- BYD Dolphin Surf Preis: Wer die 14.190 Euro wirklich zahlt
- BYD Dolphin Surf Reichweite: Was von 322 km übrig bleibt
- BYD Dolphin Surf Comfort oder Boost: Wer weiter kommt
- BYD Dolphin Surf Lieferzeit: Wann er sofort da ist und wann man warten muss
- BYD Dolphin Surf Leasing: Was in den 169 Euro nicht steckt
- BYD Dolphin Surf Anhängerkupplung: Was jetzt geht und was nicht
Inhalt dieses Artikels
- BYD Dolphin Surf Testbericht: was hinter der Note 2,6 steckt
- Kurzantwort
- Wie gut ist der BYD Dolphin Surf 2026 im Test?
- Welche Schwächen hat der BYD Dolphin Surf?
- BYD Dolphin Surf Heckscheibenwischer: warum er fehlt
- Die Messwerte im BYD Dolphin Surf ADAC Test und im Ecotest
- Wo der Testbericht und die Angaben von BYD auseinandergehen
- BYD Dolphin Surf Test: Platz und Verarbeitung im Innenraum
- Wie lange hält ein BYD Dolphin Surf?
- Wie schneidet der BYD Dolphin Surf im Crashtest ab?
- BYD Dolphin Surf Bewertung: was die Tester loben
- Welche Version hat der ADAC getestet — Boost, nicht Comfort
- Was das Modelljahr 2026 an der Kritik ändert
- BYD Dolphin Surf Erfahrungen: was sich belegen lässt
- Für wen der Dolphin Surf trotz der Kritik passt
- Quellen
BYD Dolphin Surf Testbericht: was hinter der Note 2,6 steckt
Der ADAC hat den BYD Dolphin Surf getestet und ihm die Gesamtnote 2,6 gegeben. Das ist die erste Zahl der Stufe „befriedigend”, ein Hundertstel unter „gut” — und sie sagt für sich genommen fast nichts.
Denn die Note entsteht aus sieben Kapiteln, und die liegen weit auseinander. Beim Umwelt-Kapitel steht eine 1,4, also sehr gut. Bei den Fahreigenschaften eine 3,5, das untere Ende von befriedigend. Dazwischen liegen mehr als zwei volle Notenstufen.
Dieser Beitrag nimmt den Test auseinander: alle Teilnoten, alle Messwerte, die fünf bemängelten Punkte im Wortlaut und die Stellen, an denen die Messungen von den Angaben des Herstellers abweichen. Dazu das Ergebnis im Crashtest. Alle Angaben sind am 19. Oktober 2026 an der Quelle geprüft, am ADAC-Autotest und bei Euro NCAP. Was der Wagen kostet, steht im Beitrag zum Preis des Dolphin Surf.
Kurzantwort
Wie gut ist der BYD Dolphin Surf 2026 im Test?
Der ADAC testete im November 2025 den Dolphin Surf Boost und vergab die Gesamtnote 2,6. Das entspricht der Stufe „befriedigend”, die bei 2,6 beginnt und bis 3,5 reicht. Ein Hundertstel besser, und der Wagen hätte „gut” bekommen.
| Kapitel | Note |
|---|---|
| Karosserie | 3,3 |
| Innenraum | 3,0 |
| Komfort | 3,3 |
| Antrieb | 1,8 |
| Fahreigenschaften | 3,5 |
| Sicherheit | 2,7 |
| Umwelt | 1,4 |
| Gesamtnote | 2,6 |
Wichtig für das Verständnis: Sicherheit und Umwelt werden laut ADAC doppelt gewertet. Die sehr gute Umwelt-Note von 1,4 zieht das Ergebnis also spürbar nach oben, die Fahreigenschaften mit 3,5 ziehen es nach unten. Wer vor allem auf Verbrauch und Antrieb schaut, bekommt ein anderes Auto beschrieben als jemand, dem Lenkung und Geradeauslauf wichtig sind.
Wie die Bewertung ausfällt, hängt damit stark davon ab, was man sucht. Der Antrieb mit 1,8 und die Umwelt mit 1,4 sind die Stärken, und beide betreffen genau das, wofür man ein Elektroauto kauft.
