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- Škoda Elroq Modelljahr 2027: kein Facelift, aber vier echte Neuerungen
- Škoda Elroq vs Enyaq: Der Größenunterschied steckt komplett im Kofferraum
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- Škoda Elroq Preis: Was er mit Wärmepumpe, Haken und Lack wirklich kostet
- Škoda Elroq Kofferraumvolumen: 470 Liter — was das im Alltag wirklich bedeutet
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Inhalt dieses Artikels
- Škoda Elroq 60: Essence oder Selection — was die 4.500 Euro Aufpreis bringen
- Kurzantwort
- Škoda Elroq 60: die drei Linien im Überblick
- Unterschied zwischen Essence und Selection beim Škoda Elroq
- Škoda Elroq Unterschiede der Modelle: wo die Grenzen verlaufen
- Welcher Škoda Elroq hat die größte Reichweite?
- Škoda Elroq Selection vs Sportline: wo die Rechnung kippt
- Škoda Elroq 60 Ausstattung: was serienmäßig dabei ist
- Was der Škoda Elroq 60 im Unterhalt kostet
- Zuladung und Gewicht: was der Elroq 60 tragen darf
- Was alle Elroq 60 gemeinsam haben
- Drei Fehler, die beim Bestellen des Elroq 60 Geld kosten
- Lohnt sich der Škoda Elroq 60?
- Quellen und weiterführende Informationen
- Update-Hinweis (Stand: 11.10.2026)
Škoda Elroq 60: Essence oder Selection — was die 4.500 Euro Aufpreis bringen
Der Škoda Elroq 60 ist der Einstieg in die Baureihe — und für die meisten Käufer die Version, über die sie am längsten nachdenken. Zu Recht: Es gibt ihn in drei Linien, und die Preisspanne zwischen der günstigsten und der teuersten beträgt rund 8.000 Euro.
Was dabei kaum jemand erwähnt: Die drei Linien unterscheiden sich technisch weniger, als der Preisunterschied vermuten lässt. Und ausgerechnet die günstigste fährt am weitesten.
Kurzantwort
Škoda Elroq 60: die drei Linien im Überblick
Die offiziellen Werte aus den technischen Datenblättern, Stand Modelljahr 2027. Die Reichweite ist nach WLTP angegeben (das europäische Prüfverfahren, mit dem Verbrauch und Reichweite unter genormten Bedingungen ermittelt werden):
| Essence 60 | Selection 60 | Sportline 60 | |
|---|---|---|---|
| Preis ab | 37.890 € | 42.390 € | 45.940 € |
| Akku nutzbar (brutto) | 58 (61) kWh | 58 (61) kWh | 58 (61) kWh |
| Bauweise | LFP | LFP | LFP |
| Leistung | 140 kW (190 PS) | 140 kW | 140 kW |
| Drehmoment | 350 Nm | 350 Nm | 350 Nm |
| Reichweite (WLTP) | 453 km | 448 km | 441 km |
| Verbrauch komb. | 15,1–15,4 | 15,3–16,8 | 15,6–16,8 kWh/100 km |
Alle Angaben sind unverbindliche Preisempfehlungen inklusive Mehrwertsteuer, die Überführung kommt hinzu.
Zwei Dinge fallen auf. Der Antrieb ist überall derselbe — wer für mehr Geld mehr Kraft erwartet, bekommt sie nicht: 140 Kilowatt und 350 Newtonmeter in jeder Linie. Und die Reichweite sinkt mit steigendem Preis. Der Grund steht auf der Waage: Der Essence wiegt 2.036 Kilogramm, die Selection 2.056 und die Sportline 2.082. Dazu kommen größere Räder.
Die Reichweiten stammen aus dem ADAC-Autokatalog und gelten für die jeweilige Grundbereifung. Mit den größten Rädern sinken sie weiter — Škodas Preisliste nennt für den Elroq 60 insgesamt eine Spanne von 408 bis 453 Kilometern.
Die Akku-Bauweise ist dagegen in allen drei Linien dieselbe. Lithium-Eisen-Phosphat, kurz LFP, verträgt tägliches Vollladen ohne Nachteil — ein Alltagsvorteil, den es beim 60er unabhängig von der gewählten Linie gibt. Die 85er-Versionen und der RS nutzen dagegen die klassische Mischung aus Nickel, Mangan und Kobalt. Was das praktisch bedeutet, steht im Beitrag zum LFP-Akku im Škoda Elroq.
