Inhalt dieses Artikels
- Škoda Rückruf Airbag 16712R: acht Modelle, 19 Monate Produktion
- Kurzantwort
- Ist mein Škoda vom Rückruf betroffen?
- Welche Fahrzeuge sind vom Airbag-Rückruf betroffen?
- Skoda Takata Rückruf: der vierte Jahrgang in vier Jahren
- Zwei Airbag-Rückrufe bei Škoda — und sie haben nichts miteinander zu tun
- Drei Rückrufe bei Škoda in einem Jahr
- Wie finde ich heraus, ob ich einen Takata-Airbag habe?
- Skoda Airbag Rückruf prüfen: die Falle in der dritten Abfrage
- Wie lange wurden Takata Airbags verbaut?
- Takata Airbag Rückruf Liste: wie groß die Welle wirklich ist
- In welchen Autos ist der Takata-Airbag verbaut?
- Warum viele Rückruf-Briefe ins Leere laufen
- Warum der Airbag Rückruf noch „in Untersuchung" läuft
- Skoda Fabia Takata Airbag: warum dieses Modell immer dabei ist
- Was die Werkstatt beim Airbag-Rückruf macht
Škoda Rückruf Airbag 16712R: acht Modelle, 19 Monate Produktion
Am 7. September 2026 hat das Kraftfahrt-Bundesamt den Rückruf 16712R veröffentlicht. Acht Baureihen stehen darin, von Fabia bis Kodiaq. Das klingt nach viel — und führt in die Irre, wenn man nur auf die Modellnamen schaut.
Denn die Aktion greift nur für Fahrzeuge aus 19 Monaten Produktion. Ein Fabia von 2019 ist nicht gemeint, obwohl „Fabia” in der Liste steht. Und es ist nicht die erste Aktion dieser Art: Es ist die vierte seit 2023.
Kurzantwort
Ist mein Škoda vom Rückruf betroffen?
Am Modellnamen lässt sich das nicht ablesen, und am Baujahr allein auch nicht. Entscheidend ist der Produktionszeitraum, und der ist bei dieser Aktion eng: 23. Mai 2016 bis 7. Dezember 2017.
Eine zusätzliche Eingrenzung nach Ausstattung oder Motor gibt es nicht. In der Spalte dafür steht in der amtlichen Datei schlicht nichts. Es geht um ein Bauteil im Lenkrad, das unabhängig von Antrieb und Ausstattung verbaut wurde.
Besonders tückisch ist, dass Škoda vier Takata-Aktionen mit jeweils anderen Zeiträumen führt. Wer sich erinnert, dass sein Auto schon einmal dabei war, kann trotzdem erneut betroffen sein — oder eben nicht. Verlässlich ist nur die Abfrage über die Fahrgestellnummer.
Welche weiteren Aktionen bei Škoda, SEAT und CUPRA derzeit laufen, steht in der Übersicht zum Rückruf prüfen mit allen elf Aktionen des Jahres.
Welche Fahrzeuge sind vom Airbag-Rückruf betroffen?
Die amtliche Liste nennt acht Baureihen. Interessanter als die Liste selbst ist aber, wie oft ein Modell über die vier Aktionen hinweg auftaucht.
| Modell | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|
| Octavia | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Fabia | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Superb | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Citigo | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Rapid | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Roomster | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Kodiaq | ✓ | ✓ | — | ✓ |
| Yeti | ✓ | — | ✓ | ✓ |
| Karoq | — | ✓ | — | — |
| Praktik | — | ✓ | — | — |
Sechs Baureihen stehen in allen vier Aktionen: Octavia, Fabia, Superb, Citigo, Rapid und Roomster. Karoq und Praktik tauchen dagegen nur ein einziges Mal auf, 2024.
Dass dieselben Namen immer wieder erscheinen, hat nichts mit Qualität zu tun — wie die Baureihen bei der technischen Prüfung abschneiden, zeigt der TÜV-Report mit den Mängelquoten von Škoda, SEAT und CUPRA. Es liegt daran, dass diese Baureihen über viele Jahre gebaut wurden — und der Fahrerairbag stammte in dieser Zeit eben von Takata.