Welche Schwächen hat der BYD Dolphin Surf?
Der ADAC nennt fünf Punkte, und er nennt sie knapp. Im Wortlaut lautet die Liste: kein Heckscheibenwischer, ablenkungsstarke Bedienung, unterdurchschnittliche DC-Ladezeiten, schlechte Lenkungsabstimmung, Halogen-Scheinwerfersystem mit mäßiger Fahrbahnausleuchtung.
Zwei davon erläutert der Test ausführlicher. Zur Lenkung heißt es, eine Schwäche sei der Geradeauslauf: Da die Lenkung nicht zentriere, müsse der Fahrer bei Geradeausfahrt permanent leichte Korrekturen vornehmen, was sehr störend und ermüdend sei. Das ist kein Detail für Testfahrer, das merkt man auf jeder längeren Autobahnfahrt.
Zum Assistenzsystem schreibt der ADAC, der Spur- und Lenkassistent arbeite unharmonisch, greife teils sehr voreilig ein und lasse sich nur mit merklichem Kraftaufwand übersteuern. Auch das ist ein Punkt, der im Alltag jeden Tag auftritt — und einer, den Software-Aktualisierungen ändern können.
Der dritte große Kritikpunkt ist die Ladezeit. BYD nennt für Boost und Comfort 31 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Der ADAC kam auf 45 Minuten, obwohl der Wagen die 85 Kilowatt Spitzenleistung erreichte, und bewertet die Ladezeiten als unterdurchschnittlich. Welche Ladeleistung je Linie gilt, steht im Beitrag zu den Unterschieden zwischen Active, Boost und Comfort.
BYD Dolphin Surf Heckscheibenwischer: warum er fehlt
Der fehlende Heckscheibenwischer steht in der Kritikliste an erster Stelle, und er wird auch einzeln gesucht. Das hat einen einfachen Grund: Die Heckscheibe ist stark geneigt und liegt im Windschatten des Dachspoilers. Bei Regen, Schneematsch oder Streusalz setzt sie sich schnell zu, und ohne Wischer bleibt nur anhalten und putzen.
Einen Ausgleich gibt es, aber er ersetzt die Sicht nicht vollständig. Active und Boost haben serienmäßig eine Rückfahrkamera, der Comfort stattdessen eine 360-Grad-Kamera. Beim Rangieren hilft das. Beim Blick in den Rückspiegel während der Fahrt hilft es nicht.
Nachrüsten lässt sich ein Heckscheibenwischer praktisch nicht, weil Motor, Durchführung und Spritzdüse fehlen. Wer regelmäßig bei schlechtem Wetter unterwegs ist, sollte den Punkt vor dem Kauf ernst nehmen — er ist der einzige der fünf, der sich weder durch Gewöhnung noch durch eine Aktualisierung bessert.
Die Messwerte im BYD Dolphin Surf ADAC Test und im Ecotest
Zahlen sagen mehr als Noten. Der ADAC hat beim Boost gemessen, nicht gerechnet, und veröffentlicht einen Auszug.
| Messwert | Ergebnis |
|---|---|
| Überholvorgang 60–100 km/h | 8,0 s |
| Beschleunigung 15–30 km/h | 1,1 s |
| Bremsweg aus 100 km/h | 37,8 m |
| Wendekreis | 10,4 m |
| Verbrauch im Ecotest | 19,2 kWh/100 km |
| CO₂ von der Quelle bis zum Rad | 96 g/km |
| Ecotest-Bewertung | 5 von 5 Sternen |
| Reichweite | 260 km |
| Innengeräusch bei 130 km/h | 67,6 dB(A) |
Der Bremsweg von 37,8 Metern ist ordentlich, der Wendekreis von 10,4 Metern für einen knapp vier Meter langen Wagen eher groß. Die 1,1 Sekunden von 15 auf 30 km/h beschreiben genau das, was im Stadtverkehr zählt: das Anfahren im Kreisverkehr. Der ADAC nennt den Wagen innerorts spritzig und das Leistungspotenzial insgesamt „eher dürftig” — beides gilt gleichzeitig, weil ein Elektromotor unten herum kräftig und oben heraus zurückhaltend sein kann.