Unterschied zwischen Essence und Selection beim Škoda Elroq
Diese Frage stellen die meisten zuerst, und die Antwort ist eindeutig: technisch nichts.
Beide Linien haben denselben Akku, dieselbe Leistung, dasselbe Drehmoment, dieselbe Ladeleistung und dieselben Fahrleistungen. Der Aufpreis von 4.500 Euro fließt vollständig in Ausstattung und Komfort — größere Räder, hochwertigere Sitzbezüge, mehr Assistenz- und Komfortdetails.
Das ist keine Kritik, sondern eine Entscheidungshilfe. Wer die Ausstattung will, zahlt dafür einen fairen Preis. Wer sie nicht braucht, bekommt beim Essence exakt dieselbe Technik für 4.500 Euro weniger — und obendrein etwas mehr Reichweite.
Umgekehrt gilt: Ein einzelnes Ausstattungsdetail rechtfertigt den Sprung selten. Hier lohnt aber ein Blick darauf, wie Škoda die Ausstattung überhaupt verkauft — denn das entscheidet die Rechnung.
Die Pakete bauen aufeinander auf
Einzeln bestellbar sind beim Elroq nur wenige Positionen, etwa die Wärmepumpe für 1.110 Euro, die schwenkbare Anhängerzugvorrichtung oder Lackierungen. Fast alles andere steckt in Ausstattungspaketen, die aufeinander aufbauen. Die Preisliste führt sie in dieser Reihenfolge:
| Paket | Was neu dazukommt (Auszug) |
|---|---|
| Smart | Parksensoren vorn und hinten, beheizbares Lenkrad, beheizbare Vordersitze, Navigationssystem, Infotainment Online |
| Clever (zusätzlich zu Smart) | schlüsselloses Zugangssystem, Akustikverglasung, Travel Assist, Phonebox |
| Plus (zusätzlich zu Clever) | Matrix-LED-Scheinwerfer, dynamischer Fernlichtassistent, Seitenairbags hinten, elektrische Heckklappe |
| Advanced (zusätzlich zu Plus) | Head-up-Display, Canton-Soundsystem, 360-Grad-Kameras, elektrischer Fahrersitz mit Memory und Massage |
Das hat eine Folge, die beim Konfigurieren gern übersehen wird: Wer Travel Assist will, muss Smart und Clever nehmen. Einzeln gibt es den Assistenten nicht. Dasselbe gilt für das Head-up-Display, das erst im vierten Paket auftaucht — darunter liegen dann drei weitere Pakete, die man nicht abwählen kann.
Ein einfacher Test hilft deshalb bei der Entscheidung: Schreib auf, welche drei Ausstattungsmerkmale dir am wichtigsten sind, und sieh nach, in welchem Paket sie stehen. Liegt eines davon in Plus oder Advanced, hast du die darunterliegenden Pakete bereits mitgekauft — und bist der Selection preislich oft näher, als die 4.500 Euro vermuten lassen. Was in den Paketen im Einzelnen steckt und wie sich die Linien innen unterscheiden, zeigt der Beitrag zu Innenraum und Ausstattung des Škoda Elroq.
Škoda Elroq Unterschiede der Modelle: wo die Grenzen verlaufen
Die Bezeichnungen können verwirren, weil zwei Dinge gleichzeitig variieren.
Die Zahl hinter dem Namen steht für die Akkugröße: 60 für den kleineren, 85 für den größeren Speicher. Ein angehängtes x bedeutet Allradantrieb. Der RS ist die Leistungsspitze.
Der Name dahinter — Essence, Selection oder Sportline — bezeichnet die Ausstattungslinie. Diese Ausstattungsvarianten sagen nichts über Akku oder Leistung aus, sondern über Komfort, Materialien und Serienumfang. Die Batteriekapazität bleibt innerhalb einer Zahl also gleich, egal welche Linie gewählt wird.
Beides lässt sich kombinieren, aber nicht beliebig: Nicht jede Linie ist mit jeder Akkugröße erhältlich. Innerhalb der 60er gibt es Essence, Selection und Sportline. Die Unterschiede zwischen den Akkugrößen — also 60 gegen 85 — ordnet der Beitrag zu Preis, Reichweite und technischen Daten des Škoda Elroq vollständig ein.
