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E-Mobilität & Förderung

Ohne laufenden Motor übernachten: Škoda Peaq Camping-Modus ab 30 Prozent

Camping-Modus im Škoda Peaq: Die MyŠkoda-App hält die Temperatur über Nacht konstant. Voraussetzungen, Akkubedarf, Liegefläche und was rechtlich erlaubt ist.

#Škoda Peaq#Skoda Camping Modus#MyŠkoda App#Elektroauto Reise
Škoda Peaq Camping-Modus: die MyŠkoda-App hält 20 Grad im Innenraum
Bild: ŠKODA AUTO
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    Škoda Peaq 2026: das 7-Sitzer Elektro-SUV ab 49.900 Euro mit bis zu 642 km
    Alle bestätigten Infos, Einordnung, Updates und interne Sprünge an einer Stelle.
    Inhalt dieses Artikels
    1. Škoda Peaq Camping-Modus: übernachten, ohne den Motor laufen zu lassen
    2. Kurzantwort
    3. Kann man im Škoda Peaq schlafen?
    4. Wie funktioniert der Camping-Modus bei Škoda?
    5. Wie viel Akku braucht der Camping-Modus?
    6. Wie lange läuft die Klimaanlage im Elektroauto?
    7. Wie viel Platz zum Schlafen bietet der Škoda Peaq?
    8. Was bringt das Schlafpaket im Škoda Peaq?
    9. Darf man in Deutschland im Auto übernachten?
    10. Warum das Übernachten im Elektroauto einfacher ist als im Verbrenner
    11. Welche Škoda-Modelle haben den Camping-Modus?
    12. Camping-Modus oder Standklimatisierung: was ist der Unterschied?
    13. MyŠkoda App Camping-Modus: was im Alltag zu beachten ist
    14. Quellen und weiterführende Informationen
    15. Update-Hinweis (Stand: 28.08.2026)

    Škoda Peaq Camping-Modus: übernachten, ohne den Motor laufen zu lassen

    Wer schon einmal eine Nacht im Auto verbracht hat, kennt das Grundproblem. Im Sommer wird es innen stickig, im Winter kalt. Die Klimaanlage würde helfen, aber beim Verbrennungsmotor bedeutet das: Motor an. Und das ist auf einem Parkplatz weder erlaubt noch angenehm für alle, die daneben stehen.

    Škoda hat dafür eine Lösung nachgereicht, die genau an dieser Stelle ansetzt. Seit Juli 2026 gibt es in der MyŠkoda-App einen Camping-Modus. Er hält die eingestellte Innenraumtemperatur über Stunden konstant — leise, ohne Abgase und ohne dass etwas läuft, das man hören würde.

    Dieser Beitrag ordnet ein, was die Funktion technisch leistet, welche Voraussetzungen sie hat, wie viel Platz der Peaq tatsächlich bietet und was beim Übernachten im Auto rechtlich gilt. Alle Angaben zur Funktion stammen aus der offiziellen Mitteilung des Herstellers.

    Kurzantwort


    Kann man im Škoda Peaq schlafen?

    Die kurze Antwort lautet ja, und der Peaq bringt dafür bessere Voraussetzungen mit als die meisten Elektroautos seiner Klasse. Mit 4,87 Metern Länge und einem Radstand von fast drei Metern hat er schlicht mehr Raum zwischen den Achsen als ein Kompaktwagen.

    Entscheidend ist, was hinter den Vordersitzen passiert. Klappt man nur die dritte Reihe weg, bleiben 935 Liter Kofferraum. Legt man auch die zweite Reihe um, wächst das Volumen auf bis zu 2.150 Liter. Das ist keine ebene Matratzenfläche, aber eine durchgehende Ladefläche, auf der zwei Erwachsene mit Isomatte liegen können. Alle Maße und die Sitzaufteilung stehen ausführlich im Beitrag zum Innenraum des Peaq mit der dritten Sitzreihe.

