Inhalt dieses Artikels
- CUPRA Born Rückrufaktion 17103R: was das Amt anordnet
- Kurzantwort
- Ist der CUPRA Born aktuell zurückgerufen?
- Nicht jede Born-Aktion betrifft die Batterie
- CUPRA Born nur 80 Prozent laden: was die Auflage im Alltag bedeutet
- Soll man E-Autos nur bis 80 laden?
- Welche CUPRA Modelle werden zurückgerufen?
- CUPRA Born Rückrufaktion und die VW ID-Modelle: derselbe Satz
- Cupra Rückruf 93S4: welcher Code zu welcher Aktion gehört
- Welche Probleme gibt es mit den Akkus des CUPRA Born?
- CUPRA Rückrufaktion prüfen: warum es online nicht geht
- Was beim Rückruf in der Werkstatt passiert
- Welche Mängel hat der CUPRA Born?
- Was Halter beim Rückruf jetzt tun können
- Quellen
- Stand der Angaben
CUPRA Born Rückrufaktion 17103R: was das Amt anordnet
Am 19. Oktober 2026 hat das Kraftfahrt-Bundesamt den Rückruf 17103R veröffentlicht. Es ist der jüngste Rückruf der Marke, und er unterscheidet sich von den meisten anderen in einem Punkt: Er greift sofort in den Alltag ein.
Die Maßnahme steht im Klartext in der amtlichen Datei: „Zunächst das Fahrzeug auf maximal 80 % laden und Warnaufkleber anbringen bis Softwarelösung bereitsteht.”
Wer einen betroffenen Born fährt, lädt also nicht mehr voll. Und klebt einen Hinweis ans Auto.
Kurzantwort
Ist der CUPRA Born aktuell zurückgerufen?
Ja — und nicht nur einmal. Neben der Aktion vom 19. Oktober führt das Kraftfahrt-Bundesamt für den Born vier weitere Rückrufe, die alle aus diesem Jahr stammen.
| Datum | Nummer | Code | Fahrzeuge DE | Worum es geht | Status |
|---|---|---|---|---|---|
| 19.10.2026 | 17103R | 93W4 | 1.231 | Brandgefahr, Hochvoltbatterie | in Untersuchung |
| 27.07.2026 | 16813R | 72A2 | 7 | Verschraubung am Fahrer-Sitzgestell | überwacht |
| 18.03.2026 | 16269R | 93S4 | 5.971 | Brandgefahr, Module der Hochvoltbatterie | überwacht |
| 04.02.2026 | 15995R | 93W1 | 9 | Brandgefahr, defektes Modul | überwacht |
| 02.02.2026 | 16102R | 93W1 | 21 | Brandgefahr, defektes Modul | überwacht |
Vier der fünf Aktionen drehen sich um die Hochvoltbatterie, also um den Antriebsakku mit hoher Spannung. Die Produktionszeiträume überlappen sich dabei kräftig: Ein Born aus dem Jahr 2023 kann in mehreren dieser Listen gleichzeitig stehen.
Deshalb lässt sich auch keine Gesamtzahl bilden. Wer die Spalte addiert, zählt dieselben Fahrzeuge mehrfach. Die einzige belastbare Auskunft gibt die Fahrgestellnummer.
Wie unterschiedlich die Listen zugeschnitten sind, zeigt ein Blick auf die Bauzeiträume. Die aktuelle Aktion umfasst die Produktion von September 2022 bis Mai 2024. Die große März-Aktion beginnt früher, nämlich am 7. Februar 2022, und endet am 21. April 2024. Die kleinere Februar-Aktion 16102R reicht dagegen bis zum 30. Dezember 2025 — sie trifft also auch junge Fahrzeuge.
Am auffälligsten ist 15995R: Dort umfasst der Zeitraum ganze zwei Wochen, vom 31. August bis zum 13. September 2023. Neun Fahrzeuge in Deutschland. So eng kann eine Charge eingegrenzt sein — und so wenig sagt das Baujahr allein aus.
