denen der Strom später fließen darf.
Lohnt sich bidirektionales Laden beim Skoda Peaq?
Vehicle-to-Load ist der günstige Einstieg: Beim Sportline ist die Steckdose Serie, beim Selection kostet sie im Paket Clever 1.600 Euro, und für den angekündigten Adapter nennt Škoda noch keinen Preis. Für Vehicle-to-Home ist die Antwort zurückhaltender. Der ADAC kommt zu dem Schluss, dass sich eine bidirektionale Wallbox für die meisten Hausbesitzer derzeit eher nicht lohnt.
Das hat nachvollziehbare Gründe. Die Wallbox kostet mit 3.750 Euro netto deutlich mehr als eine gewöhnliche Wallbox, dazu kommen Installation und Steuerung. Außerdem steht der Peaq nur dann als Hausspeicher bereit, wenn er zu Hause ist und angeschlossen bleibt. Pendler, die tagsüber unterwegs sind, nutzen den Speicher genau dann nicht, wenn die Solaranlage am meisten liefert.
Am meisten Sinn ergibt Vehicle-to-Home in Haushalten mit eigener Solaranlage und einem Auto, das tagsüber oft zu Hause steht. Wie Solarstrom und Wallbox grundsätzlich zusammenspielen, zeigt der Beitrag zu Wallbox und Photovoltaik. Den rechtlichen Rahmen für Strom aus dem Auto ins Haus und ins Netz ordnet der Beitrag zum bidirektionalen Laden in Haus und Stromnetz ein.
Was Škoda zum bidirektionalen Laden des Peaq noch nicht sagt
Ein vollständiges Bild gehört dazu, auch wo die Quellen schweigen. In den drei offiziellen Unterlagen — Technikseite, Presse-FAQ und Preisliste — finden sich zum Peaq keine Angaben zu drei Punkten, die Käufer regelmäßig beschäftigen.
Erstens fehlt eine Aussage dazu, wie sich regelmäßige Stromabgabe auf die Batteriegarantie auswirkt. Andere Marken des Konzerns haben dafür eigene Regeln veröffentlicht. Diese lassen sich aber nicht einfach auf den Peaq übertragen.
Zweitens nennt Škoda kein Entladefenster, also keinen Ladestand, bei dem die Stromabgabe automatisch endet. Drittens fehlt der Preis für den angekündigten Adapter.
Wer den Akku ernsthaft als Hausspeicher einplant, sollte diese Punkte vor der Bestellung klären und sich die Antwort schriftlich geben lassen. Bei Fragen zur Technik rund um Hochvolt-System und Laden hilft auch eine Werkstatt mit Erfahrung bei Elektroautos, etwa im Service des Automobilsalon Bellemann.
Bidirektionales Laden bei Peaq, Epiq und Elroq: kurz eingeordnet
Innerhalb der Marke ist der Peaq nicht allein. Auch beim kleinen Epiq nennt Škoda Vehicle-to-Load und Vehicle-to-Home, die Vorbereitung ist dort aber erst ab der Linie Selection Serie. Die Einzelheiten stehen im Beitrag zum bidirektionalen Laden des Škoda Epiq.
Beim Elroq und beim Enyaq kam Vehicle-to-Load mit dem Modelljahr 2027. Škoda beschreibt dort zwei Wege: einen Adapter am Ladeanschluss oder eine 230-Volt-Steckdose im Innenraum. Beim Elroq ist diese Steckdose laut Preisliste in allen Linien Teil eines Pakets.
Der Peaq sticht in diesem Vergleich durch zwei Dinge heraus. Er hat mit 91 Kilowattstunden den größten Akku aller Škoda-Elektroautos, und beim Sportline ist die Steckdose ohne Aufpreis dabei. Alles zum Peaq als Ganzes, von Maßen bis Preis, bündelt der Beitrag zum Škoda Peaq als Siebensitzer mit Elektroantrieb.
Quellen und weiterführende Informationen
Die Aussagen zu den drei Modi, zu allen Antriebsvarianten und zur Wallbox-Bedingung stammen aus dem Presse-FAQ von Škoda Deutschland zum Peaq mit Stand 26. Juni 2026. Dort stehen auch Akkugrößen, Ladeleistung und Normverbrauch. Die Beschreibung von V2L, V2H und der Hinweis auf den Adapter stehen auf der Technikseite zum Škoda Peaq.
Welche Ausstattung serienmäßig ist und was im Paket Clever steckt, zeigt die Preis- und Ausstattungsübersicht zum Peaq mit Stand 23. Juni 2026. Preis, Leistung und Bezug der Wallbox nennt die Mitteilung der Porsche Holding zum Verkaufsstart.
Die Einordnung zu Inselbetrieb, Förderung und Wirtschaftlichkeit stammt aus dem Ratgeber des ADAC zur bidirektionalen Wallbox. Die Messwerte zum Eigenverbrauch beim Vehicle-to-Load stammen aus dem ADAC-Test zu Elektroautos als Powerbank vom 17. Juni 2026. Die Zubehörübersicht ohne Adapter zeigt die Seite Zubehör für Škoda E-Modelle. Alle Quellen zuletzt geprüft am 14. September 2026.
