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E-Mobilität & Förderung

Was ist das meistverkaufte Elektroauto 2026 in Deutschland?

Meistverkauftes Elektroauto 2026: Der Škoda Elroq führt mit 23.679 Zulassungen bis Juli. Alle KBA-Zahlen, der Vergleich zu 2025 und was Käufer daraus lernen.

#Škoda Elroq#Zulassungszahlen#Elektroauto Markt#KBA
Škoda Elroq: das meistverkaufte Elektroauto 2026 frontal auf der Roadshow in Mannheim
Bild: Automobilsalon Bellemann
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    Škoda Elroq 60 oder 85: Welche Version zu welchem Alltag passt
    Alle bestätigten Infos, Einordnung, Updates und interne Sprünge an einer Stelle.
    Inhalt dieses Artikels
    1. Was ist das meistverkaufte Elektroauto 2026 in Deutschland?
    2. Kurzantwort
    3. Škoda Elroq Verkaufszahlen 2026: der Stand nach sieben Monaten
    4. Wie viele Škoda Elroq wurden zugelassen? Die Zahlen im Verlauf
    5. Warum ist der Škoda Elroq so beliebt?
    6. KBA-Neuzulassungen 2026: So liest man die Zahlen richtig
    7. Škoda gegen Volkswagen: das Konzernduell hinter den Zahlen
    8. Seit wann führt der Elroq? Die Serie im Rückblick
    9. Meistverkauftes E-Auto Deutschland 2025: der Titelverteidiger hieß VW ID.7
    10. Was ist das meistverkaufte Elektroauto der Welt?
    11. Neuzulassungen Elektroautos 2026: Wie stark wächst der Markt?
    12. Was bedeutet der Verkaufserfolg für Käufer?
    13. Drei Fallstricke beim Lesen von Zulassungszahlen
    14. Ist das beliebteste Elektroauto automatisch das richtige?
    15. Bleibt der Elroq vorn? Epiq und Peaq starten jetzt
    16. Quellen und weiterführende Informationen

    Wer wissen will, welches Elektroauto die Deutschen wirklich kaufen, muss nicht auf Werbeversprechen schauen, sondern auf die Zulassungsstatistik. Das Kraftfahrt-Bundesamt zählt jeden Monat, welche Autos tatsächlich ein Kennzeichen bekommen — und diese Zahlen erzählen 2026 eine bemerkenswert klare Geschichte.

    Denn vorn fährt kein Tesla und kein VW, sondern ein Auto aus Tschechien, das es vor anderthalb Jahren noch gar nicht zu kaufen gab.

    Was ist das meistverkaufte Elektroauto 2026 in Deutschland?

    Die Antwort lautet: der Škoda Elroq. Und der Vorsprung ist kein knapper.

    Kurzantwort


    Škoda Elroq Verkaufszahlen 2026: der Stand nach sieben Monaten

    Die Bilanz bis Ende Juli liest sich so: 23.679 neu zugelassene Elroq seit Jahresbeginn. Damit liegt das Kompakt-SUV in der Jahreswertung vor allen anderen Elektroautos — auch vor den Volkswagen-Modellen ID.3 und ID.7, die den Markt in den Vorjahren dominiert hatten.

    Bemerkenswert ist dabei weniger die einzelne Monatszahl als die Beständigkeit. Der Elroq gewann die Monatswertung der reinen Elektroautos 2026 wieder und wieder — schon im Februar sprachen Marktbeobachter davon, dass er den Elektro-Markt „dominiert”. Nach einer kurzen Unterbrechung holte er sich im Juli die Spitze zurück, wie das Fachportal electrive anhand der amtlichen Zahlen nachzeichnete.

    Für Škoda ist das ein doppelter Erfolg. Die Marke insgesamt kam im Juli auf 23.331 Neuzulassungen über alle Antriebsarten und war mit 8,7 Prozent Marktanteil die stärkste Importmarke in Deutschland — ein Titel, den sonst kein Hersteller außerhalb der deutschen Konzerne beansprucht. Wer sich fragt, was das meistverkaufte E-Auto in Deutschland über den Zustand des Marktes verrät: ziemlich viel, wie die folgenden Abschnitte zeigen.

