Inhalt dieses Artikels
- Elektroauto Versicherung Vergleich: welches Modell am günstigsten liegt
- Kurzantwort
- Welches Elektroauto ist am günstigsten in der Versicherung?
- Warum ist das größte Modell nicht überall das teuerste?
- Sind Elektroautos in der Versicherung teurer als Verbrenner?
- Elektroauto Typklasse: wie die Einstufung überhaupt entsteht
- Spielt die Motorleistung eine Rolle?
- Elektroauto Vollkasko: wo der Aufschlag wirklich sitzt
- Ist der Akku in der Typklasse schon eingerechnet?
- Was kostet die Versicherung eines gebrauchten Elektroautos?
- Elektroauto Versicherung berechnen: was du dafür brauchst
- Typklassenverzeichnis Elektroauto: wo die eigene Einstufung steht
- Was die neuen Regionalklassen seit dem 9. September ändern
- Kfz Versicherung Elektroauto Vergleich: worauf es im Tarif ankommt
- Was sich bei der nächsten Neuberechnung ändern kann
- Häufige Irrtümer beim Elektroauto Versicherung Vergleich
Elektroauto Versicherung Vergleich: welches Modell am günstigsten liegt
Wer zwei Elektroautos derselben Marke vergleicht, erwartet einen klaren Zusammenhang: kleiner gleich günstiger, größer gleich teurer. Die tatsächlichen Einstufungen halten sich nicht daran.
Zwischen dem am günstigsten und dem am teuersten eingestuften Modell liegen in der Vollkasko sechs Stufen. Dazwischen aber teilen sich zwei Fahrzeuge mit deutlichem Größenunterschied denselben Wert — und in der Haftpflicht liegt ein großes SUV gleichauf mit einem kompakten Stadtauto. Dieser Beitrag zeigt alle Einstufungen nebeneinander und erklärt, welche Regel dahintersteckt.
Kurzantwort
Welches Elektroauto ist am günstigsten in der Versicherung?
Die Antwort lautet: das kompakteste — aber nicht so eindeutig, wie man denkt.
| Modell | Haftpflicht | Vollkasko | Teilkasko |
|---|---|---|---|
| ŠKODA Epiq 55 | 13 | 19 | 20 |
| ŠKODA Elroq 50 bis 85x | 14 | 20 | 20 |
| ŠKODA Enyaq und Coupé | 13 | 20 | 21 |
| ŠKODA Peaq 60 / 90 / 90x | 14 | 25 | 21 |
Angaben des Herstellers, Stand September 2026. Herstellerschlüsselnummer bei allen 8004.
Über alle drei Sparten betrachtet liegt der Epiq vorn: 13 in der Haftpflicht, 19 in der Vollkasko, 20 in der Teilkasko. In keiner Sparte steht ein anderes Modell besser.
Am anderen Ende steht der Peaq mit 25 in der Vollkasko — sechs Stufen über dem Epiq. Weil Stufen im oberen Bereich der Skala stärker durchschlagen als im unteren, ist der Abstand im Beitrag größer, als die Zahlendifferenz vermuten lässt.
Dazwischen wird es interessant: Elroq und Enyaq liegen in der Vollkasko beide bei 20 — obwohl der Enyaq deutlich größer ist. In der Haftpflicht ist der große Enyaq mit 13 sogar günstiger als der mittlere Elroq mit 14. Die Faustregel „kleiner ist billiger” trägt hier also nicht.
Warum ist das größte Modell nicht überall das teuerste?
Weil in jede der drei Sparten etwas anderes einfließt.
Die Haftpflicht bewertet Schäden, die andere erleiden. Dafür zählt, wie oft ein Fahrzeug in Unfälle mit Fremdschaden verwickelt ist. Große, schwere Fahrzeuge werden statistisch ruhiger bewegt — das erklärt, warum der Enyaq dort besser dasteht als der kompaktere Elroq.