Zur Einordnung: In der gesamten Datenbank stehen 16 CUPRA-Rückrufe, der älteste aus dem Jahr 2020. Sieben davon stammen aus diesem Jahr — fast die Hälfte in zwölf Monaten.
Nicht jede Born-Aktion betrifft die Batterie
Eine der fünf Aktionen fällt aus dem Rahmen, und sie wird leicht übersehen. Unter der Nummer 16813R vom 27. Juli 2026 geht es nicht um Strom, sondern um Schrauben: „Fehlerhafte Verschraubung am Fahrer-Sitzgestell kann sich lösen und die Schutzwirkung des Rückhaltesystems durch eine veränderte Sitzposition beeinträchtigt sein.”
Gemeint ist der Sitz selbst. Löst sich die Verschraubung, sitzt der Fahrer im Ernstfall anders, als der Gurt es vorsieht. Die Maßnahme ist eine Prüfung der Produktionsdaten und gegebenenfalls ein Ersatz der Schrauben. In Deutschland geht es um sieben Fahrzeuge.
Bemerkenswert ist der Bauzeitraum: 19. März bis 24. September 2026. Das sind brandneue Autos — und wer glaubt, Rückrufe beim Born beträfen nur die ersten Baujahre, liegt damit falsch. Das Baujahr allein taugt bei keiner der fünf Aktionen als Antwort.
CUPRA Born nur 80 Prozent laden: was die Auflage im Alltag bedeutet
Die Zahl klingt harmloser, als sie ist. Ein Born Endurance kommt nach WLTP (dem genormten Messverfahren für Verbrauch und Reichweite) auf bis zu 627 Kilometer, je nach Ausstattung sind es 540 bis 627. Wer nur bis 80 Prozent lädt, hat davon rechnerisch rund ein Fünftel weniger zur Verfügung. Für den Weg zur Arbeit spielt das keine Rolle. Für die lange Fahrt am Wochenende schon. Welche Version wie weit kommt, steht im Beitrag zur Reichweite des CUPRA Born und welche Version am weitesten kommt.
Dazu kommt der zweite Teil der Maßnahme, der in der Kurzfassung oft untergeht: der Warnaufkleber. Die wortgleichen VW-Aktionen vom selben Tag beschreiben genauer, wo er hinkommt — die Halter erhalten „Aufkleber, die als Warnhinweise an der Ladebuchse sowie im Fahrzeugdisplay angebracht werden müssen”.
Der ADAC-Bericht zum Rückruf wegen Brandgefahr vom 21. Oktober nennt eine weitere Einschränkung, die in der amtlichen Maßnahme nicht steht: Ladevorgänge sollen demnach nur im Freien stattfinden. Für alle, die ihr Auto bisher in der Garage oder Tiefgarage geladen haben, ist das der größere Einschnitt.
Wie lange das gilt, sagt niemand. In der Datei steht „bis Softwarelösung bereitsteht”, ein Datum fehlt. Der ADAC schreibt, die Begrenzung könne erst aufgehoben werden, wenn eine Batterie in der Werkstatt als in Ordnung bewertet wurde.
Was die Ladezeiten im Normalbetrieb angeht, ändert sich technisch nichts — die Ladekurve und die Leistungswerte stehen unverändert im Beitrag zur Ladezeit des CUPRA Born und wann die volle Leistung anliegt.
Soll man E-Autos nur bis 80 laden?
Diese Frage taucht in Googles „Ähnlichen Fragen” direkt neben dem Rückruf auf — und sie führt in die Irre, wenn man beides vermischt.
Die 80 Prozent aus dieser Rückrufaktion sind keine Empfehlung zur Batteriepflege. Sie sind eine Sicherheitsauflage, die so lange gilt, bis der Fehler behoben ist. Mit der Frage, wie man einen gesunden Akku am besten behandelt, hat sie nichts zu tun.