    Wie viele Škoda Elroq wurden zugelassen? Die Zahlen im Verlauf

    Die Entwicklung im Jahr 2026 zeigt, wie sich der Vorsprung aufgebaut hat. Im ersten Halbjahr, also von Januar bis Juni, registrierte das Kraftfahrt-Bundesamt 20.139 Elroq — mehr als doppelt so viele wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres, in dem das Modell allerdings auch erst anlief.

    Im Juli kamen 3.541 Fahrzeuge dazu. Das entspricht ziemlich genau dem Tempo der Vormonate: Der Halbjahresschnitt lag bei rund 3.350 Stück pro Monat, der Juli sogar leicht darüber. Dabei ist der Sommer traditionell ein schwächerer Zulassungsmonat, weil viele Zulassungsstellen und Flottenkäufer in die Ferien gehen.

    Eine Einordnung hilft beim Verständnis der Größenordnung: Škoda hat vom Elroq bereits über 100.000 Stück produziert, in Rekordzeit für ein Elektromodell der Marke. Deutschland ist dabei der mit Abstand wichtigste Einzelmarkt. Gebaut wird das Auto im Stammwerk Mladá Boleslav, auf derselben Linie wie Verbrenner — ein Grund, warum Škoda die Stückzahlen schneller steigern konnte als Wettbewerber mit reinen Elektro-Werken.

    Warum ist der Škoda Elroq so beliebt?

    Der Erfolg hat keine einzelne Ursache, sondern eine Kombination, die im Markt gerade selten ist.

    Erstens das Format: Der Elroq ist ein Kompakt-SUV von 4,49 Metern — genau die Fahrzeugklasse, die in Deutschland am häufigsten gekauft wird. Er passt in jede Stadtgarage und schluckt trotzdem den Familieneinkauf samt Kinderwagen.

    Zweitens der Preis: Die Liste beginnt bei ab 37.890 Euro für den Essence 60, deutlich unter vergleichbar großen Wettbewerbern mit ähnlicher Reichweite. Was die einzelnen Versionen kosten und warum im Netz noch viele veraltete Preise kursieren, schlüsselt unser Beitrag zu den Elroq-Preisen in Deutschland auf.

    Drittens die Auswahl bei den Akkus: Vom wieder eingeführten Einstieg mit kleiner Batterie bis zum großen 85er-Akku deckt die Baureihe Reichweiten von 408 bis 576 Kilometern nach WLTP ab (dem einheitlichen Messverfahren, mit dem alle Hersteller ihre Reichweiten angeben). Welche Version zu welchem Fahrprofil passt, zeigt der Überblick zu Elroq 60 oder 85; die genauen Werte je Version stehen im Beitrag zur Elroq-Reichweite. Dass Škoda den günstigen Elroq 60 nach einem Bestellstopp zurückgebracht hat, hat die Einstiegshürde zusätzlich gesenkt.

    Und viertens ein Faktor, der in Tests selten auftaucht, in Kaufentscheidungen aber ständig: das Netz aus Händlern und Werkstätten. Ein Elroq lässt sich in fast jeder Stadt warten und reparieren — bei jungen Marken aus China ist genau das oft die offene Flanke. Käufer honorieren Verlässlichkeit, gerade beim ersten Elektroauto.

    Diese Nachfrage ist keine abstrakte Statistik, sondern bei uns im Betrieb sichtbar: Im Werkstattalltag unseres Hauses in Wiesloch gehört der Elroq längst zum Stammpublikum. Die Fotos in diesem Beitrag haben wir selbst gemacht — auf der Škoda-Roadshow in Mannheim, wo sich im Sommer Tausende Besucher genau dieses Auto zeigen ließen.

    Škoda Elroq in Salbeigrün von schräg vorn auf der Roadshow in Mannheim
    Der Elroq auf der Škoda-Roadshow in Mannheim — selbst fotografiert im Juli 2026. Bild: Automobilsalon Bellemann

    KBA-Neuzulassungen 2026: So liest man die Zahlen richtig

    Die Quelle für alle diese Angaben ist das Kraftfahrt-Bundesamt, kurz KBA — die Behörde in Flensburg, bei der jede Neuzulassung in Deutschland registriert wird. Es veröffentlicht die Monatszahlen jeweils in den ersten Tagen des Folgemonats; die Juli-Auswertung erschien am 6. August.

