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E-Mobilität & Förderung

BYD Dolphin Surf laden: Der Haken an den 31 Minuten

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BYD Dolphin Surf laden: 11 kW Wechselstrom, 65 oder 85 kW am Schnelllader. Alle Ladezeiten je Akku, die ADAC-Messung und was V2L wirklich kann.

#BYD#BYD Dolphin Surf#Laden#Wallbox
BYD Dolphin Surf laden: weißer Kleinwagen auf der Landstraße
Bild: Calreyn88, CC BY-SA 4.0, über Wikimedia Commons
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    BYD Dolphin Surf 2026: Was der neue Fünfsitzer wirklich ändert
    Alle bestätigten Infos, Einordnung, Updates und interne Sprünge an einer Stelle.
    Inhalt dieses Artikels
    1. BYD Dolphin Surf laden: die Zahlen und was sie wert sind
    2. Kurzantwort
    3. Wie lade ich den BYD Dolphin Surf auf?
    4. Kann man den BYD an einer normalen Steckdose laden?
    5. Wie schnell kann der BYD Dolphin Surf laden?
    6. BYD Dolphin Surf Ladegeschwindigkeit: die Umkehr bei 30 Prozent
    7. BYD Dolphin Surf Ladeleistung: 65 oder 85 Kilowatt
    8. BYD Dolphin Surf Ladezeit im Test: 45 statt 31 Minuten
    9. Welche Wallbox für den BYD Dolphin Surf?
    10. BYD Dolphin Surf Ladekabel dabei: was sich belegen lässt
    11. BYD Dolphin Surf bidirektionales Laden: was V2L kann und was nicht
    12. Wie lange braucht ein BYD Dolphin zum Laden?
    13. Was kostet das Laden beim BYD Dolphin Surf?
    14. BYD Dolphin Surf Wallbox: was vor der ersten Ladung zu klären ist
    15. Laden im Alltag: drei Situationen
    16. Quellen

    BYD Dolphin Surf laden: die Zahlen und was sie wert sind

    Wer den BYD Dolphin Surf laden will, findet im Prospekt zwei Zahlen: 11 Kilowatt an der Wallbox, 85 Kilowatt an der Schnellladesäule. Daraus ergeben sich 31 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Klingt eindeutig.

    Der ADAC hat dieselbe Version an die Säule gehängt und 45 Minuten gemessen — obwohl der Wagen die 85 Kilowatt tatsächlich erreichte. Das sind 14 Minuten mehr als im Prospekt, und es ist der Grund, warum der Club die Ladezeiten als unterdurchschnittlich bewertet.

    Dieser Beitrag nimmt alle Ladewerte auseinander: beide Akkugrößen, beide Stromarten, die Zeitfenster und eine Merkwürdigkeit in der Herstellertabelle, die sonst niemand erklärt. Die übrigen Daten des Modells stehen im Überblick zum BYD Dolphin Surf 2026.

    Kurzantwort

    Wie lade ich den BYD Dolphin Surf auf?

    Über einen einzigen Anschluss, den CCS2-Stecker. Er nimmt beide Stromarten auf: Wechselstrom aus der Wallbox und Gleichstrom aus der Schnellladesäule. Adapter braucht man an öffentlichen Säulen in Europa deshalb nicht.

    Der Unterschied zwischen beiden Wegen ist groß. Am Wechselstrom begrenzt das eingebaute Ladegerät auf 11 Kilowatt — eine stärkere Wallbox bringt nichts, weil das Gerät im Auto den Flaschenhals bildet. Am Gleichstrom übernimmt die Säule die Umwandlung, und dann zählt, was die Batterie aufnehmen kann.

    Für den Alltag heißt das: Zu Hause oder am Arbeitsplatz lädt man über Stunden mit 11 Kilowatt, unterwegs in einer Pause mit 65 oder 85 Kilowatt. Beides zusammen deckt die allermeisten Fälle ab.

    Kann man den BYD an einer normalen Steckdose laden?

    Ja, aber es ist die langsamste aller Möglichkeiten. Über ein Notladekabel lässt sich jedes Elektroauto an die Haushaltssteckdose hängen. Der ADAC rechnet dabei mit 2,3 Kilowatt bei 10 Ampere — also etwa einem Fünftel dessen, was das Bordladegerät des Dolphin Surf annehmen könnte.

