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E-Mobilität & Förderung

BAFA E-Auto-Förderung 2026: erste Bilanz nach Antragsstart — was Käufer in den ersten Tagen lernen konnten

BAFA E-Auto-Förderung 2026: 72.000 Anträge in sechs Wochen, Fördertopf zu 98 Prozent voll, Skoda auf Platz zwei. Alle Zahlen und was sie für Käufer heißen.

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BAFA E-Auto-Förderung 2026: Bilanz mit Antragszahlen, Auszahlungssumme und Marken-Rangliste
BAFA E-Auto-Förderung 2026 Bild: Automobilsalon Bellemann Illustration
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    E-Auto-Förderung 2026: Bis zu 6.000 € Zuschuss – alle Regeln für E-Autos, Plug-in-Hybride & Range-Extender
    Alle bestätigten Infos, Einordnung, Updates und interne Sprünge an einer Stelle.
    Inhalt dieses Artikels
    1. Kurzantwort
    2. Wie viele Anträge auf E-Auto-Förderung wurden gestellt?
    3. Welche Marken bekommen die meisten E-Auto-Förderungen?
    4. Was die Antragszahlen über den Elektro-Markt 2026 sagen
    5. Wie viel BAFA-Förderung ist bisher ausgezahlt worden?
    6. Läuft das BAFA-Antragsportal stabil?
    7. Brauche ich eine BundID für den BAFA-Antrag?
    8. Welches Einkommen zählt beim BAFA-Antrag?
    9. Kann ich den BAFA-Antrag vor der Zulassung stellen?
    10. Ist der Fördertopf schon zur Hälfte weg?
    11. Was die BAFA E-Auto-Förderung für Käufer von Skoda, SEAT und CUPRA bringt
    12. Wird die E-Auto-Förderung auf Gebrauchtwagen ausgeweitet?
    13. Quellen und weiterführende Informationen
    14. Update-Hinweis (Stand: 21.07.2026)

    Zwei Monate nach dem Start lässt sich die BAFA E-Auto-Förderung erstmals an echten Zahlen messen statt an Erwartungen. Rund 72.000 Anträge sind eingegangen, die ersten Auszahlungen sind angelaufen, und es gibt eine Rangliste, welche Marken bislang am häufigsten bewilligt wurden.

    Für Käufer von Skoda, SEAT und CUPRA ist diese Rangliste besonders interessant. Skoda steht dort auf Platz zwei, CUPRA und SEAT zusammen auf Platz vier — vor Marken, die deutlich lauter beworben werden.

    Dieser Beitrag hält den Programmstart vom Mai fest und stellt daneben, was in den zwei Monaten danach tatsächlich passiert ist. Den vollständigen Überblick zu Fördersummen und Voraussetzungen bietet der Beitrag E-Auto-Förderung 2026 in Deutschland mit bis zu 6.000 Euro.

    Kurzantwort


    Wie viele Anträge auf E-Auto-Förderung wurden gestellt?

    Der Verlauf lässt sich inzwischen sauber nachzeichnen. Am Morgen des 19. Mai 2026 öffnete die Förderzentrale Deutschland als zentrales Portal. Bis 10 Uhr an diesem ersten Tag lagen 1.858 Anträge vor, wie BAFA-Präsidentin Mandy Pastohr in einer ersten Zwischenbilanz bestätigte.

    Innerhalb der ersten 24 Stunden stieg die Zahl auf knapp 17.000. Bis zum Nachmittag des 20. Mai meldete das Bundesumweltministerium 19.448 Anträge. Bis zum 2. Juni waren es 41.772, und nach sechs Programmwochen, also gegen Ende Juni, lag die Zahl bei rund 72.000.

    Aufschlussreich ist die Verteilung nach Antriebsart. Rund neun von zehn Anträgen entfallen auf reine Elektroautos und Brennstoffzellenfahrzeuge, nur etwa jeder zehnte auf einen Plug-in-Hybrid. Das Programm wirkt also fast ausschließlich dort, wo es politisch wirken soll.