    Wichtig ist die ehrliche Einordnung: Der Peaq ist kein Campingbus. Die Ladefläche ist nicht vollständig eben, und wer regelmäßig im Auto übernachtet, wird eine Matratze oder eine Ausgleichsauflage brauchen. Für eine Nacht auf der Durchreise, für eine Pause auf dem Weg in den Urlaub oder für den Zwischenstopp nach einem langen Arbeitstag reicht es aber gut.

    Der zweite Punkt, der über Komfort entscheidet, ist die Scheibentönung. Der Peaq ist das erste Škoda-Modell mit deutlich stärker abgedunkelten hinteren Scheiben. Von außen sieht man dadurch wenig, was beim Übernachten mehr wert ist als jedes Rollo. Warum es für den Peaq deshalb keine Sonnenschutzrollos gibt, erklärt der Beitrag zu den getönten Scheiben im Peaq.

    Wie funktioniert der Camping-Modus bei Škoda?

    Die Funktion ist bewusst einfach gehalten. In der App gibt es ein Symbol, das den Modus startet. Danach schaltet sich die Klimaanlage ein und hält die Temperatur, die man vorher eingestellt hat. Sie regelt selbstständig nach, wenn es im Auto wärmer oder kälter wird.

    Genau das ist der Unterschied zur bisherigen Vorklimatisierung. Die kühlt oder heizt den Innenraum einmal auf und schaltet sich dann ab. Der Camping-Modus dagegen bleibt aktiv und hält den Zustand. Für eine kurze Pause war die alte Funktion ausreichend, für eine Nacht nicht.

    Beendet wird der Modus ebenfalls in der App, per Knopfdruck. Man muss also nicht ins Auto steigen oder etwas am Fahrzeug bedienen. Das klingt nach einer Kleinigkeit, ist aber praktisch: Wer nachts wach wird, weil es zu warm ist, greift zum Telefon statt zur Türklinke.

    Die Steuerung läuft vollständig über die Mobilfunkverbindung des Fahrzeugs. Das bedeutet auch, dass die Funktion an einem Ort ohne Empfang möglicherweise nicht startet oder sich nicht beenden lässt. Wie die App im Peaq sonst noch mit dem Fahrzeug spricht, steht im Beitrag zu Škoda Connect und den digitalen Diensten im Peaq.

    Wie viel Akku braucht der Camping-Modus?

    Drei Dinge müssen zusammenkommen, damit die Funktion überhaupt startet.

    Erstens muss die Hochvoltbatterie, also der große Antriebsakku, zu mindestens 30 Prozent geladen sein. Darunter lässt sich der Modus nicht aktivieren. Diese Schwelle ist kein technisches Limit, sondern ein Sicherheitspuffer: Nach der Nacht soll noch genug Energie für die Weiterfahrt übrig sein.

    Was das konkret bedeutet, hängt von der Variante ab:

    VarianteAkku (netto)30 Prozent entsprechen
    Peaq 6063 kWhrund 19 kWh
    Peaq 9091 kWhrund 27 kWh
    Peaq 90x91 kWhrund 27 kWh

    Zweitens müssen die Škoda-Connect-Dienste aktiv sein. Sie stellen die Verbindung zwischen App und Fahrzeug her. Läuft das Abo aus, funktioniert auch der Camping-Modus nicht mehr. Was die Dienste kosten und wie lange sie ab Werk laufen, steht im Überblick zu den Škoda-Connect-Diensten.

    Drittens braucht es die App-Version 8.14 oder neuer auf dem Smartphone. Das ist die eigentlich gute Nachricht: Ein Besuch beim Servicepartner ist ausdrücklich nicht nötig. Die Funktion kommt über das normale App-Update und steht danach allen elektrischen Škoda-Modellen offen, unabhängig davon, wie alt die Software im Auto selbst ist.

    Wie lange läuft die Klimaanlage im Elektroauto?

    Hier lohnt ein nüchterner Blick, statt eine Wunschangabe zu machen.

    Eine Klimaanlage, die nur eine Temperatur hält und nicht erst herunterkühlen muss, arbeitet mit deutlich weniger Leistung als beim Fahren. Sie läuft nicht durchgehend, sondern taktet: Sie springt an, wenn die Temperatur abweicht, und schaltet danach wieder ab. Der Verbrauch liegt damit weit unter dem, was man aus dem Fahrbetrieb kennt.