Für den Vergleich mit der größeren Baureihe gilt: Der Elroq ist der kompaktere Bruder des Enyaq, nicht dessen Nachfolger. Wo genau die Grenze zwischen beiden verläuft, steht im Beitrag zum Vergleich von Elroq und Enyaq.
Welcher Škoda Elroq hat die größte Reichweite?
Innerhalb der 60er lautet die Antwort: der günstigste. Das wirkt widersinnig, hat aber eine einfache Erklärung.
Alle drei Linien tragen praktisch denselben Akku. Was sich unterscheidet, sind Gewicht und Bereifung. Jedes Kilogramm Mehrausstattung muss beschleunigt werden, und größere Räder mit breiteren Reifen erhöhen den Rollwiderstand. Beides kostet Reichweite, ohne dass sich an der gespeicherten Energie etwas ändert.
Der Abstand ist nicht klein. Zwischen dem Bestwert des Essence (453 Kilometer) und dem schwächsten Wert der Sportline (408 Kilometer) liegen 45 Kilometer — das entspricht etwa einem Zehntel der Gesamtreichweite.
Die Spannen selbst entstehen ebenfalls durch Räder und Ausstattung: Der untere Wert gilt für die ungünstigste Konfiguration, der obere für die sparsamste. Wer auf Reichweite Wert legt, sollte bei der Radgröße genau hinsehen — sie ist der wirksamste Hebel, den man beim Bestellen in der Hand hat.
Eine ausführliche Betrachtung mit Alltags- und Winterwerten steht im Beitrag zur Reichweite des Škoda Elroq.
Škoda Elroq Selection vs Sportline: wo die Rechnung kippt
Hier liegt der wichtigste Befund dieses Vergleichs, und er betrifft nicht den 60er allein.
Die Sportline 60 kostet ab 45.940 Euro. Die nächstgrößere Version, der Selection 85, beginnt bei 46.890 Euro — ein Unterschied von 950 Euro.
Was diese 950 Euro bringen:
| Sportline 60 | Selection 85 | |
|---|---|---|
| Akku nutzbar | 58 kWh | 77 kWh |
| Leistung | 140 kW | 210 kW |
| Reichweite | 408–441 km | 523–576 km |
| Schnellladen | 105 kW | 165 kW |
| Anhängelast (8 %) | 1.200 kg | 1.800 kg |
Für weniger als tausend Euro gibt es also rund 120 Kilometer mehr Reichweite, 70 Kilowatt mehr Leistung, deutlich schnelleres Laden und 600 Kilogramm mehr Anhängelast. Der einzige Grund, sich trotzdem für die Sportline 60 zu entscheiden, ist ihre Optik — das sportlichere Erscheinungsbild bekommt man beim Selection 85 nicht.
Wer also beim Konfigurieren in der Sportline 60 landet, sollte diesen einen Vergleich rechnen, bevor er bestellt. Die Preisübersicht über alle Versionen steht im Beitrag zum Preis des Škoda Elroq.
Škoda Elroq 60 Ausstattung: was serienmäßig dabei ist
Der Einstieg ist beim Elroq deutlich besser bestückt, als es bei Basisversionen üblich war. Mit dem Modelljahr 2027 sind einige Positionen in die Serie gewandert, die vorher Aufpreis kosteten.
Serienmäßig in allen Linien sind unter anderem die Aufmerksamkeits- und Müdigkeitserkennung mit Innenraumkamera, der Kreuzungsassistent, der Frontradarassistent und die Verkehrszeichenerkennung. Travel Assist, den Škoda mit dem Modelljahr 2027 als Travel Assist 3.0 führt, gehört dagegen zum Clever-Paket — der ADAC weist ihn in seinem Autotest ausdrücklich als Paketausstattung aus, und beim Essence führt die Preisliste dieses Paket als nicht lieferbar. Dazu kommen die Neuerungen des Modelljahres: das Fahren mit einem Pedal, ein Ablagefach unter der Fronthaube und die Möglichkeit, externe Geräte mit Strom aus dem Fahrzeugakku zu versorgen.
Eine Position verdient besondere Aufmerksamkeit: Die Wärmepumpe kostet 1.110 Euro Aufpreis — und zwar in jeder Linie, auch in der teuersten. Sie ist nirgends serienmäßig. Wer im Winter Reichweite behalten will, sollte sie einplanen, weil sie das Heizen deutlich sparsamer macht als ein elektrischer Heizstab.