Die Vollkasko bewertet, was die Instandsetzung des eigenen Fahrzeugs kostet. Hier schlägt die Größe voll durch: mehr Fläche, mehr Glas, mehr Sensorik, höherer Wiederbeschaffungswert. Deshalb sitzt der Peaq am oberen Ende.
Die Teilkasko bewertet Diebstahl, Glasbruch, Wild und Sturm. Große Fahrzeuge mit viel Glasfläche liegen dort tendenziell höher — sichtbar an den 21 bei Enyaq und Peaq gegenüber den 20 bei Epiq und Elroq.
Wer nur eine Zahl vergleicht, vergleicht deshalb das Falsche. Entscheidend ist, welche Sparte man selbst abschließt.
Sind Elektroautos in der Versicherung teurer als Verbrenner?
Diese Frage wird pauschal gestellt und lässt sich nur differenziert beantworten. Der Vergleich innerhalb einer Marke liefert dafür die saubersten Zahlen, weil dort dieselben Plattformen, Werkstattnetze und Ersatzteilpreise gelten.
| Vergleichspaar | Haftpflicht | Vollkasko | Teilkasko |
|---|---|---|---|
| Elektro kompakt (Epiq) | 13 | 19 | 20 |
| Verbrenner kompakt (Kamiq 1,0 TSI 85 kW) | 13 | 17 | 20 |
| Elektro mittel (Elroq) | 14 | 20 | 20 |
| Verbrenner mittel (Karoq 1,5 TSI ACT) | 12 | 17 | 21 |
| Elektro groß (Enyaq) | 13 | 20 | 21 |
| Verbrenner groß (Kodiaq 2,0 TSI 4x4) | 13 | 23 | 24 |
Angaben des Herstellers, Stand September 2026.
Daraus lässt sich eine Regel ableiten, die belastbarer ist als jede Pauschalaussage:
In der Haftpflicht liegen Elektroautos gleichauf oder maximal zwei Stufen darüber. Der Antrieb spielt dort praktisch keine Rolle.
In der Vollkasko ist der Elektroantrieb bei kompakten und mittleren Fahrzeugen zwei bis drei Stufen teurer. Der Grund sind die Reparaturkosten: Arbeiten an Antriebsbatterie und Leistungselektronik sind aufwendiger und dürfen nur eigens geschultes Personal ausführen.
Bei großen Fahrzeugen dreht sich das Bild. Der elektrische Enyaq liegt mit 20 drei Stufen unter dem vergleichbar großen Kodiaq-Benziner mit 23. In der Teilkasko sind es sogar 21 gegen 24.
Die ehrliche Zusammenfassung lautet also: Bei kleinen und mittleren Fahrzeugen kostet der Elektroantrieb in der Vollkasko Aufschlag, bei großen spart er. Wer nur Haftpflicht und Teilkasko fährt, zahlt in fast allen Fällen nicht mehr. Die vollständige Kostenrechnung mit Beiträgen und Spartipps steht im Beitrag zu den Kosten der Elektroauto-Versicherung im Verbrenner-Vergleich.
Elektroauto Typklasse: wie die Einstufung überhaupt entsteht
Die Einstufung kommt nicht vom einzelnen Versicherer, sondern vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Er wertet nach eigener Darstellung die Fahrzeugschäden und die dadurch verursachten Reparaturkosten der letzten drei Jahre aus. Rund 33.000 verschiedene Modelle sind in dieser Datenbank hinterlegt.
Es gibt drei getrennte Skalen, und sie sind unterschiedlich lang:
| Sparte | Stufen | Spanne |
|---|---|---|
| Haftpflicht | 16 | 10 bis 25 |
| Teilkasko | 24 | 10 bis 33 |
| Vollkasko | 25 | 10 bis 34 |
Wichtig für das Verständnis: Der Antrieb ist kein eigenes Kriterium. Es gibt keine Regel, die Elektroautos höher einstuft. Was einfließt, sind ausschließlich die tatsächlichen Schäden und ihre Kosten. Dass Elektroautos in der Vollkasko häufig höher liegen, ist also kein Aufschlag, sondern ein Ergebnis.