    Drei Dinge sind beim Lesen wichtig. Erstens zählt das KBA Zulassungen, keine Bestellungen. Ein Auto taucht erst in der Statistik auf, wenn es ein Kennzeichen bekommt — die Zahlen hinken der Nachfrage also um die Lieferzeit hinterher. Ein Modell mit vollen Auftragsbüchern und langen Wartezeiten kann in der Statistik schwach aussehen, obwohl es sich hervorragend verkauft.

    Zweitens weisen die Pressemitteilungen vor allem Marken aus. Die Modell-Ranglisten stammen aus den Detail-Tabellen des Amtes und werden meist von Fachmedien wie electrive oder ecomento aufbereitet — deshalb erscheinen die Modell-Auswertungen oft ein paar Tage nach der eigentlichen Pressemitteilung.

    Drittens gehören in jede Einordnung die Gesamtzahlen. Der Markt im Juli 2026: 268.068 neue Pkw, davon 78.609 rein elektrisch — ein Elektro-Anteil von 29,3 Prozent und damit ein neuer Bestwert. Fast jeder dritte Neuwagen fuhr im Juli ohne Auspuff vom Hof.

    Škoda gegen Volkswagen: das Konzernduell hinter den Zahlen

    Hinter dem Modellsieg des Elroq steckt ein bemerkenswertes Duell im eigenen Konzern. Volkswagen führte die Elektro-Zulassungen unter den Marken jahrelang unangefochten an — 2025 stellte VW acht der zehn meistverkauften Elektroautos in Deutschland.

    2026 hat sich das Bild verschoben. Schon in den ersten beiden Monaten kam die Marke Škoda auf 10.688 elektrische Neuzulassungen, ein Plus von 86,4 Prozent, während Volkswagen mit 13.828 Einheiten rund 16 Prozent verlor. Audi legte auf 7.225 Elektro-Zulassungen zu, BMW hielt sich bei rund 6.000. Und am unteren Ende der Tabelle wuchs BYD von kleiner Basis um über 700 Prozent auf 3.162 Fahrzeuge — die chinesische Konkurrenz ist klein, aber sie kommt.

    Tesla erzählt die Gegengeschichte: 2025 halbierte sich der Deutschland-Absatz auf 19.390 Fahrzeuge und einen Marktanteil von 3,56 Prozent. Das einst meistverkaufte E-Auto des Landes taucht in den Monats-Spitzengruppen kaum noch auf.

    Für Käufer heißt das: Die Musik spielt 2026 im Volumensegment zwischen 25.000 und 45.000 Euro — genau dort, wo Elroq und bald seine kleineren Geschwister stehen.

    Seit wann führt der Elroq? Die Serie im Rückblick

    Der Weg an die Spitze lässt sich monatsgenau nachzeichnen — und er war erstaunlich kurz.

    Die ersten Elroq kamen im Januar 2025 in die Zulassungsstatistik — zunächst mit kleinen Stückzahlen. Schon im Oktober 2025 meldeten die Fachmedien den ersten Monatssieg mit 3.320 Zulassungen: Der Elroq war „neuer BEV-König” der Zulassungsstatistik, wie es Notebookcheck damals in der Auswertung der KBA-Zahlen formulierte. Für ein Modell, das zu diesem Zeitpunkt kein halbes Jahr auf dem Markt war, ist das ein ungewöhnlich schneller Aufstieg.

    2026 wurde aus dem einzelnen Monatssieg eine Serie. Bereits nach den Februar-Zahlen war von einer Dominanz im Elektro-Markt die Rede, und mit Ausnahme kurzer Unterbrechungen stand der Elroq seither Monat für Monat oben. Der Juli-Sieg mit 3.541 Zulassungen war insofern keine Überraschung, sondern die Rückkehr zum Normalzustand.