Der ADAC zur Batterie im Elektroauto beschreibt, dass das Batteriemanagement Temperatur und Spannung jeder einzelnen Zelle überwacht, damit die Zellchemie (die chemischen Vorgänge im Inneren der Batterie) geschont wird. In Langzeittests habe sich gezeigt, dass Akkus eine akzeptable Lebensdauer erreichen. Die Technik regelt das also im Normalfall selbst.
Der Unterschied ist wichtig, weil er die Erwartung prägt. Wer glaubt, 80 Prozent seien ohnehin besser, nimmt die Auflage auf die leichte Schulter. Wer versteht, dass sie einen konkreten Verdacht abfedert, hält sich daran und meldet sich bei der Werkstatt.
Welche CUPRA Modelle werden zurückgerufen?
Bei dieser Aktion ausschließlich der Born. Andere Baureihen stehen in 17103R nicht.
Über das ganze Jahr sieht es anders aus. Neben den fünf Born-Aktionen führt das Amt für CUPRA zwei weitere: Am 5. Oktober ging es unter 17072R um Terramar und Raval, 1.936 Fahrzeuge in Deutschland, wegen einer fehlerhaften Befestigung der vorderen Sicherheitsgurte. Bereits am 15. Juli kam der Terramar unter 16752R allein an die Reihe, dort allerdings nur 44 Fahrzeuge. Wie sich der Raval zum Born verhält, zeigt der Vergleich zwischen CUPRA Raval und Born.
Der CUPRA Tavascan steht in keiner einzigen Aktion — über alle Jahre hinweg geprüft, nicht nur für dieses Jahr. Der CUPRA Formentor taucht ein einziges Mal auf, 2022, gemeinsam mit Ateca und Leon.
Die vollständige Übersicht über alle elf Aktionen bei Škoda, SEAT und CUPRA steht im Beitrag zum Rückruf prüfen bei Škoda, SEAT und CUPRA.
CUPRA Born Rückrufaktion und die VW ID-Modelle: derselbe Satz
Hier liegt der Grund, warum viele Born-Fahrer verunsichert sind: Die Schlagzeilen handeln von VW.
Am 19. Oktober hat das Kraftfahrt-Bundesamt drei Aktionen veröffentlicht, deren Mangelbeschreibung Wort für Wort identisch ist.
| Marke und Modelle | Nummer | Fahrzeuge DE | weltweit |
|---|---|---|---|
| VW ID. Buzz, ID.3, ID.4, ID.7 | 17137R | 7.112 | 62.927 |
| VW ID.3, ID.4, ID. Buzz, ID.7 | 17101R | 1.538 | 5.050 |
| CUPRA Born | 17103R | 1.231 | 4.691 |
Zusammen sind das 9.881 Fahrzeuge in Deutschland und 72.668 weltweit. Der ADAC kommt auf dieselben Zahlen und ergänzt, dass Škoda-Modelle nicht genannt sind und Audi noch prüft.
Dass dieselbe Beschreibung bei beiden Marken steht, ist ein Befund aus der Datenbank — über eine gemeinsame Ursache sagt das Amt nichts. Der ADAC nennt einen „Produktionsfehler eines Zulieferers”. Wie nah sich Born und ID.3 technisch sonst stehen, zeigt der Vergleich im Beitrag zu CUPRA Born und VW ID.3 im direkten Vergleich.
Für Halter folgt daraus vor allem eines: Eine VW-Schlagzeile beantwortet die eigene Frage nicht. Die Nummern, Zeiträume und Stückzahlen unterscheiden sich, und nur die eigene Fahrgestellnummer entscheidet.
Cupra Rückruf 93S4: welcher Code zu welcher Aktion gehört
Im Anschreiben steht selten die amtliche Referenznummer. Dort steht der Code des Herstellers — und genau danach wird gesucht.