Genauso wenig ist die Einstufung ein Urteil über die Qualität. Ein sehr sicheres Fahrzeug kann hoch eingestuft sein, weil Assistenzsysteme in Stoßfängern und Scheiben sitzen und schon kleine Kollisionen teuer machen.
Spielt die Motorleistung eine Rolle?
Erstaunlich wenig — und das ist einer der praktisch wichtigsten Befunde für die Modellwahl.
Beim Elroq tragen alle vier Varianten dieselbe Einstufung, vom Einstieg mit 125 Kilowatt bis zum Allrad mit 210 Kilowatt. Beim Enyaq gilt dasselbe: Der RS mit 250 Kilowatt liegt exakt wie der Einstieg mit 140 Kilowatt. Und beim Peaq tragen alle drei Versionen denselben Wert, obwohl zwischen dem Heckantrieb mit 150 Kilowatt und dem Allrad mit 220 Kilowatt ein deutlicher Unterschied liegt.
Der Grund ist derselbe wie oben: Die Einstufung folgt der Schadenbilanz, nicht dem Datenblatt. Leistung geht dort nicht als Kriterium ein.
Für die Kaufentscheidung heißt das: Der Aufpreis für die stärkere Version liegt beim Fahrzeug, nicht beim Versicherungsbeitrag. Die Einzelwerte je Modell stehen in den Beiträgen zur ŠKODA Epiq Versicherung, zur ŠKODA Elroq Versicherung, zur ŠKODA Enyaq Versicherung und zum ŠKODA Peaq.
Für die Modelle von CUPRA und SEAT — Born, Tavascan, Terramar und Leon — stehen die Einstufungen im Beitrag zur Versicherung der CUPRA- und SEAT-Modelle.
Elektroauto Vollkasko: wo der Aufschlag wirklich sitzt
Wer die Zahlen oben zusammennimmt, sieht ein klares Muster: Der Unterschied zwischen Elektro und Verbrenner sitzt fast vollständig in der Vollkasko.
Das hat einen praktischen Nutzen. Wer ein älteres Elektroauto fährt und über den Wechsel von Voll- auf Teilkasko nachdenkt, verliert dabei genau den Teil, der beim Elektroauto überdurchschnittlich kostet — und behält den, in dem es günstig liegt.
Umgekehrt gilt: Bei einem neuen Fahrzeug führt an der Vollkasko selten ein Weg vorbei. Der Wiederbeschaffungswert ist hoch, und ein Schaden an der Antriebsbatterie kann schnell in Richtung wirtschaftlicher Totalschaden führen. Genau diese Schäden deckt die Teilkasko nicht ab.
Ein Zwischenweg wird oft übersehen: eine höhere Selbstbeteiligung in der Vollkasko. Sie senkt den Beitrag spürbar, und sie wirkt bei einem hoch eingestuften Fahrzeug stärker als bei einem günstig eingestuften. Üblich sind 300 oder 500 Euro.
Ist der Akku in der Typklasse schon eingerechnet?
Diese Frage führt regelmäßig zu Missverständnissen, weil zwei Dinge zusammengeworfen werden.
Ja, die Reparaturkosten, die in die Kasko-Einstufung einfließen, enthalten auch Schäden an der Antriebsbatterie. Genau deshalb liegen Elektroautos in der Vollkasko oft höher.
Nein, daraus folgt nicht, dass dein Tarif solche Schäden übernimmt. Das entscheidet die Police. Ein Tarif kann in der Einstufung teuer sein und den Akku trotzdem nur eingeschränkt abdecken.