    Rechnerisch bedeutet das für den großen Akku: Statt 4 Stunden 37 Minuten an der 11-Kilowatt-Wallbox landet man bei knapp 19 Stunden für eine volle Ladung. Und das ist noch zu günstig gerechnet, denn an der Steckdose geht besonders viel Strom verloren. Der ADAC hat diese Verluste 2026 an mehreren Elektroautos gemessen und kam an der Haushaltssteckdose auf 12,7 bis 15,3 Prozent, in einem Fall sogar auf 24,2 Prozent. An der Wallbox fällt davon nur etwa die Hälfte an. Für eine Übernachtladung nach einem normalen Pendeltag reicht die Steckdose also, für den regelmäßigen Einsatz ist sie keine Lösung.

    Dazu kommt der Sicherheitspunkt, der oft untergeht. Schutzkontaktsteckdosen sind laut ADAC nur für begrenzte Zeiträume mit ihrem Bemessungsstrom von 16 Ampere belastbar; bei alter Installation oder lockeren Kontakten kann die Dose überhitzen. Der Club empfiehlt deshalb, den Ladestrom auf 10 Ampere oder weniger zu begrenzen. Was eine eigene Wallbox kostet und wie die Anmeldung läuft, steht im Beitrag zum Laden zu Hause mit eigener Wallbox.

    Wie schnell kann der BYD Dolphin Surf laden?

    Die Herstellerangaben stehen in der technischen Tabelle der Broschüre, getrennt nach Akkugröße und nach Ladefenster.

    ActiveBoostComfort
    LadeanschlussCCS2CCS2CCS2
    Max. Wechselstrom11 kW11 kW11 kW
    0–100 % an 11 kW3 h 21 min4 h 37 min4 h 37 min
    Max. Gleichstrom65 kW85 kW85 kW
    10–80 %29 min31 min31 min
    30–80 %24 min22 min22 min

    Zwei Dinge fallen beim genauen Lesen auf. Erstens braucht der kleine Akku für 10 bis 80 Prozent weniger Zeit als der große, obwohl er mit geringerer Leistung lädt. Zweitens dreht sich das bei 30 bis 80 Prozent um.

    Das ist kein Druckfehler, und es hat eine einfache Erklärung — dazu gleich ein eigener Abschnitt.

    BYD Dolphin Surf Ladegeschwindigkeit: die Umkehr bei 30 Prozent

    Der Schlüssel ist die Energiemenge, nicht die Zeit.

    Von 10 auf 80 Prozent lädt der Active rund 21 Kilowattstunden (70 Prozent von 30), der Boost rund 30 (70 Prozent von 43,2). Der große Akku nimmt also fast die Hälfte mehr Energie auf — und braucht dafür ganze zwei Minuten länger. Gemessen an der Menge ist er damit deutlich schneller, auch wenn die Uhr etwas anderes sagt.

    Von 30 auf 80 Prozent sind es 15 gegen 21,6 Kilowattstunden. Hier reicht der Vorsprung der höheren Ladeleistung, um die größere Menge zu überholen: 22 Minuten gegen 24.

    Für die Praxis folgt daraus eine klare Regel. Wer den Boost oder Comfort fährt, sollte nicht bis zehn Prozent herunterfahren, bevor er an die Säule geht. Der Bereich unter 30 Prozent kostet überproportional Zeit. Bei einer Reiseplanung mit mehreren Stopps ist es günstiger, zweimal von 30 auf 80 zu laden als einmal von 10 auf 80 und dann weit zu fahren.

    Wie weit der Wagen mit einer Ladung je nach Strecke kommt, rechnet der Beitrag zur Reichweite und zum Verbrauch je Streckenart aus den amtlichen Verbrauchslabels vor.

    BYD Dolphin Surf Ladeleistung: 65 oder 85 Kilowatt

    Die Ladeleistung ist der einzige Lade-Unterschied zwischen den Linien, und er fällt mit dem Akku zusammen.

    Der Active mit 30 Kilowattstunden nimmt am Schnelllader bis zu 65 Kilowatt. Boost und Comfort mit 43,2 Kilowattstunden kommen auf 85. Am Wechselstrom sind alle drei gleich: 11 Kilowatt, dreiphasig.