Beim Born gibt es davon inzwischen vier. 93W4 gehört zur aktuellen Aktion vom 19. Oktober. 93S4 steht für den großen Rückruf vom 18. März mit 5.971 Fahrzeugen. 93W1 tragen die beiden kleinen Aktionen vom Februar. Und 72A2 gehört zur Aktion vom Juli, bei der es nicht um die Batterie geht, sondern um eine Verschraubung am Fahrersitz.
Die Codes sind deshalb nützlich, weil sie die Aktionen eindeutig trennen. Wer bei der Hotline anruft — für CUPRA ist das die 06150 1079991 — nennt am besten den Code aus dem Brief, die amtliche Nummer und die Fahrgestellnummer.
Welche Probleme gibt es mit den Akkus des CUPRA Born?
Die Datenbank beantwortet das präziser als jedes Forum, weil sie den Wortlaut der Mängel führt.
Bei den beiden kleinen Februar-Aktionen lautet die amtliche Beschreibung: „In die Hochvoltbatterie wurde ein defektes Modul verbaut. Dies kann zu einer Kapazitätsabnahme, Fehlermeldungen oder Warnhinweisen führen. Eine Überhitzung der Batterie kann nicht ausgeschlossen werden.” Betroffen waren neun und 21 Fahrzeuge.
Bei der März-Aktion mit 5.971 Fahrzeugen lautet die Beschreibung: „Nicht der Spezifikation entsprechende Module in der Hochvoltbatterie können zu einer Reichweitenabnahme und dem Aufleuchten einer gelben Kontrollleuchte führen. Es besteht Brandgefahr.” Dort reichte ein Software-Update, nötigenfalls wurden einzelne Module getauscht.
Bei der aktuellen Aktion fehlt der Hinweis auf Kontrollleuchte und Reichweite. Dort steht nur, dass die Batterien überhitzen und zu einem Brand führen können.
Interessant ist der Vergleich der Maßnahmen, denn er zeigt eine Verschärfung. Im März reichte dem Amt ein Software-Update, bei Bedarf der Tausch einzelner Module. Von einer Ladebegrenzung war keine Rede. Im Oktober steht die Begrenzung an erster Stelle, die Software kommt erst danach — und als mögliche Abhilfe nennt das Amt jetzt ausdrücklich auch den Austausch der kompletten Hochvoltbatterie.
Das deutet darauf hin, dass die Lösung im Oktober noch nicht fertig war, als der Rückruf startete. Anders ist die Formulierung „bis Softwarelösung bereitsteht” schwer zu lesen. Eine Bestätigung dafür gibt es nicht; das Amt begründet seine Maßnahmen nicht.
Ein Unterschied fällt dabei auf: Die drei älteren Beschreibungen nennen ausdrücklich einzelne Module, die aktuelle spricht allgemein von „Hochvoltbatterien”. Um die Bauart der Batterie geht es in keiner der vier. Wie sich die Kapazität im Alltag und bei Kälte verhält, steht im Beitrag zur Winter-Reichweite des CUPRA Born und was die Wärmepumpe bringt. Was die Hersteller für den Akku zusagen, zeigt der Vergleich zur Akku-Garantie von acht Jahren.
CUPRA Rückrufaktion prüfen: warum es online nicht geht
Hier wird es unbefriedigend. Für diese Aktion gibt es keinen Online-Weg.
Das Kraftfahrt-Bundesamt führt in seiner Datei eine Spalte mit der Rückrufseite des Herstellers. Bei 17103R steht dort „N/A” — keine Angabe. Bei den älteren Born-Aktionen ist die deutsche Markenseite von CUPRA hinterlegt. Diese Seite wurde am 23. Oktober abgerufen und ausgewertet: Sie leitet auf den Markenauftritt weiter, und weder in der Navigation noch im Text kommen die Wörter „Rückruf”, „Fahrgestellnummer” oder „VIN” vor.
Zum Vergleich: Škoda bietet auf seiner deutschen Seite drei getrennte Abfragen an, SEAT immerhin zwei. Bei CUPRA ist es keine. Die Unterschiede zwischen den Schwestermarken sind im Beitrag zum SEAT Rückruf bei Ateca und Tarraco ausführlicher beschrieben.
