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E-Mobilität & Förderung

Škoda Peaq Reichweitenrekord: 936 Kilometer ohne einen einzigen Ladestopp

Škoda Peaq Reichweitenrekord: 936 Kilometer ohne Ladestopp bei 9,2 kWh je 100 km, überwacht vom TÜV Süd. Was davon im Autobahnalltag übrig bleibt.

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Škoda Peaq Reichweitenrekord: das Serienfahrzeug auf der Rekordstrecke
Bild: Škoda Auto Deutschland GmbH
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    Škoda Peaq 2026: das 7-Sitzer Elektro-SUV ab 49.900 Euro mit bis zu 642 km
    Alle bestätigten Infos, Einordnung, Updates und interne Sprünge an einer Stelle.
    Inhalt dieses Artikels
    1. Škoda Peaq Reichweitenrekord: 936 km von Mladá Boleslav bis ans Meer
    2. Kurzantwort
    3. Wie weit fährt der Škoda Peaq mit einer Ladung?
    4. Wie hat der Škoda Peaq den Reichweitenrekord geschafft?
    5. War der Škoda Peaq beim Rekord ein Serienauto?
    6. Welchen Verbrauch hatte der Škoda Peaq bei der Rekordfahrt?
    7. Wie viele Kilometer schafft der Škoda Peaq ohne Laden — und woran liegt das?
    8. Wie realistisch sind 936 Kilometer beim Škoda Peaq?
    9. Wie viel Strom kostet die Rekordstrecke des Škoda Peaq?
    10. Was die 936 km des Škoda Peaq für die eigene Fahrweise bedeuten
    11. Was die Škoda Peaq Rekordfahrt für Käufer bedeutet
    12. Škoda Peaq gegen andere große Elektro-SUV: wo der Rekord einzuordnen ist
    13. Wo der Škoda Peaq Reichweitenrekord an Grenzen stößt
    14. Häufige Fragen zum Škoda Peaq Reichweitenrekord
    15. Quellen und weiterführende Informationen
    16. Update-Hinweis (Stand: 03.09.2026)

    Škoda Peaq Reichweitenrekord: 936 km von Mladá Boleslav bis ans Meer

    Ein großes Elektroauto mit sieben Sitzen fährt von Tschechien bis an die Nordsee, ohne unterwegs auch nur einmal an eine Ladesäule zu fahren. Genau das ist Ende August passiert. Der Škoda Peaq Reichweitenrekord steht bei 936 Kilometern mit einer einzigen Akkuladung, überwacht vom TÜV Süd und eingetragen im tschechischen Rekordbuch. Bemerkenswert daran ist weniger die Zahl selbst als das, was dahintersteckt: Es war ein ganz normales Serienauto.

    Kurzantwort

    Wie weit fährt der Škoda Peaq mit einer Ladung?

    Gestartet wurde am Dienstag, dem 25. August 2026, um zwölf Uhr mittags am Stammsitz in Mladá Boleslav. Von dort führte die Strecke über Sachsen durch Deutschland, weiter Richtung Amsterdam und schließlich bis nach Zandvoort an die niederländische Küste. Am Steuer wechselten sich zwei Škoda-Mitarbeiter ab: Jakub Krs, im Unternehmen für den Bereich Batterie zuständig, und Marek Jež als Projektleiter. Angekommen sind die beiden am Mittwochnachmittag, nach einer kurzen Pause in den frühen Morgenstunden.

    Am Ende blieb sogar noch etwas Reserve. Weil nach dem ursprünglich geplanten Ziel noch Energie im Akku war, verlängerten die beiden die Route um rund 50 Kilometer bis ans Meer. Erst dort, auf der Küstenstraße, ging der Ladestand gegen null. Das Wetter war während der gesamten Fahrt trocken, was Škoda selbst als begünstigenden Umstand nennt. Nasse Straßen kosten spürbar Reichweite, weil die Reifen mehr Rollwiderstand haben.