Beim Ausweichtest macht der Kleinwagen laut ADAC eine ordentliche Figur: Das Stabilitätssystem greife frühzeitig und effektiv ein, der Wagen halte sicher die Spur. Das steht neben der Kritik an der Lenkung und widerspricht ihr nicht — sicher ist nicht dasselbe wie angenehm.
Wo der Testbericht und die Angaben von BYD auseinandergehen
An vier Stellen weichen die Zahlen voneinander ab. Keine davon ist falsch, sie entstehen nach verschiedenen Verfahren — man sollte nur wissen, welche man gerade liest. BYD nennt Reichweiten nach WLTP (dem genormten europäischen Prüfverfahren für Verbrauch und Reichweite), der ADAC misst im eigenen Ecotest.
| BYD | ADAC | |
|---|---|---|
| Kofferraum | 308 l | 220 l (bis Fensterunterkante) |
| Kofferraum umgeklappt | 1.037 l | 990 l (dachhoch) |
| Leergewicht | 1.370 kg | 1.380 kg |
| Zuladung | 344 kg | 334 kg |
| Reichweite | 322 km (WLTP) | 260 km (Ecotest) |
Der größte Unterschied steht beim Kofferraum, und er erklärt sich selbst: BYD misst bis unters Dach, der ADAC bis zur Fensterunterkante — also bis dorthin, wo man noch vernünftig beladen kann, ohne die Sicht zu verlieren. Trotzdem nennt der ADAC den Kofferraum „überraschend großzügig” und beschreibt ihn als schmal, aber tief.
Der Ecotest ist die eigene Verbrauchs- und Umweltbewertung des ADAC, nachzulesen auf der Ecotest-Seite des ADAC. Für den Dolphin Surf kommt dort ein höherer Verbrauch heraus als nach Norm, 19,2 gegen 15,6 Kilowattstunden. Die 62 Kilometer Unterschied bei der Reichweite sind deshalb kein Widerspruch, sondern zwei verschiedene Fragen. Der Test nennt dazu zwei Alltagswerte: innerorts oder bei sehr ruhiger Fahrt außerorts seien über 300 Kilometer möglich, auf der Autobahn und bei niedrigen Temperaturen kaum mehr als 150. Alle Herstellerangaben im Überblick stehen im Beitrag zum BYD Dolphin Surf 2026.
BYD Dolphin Surf Test: Platz und Verarbeitung im Innenraum
Beim Platz fällt das Urteil deutlich aus, und zwar positiv. Der ADAC schreibt, was der Dolphin Surf hinten Sitzenden an Raum biete, sei wirklich beachtlich: Seien die Vordersitze auf Personen mit 1,85 Meter Körpergröße eingestellt, könnten auf der Rückbank Mitfahrer mit bis zu 1,90 Meter Platz nehmen. Für einen Wagen von vier Metern Länge sei das bemerkenswert, mancher Kompaktwagen biete in der zweiten Reihe weniger.
Beim Kofferraum fällt das Urteil zweigeteilt aus. Er sei schmal, aber eine ziemlich tiefe Höhle und damit überraschend großzügig. Ideal geschnitten sei er allerdings nicht: Trotz Zwischenboden gebe es innen eine hohe Ladekante, die das Herausheben von Wasserkästen erschwere, und nach dem Umklappen der Rücksitzlehnen bleibe eine störende Stufe zurück.
Dazu kommt ein Punkt, der in der Kritikliste nicht auftaucht, im Test aber beschrieben wird: die Abstimmung der Hinterachse. Im Stadtverkehr zeige sie sich bockig, bei tieferen Unebenheiten wie abgesenkten Kanaldeckeln bringe sie Unruhe in den Innenraum, und auch auf welligem Autobahnbelag mache sich leichte Unruhe bemerkbar. Das steht neben dem gelobten Federungskomfort — gemeint sind verschiedene Situationen, nicht ein Widerspruch.
