Zum Inhalt springen
E-Mobilität & Förderung

CUPRA Born vs. BYD Dolphin: 6.000 Euro trennen sie

CUPRA Born vs BYD Dolphin: ab 39.990 gegen ab 33.990 Euro. Was der Abstand bei Reichweite, Ladezeit und Platz kostet — mit den Zahlen beider Hersteller.

#CUPRA Born#BYD Dolphin#Vergleich#Elektroauto#Kompaktklasse
CUPRA Born vs BYD Dolphin: links die dunkelblaue CUPRA-Front, rechts der weiße BYD von schräg vorn
CUPRA Born vs BYD Dolphin Bild: Jan Ainali · Calreyn88, CC BY-SA 4.0, Commons
Modell-Alarm aktivieren
Auf dem Laufenden bleiben und Bestellstart & Preise zuerst erfahren.
    Optional: schneller passende Infos Name + PLZ = Regionale Infos
    Vorteil: Wir können Infos bei Bestellstart und Preisen schneller auf Ihre Region zuschneiden.
    Kostenlos · Abmeldung jederzeit · Sicher
    Mehr erfahren
    Zum Hauptartikel und zu allen Detailartikeln
    Hier springen Sie direkt zur zentralen Übersichtsseite und zu allen relevanten Detailartikeln dieses Modells.
    Hauptartikel Zentrale Übersichtsseite
    CUPRA Born Facelift 2026: neue Technik und ein Rückschritt
    Alle bestätigten Infos, Einordnung, Updates und interne Sprünge an einer Stelle.
    Inhalt dieses Artikels
    1. CUPRA Born vs BYD Dolphin: 6.000 Euro trennen sie
    2. Kurzantwort
    3. Welches Auto ist besser, CUPRA oder BYD?
    4. BYD Dolphin Preis in Deutschland gegen den Born
    5. Welche Schwachstellen hat der BYD Dolphin?
    6. Welche Schwachstellen hat der CUPRA Born?
    7. Wo wird der CUPRA Born produziert?
    8. Wo wird der BYD Dolphin produziert?
    9. BYD Dolphin technische Daten gegen den CUPRA Born
    10. Dolphin oder Dolphin Surf: welcher BYD ist hier gemeint?
    11. Welche Marke steckt hinter CUPRA?
    12. Wie lange ist die Lieferzeit für den BYD Dolphin in Deutschland?
    13. Ist der CUPRA Born ein gutes Auto?
    14. Reichweite oder Preis: für wen welches der beiden Autos passt
    15. Quellen und weiterführende Informationen
    16. Stand der Angaben

    CUPRA Born vs BYD Dolphin: 6.000 Euro trennen sie

    Zwei kompakte Elektroautos, fast gleich lang, beide mit Heckantrieb und beide als Alltagsauto gedacht. Zwischen ihnen liegen 6.000 Euro. Die Frage ist nicht, ob der günstigere auch das schlechtere Auto ist — sondern was genau man für den Aufpreis bekommt.

    Die Antwort steckt in zwei Zahlen, die man nebeneinanderlegen muss. Der BYD Dolphin kommt in seiner besten Ausführung auf 427 Kilometer. Der CUPRA Born schafft das schon in seiner schwächsten. Alles Weitere ergibt sich daraus.


    Kurzantwort


    Welches Auto ist besser, CUPRA oder BYD?

    Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, aber sie lässt sich aufteilen. Wer zuerst das Budget festlegt, kommt beim BYD heraus. Wer zuerst die Reichweite festlegt, beim Born. Der Rest sind Details, die bei keinem der beiden ein Ausschlusskriterium sind.

    Die Eckdaten nebeneinander, beide aus den Angaben der jeweiligen Hersteller:

    CUPRA BornBYD Dolphin
    Preis ab39.990 €33.990 €
    Länge4.336 mm4.290 mm
    Breite ohne Spiegel1.809 mm1.770 mm
    Höhe1.543 mm1.570 mm
    Radstand2.766 mm2.700 mm
    Kofferraum385 l345 l
    Reichweite WLTP (einheitliches EU-Prüfverfahren)414–484 km bis 553–630 kmbis 427 km
    Laden 10–80 %26 min (58 kWh) · 29 min (79 kWh)36 min

    Der Längenunterschied ist mit 46 Millimetern praktisch nicht vorhanden. Beim Radstand sieht es anders aus: 66 Millimeter sind im Fond spürbar, weil genau dort der Beinraum entsteht. Der Born nutzt seine Außenlänge besser aus.