    Für den Alltag ist die Zahl 936 aber nicht der richtige Maßstab. Wer wissen will, wie weit der Wagen je Variante und Ausstattung kommt, findet die vollständigen Werte im Beitrag zur Reichweite des Škoda Peaq. Dort stehen auch die Unterschiede zwischen Peaq 60, 90 und dem Allradler 90x.

    Wie hat der Škoda Peaq den Reichweitenrekord geschafft?

    Der Fahrstil war der entscheidende Faktor. Beide Fahrer fuhren betont gleichmäßig und vermieden starkes Beschleunigen ebenso wie hartes Bremsen. Statt der Autobahn wählten sie überwiegend Landstraßen und Nebenstrecken, weil dort das Tempo niedriger und damit der Luftwiderstand deutlich kleiner ist. Der Luftwiderstand wächst nämlich nicht gleichmäßig mit dem Tempo, sondern überproportional: Wer 130 statt 100 fährt, braucht dafür spürbar mehr als nur ein Drittel zusätzliche Energie.

    Ein wesentlicher Teil des niedrigen Verbrauchs geht außerdem auf die Rekuperation zurück (das Zurückgewinnen von Bremsenergie in den Akku). Sobald der Fahrer vom Strom geht, arbeitet der Elektromotor als Generator und schiebt Energie zurück in die Batterie. Auf kurvigen Landstraßen mit vielen sanften Tempowechseln funktioniert das besser als auf der Autobahn, wo konstant Energie in den Luftwiderstand fließt und kaum verzögert wird.

    Bei der Routenplanung half nach Angaben der Beteiligten auch eine Softwareunterstützung, die Höhenprofil und Streckenführung auf möglichst geringen Energiebedarf hin auswertete. Das ist kein Trick, sondern etwas, das jedes moderne Navigationssystem im Ansatz kann. Wer eine lange Strecke bewusst über flaches Land statt über Pässe legt, spart messbar Strom.

    War der Škoda Peaq beim Rekord ein Serienauto?

    Diese Frage ist bei Rekordfahrten immer berechtigt, und die Antwort fällt hier klar aus. Zum Einsatz kam ein Peaq Sportline 90 im Auslieferungszustand, also genau das Auto, das auch ein Kunde bekommt. Es rollte auf 19-Zoll-Rädern mit den serienmäßigen Reifen, die auf geringen Rollwiderstand ausgelegt sind. Am Fahrzeug selbst wurde nichts verändert, weder am Antrieb noch an der Aerodynamik.

    Die einzige Maßnahme war das Versiegeln der Ladeklappe vor der Abfahrt. Damit war ausgeschlossen, dass unterwegs heimlich Strom nachgeladen wird. Der TÜV Süd begleitete den Versuch und bestätigte das Ergebnis, zusätzlich waren Vertreter des tschechischen Rekordbuchs vor Ort. Eingetragen ist die Fahrt als tschechischer Rekord für die längste Strecke, die ein Elektroauto mit einer einzigen Ladung zurückgelegt hat.

    Das unterscheidet diesen Versuch von vielen Reichweiten-Demonstrationen, bei denen abgeklebte Karosseriespalten, Spezialreifen oder ausgebaute Sitze im Spiel sind. Wer wissen will, was technisch unter der Karosserie steckt, findet die vollständige Übersicht im Beitrag zu den technischen Daten des Škoda Peaq.

    Welchen Verbrauch hatte der Škoda Peaq bei der Rekordfahrt?

    Der Durchschnittsverbrauch von 9,2 Kilowattstunden je 100 Kilometer ist der eigentlich beeindruckende Wert dieser Fahrt. Zum Vergleich: Ein kompakter Elektro-Kleinwagen liegt im Alltag ungefähr bei 15 Kilowattstunden. Der Peaq ist ein über 4,80 Meter langes Auto mit sieben Sitzplätzen und mehr als zwei Tonnen Gewicht. Dass ein solches Fahrzeug unter zehn Kilowattstunden bleibt, war vor wenigen Jahren undenkbar.