    Das Tempo hat sich nach der Anlaufwelle spürbar normalisiert. In den ersten zwei Tagen kamen rund 20.000 Anträge zusammen, in den folgenden vier Wochen etwa 52.000 — also grob 1.800 pro Werktag statt der anfänglichen 10.000. Genau dieser Rückgang war zu erwarten, weil zum Start ein angestauter Bedarf abfloss.

    Der Markt bestätigt das Bild. Im Juni 2026 wurden knapp 85.000 reine Elektroautos neu zugelassen, ein Plus von 78 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Marktanteil stieg damit auf 28,4 Prozent, bei einem Gesamtmarkt von rund 297.000 Pkw.

    Welche Marken bekommen die meisten E-Auto-Förderungen?

    Erstmals gibt es eine Auswertung nach Marken, und zwar für die bereits bewilligten Anträge mit Stand 30. Juni 2026:

    • Tesla: 2.086 bewilligte Anträge.
    • Skoda: 1.197 bewilligte Anträge.
    • Renault: 784 bewilligte Anträge.
    • CUPRA und SEAT zusammen: 712 bewilligte Anträge.
    • Hyundai: 637 bewilligte Anträge.
    • Fiat auf Platz 14: 393 bewilligte Anträge.

    Zwei Dinge sind daran bemerkenswert. Erstens liegt Skoda als einzige Volumenmarke des Konzerns unmittelbar hinter Tesla — und das, obwohl der Skoda Epiq erst anläuft. Zweitens summieren sich Skoda, CUPRA und SEAT zusammen auf 1.909 Anträge und damit auf annähernd das Niveau von Tesla.

    Wichtig ist die Einschränkung, auf die das Bundesumweltministerium selbst hinweist: Die Rangliste kann sich noch deutlich verschieben. Sie zeigt bewilligte Anträge, und bewilligt ist bisher nur ein kleiner Teil. Marken mit längeren Lieferzeiten tauchen zwangsläufig später auf, weil erst die Zulassung und dann der Antrag kommt.

    Dass Tesla vorne liegt, hat deshalb weniger mit Beliebtheit zu tun als mit Ablauf. Tesla verkauft direkt und liefert aus dem Bestand, oft innerhalb weniger Wochen. Wer im Mai bestellt hat, konnte im Juni zulassen und sofort den Antrag stellen. Bei Modellen mit mehrmonatiger Lieferzeit steht die Zulassung noch aus — der Antrag folgt dann erst im Herbst.

    Für die Einordnung heißt das: Die Rangliste misst derzeit vor allem Lieferfähigkeit, nicht Nachfrage. Ein Modell, das gerade erst anläuft, kann in der Statistik noch gar nicht auftauchen, obwohl die Auftragsbücher voll sind. Wer aus dieser Liste Rückschlüsse auf die Beliebtheit einzelner Fahrzeuge zieht, liegt zum jetzigen Zeitpunkt falsch.

    Was die Antragszahlen über den Elektro-Markt 2026 sagen

    Interessanter als die reine Antragszahl ist der Abgleich mit den Neuzulassungen. Im Juni 2026 kamen knapp 85.000 reine Elektroautos neu auf die Straße. Anträge auf die Förderung gab es im selben Zeitraum grob 30.000.

    Das heißt: Nur etwa jedes dritte neu zugelassene Elektroauto führt zu einem Förderantrag. Dafür gibt es mehrere Gründe. Gewerbliche Zulassungen, Vorführwagen und Mietwagenflotten sind nicht antragsberechtigt, weil die Förderung an Privatpersonen gebunden ist. Dazu kommen Haushalte über der Einkommensgrenze von 80.000 Euro zu versteuerndem Einkommen.

    Und ein Teil der Anträge kommt schlicht später, weil sich die zwölfmonatige Frist nutzen lässt. Wer im Juni zugelassen hat, kann bis Juni 2027 einreichen.