    Beide Autos haben ihre Stärke an unterschiedlichen Stellen, und das ist ehrlicher als ein Sieger. Wie der Born gegen sein konzerneigenes Schwestermodell dasteht, zeigt der Vergleich mit dem VW ID.3.


    BYD Dolphin Preis in Deutschland gegen den Born

    Hier liegt der Kern, und die Zahlen stammen direkt aus den Konfiguratoren beider Hersteller.

    BYD bietet den Dolphin in zwei Ausstattungslinien an. Comfort kostet ab 33.990 Euro und bringt bereits 360-Grad-Kameras, den drehbaren 12,8-Zoll-Bildschirm, Kunstleder und elektrisch verstellbare Vordersitze mit. Design kostet ab 35.990 Euro und ergänzt unter anderem eine induktive Ladeschale fürs Smartphone und belüftete Sitze.

    Beide Linien sind damit für die Klasse ordentlich bestückt. Das 360-Grad-Kamerasystem etwa kostet bei vielen Wettbewerbern Aufpreis, hier ist es ab Werk dabei.

    CUPRA staffelt den Born in drei Stufen:

    CUPRA BornLeistungBatteriePreis
    Born140 kW (190 PS)58 kWhab 39.990 €
    Endurance170 kW (231 PS)79 kWhab 45.990 €
    VZ240 kW (326 PS)79 kWhab 50.990 €

    Welche Born-Stufe für wen taugt, lässt sich an zwei Werten festmachen. Der Einstieg mit 58 Kilowattstunden fährt 414 bis 484 Kilometer und läuft 160 km/h — genug für Pendeln und Wochenendfahrten, eng bei regelmäßiger Langstrecke. Der Endurance legt deutlich zu: 540 bis 627 Kilometer, also je nach Bedingungen 126 bis 143 Kilometer mehr. Der VZ fügt vor allem Fahrleistung hinzu, 326 PS und 5,6 Sekunden auf Tempo 100 bei 200 km/h Höchstgeschwindigkeit, ohne dass die Reichweite darunter leidet — 553 bis 630 Kilometer.

    Der Abstand zwischen den Einstiegspreisen beträgt 6.000 Euro. Wer beim Born die große Batterie will — und damit die Reichweite, die den Unterschied ausmacht — zahlt ab 45.990 Euro. Gegenüber dem Dolphin Comfort sind das 12.000 Euro.

    Das ist viel Geld, und es gehört so benannt. Umgekehrt gilt aber auch: Diese 12.000 Euro kaufen je nach Bedingungen 113 bis 200 Kilometer mehr Reichweite. Ob sich das rechnet, hängt davon ab, wie oft jemand Strecken über 400 Kilometer fährt.

    Die staatliche Förderung bekommen beide Autos. Sie liegt 2026 je nach zu versteuerndem Einkommen und Kinderzahl zwischen 3.000 und 6.000 Euro; die Bedingungen stehen im Beitrag zur Förderung für den CUPRA Born. Die vollständige Preisstaffel samt Ausstattungsunterschieden steht im Beitrag zum Preis des CUPRA Born, die Leasingkonditionen im Beitrag zum Leasing.


    Welche Schwachstellen hat der BYD Dolphin?

    Drei, und alle drei lassen sich mit Zahlen belegen statt mit Gefühl.

    Die Reichweite endet bei 427 Kilometern. BYD nennt diesen Wert als Maximum nach WLTP, dem einheitlichen EU-Prüfverfahren für Verbrauch und Reichweite. Der CUPRA Born beginnt bei 414 bis 484 Kilometern — die Einstiegsversion mit der kleinen Batterie liegt also bereits auf diesem Niveau. Mit der 79-Kilowattstunden-Batterie sind es 540 bis 630 Kilometer.

    Das Schnellladen dauert länger. BYD gibt für den Sprung von 10 auf 80 Prozent 36 Minuten an. Der Born braucht mit der großen Batterie 29 Minuten. Auf einer Fahrt mit zwei Stopps sind das rund 14 Minuten Unterschied.

    Der Radstand ist kürzer. 2.700 gegen 2.766 Millimeter. Das klingt nach wenig, entscheidet aber über den Beinraum in der zweiten Reihe — und der Dolphin ist außen nur 46 Millimeter kürzer. Er macht aus seiner Länge also weniger.