Zwei Namen tauchen dagegen nur ein einziges Mal auf, beide in der Aktion von 2024: Praktik und Karoq. Warum gerade dort und nirgends sonst, erläutert das Amt nicht — die Datenbank nennt Baureihen und Zeiträume, keine Begründungen.
Für Karoq-Fahrer ist die Einordnung ohnehin eine andere: Der Karoq steht im Lenkungs-Rückruf dieses Jahres, und der ist um ein Vielfaches größer.
Skoda Takata Rückruf: der vierte Jahrgang in vier Jahren
Hier liegt der eigentliche Befund, und in keinem der geprüften Berichte wird er erwähnt. Die vier Škoda-Aktionen betreffen unterschiedliche Produktionszeiträume, die fast nahtlos aneinander anschließen.
| Veröffentlicht | KBA-Nummer | Code | Fahrzeuge DE | Produktionszeitraum |
|---|---|---|---|---|
| 31.03.2023 | 12656 | 69DU | 3.028 | 2012 – 2017 |
| 02.07.2024 | 14025R | 69KH | 2.012 | 24.09.2012 – 27.06.2014 |
| 26.09.2025 | 15342R | 69PB | 13.456 | 07.04.2014 – 05.06.2016 |
| 07.09.2026 | 16712R | 69PC | 7.925 | 23.05.2016 – 07.12.2017 |
Die Kette ist deutlich: bis Juni 2014, dann April 2014 bis Juni 2016, dann Mai 2016 bis Dezember 2017. Die Zeiträume überlappen sich dabei jeweils um wenige Wochen — jede neue Aktion setzt praktisch dort an, wo die vorige endete.
Der ADAC formuliert es in seinem Bericht beiläufig, aber treffend: „Betroffen sind wieder die Modelle Citigo, Fabia, Octavia, Rapid, Superb und Yeti sowie Kodiaq und Roomster.”
Auffällig ist auch, wie unterschiedlich groß die Aktionen ausfallen. Die Aktion von 2025 betraf mit 13.456 Fahrzeugen rund 70 Prozent mehr als die jetzige. Ein Teil der Erklärung steckt im Zeitraum: Dort waren es 26 Monate Produktion, hier sind es 19. Der Rest bleibt offen, denn wie viele Fahrzeuge je Monat einen betroffenen Gasgenerator bekamen, sagt keine der Quellen.
Eine Begründung für dieses Vorgehen nennt das Amt nicht, und auch Škoda äußert sich dazu nicht. Dass die Jahrgänge nacheinander abgearbeitet werden, ist eine Beobachtung aus den Daten, keine bestätigte Absicht. Für Halter ist die praktische Folge trotzdem eindeutig: Eine Entwarnung aus dem Vorjahr gilt nicht automatisch weiter.
Zwei Airbag-Rückrufe bei Škoda — und sie haben nichts miteinander zu tun
Wer 2026 nach einem Škoda-Airbag-Rückruf sucht, kann zwei völlig verschiedene Aktionen meinen. Die Verwechslung ist naheliegend und führt zu falschen Schlüssen.
16712R ist dieser hier: der Fahrerairbag, ein Gasgenerator von Takata, Fahrzeuge aus 2016 und 2017, Maßnahme ist der Austausch der kompletten Einheit.
16172R vom 23. Februar 2026 betrifft dagegen den Seitenairbag und ausschließlich den Kodiaq. Dort kann laut Amt eine Kante am Rahmen des Vordersitzes die Schutzwirkung beeinträchtigen. Betroffen sind 12.311 Fahrzeuge aus der Produktion von August 2024 bis Dezember 2025 — also fast neue Autos. Die Maßnahme ist ein Scheuerschutz aus Vliesstoff, kein Austausch.
