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Inhalt dieses Artikels
- Klimaservice Kosten 2026: 80 bis 250 Euro beim Auto
- Kurzantwort
- Was kostet ein Klimaservice beim Auto?
- Was kostet eine Klimawartung am Auto zusätzlich?
- Wie oft muss man einen Klimaservice machen lassen?
- Wie ein Klimaservice Schritt für Schritt abläuft
- Woran erkennt man, dass die Klimaanlage Service braucht?
- Was bringt eine Klimaanlagen-Desinfektion?
- Was ist der Unterschied zwischen R134a und R1234yf?
- Braucht ein Elektroauto einen Klimaservice?
- Klimaservice Kosten sparen: Werkstatt, Kette oder selbst machen?
- Was außer dem Klimaservice noch zum Sommercheck gehört
- Was ein Klimaservice nicht behebt
- Quellen und weiterführende Informationen
- Update-Hinweis
Klimaservice Kosten 2026: 80 bis 250 Euro beim Auto
Die Klimaanlage ist im Sommer das am stärksten beanspruchte Komfortbauteil im Auto und zugleich das am häufigsten vergessene. Solange sie kühlt, denkt kaum jemand an sie. Genau das ist das Problem, denn jede Anlage verliert über die Jahre Kältemittel, ganz unabhängig davon, wie oft sie läuft.
Dieser Beitrag beantwortet die Frage nach den Kosten mit konkreten Beträgen und erklärt, wovon die große Spanne abhängt. Dazu kommt, was bei einem Klimaservice tatsächlich passiert, woran man erkennt, dass er fällig ist, und was er nicht leisten kann.
Die Angaben stammen aus der täglichen Werkstattpraxis und entsprechen dem Marktstand 2026. Im Einzelfall können sie je nach Fahrzeug, Kältemittel und Zustand der Anlage abweichen.
Kurzantwort
Was kostet ein Klimaservice beim Auto?
Die wichtigste Frage zuerst: Ein kompletter Klimaservice kostet 2026 in den meisten Fällen zwischen 80 und 250 Euro. Diese Spanne wirkt groß, hat aber einen einfachen Grund. Sie hängt fast vollständig am Kältemittel, das in Ihrem Fahrzeug verbaut ist.
Ein reiner Klimacheck ohne Befüllung liegt bei 20 bis 50 Euro. Dabei werden Druck, Kühlleistung und Dichtheit geprüft, mehr nicht. Dieser Check ist die richtige Wahl, wenn unklar ist, ob die Anlage überhaupt etwas braucht. Stellt sich heraus, dass alles in Ordnung ist, haben Sie wenig Geld ausgegeben und Sicherheit gewonnen.
Beim vollständigen Service kommt das Kältemittel dazu. Fahrzeuge mit dem älteren R134a liegen dabei meist zwischen 50 und 100 Euro für Material und Arbeit, neuere Modelle mit R1234yf zwischen 100 und 250 Euro. Optional kommen ein Pollenfilterwechsel und eine Desinfektion hinzu.
Wir erstellen vor jedem Klimaservice einen Kostenvoranschlag, damit vorher klar ist, was anfällt. Wenn ohnehin eine Inspektion nach Herstellervorgabe ansteht, lässt sich beides in einem Termin erledigen.
Was kostet eine Klimawartung am Auto zusätzlich?
Hinter dem Begriff Klimawartung verbirgt sich in der Regel dasselbe wie hinter dem Klimaservice, nur dass manche Betriebe damit einen erweiterten Umfang meinen. Wichtig ist deshalb, sich den Leistungsumfang nennen zu lassen und nicht nur den Preis.
Zum Grundumfang gehören das Absaugen des alten Kältemittels, das Trocknen der Anlage, eine Dichtheitsprüfung und das Neubefüllen mit Kältemittel und dem passenden Kompressoröl. Ohne das Öl läuft der Kompressor trocken, deshalb gehört es zwingend dazu. Ein Angebot, das nur vom Auffüllen spricht, sollte hier nachgefragt werden.
Zusatzpositionen sind der Pollenfilter, die Desinfektion und gelegentlich ein Trocknerwechsel. Der Trockner wird nur getauscht, wenn die Anlage geöffnet war oder Feuchtigkeit gezogen hat, und ist kein regelmäßiger Posten.