Worauf es ankommt: ein Bedienfehler beim Laden, ein Tierbiss an den Stromleitungen, ein Kurzschluss nach Wassereintritt. Dazu die Frage, ob Ladekabel und Wallbox eingeschlossen sind — und ob der Versicherer die Standkosten übernimmt, wenn ein beschädigtes Fahrzeug isoliert abgestellt werden muss. Welche Bausteine im Einzelnen zählen, erklärt der Beitrag zum Akku-Schutz und zur Allgefahrendeckung.
Was kostet die Versicherung eines gebrauchten Elektroautos?
Beim Gebrauchten gelten dieselben Regeln, aber drei Dinge verschieben sich.
Das erste ist die Einstufung selbst. Sie hängt an der Fahrzeugvariante, nicht am Alter. Ein sechs Jahre altes Elektroauto trägt dieselbe Typklasse wie ein neues derselben Ausführung. Anders ist es bei älteren Baureihen: Modelle, die unter einer früheren Bezeichnung verkauft wurden, haben eigene Typschlüsselnummern und eigene Einstufungen. Wer die Werte eines aktuellen Modells auf einen Gebrauchten überträgt, rechnet mit den falschen Zahlen.
Das zweite ist der Wiederbeschaffungswert. Er sinkt mit den Jahren, und damit verschiebt sich die Rechnung zwischen Voll- und Teilkasko. Irgendwann übersteigt der Beitragsaufschlag für die Vollkasko den Betrag, den sie im Schadenfall noch ersetzen würde. Ein fester Zeitpunkt lässt sich nicht nennen — sinnvoll ist eine jährliche Prüfung: Restwert gegen Beitragsaufschlag stellen.
Das dritte ist der Zustand der Antriebsbatterie. Für die Typklasse spielt er keine Rolle, für die Tarifwahl sehr wohl. Ein gebrauchtes Elektroauto mit gealterter Batterie ist im Schadenfall wirtschaftlich schneller ein Totalschaden als ein neues. Umso wichtiger ist die Frage, welche Batterieschäden der Tarif überhaupt abdeckt.
Ein Punkt spricht dagegen klar für den Gebrauchten: Die Treibhausgas-Prämie hängt nicht am Alter des Fahrzeugs. Sie steht jedem zu, auf den ein reines Elektroauto zugelassen ist — auch bei einem gebrauchten. Wer beim Kauf auf die laufenden Kosten schaut, sollte diesen jährlichen Betrag mitrechnen.
Und ein praktischer Rat für die Besichtigung: Die beiden Schlüsselnummern stehen im Fahrzeugschein des Verkäufers. Ein Foto davon genügt, um vor dem Kauf einen belastbaren Beitrag berechnen zu lassen — statt hinterher überrascht zu werden.
Elektroauto Versicherung berechnen: was du dafür brauchst
Eine belastbare Berechnung dauert wenige Minuten, wenn die Angaben vollständig sind. Sechs Werte reichen aus.
Die beiden Schlüsselnummern aus dem Fahrzeugschein bestimmen die Einstufung. Ohne sie rechnet jeder Vergleich mit einer Näherung.
Die Schadenfreiheitsklasse ist der größte Hebel überhaupt. Sie steht auf dem letzten Beitragsbescheid und wächst mit jedem unfallfreien Jahr. Ein gemeldeter Schaden wirft mehrere Stufen zurück, und das über Jahre — bei kleinen Schäden lohnt deshalb die Rechnung, ob Selbstzahlen günstiger kommt.
Die Postleitzahl des Zulassungsorts bestimmt die Regionalklasse. Wichtig: nicht der Wohnort des Fahrers zählt, sondern der Ort der Zulassung. Bei einem Firmenfahrzeug ist das der Firmensitz.
Die jährliche Fahrleistung wirkt direkt und verlangt eine ehrliche Schätzung. Wer zu niedrig ansetzt und im Schadenfall darüber liegt, riskiert Ärger mit dem Versicherer.