    Die Rechnung dahinter ist einfach nachzuvollziehen. Die Antriebsbatterie hat 91 Kilowattstunden Bruttokapazität, davon sind 86 Kilowattstunden tatsächlich nutzbar. Der Rest ist Puffer, den die Steuerung zum Schutz der Zellen freihält. Teilt man 86 Kilowattstunden durch einen Verbrauch von 9,2 je 100 Kilometer, kommt man rechnerisch auf rund 935 Kilometer. Die gemessenen 936 passen also exakt zur Technik, hier wurde nichts schöngerechnet.

    Interessant ist der Abstand zur Normangabe. Škoda nennt für das Fahrzeug bis zu 647 Kilometer nach WLTP (das genormte Messverfahren, nach dem alle Hersteller Reichweite und Verbrauch ermitteln). Der Rekord liegt 289 Kilometer darüber, also knapp 45 Prozent höher. Normalerweise kennt man das umgekehrt: Im Alltag unterschreiten Elektroautos ihre Normreichweite. Dass sie deutlich überschritten wird, zeigt, wie stark der Fahrstil wirkt.

    Wie viele Kilometer schafft der Škoda Peaq ohne Laden — und woran liegt das?

    Ein großer Akku hilft, reicht aber nicht. Entscheidend ist, wie sparsam ein Auto mit dem umgeht, was gespeichert ist. Beim Peaq kommen dafür mehrere Dinge zusammen.

    Der wichtigste Punkt ist die Aerodynamik. Der Luftwiderstandsbeiwert liegt bei 0,249. Dieser Wert beschreibt, wie leicht ein Auto die Luft durchschneidet, und je kleiner er ist, desto besser. Für ein hochbauendes Familienauto mit drei Sitzreihen ist 0,249 ein sehr guter Wert, viele Limousinen liegen darüber. Škoda hat dafür unter anderem an der Dachlinie und an der Unterbodenverkleidung gearbeitet.

    Dazu kommt der Antrieb. Das Rekordfahrzeug fährt mit 210 Kilowatt, also 286 PS, an der Hinterachse. Ein Motor allein verbraucht auf der Langstrecke weniger als zwei Motoren mit Allradantrieb, weil kein zweiter Antriebsstrang mitläuft. Wie sich die Varianten im Einzelnen unterscheiden, zeigt der Vergleich von Peaq 60, 90 und 90x. Der Allradler liegt beim Verbrauch systembedingt etwas höher.

    Und schließlich spielen die Reifen eine größere Rolle, als die meisten vermuten. Reifen mit geringem Rollwiderstand können über eine lange Strecke leicht 5 bis 10 Prozent ausmachen. Das ist auch im Alltag relevant, etwa beim Wechsel auf Winterreifen. Was Kälte und andere Gummimischung zusammen bewirken, steht im Beitrag zur Winter-Reichweite des Škoda Peaq.

    Wie realistisch sind 936 Kilometer beim Škoda Peaq?

    Hier wird es für Käufer interessant, denn niemand fährt so, wie bei einem Rekordversuch gefahren wird. Die ehrliche Einordnung sieht anders aus als die Schlagzeile.

    Auf der Autobahn bei Richtgeschwindigkeit liegt der Verbrauch beim Peaq 90 realistisch bei ungefähr 23 Kilowattstunden je 100 Kilometer. Daraus ergeben sich rund 374 Kilometer am Stück. Im gemischten Betrieb aus Stadt, Landstraße und etwas Autobahn sind es etwa 480 Kilometer. An einem kalten Wintertag um null Grad bleiben rund 380 Kilometer.

    Der Abstand zwischen 936 und 374 Kilometern wirkt groß, ist aber normal. Er zeigt schlicht, wie stark das Tempo den Energiebedarf bestimmt. Wer regelmäßig 160 auf der Autobahn fährt, kommt bei jedem Elektroauto auf etwa die Hälfte der Normreichweite. Wer überwiegend Landstraße fährt, liegt deutlich darüber. Das ist keine Schwäche dieses Modells, sondern Physik.

    Für den Alltag ist ohnehin eine andere Zahl wichtiger als die maximale Strecke: wie schnell der Akku wieder voll wird. Der Peaq lädt mit hoher Leistung an Gleichstromsäulen, die Details dazu stehen im Beitrag zum Laden des Škoda Peaq. Von 10 auf 80 Prozent braucht der Peaq 90 rund 28 Minuten. Zwei solche Stopps bringen auf einer langen Fahrt mehr Zeitgewinn als jede Sparfahrweise.