Was den Preis darüber hinaus beeinflusst, ist die Zugänglichkeit. Bei manchen Fahrzeugen sitzen die Serviceanschlüsse ungünstig, bei anderen muss für den Innenraumfilter Verkleidung ausgebaut werden. Das schlägt sich in der Arbeitszeit nieder und erklärt, warum zwei Fahrzeuge mit demselben Kältemittel unterschiedlich viel kosten können.
Wie oft muss man einen Klimaservice machen lassen?
Viele glauben, die Klimaanlage brauche erst dann Service, wenn sie nicht mehr richtig kühlt. Das ist ein teurer Irrtum. Jede Anlage verliert technisch bedingt pro Jahr bis zu zehn Prozent Kältemittel, ganz unabhängig von der Nutzung. Die Leitungen und Dichtungen sind nie vollständig dicht, das ist bauartbedingt und kein Defekt.
Nach drei bis vier Jahren ohne Service ist die Füllmenge oft so weit gesunken, dass die Kühlleistung nachlässt. Kritischer als der Komfortverlust ist dabei die Schmierung: Das Kompressoröl zirkuliert zusammen mit dem Kältemittel. Sinkt die Füllmenge, bekommt der Kompressor weniger Öl und läuft zunehmend trocken.
Deshalb gilt als Faustregel ein Klimaservice etwa alle zwei Jahre. Wer dieses Intervall einhält, kühlt zuverlässig und schützt vor allem den Kompressor. Ein Kompressorschaden kann schnell einen vierstelligen Betrag kosten, während der regelmäßige Service nur einen Bruchteil davon ausmacht.
Der beste Zeitpunkt liegt im Frühjahr, vor der ersten Hitzewelle. Dann ist die Werkstatt noch nicht überlaufen, und die Anlage ist rechtzeitig einsatzbereit. Wer bis zum ersten heißen Tag wartet, steht mit allen anderen gleichzeitig in der Schlange. Mehr zum Saison-Timing steht im Auto-Sommercheck 2026.
Wie ein Klimaservice Schritt für Schritt abläuft
Damit die Kosten nachvollziehbar werden, hilft ein Blick auf den Ablauf. Der eigentliche Service besteht aus vier Schritten und dauert je nach Fahrzeug zwischen 45 und 90 Minuten.
Zuerst wird das vorhandene Kältemittel vollständig abgesaugt und gewogen. Diese Messung ist der wichtigste Teil der Diagnose, denn sie zeigt, wie viel tatsächlich noch im System war. Fehlten nur wenige Prozent, ist alles in Ordnung. Fehlt die Hälfte, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Leck vor.
Im zweiten Schritt wird die Anlage im Vakuum getrocknet. Dabei zieht die Pumpe den Druck so weit herunter, dass eingedrungene Feuchtigkeit verdampft und abgesaugt wird. Gleichzeitig ist das eine Dichtheitsprüfung: Hält das Vakuum über mehrere Minuten nicht, ist das System undicht.
Der dritte Schritt ist das Befüllen mit der genau vorgeschriebenen Menge Kältemittel und frischem Kompressoröl. Beide werden vom Servicegerät automatisch dosiert. Auf Wunsch kommt ein Kontrastmittel dazu, das spätere Lecks unter UV-Licht sichtbar macht.
Zum Abschluss folgt die Funktionsprüfung. Gemessen werden die Temperatur an den Ausströmern, der Druck auf beiden Seiten des Kreislaufs und das Schaltverhalten des Kompressors. Erst diese Werte zeigen, ob die Anlage wieder ihre volle Leistung bringt.
Der Pollenfilterwechsel und die Desinfektion laufen parallel dazu, weil das Fahrzeug ohnehin steht. Genau deshalb sind sie in Kombination deutlich günstiger als einzeln beauftragt.
Woran erkennt man, dass die Klimaanlage Service braucht?
Es gibt vier Anzeichen, die sich ohne Werkstatt beurteilen lassen. Das erste ist die schlichte Kühlleistung: Wenn die Anlage nach fünf Minuten Fahrt spürbar weniger kalt bläst als früher, fehlt meist Kältemittel.
Das zweite ist der Geruch. Ein muffiger, leicht säuerlicher Geruch direkt nach dem Einschalten deutet auf Ablagerungen im Verdampfer hin. Er verschwindet nach kurzer Zeit, weil sich die Nase daran gewöhnt, nicht weil die Ursache weg ist.