Die Selbstbeteiligung ist die Stellschraube mit der schnellsten Wirkung. Üblich sind 150 oder 300 Euro in der Teilkasko und 300 oder 500 Euro in der Vollkasko. Sie lohnt sich, wenn der Betrag im Ernstfall aus eigener Tasche zu stemmen ist.
Der Nutzerkreis wird häufig unterschätzt. Wer angibt, dass ausschließlich Personen über 25 fahren, zahlt weniger — muss sich dann aber daran halten. Fährt jemand mit frischem Führerschein den Wagen und baut einen Unfall, wird es teuer.
Sinnvoll ist es, zwei oder drei Varianten durchzurechnen: dieselbe Deckung einmal mit 300 und einmal mit 500 Euro Selbstbeteiligung, und einmal den Schritt von Teil- auf Vollkasko. Bei einem Elektroauto lohnt zusätzlich der Blick auf die Bausteine — sie unterscheiden sich zwischen Tarifen stärker als der Preis.
Typklassenverzeichnis Elektroauto: wo die eigene Einstufung steht
Die Typklasse steht nicht im Fahrzeugschein. Dort finden sich nur zwei Nummern: die vierstellige Herstellerschlüsselnummer in Feld 2.1 und die dreistellige Typschlüsselnummer in Feld 2.2.
Mit dieser Kombination lässt sich die Einstufung im Verzeichnis des Versichererverbands nachschlagen. Das dauert eine Minute und liefert den Wert, der für das eigene Fahrzeug tatsächlich gilt — nicht den einer ähnlichen Variante.
Das ist wichtiger, als es klingt. Ein Modell hat nicht eine Typschlüsselnummer, sondern viele. Karosserieform, Motorisierung, Hubraum und Kraftstoffart sind darin verschlüsselt. Die Ausstattungslinie dagegen nicht — sie ändert die Nummer nicht.
Wie das System im Detail funktioniert und welche Nummern die einzelnen Baureihen tragen, steht im Überblick zur ŠKODA Typklasse mit Schlüsselnummern aller Modelle.
Was die neuen Regionalklassen seit dem 9. September ändern
Neben der Typklasse steht ein zweites Merkmal im Beitrag, und das wurde gerade neu berechnet.
Am 9. September 2026 hat der Versichererverband neue Regionalklassen veröffentlicht. Betroffen sind fast zehn Millionen Autofahrende in 413 Zulassungsbezirken. 5,2 Millionen aus 63 Bezirken bekommen eine bessere Einstufung, 4,8 Millionen aus 46 Bezirken eine schlechtere. In 304 Bezirken bleibt alles wie es war.
Der Unterschied ist einfach: Die Typklasse bewertet das Fahrzeug, die Regionalklasse den Zulassungsbezirk. Beide fließen in denselben Beitrag ein, werden aber getrennt berechnet und zu unterschiedlichen Zeitpunkten veröffentlicht.
Für die Kasko fällt die Änderung gering aus — dort behalten rund 33 Millionen Autofahrende ihre bisherige Einstufung. Die neuen Werte gelten nach Angaben des Verbands ab sofort für Neuverträge; bei bestehenden Verträgen greifen sie ab dem nächsten Versicherungsjahr.
Wer also in diesem Herbst eine Beitragsanpassung bekommt, sollte im Schreiben nachsehen, welches der beiden Merkmale sich geändert hat. Die Fristen für einen Wechsel stehen im Beitrag zur Kfz-Versicherung 2027 mit Stichtag und Wechsel-Fahrplan.
Kfz Versicherung Elektroauto Vergleich: worauf es im Tarif ankommt
Solange nur der Preis verglichen wird, vergleicht man das Falsche. Die Beiträge liegen bei vielen Anbietern dicht beieinander, die Leistungen nicht.
Drei Punkte entscheiden bei einem Elektroauto über die Qualität eines Tarifs.