    Wie viel Strom kostet die Rekordstrecke des Škoda Peaq?

    Diese Rechnung macht den Rekord greifbar. Die nutzbaren 86 Kilowattstunden kosten bei einem Haushaltsstrompreis von 35 Cent je Kilowattstunde rund 30 Euro. Für 936 Kilometer bedeutet das etwa 3,20 Euro je 100 Kilometer.

    Ein vergleichbar großes Fahrzeug mit Verbrennungsmotor liegt bei realistischen sechs bis sieben Litern Diesel auf 100 Kilometern. Selbst bei günstigen Kraftstoffpreisen ist das ein Vielfaches der Stromkosten. Allerdings gilt der Rechenwert von 3,20 Euro nur für das Laden zu Hause und für diese besonders sparsame Fahrweise. Wer unterwegs an Schnellladesäulen lädt, zahlt oft das Zwei- bis Dreifache je Kilowattstunde. Und im normalen Autobahnbetrieb liegt der Verbrauch beim Doppelten.

    Realistisch für den Alltag sind also eher 8 bis 9 Euro je 100 Kilometer beim Laden zu Hause. Das bleibt günstig, ist aber die ehrlichere Zahl. Was an laufenden Kosten sonst noch zusammenkommt, steht im Beitrag zu Versicherung und Unterhaltskosten des Peaq.

    Was die 936 km des Škoda Peaq für die eigene Fahrweise bedeuten

    Der Rekord ist kein Alltagswert, aber er zeigt sehr genau, welche Hebel bei einem Elektroauto überhaupt wirken. Vier davon lassen sich unmittelbar übertragen, und sie sind bei jedem Modell dieselben.

    Der größte Hebel ist das Tempo. Zwischen 120 und 140 Stundenkilometern liegen auf der Autobahn schnell drei bis vier Kilowattstunden Unterschied je 100 Kilometer. Beim Peaq mit seinen 86 nutzbaren Kilowattstunden entspricht das rund 50 bis 70 Kilometer mehr oder weniger Strecke. Wer auf einer langen Fahrt zehn Stundenkilometer vom Gas geht, spart oft einen ganzen Ladestopp und verliert unterm Strich kaum Zeit.

    Der zweite Hebel sind die Reifen. Die Rekordfahrt lief auf serienmäßigen Reifen mit geringem Rollwiderstand. Wer im Winter auf grobstollige Reifen wechselt, verliert Reichweite, und ein zu niedriger Luftdruck kostet zusätzlich. Ein Blick auf den Reifendruck vor der Urlaubsfahrt bringt mehr als jede Spar-App.

    Der dritte Hebel ist vorausschauendes Fahren. Wer früh vom Strom geht und den Wagen rollen lässt, holt über die Rekuperation Energie zurück, die beim harten Bremsen als Wärme verloren geht. Genau das haben die beiden Fahrer über 936 Kilometer konsequent gemacht. Im Stadtverkehr ist dieser Effekt am größten, weil dort ständig verzögert wird.

    Der vierte Hebel ist die Route. Höhenmeter kosten Energie, die man beim Bergabfahren nur teilweise zurückbekommt. Eine flachere Strecke über Landstraßen kann bei gleicher Fahrzeit sparsamer sein als die kürzeste Autobahnverbindung. Auch die Klimaanlage zählt: Im Sommer sind zwei Grad mehr Innenraumtemperatur spürbar günstiger als das Maximum.

    Zusammengenommen erklären diese vier Punkte den Unterschied zwischen 374 und 936 Kilometern. Keiner davon kostet Geld, und keiner setzt ein besonderes Auto voraus. Wer sie kennt, plant Langstrecken entspannter, weil er einschätzen kann, wann eine Ladung reicht und wann nicht.