    Der zweite Befund ist eindeutiger. Mit 28,4 Prozent Marktanteil und einem Plus von 78 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat hat der Elektroanteil einen Sprung gemacht, der zeitlich mit dem Förderstart zusammenfällt. Ein sauberer Kausalnachweis ist das nicht, denn im selben Zeitraum kamen mehrere neue Modelle in den Markt. Der Zusammenhang ist aber deutlich genug, dass er sich kaum wegdiskutieren lässt.

    Für Käufer folgt daraus eine schlichte Konsequenz: Die Förderung wirkt, sie wird angenommen, und sie ist derzeit nicht in Gefahr. Wer wartet, wartet nicht auf bessere Bedingungen, sondern verschenkt Zeit.

    Wie viel BAFA-Förderung ist bisher ausgezahlt worden?

    Bis zum 30. Juni 2026 hat der Bund 53,9 Millionen Euro an Käufer überwiesen. Rechnet man das gegen eine durchschnittliche Förderhöhe von rund 3.750 Euro, entspricht das grob 14.000 abgeschlossenen Fällen. Von den rund 72.000 gestellten Anträgen ist damit erst etwa ein Fünftel vollständig durch.

    Diese Quote ist die eigentliche Nachricht der Zwischenbilanz. Sie zeigt, dass der Rückstau nicht an fehlendem Geld liegt, sondern an der Prüfung selbst. Wer am 19. Mai zum Portalstart eingereicht hat, liegt zwei Monate später im Auszahlungsfenster — die ursprünglich geschätzte Spanne von sechs bis zwölf Wochen hat sich also bestätigt.

    Was das für den eigenen Antrag bedeutet, wie sich der Stand prüfen lässt und woran es im Einzelfall hakt, steht ausführlich im Beitrag zur Auszahlung der E-Auto-Förderung mit Status und Dauer.

    Ein Punkt lässt sich aus den Auszahlungszahlen direkt ablesen: Das Geld geht auf das Konto der antragstellenden Person, nicht über den Händler. Das Fahrzeug muss also zunächst vollständig bezahlt oder finanziert sein. Wie sich die Förderung stattdessen als Sonderzahlung im Leasing nutzen lässt, erklärt der Beitrag zur E-Auto-Förderung 2026 beim Leasing.

    Aufschlussreich ist auch der Abstand zwischen gestellten und bereits bewilligten Anträgen. Zählt man die fünf meistgenannten Marken aus der Rangliste des Bundesumweltministeriums zusammen, kommt man auf gut 5.400 bewilligte Fälle. Dem stehen rund 72.000 Anträge gegenüber. Die Rangliste bildet also nur einen Ausschnitt der bereits durchgeprüften Vorgänge ab und nicht den Markt insgesamt. Wer daraus Marktanteile ableiten will, liegt daneben — die Reihenfolge kann sich verschieben, sobald die übrigen Anträge abgearbeitet sind. Genau darauf weist das Ministerium selbst hin.

    Für Käufer ist dabei ein Missverständnis wichtig auszuräumen: Die niedrige Zahl abgeschlossener Fälle ist keine Ablehnungsquote. Die Förderung ist kein Wettbewerb um knappe Plätze, sondern eine Prüfung nach festen Regeln. Wer die Voraussetzungen erfüllt und vollständig einreicht, bekommt das Geld. Die Zahl spiegelt schlicht, wie weit die Behörde mit dem Stapel gekommen ist.

    Läuft das BAFA-Antragsportal stabil?

    Ja, und das ist nach der Vorgeschichte anderer Förderprogramme keine Selbstverständlichkeit. Bei der Wallbox-Förderung 2020 und in der frühen Umweltbonus-Phase brachen Portale unter dem Andrang zusammen.

    Zum Start am 19. Mai 2026 gab es weder Server-Überlastungen noch Login-Probleme. Auch die Antragswelle im Juni hat die Förderzentrale Deutschland ohne berichtete Störungen verarbeitet. Logins liefen flüssig, Uploads waren stabil.

    Für die Planung heißt das: Es gibt keinen Grund, sich einen bestimmten Zeitpunkt für die Antragstellung auszusuchen. Weder ein früher Morgen noch ein Wochenende bringen einen Vorteil, weil es keine Warteschlange und keine Kontingente nach Antragszeitpunkt gibt.

