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E-Mobilität & Förderung

Welcher BYD passt zu mir? Alle Modelle im Überblick

Alle BYD Modelle im Überblick: vom Stadtauto Dolphin Surf bis zum Siebensitzer Tang. Welcher Allrad hat, welcher am weitesten kommt, welcher günstig ist.

#BYD#Elektroauto Modelle#Chinesische Elektroautos#E-Mobilität
Familie mit Gepäck am offenen Kofferraum – so unterscheiden sich die BYD Modelle
Bild: Automobilsalon Bellemann Illustration
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    BYD Auto: Marke, Modelle und Qualität im Überblick
    Alle bestätigten Infos, Einordnung, Updates und interne Sprünge an einer Stelle.
    Inhalt dieses Artikels
    1. BYD Modelle 2026: welches passt zu wem?
    2. Kurzantwort
    3. Welche BYD Modelle gibt es in Deutschland?
    4. Welche BYD Modelle kaufen die Deutschen wirklich?
    5. Welcher BYD hat Allrad?
    6. Welcher BYD hat die größte Reichweite?
    7. Welcher BYD ist der schnellste?
    8. Welcher BYD SUV passt zu welchem Bedarf?
    9. Welche BYD Modelle sind die günstigsten?
    10. Gibt es einen BYD mit sieben Sitzen?
    11. Welche BYD Modelle eignen sich für Familien?
    12. Welche BYD Hybrid Modelle gibt es?
    13. Wie sich die BYD Modelle in Deutschland entwickelt haben
    14. Welcher BYD ist der beste?
    15. Was bei der Auswahl sonst noch zählt
    16. Was die Modellnamen bedeuten

    BYD Modelle 2026: welches passt zu wem?

    Wer sich zum ersten Mal mit der Marke beschäftigt, steht vor einer Palette, die es vor drei Jahren so nicht gab. Vom Kleinwagen für die Stadt bis zum Siebensitzer für die Großfamilie ist inzwischen fast jede Klasse besetzt. Die Namen helfen dabei wenig weiter — Dolphin, Atto, Seal, Sealion, Tang sagen einem Käufer in Deutschland zunächst nichts.

    Dieser Überblick ordnet die Modelle nach dem, was Menschen tatsächlich suchen: Wer Allrad braucht, wer weit fahren will, wer wenig ausgeben möchte, wer sieben Sitze benötigt.

    Kurzantwort


    Welche BYD Modelle gibt es in Deutschland?

    Der Hersteller führt auf seiner Fahrzeugübersicht für Deutschland sieben rein elektrische Modelle. Sortiert nach Größe ergibt sich folgendes Bild.

    Nach Größe sortiert reicht die Palette vom Dolphin Surf als kleinstem Stadtauto über den Kompaktwagen Dolphin und die beiden kompakten Geländewagen Atto 2 und Atto 3 EVO bis zur Limousine Seal, dem großen Geländewagen Sealion 7 und dem Siebensitzer Tang. Dazu kommen die Plug-in-Hybride mit dem Kürzel DM-i, die auf einer eigenen Herstellerseite stehen und in der Elektro-Übersicht nicht auftauchen.

    Die Eckdaten der sieben Elektromodelle im direkten Vergleich:

    ModellFahrzeugartReichweite0–100 km/h
    Dolphin SurfStadtautobis zu 322 km9,1 s
    DolphinKompaktwagenbis zu 427 km7,0 s
    Atto 2kompakter Geländewagenbis zu 430 km7,9 s
    Atto 3 EVOsportlicher Geländewagen470–510 km3,9–5,5 s
    SealLimousinebis zu 570 km3,8 s
    Sealion 7großer Geländewagenbis zu 502 km4,5 s
    TangSiebensitzerbis zu 530 km4,9 s

    Alle Werte aus der Fahrzeugübersicht von BYD Deutschland, abgerufen am 27. August 2026. Beim Atto 3 EVO stammen die Angaben aus der Pressemitteilung zum Modell; die Spanne ergibt sich aus den beiden Antriebsvarianten. Die Reichweiten sind Bestwerte nach WLTP, dem genormten EU-Messverfahren — im Alltag liegen die Werte darunter.

    Welche BYD Modelle kaufen die Deutschen wirklich?