Die Innenraum-Note von 3,0 ist damit nachvollziehbar: viel Platz, ordentliche Materialien, aber ein Kofferraum mit Kanten und Stufen. Wer wissen will, wie viel wirklich hineinpasst, findet die gemessenen Werte weiter oben im Vergleich der Messverfahren.
Wie lange hält ein BYD Dolphin Surf?
Ehrliche Antwort: Das weiß heute niemand. Das Modell ist erst seit Sommer 2025 in Europa auf dem Markt, und belastbare Langzeitdaten entstehen erst nach Jahren. Wer eine Zahl nennt, rät.
Zwei Anhaltspunkte gibt es trotzdem. Der erste ist die Garantie, und sie ist das stärkste Signal, das ein Hersteller senden kann: sechs Jahre oder 150.000 Kilometer auf das Fahrzeug, acht Jahre oder 250.000 Kilometer auf die Antriebsbatterie. Der ADAC bewertet die Garantieleistungen ausdrücklich als überdurchschnittlich.
Der zweite ist die Akku-Technik. BYD verbaut Zellen auf Basis von Lithium-Eisenphosphat, kurz LFP. Diese Bauart gilt als besonders haltbar und kommt ohne Nickel, Mangan und Kobalt aus. Sie verträgt häufiges Vollladen besser als andere Chemien — was im Alltag bedeutet, dass man sich weniger Gedanken um den Ladestand machen muss. Was das für die Lebensdauer eines Akkus insgesamt heißt, steht im Beitrag zur Lebensdauer von E-Auto-Akkus.
Was sich dagegen nicht sagen lässt: wie oft der Wagen in die Werkstatt muss, wie gut die Ersatzteilversorgung läuft und wie die Elektronik nach fünf Jahren dasteht. Für diese Fragen fehlen schlicht die Jahre. Wie BYD als Marke bisher dasteht, ordnet der Beitrag zur Zuverlässigkeit von BYD ein.
Wie schneidet der BYD Dolphin Surf im Crashtest ab?
Euro NCAP vergab 2025 fünf Sterne, die Höchstwertung. Die vier Einzelwerte zeigen, wo der Wagen stark ist und wo weniger.
| Bereich | Ergebnis |
|---|---|
| Schutz erwachsener Insassen | 82 % |
| Schutz von Kindern | 86 % |
| Ungeschützte Verkehrsteilnehmer | 76 % |
| Assistenzsysteme | 77 % |
Der beste Wert steht beim Kinderschutz mit 86 Prozent — für ein Familienauto in dieser Größe ein Argument. Die schwächsten Werte betreffen ungeschützte Verkehrsteilnehmer und die Assistenzsysteme. Letzteres passt zur Kritik des ADAC am Spur- und Lenkassistenten.
Das Ergebnis im Crashtest ist damit ein klarer Pluspunkt, und er steht nicht allein: Der ADAC bewertet das Kapitel Sicherheit mit 2,7 und hebt die umfangreiche Sicherheitsausstattung ausdrücklich hervor. Wie chinesische Hersteller bei Crashtests insgesamt abschneiden, ordnet der Beitrag Sind chinesische Elektroautos gut? ein.
BYD Dolphin Surf Bewertung: was die Tester loben
Eine Kritikliste allein gibt ein schiefes Bild. Der ADAC nennt sechs Dinge ausdrücklich positiv: gute Verarbeitung, passendes Platzangebot, ausgewogener Federungskomfort, sichere Fahreigenschaften, umfangreiche Komfort- und Sicherheitsausstattung und überdurchschnittliche Garantieleistungen.
Besonders deutlich wird der Test beim Platz. Für einen nur vier Meter langen Kleinwagen sei das Raumangebot bemerkenswert, mancher Kompaktwagen biete in der zweiten Reihe weniger. Das deckt sich mit der Innenraum-Note von 3,0, der besten unter den drei Karosserie-nahen Kapiteln.
Die Garantie ist der zweite Punkt, der heraussticht. Sechs Jahre oder 150.000 Kilometer auf das Fahrzeug und acht Jahre oder 250.000 Kilometer auf die Antriebsbatterie liegen über dem, was die meisten Hersteller geben. Was im Einzelnen abgedeckt ist, steht im Beitrag zur BYD Garantie.