Das dritte Anzeichen sind beschlagene Scheiben, die nur langsam wieder frei werden. Die Klimaanlage trocknet die Luft, das ist eine ihrer Hauptaufgaben. Arbeitet sie schwach, dauert das Freiwerden der Scheiben deutlich länger, und das ist im Winter ein Sicherheitsthema.
Das vierte ist ein verändertes Geräusch beim Einschalten. Ein deutliches Klacken oder ein Rattern aus dem Motorraum kann auf den Kompressor hindeuten. Hier sollte man nicht warten, sondern die Anlage prüfen lassen, bevor aus einem Servicefall ein Reparaturfall wird.
Ein fünftes Anzeichen betrifft den Verbrauch. Eine schwache Anlage läuft länger auf voller Leistung, um dieselbe Kühlung zu erreichen, und belastet den Motor stärker. Wenn der Verbrauch im Sommer deutlich über dem Vorjahr liegt, ohne dass sich das Fahrprofil geändert hat, lohnt eine Prüfung der Klimaanlage.
Kein Anzeichen ist übrigens Kondenswasser unter dem Auto. Eine Pfütze auf der Beifahrerseite nach dem Parken an einem heißen Tag ist völlig normal und sogar ein gutes Zeichen: Die Anlage entzieht der Luft Feuchtigkeit, und diese muss irgendwohin.
Was bringt eine Klimaanlagen-Desinfektion?
Der muffige Geruch beim Einschalten hat eine klare Ursache. Im Verdampfer entsteht durch Kondenswasser ein feuchtes, dunkles Klima, in dem sich Bakterien, Pilze und Schimmel vermehren. Diese Ablagerungen sind nicht nur unangenehm, sie können bei empfindlichen Menschen die Atemwege belasten.
Eine reine Kältemittel-Befüllung beseitigt das Problem nicht, weil sie an einer ganz anderen Stelle ansetzt. Hier hilft nur die Desinfektion. Dabei wird ein Reinigungsmittel in das Klimasystem eingebracht, das die Ablagerungen im Verdampfer löst und Keime abtötet.
Die Desinfektion kostet meist 20 bis 40 Euro extra und lohnt sich besonders für Allergiker, für Familien mit kleinen Kindern und für alle, die bereits einen Geruch bemerken. Wir empfehlen sie etwa alle zwei Jahre zusammen mit dem Klimaservice und dem Pollenfilterwechsel.
Vorbeugen lässt sich das Problem übrigens mit einem einfachen Handgriff: Schalten Sie die Kühlung etwa fünf Minuten vor dem Ziel ab und lassen Sie das Gebläse weiterlaufen. Dann trocknet der Verdampfer, und die Keime finden weniger Nährboden. Das ersetzt keine Desinfektion, verlängert aber die Zeit bis zur nächsten deutlich.
Was ist der Unterschied zwischen R134a und R1234yf?
Wer wissen will, warum der Klimaservice bei zwei ähnlichen Autos unterschiedlich viel kostet, muss auf das Kältemittel schauen. Bis etwa Baujahr 2017 wurde überwiegend R134a verwendet. Seit 2017 ist für neue Modelle das deutlich klimafreundlichere R1234yf vorgeschrieben.
Der entscheidende Unterschied für die Rechnung ist der Einkaufspreis. R1234yf kostet ein Vielfaches von R134a. Da bei einer Befüllung mehrere hundert Gramm nötig sind, schlägt das direkt durch. Ein älterer Kleinwagen mit R134a ist deshalb beim Auffüllen deutlich günstiger als ein aktuelles Modell.
Dazu kommt ein technischer Punkt: Beide Kältemittel brauchen eigene Servicegeräte und dürfen unter keinen Umständen gemischt werden. Ein Betrieb, der nur eine Sorte bedienen kann, muss Fahrzeuge mit der anderen ablehnen. Wir prüfen anhand des Fahrzeugs, welches Kältemittel verbaut ist, und nennen den passenden Preis vorab.
Eine Umrüstung von R134a auf R1234yf ist übrigens nicht vorgesehen und in der Praxis auch nicht sinnvoll. Die beiden Mittel haben unterschiedliche Eigenschaften, und die Anlage ist auf das jeweils vorgesehene ausgelegt. Ein älteres Fahrzeug bleibt also dauerhaft beim günstigeren Kältemittel, solange R134a für den Service verfügbar ist.