    Wie viel dabei tatsächlich zusammenkommt, hängt von drei Größen ab. Die Außentemperatur bestimmt, wie stark das Auto gegen die Umgebung arbeiten muss. Die gewünschte Innentemperatur legt fest, wie groß dieser Unterschied ist. Und die Dämmung entscheidet, wie schnell die Wärme wieder verloren geht.

    Ein Punkt wird dabei oft unterschätzt: Heizen kostet im Elektroauto mehr Energie als Kühlen. Eine kalte Nacht im Januar zehrt also stärker am Akku als eine laue Nacht im Juni. Der Peaq hat serienmäßig eine Wärmepumpe an Bord, die genau hier hilft — sie nutzt Abwärme, statt Strom direkt in Wärme umzuwandeln. Wie stark der Effekt bei Kälte ausfällt, steht im Beitrag zur Winter-Reichweite und Wärmepumpe im Peaq.

    Verlässliche Herstellerangaben zum Stundenverbrauch gibt es bislang nicht, und wir nennen hier bewusst keine erfundene Zahl. Wer die Funktion zum ersten Mal nutzt, sollte den Ladestand am Abend und am Morgen vergleichen. Dann hat man einen belastbaren Erfahrungswert für das eigene Auto, die eigene Umgebung und die eigene Wunschtemperatur. Sobald uns geprüfte Werte vorliegen, ergänzen wir sie in diesem Beitrag.

    Wie viel Platz zum Schlafen bietet der Škoda Peaq?

    Die Zahlen im Überblick, weil sie den Unterschied machen:

    SitzkonfigurationVolumen
    Siebensitzer, dritte Reihe aufgestellt299 Liter
    Fünfsitzer, dritte Reihe umgeklappt935 Liter
    Zweite und dritte Reihe umgeklapptbis 2.150 Liter
    Zusätzlich unter der Fronthaube37 Liter

    Für eine Übernachtung zählt die dritte Zeile. Die 2.150 Liter verteilen sich auf eine Länge, die für die meisten Erwachsenen ausreicht, wenn man diagonal oder mit leicht angewinkelten Beinen liegt. Wer über 1,85 Meter groß ist, sollte vor dem ersten Ausflug einmal Probe liegen, statt sich auf Zahlen zu verlassen.

    Wie das in der Praxis aussieht, haben wir uns im Juli 2026 auf der Škoda-Roadshow in Mannheim angesehen. Dort stand ein Peaq mit geöffneter Heckklappe, bei dem die dritte Reihe bereits umgeklappt war.

    Škoda Peaq Kofferraum mit umgeklappter dritter Sitzreihe auf der Roadshow in Mannheim
    Der Peaq mit umgeklappter dritter Sitzreihe: ebener Boden, aber hohe Ladekante. Bild: Automobilsalon Bellemann

    Zwei Dinge fielen dabei auf. Der Boden ist in dieser Stellung tatsächlich eben, die umgelegten Lehnen schließen bündig mit dem Ladeboden ab — das ist die Voraussetzung dafür, dass man darauf überhaupt liegen kann. Die Ladekante liegt allerdings hoch, was beim Beladen hilft, beim Ein- und Aussteigen über das Heck aber weniger komfortabel ist.

    Die dritte Sitzreihe kostet beim Peaq Aufpreis und ist nicht in jeder Konfiguration an Bord. Fürs Übernachten ist das kein Nachteil, im Gegenteil: Ohne dritte Reihe ist der Ladeboden gleichmäßiger, weil die Sitzkästen fehlen. Wer die Aufteilung im Detail vergleichen will, findet die Unterschiede im Vergleich von Peaq 60, 90 und 90x.

    Praktisch hilfreich ist außerdem die 230-Volt-Steckdose im Gepäckraum, die zu den größeren Ausstattungspaketen gehört. Sie liefert bis zu 3,6 Kilowatt und reicht damit für Laptop, Kühlbox oder eine kleine Leuchte. Wer eine Nacht im Auto plant, hat damit mehr Möglichkeiten als mit einem simplen USB-Anschluss.

