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Inhalt dieses Artikels
- Kfz-Steuer Elektroauto bis 2035 verlängert: was Käufer jetzt wissen müssen
- Kurzantwort
- Steuerbefreiung Elektroauto: was sich seit dem 1. Januar 2026 geändert hat
- Wie lange ist ein Elektroauto von der Kfz-Steuer befreit?
- Ab wann muss man für ein Elektroauto Kfz-Steuer zahlen?
- Was kostet die Kfz-Steuer für ein Elektroauto nach der Befreiung?
- Wie viel Kfz-Steuer zahlen Škoda Epiq, Enyaq und CUPRA Raval nach der Befreiung?
- Kfz-Steuer Elektroauto gegen Verbrenner: der ehrliche Kostenvergleich
- Wie viel spart man durch die Kfz-Steuer-Befreiung?
- Gilt die Steuerbefreiung auch für gebrauchte Elektroautos?
- Gilt die Kfz-Steuer-Befreiung auch für Plug-in-Hybride?
- Wird die Steuerbefreiung für Elektroautos verlängert?
- Was Käufer von Skoda, SEAT und CUPRA jetzt konkret tun sollten
- Quellen und weiterführende Informationen
- Update-Hinweis (Stand: 19.09.2026)
Kfz-Steuer Elektroauto bis 2035 verlängert: was Käufer jetzt wissen müssen
Wer 2026 ein Elektroauto zulässt, zahlt bis Ende 2035 keine Kfz-Steuer, im Alltag oft Autosteuer genannt. Das regelt das Achte Gesetz zur Änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes, das der Bundestag am 4. Dezember 2025 beschlossen und der Bundesrat am 19. Dezember 2025 gebilligt hat. Seit dem 1. Januar 2026 ist es in Kraft. Der Haken steckt im Wort „längstens“: Volle zehn Jahre steuerfrei fährt nur, wer bis zum 31. Dezember 2025 zugelassen hat. Für alle späteren Zulassungen ist am 31. Dezember 2035 Schluss.
Nach dem Ende der Befreiung zählt nicht das Leergewicht, sondern das zulässige Gesamtgewicht. Das ist das Gewicht, das ein Auto voll beladen haben darf. Mit den Herstellerdaten gerechnet zahlt ein Škoda Epiq oder CUPRA Raval dann rund 62 Euro im Jahr, ein Elroq, Enyaq oder Tavascan 74 bis 80 Euro. Ein Verbrenner zahlt schon heute deutlich mehr, ein Kodiaq-Diesel mit Allrad über 300 Euro.
Kurzantwort
Steuerbefreiung Elektroauto: was sich seit dem 1. Januar 2026 geändert hat
Die Steuerbefreiung nach § 3d des Kraftfahrzeugsteuergesetzes gilt für reine Elektroautos, die seit dem 18. Mai 2011 erstmals zugelassen wurden. Der Gesetzgeber hat sie 2016, 2020 und zuletzt Ende 2025 verlängert. Die aktuelle Fassung stammt aus dem Achten Gesetz zur Änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes. Es wurde am 22. Dezember 2025 im Bundesgesetzblatt verkündet und gilt seit dem 1. Januar 2026.
Vorher lag der Stichtag für die Erstzulassung beim 31. Dezember 2025, und die Befreiung endete spätestens am 31. Dezember 2030. Beide Daten sind um genau fünf Jahre nach hinten gerückt: Wer bis zum 31. Dezember 2030 erstmals zulässt, ist befreit, längstens bis zum 31. Dezember 2035.
Der zweite Teil dieses Satzes ist der wichtige. Der Zoll beschreibt die Folge für Neuzulassungen klar: Fahrzeuge, die nach dem 31. Dezember 2025 erstmals zugelassen oder umgerüstet werden, erhalten die Befreiung nur für die bis Ende 2035 verbleibende Zeit. Die Bundesregierung begründet die Deckelung damit, sie solle einen Anreiz für den frühen Kauf geben und das Steueraufkommen möglichst stabil halten. Für Käufer heißt das: Jedes Jahr Warten kostet ein Jahr Steuerfreiheit.