    Brauche ich eine BundID für den BAFA-Antrag?

    Das ist unverändert die größte praktische Hürde des ganzen Verfahrens — und sie liegt nicht beim BAFA, sondern davor.

    Die BundID ist die zentrale Anmeldung der deutschen Verwaltung. Ohne sie lässt sich der Antrag technisch nicht abschicken. Die Einrichtung läuft in zwei Schritten: zuerst die Online-Registrierung mit der Ausweisfunktion des Personalausweises, danach der Versand der Aktivierungs-PIN per Post. Der Brief braucht typisch fünf bis acht Werktage, insgesamt sollte man ein bis zwei Wochen einplanen.

    Alternativ akzeptiert das BAFA ein ELSTER-Zertifikat. Wer das ohnehin für die Steuererklärung nutzt, spart sich den Umweg komplett und kann sofort loslegen.

    Der Rat aus dem Mai gilt unverändert: Wer in den nächsten Monaten ein Elektroauto zulässt, sollte die BundID vorher einrichten und nicht erst, wenn das Auto schon vor der Tür steht. Die Wartezeit auf den PIN-Brief ist reine Verzögerung, die sich vollständig vermeiden lässt.

    Welches Einkommen zählt beim BAFA-Antrag?

    Der zweite häufige Stolperstein ist ein Missverständnis, kein technisches Problem. Im Antrag ist das zu versteuernde Einkommen des Haushalts anzugeben — nicht der Bruttolohn und nicht das, was monatlich auf dem Konto ankommt.

    Der richtige Wert steht im Steuerbescheid am Ende der Einkommensermittlung, ausdrücklich bezeichnet als zu versteuerndes Einkommen. Er liegt nach Abzug von Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen in der Regel deutlich unter dem Bruttolohn.

    Wer als Paar zusammen veranlagt wird oder zwei Steuerpflichtige im Haushalt hat, addiert die Werte. Herangezogen wird der Durchschnitt der beiden aktuellsten Steuerbescheide, für 2026 also typischerweise die Bescheide für 2024 und 2025.

    Ein falscher Wert führt entweder zur Ablehnung oder später zur Rückforderung, wenn das BAFA bei der Prüfung eine abweichende Förderstufe feststellt. Welche Stufe im eigenen Fall gilt, lässt sich im Beitrag zur E-Auto-Förderung 2026 nach Einkommen und Kindern mit dem dortigen Rechner direkt prüfen.

    Kann ich den BAFA-Antrag vor der Zulassung stellen?

    Nein. Der Antrag ist erst nach der Erstzulassung möglich, vorher bricht das Portal mit einer Fehlermeldung ab. Hochzuladen sind die Zulassungsbescheinigung Teil II und die Rechnung, beide müssen eine Erstzulassung ab dem 1. Januar 2026 ausweisen.

    Zeitdruck entsteht daraus keiner. Nach der Erstzulassung bleiben zwölf Monate Zeit für den Antrag. Wer also im Sommer zulässt, kann bis zum Sommer 2027 einreichen.

    Sinnvoll ist trotzdem, nicht zu lange zu warten. Je früher der Antrag im System ist, desto früher startet die Bearbeitungszeit von sechs bis zwölf Wochen. Weitere typische Fehler beim Ausfüllen sammelt der Beitrag BAFA-Antrag E-Auto 2026 mit sieben häufigen Fehlern.

    Ist der Fördertopf schon zur Hälfte weg?

    Diese Frage kommt in Wiesloch inzwischen fast in jedem Gespräch, und die Antwort ist zweiteilig.

    Rein nach Kassenstand ist reichlich Geld da. Bis zum 30. Juni 2026 waren 53,9 Millionen Euro von 3 Milliarden Euro ausgezahlt. Der Topf ist damit rechnerisch noch zu 98 Prozent gefüllt.