    Was bringt das Schlafpaket im Škoda Peaq?

    Škoda bietet für den Peaq ein Schlafpaket an. Es besteht aus zwei abnehmbaren Kissen für die Vordersitze und ist Teil des größten Ausstattungspakets, nicht einzeln bestellbar.

    Man sollte die Erwartung richtig setzen: Das sind Kissen für die Kopfstützen, keine Matratze und keine Verdunklung. Für das eigentliche Liegen im Kofferraum bringt das Paket nichts. Es zielt auf eine andere Situation — die Pause auf dem Rastplatz, bei der man den Sitz nach hinten stellt und eine Stunde ruht, ohne auszusteigen.

    Trotzdem ist es ein Signal. Der Hersteller denkt das Thema Übernachten mit, und der Camping-Modus zeigt in dieselbe Richtung. Welche Pakete es sonst gibt und was serienmäßig an Bord ist, steht im Beitrag zu Farben, Linien und Ausstattung des Peaq. Verbindlich für Umfang und Preis ist immer der aktuelle Konfigurator von Škoda.

    Darf man in Deutschland im Auto übernachten?

    Das ist die Frage, die in der Praxis am häufigsten für Unsicherheit sorgt — und die Antwort ist erfreulich klar.

    Die Straßenverkehrs-Ordnung enthält kein Verbot, im Fahrzeug zu schlafen. Erlaubt ist es überall dort, wo Parken zulässig ist, solange es der Erholung dient. Der klassische Fall ist der übermüdete Fahrer, der auf einem Rastplatz eine Pause einlegt, um wieder fahrtüchtig zu werden. Das ist ausdrücklich gedeckt und aus Sicht der Verkehrssicherheit sogar erwünscht.

    Die oft zitierte Zehn-Stunden-Regel steht in keinem Gesetz. Sie ist ein Richtwert, an dem sich Behörden orientieren, mehr nicht. Entscheidend ist der Zweck, nicht die Stundenzahl. Wer pausiert, um weiterfahren zu können, ist auf der sicheren Seite. Eine ausführliche Einordnung bietet der Bußgeldkatalog zum Schlafen im Auto, ergänzend die rechtliche Einordnung der ARAG.

    Die Grenze verläuft dort, wo aus dem Übernachten Campen wird. Sobald Stühle, ein Tisch, eine Markise oder Auffahrkeile draußen stehen, ist es kein Halten mehr, sondern Lagern. Auf öffentlichen Flächen ist das nicht erlaubt, und die Bußgelder sind Ländersache. Sie beginnen meist im niedrigen zweistelligen Bereich, können in Bayern aber deutlich höher ausfallen. Wer Campingmöbel aufstellen möchte, gehört auf einen Stell- oder Campingplatz.

    Zu beachten sind außerdem örtliche Regelungen. Viele Wanderparkplätze, Seeufer und Naturschutzgebiete haben ein ausdrückliches Übernachtungsverbot, das per Schild ausgewiesen ist. Ein Blick auf die Beschilderung vor dem Einschlafen erspart die unangenehme Variante des Weckdienstes.

    Warum das Übernachten im Elektroauto einfacher ist als im Verbrenner

    An dieser Stelle liegt der eigentliche Vorteil, und er wird oft übersehen.

    Ein Verbrenner müsste für die Klimaanlage den Motor laufen lassen. Genau das untersagt die Straßenverkehrs-Ordnung: Unnötiger Lärm und vermeidbare Abgasbelästigung sind verboten. Ein Fahrzeug, das nachts auf einem Rastplatz mit laufendem Motor steht, ist damit ein Fall fürs Ordnungsamt — abgesehen davon, dass niemand daneben schlafen möchte.

    Das Elektroauto hat dieses Problem nicht. Die Klimaanlage zieht Strom aus dem Antriebsakku, es gibt kein Motorgeräusch und keine Abgase. Rechtlich ist das unproblematisch, praktisch ist es leise genug, dass die Nachbarn auf dem Parkplatz nichts davon merken.