Befreit sind nur reine Elektroautos. Dazu zählen laut Zoll auch Autos mit Brennstoffzelle, die mit Wasserstoff fahren. Plug-in-Hybride und Elektroautos mit einem Verbrennungsmotor als Reichweitenverlängerer, sogenannte Range-Extender, gehören ausdrücklich nicht dazu.
Wie lange ist ein Elektroauto von der Kfz-Steuer befreit?
Die Antwort hängt allein am Datum der Erstzulassung. Die Tabelle zeigt, was bei welchem Zulassungstag übrig bleibt.
| Erstzulassung | steuerfrei bis | Dauer der Befreiung |
|---|---|---|
| 18.05.2011 bis 31.12.2025 | zehn Jahre ab Zulassungstag | volle zehn Jahre |
| 01.10.2026 | 31.12.2035 | neun Jahre und drei Monate |
| 01.04.2027 | 31.12.2035 | acht Jahre und neun Monate |
| 01.07.2028 | 31.12.2035 | siebeneinhalb Jahre |
| 01.01.2030 | 31.12.2035 | sechs Jahre |
| 31.12.2030 | 31.12.2035 | fünf Jahre |
| ab 01.01.2031 | keine Befreiung | – |
Seit dem Jahreswechsel gilt deshalb eine einfache Regel: Jeder Monat, den die Zulassung später liegt, kostet einen Monat Steuerfreiheit. Wer sich auf die verbreitete Faustregel „zehn Jahre ab Zulassung“ verlässt, rechnet bei jedem Auto mit Erstzulassung ab 2026 falsch.
Zwei Beispiele machen das greifbar. Wer einen Škoda Epiq bestellt und ihn im April 2027 zulässt, fährt bis zum 31. Dezember 2035 steuerfrei. Das sind acht Jahre und neun Monate, nicht zehn Jahre bis April 2037.
Ein Škoda Enyaq mit Erstzulassung April 2024 bekommt dagegen die vollen zehn Jahre, weil er vor dem Stichtag liegt. Nach der alten Regel wäre bei ihm schon Ende 2030 Schluss gewesen, jetzt läuft die Befreiung bis April 2034. Genau diese Fahrzeuge sind der Grund für die automatischen neuen Steuerbescheide.
Ab wann muss man für ein Elektroauto Kfz-Steuer zahlen?
Die Steuerpflicht beginnt am Tag nach dem Ende der Befreiung. Für alle ab 2026 zugelassenen Elektroautos ist das einheitlich der 1. Januar 2036. Für ältere Fahrzeuge ist es der Tag zehn Jahre nach der Erstzulassung.
Halter müssen dafür nichts tun. Laut Zoll laufen sowohl die Befreiung als auch die halbe Steuer danach vollautomatisch, ein Antrag ist nicht nötig. Auch für die Verlängerung selbst braucht es keinen Antrag: Halter, deren Befreiung durch die alte Frist bis Ende 2030 gekürzt war, erhalten im Laufe des Jahres 2026 automatisch einen geänderten Steuerbescheid.
Ein praktischer Hinweis für Bestandshalter: Prüf den neuen Bescheid trotzdem, wenn er ankommt. Maßgeblich ist das Datum der Erstzulassung aus Feld B der Zulassungsbescheinigung Teil I, nicht das Kaufdatum und nicht der Tag der Ummeldung auf dich.
Was kostet die Kfz-Steuer für ein Elektroauto nach der Befreiung?
Nach dem Ende der Befreiung wird ein reines Elektroauto nicht nach Hubraum besteuert, den hat es nicht, sondern nach dem zulässigen Gesamtgewicht. Dieser Wert steht in der Zulassungsbescheinigung unter F.2. Bei den Elektroautos von Škoda und CUPRA liegt er mehrere hundert Kilogramm über dem Leergewicht. Für Elektroautos halbiert § 9 Absatz 2 des Gesetzes den Steuersatz. Daraus ergeben sich diese Sätze je angefangene 200 Kilogramm:
| zulässiges Gesamtgewicht | Satz je angefangene 200 kg |
|---|---|
| bis 2.000 kg | 5,625 Euro |
| über 2.000 bis 3.000 kg | 6,01 Euro |
| über 3.000 bis 3.500 kg | 6,39 Euro |
Die Stufen bauen aufeinander auf. Ein Škoda Enyaq 60 mit 2.600 Kilogramm zahlt für die ersten 2.000 Kilogramm zehnmal 5,625 Euro, also 56,25 Euro. Für die restlichen 600 Kilogramm kommen dreimal 6,01 Euro dazu. Zusammen sind das 74,28 Euro. Weil die Steuer nach § 9 Absatz 5 auf volle Euro abgerundet wird, zahlt der Enyaq 74 Euro im Jahr. Angerechnet wird immer die angefangene Stufe: Schon zehn Kilogramm über einer 200er-Grenze kosten einen ganzen Schritt.