Bleiben zwei Wege. Die Rückrufdatenbank des Amtes zeigt, welche Aktionen für einen Fahrzeugtyp laufen — sie kennt die einzelne Fahrgestellnummer aber nicht. Und die Abfrage in einer autorisierten Werkstatt, die als Einzige auch zeigt, ob eine Aktion bereits ausgeführt wurde. Bei einem gebrauchten Born ist genau das entscheidend, wie der Beitrag zum gebrauchten CUPRA Born und worauf es wirklich ankommt zeigt.
Was beim Rückruf in der Werkstatt passiert
Die Maßnahme läuft in zwei Stufen, und das steht so in der amtlichen Datei. Die erste Stufe ist die Begrenzung samt Aufkleber, die zweite die Softwarelösung.
Das heißt aber nicht, dass man bis dahin nichts tut. Der ADAC schreibt, einen Teil der Autos hole der Hersteller schon jetzt in die Servicebetriebe, wo die Hochvoltbatterien geprüft werden.
Was dort geschieht, beschreiben die wortgleichen VW-Aktionen genauer als die CUPRA-Zeile. Die Software soll „mögliche Auffälligkeiten in den Batteriemodulen künftig frühzeitig erkennen und anzeigen” — sie behebt den Fehler also nicht, sondern macht ihn sichtbar. Zeigt sich dabei etwas, werden einzelne Batteriemodule ersetzt. Im schlechtesten Fall die komplette Hochvoltbatterie.
Der ADAC ergänzt den entscheidenden Punkt für Halter: Die Ladebegrenzung werde erst aufgehoben, wenn eine Batterie in der Werkstatt als in Ordnung bewertet wurde. Der Werkstattbesuch ist also kein Formalakt, sondern die Voraussetzung dafür, das Auto wieder normal zu nutzen.
Ein Rückruf an einer Hochvoltbatterie darf dabei nicht in jeder Werkstatt ausgeführt werden. Welche Qualifikation dafür nötig ist und warum, erklärt der Beitrag zum Hochvolt-Service in der Werkstatt.
Welche Mängel hat der CUPRA Born?
Die ehrliche Antwort trennt zwei Dinge: das, was amtlich dokumentiert ist, und das, was im Netz kursiert.
Amtlich dokumentiert sind fünf Aktionen, vier davon zur Hochvoltbatterie und eine zur Verschraubung am Fahrersitz. Das ist viel für eine Baureihe in einem Jahr, und es wäre unredlich, das kleinzureden.
Gleichzeitig gilt ein Satz, den der ADAC ausdrücklich festhält: „Allein die Teilnahme an einer Rückrufaktion bedeutet nicht automatisch, dass das konkrete Fahrzeug mangelhaft ist.”
Ein Rückruf ist eine Vorsorgemaßnahme für eine Fertigungscharge. Er ist kein Urteil über das einzelne Auto.
Zur Brandgefahr gehört außerdem die Einordnung: Die Mangelbezeichnung lautet „Brandgefahr”, nicht Brandschaden. Bei den drei älteren Brandgefahr-Aktionen vermerkt die Datenbank ausdrücklich „nicht bekannt” zu Sach- und Personenschäden. Bei der aktuellen steht in dieser Spalte „N/A” — das Amt macht dort gar keine Angabe, und was das bedeutet, sagt es nicht.
Batterie-Rückrufe sind 2026 im Übrigen kein CUPRA-Phänomen. Das Amt führt in diesem Jahr 30 Aktionen zu Überhitzung oder Brandgefahr an Hochvoltbatterien, quer durch die Marken.
| Marke und Modell | Fahrzeuge Deutschland |
|---|---|
| Ford Kuga | 67.165 |
| VW ID.-Reihe (März) | 22.182 |
| Hyundai Kona Elektro | 13.523 |
| VW ID.-Reihe (Oktober) | 7.112 |
| CUPRA Born (März) | 5.971 |
| Hyundai Ioniq EV | 5.196 |
| Volvo XC40 | 4.531 |
| Mercedes-Benz EQA, EQB | 3.753 |
Gemessen daran ist die Oktober-Aktion mit 1.231 Fahrzeugen klein. Das macht sie für die Betroffenen nicht weniger lästig, rückt die Schlagzeilen aber zurecht: Ein Rückruf wegen Brandgefahr an einer Hochvoltbatterie ist 2026 ein verbreiteter Vorgang, kein Einzelfall einer Marke.