Praktisch heißt das für den Gebrauchtwagenkauf: Ein Fahrzeug ab Baujahr 2017 bringt beim Klimaservice höhere laufende Kosten mit. Das ist kein Grund gegen den Kauf, gehört aber in die Unterhaltsrechnung. Welche Arbeiten wir sonst anbieten, steht im Überblick zur Werkstatt für ŠKODA, SEAT und CUPRA in Wiesloch.
Braucht ein Elektroauto einen Klimaservice?
Ja, und dort ist er sogar wichtiger als beim Verbrenner. Bei einem Elektroauto hat die Klimaanlage eine doppelte Aufgabe. Sie kühlt den Innenraum und ist über das Wärmemanagement zusätzlich an der Temperierung der Antriebsbatterie beteiligt.
Das hat unmittelbare Folgen für den Alltag. Verliert die Anlage Kältemittel, sinkt nicht nur die Kühlleistung im Innenraum. Auch die Batterie lässt sich schlechter temperieren, und das kostet an heißen Tagen Reichweite. Beim Schnellladen wirkt sich das ebenfalls aus, weil eine zu warme Batterie die Ladeleistung reduziert.
Ein zweiter Unterschied betrifft das Geräusch. Weil kein Verbrennungsmotor läuft, hört man den Klimakompressor im Elektroauto deutlich. Ein verändertes Geräusch fällt dadurch früher auf, was ein Vorteil ist. Ungewohnte Geräusche sind hier also ein nützliches Frühwarnsystem.
Der praktische Hebel im Alltag heißt Vorklimatisierung. Wer das Fahrzeug schon während des Ladens vorkühlt, startet mit angenehmer Temperatur, ohne unterwegs Energie aus der Batterie zu ziehen. Dazu kommen ein sauberer Innenraumfilter und ein aktueller Softwarestand.
Arbeiten am Klimasystem eines Elektroautos berühren die Hochvolttechnik (also die Technik rund um den Akku mit hoher Spannung) und dürfen nur von entsprechend qualifizierten Betrieben ausgeführt werden. Wir sind dafür freigegeben und prüfen Klimaleistung, Batteriekühlung und Softwarestand im selben Termin.
Klimaservice Kosten sparen: Werkstatt, Kette oder selbst machen?
Im Netz kursieren Nachfüllsets für unter 30 Euro, und die Frage nach der Eigenleistung kommt regelmäßig auf. Die ehrliche Antwort: Bei einer Fahrzeugklimaanlage ist davon abzuraten, und zwar nicht aus Eigeninteresse, sondern aus drei sachlichen Gründen.
Der erste ist rechtlich. Kältemittel sind fluorierte Treibhausgase und dürfen nicht in die Atmosphäre gelangen. Der Umgang damit ist an einen Sachkundenachweis gebunden. Wer das alte Kältemittel einfach ablässt, statt es abzusaugen, handelt ordnungswidrig.
Der zweite ist technisch. Eine Anlage muss vor dem Befüllen abgesaugt und im Vakuum getrocknet werden, sonst bleibt Feuchtigkeit im System. Diese verbindet sich mit dem Kältemittel zu Säure und greift Bauteile von innen an. Ein Nachfüllset kann das nicht leisten, weil ihm die Vakuumpumpe fehlt.
Der dritte ist die Füllmenge. Zu viel Kältemittel ist genauso schädlich wie zu wenig, weil der Druck steigt und der Kompressor leidet. Die exakte Menge steht je Fahrzeug fest und lässt sich nur mit einer Waage im Servicegerät einhalten.
Bleibt der Vergleich zwischen Werkstattarten. Schnellservice-Ketten arbeiten oft günstiger, führen aber häufiger nur das Auffüllen aus. Eine Markenwerkstatt prüft zusätzlich fahrzeugspezifische Punkte und dokumentiert den Vorgang für die Serviceakte, was bei Garantiefragen zählt. Der Preisunterschied ist meist kleiner als erwartet, sobald man den gleichen Leistungsumfang vergleicht.
Wo sich wirklich sparen lässt, ist beim Bündeln. Wer Klimaservice, Pollenfilter und Hauptuntersuchung in einen Termin legt, zahlt die Arbeitszeit für das Aufbocken und Vorbereiten nur einmal.
Was außer dem Klimaservice noch zum Sommercheck gehört
Die Klimaanlage ist der bekannteste Punkt vor dem Sommer, aber nicht der einzige. Sinnvoll ist es, die typischen Sommerthemen in einem Durchgang abzuarbeiten, weil die Fahrzeugkontrolle dann ohnehin läuft.