Wie viel Kfz-Steuer zahlen Škoda Epiq, Enyaq und CUPRA Raval nach der Befreiung?
Mit dem zulässigen Gesamtgewicht aus den technischen Daten von Škoda und den Preislisten von CUPRA (Stand September 2026) ergeben sich diese Jahresbeträge, wie im Steuerbescheid auf volle Euro abgerundet:
| Modell | zulässiges Gesamtgewicht | Kfz-Steuer im Jahr nach der Befreiung |
|---|---|---|
| Škoda Epiq 40 und 55 | 2.050 und 2.080 kg | 62 Euro |
| CUPRA Raval, alle drei Motoren | 2.050 bis 2.090 kg | 62 Euro |
| CUPRA Born mit 58 kWh | 2.360 kg | 68 Euro |
| CUPRA Born mit 79 kWh, auch VZ | 2.420 und 2.430 kg | 74 Euro |
| Škoda Elroq 60 | 2.585 kg | 74 Euro |
| Škoda Enyaq 60 | 2.600 kg | 74 Euro |
| Škoda Elroq 85 und RS | 2.650 und 2.737 kg | 80 Euro |
| Škoda Enyaq 85 und 85x | 2.650 und 2.750 kg | 80 Euro |
| CUPRA Tavascan, alle Motoren | 2.610 bis 2.790 kg | 80 Euro |
Unterm Strich zahlen die aktuellen Elektroautos von Škoda und CUPRA nach der Befreiung zwischen rund 62 und 80 Euro im Jahr. Für dein eigenes Auto zählt immer der Wert in Feld F.2, denn Sonderausstattung kann das zulässige Gesamtgewicht verändern. Alle Maße und Gewichte des kleinsten Modells stehen im Beitrag zu den technischen Daten des Škoda Epiq. Die Kfz-Steuer bleibt damit auch nach 2035 ein kleiner Posten. Wer die laufenden Kosten insgesamt einordnen will, findet die Beitragsrechnung im Beitrag zur E-Auto-Versicherung 2026 mit Typklassen und Akku-Schutz.
Kfz-Steuer Elektroauto gegen Verbrenner: der ehrliche Kostenvergleich
Beim Verbrenner setzt sich die Steuer aus zwei Teilen zusammen. Der Hubraum-Anteil beträgt 2 Euro je angefangene 100 Kubikzentimeter beim Benziner und 9,50 Euro beim Diesel. Dazu kommt der CO₂-Anteil, der seit 2021 gestaffelt ist. Die ersten 95 Gramm je Kilometer bleiben frei, danach steigt der Satz mit jeder Stufe:
| CO₂-Ausstoß je Kilometer | Steuer je Gramm |
|---|---|
| über 95 bis 115 g | 2,00 Euro |
| über 115 bis 135 g | 2,20 Euro |
| über 135 bis 155 g | 2,50 Euro |
| über 155 bis 175 g | 2,90 Euro |
| über 175 bis 195 g | 3,40 Euro |
| über 195 g | 4,00 Euro |
Mit den offiziellen CO₂-Werten aus den Škoda-Datenblättern ergibt sich je nach Ausstattung diese Spanne, wieder auf volle Euro abgerundet:
| Modell | Hubraum | CO₂ je km | Kfz-Steuer im Jahr |
|---|---|---|---|
| Octavia 1.5 TSI mit 115 oder 150 PS | 1.498 cm³ | 111 bis 122 g | 62 bis 85 Euro |
| Octavia 2.0 TDI mit 150 PS | 1.968 cm³ | 117 bis 127 g | 234 bis 256 Euro |
| Kodiaq 1.5 TSI mit 150 PS | 1.498 cm³ | 135 bis 148 g | 114 bis 146 Euro |
| Kodiaq 2.0 TDI mit 150 PS | 1.968 cm³ | 139 bis 152 g | 284 bis 316 Euro |
| Kodiaq 2.0 TDI 4x4 mit 193 PS | 1.968 cm³ | 157 bis 170 g | 329 bis 367 Euro |
Ein Beispiel für den Rechenweg: Der Kodiaq 1.5 TSI mit 148 Gramm zahlt 30 Euro für den Hubraum. Für den CO₂-Anteil kommen 20 Gramm zu 2,00 Euro, 20 Gramm zu 2,20 Euro und 13 Gramm zu 2,50 Euro dazu. Zusammen sind das 146,50 Euro, abgerundet 146 Euro im Jahr. Der Kodiaq-Diesel mit Allrad zahlt mit bis zu 367 Euro mehr als das Vierfache dessen, was ein Enyaq nach dem Ende seiner Befreiung zahlt. Für andere Modelle rechnet der Kfz-Steuer-Rechner des ADAC.