Der erste ist die Deckung der Antriebsbatterie über den reinen Unfall hinaus. Ein Tarif, der zwanzig Euro günstiger ist und diesen Punkt ausklammert, ist im Schadenfall deutlich teurer.
Der zweite ist das Werkstattnetz. Arbeiten an der Hochvolt-Anlage — also an den Bauteilen, die Strom mit hoher Spannung führen — darf nur eigens geschultes Personal ausführen. Wer einen Tarif mit Werkstattbindung abschließt, sollte vorher prüfen, ob im Partnernetz Betriebe mit dieser Qualifikation erreichbar sind.
Der dritte ist die Neupreisentschädigung. Wird ein junges Fahrzeug zerstört oder gestohlen, zahlt der Versicherer damit den Neupreis statt des Zeitwerts. Diese Leistung kostet wenig und ist bei einem frisch ausgelieferten Auto viel wert.
Wer sein Fahrzeug ohnehin in der Werkstatt hat, kann beides verbinden: Der ŠKODA-Service in Wiesloch übernimmt Inspektion, Hauptuntersuchung und die Prüfung der Hochvolt-Anlage — und der Herbst ist ein guter Zeitpunkt, den Vertrag daneben einmal durchzusehen.
Was sich bei der nächsten Neuberechnung ändern kann
Eine Einstufung gilt nicht dauerhaft. Der Versichererverband rechnet einmal jährlich neu, und die Auswirkungen sind größer, als viele denken.
Bei der letzten Runde wurden rund 5,9 Millionen Autofahrende höher eingestuft, etwa 4,5 Millionen niedriger, und für rund 32 Millionen — also drei Viertel — änderte sich nichts. Große Sprünge sind selten; meist geht es um eine Stufe.
Bei Elektroautos lohnt der Blick besonders, weil viele Baureihen noch jung sind. Je kürzer ein Modell auf dem Markt ist, desto dünner die Datenbasis — und desto stärker schlagen einzelne teure Schäden durch. Mit wachsender Zahl zugelassener Fahrzeuge glätten sich die Werte.
Für einen laufenden Vertrag greift eine Änderung erst zum nächsten Versicherungsjahr, bei einem neuen sofort. Steigt der Beitrag durch eine Höherstufung, entsteht ein Sonderkündigungsrecht — allerdings nur für eine kurze Zeitspanne nach dem Schreiben des Versicherers.
Praktisch heißt das: Das Schreiben gehört gelesen, nicht abgeheftet. Drei Fragen beantwortet es meist auf der ersten Seite. Welches Merkmal hat sich geändert — Typklasse oder Regionalklasse? Um wie viele Stufen? Und ab wann gilt der neue Beitrag?
Wer feststellt, dass die Typklasse gestiegen ist, hat bis zur nächsten Hauptfälligkeit Zeit, in Ruhe zu vergleichen. Der Druck, den viele empfinden, entsteht nur beim Sonderkündigungsrecht — und das läuft schnell ab.
Ein Punkt wird dabei regelmäßig übersehen: Eine Höherstufung des Fahrzeugs bedeutet nicht automatisch, dass der eigene Beitrag steigt. Sie kann durch eine gleichzeitig verbesserte Schadenfreiheitsklasse oder eine gesunkene Regionalklasse ausgeglichen werden. Umgekehrt gilt dasselbe. Nur der Blick auf die tatsächliche Beitragszeile zeigt, was unterm Strich herauskommt — nicht der Blick auf eine einzelne Tabelle.
Häufige Irrtümer beim Elektroauto Versicherung Vergleich
Der erste Irrtum ist die Gleichsetzung von Größe und Beitrag. Der große Enyaq liegt in der Haftpflicht günstiger als der kompaktere Elroq. Größe ist kein Kriterium der Einstufung.
Der zweite betrifft die Leistung. Bei drei von vier Baureihen tragen die schwächste und die stärkste Version dieselben Werte.