    Interessant ist der Unterschied zwischen Monats- und Jahreswertung: 2025 reichten die starken Herbstmonate noch nicht, um den VW ID.7 in der Jahresbilanz abzufangen — der Vorsprung aus dem ersten Halbjahr war zu groß. 2026 ist die Lage umgekehrt. Jetzt ist es der Elroq, der sich im ersten Halbjahr ein Polster von mehreren tausend Fahrzeugen aufgebaut hat, das ein Verfolger erst einmal einholen müsste.

    Meistverkauftes E-Auto Deutschland 2025: der Titelverteidiger hieß VW ID.7

    Wer die Entwicklung einordnen will, braucht den Blick zurück. 2025 gewann der VW ID.7 die Jahreswertung mit 34.563 Neuzulassungen als Limousine und Kombi, vor dem ID.3 mit 31.938 Stück und den Geschwistern ID.4 und ID.5 mit zusammen 26.550 Fahrzeugen.

    Der Elroq kam erst im Frühjahr 2025 zu den Händlern und begann ab Herbst, die Monatswertungen zu gewinnen. Dass er 2026 die Jahresführung übernommen hat, ist also keine Momentaufnahme, sondern das Ergebnis von zwölf Monaten konstant hoher Nachfrage.

    Ob er den Jahrestitel ins Ziel bringt, entscheidet sich im Herbst. Rechnerisch bräuchte ein Verfolger von jetzt an jeden Monat mehrere hundert Zulassungen Vorsprung — bei stabilen Elroq-Monatswerten um 3.500 Stück ist das ein weiter Weg.

    Was ist das meistverkaufte Elektroauto der Welt?

    Global sieht die Rangliste anders aus. Das Tesla Model Y war 2024 mit 1,09 Millionen verkauften Fahrzeugen das meistverkaufte Elektroauto der Welt — als einziges Modell überhaupt siebenstellig — und blieb auch 2025 vorn, ebenso in der europaweiten Betrachtung.

    Der Kontrast zwischen Weltmarkt und deutschem Markt könnte kaum größer sein: Was global dominiert, verliert hierzulande dramatisch, während ein tschechisches Kompakt-SUV die Spitze übernimmt. Ein Teil der Erklärung liegt im Angebot — die Mitte des deutschen Marktes verlangt kompakte SUV mit Hausmarken-Vertrauen, keine Limousinen. Der andere Teil liegt bei den Wettbewerbern aus China, deren Zulassungen von niedrigem Niveau aus stark wachsen. Wie sich BYD und Co. bei Preisen, Reichweite und Qualität im Vergleich schlagen, haben wir im Überblick zu chinesischen Elektroautos und ihren Preisen eingeordnet.

    Neuzulassungen Elektroautos 2026: Wie stark wächst der Markt?

    Der Elroq-Erfolg fällt in ein Jahr, in dem der Elektromarkt insgesamt kräftig zulegt. Die Juli-Zahl von 78.609 elektrischen Neuzulassungen bedeutet ein Plus von 61,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Über das erste Halbjahr gerechnet war ungefähr jeder vierte Neuwagen rein elektrisch — Tendenz steigend.

    Ein wesentlicher Treiber ist die staatliche Kaufprämie, die für reine Elektroautos je nach Einkommen 3.000 bis 6.000 Euro zuschießt. Bis Anfang August gingen bereits über 103.000 Anträge ein — gemessen am 3-Milliarden-Topf ist damit erst ein kleiner Teil des Budgets gebunden, es ist also noch reichlich übrig. Wer die Prämie für einen Elroq oder ein anderes Modell nutzen will, findet Voraussetzungen und Fallstricke im Beitrag zur E-Auto-Förderung 2026.

    Der zweite Treiber ist das Angebot selbst: Kompakte Stromer unter 40.000 Euro sind 2026 keine Nische mehr, sondern der Kern des Marktes. Jeder Monat bringt neue Modelle in genau diesem Preisfenster — und damit neue Kaufanlässe.

    Was bedeutet der Verkaufserfolg für Käufer?

    Ein Bestseller zu sein hat für Kunden handfeste Folgen — angenehme wie unangenehme.