    Darauf gibt es eine amtliche Antwort. Das Kraftfahrt-Bundesamt veröffentlicht monatlich, wie viele Autos je Marke und Modellreihe neu zugelassen wurden. Wir haben die Monatshefte von Januar 2025 bis Juli 2026 einzeln ausgewertet und daraus die folgende Aufstellung selbst gerechnet.

    ModellreiheJan.–Juli 2026davon elektrischdavon Plug-in-HybridAnteil
    Seal U8.9848408.14428,5 %
    Seal7.0511.9275.12422,4 %
    Atto 26.8271.1225.70521,7 %
    Dolphin Surf4.3434.34313,8 %
    Sealion 71.6641.6645,3 %
    Atto 31.5551.5554,9 %
    Dolphin9177311862,9 %
    Tang1491490,5 %
    Zusammen31.49212.33219.159100 %

    Eigene Zusammenstellung aus der Statistik FZ 10.1 des Kraftfahrt-Bundesamts. Zur Einordnung: Das Amt bündelt unter einer Modellreihe alle Varianten. Unter „Seal” fallen also auch Ableger, die im Handel unter eigenem Namen laufen.

    Drei Dinge fallen an dieser Aufstellung auf.

    Die drei meistgekauften Baureihen sind überwiegend keine Elektroautos. Seal U, Seal und Atto 2 kommen zusammen auf 22.862 Neuzulassungen und damit auf 72,6 Prozent des Absatzes. Bei allen dreien überwiegt der Plug-in-Hybrid deutlich. Über alle Modelle hinweg waren nur 39 Prozent der neu zugelassenen Autos rein elektrisch. Was das für Wartung und Werkstattbesuche bedeutet, steht im Beitrag Wer repariert einen BYD?.

    Das kleinste Modell schlägt das größere Schwestermodell. Der Dolphin Surf kommt auf 4.343 Neuzulassungen, der klassische Dolphin nur auf 917. Wer beide Namen verwechselt, landet beim falschen Auto.

    Der Tang ist ein Randmodell. 149 Neuzulassungen in sieben Monaten sind rechnerisch weniger als ein Auto pro Tag. Das ist kein Qualitätsurteil, hat aber praktische Folgen: Eine Werkstatt sieht ihn selten, und seltene Teile liegen seltener am Lager.

    Welcher BYD hat Allrad?

    Vier Modelle sind mit Allradantrieb zu bekommen — allerdings meist nicht in der Grundausstattung.

    Der Tang ist der eindeutigste Fall: Der Hersteller beschreibt ihn schlicht als Allrad-Siebensitzer. Wer dieses Modell wählt, bekommt Allrad ohne weitere Entscheidung.

    Beim Sealion 7 und beim Seal hängt es von der Ausstattung ab. Beide bieten Allrad in der Variante Excellence mit jeweils 390 Kilowatt Systemleistung. Für den Sealion 7 Excellence AWD weist das ADAC-Datenblatt 390 Kilowatt aus, was 530 PS entspricht.

    Beim Atto 3 EVO ist die Aufteilung besonders klar dokumentiert. Die Pressemitteilung des Herstellers nennt zwei Varianten: Die Version Design fährt mit Hinterradantrieb und 230 Kilowatt, die Version Excellence mit Allrad und 330 Kilowatt. Der Aufpreis für den Allradantrieb beträgt dabei rund 6.000 Euro.

    Ein Hinweis, der oft untergeht: Allrad kostet nicht nur Geld, sondern auch Reichweite. Beim Atto 3 EVO sinkt sie laut Pressemitteilung des Herstellers von 510 Kilometern in der Hinterradversion auf 470 Kilometer mit Allrad — rund acht Prozent weniger, weil der zweite Motor mitläuft. Wer Allrad nicht wirklich braucht, fährt mit dem Einachser weiter.

    Welcher BYD hat die größte Reichweite?

    Von den derzeit in Deutschland angebotenen Modellen kommt der Seal am weitesten. Der Hersteller nennt bis zu 570 Kilometer nach WLTP (dem genormten EU-Messverfahren für Reichweite und Verbrauch).

    Dahinter folgen der Tang mit bis zu 530 Kilometern und der Sealion 7 mit bis zu 502 Kilometern. Der Atto 3 EVO liegt je nach Antrieb bei 510 oder 470 Kilometern. Die kompakten Modelle bewegen sich darunter: Atto 2 bis zu 430 Kilometer, Dolphin bis zu 427 Kilometer, Dolphin Surf bis zu 322 Kilometer. Alle Werte stehen in der Fahrzeugübersicht des Herstellers, die weiter oben verlinkt ist.