Was Halter beim Rückruf jetzt tun können
Der erste Schritt kostet nichts: prüfen lassen, ob das eigene Fahrzeug in einer der Aktionen steht. Dafür genügt die Fahrgestellnummer, die in der Zulassungsbescheinigung Teil I unter Punkt E steht. Wer gerade vor einem Kauf steht, findet die übrigen Prüfpunkte im geprüften Gebrauchtwagen-Bestand mit sofort verfügbaren Fahrzeugen bereits abgearbeitet.
Der zweite Schritt betrifft die Auflage. Bis zum Werkstattbesuch gilt die Ladegrenze, und der Hinweis des ADAC zum Laden im Freien ist ernst zu nehmen. Wer in einer Tiefgarage lädt, sollte das bis auf Weiteres anders lösen.
Zu den Rechten äußert sich der ADAC zurückhaltend: Welche Ansprüche bestehen, hänge vom Einzelfall ab. Bei Fahrzeugen, die noch der gesetzlichen Sachmängelhaftung unterliegen, könnten Ansprüche gegenüber dem Verkäufer bestehen. Und wenn Halter über längere Zeit erhebliche Einschränkungen bei Kapazität, Reichweite oder Nutzung hinnehmen müssten, sollten die Hersteller nach Auffassung des Verbands angemessene Ausgleichslösungen anbieten. Wo die Grenze zwischen beidem verläuft, erklärt der Beitrag zu Gewährleistung und Garantie beim Auto.
Der Automobilsalon Bellemann in Wiesloch ist Service- und Werkstattpartner für CUPRA und bearbeitet Rückrufaktionen für die Marke. Arbeiten an einer Hochvoltbatterie dürfen ohnehin nur entsprechend geschulte Fachkräfte ausführen — was dahintersteckt, erklärt der Beitrag zum Hochvolt-Service in der Werkstatt. Was bei der Gelegenheit ohnehin ansteht, zeigt die Übersicht zu Inspektion und Wartungskosten beim CUPRA Born. Termine und Leistungen stehen auf der Seite zum Werkstattservice, für eine Rückfrage genügt die Kontaktseite mit Telefonnummer und Formular.
Quellen
Alle Zahlen, Nummern, Codes, Produktionszeiträume und die zitierten Wortlaute zu Mangel und Maßnahme stammen aus der Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts, abgerufen am 23. Oktober 2026.
Das Verfahren vom Halteranschreiben bis zu den Nachfassaktionen beschreibt das Amt auf seiner Informationsseite zu Rückrufen.
Vier Angaben stammen aus dem Bericht des ADAC zum Rückruf wegen Brandgefahr vom 21. Oktober 2026: das Laden im Freien, die Einordnung der Ladebegrenzung, der Produktionsfehler eines Zulieferers und die Aussagen zu den Rechten der Halter. Die dort genannten Stückzahlen stimmen mit der amtlichen Datei überein.
Dass CUPRA keine Online-Prüfung anbietet, beruht auf einem eigenen Abruf der deutschen Markenseite von CUPRA am 23. Oktober 2026.
Stand der Angaben
Stand der Werte: 23.10.2026. Maßgeblich ist der amtliche Datenbestand von diesem Tag. Die Aktion 17103R wird vom Kraftfahrt-Bundesamt derzeit als „in Untersuchung” geführt — der Umfang kann sich dadurch noch ändern.