Die beiden haben also nichts gemeinsam außer dem Wort Airbag: anderes Bauteil, andere Ursache, andere Baujahre, andere Abhilfe. Ein einzelnes Fahrzeug kann gar nicht in beiden stehen — zwischen den Bauzeiträumen liegen rund sieben Jahre. Die Einzelheiten zur Seitenairbag-Aktion stehen im Beitrag zur Škoda Rückrufaktion Lenkung mit allen betroffenen Generationen.
Drei Rückrufe bei Škoda in einem Jahr
Mit dem Takata-Rückruf führt das Amt für 2026 drei Škoda-Aktionen. Nebeneinandergestellt zeigen sie, wie unterschiedlich solche Vorgänge ausfallen.
| Datum | Nummer | Fahrzeuge DE | Thema |
|---|---|---|---|
| 02.10.2026 | 17091R | 370.347 | Lenkungsausfall durch Schraubenabriss |
| 23.02.2026 | 16172R | 12.311 | Seitenairbag, nur Kodiaq |
| 07.09.2026 | 16712R | 7.925 | Takata-Fahrerairbag |
Die Lenkungs-Aktion ist fast fünfzigmal so groß wie der Takata-Rückruf. Trotzdem ist sie die jüngste und hat die kürzeste Geschichte: ein Vorgang, eine Aktion. Der Takata-Fall dagegen zieht sich über vier Jahre und vier Aktionen.
Wie finde ich heraus, ob ich einen Takata-Airbag habe?
Über die Fahrgestellnummer. Sie hat siebzehn Zeichen, und Škoda nennt auf seiner Rückrufseite drei Fundstellen: „an der Windschutzscheibe, im Fahrzeugschein und im Kfz-Brief”.
Mit dieser Nummer führt der Weg auf die deutsche Rückrufseite von Škoda. Dort stehen drei getrennte Abfragen. Und genau da liegt die Falle.
Skoda Airbag Rückruf prüfen: die Falle in der dritten Abfrage
Die drei Abfragen sind nicht austauschbar. Die erste gilt dem Takata-Fahrerairbag. Die zweite der Software der EA189-Dieselmotoren. Die dritte trägt die Überschrift „Weitere Rückrufaktionen” — und dahinter steht in Klammern: „Mit Ausnahme des Takata-Airbags”.
Wer also nur die dritte Abfrage benutzt, weil sie nach der allgemeinen klingt, bekommt für den Takata-Fall kein Ergebnis. Nicht weil das Auto sauber wäre, sondern weil diese Prüfung ihn gar nicht abdeckt.
Škoda selbst ordnet den Fall klar ein: „Ein fehlerhafter Airbag in Ihrem Fahrzeug stellt ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko für Sie dar.”
Der zweite Weg führt über die Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts. Sie zeigt, welche Aktionen für einen Fahrzeugtyp laufen, kennt die einzelne Fahrgestellnummer aber nicht. Der dritte Weg ist die Fachwerkstatt — die einzige Stelle, an der auch sichtbar wird, ob eine Aktion bereits ausgeführt wurde.
Dass die Prüfwege sich zwischen den Konzernmarken deutlich unterscheiden, zeigt der Vergleich im Beitrag zum SEAT Rückruf bei Ateca und Tarraco: SEAT hat nur zwei Abfragen, CUPRA gar keine.
Wie lange wurden Takata Airbags verbaut?
Für Škoda lässt sich das aus der Datenbank ablesen: Die vier Aktionen decken zusammen Produktionszeiträume von September 2012 bis Dezember 2017 ab. Das sind gut fünf Jahre.
Über die ganze Branche reicht es weiter zurück. Der ADAC zum Takata-Airbag und den betroffenen Autos schreibt, das Problem beschäftige die Hersteller „seit vielen Jahren”, und in den vergangenen 20 Jahren seien weltweit bereits mehrere Millionen Fahrzeuge betroffen gewesen.