Welche Neuerungen das Modelljahr sonst noch bringt, steht im Beitrag zu den neuen Funktionen des Škoda Elroq.
Was der Škoda Elroq 60 im Unterhalt kostet
Der Kaufpreis ist die eine Hälfte der Rechnung, die laufenden Kosten sind die andere. Beim Elroq 60 lassen sie sich gut abschätzen.
Strom. Der Normverbrauch liegt zwischen 15,1 und 16,8 Kilowattstunden je 100 Kilometer, je nach Linie und Bereifung. Was das kostet, hängt stark vom Tarif ab. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft beziffert den Haushaltsdurchschnitt für 2026 auf 37 Cent je Kilowattstunde — damit kommst du auf rund 5,60 bis 6,20 Euro auf 100 Kilometer oder etwa 840 bis 930 Euro im Jahr bei 15.000 Kilometern. Mit einem günstigen Neukundentarif um 25 Cent sind es dagegen nur rund 3,80 bis 4,20 Euro je 100 Kilometer, also etwa 570 bis 630 Euro im Jahr. Der Tarifwechsel bewegt hier mehr als die Wahl der Ausstattungslinie. An öffentlichen Schnellladern liegen die Preise deutlich höher.
Ehrlich dazugesagt: Der Normverbrauch wird im Alltag selten unterboten. Bei Autobahnfahrten, im Winter und mit Zuladung liegt der reale Wert höher. Ein Aufschlag von 15 bis 20 Prozent auf die Herstellerangabe ist eine realistische Planungsgröße.
Versicherung. Alle 60er-Linien sind in dieselben Typklassen eingestuft: 14 in der Haftpflicht, 20 in der Vollkasko und 20 in der Teilkasko. Diese Zahlen sind wichtiger, als viele denken — sie bestimmen den Beitrag stärker als die Fahrzeugklasse. Zum Vergleich: Der RS liegt bei 14/23/21 und ist damit in der Vollkasko spürbar teurer. Innerhalb der 60er macht die Linienwahl beim Versicherungsbeitrag also keinen Unterschied.
Wartung. Škoda nennt für Elroq und Enyaq einen Service alle zwei Jahre, und zwar unabhängig vom Kilometerstand. Eine Kilometergrenze wie bei Verbrennern gibt es nicht — wer viel fährt, zahlt dadurch nicht öfter. Elektroautos brauchen zudem keinen Ölwechsel, keine Zündkerzen und keinen Zahnriemen. Wer die Wärmepumpe bestellt hat, sollte eines mitdenken: Ihr Kältemittel wechselt je nach Klima alle zwei bis vier Jahre. Weil ein großer Teil des Bremsvorgangs über die Rückgewinnung von Energie läuft, halten auch die Bremsbeläge länger — dafür rosten sie eher, wenn sie selten benutzt werden.
Zuladung und Gewicht: was der Elroq 60 tragen darf
Ein Punkt, der bei Elektroautos gern übersehen wird und bei voll besetztem Fahrzeug schnell relevant wird.
Der Elroq 60 wiegt leer zwischen 2.032 und 2.165 Kilogramm, je nach Ausstattung. Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 2.585 Kilogramm. Daraus ergibt sich eine Zuladung von 495 bis 628 Kilogramm.
Was das praktisch bedeutet: Fünf Erwachsene mit je 80 Kilogramm sind bereits 400 Kilogramm. Bleiben je nach Ausstattung 95 bis 228 Kilogramm für Gepäck. Bei einer voll besetzten Urlaubsfahrt mit Dachbox wird das knapp — die Dachlast liegt zusätzlich bei maximal 75 Kilogramm.
Der Zusammenhang ist wichtig: Je mehr Ausstattung, desto höher das Leergewicht und desto geringer die Zuladung. Die gut ausgestattete Sportline trägt also weniger als der schlichte Essence. Wer regelmäßig voll beladen unterwegs ist, sollte den Wert im konkreten Angebot prüfen, weil er von der Konfiguration abhängt.
Wie viel im Kofferraum tatsächlich unterkommt und welche Maße dahinterstehen, steht im Beitrag zu Kofferraum und Maßen des Škoda Elroq.
Was alle Elroq 60 gemeinsam haben
Vieles unterscheidet sich zwischen den Linien überhaupt nicht — und das betrifft ausgerechnet die Punkte, nach denen am häufigsten gefragt wird.