    Was die Škoda Peaq Rekordfahrt für Käufer bedeutet

    Rekordfahrten sind Marketing, das lässt sich nicht wegdiskutieren. Trotzdem steckt in dieser eine belastbare Information: Der Peaq gehört zu den effizientesten großen Elektroautos, die derzeit gebaut werden. Ein Verbrauch von 9,2 Kilowattstunden ist bei einem Zwei-Tonnen-Auto mit sieben Sitzen kein Zufallsergebnis, sondern die Folge sauberer technischer Arbeit an Aerodynamik, Antrieb und Rollwiderstand.

    Praktisch heißt das: Wer ruhig fährt, wird bei diesem Modell überdurchschnittlich belohnt. Der Unterschied zwischen zurückhaltender und flotter Fahrweise fällt bei einem effizienten Auto in absoluten Kilometern größer aus als bei einem durstigen. Für Familien, die vier- bis fünfmal im Jahr eine längere Strecke fahren und sonst überwiegend regional unterwegs sind, ist das ein echtes Argument.

    Wichtig ist die richtige Erwartung. Wer 900 Kilometer am Stück plant, wird enttäuscht. Wer dagegen davon ausgeht, dass eine Ladung im Sommer für rund 480 Kilometer gemischte Strecke reicht, liegt richtig. Die vollständige Einordnung des Modells mit allen Varianten steht im Überblick zum Škoda Peaq als siebensitziges Elektro-SUV.

    Wer sich für das Auto entscheidet, sollte außerdem die Wartezeit einplanen. Aktuelle Termine stehen im Beitrag zur Lieferzeit des Škoda Peaq, die Preise je Variante im Beitrag zum Preis des Škoda Peaq.

    Škoda Peaq gegen andere große Elektro-SUV: wo der Rekord einzuordnen ist

    Im Segment der großen Elektroautos mit drei Sitzreihen ist die Konkurrenz überschaubar, aber stark. Kia, Hyundai und Peugeot bieten vergleichbare Fahrzeuge an, und alle drei setzen ebenfalls auf große Akkus. Beim Verbrauch liegt der Peaq nach den bisher bekannten Werten günstig, was vor allem an der Aerodynamik und am Heckantrieb liegt. Ein direkter Vergleich der Modelle steht im Beitrag Peaq gegen Kia EV9, Hyundai Ioniq 9 und Peugeot e-5008.

    Innerhalb des eigenen Hauses ist der Vergleich mit dem kleineren Bruder aufschlussreich. Der Enyaq ist kürzer, leichter und hat fünf Sitze, kommt aber mit kleinerem Akku. Wer keine dritte Sitzreihe braucht, fährt damit oft günstiger. Die Unterschiede im Detail stehen im Beitrag Škoda Peaq gegen Škoda Enyaq.

    Gebaut wird der Peaq übrigens am selben Ort, an dem die Rekordfahrt startete. Wie die Fertigung dort läuft, beschreibt der Beitrag zur Produktion des Peaq in Mladá Boleslav. Und wer wissen will, wie viel das Auto ziehen darf, findet die Werte im Beitrag zur Anhängelast des Škoda Peaq.

    Wo der Škoda Peaq Reichweitenrekord an Grenzen stößt

    Bei aller Anerkennung gehören zwei Einschränkungen dazu. Erstens war die Strecke bewusst auf niedrigen Verbrauch hin geplant. Nebenstraßen statt Autobahn kosten Zeit: Für 936 Kilometer waren die beiden Fahrer mehr als einen Tag unterwegs, inklusive Pausen. Wer dieselbe Strecke auf der Autobahn fährt, ist in etwa neun Stunden da, muss aber zweimal laden.

    Zweitens sagt ein Verbrauchswert von 9,2 Kilowattstunden wenig über den Alltag mit voller Beladung aus. Sieben Personen, Gepäck und ein Dachträger verändern das Bild deutlich. Der Rekord wurde mit zwei Personen an Bord gefahren. Wer den Peaq als Familienauto nutzt, sollte mit den Alltagswerten rechnen, nicht mit der Bestmarke. Was in den Innenraum passt und wie sich die dritte Sitzreihe nutzen lässt, steht im Beitrag zum Innenraum des siebensitzigen Peaq. Wie viele Kindersitze gleichzeitig hineinpassen, klärt der Beitrag zum Peaq als Familienauto.