Wie viel spart man durch die Kfz-Steuer-Befreiung?
Für eine ehrliche Rechnung zählt die tatsächliche Dauer der Befreiung, nicht die gerundeten zehn Jahre. Bei einer Zulassung am 1. Oktober 2026 sind es neun Jahre und drei Monate bis Ende 2035. In dieser Zeit zahlt das Elektroauto nichts, der Verbrenner seinen vollen Satz:
| Vergleich | Steuer des Verbrenners im Jahr | Ersparnis bis Ende 2035 |
|---|---|---|
| Škoda Epiq statt Octavia 1.5 TSI | 62 bis 85 Euro | rund 570 bis 790 Euro |
| Škoda Enyaq statt Kodiaq 1.5 TSI | 114 bis 146 Euro | rund 1.050 bis 1.350 Euro |
| Škoda Enyaq statt Kodiaq 2.0 TDI 4x4 | 329 bis 367 Euro | rund 3.040 bis 3.390 Euro |
Diese Beträge sind echt, aber sie entscheiden keinen Autokauf allein. Aus unserer Sicht sollte skeptisch werden, wer die Kfz-Steuer als Hauptargument für ein Elektroauto hört. In unseren Beispielen ist sie der kleinste der laufenden Vorteile.
Deutlich schwerer wiegen die Energiekosten. Ein Beispiel mit Normwerten nach WLTP, also dem vorgeschriebenen Prüfverfahren für Verbrauch und CO₂: Der Epiq 40 braucht 13,9 bis 14,5 Kilowattstunden je 100 Kilometer, der Octavia 1.5 TSI mit 150 PS 4,9 bis 5,3 Liter. Bei 15.000 Kilometern im Jahr rechnen wir mit dem Durchschnittspreis für Haushaltsstrom von 37,0 Cent laut BDEW-Strompreisanalyse und dem August-Preis für Super E10 von 2,145 Euro laut ADAC. Dann spart der Epiq rund 770 bis 930 Euro im Jahr. Wer öffentlich schnell lädt, zahlt mehr und spart entsprechend weniger. Die vollständige Rechnung mit Haushaltsstrom, Wallbox und Schnellladesäule steht im Beitrag zu den E-Auto-Ladekosten 2026 pro 100 Kilometer.
Dazu kommt die Kaufförderung. Reine Elektroautos und Brennstoffzellenautos werden 2026 mit 3.000 bis 6.000 Euro gefördert, Plug-in-Hybride mit 1.500 bis 4.500 Euro. Gestaffelt wird nach dem zu versteuernden Einkommen und der Zahl der Kinder. Die Bedingungen erklärt der Beitrag zur E-Auto-Förderung 2026 mit bis zu 6.000 Euro, deinen Betrag zeigt der Förderrechner nach Einkommen und Kindern.