    Was dagegensteht: fünf Sterne im Euro-NCAP-Test, die BYD auf der eigenen Modellseite ausweist, ein Kofferraum, der sich auf 1.310 Liter erweitern lässt, und eben der Preis. Wer die Sicherheitsfrage bei chinesischen Marken grundsätzlich stellt, findet die Auswertung im Beitrag zur Qualität chinesischer Elektroautos.


    Welche Schwachstellen hat der CUPRA Born?

    Auch hier gehört die unangenehme Seite zuerst genannt.

    Der Preis. Ab 39.990 Euro Einstieg sind 6.000 Euro mehr als beim BYD. Für ein Auto derselben Klasse ist das ein erheblicher Abstand, und er lässt sich nicht wegdiskutieren.

    Die Reichweite der Einstiegsversion rechtfertigt den Aufpreis nicht. 414 bis 484 Kilometer gegen 427 beim Dolphin — dafür 6.000 Euro mehr. Wer die Reichweite will, die den Unterschied wirklich ausmacht, muss zur 79-Kilowattstunden-Batterie greifen, die ab 45.990 Euro beginnt.

    Anhänger und Dachlast sind nicht vorgesehen. Der ADAC vermerkt in seinem Autotest zum Born VZ ausdrücklich, dass weder Stütz- und Anhängelasten noch Dachlasten zugelassen sind. In der technischen Übersicht der CUPRA-Preisliste steht entsprechend keine Anhängelast. Wer einen Fahrradträger oder einen kleinen Anhänger braucht, findet die Einzelheiten im Beitrag zur Anhängerkupplung des CUPRA Born.

    Was dagegen kein Nachteil ist: die Ladeleistung der Einstiegsversion. Das ist der Punkt, den Vergleichstabellen regelmäßig verschlucken, weil sie Kilowatt vergleichen statt Minuten. Der Einstieg lädt mit 105 Kilowatt und damit nominell schwächer als die 183 Kilowatt der großen Batterie. Weil die 58-Kilowattstunden-Batterie aber kleiner ist, braucht sie von 10 auf 80 Prozent nur 26 Minuten — drei weniger als die große mit 29 und zehn weniger als der Dolphin mit 36. Die kleinere Zahl auf dem Papier bedeutet hier die kürzere Pause an der Säule.

    Der Kofferraum ist kein Argument. 385 gegen 345 Liter sind 40 Liter Unterschied — das ist eine Sporttasche. Wer Platz sucht, entscheidet das nicht hier.

    Wie sich die Reichweite im Alltag verhält und was im Winter davon übrig bleibt, steht im Beitrag zur Reichweite des CUPRA Born. Die Ladezeiten je Version stehen im Beitrag zur Ladezeit, die Maße im Beitrag zu Kofferraum und Abmessungen.


    Wo wird der CUPRA Born produziert?

    Im Volkswagen-Werk Zwickau in Sachsen. Volkswagen führt ihn dort in der eigenen Werksübersicht auf, neben ID.3, ID.4, ID.5 und dem Audi Q4 e-tron. Das Werk stellt seit Januar 2022 ausschließlich vollelektrische Fahrzeuge her; das letzte Fahrzeug mit Verbrennungsmotor lief davor vom Band.

    Das Werk ist keine Nebenstelle. Volkswagen gibt die Fläche mit 1.800.000 Quadratmetern an, die Produktion mit 212.000 Fahrzeugen und rund 8.000 Stammbeschäftigten, Stand Dezember 2025. Neben den Elektroautos entstehen dort auch Karosserien für Bentley und Lamborghini.

    Für Käufer ist das aus zwei Gründen relevant. Erstens fällt der Born unter keine Importregelung — er ist ein in Deutschland gebautes Auto. Zweitens hängt die Lieferkette nicht am Seeweg, was bei importierten Modellen regelmäßig der Flaschenhals ist.

    Die Marke ist trotzdem spanisch. CUPRA gehört zur SEAT S.A. mit Sitz in Martorell bei Barcelona, die wiederum zum Volkswagen-Konzern gehört. Dass viele nach dem Hersteller des Born suchen, hat also einen Grund: Die Marke kommt aus Spanien, das Auto aus Sachsen.


    Wo wird der BYD Dolphin produziert?