    Diese 98 Prozent sind allerdings ein Kassenstand und keine Reservierung. Die rund 72.000 bereits gestellten Anträge binden bei durchschnittlicher Förderhöhe weitere gut 270 Millionen Euro, die noch nicht geflossen sind. Ehrlicher ist deshalb die Aussage: Nach zwei Monaten ist grob ein Zehntel des Budgets vergeben oder beansprucht.

    Hochgerechnet bleibt das im Plan. Das Budget ist auf rund 800.000 Fahrzeuge bis 2029 ausgelegt, also grob 200.000 pro Jahr. Mit 72.000 Anträgen in sechs Wochen liegt der Start darüber, was für eine Anlaufphase normal ist. Eine Knappheit ist derzeit nicht erkennbar. Die ausführliche Hochrechnung dazu steht im Beitrag E-Auto-Förderung 2026 und wann der Fördertopf leer ist.

    Was die BAFA E-Auto-Förderung für Käufer von Skoda, SEAT und CUPRA bringt

    Aus den Zahlen ergibt sich eine erfreuliche Lage für Interessenten der drei Marken, die wir betreuen.

    Der Skoda Epiq startet ab 32.100 Euro. Mit der vollen Förderung von 6.000 Euro sinkt der rechnerische Preis auf rund 26.100 Euro. Der Skoda Elroq 60 LFP ab 37.890 Euro landet mit derselben Förderstufe bei rund 31.390 Euro.

    Der CUPRA Raval ab 25.500 Euro ist ohnehin eines der günstigsten Angebote im Programm. Mit 6.000 Euro Förderung sinkt der rechnerische Preis auf rund 19.500 Euro. Wichtig zur Einordnung: Der CUPRA Tribe Bonus, der in der ersten Jahreshälfte zusätzlich möglich war, lief zum 30. Juni 2026 aus. Ob eine neue Herstelleraktion läuft, ändert sich laufend und lässt sich am besten direkt erfragen.

    Die volle Förderstufe von 6.000 Euro erreichen allerdings nur Haushalte mit niedrigem zu versteuerndem Einkommen und Kindern. Die Mehrheit landet zwischen 3.000 und 5.000 Euro. Wer mit dem Höchstsatz rechnet, ohne die eigene Stufe geprüft zu haben, plant zu optimistisch.

    Wie sich die staatliche Förderung mit weiteren Bausteinen kombinieren lässt, ordnet der Beitrag zum Stapeln der Förderung bei Epiq, Raval und Tavascan ein. Wer ein bereits zugelassenes Elektroauto fährt, sollte zusätzlich die jährliche THG-Prämie mit 100 bis 370 Euro mitnehmen.

    Aus zwei Monaten Praxis ergibt sich eine sinnvolle Reihenfolge. Der erste Schritt hat mit dem Auto noch nichts zu tun: BundID oder ELSTER-Zugang einrichten, solange das Fahrzeug noch nicht da ist. Das kostet nichts und nimmt die einzige echte Wartezeit aus dem Verfahren heraus.

    Der zweite Schritt ist der Blick in die beiden letzten Steuerbescheide. Wer den Durchschnitt des zu versteuernden Einkommens kennt, weiß vorher, welche Förderstufe realistisch ist — und kalkuliert nicht mit 6.000 Euro, wenn 3.000 herauskommen.

    Der dritte Schritt kommt nach der Zulassung: Zulassungsbescheinigung Teil II und Rechnung als sauberen Scan bereitlegen und den Antrag zügig einreichen. Danach heißt es warten und den Posteingang im Blick behalten.

    Wird ein Antrag trotzdem abgelehnt, ist das selten das Ende. Die häufigsten Gründe sind formale Fehler, die sich korrigieren lassen. Was dann zu tun ist, beschreibt der Beitrag E-Auto-Förderung abgelehnt und was jetzt hilft.

    Wird die E-Auto-Förderung auf Gebrauchtwagen ausgeweitet?

    Bisher nicht. Gefördert werden ausschließlich Fahrzeuge mit Erstzulassung ab dem 1. Januar 2026. Ein gebrauchtes Elektroauto fällt damit aus dem Programm heraus, unabhängig von Alter und Preis.