    Zwei Einschränkungen gehören zu diesen Zahlen. Erstens sind es jeweils die Bestwerte der sparsamsten Variante eines Modells — wer die stärkere Motorisierung oder größere Räder wählt, kommt weniger weit. Zweitens ist WLTP ein genormtes Verfahren mit festgelegten Bedingungen. Bei Autobahntempo, im Winter oder mit voller Zuladung liegen die tatsächlichen Werte spürbar darunter. Wie groß dieser Abstand bei Elektroautos generell ausfällt, hat der ADAC in seinem Wintertest auch am Sealion 7 gemessen.

    Welcher BYD ist der schnellste?

    Nach den Angaben des Herstellers ist es der Seal mit 3,8 Sekunden von null auf 100 km/h. Das ist ein Wert, der vor wenigen Jahren Sportwagen vorbehalten war.

    Knapp dahinter liegt der Atto 3 EVO in der Allradversion mit 3,9 Sekunden. Der Sealion 7 schafft nach Herstellerangaben 4,5 Sekunden, der Tang 4,9 Sekunden — bemerkenswert für einen Siebensitzer mit über zwei Tonnen Gewicht.

    Die kompakten Modelle sind deutlich gemächlicher unterwegs: Der Dolphin braucht 7,0 Sekunden, der Atto 2 7,9 Sekunden und der Dolphin Surf 9,1 Sekunden. Für den Stadtverkehr reicht das ohne Weiteres — die Beschleunigung aus dem Stand fühlt sich bei Elektroautos ohnehin kräftiger an, als die Zahl vermuten lässt, weil das volle Drehmoment sofort anliegt.

    Welcher BYD SUV passt zu welchem Bedarf?

    Vier der sieben Modelle sind Geländewagen, und sie unterscheiden sich deutlich mehr, als die gemeinsame Bauform vermuten lässt. Wer sich zwischen ihnen entscheiden muss, sollte drei Fragen klären: Wie viel Platz, wie viel Leistung, wie viel Budget.

    Der Atto 2 ist der kompakte Einstieg. Mit den vom Hersteller genannten 430 Kilometern Reichweite und 7,9 Sekunden auf Tempo 100 ist er kein Sportler, deckt aber den Alltag ab. Für Pendler und kleine Familien ist er die vernünftige Wahl.

    Der Atto 3 EVO besetzt dieselbe Klasse, zielt aber auf Käufer, denen Fahrleistung und Ladetempo wichtig sind. Die vom Hersteller genannte Ladeleistung von bis zu 220 Kilowatt ist der eigentliche Unterschied: Wer regelmäßig Langstrecke fährt, verkürzt damit die Pausen spürbar. In der Allradversion kostet er allerdings über 50.000 Euro und liegt damit in einer anderen Preisklasse.

    Der Sealion 7 ist der große Geländewagen im Programm. Mit 4.830 Millimetern Länge und 520 Litern Kofferraum bietet er den Platz, den Familien mit größerem Gepäck brauchen. Die Allradversion leistet 390 Kilowatt — das sind 530 PS, ein Wert, der im Alltag kaum abrufbar ist, sich aber beim Beschleunigen auf der Autobahn bemerkbar macht.

    Der Tang schließlich ist der einzige mit sieben Sitzen. Er ist die Antwort auf einen konkreten Bedarf, nicht auf ein Fahrgefühl. Wer die dritte Sitzreihe nicht braucht, fährt mit dem Sealion 7 günstiger und wendiger.

    Eine Faustregel aus den Herstellerangaben: Je größer das Modell, desto größer die Batterie. Der Tang trägt mit 108,8 Kilowattstunden die größte im Programm — das bringt Reichweite, kostet aber Ladezeit an langsamen Säulen.

    Welche BYD Modelle sind die günstigsten?

    Der Dolphin Surf ist derzeit der günstigste Weg in die Marke. Er startet bei rund 23.000 Euro.

    Dieser Betrag ist nur der Ausgangspunkt. Aktionen des Herstellers und die staatliche Förderung senken den tatsächlich zu zahlenden Preis, wie viel davon übrig bleibt, hängt vom Einkommen und von der Zahl der Kinder ab — die Details stehen im Beitrag zur E-Auto-Förderung 2026. Wie sich die Marke preislich gegen andere günstige Elektroautos schlägt, zeigt der Vergleich der günstigsten Elektroautos unter 30.000 Euro.