Der Kofferraum fasst 470 Liter, bei umgeklappten Rücksitzen 1.580 Liter. Diese Werte gelten für jede Linie und sogar für die 85er, weil der Akku im Fahrzeugboden sitzt und keinen Laderaum kostet. Auch die Außenmaße sind überall gleich: 4.488 Millimeter Länge, 1.884 Millimeter Breite, fünf Sitzplätze.
Beim Laden gibt es ebenfalls keine Unterschiede innerhalb der 60er. Alle drei Linien nehmen am Schnelllader bis zu 105 Kilowatt an und brauchen von 10 auf 80 Prozent rund 26 Minuten. An der heimischen Wallbox mit elf Kilowatt Wechselstrom dauert die volle Ladung etwa sechseinhalb Stunden — über Nacht also unproblematisch. Ausführlich behandelt das der Beitrag zu Ladezeit und Wallbox beim Škoda Elroq.
Die Fahrleistungen sind identisch, obwohl die Sportline mehr Drehmoment hat: Von null auf 100 Kilometer pro Stunde vergehen 8,5 Sekunden, bei 160 Kilometern pro Stunde ist Schluss. Die höhere Zahl beim Drehmoment macht sich beim Anfahren minimal bemerkbar, nicht aber in der gemessenen Beschleunigung.
Beim Anhänger gilt für alle 60er dasselbe: 1.200 Kilogramm gebremst bei 8 Prozent Steigung, 1.000 Kilogramm bei 12 Prozent. Warum Škoda hier zwei Werte nennt und welcher im Fahrzeugschein steht, erklärt der Beitrag zur Anhängelast beim Škoda Elroq.
Ein Punkt ist für manche das Ausschlusskriterium: Alle 60er haben Hinterradantrieb, also Heckantrieb — keinen Frontantrieb, wie ihn viele aus Verbrennern derselben Größe kennen. Der Motor sitzt hinten und treibt die Hinterräder an. Allrad gibt es ausschließlich beim 85x und beim RS. Wer ihn braucht, kommt am 60er also nicht vorbei, sondern muss ihn überspringen.
Drei Fehler, die beim Bestellen des Elroq 60 Geld kosten
Aus den Zahlen dieses Vergleichs lassen sich drei Stolperstellen ableiten, die sich vermeiden lassen.
Die Radgröße unterschätzen. Sie ist der wirksamste Hebel auf die Reichweite und wird beim Konfigurieren oft nach Optik entschieden. Zwischen der sparsamsten und der ungünstigsten Bereifung liegen innerhalb derselben Linie mehrere Dutzend Kilometer. Wer die Reichweite braucht, sollte die kleinere Radgröße zumindest ernsthaft prüfen — sie kostet obendrein weniger und macht den Federungskomfort besser, weil mehr Gummi zwischen Felge und Straße liegt.
Die Wärmepumpe vergessen. Sie kostet 1.110 Euro und ist in keiner Linie serienmäßig. Wer sie beim Bestellen auslässt, kann sie später nicht nachrüsten. Im Winter macht sie den Unterschied zwischen spürbarem und drastischem Reichweitenverlust, weil sie Wärme aus der Umgebung nutzt, statt Strom in einem Heizstab zu verbrennen. Bei einem Fahrzeug, das viele Jahre gefahren wird, ist das eine der wenigen Positionen, die sich über die Nutzungsdauer rechnet.
In der Sportline 60 landen, ohne den Selection 85 gerechnet zu haben. Dieser Fehler ist der teuerste, weil er nicht auffällt. Die Konfiguration wirkt stimmig, der Preis wirkt akzeptabel. Dass 950 Euro weiter oben ein deutlich stärkeres Auto steht, sieht man nur, wenn man aus der 60er-Reihe herausschaut. Wer den Vergleich einmal aufmacht, entscheidet sich danach bewusst — in die eine oder die andere Richtung.
Lohnt sich der Škoda Elroq 60?
Für einen großen Teil der Käufer: ja — sofern es der Essence oder die Selection ist.
Der Essence 60 passt, wenn du zu Hause oder beim Arbeitgeber laden kannst, überwiegend Strecken bis 300 Kilometer fährst und beim Preis auf die Bremse trittst. Er ist die wirtschaftlichste Version im Programm und fährt gleichzeitig am weitesten. Sein Akku in Lithium-Eisen-Phosphat-Bauweise verträgt tägliches Vollladen ohne Nachteil — dazu mehr im Beitrag zum LFP-Akku im Škoda Elroq.