    Die Bundesregierung hat für 2028 eine Überprüfung des Programms angekündigt. Dabei soll auch geprüft werden, ob gebrauchte Elektroautos einbezogen werden. Eine Entscheidung gibt es Stand Juli 2026 nicht, und niemand sollte einen Kauf darauf stützen.

    Für Gebrauchtkäufer gibt es dennoch Argumente, die unabhängig von der Förderung wirken. Der starke Wertverlust der ersten Jahre schlägt beim Elektroauto voll auf den Gebrauchtpreis durch, was die Einstiegskosten drückt. Die Einordnung dazu steht im Beitrag zum E-Auto-Restwert 2026 als Käufer-Chance. Welche Sonderregeln bei gebrauchten Elektroautos sonst gelten, erklärt der Beitrag zur E-Auto-Förderung 2026 für Gebrauchtwagen.

    Quellen und weiterführende Informationen

    Die offizielle Mitteilung zum Antragsstart veröffentlicht das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in der Meldung vom 19. Mai 2026. Die Programmbedingungen und den Antragsweg beschreibt das BAFA auf der Übersichtsseite zur E-Auto-Förderung 2026, die politischen Eckpunkte stehen beim Bundesumweltministerium zum Förderprogramm für Elektroautos. Die Zahl von 19.448 Anträgen aus der Startphase stammt aus einer Mitteilung des Bundesumweltministeriums vom 20. Mai 2026; die damals berichtende Meldung ist inzwischen nicht mehr abrufbar. Den Zwischenstand von 41.772 Anträgen dokumentiert die Wirtschaftswoche. Die Marken-Rangliste der bewilligten Anträge und die ausgezahlte Summe von 53,9 Millionen Euro berichtet electrive.net zur Auswertung nach Herstellern. Eine unabhängige Einordnung der Förderbedingungen liefert der ADAC zur E-Auto-Förderung sowie die Verbraucherzentrale zur E-Auto-Prämie 2026.

    Update-Hinweis (Stand: 21.07.2026)

    Am 21. Juli 2026 haben wir diesen Beitrag um die Zwei-Monats-Bilanz erweitert. Die im Mai dokumentierten Startzahlen bleiben als historischer Stand erhalten, weil sie den Programmbeginn festhalten. Neu hinzugekommen sind der Antragsverlauf bis Ende Juni mit rund 72.000 Anträgen, die erste Auswertung nach Marken mit Skoda auf Platz zwei und CUPRA sowie SEAT auf Platz vier, der Kassenstand von 53,9 Millionen Euro zum 30. Juni und die Bestätigung der geschätzten Bearbeitungsdauer von sechs bis zwölf Wochen. Korrigiert haben wir außerdem die Darstellung des Fördertopfs: Die viel zitierten 98 Prozent Restbudget sind ein Kassenstand, keine Reservierung — die bereits gestellten Anträge beanspruchen weitere gut 270 Millionen Euro. Wir aktualisieren den Beitrag wieder, sobald neue offizielle Zahlen des Bundesumweltministeriums vorliegen. Beratung zum konkreten Antragsweg gibt es beim Automobilsalon Bellemann in Wiesloch für die Region Wiesloch, Walldorf, Heidelberg, Mannheim und Sinsheim.

    Häufige Fragen

    Wie viele Anträge auf E-Auto-Förderung wurden bisher gestellt?

    Seit dem Start am 19. Mai 2026 sind rund 72.000 Anträge eingegangen, gemessen an den ersten sechs Programmwochen. Der Verlauf zeigt eine starke Anlaufphase: knapp 17.000 Anträge in den ersten 24 Stunden, 41.772 bis zum 2. Juni und rund 72.000 bis Ende Juni. Rund neun von zehn Anträgen entfallen auf reine Elektroautos und Brennstoffzellenfahrzeuge, der Rest auf Plug-in-Hybride.

    Welche Marken bekommen die meisten E-Auto-Förderungen?