    Auf der Haben-Seite: Hohe Stückzahlen stabilisieren den Wiederverkaufswert, weil ein bekanntes, verbreitetes Modell auf dem Gebrauchtmarkt leichter Abnehmer findet als ein Exot. Ersatzteile, Zubehör und Werkstatt-Erfahrung sind breit verfügbar, und die Fachpresse dokumentiert jede Schwäche — böse Überraschungen werden unwahrscheinlicher. Auch bei der Versicherung zahlt sich Verbreitung tendenziell aus, weil die Einstufung auf einer breiten Schadenstatistik beruht; die konkreten Einstufungen stehen im Beitrag zur Versicherung von Enyaq, Elroq und Epiq.

    Die Kehrseite ist die Warteschlange. Wer heute bestellt, konkurriert mit zigtausend anderen Bestellungen. Bisher hält Škoda die Fristen vergleichsweise stabil; welche Version wie lange braucht, führt der laufend aktualisierte Beitrag zur Elroq-Lieferzeit auf. Und wer gar nicht warten will, findet zunehmend junge gebrauchte Elroq — eine Folge der ersten Zulassungswelle von 2025, die jetzt in den Handel zurückkommt.

    Für die Wartung spielt der Bestseller-Status ebenfalls eine Rolle. Je mehr Elroq auf der Straße sind, desto wichtiger wird ein Werkstattnetz, das Hochvolt-Technik (die spannungsführende Antriebstechnik im E-Auto) beherrscht — dafür brauchen Werkstätten eine eigene Qualifikation. Als autorisierter Škoda-Servicepartner betreuen wir in Wiesloch auch die elektrischen Baureihen — vom Software-Update bis zur Inspektion.

    Drei Fallstricke beim Lesen von Zulassungszahlen

    Wer Zulassungsstatistiken für Kaufentscheidungen nutzt, sollte drei Verzerrungen kennen, die in den nackten Zahlen nicht sichtbar sind.

    Erstens: Nicht jede Zulassung ist ein Kundenkauf. Hersteller und Händler lassen auch selbst Fahrzeuge zu — als Vorführwagen, Dienstwagen oder um Ziele zu erreichen. Diese Eigenzulassungen stehen in der Statistik gleichberechtigt neben echten Kundenautos. Ein Modell mit vielen Eigenzulassungen wirkt gefragter, als es beim Endkunden tatsächlich ist. Beim Elroq spricht die Beständigkeit über nun fast zwölf Monate allerdings gegen ein reines Statistik-Strohfeuer — Eigenzulassungen erzeugen typischerweise einzelne Ausreißermonate, keine Serie.

    Zweitens: Modellwechsel verzerren nach unten. Läuft eine Baureihe aus oder steht ein Facelift an, halten sich Käufer zurück und die Zulassungen brechen ein — ohne dass das Auto schlechter geworden wäre. Umgekehrt schießt ein frisch eingeführtes Modell oft nach oben, weil sich monatelang gesammelte Vorbestellungen in wenigen Wochen entladen. Deshalb ist ein einzelner Monat wenig wert, während eine Zwölf-Monats-Betrachtung ein ehrliches Bild ergibt.

    Drittens: Gewerbe dominiert die Statistik. Ein Großteil der Neuzulassungen in Deutschland geht auf Firmen, Flotten und Vermieter zurück. Was Dienstwagenfahrer wählen, prägt die Rangliste also stärker als der Privatmarkt. Für Privatkäufer ist das kein Nachteil — im Gegenteil: Die Flottenautos von heute sind die jungen Gebrauchten von übermorgen, und ein Bestseller im Gewerbe bedeutet in zwei bis drei Jahren ein breites Angebot an Leasingrückläufern mit Scheckheft.

    Genau diese zweite Welle beginnt beim Elroq gerade: Die Erstzulassungen aus dem Frühjahr 2025 tauchen jetzt als junge Gebrauchte im Handel auf, mit dem üblichen Preisabstand zum Neuwagen. Für Käufer, die weder Lieferzeit noch Neupreis wollen, ist das der stille Gewinn des Bestseller-Status.

    Ist das beliebteste Elektroauto automatisch das richtige?