Und schließlich die THG-Prämie, also das Geld für eingesparte Treibhausgase: Wer sein reines Elektroauto einmal im Jahr bei einem Anbieter anmeldet, bekommt eine Auszahlung. Laut ADAC bieten manche Anbieter für 2026 über 300 Euro, die Beträge schwanken aber stark. Nötig ist im Kern eine Kopie der Zulassungsbescheinigung. Wie das genau läuft und worauf es bei der Anbieterwahl ankommt, steht im Beitrag zur THG-Quote 2026 mit Antrag, Auszahlung und Frist.
Befristete Herstelleraktionen kommen phasenweise dazu und verschwinden wieder, der CUPRA Tribe Bonus etwa endete am 30. Juni 2026. Welche Aktionen gerade laufen und wie sich die Bausteine kombinieren lassen, ordnet der Beitrag zum Stapeln der Förderung bei Epiq, Raval und Tavascan ein.
Wie viel E-Auto-Förderung ist für dich drin?
Unverbindliche Schätzung. Die Beträge entsprechen der Fördertabelle der Förderrichtlinie vom 19. Mai 2026 (Bundesanzeiger, BAnz AT 19.06.2026 B3), geprüft am 18.09.2026. Das BAFA-Antragsportal ist seit dem 19. Mai 2026 geöffnet. Eine Obergrenze beim Kaufpreis gibt es nicht.
Gilt die Steuerbefreiung auch für gebrauchte Elektroautos?
Ja, mit einer wichtigen Einschränkung. Die Befreiung hängt am Fahrzeug, nicht am Halter. Laut Gesetz wird sie für jedes Fahrzeug nur einmal gewährt. Bei einem Halterwechsel beginnt sie nicht neu, der neue Halter übernimmt die Restzeit.
Wer einen gebrauchten Enyaq mit Erstzulassung März 2023 übernimmt, fährt ihn bis März 2033 steuerfrei. Das sind von heute aus gerechnet noch rund sechseinhalb Jahre. Bei einem Fahrzeug von 2021 sind es je nach Monat nur noch vier bis fünf Jahre.
Für die Kaufentscheidung heißt das: Das Erstzulassungsdatum ist beim gebrauchten Elektroauto ein echter Preisfaktor. Bei einem Enyaq machen zwei Jahre Altersunterschied rund 150 bis 160 Euro Steuer aus. Das ist wenig im Vergleich zum Kaufpreis, aber ein Argument bei der Verhandlung. Deutlich wichtiger ist ohnehin der Wertverlust, den der Beitrag zum E-Auto-Restwert 2026 als Käufer-Chance einordnet.
Eine staatliche Kaufprämie gibt es 2026 nur für Neuwagen. Was das für Gebrauchtkäufer bedeutet, erklärt der Beitrag zur E-Auto-Förderung 2026 für Gebrauchtwagen. Die aktuellen Gebrauchtwagen in Wiesloch lassen sich dort nach Erstzulassung filtern.
Gilt die Kfz-Steuer-Befreiung auch für Plug-in-Hybride?
Nein. Befreit sind ausschließlich reine Elektrofahrzeuge. Ein Škoda Superb iV, ein Škoda Kodiaq iV oder ein CUPRA Terramar e-Hybrid fällt nicht darunter, auch wenn er viele Alltagsstrecken elektrisch fährt. Dasselbe gilt laut Zoll für Elektroautos mit Range-Extender.
Diese Fahrzeuge werden nach Hubraum und CO₂ besteuert. In der Praxis fällt das Ergebnis trotzdem niedrig aus. Der Kodiaq iV hat 1.498 Kubikzentimeter Hubraum und laut Škoda einen gewichteten CO₂-Wert von 35 bis 40 Gramm je Kilometer. Er bleibt damit unter der Freigrenze von 95 Gramm und zahlt nur den Hubraum-Anteil von 30 Euro im Jahr.
Der eigentliche Vorteil eines Plug-in-Hybrids liegt beim Dienstwagen. Bei Anschaffung von 2025 bis 2030 wird die private Nutzung nur mit 0,5 Prozent des Listenpreises versteuert statt mit einem Prozent. Voraussetzung ist ein CO₂-Ausstoß von höchstens 50 Gramm oder eine elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometern. Die Details stehen im Beitrag zur 0,5-Prozent-Regel 2026 für Plug-in-Hybride. Reine Elektroautos bis 100.000 Euro Bruttolistenpreis kommen sogar auf 0,25 Prozent, was der Beitrag zur 0,25-Prozent-Regel für E-Dienstwagen durchrechnet.