Der dritte ist die pauschale Aussage, Elektroautos seien teurer zu versichern. Sie stimmt für die Vollkasko bei kleinen und mittleren Fahrzeugen — und kehrt sich bei großen um.
Der vierte betrifft den Kaufpreis. Ein teures Auto mit robuster Technik kann günstiger eingestuft sein als ein Mittelklassewagen mit seltenen Ersatzteilen. Beides hängt nur lose zusammen.
Der fünfte betrifft Zahlen aus dem Netz. Für Varianten, die in keiner offiziellen Übersicht geführt werden, kursieren trotzdem Einstufungen. Wer darauf einen Beitrag rechnet, rechnet mit einer Zahl, die niemand belegen kann.
Der sechste ist die Verwechslung von Typklasse und Regionalklasse. Beide stehen im selben Beitragsbescheid, werden aber getrennt berechnet und zu unterschiedlichen Zeitpunkten veröffentlicht. Wer eine Beitragserhöhung sieht und sofort das Auto verantwortlich macht, sucht womöglich an der falschen Stelle — der Umzug in einen anderen Zulassungsbezirk wirkt genauso.
Der siebte betrifft die Erwartung an den Vergleich selbst. Viele rechnen einmal und schließen ab. Sinnvoller ist, zwei oder drei Varianten nebeneinanderzulegen: dieselbe Deckung mit unterschiedlicher Selbstbeteiligung, und einmal den Schritt von Teil- auf Vollkasko. Gerade bei einem Elektroauto liegen zwischen diesen Varianten oft größere Beträge als zwischen zwei Anbietern.
Quellen und weiterführende Informationen
Der Aufbau der Typklassen mit 16 Stufen in der Haftpflicht, 24 in der Teilkasko und 25 in der Vollkasko sowie die Zahlen zur letzten Neuberechnung stammen aus der Medieninformation des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft zu den Typklassen.
Dass die Einstufung auf den Fahrzeugschäden und Reparaturkosten der letzten drei Jahre beruht und rund 33.000 Modelle erfasst sind, erläutert der Verband in seiner Typklassen-Abfrage, über die sich jede Einstufung mit den beiden Schlüsselnummern nachschlagen lässt.
Die Angaben zu den neuen Regionalklassen vom 9. September 2026 stammen aus der Medieninformation des Verbands zu den Regionalklassen.
Wo Hersteller- und Typschlüsselnummer im Fahrzeugschein stehen und welche Merkmale sie verschlüsseln, erklärt der ADAC-Ratgeber zu den Schlüsselnummern.
Zum Sonderkündigungsrecht nach einer Beitragserhöhung informiert die Verbraucherzentrale in ihrem Ratgeber zur Kfz-Versicherung.
Die Einstufungen und Typschlüsselnummern der einzelnen Varianten sind Angaben des Herstellers mit Stand September 2026. Technische Daten lassen sich über den offiziellen Auftritt von ŠKODA Deutschland nachvollziehen. Alle Angaben wurden am 10.09.2026 geprüft.
Update-Hinweis
Dieser Beitrag erschien am 14.05.2026 und wurde am 10.09.2026 vollständig neu geschrieben.
Der Zuschnitt hat sich dabei geändert: Aus einem allgemeinen Überblick ist ein Modellvergleich geworden, der die Einstufungen nebeneinanderstellt und die Frage beantwortet, welches Elektroauto am günstigsten liegt. Entfallen ist eine Tabellenzeile mit einer Einstufung, die sich nicht belegen ließ. Neu hinzugekommen sind der direkte Vergleich zu gleich großen Verbrennern und ein Abschnitt zu den Regionalklassen, die der Versichererverband am 9. September veröffentlicht hat.
Häufige Fragen
Welches Elektroauto ist am günstigsten in der Versicherung?
Im Vergleich der aktuellen Modelle liegt das kompakteste vorn: Haftpflicht 13, Vollkasko 19, Teilkasko 20. Das größte Modell steht dagegen bei 14, 25 und 21. Zwischen beiden liegen in der Vollkasko sechs Stufen. Die übrigen Modelle bewegen sich dazwischen, ohne der Fahrzeuggröße genau zu folgen.