    Gibt es einen BYD mit sieben Sitzen?

    Ja, den Tang. Er ist derzeit das einzige Modell der Marke mit drei Sitzreihen und zugleich das größte im deutschen Angebot.

    Was der Hersteller auf seiner Übersichtsseite nicht angibt, ist das Kofferraumvolumen — weder bei aufgestellter noch bei umgeklappter dritter Reihe. Das ist bei Siebensitzern die entscheidende Größe: Sind alle sieben Plätze belegt, bleibt in dieser Klasse meist kaum mehr Platz als für zwei Einkaufstaschen. Wer den Tang für Familienfahrten mit Gepäck plant, sollte den Wert vor dem Kauf erfragen und im Zweifel nachmessen.

    Welche BYD Modelle eignen sich für Familien?

    Das hängt weniger vom Modell ab als von der Frage, wie viele Menschen wie oft mitfahren.

    Für zwei Kinder reichen die kompakten Geländewagen. Atto 2 und Atto 3 EVO bieten die übliche Höhe beim Einsteigen, die Eltern mit Kindersitzen zu schätzen wissen, und kommen mit über 400 Kilometern Reichweite gut durch den Alltag.

    Für mehr Gepäck ist der Sealion 7 die naheliegende Wahl. Der ADAC weist für ihn 520 Liter Kofferraum aus, mit umgeklappter Rückbank 1.789 Liter. Bei einer Länge von 4.830 Millimetern ist er allerdings kein Fahrzeug für enge Parkhäuser.

    Ab drei Kindern bleibt nur der Tang mit seiner dritten Sitzreihe.

    Unabhängig vom Modell zu prüfen sind die Befestigungspunkte für Kindersitze — wie viele Plätze sie haben und ob auch die dritte Reihe dazugehört, unterscheidet sich. Wer einen Kinderwagen regelmäßig transportiert, sollte ihn beim Ansehen mitbringen und einladen. Literangaben helfen bei sperrigem Gepäck nur begrenzt.

    Welche BYD Hybrid Modelle gibt es?

    Neben den rein elektrischen Modellen führt der Hersteller Plug-in-Hybride im Programm, gekennzeichnet mit dem Kürzel DM-i. Diese Fahrzeuge haben einen Elektroantrieb und zusätzlich einen Verbrennungsmotor, der auf längeren Strecken einspringt oder die Batterie nachlädt.

    Für wen das sinnvoll ist, hängt vom Fahrprofil ab. Wer täglich kurze Strecken fährt und zu Hause laden kann, fährt damit fast immer elektrisch. Wer regelmäßig lange Strecken ohne Lademöglichkeit zurücklegt, hat die Sicherheit eines Verbrenners im Rücken. Wer dagegen fast nur Langstrecke fährt und selten lädt, schleppt das Gewicht der Batterie mit, ohne den Vorteil zu nutzen.

    Wie stark diese Antriebsart bei BYD wiegt, zeigt die amtliche Statistik. Von den 31.492 Neuzulassungen zwischen Januar und Juli 2026 entfielen 19.159 auf Plug-in-Hybride und nur 12.332 auf reine Elektroautos. Das sind 60,8 Prozent gegen 39,2 Prozent.

    Noch deutlicher wird es im Vergleich zum Gesamtmarkt. Wir haben die BYD-Zahlen gegen die Marktsummen des Kraftfahrt-Bundesamts gerechnet: 9,9 Prozent aller in Deutschland neu zugelassenen Plug-in-Hybride kamen in diesem Zeitraum von BYD. Bei den reinen Elektroautos sind es nur 2,8 Prozent. Die Marke ist in Deutschland also im Plug-in-Markt viel stärker als im Elektromarkt — das Gegenteil dessen, was die meisten erwarten.

    Ein Punkt verdient bei dieser Antriebsart besondere Aufmerksamkeit: die Ladedisziplin. Ein Plug-in-Hybrid spielt seine Stärken nur aus, wenn die Batterie regelmäßig voll ist. Wer das Laden schleifen lässt, fährt einen schweren Verbrenner mit totem Gewicht — der Verbrauch liegt dann über dem eines vergleichbaren Benziners. Der Effekt gilt für alle Plug-in-Hybride und ist der Hauptgrund, warum diese Fahrzeuge in Verbrauchsvergleichen oft schlechter abschneiden als auf dem Papier.