Die Ursache nennt das Kraftfahrt-Bundesamt nicht — es beschreibt nur die Wirkung. Der ADAC wird deutlicher: Der Airbag-Hersteller habe „ein ungeeignetes Treibmittel verwendet – offenbar, um Geld zu sparen”. Dieses Treibmittel könne unter feucht-warmem Klima ohne Anlass reagieren oder bei einer Auslösung zu stark wirken, „so dass Metallteile in den Innenraum geschleudert werden, was für schwere bis tödliche Verletzungen sorgen kann”.
Takata Airbag Rückruf Liste: wie groß die Welle wirklich ist
Wer nach einer Liste sucht, stellt sich meist eine Tabelle mit Modellen vor. Die amtliche Datenbank liefert etwas Besseres: alle Aktionen aller Marken.
75 Takata-Aktionen stehen dort. Sie verteilen sich so auf die Jahre: 2022 fünf, 2023 einundzwanzig, 2024 zwanzig, 2025 sechzehn und 2026 bisher dreizehn. Die Zahlen gehen seit 2023 leicht zurück — abgeschlossen ist der Fall damit aber nicht, denn in jedem der vergangenen vier Jahre kamen mindestens dreizehn neue Aktionen dazu. Dass auch bei ganz anderen Bauteilen laufend Aktionen dazukommen, zeigt der Beitrag zur CUPRA Born Rückrufaktion mit der 80-Prozent-Auflage.
| Marke | Fahrzeuge Deutschland |
|---|---|
| BMW | 2.322.651 |
| Audi | 985.029 |
| Mercedes-Benz | 530.715 |
| SEAT | 389.233 |
| Opel | 79.375 |
| Citroën | 43.897 |
| VW | 41.465 |
| Škoda | 26.421 |
Gemessen daran ist Škoda ein kleiner Posten. Das macht die einzelne Aktion für Betroffene nicht harmloser, rückt die Schlagzeilen aber zurecht: Der Takata-Fall ist seit Jahren ein Branchenthema, kein Škoda-Problem.
Bemerkenswert ist dabei der Blick auf die Schwestermarke. SEAT steht mit 389.233 Fahrzeugen in der Liste — rund fünfzehnmal so viele wie Škoda, obwohl beide zum selben Konzern gehören.
Der Grund liegt in einer einzigen Aktion: Im Juli 2023 rief SEAT unter der Nummer 12778 allein 249.765 Fahrzeuge in Deutschland zurück, quer durch Alhambra, Ibiza, Ateca, Toledo und Leon. Eine Aktion dieser Größenordnung hat es bei Škoda nie gegeben; die größte lag bei 13.456.
Ein Wort zur Vorsicht bei dieser Zahl: Sie sagt etwas über den Umfang der Aktionen, nicht über das Risiko je Fahrzeug. Wie viele SEAT und wie viele Škoda insgesamt in Deutschland zugelassen sind, steht in der Rückrufdatenbank nicht — eine Aussage darüber, welche Marke häufiger betroffen ist, lässt sich daraus nicht ableiten. Welche Aktionen bei SEAT laufen, steht im Beitrag zum SEAT Rückruf bei Ateca und Tarraco.
In welchen Autos ist der Takata-Airbag verbaut?
Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, und das ist Teil des Problems. Takata hat als Zulieferer an viele Hersteller geliefert — allein in der amtlichen Datenbank stehen Aktionen von achtzehn Marken. Welcher Airbag in welchem einzelnen Fahrzeug sitzt, geht daraus aber nicht hervor.
Deshalb gibt es keine belastbare Liste nach Modellen, sondern nur die Prüfung je Fahrzeug. Die amtliche Datenbank nennt zwar Baureihen, aber immer zusammen mit einem Produktionszeitraum — und auch innerhalb dieses Zeitraums ist nicht jedes Fahrzeug betroffen.
Für Škoda heißt das konkret: Zehn Baureihen tauchen über die vier Aktionen verteilt auf. Sechs davon in allen vier. Welche Fahrzeuge aber tatsächlich einen betroffenen Gasgenerator haben, steht in keiner öffentlichen Liste.