Wird die Steuerbefreiung für Elektroautos verlängert?
Über 2035 hinaus ist derzeit nichts beschlossen. Nach heutigem Stand endet die Befreiung am 31. Dezember 2035, und ab 2036 zahlen alle reinen Elektroautos die Steuer nach Gewicht.
Die Erfahrung spricht dafür, das Thema im Auge zu behalten. Der Gesetzgeber hat die Befreiung 2016, 2020 und zuletzt Ende 2025 verlängert. Ob es ein weiteres Mal passiert, hängt nach unserer Einschätzung an der Marktentwicklung und an den Steuereinnahmen. Beides lässt sich heute nicht seriös vorhersagen.
Eine Kilometersteuer oder Maut für Elektroautos gibt es in Deutschland nicht. Auch nach 2035 bleibt es nach heutigem Recht bei der Kfz-Steuer nach Gewicht. Unser Rat: Rechne mit dem, was im Gesetz steht, und behandle eine weitere Verlängerung als Bonus.
Was Käufer von Skoda, SEAT und CUPRA jetzt konkret tun sollten
Aus der neuen Rechtslage lassen sich drei Schlüsse ziehen.
Erstens: Je früher die Erstzulassung, desto mehr steuerfreie Jahre. Aus unserer Sicht ist das trotzdem kein Grund zur Eile. Zwischen einer Zulassung 2026 und einer Zulassung 2029 liegen bei einem Enyaq nur rund 220 bis 240 Euro Steuer.
Zweitens: Bestandshalter sollten den neuen Bescheid abwarten und prüfen, statt aktiv zu werden. Ein Antrag ist nicht nötig und beschleunigt nichts.
Drittens: Die Kfz-Steuer gehört in die Gesamtrechnung, aber ans Ende. Energiekosten, Förderung, Versicherung und Wertverlust bewegen deutlich größere Beträge. Wer wissen will, was ein Elektroauto tatsächlich im Jahr kostet, sollte alle vier Posten zusammenrechnen, nicht nur den auffälligsten.
Wartung und Hochvolt-Service (Arbeiten an der Hochspannungstechnik) für Škoda, SEAT und CUPRA übernimmt der Werkstatt-Service des Automobilsalons Bellemann in Wiesloch.
Quellen und weiterführende Informationen
Die verbindliche Auskunft zur Verlängerung veröffentlicht die Bundeszollverwaltung in ihrer Fachmeldung zur Steuerbefreiung für reine Elektrofahrzeuge. Welche Fahrzeuge begünstigt sind und warum Range-Extender nicht dazugehören, erklärt der Zoll auf seiner Seite zu den Steuervergünstigungen für Elektrofahrzeuge. Den Gesetzestext stellt das Bundesjustizministerium bereit, die Befreiung in § 3d KraftStG und die Steuersätze in § 9 KraftStG. Den Gesetzgebungsweg und die Begründung für die Befristung bis 2035 dokumentiert der Deutsche Bundestag zur Verlängerung der Kfz-Steuerbefreiung, die Zustimmung des Bundesrats vom 19. Dezember 2025 ist bei VISION mobility nachzulesen. Die Ziele der Bundesregierung nennt die Mitteilung des Bundesfinanzministeriums. Gewichte, Hubraum und CO₂-Werte stammen aus den technischen Daten im Presseportal von Škoda Deutschland sowie aus den CUPRA-Preislisten für Raval, Born und Tavascan. Eine Einordnung mit Rechenbeispielen liefert der ADAC zur Kfz-Steuer bei Elektroautos, die steuerrechtliche Einordnung der Gesetzesänderung Haufe zum Achten Gesetz zur Änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes.
Update-Hinweis (Stand: 19.09.2026)
Am 19.09.2026 haben wir alle Beträge und Links erneut geprüft. Die Kfz-Steuer wird auf volle Euro abgerundet, deshalb nennen wir jetzt die tatsächlich zu zahlenden Beträge, etwa 74 statt 74,28 Euro beim Enyaq. Eigene Einschätzungen sind jetzt gekennzeichnet.