    Für Dienstwagenfahrer kommt ein steuerlicher Aspekt hinzu. Plug-in-Hybride werden bei der Versteuerung des geldwerten Vorteils anders behandelt als reine Elektroautos, und die Bedingungen dafür knüpfen an Mindestreichweite und Kohlendioxid-Ausstoß an. Wer ein Fahrzeug als Dienstwagen plant, sollte das vorab durchrechnen — die Unterschiede summieren sich über die Haltedauer auf vierstellige Beträge.

    Wie sich die BYD Modelle in Deutschland entwickelt haben

    Die Breite des heutigen Angebots ist neu. Anfang 2025 war der Hersteller in Deutschland an lediglich 26 Standorten vertreten, das Modellprogramm entsprechend überschaubar. Seitdem ist beides gewachsen: Im Juni 2026 wurde der 200. Händlervertrag unterzeichnet, bis Jahresende sind rund 350 Vertriebs- und Servicestandorte geplant.

    Parallel dazu hat sich der Marktanteil entwickelt. Wir haben ihn aus den Monatsheften des Kraftfahrt-Bundesamts selbst gerechnet: 0,82 Prozent im gesamten Jahr 2025, 1,30 Prozent im ersten Quartal 2026, 1,80 Prozent von Januar bis Juli und 1,95 Prozent im Juli allein. Die 31.492 Neuzulassungen aus sieben Monaten übertreffen das Vorjahresergebnis von 23.306 bereits deutlich.

    Der Atto 3 EVO zeigt das: Er ist die überarbeitete Fassung eines eingeführten Modells und lädt mit bis zu 220 Kilowatt. Wer nicht unter Zeitdruck kauft, sollte prüfen, ob eine Überarbeitung ansteht — kurz davor sinkt der spätere Wiederverkaufswert spürbar.

    Gleichzeitig entsteht durch das europäische Werk in Ungarn eine zweite Bezugsquelle. Welche Baureihen dort künftig gefertigt werden, ist noch nicht abschließend geklärt — für die Preisentwicklung ist es aber der wichtigere Faktor als jede Rabattaktion.

    Welcher BYD ist der beste?

    Diese Frage wird häufig gestellt, lässt sich aber nicht allgemein beantworten — und das ist keine Ausweichung, sondern die ehrliche Auskunft.

    Sinnvoller als die Frage nach dem besten Modell sind drei andere: Wie viele Personen fahren regelmäßig mit? Welche Strecken kommen im Alltag vor, und wo wird geladen? Welches Budget steht zur Verfügung, inklusive Versicherung und Wartung?

    Wer diese drei Fragen beantwortet, kommt meist auf ein oder zwei passende Modelle. Die Zulassungszahlen weiter oben zeigen zusätzlich, wofür sich andere Käufer entschieden haben.

    Was bei der Auswahl sonst noch zählt

    Drei Punkte sollten vor dem Kauf geklärt sein.

    Die Werkstattfrage. Das Netz der Marke wächst schnell, ist aber noch nicht so dicht wie bei etablierten Herstellern. Welche Fristen die Garantie im Einzelnen abdeckt, steht im Beitrag zur BYD Garantie. Wer auf kurze Wege angewiesen ist, sollte prüfen, wo der nächste Servicebetrieb liegt. Was zu Garantie, Werkstattnetz und Ersatzteilversorgung bekannt ist, steht im Überblick zu BYD als Marke.

    Die Herkunft des Fahrzeugs. Seit 2026 produziert der Hersteller im ungarischen Szeged für den europäischen Markt. Fahrzeuge aus dieser Fertigung unterliegen nicht den EU-Ausgleichszöllen auf in China gebaute Elektroautos. Was das für Preise und Lieferzeiten bedeutet, ordnet der Beitrag zum Produktionsstart in Ungarn ein.

    Der Wiederverkaufswert. Junge Marken verlieren erfahrungsgemäß stärker an Wert, weil der Gebrauchtmarkt sie noch nicht einschätzen kann. Wie dünn das Gebrauchtangebot heute ist, zeigt der Beitrag BYD gebraucht kaufen. Wer nach drei oder vier Jahren wieder abgeben will, sollte das einkalkulieren oder leasen — dann trägt der Anbieter das Risiko.