Angaben zu Preisen, Ausstattung und Verfügbarkeit können sich ändern. Verbindlich ist der jeweils aktuelle Stand beim Hersteller.
Update-Hinweis (Stand: 14.09.2026)
Erste Fassung. Besonderes Augenmerk lag auf zwei verbreiteten Missverständnissen. Erstens gilt die Grenze von 77 Kilowattstunden nicht für den Peaq, sondern stammt aus der Kompatibilitätsangabe der Wallbox für die Modelle, die im Mai 2026 schon auf dem Markt waren. Zweitens ist die 230-Volt-Steckdose im Gepäckraum nur beim Sportline serienmäßig, beim Selection gehört sie zum Paket Clever. Nicht aufgenommen wurden Angaben zu Garantie, Entladefenster und Adapterpreis, weil Škoda sie für den Peaq bislang nicht veröffentlicht hat.
Häufige Fragen
Kann der Skoda Peaq bidirektional laden?
Ja. Škoda schreibt, dass alle Antriebsvarianten des Peaq bidirektional laden können. Genannt werden drei Wege: Strom für externe Geräte, Strom für das eigene Haus und später die Rückspeisung ins öffentliche Netz. Die Vorbereitung dafür ist in den Linien Selection und Sportline serienmäßig.
Welche Wallbox braucht der Skoda Peaq für Vehicle-to-Home?
Škoda nennt eine einzige Lösung: Vehicle-to-Home und Vehicle-to-Grid sind laut Škoda nur in Kombination mit der Ambibox DC Wallbox von MOON POWER verfügbar, einer Marke der Volkswagen Gruppe. Eine gewöhnliche Wallbox, die nur Strom ins Auto lädt, reicht dafür nicht.
Was kostet die bidirektionale Wallbox für den Peaq?
MOON POWER verkauft den MOON BiDi Charger DC 11 seit Mai 2026 in Deutschland und Österreich für 3.750 Euro netto. Dazu kommen Installation und gegebenenfalls das Energiemanagement im Haus. Eine bundesweite KfW-Förderung für private Wallboxen im Einfamilienhaus gibt es laut ADAC seit 2024 nicht mehr.
Hat der Skoda Peaq eine 230-Volt-Steckdose im Kofferraum?
Ja, aber nicht in jeder Linie ab Werk. Laut Preisliste vom 23. Juni 2026 ist die 230-Volt-Steckdose im Gepäckraum mit bis zu 3,6 Kilowatt beim Peaq Sportline serienmäßig. Beim Selection steckt sie im Ausstattungspaket Clever, das 1.600 Euro kostet.
Muss ich bidirektionales Laden beim Peaq extra bestellen?
Nein. Die Preisliste führt die Vorbereitung für bidirektionales Laden bei Selection und Sportline als Serienausstattung. Zusätzlich brauchen Sie je nach Nutzung die Steckdose im Kofferraum oder den angekündigten Adapter für Geräte beziehungsweise die passende Gleichstrom-Wallbox für das Haus.
Gibt es einen V2L-Adapter für den Skoda Peaq?
Škoda kündigt ihn an. Auf der Technikseite zum Peaq steht wörtlich, der Adapter sei in Kürze verfügbar. Einen Preis, eine Leistungsangabe oder ein Lieferdatum nennt Škoda bislang nicht.
Kann der Skoda Peaq Strom ins öffentliche Netz einspeisen?
Škoda nennt Vehicle-to-Grid als dritten Modus, allerdings vorbehaltlich rechtlicher Rahmenbedingungen und nur mit der Ambibox DC Wallbox von MOON POWER. Der ADAC beschreibt diese Rahmenbedingungen in Deutschland als noch nicht abschließend geklärt.
Kann der Peaq 60 genauso bidirektional laden wie der Peaq 90?
Ja. Škoda schränkt die Funktion nicht nach Akkugröße ein, sondern nennt alle Antriebsvarianten. Der Unterschied liegt in der Menge: Der Peaq 60 hat 63 Kilowattstunden, Peaq 90 und 90x haben 91 Kilowattstunden, jeweils brutto. Wer Strom abgibt, hat danach entsprechend weniger Reichweite übrig.
Wie viel Reichweite kostet es, Geräte am Peaq zu betreiben?
Nach dem Normverbrauch fährt der Peaq mit einer Kilowattstunde je nach Version etwa 5,4 bis 6,7 Kilometer. Jede entnommene Kilowattstunde fehlt also ungefähr in dieser Größenordnung. Bei Autos anderer Marken hat der ADAC während der Stromabgabe zusätzlich einen Eigenverbrauch von 390 bis 500 Watt gemessen.
Was sagt Škoda zur Batteriegarantie beim bidirektionalen Laden des Peaq?
Auf der Technikseite, im Presse-FAQ und in der Preisliste zum Peaq macht Škoda dazu keine eigenen Angaben. Regeln anderer Marken lassen sich nicht einfach übertragen. Wer den Akku regelmäßig als Hausspeicher nutzen will, lässt sich die Bedingungen vor dem Kauf schriftlich bestätigen.