Ganz oben stehen die Reifen. Hitze und lange Autobahnfahrten belasten sie stärker als der Winterbetrieb, und ein zu niedriger Druck erhöht Verbrauch und Verschleiß deutlich. Wie der richtige Wert ermittelt und eingestellt wird, steht im Beitrag zum richtigen Reifendruck. Wer vor dem Urlaub neue Reifen braucht, findet die Einordnung unter Reifen kaufen und Reifenservice.
Zweitens die Batterie. Viele denken bei Batterieproblemen an den Winter, dabei setzt Hitze der Starterbatterie ebenso zu. Ein Test dauert wenige Minuten und erspart eine Panne auf dem Rastplatz.
Drittens die Flüssigkeiten. Kühlmittelstand, Scheibenwaschanlage und Ölstand gehören vor eine lange Fahrt kontrolliert. Gerade das Scheibenwasser wird im Sommer durch Insekten deutlich schneller leer als gedacht.
Für Elektroautos kommt die Ladeplanung dazu. Wer mit dem Fahrzeug ins europäische Ausland fährt, sollte Ladekarten, Routen und Zahlungswege vorher klären. Die Einzelheiten dazu stehen im Beitrag zum E-Auto-Urlaub 2026.
Alle Sommerthemen gebündelt und mit Terminhinweisen finden Sie im Auto-Sommercheck für Wiesloch.
Was ein Klimaservice nicht behebt
Damit keine falschen Erwartungen entstehen: Ein Klimaservice ist Wartung, keine Reparatur. Er füllt auf, trocknet und reinigt. Er repariert keine defekten Bauteile.
Wenn die Anlage kurz nach dem Service wieder Leistung verliert, liegt fast immer ein Leck vor. Kleine Undichtigkeiten an Dichtringen oder Leitungen sind der häufigste Grund. Sie lassen sich mit einem Kontrastmittel aufspüren, das bei der Befüllung mitgegeben wird und die undichte Stelle unter UV-Licht sichtbar macht. Die Reparatur selbst ist dann ein eigener Auftrag.
Ebenfalls nicht behoben wird ein defekter Kompressor. Wenn er mechanisch beschädigt ist oder die Magnetkupplung nicht mehr schaltet, hilft nur der Austausch. Genau deshalb ist das regelmäßige Intervall so wichtig: Es verhindert diesen Fall meist, statt ihn zu reparieren.
Auch ein verstopfter Kondensator vor dem Kühler ist kein Servicethema. Er sitzt ganz vorn im Fahrzeug und setzt sich mit Insekten, Laub und Streusalz zu. Ist er stark verschmutzt oder korrodiert, sinkt die Kühlleistung trotz voller Füllmenge. Wir sehen ihn uns bei der Durchsicht mit an.
Ein weiterer Punkt betrifft die Bedienung im Fahrzeug. Wenn die Anlage nur auf einer Seite kühlt oder die Temperatur nicht regelt, liegt die Ursache oft nicht im Kältekreislauf, sondern an einer Stellklappe im Luftkanal oder deren Motor. Auch das ist ein Reparaturfall und wird durch das Befüllen nicht besser.
Ähnlich verhält es sich mit schwachem Luftstrom bei voller Gebläsestufe. Kommt trotz kalter Luft kaum etwas an, ist meist der Innenraumfilter zugesetzt oder das Gebläse selbst schwach. Der Filter ist schnell und günstig getauscht, weshalb dieser Punkt immer zuerst geprüft gehört, bevor größere Maßnahmen erwogen werden.
Wer eine Anlage über Jahre gar nicht nutzt, tut ihr übrigens keinen Gefallen. Die Dichtungen brauchen den Kontakt mit dem umlaufenden Öl, sonst werden sie spröde. Deshalb sollte die Kühlung auch im Winter einmal im Monat für einige Minuten laufen.
Quellen und weiterführende Informationen
Die genannten Kostenrahmen entsprechen dem Marktstand 2026 und unserer Werkstattpraxis. Eine unabhängige Einordnung zu Ablauf, Intervallen und typischen Preisen bietet der Ratgeber zur Klimaanlage des ADAC. Ergänzende Preisangaben aus dem Markt dokumentiert der HUK-Autoservice.