    Wie chinesische Hersteller insgesamt gegen europäische abschneiden, zeigt der Überblick zu chinesischen Elektroautos.

    Was die Modellnamen bedeuten

    Wie chinesische Anbieter insgesamt gegen europäische abschneiden, ordnet der Beitrag Sind chinesische Elektroautos gut? ein.

    Die Namen folgen keiner Systematik nach Größe oder Preis, wie man sie von deutschen Herstellern kennt. Es gibt zwei Familien: Die Ocean-Reihe trägt Meeresnamen — Dolphin, Seal, Sealion. Die Dynasty-Reihe ist nach chinesischen Herrscherhäusern benannt, wozu der Tang gehört. Der Atto steht außerhalb dieser Logik.

    Wichtig ist die Unterscheidung zwischen ähnlich klingenden Modellen. Dolphin und Dolphin Surf sind zwei verschiedene Autos: Der Surf ist das kleinere und günstigere Stadtauto, der Dolphin der größere Kompaktwagen. Ebenso sind Seal und Sealion 7 nicht dasselbe — der Seal ist eine Limousine, der Sealion 7 ein Geländewagen. Wer nach einem bestimmten Modell sucht, sollte deshalb immer den vollständigen Namen verwenden.

    Auch die Zusätze haben Bedeutung. EVO kennzeichnet beim Atto 3 die technisch überarbeitete Fassung. DM-i steht für die Plug-in-Hybride. Design und Excellence sind Ausstattungsstufen, wobei Excellence bei mehreren Modellen die Allradversion bezeichnet — der Name sagt hier also etwas über die Technik aus, nicht nur über die Ausstattung.


    Quellen und weiterführende Informationen

    Alle Zulassungszahlen in diesem Beitrag haben wir selbst aus den Monatsheften FZ 10.1 des Kraftfahrt-Bundesamts gerechnet, Ausgaben Januar 2025 bis Juli 2026.

    Die Modellpalette samt Reichweiten und Beschleunigungswerten stammt aus der Fahrzeugübersicht von BYD Deutschland, abgerufen am 27. August 2026. Die Detaildaten zum Atto 3 EVO — Leistung, Antriebsart, Reichweite und Preise beider Varianten — nennt die Pressemitteilung des Herstellers zum Modell. Die Angaben zum Tang als Allrad-Siebensitzer stehen auf der Modellseite zum Tang. Kofferraumvolumen, Länge und Systemleistung des Sealion 7 dokumentiert das ADAC-Datenblatt zur Excellence-Allradversion. Wie sich die Reichweite unter winterlichen Bedingungen verändert, hat der ADAC am Sealion 7 gemessen. Eine unabhängige Einordnung des Fahrzeugs liefert auto motor und sport. Die Marktzahlen zu den Plug-in-Hybriden nennt BYD im Marktrückblick für Juli 2026.


    Update-Hinweis (Stand: 27.08.2026)

    Stand 27.08.2026 führt BYD in Deutschland sieben rein elektrische Modelle: Dolphin Surf, Dolphin, Atto 2, Atto 3 EVO, Seal, Sealion 7 und Tang. Die größte Reichweite nennt der Hersteller für den Seal mit bis zu 570 Kilometern, die kürzeste für den Dolphin Surf mit bis zu 322 Kilometern. Allrad ist beim Tang serienmäßig, beim Sealion 7, Seal und Atto 3 EVO in der Ausstattung Excellence verfügbar. Der Atto 3 EVO kostet ab 44.900 Euro mit Hinterradantrieb und ab 50.990 Euro mit Allrad. Beobachtungspunkte für die nächsten Aktualisierungen: die Einführung weiterer Modelle in Deutschland, Änderungen an der Preisstruktur und die Frage, welche Baureihen künftig im ungarischen Werk gefertigt werden. Letzter Stand der Werte: 27.08.2026.

    Häufige Fragen

    Welche BYD Modelle gibt es in Deutschland?

    Der Hersteller führt sieben rein elektrische Modelle: Dolphin Surf als Stadtauto, Dolphin als Kompaktwagen, Atto 2 als kompakten Geländewagen, Atto 3 EVO als sportlichere Variante derselben Klasse, Seal als Limousine, Sealion 7 als großen Geländewagen und Tang als Siebensitzer. Dazu kommen Plug-in-Hybride, die der Hersteller mit dem Kürzel DM-i kennzeichnet.

    Welcher BYD hat Allrad?