    Damit wird etwas möglich, das im Verbrenner faktisch verboten war: eine ganze Nacht bei angenehmer Temperatur, ohne Regeln zu brechen. Das ist der Punkt, an dem der Camping-Modus vom netten Zusatz zum echten Argument wird — besonders für Familien, die im Sommer lange Strecken fahren und unterwegs eine Pause brauchen. Wie sich der Peaq auf der Langstrecke schlägt, zeigt der Beitrag zur Reichweite des Peaq.

    Welche Škoda-Modelle haben den Camping-Modus?

    Die Funktion bleibt nicht dem Peaq vorbehalten. Škoda hat sie für alle elektrischen Baureihen angekündigt: Epiq, Elroq, Enyaq und Peaq.

    Bemerkenswert ist die Bedingung, die dabei ausdrücklich nicht gilt. Die Funktion ist unabhängig von der Fahrzeuggeneration und von der Softwareversion im Auto. Wer einen älteren Enyaq fährt, bekommt sie also ebenso wie ein Käufer, der jetzt einen Peaq bestellt. Einzige Voraussetzung bleiben die aktiven Connect-Dienste.

    Praktisch heißt das: Der Camping-Modus ist eine App-Funktion, keine Fahrzeugausstattung. Man kann ihn nicht mitbestellen und nicht abwählen. Er ist einfach da, sobald das Update installiert ist.

    Für den Peaq ist der Nutzen am größten, weil er von allen vier Modellen die größte Ladefläche hat. Im Epiq als Kleinwagen reicht der Platz nicht zum Liegen, dort ist die Funktion eher für die längere Pause gedacht. Wie sich die Modelle in der Größe unterscheiden, zeigt der Vergleich zwischen Peaq und Enyaq.

    Camping-Modus oder Standklimatisierung: was ist der Unterschied?

    Beide Funktionen heizen oder kühlen den Innenraum, während das Auto steht. Der Unterschied liegt im Zeitraum und im Zweck.

    Die Standklimatisierung, in der App als Vorklimatisierung geführt, bringt den Innenraum vor der Abfahrt auf Temperatur. Sie läuft einige Minuten und schaltet sich dann ab. Gedacht ist sie für den Moment des Einsteigens: Im Winter sind die Scheiben frei, im Sommer ist es erträglich. Danach übernimmt die normale Klimaautomatik während der Fahrt.

    Der Škoda Peaq Camping-Modus verfolgt das Gegenteil. Er hält den Zustand über Stunden, statt ihn einmal herzustellen. Er endet nicht von selbst nach einer festen Zeit, sondern läuft, bis man ihn beendet oder die Akkuladung zu weit fällt. Deshalb auch die 30-Prozent-Schwelle, die es bei der Vorklimatisierung so nicht gibt.

    Praktisch bedeutet das: Für den Weg zur Arbeit an einem Frostmorgen bleibt die Vorklimatisierung das richtige Werkzeug. Für die Nacht auf dem Rastplatz oder die zweistündige Pause mit schlafendem Kind auf der Rückbank ist es der Camping-Modus. Beide Funktionen stehen nebeneinander in der App und schließen sich nicht aus.

    Ein dritter Fall wird oft verwechselt: die Standheizung, wie man sie aus Verbrennern kennt. Die verbrennt Kraftstoff, um Wärme zu erzeugen, und ist im Elektroauto nicht nötig. Das Elektroauto heizt ohnehin elektrisch, mit oder ohne laufenden Antrieb. Der Unterschied zwischen den Systemen verschwindet damit — was im Verbrenner eine Zusatzausstattung war, ist hier eine Softwarefunktion.

    MyŠkoda App Camping-Modus: was im Alltag zu beachten ist

    Ein paar Dinge klärt die Mitteilung des Herstellers nicht, die in der Praxis aber zählen.