    Bei den bewilligten Anträgen führt Tesla mit 2.086 Fällen, Stand 30. Juni 2026. Skoda liegt mit 1.197 auf Platz zwei, Renault mit 784 auf Platz drei, CUPRA und SEAT zusammen mit 712 auf Platz vier und Hyundai mit 637 auf Platz fünf. Das Bundesumweltministerium weist ausdrücklich darauf hin, dass sich die Rangliste im Laufe der Zeit noch verschieben kann, weil viele Anträge noch in Bearbeitung sind.

    Wie viel BAFA-Förderung ist bisher ausgezahlt worden?

    Bis zum 30. Juni 2026 waren 53,9 Millionen Euro ausgezahlt. Bei einer durchschnittlichen Förderhöhe von rund 3.750 Euro entspricht das grob 14.000 abgeschlossenen Fällen. Von den rund 72.000 gestellten Anträgen ist damit erst etwa ein Fünftel vollständig durch. Der Rückstau liegt also nicht am Geld, sondern an der Prüfung.

    Läuft das BAFA-Antragsportal stabil?

    Ja. Anders als bei früheren Förderprogrammen gab es weder zum Start am 19. Mai 2026 noch in den Wochen danach berichtete Server-Überlastungen oder Login-Probleme. Die Förderzentrale Deutschland ist als vollständig digitales Portal aufgesetzt und hat auch die Antragswelle im Juni ohne erkennbare Störungen verarbeitet.

    Brauche ich eine BundID für den BAFA-Antrag?

    Ja, ohne sie ist der Antrag technisch nicht möglich. Die BundID ist die zentrale Anmeldung der deutschen Verwaltung. Alternativ akzeptiert das BAFA ein ELSTER-Zertifikat, wie es viele bereits von der elektronischen Steuererklärung kennen. Die Einrichtung der BundID dauert ein bis zwei Wochen, weil die Aktivierungs-PIN per Post kommt. Wer einen Antrag plant, sollte damit deshalb früh anfangen.

    Welches Einkommen zählt beim BAFA-Antrag?

    Maßgeblich ist das zu versteuernde Einkommen des Haushalts, nicht das Brutto- oder Nettogehalt. Der Wert steht im Steuerbescheid am Ende der Einkommensermittlung unter der Bezeichnung zu versteuerndes Einkommen und liegt in der Regel deutlich unter dem Bruttolohn. Bei zwei Steuerpflichtigen im Haushalt werden beide Werte addiert. Herangezogen wird der Durchschnitt der beiden aktuellsten Steuerbescheide.

    Kann ich den BAFA-Antrag vor der Zulassung stellen?

    Nein. Der Antrag ist erst nach der Erstzulassung des Fahrzeugs möglich, vorher bricht das Portal mit einer Fehlermeldung ab. Hochgeladen werden die Zulassungsbescheinigung Teil II und die Rechnung. Beide müssen eine Erstzulassung ab dem 1. Januar 2026 ausweisen. Für die Antragstellung bleiben danach zwölf Monate Zeit, es besteht also kein Grund zur Eile.

    Ist der Fördertopf schon halb leer?

    Nein, davon ist er weit entfernt. Bis zum 30. Juni 2026 waren 53,9 Millionen Euro von insgesamt 3 Milliarden Euro ausgezahlt, der Topf ist damit rechnerisch noch zu 98 Prozent gefüllt. Diese Zahl ist allerdings ein Kassenstand und keine Reservierung: Die rund 72.000 bereits gestellten Anträge binden bei durchschnittlicher Förderhöhe weitere gut 270 Millionen Euro, die noch nicht ausgezahlt sind.

    Wird die E-Auto-Förderung auf Gebrauchtwagen ausgeweitet?

    Bisher nicht. Gefördert werden ausschließlich Fahrzeuge mit Erstzulassung ab dem 1. Januar 2026. Die Bundesregierung hat für 2028 eine Überprüfung des Programms angekündigt, bei der eine Erweiterung auf gebrauchte Elektroautos geprüft werden soll. Eine politische Entscheidung dazu gibt es Stand Juli 2026 nicht.

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