Nicht belegbar und deshalb nicht genannt: der Zellhersteller, die betroffene Chargennummer, ein Enddatum für die Ladebegrenzung und die Frage, ob Born und VW ID dieselbe technische Ursache haben. Dass die Mangelbeschreibung wortgleich ist, steht in der Datenbank — eine gemeinsame Ursache bestätigt das Amt damit nicht.
Häufige Fragen
Ist der CUPRA Born aktuell zurückgerufen?
Ja. Seit dem 19. Oktober 2026 führt das Kraftfahrt-Bundesamt die Aktion 17103R wegen Brandgefahr. Sie betrifft 1.231 Fahrzeuge in Deutschland aus der Produktion von September 2022 bis Mai 2024. Zusätzlich laufen vier ältere Born-Aktionen weiter.
Welche Baujahre betrifft die CUPRA Born Rückrufaktion?
Das Amt nennt den Produktionszeitraum September 2022 bis Mai 2024. Eine Eingrenzung nach Version, Batteriegröße oder Ausstattung gibt es nicht. Ob ein bestimmtes Fahrzeug dabei ist, entscheidet allein die Fahrgestellnummer.
Warum soll ich nur noch 80 Prozent laden?
Weil die Maßnahme des Amtes das so vorsieht, bis eine Softwarelösung bereitsteht. Die Software soll Auffälligkeiten in den Batteriemodulen früh erkennen. Mit der verbreiteten Empfehlung zur Batterieschonung hat diese Grenze nichts zu tun — sie ist eine Sicherheitsauflage.
Wie lange gilt die Ladebegrenzung?
Ein Enddatum nennt das Amt nicht. In der Maßnahme steht nur „bis Softwarelösung bereitsteht". Der ADAC schreibt, dass die Begrenzung erst aufgehoben werden könne, wenn eine Batterie in der Werkstatt als in Ordnung bewertet wurde, und dass sie kein Dauerzustand werden dürfe.
Was bedeutet der Code 93W4?
93W4 ist die interne Nummer dieser Aktion bei CUPRA, das Amt führt sie unter 17103R. Die ältere Aktion vom März trägt den Code 93S4, die beiden kleinen vom Februar den Code 93W1. Im Anschreiben steht meist der Herstellercode.
Sind auch VW-Modelle betroffen?
Ja. Am selben Tag hat das Amt zwei weitere Aktionen mit wortgleicher Mangelbeschreibung veröffentlicht, die ID.3, ID.4, ID.7 und ID. Buzz betreffen. Zusammen sind es 9.881 Fahrzeuge in Deutschland. Škoda-Modelle sind laut ADAC nicht genannt.
Wo kann ich den CUPRA Born Rückruf online prüfen?
Für diese Aktion gibt es keine Online-Prüfung. Die Markenseite von CUPRA führt keinen Rückrufbereich, und das Kraftfahrt-Bundesamt hinterlegt bei dieser Aktion gar keine Herstellerseite. Es bleiben die amtliche Datenbank für den Fahrzeugtyp und die Abfrage in einer Fachwerkstatt.
Was kostet die Reparatur?
Für Halter nichts. Das Kraftfahrt-Bundesamt fordert bei einer ernsten Gefahr den Hersteller zur Abhilfe auf, nicht den Fahrzeughalter. Das gilt auch für einen möglichen Austausch von Batteriemodulen oder der kompletten Hochvoltbatterie.
Sind schon Fahrzeuge in Brand geraten?
Die Datenbank macht dazu bei dieser Aktion keine Angabe, die Spalte für bekannte Vorfälle steht auf „N/A". Bei den drei älteren Brandgefahr-Aktionen des Born steht dort „nicht bekannt". Die Mangelbezeichnung lautet Brandgefahr, nicht Brandschaden.
Darf ich mit dem Auto weiterfahren?
Ein Fahrverbot spricht das Amt nicht aus. Die Auflage betrifft das Laden, nicht das Fahren. Der ADAC nennt zusätzlich, dass Ladevorgänge im Freien stattfinden sollen.