Am 18.09.2026 haben wir alle Angaben gegen Gesetzestext, Zoll und Herstellerdaten geprüft. Nach der Befreiung zählt das zulässige Gesamtgewicht, mit den Herstellerdaten sind es 62 bis 80 statt 56 bis 74 Euro. Der Octavia 1.5 TSI stößt laut Škoda 111 bis 122 Gramm CO₂ aus statt der angenommenen 130 Gramm. Die Befreiung gilt für Erstzulassungen seit dem 18. Mai 2011, nicht erst seit 2016. Letzter Stand der Werte: 19.09.2026.
Häufige Fragen
Wie lange ist ein Elektroauto von der Kfz-Steuer befreit?
Das hängt am Datum der Erstzulassung. Reine Elektroautos, die zwischen dem 18. Mai 2011 und dem 31. Dezember 2025 zugelassen wurden, sind volle zehn Jahre ab Erstzulassung steuerfrei. Für Zulassungen ab dem 1. Januar 2026 endet die Befreiung am 31. Dezember 2035. Wer im Oktober 2026 zulässt, kommt auf neun Jahre und drei Monate, wer Ende 2030 zulässt, auf fünf Jahre.
Ab wann muss man für ein Elektroauto Kfz-Steuer zahlen?
Ab dem Tag nach dem Ende der Befreiung. Bei einem Fahrzeug, das ab 2026 zugelassen wurde, ist das der 1. Januar 2036. Bei einem Fahrzeug mit Erstzulassung bis Ende 2025 ist es der Tag zehn Jahre nach der Erstzulassung. Ein im April 2024 zugelassener Enyaq zahlt also ab April 2034 wieder Kfz-Steuer.
Was kostet die Kfz-Steuer für ein Elektroauto nach der Befreiung?
Dann zählt das zulässige Gesamtgewicht aus Feld F.2 der Zulassungsbescheinigung, und Elektroautos zahlen den halben Satz: 5,625 Euro je angefangene 200 Kilogramm bis 2.000 Kilogramm, darüber 6,01 Euro bis 3.000 Kilogramm. Ein Škoda Epiq oder CUPRA Raval kommt so auf rund 62 Euro im Jahr, ein Enyaq auf 74 bis 80 Euro und ein CUPRA Tavascan auf rund 80 Euro.
Wie berechnet man die Kfz-Steuer für ein Elektroauto?
Man nimmt das zulässige Gesamtgewicht aus Feld F.2 und rechnet in angefangenen 200-Kilogramm-Schritten. Die ersten 2.000 Kilogramm kosten zehnmal 5,625 Euro, also 56,25 Euro. Jeder angefangene Schritt darüber kostet 6,01 Euro. Ein Enyaq 60 mit 2.600 Kilogramm kommt so auf 56,25 Euro plus dreimal 6,01 Euro, zusammen 74,28 Euro. Weil die Steuer auf volle Euro abgerundet wird, zahlt er 74 Euro im Jahr.
Wie viel Kfz-Steuer zahlt ein Škoda Epiq?
Bis zum Ende der Befreiung nichts. Danach zahlen der Epiq 40 mit 2.050 Kilogramm und der Epiq 55 mit 2.080 Kilogramm zulässigem Gesamtgewicht laut Škoda-Datenblatt jeweils rund 62 Euro im Jahr. Wird ein Epiq im April 2027 zugelassen, ist er acht Jahre und neun Monate steuerfrei.
Wie hoch ist die Kfz-Steuer beim CUPRA Raval?
Der Raval ist als reines Elektroauto längstens bis Ende 2035 befreit. Danach zahlt er mit 2.050 bis 2.090 Kilogramm zulässigem Gesamtgewicht laut CUPRA-Preisliste rund 62 Euro im Jahr, und zwar bei allen drei Motoren gleich.
Was kostet die Kfz-Steuer beim Škoda Kodiaq 1.5 TSI?
Der Kodiaq 1.5 TSI mit 150 PS zahlt 30 Euro für den Hubraum und je nach Ausstattung 84 bis 116,50 Euro für seinen CO₂-Ausstoß von 135 bis 148 Gramm je Kilometer. Abgerundet auf volle Euro sind das zusammen 114 bis 146 Euro im Jahr. Der Diesel mit 150 PS liegt bei 284 bis 316 Euro.