    Hier ist die ehrliche Antwort kürzer, als man erwarten würde: BYD nennt auf der deutschen Modellseite keinen Produktionsort. Weder auf der Dolphin-Seite noch im Konfigurator steht ein Werk.

    Was belegt ist: BYD hat im ungarischen Szeged ein Pkw-Werk gebaut und dort die Probeproduktion begonnen. Das Gelände umfasst 300 Hektar, die geplante Kapazität liegt bei 200.000 Fahrzeugen im Jahr, und zuletzt waren rund 960 Mitarbeiter beschäftigt. Diese Angaben stammen aus Berichten, die sich auf den Bürgermeister von Szeged stützen.

    Für den hier verglichenen Dolphin ändert das zunächst nichts. In Ungarn soll laut denselben Berichten zuerst der kleinere Dolphin Surf laufen — ein anderes Modell. Wer also hofft, mit dem Dolphin ein in Europa gebautes Auto zu bekommen, sollte das beim Händler konkret erfragen statt es anzunehmen.

    Der Hintergrund des Werks ist kein Geheimnis: Die EU hat Ende 2024 zusätzliche Zölle auf in China gebaute Elektroautos eingeführt. Eine Fertigung in Europa umgeht sie. Was das Werk für den deutschen Markt bedeutet, steht im Beitrag zum BYD-Werk in Szeged. Den Unterschied zwischen den beiden Dolphin-Modellen erklärt der Beitrag Dolphin oder Dolphin Surf.


    BYD Dolphin technische Daten gegen den CUPRA Born

    Für alle, die es genau wissen wollen, die Werte beider Hersteller nebeneinander.

    CUPRA Born (Einstieg)CUPRA Born (79 kWh)BYD Dolphin
    Leistung140 kW (190 PS)170–240 kW (231–326 PS)Herstellerangabe im Konfigurator
    Batterie58 kWh79 kWhvon BYD nicht beziffert
    Reichweite WLTP414–484 km540–630 kmbis 427 km
    Verbrauch14,2–16,6 kWh—15,2–15,9 kWh
    DC-Ladeleistung105 kW183 kWHerstellerangabe im Konfigurator
    Laden 10–80 %26 min29 min36 min
    Höchstgeschwindigkeit160 km/h160–200 km/h—
    0–100 km/h8,0 s7,0–5,6 s—
    Wendekreisca. 10,5 mca. 10,5 m—
    Stützlast75 kg75 kg—

    Ein Hinweis zu den Lücken in der rechten Spalte: BYD veröffentlicht auf den deutschen Seiten weniger Einzelwerte als CUPRA in der Preisliste. Wo nichts steht, steht hier auch nichts — geschätzt wird nicht.

    Beim Verbrauch liegen beide eng beieinander. 14,2 bis 16,6 Kilowattstunden beim Born mit kleiner Batterie, 15,2 bis 15,9 beim Dolphin. Die Spannen überschneiden sich, ein belastbarer Vorteil lässt sich daraus nicht ableiten.

    Das ist bemerkenswerter, als es klingt. Der Born ist in jeder Fassung schwerer und stärker motorisiert, trotzdem nennen beide Hersteller praktisch dasselbe Verbrauchsfenster. Der Unterschied bei der Reichweite entsteht also nicht am Verbrauch, sondern an der Batteriegröße — 58 beziehungsweise 79 Kilowattstunden beim Born. Was im Dolphin steckt, lässt sich nicht gegenrechnen: BYD nennt die Kapazität weder auf der Modellseite noch im Konfigurator. Wer die Reichweite einordnen will, hat damit nur den Endwert von 427 Kilometern, nicht den Weg dorthin.

    Wer wissen will, was das im Alltag bedeutet: Eine Kilowattstunde mehr Verbrauch auf 100 Kilometer kostet über ein Jahr mit 15.000 Kilometern rund 150 Kilowattstunden zusätzlich. Bei Haushaltsstrom sind das ein paar Dutzend Euro — der Unterschied zwischen den beiden Autos liegt beim Verbrauch also nicht im spürbaren Bereich. Beim Anschaffungspreis dagegen schon.


    Dolphin oder Dolphin Surf: welcher BYD ist hier gemeint?

    Diese Verwechslung ist der häufigste Fehler in Vergleichen — und sie verzerrt das Ergebnis erheblich.