    Die Nennspannung unterscheidet sich ebenfalls: 300,8 Volt beim Active, 288 Volt bei den beiden größeren. In allen Fällen steckt die BYD Blade Battery auf Basis von Lithium-Eisenphosphat dahinter, kurz LFP. Diese Bauart gilt als robust gegenüber häufigem Vollladen — anders als manche andere Chemie muss man den Ladestand nicht ständig im Blick behalten.

    Was die Ladeleistung für die Wahl zwischen den Linien bedeutet, steht zusammen mit allen anderen Unterschieden im Beitrag zu den Unterschieden zwischen Active, Boost und Comfort.

    BYD Dolphin Surf Ladezeit im Test: 45 statt 31 Minuten

    Hier gehen Prospekt und Praxis auseinander, und zwar messbar.

    Der ADAC lud den Boost im Test von 10 auf 80 Prozent und brauchte 45 Minuten. Das Auffällige daran: Der Wagen erreichte dabei durchaus die angegebenen 85 Kilowatt Spitzenleistung. Es lag also nicht daran, dass die Leistung ausblieb — sie hielt nur nicht lange genug an. Der Club bewertet die Ladezeiten entsprechend als unterdurchschnittlich.

    BYD selbst nennt in der Fußnote zur technischen Tabelle die Gründe, ohne sie zu beziffern. Dort heißt es, Ladezeiten und Ladegeschwindigkeit könnten „aufgrund verschiedener Faktoren wie Batterietemperatur, Spezifikationen der Ladeinfrastruktur und Ladezustand variieren”.

    Von diesen drei Faktoren hat man zwei selbst in der Hand. Die Ladeinfrastruktur wählt man mit der Säule — eine Säule, die nur 50 Kilowatt liefert, begrenzt unabhängig vom Auto. Den Ladezustand steuert man über den Zeitpunkt, siehe die 30-Prozent-Regel weiter oben. Nur die Batterietemperatur entzieht sich dem Zugriff, solange das Fahrzeug keine Vorkonditionierung anbietet.

    Die ehrliche Zusammenfassung lautet deshalb: Mit den 31 Minuten sollte man nicht planen. Realistisch sind eher 40 bis 45 Minuten für dieses Ladefenster — was bei einem Stadtauto selten ins Gewicht fällt, auf der Urlaubsfahrt aber schon. Wie der Test insgesamt ausfiel, steht im Beitrag zum ADAC-Test des Dolphin Surf.

    Welche Wallbox für den BYD Dolphin Surf?

    Eine mit 11 Kilowatt und dreiphasigem Anschluss. Mehr nimmt das Auto nicht an, weniger verschenkt Zeit.

    Das ist die ganze technische Antwort, und sie spart Geld: Eine 22-Kilowatt-Wallbox kostet mehr, braucht eine Genehmigung statt einer bloßen Anmeldung beim Netzbetreiber — und bringt beim Dolphin Surf keinen einzigen Kilowatt mehr. Der Flaschenhals sitzt im Auto.

    Auf der Fahrzeugseite steckt CCS2, die Wallbox braucht also eine Typ-2-Kupplung oder ein fest angeschlagenes Typ-2-Kabel. Das ist in Deutschland der Normalfall.

    Zwei Punkte gehören zur Planung, die nichts mit dem Auto zu tun haben: die Anmeldung beim Netzbetreiber und der Installationstermin. Beides dauert erfahrungsgemäß länger, als man denkt, und sollte parallel zur Fahrzeugbestellung laufen. Wer beides anstoßen will, findet den Ablauf im Beitrag zur Wallbox-Installation mit Elektriker, Anmeldung und Vorschriften. Warum die stärkere Box beim Dolphin Surf nichts bringt, rechnet der Vergleich 11 Kilowatt gegen 22 Kilowatt für verschiedene Fahrzeuge durch. Wer eine Photovoltaik-Anlage hat, findet die Rechnung dazu im Beitrag zum Überschussladen mit eigenem Solarstrom.

    BYD Dolphin Surf Ladekabel dabei: was sich belegen lässt

    Diese Frage wird oft gestellt, und die ehrliche Antwort lautet: Es steht nirgends.