    Lüftung bleibt ein Thema. Die Klimaanlage hält die Temperatur, tauscht aber nicht dauerhaft die gesamte Luft. Bei zwei Personen über mehrere Stunden steigt die Luftfeuchtigkeit, und die Scheiben können beschlagen. Ein Fensterspalt hilft, kostet aber Temperatur und damit Energie. Wer das öfter macht, findet für die meisten Fahrzeuge passende Insektenschutz-Netze für den Fensterrahmen.

    Der Ladestand verdient Aufmerksamkeit. Die 30-Prozent-Schwelle gilt für den Start, nicht für die ganze Nacht. Wer mit exakt 30 Prozent losschläft, hat morgens weniger. Sinnvoller ist es, mit reichlich Reserve zu beginnen oder gleich an einer Lademöglichkeit zu stehen. Was der Peaq beim Laden leistet und wie schnell er wieder voll ist, steht im Beitrag zur Ladeleistung und den Ladezeiten des Peaq.

    Auch die Mobilfunkverbindung sollte man mitdenken. Die App steuert die Funktion über das Netz. An einem Ort ohne Empfang kann es passieren, dass sich der Modus nicht wie gewünscht starten oder beenden lässt. Ein kurzer Test vor der ersten Nacht schafft Klarheit.

    Die Wahl des Standorts entscheidet über die Nachtruhe mehr als jede Technik. Ein Rastplatz an der Autobahn ist beleuchtet und laut, dafür bewacht und mit Sanitäranlagen. Ein Wanderparkplatz ist ruhiger, hat aber oft ein Übernachtungsverbot und keine Infrastruktur. Wer den Škoda Peaq Camping-Modus regelmäßig nutzt, entwickelt schnell ein Gefühl dafür, welcher Kompromiss zum eigenen Schlaf passt.

    Zuletzt ein Wort zur Sicherheit. Die Türgriffe des Peaq fahren elektrisch aus, öffnen die Tür aber über einen mechanischen Seilzug. Sie lassen sich damit auch bei einem Stromausfall von innen und außen bedienen. Wer im Auto schläft, sollte trotzdem wissen, wo die Verriegelung sitzt und wie sie sich von innen lösen lässt — das gehört zu den Dingen, die man einmal bei Tageslicht ausprobiert und dann nie wieder braucht.

    Für Fragen zu den Connect-Diensten, zur App-Einrichtung oder zur Ausstattung ist die Werkstatt in Wiesloch der richtige Ansprechpartner. Wir betreuen die elektrischen Škoda-Modelle als autorisierter Service-Partner und richten die digitalen Dienste bei Bedarf gemeinsam mit dem Kunden ein. Einen Überblick über das Modell insgesamt gibt der Beitrag zum Peaq als 7-Sitzer.

    Quellen und weiterführende Informationen

    Die Angaben zum Camping-Modus stammen aus der Presseinformation von Škoda Auto vom 14. Juli 2026. Modelldaten und Ausstattung sind im offiziellen Modellbereich zum Peaq dokumentiert.

    Die rechtliche Einordnung stützt sich auf den Bußgeldkatalog zum Schlafen im Auto, die Darstellung der ARAG zum Übernachten im Fahrzeug sowie auf Paragraf 30 der Straßenverkehrs-Ordnung, der unnötigen Lärm und vermeidbare Abgasbelästigung untersagt. Eine Einordnung des Zehn-Stunden-Richtwerts liefert promobil zum Mythos der Zehn-Stunden-Regel.

    Update-Hinweis (Stand: 28.08.2026)

    Erstveröffentlichung. Der Camping-Modus wurde am 14. Juli 2026 angekündigt und wird mit Version 8.14 der MyŠkoda-App ausgerollt. Sobald belastbare Verbrauchswerte für eine ganze Nacht vorliegen, ergänzen wir sie hier.

    Häufige Fragen

    Kann man im Škoda Peaq schlafen?

    Ja. Mit umgeklappter zweiter und dritter Sitzreihe entsteht eine durchgehende Fläche von bis zu 2.150 Litern Volumen. Der neue Camping-Modus der MyŠkoda-App hält dabei die eingestellte Temperatur, ohne dass ein Motor laufen muss. Voraussetzung sind mindestens 30 Prozent Akkuladung und aktive Škoda-Connect-Dienste.