Welche Version hat der ADAC getestet — Boost, nicht Comfort
Der ADAC testete den Boost mit 65 Kilowatt und 88 PS, also die mittlere Linie mit dem großen Akku. Beim Preis nennt der Test zwei Zahlen: Im Fazit steht ein Grundpreis von ab 26.990 Euro, in der Datentabelle derselben Seite ab 27.490 Euro. Letzteres entspricht der heutigen Preisliste von BYD. Der Testwagen selbst kam mit einigen Extras auf rund 30.000 Euro. Außerdem erwähnt der Test einen Herstellerrabatt, mit dem der Dolphin Surf im November 2025 zeitweise ab 18.990 Euro zu haben war — auf welche Linie sich das bezog, steht dort nicht. Was die drei Linien heute kosten, steht im Beitrag zum Preis des Dolphin Surf.
Das ist für die Übertragung wichtig. Die Werte zu Antrieb, Beschleunigung und Lenkung gelten nicht eins zu eins für den Comfort, der mit 115 Kilowatt und 156 PS antritt und 9,1 statt 12,1 Sekunden auf Tempo 100 braucht. Auch die Kritik an den Halogen-Scheinwerfern trifft den Comfort nicht: Er hat laut Spezifikationsliste LED-Scheinwerfer. Welche Linie sonst noch was mitbringt, steht im Beitrag zu den Unterschieden zwischen Active, Boost und Comfort.
Beim Active ändert sich die Rechnung in die andere Richtung. Er hat denselben Motor wie der getestete Boost, aber nur 30 statt 43,2 Kilowattstunden Akku und lädt mit höchstens 65 statt 85 Kilowatt. Die kritisierte Ladezeit fällt bei ihm also noch stärker ins Gewicht. Einen eigenen Test des Comfort mit Note hat der ADAC bisher nicht veröffentlicht.
Was das Modelljahr 2026 an der Kritik ändert
Ein Punkt verdient eine eigene Betrachtung, weil er sich seit dem Test verändert hat: die Bedienung. Der ADAC nennt sie ablenkungsstark, und das war beim getesteten Wagen nachvollziehbar. Der Wählhebel für Vorwärts und Rückwärts saß als Schalter vorn am Armaturenbrett, viele Funktionen laufen über den Touchscreen.
Zum Modelljahr 2026 hat BYD genau das umgebaut. Der Wählhebel sitzt jetzt als Hebel an der Lenksäule, wie man es aus anderen Autos kennt, und ein zweiter Hebel bedient Blinker, Licht und Scheibenwischer zusammen. Das Lenkrad ist neu gestaltet. Ob die Bedienung damit genug gewonnen hat, um die Kritik zu entkräften, lässt sich nicht sagen: Der ADAC hat den umgebauten Stand bisher nicht getestet.
Zwei weitere Kritikpunkte könnten sich ebenfalls bewegen. Die Abstimmung von Spur- und Lenkassistent ist Software und lässt sich über Aktualisierungen ändern; BYD spielt solche Aktualisierungen über Mobilfunk auf. Die mäßige Ausleuchtung der Halogen-Scheinwerfer verschwindet dagegen nur beim Wechsel zur Linie Comfort, die LED-Scheinwerfer hat.
Unverändert bleiben die beiden Punkte, die an der Karosserie hängen: der fehlende Heckscheibenwischer und die Ladezeit am Schnelllader. Beides steckt in der Technik des Autos und ändert sich nicht durch ein Modelljahr. Was sonst noch neu ist, steht im Überblick zum Modelljahr 2026.
BYD Dolphin Surf Erfahrungen: was sich belegen lässt
Zu den Erfahrungen von Haltern gibt es im Netz vor allem Forenbeiträge. In den Suchergebnissen stehen Fäden bei Reddit, bei GoingElectric und im BYD-Dolphin-Forum weit oben — ein Zeichen dafür, dass belastbare Langzeitdaten fehlen.
Zwei Punkte aus diesen Berichten lassen sich an anderer Stelle nachprüfen und stehen deshalb hier: Halter berichten, die erste Serie habe keine Dachlast und keine Montagepunkte, und zur Anhängelast gebe es keine Freigabe. Beides deckt sich mit der Bedienungsanleitung von BYD und mit dem ADAC-Autokatalog, wie der Beitrag zur Anhängerkupplung am Dolphin Surf im Einzelnen belegt.