    Vier Modelle sind mit Allradantrieb zu haben. Der Tang ist laut Hersteller durchgehend ein Allrad-Siebensitzer. Beim Sealion 7 und beim Seal gibt es Allrad in der Ausstattung Excellence mit jeweils 390 Kilowatt Systemleistung. Der Atto 3 EVO bietet Allrad ebenfalls in der Excellence-Variante mit 330 Kilowatt. Die Einstiegsversionen dieser Modelle haben dagegen nur einen angetriebenen Achsantrieb.

    Welcher BYD hat die größte Reichweite?

    Von den in Deutschland angebotenen Modellen kommt der Seal am weitesten: Der Hersteller nennt bis zu 570 Kilometer nach WLTP (das genormte EU-Messverfahren für Reichweite und Verbrauch). Dahinter folgen der Tang mit bis zu 530 Kilometern und der Sealion 7 mit bis zu 502 Kilometern. Alle Angaben sind Bestwerte der jeweils sparsamsten Variante; im Alltag liegen die Werte darunter.

    Welcher BYD ist der schnellste?

    Nach den Herstellerangaben beschleunigt der Seal in 3,8 Sekunden von null auf 100 km/h. Knapp dahinter liegt der Atto 3 EVO in der Allradversion Excellence mit 3,9 Sekunden. Der Sealion 7 schafft es in 4,5 Sekunden, der Tang in 4,9 Sekunden. Die Einstiegsmodelle sind deutlich gemächlicher: Der Dolphin Surf braucht 9,1 Sekunden.

    Welches ist das günstigste BYD Modell?

    Der Dolphin Surf ist derzeit der günstigste Einstieg in die Marke. Er startet bei rund 23.000 Euro, wobei Herstelleraktionen und die staatliche Förderung für Elektroautos den tatsächlich zu zahlenden Betrag deutlich senken können. Weil sich diese Konditionen laufend ändern, lohnt der Blick in den Konfigurator des Herstellers.

    Gibt es einen BYD mit sieben Sitzen?

    Ja, der Tang. Der Hersteller beschreibt ihn als Allrad-Siebensitzer mit einer Batterie von 108,8 Kilowattstunden und einer Reichweite von bis zu 530 Kilometern. Er ist damit das größte Modell der Marke in Deutschland. Wie viel Gepäck bei aufgestellter dritter Sitzreihe übrig bleibt, nennt der Hersteller auf seiner Übersichtsseite nicht — das sollte man vor dem Kauf konkret erfragen.

    Welcher BYD eignet sich als Familienauto?

    Das hängt von der Familiengröße ab. Für zwei Kinder reichen Atto 2 oder Atto 3 EVO als kompakte Geländewagen. Wer mehr Platz braucht, findet ihn im Sealion 7, für den der ADAC 520 Liter Kofferraum und 1.789 Liter bei umgeklappter Rückbank nennt. Ab drei Kindern oder bei regelmäßigem Transport von mehr als fünf Personen führt der Weg zum Tang als Siebensitzer.

    Welche Hybride bietet BYD an?

    Neben den reinen Elektroautos gibt es Plug-in-Hybride, die der Hersteller mit dem Kürzel DM-i kennzeichnet. Diese Fahrzeuge fahren elektrisch und haben zusätzlich einen Verbrennungsmotor, der auf längeren Strecken einspringt. Der Seal U DM-i war 2026 nach Herstellerangaben mehrfach der meistverkaufte Plug-in-Hybrid in Deutschland.

    Welcher BYD ist der beste?

    Diese Frage lässt sich nicht allgemein beantworten, weil die Modelle unterschiedliche Zwecke erfüllen. Wer in der Stadt fährt, ist mit dem Dolphin Surf besser bedient als mit einem Siebensitzer. Wer Langstrecke fährt, braucht die Reichweite des Seal. Sinnvoller als die Frage nach dem besten Modell ist die Frage nach dem passenden: Wie viele Personen, welche Strecken, welches Budget.

    Welche BYD Modelle werden in Europa gebaut?

    Im ungarischen Szeged produziert der Hersteller seit dem ersten Halbjahr 2026 für den europäischen Markt. Welche Modelle dort konkret vom Band laufen, ändert sich derzeit noch, weil das Werk hochgefahren wird. Fahrzeuge aus europäischer Fertigung unterliegen nicht den EU-Ausgleichszöllen auf in China gebaute Elektroautos.

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