Warum viele Rückruf-Briefe ins Leere laufen
Bei diesem Rückruf trifft ein Problem besonders hart zu: Die Fahrzeuge sind alt.
Der Produktionszeitraum endet im Dezember 2017. Die jüngsten betroffenen Autos sind damit fast neun Jahre alt, die ältesten über zehn. Nach so langer Zeit sind viele längst in zweiter oder dritter Hand, manche im Ausland, manche abgemeldet.
Die Anschreiben gehen an die Adresse, die im Zentralen Fahrzeugregister hinterlegt ist. Nach einem Halterwechsel oder einem Umzug landet der Brief deshalb womöglich bei jemandem, der das Auto gar nicht mehr besitzt. Das Amt beschreibt für solche Fälle Nachfassaktionen — verlassen sollte man sich darauf aber nicht.
Besonders betrifft das die ausgelaufenen Baureihen. Citigo, Rapid, Roomster und Yeti werden seit Jahren nicht mehr gebaut. Ihre Halter haben oft keinen Kontakt mehr zu einer Markenwerkstatt und erfahren von einer Aktion schlicht nichts.
Deshalb lohnt die eigene Abfrage auch dann, wenn nie ein Brief kam. Sie dauert Minuten und kostet nichts.
Warum der Airbag Rückruf noch „in Untersuchung” läuft
In der letzten Spalte der Datenbank steht, wie das Amt einen Vorgang führt. Bei 16712R heißt es „in Untersuchung”. Die drei älteren Takata-Aktionen von Škoda tragen dagegen alle den Vermerk „überwacht”.
Was das genau bedeutet, erläutert das Amt an dieser Stelle nicht. Wie es bei Rückrufen vorgeht, hat es allerdings in einem eigenen Kodex zur Durchführung von Rückrufaktionen festgehalten. Dort steht zweierlei: Der Kodex stellt auf den Regelfall ab, und in besonderen Fällen kann das Amt nach eigenem Ermessen abweichend entscheiden.
Beobachten lässt sich außerdem, dass die Einordnung nicht am Alter der Aktion hängt: Die Lenkungs-Aktion vom Oktober steht ebenfalls auf „in Untersuchung”, die SEAT-Aktion vom September dagegen auf „überwacht”.
Für Halter ändert der Status nichts. Der Rückruf läuft, die Anschreiben gehen raus, die Werkstätten arbeiten ihn ab. Relevant ist er nur für eines: Solange ein Vorgang in Untersuchung ist, kann sich sein Umfang noch ändern. Eine heutige Entwarnung ist deshalb keine dauerhafte.
Skoda Fabia Takata Airbag: warum dieses Modell immer dabei ist
Der Fabia steht in allen vier Aktionen, und er ist auch der Begriff, nach dem am häufigsten gesucht wird. Der Grund ist unspektakulär: Der Fabia wurde über den gesamten fraglichen Zeitraum gebaut und in großer Stückzahl verkauft.
Dasselbe gilt für Octavia und Superb. Bei Citigo, Rapid und Roomster kommt hinzu, dass diese Baureihen inzwischen ausgelaufen sind — ihre Fahrzeuge sind also durchweg alt genug, um in die Zeiträume zu fallen.
Für Besitzer eines älteren Fabia lohnt die Prüfung deshalb doppelt. Welche Punkte beim Gebrauchtkauf sonst zählen, steht im Beitrag zu den Schwachstellen des Škoda Fabia als Gebrauchtwagen. Wie der Octavia abschneidet, zeigt der Beitrag zu Preis, Ausstattung und technischen Daten des Octavia.
Was die Werkstatt beim Airbag-Rückruf macht
Die Maßnahme steht in einem einzigen Wort in der Datenbank: „Austausch Fahrerairbag.”
Es wird also die komplette Einheit im Lenkrad ersetzt, nicht nur der Gasgenerator darin. Das ist Routine, setzt aber Fachwissen voraus — ein Airbag ist ein pyrotechnisches Bauteil und darf nicht von jedem gehandhabt werden.