Die Selection 60 passt, wenn du die Mehrausstattung tatsächlich nutzt und die Reichweitendifferenz von wenigen Prozent verschmerzt.
Die Sportline 60 passt eigentlich nur, wenn dir ihr Auftritt so wichtig ist, dass du dafür auf 120 Kilometer Reichweite verzichtest — bei nahezu gleichem Preis wie beim Selection 85.
Ein Rechenbeispiel macht die Entscheidung greifbarer. Wer täglich 40 Kilometer zur Arbeit und zurück fährt, braucht rund 12 Kilowattstunden — knapp ein Fünftel des Akkus. Selbst im Winter mit deutlich höherem Verbrauch reicht eine Ladung dann für mehrere Tage. Für dieses Profil ist der größere Akku bezahlte Reserve, die nie zum Einsatz kommt.
Anders sieht es aus, wenn regelmäßig 300 Kilometer und mehr am Stück anstehen. Dann bleibt vom 60er nach Abzug einer vernünftigen Reserve wenig Spielraum, und es wird ein Ladestopp fällig, der beim 85er entfällt. Wer solche Fahrten mehrmals im Monat hat, spart mit dem größeren Akku Zeit — und rechnet den Aufpreis über die Jahre in Wartezeit um.
Kein 60er passt, wenn du regelmäßig Langstrecke fährst, auf Allrad angewiesen bist oder mehr als 1,2 Tonnen ziehen willst. Dann führt der Weg zu den 85ern. Welche Version insgesamt zu welchem Fahrprofil passt, ordnet der Beitrag zu Preis, Reichweite und technischen Daten des Škoda Elroq ein.
Neuwagen vermittelt der Automobilsalon Bellemann an einen Vertragshändler. Wer sofort ein Fahrzeug braucht, findet im Gebrauchtwagen-Bestand verfügbare Angebote. Für Wartung und Arbeiten an der Antriebsbatterie ist die Werkstatt in Wiesloch Ansprechpartner in der Region Heidelberg, Mannheim und Sinsheim.
Quellen und weiterführende Informationen
Preise und technische Werte stammen aus den offiziellen Datenblättern von Škoda: zum Elroq Essence 60, zur Selection 60 und zur Sportline 60. Die Preise, die Spanne der Reichweiten und die Zusammensetzung der Ausstattungspakete stehen in Škodas Preisliste mit dem Stand 30. September 2026, abrufbar über die Elroq-Seite von Škoda. Dort findet sich auch die Zeichenerklärung, nach der Travel Assist als Bestandteil eines Ausstattungspakets ausgewiesen ist. Die Reichweite je Linie ist am ADAC-Autokatalog zum Essence 60 und den Seiten zu Selection und Sportline gegengeprüft. Den Wechsel des Einstiegs auf die LFP-Bauweise ordnet electrive.net ein. Unabhängige Messwerte und eine Einordnung der Ausstattungslinien liefert der ADAC-Autokatalog. Wie weit die WLTP-Angaben von eigenen Messungen abweichen, zeigt der ADAC-Ecotest.
Update-Hinweis (Stand: 11.10.2026)
Stand 11.10.2026 ist der Škoda Elroq 60 in drei Linien bestellbar: Essence ab 37.890 €, Selection ab 42.390 € und Sportline ab 45.940 €. Alle drei nutzen denselben Akku in Lithium-Eisen-Phosphat-Bauweise mit 58 Kilowattstunden nutzbar und 61 brutto, leisten 140 Kilowatt (190 PS) und liefern 350 Newtonmeter. Korrigiert in dieser Fassung: Travel Assist und der Stau- und Notfallassistent sind nicht serienmäßig — die Preisliste markiert beide als Bestandteil eines Ausstattungspakets, Travel Assist sitzt im Paket Clever. Ebenfalls neu: die Reichweite je Linie aus dem ADAC-Autokatalog mit 453, 448 und 441 Kilometern in der Grundbereifung, dazu die Leergewichte 2.036, 2.056 und 2.082 Kilogramm als Erklärung. Über alle Rädergrößen nennt Škodas Preisliste 408 bis 453 Kilometer. Neu aufgenommen ist außerdem die Staffelung der Ausstattungspakete von Smart über Clever und Plus bis Advanced, weil sie beim Konfigurieren über den Preis entscheidet. Die Wärmepumpe kostet unverändert 1.110 € und ist in keiner Linie serienmäßig. Der Abstand von der Sportline 60 zum Selection 85 beträgt 950 €. Beobachtungspunkte bleiben Preisanpassungen zum nächsten Modelljahrwechsel und Änderungen am Ausstattungsumfang. Letzter Stand der Werte: 11.10.2026.