Gibt es die Steuerbefreiung auch für ein Elektroauto, das erst 2031 zugelassen wird?
Nein. Die Befreiung gilt nur für reine Elektrofahrzeuge, die bis zum 31. Dezember 2030 zum ersten Mal zugelassen oder auf Elektroantrieb umgerüstet werden. Wer ab dem 1. Januar 2031 zulässt, zahlt von Anfang an Kfz-Steuer nach dem zulässigen Gesamtgewicht. Ob der Gesetzgeber bis dahin nachbessert, ist offen.
Gilt die Steuerbefreiung auch für gebrauchte Elektroautos?
Ja, aber sie beginnt nicht neu. Die Befreiung hängt am Fahrzeug und an dessen Erstzulassung, nicht am Halter. Wer einen gebrauchten Enyaq mit Erstzulassung März 2023 kauft, übernimmt die Restlaufzeit bis März 2033. Beim Gebrauchtkauf lohnt deshalb ein Blick in die Zulassungsbescheinigung: Je jünger das Fahrzeug, desto mehr steuerfreie Jahre bleiben übrig.
Muss ich für die verlängerte Steuerbefreiung einen Antrag stellen?
Nein. Der Zoll formuliert das eindeutig: Halterinnen und Halter, deren Befreiung durch die alte Frist bis Ende 2030 gekappt war, bekommen im Laufe des Jahres 2026 automatisch einen geänderten Steuerbescheid. Ein gesonderter Antrag ist nicht erforderlich. Auch die Befreiung selbst und die halbe Steuer danach gewährt der Zoll automatisch.
Gilt die Kfz-Steuer-Befreiung auch für Plug-in-Hybride?
Nein. Befreit sind nur reine Elektroautos, dazu zählen auch Autos mit Brennstoffzelle. Ein Škoda Superb iV, ein Kodiaq iV oder ein CUPRA Terramar e-Hybrid zahlt Steuer nach Hubraum und CO₂. Liegt ein Plug-in-Hybrid im offiziellen Wert unter 95 Gramm CO₂ je Kilometer, fällt nur der Hubraum-Anteil an. Beim Kodiaq iV mit 35 bis 40 Gramm sind das 30 Euro im Jahr.
Sind Range-Extender von der Kfz-Steuer befreit?
Nein. Laut Zoll gelten Elektroautos mit einem Verbrennungsmotor als Reichweitenverlängerer nicht als Elektrofahrzeuge im Sinne des Kraftfahrzeugsteuergesetzes. Sie zahlen Steuer nach Hubraum und CO₂. Reine Batterie-Elektroautos und Autos mit Brennstoffzelle sind dagegen befreit.
Wie viel spart man durch die Kfz-Steuer-Befreiung?
Bei einer Zulassung im Oktober 2026 bleiben neun Jahre und drei Monate steuerfrei. Gegenüber einem Škoda Octavia 1.5 TSI mit 62 bis 85 Euro Steuer im Jahr summiert sich das auf rund 570 bis 790 Euro. Gegenüber einem Kodiaq 2.0 TDI mit Allrad und 329 bis 367 Euro im Jahr sind es rund 3.040 bis 3.390 Euro. In unserer Beispielrechnung bringen die Energiekosten deutlich mehr.
Gibt es eine Kilometersteuer für Elektroautos?
Nein. In Deutschland gibt es für Pkw weder eine Kilometersteuer noch eine Pkw-Maut. Auch nach dem Ende der Befreiung zahlen Elektroautos nur die Kfz-Steuer nach Gewicht. Eine Abgabe je gefahrenem Kilometer ist nicht beschlossen.
Was passiert nach 2035 mit der Kfz-Steuer für E-Autos?
Nach heutigem Stand endet die Befreiung am 31. Dezember 2035 ersatzlos. Ab 2036 zahlen alle reinen Elektroautos die Steuer nach Gewicht, und zwar nur den halben Satz. Der Gesetzgeber hat die Befreiung 2016, 2020 und 2025 verlängert. Eine erneute Verlängerung ist möglich, aber nicht beschlossen.