Für den Fall, dass eine Rückfrage nötig wird, nennt die amtliche Datei eine Hotline: 0800 4424244. Wer dort anruft, hat am besten drei Angaben parat — den Herstellercode aus dem Anschreiben (hier 69PC), die amtliche Referenznummer 16712R und die Fahrgestellnummer. Mit den beiden Nummern lässt sich sofort klären, um welche der vier Takata-Aktionen es überhaupt geht.
Für Halter ist die Arbeit kostenlos. Das Kraftfahrt-Bundesamt fordert bei einer ernsten Gefahr den Hersteller zur Abhilfe auf, nicht den Fahrzeughalter. Das gilt unabhängig vom Alter des Fahrzeugs und davon, ob noch Garantie läuft; wo die Unterschiede zwischen beidem liegen, erklärt der Beitrag zu Gewährleistung und Garantie beim Auto.
Der Automobilsalon Bellemann in Wiesloch ist Vertragspartner für Škoda und bearbeitet Rückrufaktionen für die Marke. Dazu gehört die Abfrage selbst: Mit der Fahrgestellnummer lässt sich klären, ob diese oder eine ältere Aktion offen ist. Wie der Betrieb arbeitet, steht in der Übersicht zur Werkstatt für Škoda, SEAT und CUPRA in Wiesloch. Steht ohnehin die Hauptuntersuchung mit Abgasuntersuchung an, lassen sich die Termine zusammenlegen. Termine und Leistungen stehen auf der Seite zum Werkstattservice, für eine Rückfrage genügt die Kontaktseite mit Telefonnummer und Formular.
Auch beim Verkauf lohnt der Blick. Ein offener Rückruf ist für Käufer ein Verhandlungspunkt, eine erledigte Aktion dagegen ein Argument — und bei einem zehn Jahre alten Fahrzeug ist die Frage schnell gestellt. Worauf beim Gebrauchtkauf sonst zu achten ist, steht in der Checkliste für den gebrauchten SUV-Kauf. Erledigt wird sie in Minuten, der Austausch selbst kostet nichts.
Beim Gebrauchtkauf ist die Abfrage ohnehin Pflichtprogramm. Im geprüften Gebrauchtwagen-Bestand mit sofort verfügbaren Fahrzeugen ist dieser Punkt vor der Auslieferung abgearbeitet.
Quellen
Alle Zahlen, Modelllisten, Codes, Produktionszeiträume und die zitierten Wortlaute zu Mangel und Maßnahme stammen aus der Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts, abgerufen am 23. Oktober 2026. Die Chronologie der vier Škoda-Aktionen wurde maschinell aus diesem Datenbestand erzeugt.
Das Verfahren vom Halteranschreiben bis zu den Nachfassaktionen beschreibt das Amt auf seiner Informationsseite zu Rückrufen. Die Sätze zum Regelfall und zum eigenen Ermessen stehen im Kodex zur Durchführung von Rückrufaktionen.
Die drei getrennten Abfragen, der Klammerzusatz „Mit Ausnahme des Takata-Airbags”, die Fundstellen der Fahrgestellnummer und die Einordnung als „ernsthaftes Sicherheitsrisiko” stehen auf der deutschen Rückrufseite von Škoda, abgerufen am 23. Oktober 2026.
Die Ursache des Takata-Problems, die Einordnung der weltweiten Größenordnung, das Zitat „Betroffen sind wieder die Modelle …” und der Hinweis auf das Fahrverbot bei Stellantis stammen aus dem Bericht des ADAC zu den Takata-Airbags und den betroffenen Autos. Produktionszeitraum, Herstellercode und KBA-Nummer stimmen dort mit der amtlichen Datei überein.
Stand der Angaben
Stand der Werte: 23.10.2026. Maßgeblich ist der amtliche Datenbestand von diesem Tag. Die Aktion 16712R wird derzeit als „in Untersuchung” geführt — der Umfang kann sich dadurch noch ändern.