Alles Übrige aus Foren bleibt hier außen vor. Einzelne gemeldete Probleme mögen stimmen, sind aber weder gezählt noch geprüft — und ein Beitrag, der ungeprüfte Berichte zu einem Muster erklärt, hilft niemandem. Wie es um die Marke insgesamt steht, ordnet der Beitrag zur Zuverlässigkeit von BYD ein.
Für wen der Dolphin Surf trotz der Kritik passt
Der ADAC fasst sein Urteil in einer Zeile zusammen: Elektro-Kleinwagen mit kleinen Schwächen. Das trifft es, wenn man die fünf Kritikpunkte sortiert.
Drei davon betreffen das Fahren auf längeren Strecken: Lenkung, Assistent und Ladezeit. Wer den Wagen vor allem in der Stadt und im Umland bewegt, merkt sie selten. Zwei betreffen das Wetter: fehlender Heckscheibenwischer und schwaches Abblendlicht. Die merkt man auch auf kurzen Wegen — und gegen das Licht hilft der Griff zum Comfort.
Dem gegenüber stehen eine sehr gute Umwelt-Note, ein guter Antrieb, fünf NCAP-Sterne, viel Platz auf vier Metern und eine Garantie über dem Marktschnitt. Wie lange man nach einer Bestellung auf das Auto wartet, steht im Beitrag zur Lieferzeit des Dolphin Surf. Wer die Prioritäten so setzt, bekommt für das Geld viel Auto. Wie sich der Dolphin Surf gegen andere kleine Stromer schlägt, zeigt der Vergleich günstiger Elektroautos unter 30.000 Euro, und wer lieber ein geprüftes gebrauchtes Auto möchte, findet den Bestand des Automobilsalons Bellemann in Wiesloch.
Quellen
Die Teilnoten, die Gesamtnote, die Notenskala und alle Messwerte stammen aus dem ADAC-Autotest zum BYD Dolphin Surf, abgerufen am 19. Oktober 2026. Getestet wurde der Boost (Viersitzer) aus dem Bauzeitraum 06/2025 bis 10/2026. Die zitierten Sätze zu Lenkung, Spurassistent, Ausweichtest, Leistungspotenzial und Kofferraum stehen wörtlich in diesem Test, ebenso die Listen „Das hat uns gefallen” und „Das hat uns nicht gefallen”. Den ausführlichen Testbericht zum Boost stellt der ADAC zusätzlich als PDF bereit; dafür ist eine Anmeldung nötig.
Die Crashtest-Ergebnisse stammen von Euro NCAP aus dem Jahr 2025. Die Herstellerangaben zu Reichweite, Kofferraum, Gewicht, Ladeleistung und Ausstattung je Linie stammen aus Konfigurator, Broschüre und Preisliste von BYD, die Garantiefristen aus den Garantiebedingungen von BYD.
Das Titelbild stammt von Alexander-93 und steht unter der Lizenz CC BY-SA 4.0; wir haben es auf das Format 16:9 zugeschnitten.
Stand der Angaben
Stand der Werte: 19.10.2026. Der ADAC-Test stammt vom 26. November 2025 und bezieht sich auf den Dolphin Surf Boost vor dem Modelljahr 2026. Einzelne Kritikpunkte können durch Änderungen am Modelljahr oder durch Software-Aktualisierungen entfallen; die Bedienung wurde zum Modelljahr 2026 umgestellt. Verbindlich für das einzelne Fahrzeug ist seine Ausstattung laut Kaufvertrag.
Stromverbrauch kombiniert 15,5–16,0 kWh/100 km, CO₂-Emissionen kombiniert 0 g/km, CO₂-Klasse A. Reichweite nach WLTP 220–322 km, je nach Linie.
Häufige Fragen
Welche Schwächen hat der BYD Dolphin Surf?