    BYD führt in Deutschland zwei Autos mit Dolphin im Namen: den Dolphin und den Dolphin Surf. Der Hersteller listet sie in der eigenen Modellübersicht getrennt auf, mit eigenen Verbrauchswerten. Der Dolphin Surf ist der kleinere der beiden; BYD nennt für ihn 16 bis 15,5 Kilowattstunden auf 100 Kilometer, für den Dolphin 15,9 bis 15,2. Dazu kommt mit dem Dolphin G DM-i noch ein Plug-in-Hybrid, also kein reines Elektroauto.

    Für den Vergleich mit dem CUPRA Born ist der Dolphin der richtige Gegner. Mit 4.290 Millimetern Länge und 2.700 Millimetern Radstand liegt er in derselben Klasse wie der Born mit 4.336 und 2.766 Millimetern. Der Surf spielt eine Klasse darunter und konkurriert eher mit Kleinwagen.

    Wer also eine Gegenüberstellung liest, in der ein BYD Dolphin deutlich günstiger ausfällt als die hier genannten 33.990 Euro, sollte zuerst prüfen, welches der beiden Modelle gemeint ist. Die Unterschiede im Einzelnen stehen im Beitrag Dolphin oder Dolphin Surf.


    Welche Marke steckt hinter CUPRA?

    CUPRA gehört zur SEAT S.A., die ihren Sitz in Martorell bei Barcelona hat und Teil des Volkswagen-Konzerns ist. Das Unternehmen verkauft Fahrzeuge unter den beiden Marken CUPRA und SEAT und ist nach eigener Darstellung das einzige Unternehmen, das in Spanien Autos entwickelt, baut und vermarktet.

    Die Produktionsstandorte verteilen sich über mehrere Länder: Formentor und die Leon-Familie entstehen in Spanien, der Born in Deutschland, der Terramar in Ungarn, die Ateca-Familie in Tschechien und der Tavascan in China. Eine Marke, sechs Länder — die Frage nach dem Hersteller ist also berechtigt.

    BYD wiederum ist ein chinesischer Konzern, der ursprünglich aus der Batterieproduktion kommt. Die eigene Batterietechnik führt BYD deshalb als eigenen Punkt im Menü der deutschen Seite — welche Zellen im Dolphin arbeiten und wie viel sie speichern, steht dort allerdings nicht. Wer die Unterschiede zwischen den Modellen der Marke sucht, findet sie in der Übersicht der BYD-Modelle; die Garantiebedingungen stehen im Beitrag zur BYD-Garantie.


    Wie lange ist die Lieferzeit für den BYD Dolphin in Deutschland?

    BYD nennt im eigenen Konfigurator keine feste Lieferzeit. Dort steht, sie variiere je nach Verfügbarkeit, verbunden mit dem Hinweis, weitere Informationen gebe der nächstgelegene Händler.

    Das ist kein Ausweichen, sondern bei einem Importmodell die realistische Auskunft: Die Wartezeit hängt daran, was gerade im Zulauf ist. Eine belastbare Wochenangabe von Herstellerseite gibt es damit nicht — und wer in einem Vergleich eine liest, sollte nachfragen, worauf sie sich stützt.

    Beim Born läuft es anders, weil er in Zwickau gebaut wird und über das Händlernetz des Konzerns bestellt wird. Ein Neuwagen entsteht in beiden Fällen über einen Vertragshändler. Wer nicht warten will, findet im Bestand an geprüften Gebrauchtwagen sofort verfügbare Fahrzeuge; worauf man beim gebrauchten Born achtet, steht im Beitrag zum Gebrauchtkauf, bei BYD im Beitrag BYD gebraucht kaufen.


    Ist der CUPRA Born ein gutes Auto?

    Nach den Zahlen: ja, mit einer klaren Einschränkung beim Preis.

    Was für ihn spricht: bis zu 630 Kilometer Reichweite mit der großen Batterie, Schnellladen in 29 Minuten von 10 auf 80 Prozent, 385 Liter Kofferraum, ein Radstand von 2.766 Millimetern und ein Wendekreis von rund 10,5 Metern. Der VZ beschleunigt in 5,6 Sekunden auf Tempo 100.

    Was gegen ihn spricht: Der Einstieg liegt 6.000 Euro über dem BYD, ohne dass die Reichweite der Einstiegsversion diesen Abstand einlöst. Dazu kommt, dass Anhänger- und Dachlasten nicht zugelassen sind.