    Wie funktioniert der Camping-Modus bei Škoda?

    Der Modus wird in der MyŠkoda-App durch Antippen eines Symbols gestartet. Danach schaltet sich die Klimaanlage ein und hält die gewählte Innenraumtemperatur automatisch, auch über mehrere Stunden. Beenden lässt er sich in der App genauso einfach wieder.

    Wie viel Akku braucht der Camping-Modus?

    Die Hochvoltbatterie muss zu mindestens 30 Prozent geladen sein, sonst startet die Funktion nicht. Beim Peaq 60 mit 63 Kilowattstunden entspricht das rund 19 Kilowattstunden, beim Peaq 90 und 90x mit 91 Kilowattstunden rund 27 Kilowattstunden Restenergie.

    Wie lange läuft die Klimaanlage im Elektroauto?

    Das hängt von Außentemperatur, Zieltemperatur und Fahrzeuggröße ab. Eine Klimaanlage, die nur eine Temperatur hält und nicht erst herunterkühlen muss, taktet und läuft nicht durchgehend. Wer die Funktion zum ersten Mal nutzt, sollte den Ladestand abends und morgens vergleichen und so seinen eigenen Erfahrungswert ermitteln.

    Welche Škoda-Modelle haben den Camping-Modus?

    Die Funktion ist für alle elektrischen Baureihen vorgesehen: Epiq, Elroq, Enyaq und Peaq. Sie ist unabhängig von der Fahrzeuggeneration und der Softwareversion im Auto, solange die Škoda-Connect-Dienste aktiv sind.

    Muss ich für den Camping-Modus in die Werkstatt?

    Nein. Die Funktion kommt mit Version 8.14 der MyŠkoda-App auf das Smartphone. Ein Termin beim Servicepartner ist dafür ausdrücklich nicht erforderlich.

    Darf man in Deutschland im Auto übernachten?

    Die Straßenverkehrs-Ordnung verbietet das Schlafen im Fahrzeug nicht. Erlaubt ist es dort, wo Parken zulässig ist, und wenn es der Erholung dient. Sobald Campingmöbel aufgestellt werden, gilt es als Campen und ist auf öffentlichen Flächen nicht mehr gedeckt.

    Gilt beim Übernachten im Auto eine 10-Stunden-Regel?

    Diese Zahl steht in keinem Gesetz. Sie ist ein Richtwert, an dem sich Behörden orientieren. Maßgeblich ist der Zweck: Wer pausiert, um wieder fahrtüchtig zu werden, bewegt sich im erlaubten Rahmen.

    Warum ist das im Elektroauto einfacher als im Verbrenner?

    Ein Verbrenner müsste für die Klimaanlage den Motor laufen lassen. Das untersagt die Straßenverkehrs-Ordnung als unnötigen Lärm. Das Elektroauto zieht den Strom dagegen leise aus dem Antriebsakku, ohne Abgase und ohne Motorgeräusch.

    Was bringt das Schlafpaket im Škoda Peaq?

    Es besteht aus zwei abnehmbaren Kissen für die Vordersitze und ist Teil des größten Ausstattungspakets, nicht einzeln bestellbar. Für das Liegen im Kofferraum bringt es nichts, es macht nur das Ruhen auf den Vordersitzen bequemer. Den aktuellen Umfang zeigt der Konfigurator.

    Zieht der Camping-Modus den Akku über Nacht leer?

    Das ist unwahrscheinlich, weil die Klimaanlage im Standbetrieb nur einen Bruchteil der Fahrleistung braucht. Die 30-Prozent-Schwelle ist als Sicherheitspuffer gedacht, damit nach der Nacht noch Reichweite für die Weiterfahrt bleibt.

    Beschlagen im Peaq über Nacht die Scheiben?

    Das kann passieren, weil die Klimaanlage die Temperatur hält, aber nicht dauerhaft die gesamte Luft tauscht. Bei zwei Personen steigt die Luftfeuchtigkeit über mehrere Stunden spürbar. Ein Fensterspalt hilft, kostet aber etwas Temperatur und damit Energie.

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