    Ehrlich bleibt festzuhalten: Kein Hersteller veröffentlicht eine Rekordfahrt, die schlecht ausgeht. Was diese hier von reinen Werbeaktionen unterscheidet, ist die unabhängige Begleitung durch den TÜV Süd und der Verzicht auf jede Veränderung am Fahrzeug. Damit ist der Wert nachvollziehbar, auch wenn er im Alltag niemandem begegnet.

    Häufige Fragen zum Škoda Peaq Reichweitenrekord

    Die wichtigsten Fragen zur Rekordfahrt und zu den realistischen Alltagswerten stehen unten in den häufig gestellten Fragen. Sie decken den Ablauf der Fahrt ab, die Technik dahinter und vor allem die Frage, was von den 936 Kilometern im normalen Betrieb übrig bleibt.

    Für die Wartung und den Service eines Elektroautos ist der Automobilsalon Bellemann in Wiesloch autorisierter Servicepartner. Dazu gehören Inspektion, Reifen und der Hochvolt-Service, also Arbeiten an der Antriebsbatterie. Der Kaufvertrag für einen neuen Peaq entsteht bei einem Škoda-Vertragshändler. Im Bestand finden sich zudem gebrauchte Elektroautos von Škoda, SEAT und CUPRA, an denen sich Reichweite und Alltagstauglichkeit in der Praxis vergleichen lassen; der aktuelle Bestand steht auf der Seite mit den Gebrauchtwagen.

    Quellen und weiterführende Informationen

    Die Fakten zur Rekordfahrt stammen aus der offiziellen Pressemitteilung von Škoda Auto Deutschland sowie aus dem ausführlichen Bericht im Škoda Storyboard, in dem auch die beteiligten Fahrer zu Wort kommen. Die technische Überwachung lag beim TÜV Süd.

    Die offiziellen Modelldaten und die Reichweiten je Ausstattungslinie stellt Škoda auf der Modellseite zum Peaq bereit. Eine unabhängige Einordnung von Normreichweite und Praxisverbrauch bei Elektroautos liefert der ADAC im Bereich Elektromobilität. Wie das Messverfahren funktioniert, nach dem die Normreichweiten ermittelt werden, erklärt die Deutsche Automobil Treuhand im Leitfaden zum Kraftstoffverbrauch.

    Update-Hinweis (Stand: 03.09.2026)

    Dieser Beitrag wurde am 03.09.2026 erstellt und gibt den Stand der offiziellen Mitteilungen zur Rekordfahrt vom 25. und 26. August 2026 wieder. Alle Zahlen zur Strecke, zum Verbrauch und zur Fahrzeugtechnik stammen aus den Veröffentlichungen von Škoda Auto und wurden gegen beide offiziellen Quellen abgeglichen.

    Škoda nennt für das Rekordfahrzeug eine Normreichweite von bis zu 647 Kilometern. In der deutschen Preisliste steht je nach Ausstattungslinie und Radgröße eine Spanne von 553 bis 642 Kilometern für den Peaq 90. Beide Angaben sind hier bewusst nebeneinandergestellt, weil sie sich auf unterschiedliche Konfigurationen beziehen.

    Faktenstand: 03.09.2026. Alle Reichweiten- und Verbrauchsangaben sind Herstellerwerte beziehungsweise gerechnete Richtwerte; maßgeblich sind die jeweils aktuellen Angaben von Škoda für die konkrete Version und Ausstattung.

    Häufige Fragen

    Wie weit fährt der Škoda Peaq mit einer Ladung?

    Bei der überwachten Rekordfahrt waren es 936 Kilometer ohne einen einzigen Ladestopp. Die Strecke ging von Mladá Boleslav in Tschechien durch Deutschland bis nach Zandvoort an der niederländischen Küste. Im normalen Alltag liegt die Spanne deutlich darunter: rund 374 Kilometer auf der Autobahn und etwa 480 Kilometer im gemischten Betrieb.

    Wie viele Kilometer schafft der Škoda Peaq ohne Laden?