    Was die Zahlen nicht beantworten: wie sich ein Auto über Jahre hält. Dazu gehören Werkstattnetz, Ersatzteilversorgung und Wertverlust — Fragen, die sich bei einer neuen Marke anders stellen als bei einer eingeführten. Diese Seite behandelt der Beitrag zu Service, Garantie und Restwert im Vergleich, die Preisfrage dahinter der Beitrag warum chinesische Autos günstiger sind.

    Für Wartung, Inspektion und Arbeiten an der Hochvoltanlage (dem Stromnetz des Fahrzeugs mit mehreren hundert Volt) ist der Automobilsalon Bellemann in Wiesloch autorisierter Service- und Werkstattpartner für CUPRA. Was eine Inspektion beim Born kostet, steht im Beitrag zu Inspektion und Wartung; Termine laufen über die Werkstatt.


    Reichweite oder Preis: für wen welches der beiden Autos passt

    Zum Schluss die Entscheidung in drei Sätzen, jeder an einer Zahl festgemacht.

    Wer selten weiter als 300 Kilometer am Stück fährt, nimmt den Dolphin. 427 Kilometer nach Norm reichen dafür mit Reserve, auch im Winter. Die 6.000 Euro Unterschied bleiben in der Tasche, und die Höchstwertung von fünf Sternen im Euro-NCAP-Test weist BYD für den Dolphin auf der eigenen Modellseite aus.

    Wer regelmäßig Langstrecke fährt, nimmt den Born mit 79 Kilowattstunden. 540 bis 630 Kilometer und 29 Minuten Ladezeit von 10 auf 80 Prozent sind eine andere Liga als 427 Kilometer und 36 Minuten. Das kostet allerdings ab 45.990 statt ab 33.990 Euro — 12.000 Euro für diesen Unterschied.

    Wer beim Einstiegspreis vergleicht, sollte die Ladedauer lesen. Der günstigste Born steht mit 105 Kilowatt schwächer in der Tabelle als der Dolphin. Er braucht von 10 auf 80 Prozent aber 26 Minuten statt 36. Was gegen den Aufpreis spricht, ist nicht das Laden, sondern die Reichweite: 414 bis 484 Kilometer sind gegenüber 427 kein Gewinn, der 6.000 Euro wert ist.

    Was in keiner dieser drei Zeilen steht, ist die Frage nach den Jahren danach: Werkstattdichte, Ersatzteile, Wertverlust. Die entscheidet sich nicht an Prospektzahlen, und sie fällt bei einer eingeführten Marke anders aus als bei einer jungen.


    Quellen und weiterführende Informationen

    Die Preise, Reichweiten, Maße, Gewichte und Ladeleistungen des CUPRA Born stammen aus der Preisliste mit Stand 30. Juli 2026 und wurden gegen die Born-Seite von CUPRA gegengeprüft; beide nennen denselben Einstiegspreis. Die Angaben zu Marke und Produktionsstandorten stehen auf der Übersicht der Produktionsstandorte von SEAT S.A. Dass der Born in Zwickau gebaut wird, führt Volkswagen in der Werksübersicht zum Standort Zwickau auf.

    Preise, Ausstattungslinien, Reichweite und Ladedauer des BYD Dolphin stammen aus dem Konfigurator von BYD, die Maße, der Kofferraumwert und die Euro-NCAP-Wertung von der Dolphin-Modellseite. Die Angaben zum Werk in Szeged — Probeproduktion, Fläche, geplante Kapazität und das zuerst gefertigte Modell — stammen aus einem Bericht von ecomento, der sich auf Aussagen des Szegeder Bürgermeisters stützt. Dass der Born weder Anhänger- noch Dachlasten tragen darf, vermerkt der ADAC in seinem Autotest zum Born VZ; die technische Übersicht der CUPRA-Preisliste führt entsprechend keine Anhängelast. Die Regeln der staatlichen Förderung stehen beim Bundesumweltministerium, das Prüfverfahren hinter den Reichweitenangaben in der Verordnung (EU) 2017/1151.

    Stand der Angaben

    Alle Preise, Maße und Reichweiten sind am 24. Oktober 2026 gegen die genannten Quellen geprüft. Preise sind unverbindliche Preisempfehlungen der Hersteller zuzüglich Überführungs- und Zulassungskosten. Reichweiten sind WLTP-Werte und hängen in der Praxis von Fahrweise, Temperatur, Beladung und Streckenprofil ab. Wo ein Hersteller einen Wert nicht veröffentlicht, steht hier keiner.