    Weder die deutsche Broschüre noch der Konfigurator führen auf, welche Ladekabel zum Lieferumfang gehören. Die Ausstattungstabelle nennt das 11-Kilowatt-Bordladegerät, aber keine Kabel. Auch die Modellseite schweigt dazu.

    Wer eine verlässliche Antwort braucht, kommt um die Nachfrage also nicht herum. Deshalb gilt hier dasselbe wie bei jeder anderen Ausstattungsfrage: vom Händler schriftlich bestätigen lassen, bevor der Auftrag rausgeht.

    Praktisch braucht man zwei Dinge. Ein Typ-2-Kabel für Wallbox und öffentliche Säulen mit Steckdose, und optional ein Notladekabel für die Haushaltssteckdose. Das Kabel für die Schnellladesäule hängt dort fest und wird nicht mitgeführt.

    Beim Typ-2-Kabel lohnt der Blick auf zwei Angaben. Es muss für dreiphasige Ladung ausgelegt sein, sonst bleibt von den 11 Kilowatt nur ein Drittel übrig. Und die Länge entscheidet im Alltag mehr, als man denkt: An öffentlichen Säulen steht das Auto selten direkt neben der Dose, ein längeres Kabel wiegt dafür mehr und braucht Platz — bei 308 Litern Laderaum ist jeder Zentimeter ein Argument. Wer den eigenen Stellplatz vorher ausmisst, trifft die Wahl sicherer als nach Gefühl.

    BYD Dolphin Surf bidirektionales Laden: was V2L kann und was nicht

    Bidirektionales Laden (also Laden in beide Richtungen — Strom fließt nicht nur ins Auto, sondern auch wieder heraus) gibt es in mehreren Stufen. Der Dolphin Surf beherrscht die einfachste davon. BYD führt die Funktion in der Ausstattungstabelle als „Externgeräte-Stromversorgung (V2L)” — die Abkürzung steht für Vehicle-to-Load, also Strom aus dem Fahrzeug für angeschlossene Geräte.

    Auf der Modellseite beschreibt BYD sie als Funktion, die das Fahrzeug „in eine mobile Powerbank” verwandelt, an die sich „eine Vielzahl von Geräten anschließen” lässt. Als Beispiele nennt der Hersteller Kaffeemaschine, Lampen und Spielkonsolen.

    Eine Leistungsangabe fehlt. Weder Broschüre noch Modellseite noch Konfigurator nennen Watt oder Ampere für V2L. Wer plant, ein bestimmtes Gerät zu betreiben, sollte den Wert deshalb beim Händler erfragen — eine Kaffeemaschine zieht deutlich mehr als eine Lampe.

    Für die Einordnung hilft ein Blick auf die Energiemenge. Der große Akku fasst 43,2 Kilowattstunden. Ein Kühlschrank auf einem Campingplatz kommt mit wenigen hundert Watt aus und ließe sich damit tagelang betreiben — allerdings auf Kosten der Reichweite, denn jede entnommene Kilowattstunde fehlt beim Fahren. Als Notstromquelle für einen Abend ist die Funktion komfortabel, als Dauerlösung nicht gedacht.

    Wichtig ist die Abgrenzung nach oben: V2L versorgt Geräte, nicht das Haus. Strom ins Hausnetz zurückzuspeisen ist eine andere Technik mit anderen Anforderungen an Wallbox und Freigabe. Für den Dolphin Surf führt BYD sie nicht auf. Die nächsten Stufen heißen V2H (Strom ins Haus) und V2G (Strom zurück ins öffentliche Netz); was dahintersteckt, erklärt der Beitrag zum bidirektionalen Laden.

    Wie lange braucht ein BYD Dolphin zum Laden?

    Diese Frage zielt oft auf das falsche Auto. Der BYD Dolphin ohne „Surf” ist ein eigenes, größeres Modell — und er lädt schneller.

    Dolphin Surf (Boost, Comfort)Dolphin
    Akku43,2 kWhvon BYD nicht genannt
    Max. Gleichstrom85 kWbis 100 kW
    Max. Wechselstrom11 kW11 kW

    Die 15 Kilowatt mehr am Schnelllader sind kein großer Sprung, aber sie wirken über den ganzen Ladevorgang. In der Praxis heißt das: kürzere Pausen auf der Langstrecke, nicht weniger Pausen.