    Rechnerisch ergeben sich aus 86 Kilowattstunden nutzbarer Akkukapazität und einem Verbrauch von 9,2 Kilowattstunden je 100 Kilometer rund 935 Kilometer. Genau diesen Wert hat die Rekordfahrt mit 936 Kilometern bestätigt. Diese Zahl gilt allerdings nur für eine sehr sparsame Fahrweise auf Landstraßen, nicht für zügige Autobahnfahrten.

    Welchen Verbrauch hatte der Škoda Peaq bei der Rekordfahrt?

    9,2 Kilowattstunden je 100 Kilometer im Durchschnitt über die gesamte Strecke. Zum Einordnen: Ein kompakter Elektro-Kleinwagen liegt im Alltag bei etwa 15 Kilowattstunden. Dass ein über 4,80 Meter langes Auto mit sieben Sitzen unter zehn Kilowattstunden bleibt, ist ein außergewöhnlich niedriger Wert.

    War der Škoda Peaq beim Rekord ein Serienauto?

    Ja. Škoda nennt einen Peaq Sportline 90 im Auslieferungszustand mit 19-Zoll-Rädern und den serienmäßigen Reifen mit geringem Rollwiderstand. Am Fahrzeug wurde nichts verändert. Die einzige Maßnahme war das Versiegeln der Ladeklappe vor dem Start, damit unterwegs kein Strom nachgeladen werden konnte.

    Wie hat der Škoda Peaq den Reichweitenrekord geschafft?

    Durch eine sehr gleichmäßige Fahrweise auf überwiegend Nebenstraßen statt Autobahn. Die beiden Fahrer vermieden starkes Beschleunigen und hartes Bremsen, die Route war auf niedrigen Energiebedarf hin geplant. Dazu kamen trockenes Wetter und ein für diese Fahrzeuggröße niedriger Luftwiderstandsbeiwert von 0,249.

    Wie realistisch sind 936 Kilometer beim Škoda Peaq?

    Als Alltagswert ist die Zahl nicht gedacht. Sie zeigt, was unter günstigsten Bedingungen technisch möglich ist. Auf der Autobahn bei Richtgeschwindigkeit kommt der Peaq 90 realistisch auf rund 374 Kilometer, im gemischten Betrieb auf ungefähr 480. An einem kalten Wintertag sind es etwa 380 Kilometer.

    Wie viel Strom kostet die Rekordstrecke des Škoda Peaq?

    Der Peaq hat 86 Kilowattstunden nutzbare Kapazität. Bei einem Haushaltsstrompreis von 35 Cent je Kilowattstunde kostet eine volle Ladung rund 30 Euro. Auf 936 Kilometer gerechnet sind das etwa 3,20 Euro je 100 Kilometer. An öffentlichen Schnellladesäulen und bei normaler Fahrweise liegen die Kosten deutlich höher.

    Welche Normreichweite hat der Škoda Peaq 90 offiziell?

    Škoda nennt für das Rekordfahrzeug bis zu 647 Kilometer nach WLTP. Das ist das genormte Messverfahren, nach dem alle Hersteller ihre Reichweiten ermitteln. In der deutschen Preisliste steht je nach Ausstattungslinie und Radgröße eine Spanne von 553 bis 642 Kilometern für den Peaq 90.

    Wer ist die Rekordstrecke gefahren?

    Zwei Škoda-Mitarbeiter wechselten sich am Steuer ab: Jakub Krs, im Unternehmen für den Bereich Batterie verantwortlich, und Marek Jež als Projektleiter. Gestartet wurde am Dienstag, dem 25. August 2026, um zwölf Uhr mittags, angekommen sind sie am Mittwochnachmittag.

    Zählt der Škoda Peaq Reichweitenrekord offiziell?

    Der TÜV Süd hat die Fahrt begleitet und das Ergebnis bestätigt. Zusätzlich waren Vertreter des tschechischen Rekordbuchs vor Ort. Eingetragen ist die Fahrt als tschechischer Rekord für die längste Strecke, die ein Elektroauto mit einer einzigen Ladung zurückgelegt hat.

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