Häufige Fragen
Was kostet der Škoda Elroq 60?
Die Einstiegslinie Essence 60 beginnt bei 37.890 €, die Selection 60 bei 42.390 € und die Sportline 60 bei 45.940 €. Das sind unverbindliche Preisempfehlungen inklusive Mehrwertsteuer, die Überführung kommt hinzu. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten 60er liegen damit rund 8.000 €.
Was ist der Unterschied zwischen Essence und Selection?
Technisch fast nichts: Beide haben denselben Akku mit 58 Kilowattstunden nutzbar, dieselben 140 Kilowatt Leistung und dieselben 350 Newtonmeter. Der Aufpreis von 4.500 € geht komplett in Ausstattung und Komfort. Bei der Reichweite liegt der Essence sogar leicht vorn, weil die Selection schwerer ist und größere Räder trägt.
Welcher Škoda Elroq 60 hat die größte Reichweite?
Der günstigste. Der ADAC-Autokatalog führt den Essence 60 mit 453 Kilometern nach dem Prüfverfahren WLTP, die Selection 60 mit 448 und die Sportline 60 mit 441 — jeweils in der Grundbereifung. Der Grund sind Gewicht und Räder: Der Essence wiegt 2.036 Kilogramm, die Sportline 2.082. Mit größeren Rädern sinken die Werte weiter, Škodas Preisliste nennt als untere Grenze 408 Kilometer.
Wie viel PS hat der Škoda Elroq 60?
Alle drei Linien leisten 140 Kilowatt, das entspricht 190 PS. Das Drehmoment ist in allen drei Linien gleich und liegt bei 350 Newtonmetern. In der Beschleunigung ändert das wenig — von null auf 100 vergehen bei allen rund 8,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160 km/h.
Lohnt sich die Sportline 60?
Rechnerisch selten. Sie kostet ab 45.940 €, der Selection 85 ab 46.890 € — also nur 950 € mehr. Dafür gibt es dort 77 statt 58 Kilowattstunden nutzbar, 210 statt 140 Kilowatt und über 100 Kilometer mehr Reichweite. Wer beim Sportline 60 landet, sollte diesen Vergleich rechnen.
Welche Ausstattung hat der Škoda Elroq Essence?
Der Essence ist die Einstiegslinie, aber nicht karg. Serienmäßig sind laut Preisliste unter anderem die Aufmerksamkeits- und Müdigkeitserkennung, der Kreuzungsassistent, der Frontradarassistent und der adaptive Abstandsassistent. Nicht serienmäßig sind dagegen Travel Assist und der Stau- und Notfallassistent: Die Preisliste markiert beide als Bestandteil eines Ausstattungspakets, Travel Assist sitzt im Paket Clever. Auch die Wärmepumpe kostet in jeder Linie 1.110 € Aufpreis.
Welcher Škoda Elroq ist der beste?
Das hängt vom Ladeverhalten ab, nicht vom Preis. Wer zu Hause laden kann und selten Langstrecke fährt, ist mit dem Essence 60 am wirtschaftlichsten unterwegs. Wer regelmäßig weite Strecken fährt oder mehr als eine Tonne ziehen will, braucht einen 85er. Die Sportline 60 fällt in dieser Rechnung meist durch.
Hat der Škoda Elroq 60 Allradantrieb?
Nein. Alle 60er-Linien haben Hinterradantrieb. Allrad gibt es nur beim 85x und beim RS, beide mit dem größeren Akku. Wer Allrad braucht, kommt also am 60er vorbei — der Einstieg in die Allradversionen beginnt deutlich höher.
Wie groß ist der Kofferraum beim Elroq 60?
470 Liter, bei umgeklappten Rücksitzen 1.580 Liter. Diese Werte gelten für alle Elroq-Versionen gleichermaßen, unabhängig von Linie und Akkugröße. Der Elroq ist 4.488 Millimeter lang und bietet als Fünfsitzer damit mehr Platz, als die Außenmaße vermuten lassen.