    So nützlich die Zulassungszahlen sind — eine Kaufentscheidung ersetzen sie nicht. Der Bestseller-Titel sagt: Sehr viele Haushalte mit sehr unterschiedlichen Anforderungen haben dieses Auto gewählt. Er sagt nicht, dass es für jeden Einzelfall die beste Wahl ist.

    Drei ehrliche Beispiele. Wer regelmäßig einen schweren Wohnwagen zieht, stößt beim Elroq je nach Version an Grenzen und ist bei einem größeren Modell besser aufgehoben. Wer fast nur Kurzstrecke in der Stadt fährt, zahlt beim Bestseller für Reichweite mit, die er selten braucht — dort kann ein kleineres, günstigeres Auto die klügere Rechnung sein. Und wer sieben Sitze braucht, findet sie im Elroq schlicht nicht.

    Der umgekehrte Fehler ist allerdings häufiger: aus Angst vor dem „Mainstream” zum Exoten zu greifen und die Folgen erst beim Wiederverkauf oder der Ersatzteilsuche zu spüren. Die Zulassungsstatistik ist deshalb am wertvollsten als Ausgangspunkt — sie zeigt, welches Auto den Markt-Test bereits bestanden hat. Von dort aus lohnt der Abgleich mit den eigenen Anforderungen: Reichweite, Platz, Anhängelast, Budget.

    Genau dafür ist der Beitrag zur Frage „Elroq 60 oder 85?” gedacht — er übersetzt die Modellpalette in konkrete Fahrprofile, vom Pendler bis zur Urlaubsfamilie.

    Bleibt der Elroq vorn? Epiq und Peaq starten jetzt

    Die spannendste Frage der nächsten Monate lautet: Wie lange verteidigt der Elroq die Spitze — und gegen wen?

    Die schärfste Konkurrenz kommt ausgerechnet aus dem eigenen Haus. Ende September beginnt der Marktstart des Škoda Epiq, des kleineren Bruders, dessen Basisversion ab 25.900 Euro dann bestellbar wird. Ein Auto mit diesem Preis in der meistgefragten Klasse hat das Zeug, die Zulassungscharts 2027 aufzumischen. Zeitgleich kommt mit dem Škoda Peaq das große Siebensitzer-Flaggschiff in den Handel — eine andere Preisklasse, aber ein weiterer Grund für Kundschaft, einen Škoda-Showroom zu betreten.

    Kurzfristig dürfte der Elroq davon eher profitieren als leiden: Jeder Besuch wegen Epiq oder Peaq führt am Bestseller vorbei, und nicht jeder Interessent eines kleinen Autos bleibt beim kleinen Auto. Sollte im Herbst ein einzelner Monat an ein anderes Modell gehen, wäre der Jahrestitel rechnerisch trotzdem kaum noch einzuholen.

    Die August-Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts fallen in die ersten September-Tage — dann zeigt sich, ob die Serie hält. Dieser Beitrag wird mit den neuen Zahlen aktualisiert.

    Quellen und weiterführende Informationen

    Die amtliche Grundlage dieses Beitrags ist die Pressemitteilung Nr. 32/2026 des Kraftfahrt-Bundesamts zu den Fahrzeugzulassungen im Juli 2026 mit den Markt- und Markendaten. Die Modell-Auswertung mit den Elroq-Stückzahlen hat das Fachportal electrive in seiner Juli-Analyse aufbereitet; die Segmentsieger je Antriebsart dokumentiert das Auto-Medienportal, eine weitere Einordnung liefert ecomento. Den Rückblick auf das Jahr 2025 mit dem Sieg des VW ID.7 belegt electrive in der Jahresbilanz; die Halbjahreszahlen 2026 zum Elektro-Anteil stammen von InsideEVs.

    Update-Hinweis

    Stand: 01.09.2026. Alle Zulassungszahlen stammen aus den amtlichen Veröffentlichungen des Kraftfahrt-Bundesamts bis einschließlich Juli 2026 sowie deren Auswertungen durch die genannten Fachmedien. Sobald das KBA die August-Zahlen veröffentlicht, wird dieser Beitrag aktualisiert. Preisangaben sind „ab”-Preise der aktuellen Škoda-Preisliste; verbindlich ist der Konfigurator des Herstellers.