Herstellerseitige Hinweise zu Wartung und Instandhaltung stehen bei ŠKODA Service und in der Modellübersicht von SEAT. Rechtliche Grundlagen zum Umgang mit Kältemitteln regelt die Verordnung über fluorierte Treibhausgase, dokumentiert beim Umweltbundesamt.
Update-Hinweis
Wir aktualisieren diesen Beitrag mindestens einmal je Saison, sobald sich Kältemittelpreise oder Herstellervorgaben ändern. Die Kostenrahmen können je nach Modell, Kältemittel und Zustand der Anlage abweichen; verbindlich ist immer der Kostenvoranschlag für Ihr Fahrzeug. Für einen Termin erreichen Sie uns telefonisch unter +49 6222 92170 oder über das Kontaktformular.
Häufige Fragen
Was kostet ein Klimaservice beim Auto?
Ein kompletter Klimaservice kostet 2026 je nach Kältemittel und Zustand der Anlage zwischen 80 und 250 Euro. Fahrzeuge mit dem älteren Kältemittel R134a liegen beim Auffüllen oft bei 50 bis 100 Euro, neuere mit R1234yf eher bei 100 bis 250 Euro. Ein reiner Klimacheck ohne Befüllung kostet 20 bis 50 Euro.
Wie oft muss man einen Klimaservice machen lassen?
Etwa alle zwei Jahre. Jede Klimaanlage verliert technisch bedingt pro Jahr bis zu zehn Prozent Kältemittel, auch wenn sie kaum genutzt wird. Wer zu lange wartet, kühlt schlechter, verbraucht mehr und riskiert einen teuren Schaden am Kompressor, dem mit Abstand teuersten Bauteil der Anlage.
Was kostet eine Klimawartung am Auto im Vergleich zum Klimacheck?
Der reine Klimacheck prüft nur Druck, Kühlleistung und Dichtheit und kostet 20 bis 50 Euro. Die vollständige Klimawartung umfasst zusätzlich das Absaugen, Trocknen und Neubefüllen mit Kältemittel und Öl und liegt bei 80 bis 250 Euro. Der Check ist sinnvoll, wenn unklar ist, ob die Anlage überhaupt etwas braucht.
Was bringt eine Klimaanlagen-Desinfektion?
Im Verdampfer sammeln sich Feuchtigkeit, Bakterien und Schimmel, die den typisch muffigen Geruch beim Einschalten verursachen. Eine Desinfektion löst diese Ablagerungen und kostet meist 20 bis 40 Euro extra. Für Allergiker und Familien mit Kindern ist sie besonders sinnvoll. Eine reine Kältemittel-Befüllung beseitigt den Geruch nicht.
Was ist der Unterschied zwischen R134a und R1234yf?
R134a ist das ältere Kältemittel und kommt in Fahrzeugen bis etwa Baujahr 2017 vor. R1234yf ist seit 2017 für neue Modelle vorgeschrieben, deutlich klimafreundlicher, aber im Einkauf erheblich teurer. Beide brauchen eigene Servicegeräte und dürfen nicht gemischt werden. Deshalb kostet der Service bei neueren Fahrzeugen mehr.
Muss beim Klimaservice der Pollenfilter mitgewechselt werden?
Nicht zwingend, aber es ist sinnvoll. Der Pollenfilter sollte jährlich oder nach etwa 30.000 Kilometern getauscht werden, und die Klimaanlage arbeitet über diesen Filter. Beides in einem Termin zu erledigen spart Arbeitszeit und eine zweite Anfahrt. Ein frischer Filter hinter einem verkeimten Verdampfer bringt dagegen wenig.
Braucht ein Elektroauto auch einen Klimaservice?
Ja, und dort ist er sogar wichtiger. Bei einem Elektroauto kühlt die Klimaanlage nicht nur den Innenraum, sondern ist auch an der Temperierung der Antriebsbatterie beteiligt. Verliert sie Kältemittel, sinkt die Kühlleistung und an heißen Tagen kostet das spürbar Reichweite und Ladegeschwindigkeit.
Wie buche ich einen Klimaservice in Wiesloch?
Termine vereinbaren Sie telefonisch unter +49 6222 92170, per E-Mail oder über das Kontaktformular. Wir melden uns in der Regel am gleichen oder nächsten Werktag mit Terminvorschlägen und legen den Klimaservice auf Wunsch mit Sommercheck, Pollenfilter oder Inspektion in einem Termin zusammen.