    Beim Wechselstrom gibt es keinen Unterschied — beide nehmen 11 Kilowatt auf. Wer zu Hause über Nacht lädt, merkt vom größeren Modell also nichts.

    Eine Angabe fehlt bei BYD allerdings auch hier: Wie groß der Akku des Dolphin in Kilowattstunden ist, steht auf der deutschen Modellseite nicht. Ohne diese Zahl lässt sich keine eigene Ladezeit berechnen. Was die beiden Autos sonst trennt, steht im Beitrag BYD Dolphin gegen Dolphin Surf.

    Was kostet das Laden beim BYD Dolphin Surf?

    Die amtlichen Verbrauchslabels rechnen mit einem festen Strompreis und 15.000 Kilometern im Jahr. Für den Dolphin Surf ergeben sich daraus 746,33 Euro (Active), 751,14 Euro (Boost) und 770,40 Euro (Comfort) im Jahr.

    Das Label nennt den zugrunde gelegten Strompreis selbst: 32,1 Cent je Kilowattstunde, den Jahresdurchschnitt für 2025. Eine volle Ladung kostet damit etwa 9,60 Euro beim 30-kWh-Akku und knapp 14 Euro beim 43,2-kWh-Akku.

    Diese Zahlen sind Rechenwerte zur Vergleichbarkeit, keine Marktpreise. Zu Hause mit eigenem Tarif zahlt man je nach Vertrag weniger, an der öffentlichen Säule mehr — auch der ADAC weist darauf hin, dass der vertraglich zugesicherte Hausstrom günstiger ist als Strom an der Säule. Wer häufig unterwegs lädt, sollte das in die Rechnung nehmen — welche Ladekarten und Tarife dabei welchen Unterschied machen, vergleicht der Beitrag zum Schnellladen unterwegs mit Ladekarten und Tarifen.

    Nach der Zulassung lässt sich ein Teil davon zurückholen: Halter von Elektroautos können die Prämie aus der Treibhausgasquote beantragen. Wie das geht, erklärt der Beitrag zur THG-Quote 2026.

    BYD Dolphin Surf Wallbox: was vor der ersten Ladung zu klären ist

    Die Technik ist mit „11 Kilowatt, dreiphasig” beschrieben. Der Rest hat mit dem Auto nichts zu tun und wird trotzdem oft zu spät angegangen.

    Der Hausanschluss. Eine Wallbox wird beim Netzbetreiber angemeldet. Der prüft, ob der Anschluss die zusätzliche Last trägt. Das ist in den allermeisten Fällen unproblematisch, braucht aber Vorlauf.

    Die Leitung. Zwischen Zählerschrank und Stellplatz muss eine passende Zuleitung liegen. In einer Garage am Haus ist das überschaubar, in einer Tiefgarage mit dreißig Stellplätzen wird daraus ein Projekt — gerade wenn mehrere Parteien laden wollen.

    Die Zustimmung. Mieter und Wohnungseigentümer haben seit 2021 einen gesetzlichen Anspruch auf den Einbau einer Lademöglichkeit. Das heißt nicht, dass es ohne Abstimmung geht: Die Eigentümergemeinschaft entscheidet weiterhin über die Ausführung. Wie man den Anspruch durchsetzt, erklärt der Beitrag zur Wallbox für Mieter im Mehrfamilienhaus.

    Der Termin. Elektrobetriebe sind ausgelastet. Wer die Wallbox erst bestellt, wenn das Auto in der Einfahrt steht, lädt die ersten Wochen an der Haushaltssteckdose.

    Der praktische Rat lautet deshalb: Anmeldung und Angebot parallel zur Fahrzeugbestellung anstoßen, nicht danach. Bei Lieferzeiten von mehreren Wochen ist dafür reichlich Zeit — man muss sie nur nutzen. Was dabei an Anschaffung und Einbau zusammenkommt, rechnet der Beitrag zu den Wallbox-Kosten für Anschaffung und Installation vor.

    Laden im Alltag: drei Situationen

    Der Pendler mit Wallbox. Wer täglich 40 Kilometer fährt, verbraucht nach dem Innenstadt-Wert des Labels von 9,0 Kilowattstunden je 100 Kilometer rund 3,6 Kilowattstunden. Das lädt die 11-Kilowatt-Wallbox in rund zwanzig Minuten nach. Praktisch hängt der Wagen über Nacht und ist morgens voll — der Ladestand ist in diesem Alltag nie ein Thema.