Nicht belegbar und deshalb nicht genannt: die Zahl der Todesfälle durch Takata-Airbags, die Dauer der Reparatur in Stunden und die Frage, warum Škoda die Jahrgänge nacheinander abarbeitet. Dass die Zeiträume aneinander anschließen, steht in den Daten; eine Absicht dahinter bestätigt niemand. Zu bekannten Schäden macht die Datenbank bei dieser Aktion keine Angabe, dort steht „N/A”.
Häufige Fragen
Welche Škoda Modelle sind vom Airbag-Rückruf 16712R betroffen?
Acht Baureihen: Fabia, Rapid, Yeti, Octavia, Superb, Citigo, Kodiaq und Roomster. Entscheidend ist aber der Produktionszeitraum vom 23. Mai 2016 bis zum 7. Dezember 2017. Ein Fabia von 2019 steht nicht in dieser Aktion, obwohl „Fabia" in der Liste steht.
Ist mein Škoda vom Rückruf betroffen?
Das entscheidet die Fahrgestellnummer. Modellname und Baujahr reichen nicht, weil Škoda seit 2023 vier verschiedene Takata-Aktionen mit unterschiedlichen Bauzeiträumen führt. Die Abfrage läuft über die Takata-Seite von Škoda oder über eine Fachwerkstatt.
Wie finde ich heraus, ob ich einen Takata-Airbag habe?
Über die 17-stellige Fahrgestellnummer. Škoda bietet dafür eine eigene Takata-Abfrage an. Wichtig: Die dritte Abfrage auf derselben Seite heißt „Weitere Rückrufaktionen (Mit Ausnahme des Takata-Airbags)" — sie schließt den Takata-Fall ausdrücklich aus.
Wie lange wurden Takata-Airbags verbaut?
Bei Škoda reichen die vier Aktionen über Produktionszeiträume von September 2012 bis Dezember 2017. Der ADAC schreibt, das Problem beschäftige die Hersteller seit vielen Jahren und habe in den vergangenen 20 Jahren weltweit mehrere Millionen Fahrzeuge betroffen.
Was macht die Werkstatt beim Airbag-Rückruf?
Die Maßnahme besteht laut Kraftfahrt-Bundesamt aus dem „Austausch Fahrerairbag". Es wird also die komplette Einheit im Lenkrad ersetzt, nicht nur ein Bauteil darin. Für Halter ist das kostenlos.
Warum ist mein Auto schon wieder dabei?
Die vier Škoda-Aktionen betreffen unterschiedliche Bauzeiträume, die fast nahtlos aneinander anschließen. Ein einzelnes Fahrzeug fällt deshalb in der Regel nur in eine davon. Wer sich an eine frühere Aktion erinnert, hat meist ein anderes Baujahr vor sich.
Was ist die Ursache des Takata-Problems?
Das Kraftfahrt-Bundesamt nennt nur die Wirkung. Der ADAC schreibt, der Airbag-Hersteller habe ein ungeeignetes Treibmittel verwendet, das unter feucht-warmem Klima ohne Anlass reagieren oder bei einer Auslösung zu stark wirken kann.
Sind schon Schäden bekannt?
Bei dieser Aktion macht die Datenbank in der Spalte für bekannte Vorfälle keine Angabe, dort steht „N/A". Der ADAC schreibt allgemein zum Takata-Problem, dass herausgeschleuderte Metallteile schwere bis tödliche Verletzungen verursachen können.
Gilt ein Fahrverbot?
Für Škoda-Modelle nicht. Der ADAC nennt ein Fahrverbot im Zusammenhang mit Takata-Airbags nur für bestimmte Stellantis-Modelle. Die Škoda-Aktion sieht den Austausch des Fahrerairbags vor, mehr nicht.
Wie groß ist die Takata-Welle insgesamt?
In der amtlichen Datenbank stehen 75 Takata-Aktionen über alle Marken. Škoda kommt dabei auf 26.421 Fahrzeuge in Deutschland. BMW steht mit über 2,3 Millionen an der Spitze, Audi mit rund 985.000.