Sind Elektroautos in der Versicherung teurer als Verbrenner?
Nicht pauschal. In der Haftpflicht liegen Elektroautos meist gleichauf mit vergleichbaren Verbrennern oder leicht darüber. In der Vollkasko sind sie häufig zwei bis drei Stufen teurer, weil Arbeiten an Antriebsbatterie und Leistungselektronik aufwendiger sind. In der Teilkasko schneiden sie teilweise sogar besser ab.
Wie entsteht die Typklasse für ein Elektroauto?
Genauso wie für jedes andere Fahrzeug. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft wertet die Fahrzeugschäden und die dadurch verursachten Reparaturkosten der letzten drei Jahre aus. Rund 33.000 verschiedene Modelle sind in dieser Datenbank hinterlegt. Der Antrieb ist dabei kein eigenes Kriterium.
Wo finde ich die Typklasse meines Elektroautos?
Sie steht nicht im Fahrzeugschein. Dort finden sich nur die Herstellerschlüsselnummer in Feld 2.1 und die Typschlüsselnummer in Feld 2.2. Mit dieser Kombination lässt sich die Einstufung im Verzeichnis des Versichererverbands nachschlagen oder beim eigenen Versicherer erfragen.
Ist der Akku in der Typklasse schon eingerechnet?
Teilweise. Die Reparaturkosten, die in die Kasko-Einstufung einfließen, enthalten auch Schäden an der Antriebsbatterie. Ob dein Tarif solche Schäden aber tatsächlich übernimmt, entscheidet die Police, nicht die Typklasse. Das sind zwei getrennte Dinge, die häufig verwechselt werden.
Warum liegt die Vollkasko manchmal unter der Teilkasko?
Weil unterschiedliche Schadenarten einfließen. In die Teilkasko gehen Diebstahl, Glasbruch, Wildunfälle und Sturmschäden ein — Ereignisse ohne Zutun des Fahrers. Ein Fahrzeug mit viel Glasfläche und hohem Wiederbeschaffungswert kann dort schlechter dastehen als bei selbst verursachten Unfällen.
Ändert sich die Einstufung jedes Jahr?
Sie kann sich ändern. Der Versichererverband rechnet einmal jährlich neu. Bei der letzten Runde wurden rund 5,9 Millionen Autofahrende höher eingestuft, etwa 4,5 Millionen niedriger, und für rund 32 Millionen änderte sich nichts. Bei laufenden Verträgen greift eine Änderung erst zum nächsten Versicherungsjahr.
Was ändert sich durch die neuen Regionalklassen?
Am 9. September 2026 hat der Versichererverband neue Regionalklassen veröffentlicht. Für 5,2 Millionen Autofahrende aus 63 Zulassungsbezirken wird es besser, für 4,8 Millionen aus 46 Bezirken schlechter. Insgesamt sind 413 Bezirke erfasst. Die Regionalklasse bewertet den Wohnort, die Typklasse das Fahrzeug.
Lohnt sich Vollkasko bei einem Elektroauto?
Bei einem neuen oder jungen Fahrzeug in der Regel ja. Der Wiederbeschaffungswert ist hoch, und Schäden an Antriebsbatterie und Leistungselektronik sind teuer — genau diese deckt die Teilkasko nicht ab. Mit sinkendem Fahrzeugwert verschiebt sich die Rechnung Richtung Teilkasko.
Spielt die Motorleistung für die Einstufung eine Rolle?
Erstaunlich wenig. Bei mehreren Baureihen tragen die schwächste und die stärkste Version dieselbe Einstufung, obwohl zwischen ihnen 70 bis 110 Kilowatt liegen. Die Einstufung folgt der tatsächlichen Schadenbilanz, nicht dem Datenblatt.