    Der Laternenparker. Ohne eigenen Stellplatz wird aus dem Nebenbei-Laden ein Termin. Mit dem großen Akku und 322 Kilometern Normreichweite reicht eine Ladung je nach Fahrprofil ein bis zwei Wochen. Das macht öffentliches Laden planbar, auch ohne Wallbox zu Hause.

    Die Urlaubsfahrt. Hier zählt die 30-Prozent-Regel und die ehrliche Zeitannahme. Wer mit 40 bis 45 Minuten je Stopp plant statt mit 31, kommt entspannter an. Dass der Dolphin Surf dabei kein Langstreckenauto ist, verschweigt auch BYD nicht — die Modellseite nennt ihn einen Stadtwagen, der längere Strecken „bei Bedarf” schafft. Wie lange die Lieferung dauert, wenn die Wahl auf ihn fällt, steht im Beitrag zur Lieferzeit des Dolphin Surf. Wer schneller fahren will, findet im geprüften Gebrauchtwagen-Bestand mit sofort verfügbaren Fahrzeugen Alternativen.


    Verbrauchs- und Emissionswerte: BYD Dolphin Surf: Stromverbrauch kombiniert 15,5–16,0 kWh/100 km, CO₂-Emissionen kombiniert 0 g/km, CO₂-Klasse A, Reichweite nach WLTP (dem genormten europäischen Prüfverfahren für Verbrauch und Reichweite) 220–322 km, je nach Version. Angaben von BYD, Stand der Werte: 22.10.2026.

    Quellen

    Alle Ladewerte, Akkukapazitäten und Nennspannungen stammen aus der technischen Tabelle der deutschen Broschüre zum BYD Dolphin Surf mit Stand 12. August 2026. Dort steht auch die zitierte Fußnote zu den Faktoren, die Ladezeit und Ladegeschwindigkeit beeinflussen.

    Die Beschreibung der V2L-Funktion und die Angabe von rund 30 Minuten für 10 bis 80 Prozent nennt die deutsche Modellseite des Dolphin Surf. Die Ausstattung je Linie zeigt der BYD-Konfigurator, abgerufen am 22. Oktober 2026.

    Die gemessenen 45 Minuten, die Bewertung der Ladezeiten und die erreichte Spitzenleistung stehen im ADAC-Autotest zum BYD Dolphin Surf vom 26. November 2025, getestet wurde der Boost. Die technischen Daten bestätigt der ADAC-Autokatalog.

    Die Werte zum Laden an der Haushaltssteckdose — 2,3 Kilowatt bei 10 Ampere, der Bemessungsstrom von 16 Ampere und die Empfehlung, den Ladestrom zu begrenzen — stehen in den häufigen Fragen des ADAC zum Laden von Elektroautos. Die gemessenen Ladeverluste nennt die ADAC-Untersuchung zu Ladeverlusten vom 6. August 2026; gemessen wurden dort andere Fahrzeuge, nicht der Dolphin Surf.

    Die Jahreskosten für Strom, der zugrunde gelegte Strompreis von 32,1 Cent je Kilowattstunde und der Innenstadt-Verbrauch von 9,0 Kilowattstunden je 100 Kilometer stehen in den amtlichen Verbrauchslabels, die BYD auf der Modellseite bereitstellt. Das Titelbild stammt von Calreyn88 und steht unter der Lizenz CC BY-SA 4.0; wir haben es auf das Format 16:9 zugeschnitten.

    Stand der Angaben

    Stand der Werte: 22.10.2026. Die Ladezeiten sind Herstellerangaben unter Idealbedingungen. Wie stark sie in der Praxis abweichen, zeigt die ADAC-Messung — 45 statt 31 Minuten beim selben Ladefenster.

    Nicht belegbar und deshalb nicht genannt: die Leistung der V2L-Funktion in Watt, der Lieferumfang an Ladekabeln und der genaue Verlauf der Ladekurve über den Ladestand. Zu allen dreien veröffentlicht BYD für den Dolphin Surf keine Angaben.

    Häufige Fragen

    Wie lade ich den BYD Dolphin Surf auf?