    Häufige Fragen

    Was ist das meistverkaufte Elektroauto 2026 in Deutschland?

    Der Škoda Elroq. Bis Ende Juli 2026 zählte das Kraftfahrt-Bundesamt 23.679 Neuzulassungen — mehr als bei jedem anderen Elektroauto. Allein im Juli kamen 3.541 Fahrzeuge dazu, womit der Elroq auch die Monatswertung anführte.

    Wie viele Škoda Elroq wurden 2026 zugelassen?

    Im ersten Halbjahr 2026 waren es 20.139 Neuzulassungen, bis Ende Juli 23.679. Das ist mehr als das Doppelte des Vorjahreszeitraums. Die August-Zahlen veröffentlicht das Kraftfahrt-Bundesamt Anfang September.

    Warum ist der Škoda Elroq so beliebt?

    Er trifft die Mitte des Marktes: Kompakt-SUV-Format, Preise ab 37.890 Euro, Reichweiten je nach Akku von 408 bis 576 Kilometern nach dem WLTP-Messverfahren und die vertraute Škoda-Bedienung. Dazu kommt ein dichtes Händler- und Werkstattnetz, das vielen chinesischen Wettbewerbern fehlt.

    Welches Elektroauto wurde 2025 am meisten verkauft?

    2025 war der VW ID.7 mit 34.563 Neuzulassungen das meistverkaufte Elektroauto in Deutschland, vor dem ID.3 mit 31.938 Stück. Der Elroq kam Anfang 2025 auf den Markt und holte im Oktober 2025 seinen ersten Monatssieg; die Jahreswertung 2025 blieb beim ID.7.

    Was ist das meistverkaufte Elektroauto der Welt?

    Weltweit führt das Tesla Model Y. 2024 wurde es als einziges Elektroauto mehr als eine Million Mal verkauft, 2025 blieb es ebenfalls vorn. Auf dem deutschen Markt spielt Tesla dagegen kaum noch eine Rolle: 2025 halbierte sich der Absatz hierzulande auf 19.390 Fahrzeuge.

    Wie hoch ist der Elektroauto-Anteil an den Neuzulassungen 2026?

    Im Juli 2026 waren 78.609 von 268.068 neu zugelassenen Pkw rein elektrisch — ein Anteil von 29,3 Prozent und ein neuer Höchstwert. Aufs bisherige Jahr gerechnet fährt ungefähr jeder vierte Neuwagen in Deutschland rein elektrisch.

    Was kostet der Škoda Elroq?

    Die Preisliste beginnt seit dem 30. Juli 2026 bei 37.890 Euro für den Elroq Essence 60. Die Spanne reicht bis 55.240 Euro für den Elroq RS. Für den genauen Preis der Wunschausstattung ist der Škoda-Konfigurator die verbindliche Quelle.

    Ist Škoda 2026 die stärkste E-Auto-Marke in Deutschland?

    Bei den Modellen führt Škoda mit dem Elroq. Als Marke insgesamt war Škoda im Juli mit 23.331 Neuzulassungen und 8,7 Prozent Marktanteil die stärkste Importmarke. Bei den reinen Elektro-Zulassungen aller Modelle zusammen liegt der Volkswagen-Konzern vorn.

    Wann kommen die nächsten Zulassungszahlen?

    Das Kraftfahrt-Bundesamt veröffentlicht die Monatszahlen jeweils in den ersten Tagen des Folgemonats. Die August-Zahlen erscheinen Anfang September 2026; die Juli-Zahlen kamen am 6. August.

    Bedeutet der Verkaufserfolg längere Lieferzeiten beim Elroq?

    Bisher hält Škoda die Lieferzeiten trotz der hohen Nachfrage vergleichsweise stabil, weil das Werk in Mladá Boleslav die Produktion hochgefahren hat. Je nach Version und Ausstattung unterscheiden sich die Wartezeiten aber deutlich.

    Nächste sinnvolle Schritte

    So geht es mit Škoda Elroq jetzt sinnvoll weiter

    Wenn Sie nach Preis, Verfügbarkeit, Alternative oder monatlichen Kosten suchen, kommen Sie hier direkt zum passenden nächsten Schritt.

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