    Häufige Fragen

    Welches Auto ist besser, CUPRA oder BYD?

    Das hängt daran, wofür das Geld reichen soll. Der BYD Dolphin kostet ab 33.990 Euro und damit 6.000 Euro weniger als der CUPRA Born. Der Born fährt dafür weiter, lädt schneller und hat den längeren Radstand. Wer das Budget als Erstes festlegt, nimmt den BYD. Wer auf Reichweite und Ladezeit schaut, den Born.

    Welche Schwachstellen hat der BYD Dolphin?

    Gemessen an den Herstellerangaben sind es drei. Die Reichweite endet bei 427 Kilometern — der Born schafft mit der großen Batterie bis zu 630. Das Schnellladen von 10 auf 80 Prozent dauert 36 statt 29 Minuten. Und der Radstand ist mit 2.700 Millimetern 66 Millimeter kürzer, was im Fond zu spüren ist.

    Welche Schwachstellen hat der CUPRA Born?

    Vor allem der Preis: ab 39.990 Euro Einstieg gegen ab 33.990 beim BYD. Dazu kommt die Reichweite der Einstiegsversion, die mit 414 bis 484 Kilometern nur knapp über den 427 Kilometern des Dolphin liegt — für 6.000 Euro mehr. Und der Born darf laut ADAC-Autotest weder Anhänger noch Dachlast ziehen; in der Preisliste von CUPRA steht keine Anhängelast.

    Wo wird der CUPRA Born produziert?

    Im Volkswagen-Werk Zwickau in Sachsen. Volkswagen führt den Born dort in der eigenen Werksübersicht neben ID.3, ID.4, ID.5 und dem Audi Q4 e-tron auf. Zwickau baut seit Januar 2022 ausschließlich vollelektrische Fahrzeuge.

    Wo wird der BYD Dolphin produziert?

    BYD nennt auf der deutschen Modellseite keinen Produktionsort. Das europäische Werk im ungarischen Szeged hat die Probeproduktion begonnen — dort soll laut Berichten allerdings zuerst der kleinere Dolphin Surf laufen, nicht der hier verglichene Dolphin.

    Welche Marke steckt hinter CUPRA?

    CUPRA gehört zur SEAT S.A. und damit zum Volkswagen-Konzern. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Martorell bei Barcelona und verkauft Fahrzeuge unter den Marken CUPRA und SEAT. Der Born ist also ein spanisches Modell aus deutscher Fertigung.

    Ist der CUPRA Born ein gutes Auto?

    Die harten Zahlen sprechen für ihn: bis zu 630 Kilometer Reichweite, Schnellladen in 29 Minuten von 10 auf 80 Prozent, 385 Liter Kofferraum und ein Radstand von 2.766 Millimetern. Der Preis ist die Kehrseite — er beginnt 6.000 Euro über dem BYD Dolphin.

    Wie lange ist die Lieferzeit für den BYD Dolphin in Deutschland?

    BYD nennt im eigenen Konfigurator keine feste Lieferzeit, sondern schreibt, sie variiere je nach Verfügbarkeit, und verweist an den nächstgelegenen Händler. Eine belastbare Wochenangabe gibt es damit von Herstellerseite nicht.

    Wie groß ist der Kofferraum bei Born und Dolphin?

    Der CUPRA Born fasst 385 Liter, der BYD Dolphin 345 Liter. BYD gibt zusätzlich an, dass sich der Gepäckraum mit umgeklappter 60:40-Rückbank auf 1.310 Liter erweitern lässt. Beim Born nennt die Preisliste nur den einen Wert.

    Wie sicher ist der BYD Dolphin?

    BYD weist für den Dolphin fünf Sterne im Euro-NCAP-Test aus, dem europäischen Programm zur Bewertung der Fahrzeugsicherheit. Die Höchstwertung in der Gesamtbewertung nennt der Hersteller auf der eigenen Modellseite.

    Nächste sinnvolle Schritte

    So geht es jetzt sinnvoll weiter

    Wenn Sie nach Preis, Verfügbarkeit, Alternative oder monatlichen Kosten suchen, kommen Sie hier direkt zum passenden nächsten Schritt.

    Aus derselben Kategorie

    Auch spannend aus derselben Kategorie

    Diese redaktionell starken Übersichtsartikel passen thematisch gut, wenn Sie nach dem Lesen noch breiter weiter einsteigen möchten.