Der ADAC nennt fünf: Es fehlt ein Heckscheibenwischer, die Bedienung lenkt stark ab, die Ladezeiten am Schnelllader sind unterdurchschnittlich, die Lenkung ist schlecht abgestimmt und die Halogen-Scheinwerfer leuchten die Fahrbahn nur mäßig aus. Die schwächste Teilnote bekommen die Fahreigenschaften mit 3,5.
Wie gut ist der BYD Dolphin Surf 2026 im Test?
Der ADAC testete den Boost im November 2025 und vergab die Gesamtnote 2,6, also befriedigend. Sehr gut fiel die Umwelt-Note mit 1,4 aus, gut der Antrieb mit 1,8. Karosserie und Komfort bekamen je 3,3, der Innenraum 3,0, die Sicherheit 2,7.
Ist der BYD Dolphin Surf ein gutes Auto?
Der ADAC fasst sein Urteil als Elektro-Kleinwagen mit kleinen Schwächen zusammen. Gelobt werden Verarbeitung, Platzangebot, Federungskomfort, sichere Fahreigenschaften, die umfangreiche Ausstattung und die Garantie. Die Kritik betrifft Bedienung, Lenkung, Licht, Ladezeit und den fehlenden Heckscheibenwischer.
Welche Mängel hat der BYD Dolphin Surf?
Mängel im Sinne von Defekten nennt der ADAC-Test nicht. Die Kritik betrifft die Auslegung: Lenkung, Bedienung, Licht und Ladezeit. Zum Geradeauslauf schreibt der ADAC, die Lenkung zentriere nicht, weshalb der Fahrer permanent leichte Korrekturen vornehmen müsse, was störe und ermüde.
Wie schneidet der BYD Dolphin Surf im Crashtest ab?
Euro NCAP vergab 2025 fünf Sterne. Im Einzelnen sind es 82 Prozent beim Schutz erwachsener Insassen, 86 Prozent beim Schutz von Kindern, 76 Prozent bei ungeschützten Verkehrsteilnehmern und 77 Prozent bei den Assistenzsystemen.
Warum hat der BYD Dolphin Surf keinen Heckscheibenwischer?
BYD begründet das nicht. Der ADAC führt den fehlenden Heckscheibenwischer als ersten Kritikpunkt auf. Bei Regen und Schmutz bleibt die stark geneigte Heckscheibe damit schnell blind. Ein Ausgleich ist die Rückfahrkamera, die Active und Boost serienmäßig haben; der Comfort hat stattdessen eine 360-Grad-Kamera.
Wie lange hält ein BYD Dolphin Surf?
Belastbare Langzeitdaten gibt es für das Modell noch nicht, es ist erst seit Sommer 2025 in Europa auf dem Markt. Einen Anhaltspunkt geben die Garantiefristen: sechs Jahre oder 150.000 Kilometer auf das Fahrzeug, acht Jahre oder 250.000 Kilometer auf die Antriebsbatterie.
Wie viel verbraucht der BYD Dolphin Surf wirklich?
Der ADAC maß im Ecotest 19,2 Kilowattstunden auf 100 Kilometer, umgerechnet 96 Gramm CO₂ je Kilometer von der Quelle bis zum Rad. Dafür gab es die volle Punktzahl von fünf Sternen. Daraus ergibt sich eine Reichweite von rund 260 Kilometern statt der 322 nach Norm.
Wie laut ist der BYD Dolphin Surf?
Der ADAC maß bei Tempo 130 ein Innengeräusch von 67,6 Dezibel. Das ist für einen Kleinwagen ohne Verbrennungsmotor ein normaler Wert. Weil der Antrieb selbst leise ist, fallen Wind- und Abrollgeräusche bei höherem Tempo stärker auf.
Welche Version hat der ADAC getestet?
Den Boost mit 65 Kilowatt und 88 PS, also die mittlere Linie mit dem großen Akku. Der Testwagen kam mit einigen Extras auf rund 30.000 Euro; den Grundpreis nennt der ADAC im Fazit mit ab 26.990 Euro, in der Datentabelle mit ab 27.490 Euro. Die Ergebnisse zu Antrieb und Fahrleistungen gelten deshalb nicht eins zu eins für den stärkeren Comfort mit 156 PS.