    Über den CCS2-Anschluss, und zwar auf zwei Wegen. An der Wallbox oder Säule mit Wechselstrom nimmt er bis zu 11 Kilowatt auf, am Schnelllader mit Gleichstrom 65 Kilowatt beim Active und 85 beim Boost und Comfort. Eine volle Ladung mit 11 Kilowatt dauert 3 Stunden 21 Minuten beim Active und 4 Stunden 37 Minuten bei den beiden größeren Akkus.

    Kann man den BYD an einer normalen Steckdose laden?

    Ja, über ein Notladekabel an der Haushaltssteckdose. Das ist die langsamste Möglichkeit und sollte die Ausnahme bleiben. Der ADAC rechnet für die Haushaltssteckdose mit 2,3 Kilowatt bei 10 Ampere, also etwa einem Fünftel dessen, was der Wagen am Bordladegerät annehmen kann. Für die Übernachtladung bei gelegentlichem Bedarf reicht es, für den Alltag ist eine Wallbox die bessere Lösung.

    Wie schnell kann der BYD Dolphin Surf laden?

    Von 10 auf 80 Prozent nennt BYD 29 Minuten für den Active und 31 Minuten für Boost und Comfort. Von 30 auf 80 Prozent sind es 24 beziehungsweise 22 Minuten. Der ADAC maß beim Boost allerdings 45 Minuten für 10 bis 80 Prozent und nennt die Ladezeiten unterdurchschnittlich.

    Warum braucht der große Akku von 10 auf 80 Prozent länger als der kleine?

    Weil er mehr Energie aufnehmen muss. 70 Prozent von 43,2 Kilowattstunden sind rund 30 Kilowattstunden, beim 30-kWh-Akku nur 21. Die höhere Ladeleistung von 85 statt 65 Kilowatt gleicht das in diesem Fenster nicht ganz aus. Ab 30 Prozent dreht sich das Verhältnis um: Dort ist der große Akku schneller.

    Welche Wallbox passt zum BYD Dolphin Surf?

    Eine mit 11 Kilowatt und dreiphasigem Anschluss. Mehr kann das Bordladegerät des Wagens nicht aufnehmen — eine 22-Kilowatt-Wallbox bringt beim Dolphin Surf keinen Vorteil. Der Anschluss am Fahrzeug ist CCS2, die Wallbox braucht also eine Typ-2-Kupplung.

    Ist beim BYD Dolphin Surf ein Ladekabel dabei?

    Das lässt sich nicht verlässlich sagen. Weder die deutsche Broschüre noch der Konfigurator führen den Lieferumfang an Ladekabeln auf. Weil in den Unterlagen nichts dazu steht, sollte man sich vom Händler schriftlich bestätigen lassen, welche Kabel dabei sind.

    Was bedeutet V2L beim BYD Dolphin Surf?

    V2L steht für Vehicle-to-Load, also Strom aus dem Auto für externe Geräte. BYD beschreibt die Funktion als mobile Powerbank und nennt als Beispiele Kaffeemaschine, Lampen und Spielkonsolen. Eine Leistungsangabe in Watt veröffentlicht BYD für den Dolphin Surf nicht.

    Kann der BYD Dolphin Surf Strom ins Hausnetz zurückspeisen?

    Nein. V2L versorgt angeschlossene Geräte direkt aus dem Fahrzeug. Strom ins Hausnetz einzuspeisen ist eine andere Technik, die eine passende Wallbox und eine Freigabe des Herstellers braucht. Für den Dolphin Surf führt BYD sie nicht auf.

    Welchen Ladeanschluss hat der BYD Dolphin Surf?

    CCS2. Dieser Anschluss nimmt sowohl den Wechselstrom aus der Wallbox als auch den Gleichstrom aus der Schnellladesäule auf. Er ist in Europa der Standard, Adapter sind an öffentlichen Säulen daher nicht nötig.

    Was kostet eine volle Ladung beim BYD Dolphin Surf?

    Nach dem Rechenwert des amtlichen Verbrauchslabels liegt eine volle Ladung des großen Akkus bei knapp 14 Euro, beim kleinen bei etwa 9,60 Euro. Das ist ein Normwert zur Vergleichbarkeit, kein Marktpreis — an der Schnellladesäule zahlt man deutlich mehr als zu Hause.

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