Zum Inhalt springen
E-Mobilität & Förderung

THG-Prämie auch für Hybrid? Was bei der THG-Quote zählt

THG-Quote für Hybrid: Warum Plug-in- und Mild-Hybride leer ausgehen und welche E-Motorräder, Transporter und Busse zählen, mit Blick in den Fahrzeugschein.

#THG-Quote#THG-Prämie#Elektroauto#Hybrid
THG-Quote für Hybrid und E-Fahrzeuge: E-Roller, E-Motorrad, Elektro-Kleinwagen und E-Transporter am Straßenrand
THG-Quote für Hybrid und E-Fahrzeuge Bild: Automobilsalon Bellemann Illustration
Modell-Alarm aktivieren
Auf dem Laufenden bleiben und Bestellstart & Preise zuerst erfahren.
    Optional: schneller passende Infos Name + PLZ = Regionale Infos
    Vorteil: Wir können Infos bei Bestellstart und Preisen schneller auf Ihre Region zuschneiden.
    Kostenlos · Abmeldung jederzeit · Sicher
    Mehr erfahren
    Zum Hauptartikel und zu allen Detailartikeln
    Hier springen Sie direkt zur zentralen Übersichtsseite und zu allen relevanten Detailartikeln dieses Modells.
    Hauptartikel Zentrale Übersichtsseite
    THG-Quote 2026: Bis wann beantragen und wann das Geld kommt
    Alle bestätigten Infos, Einordnung, Updates und interne Sprünge an einer Stelle.
    Inhalt dieses Artikels
    1. THG-Prämie auch für Hybrid? Was bei der THG-Quote für Hybride und andere Fahrzeuge zählt
    2. Kurzantwort
    3. THG-Quote Voraussetzungen: rein elektrisch, zugelassen, auf dich eingetragen
    4. Gibt es eine THG-Prämie für Plug-in-Hybride?
    5. THG-Prämie für Mild-Hybrid, Voll-Hybrid und Range-Extender
    6. Welche Autos bekommen die THG-Prämie?
    7. THG-Quote für E-Roller, E-Scooter und die 125er-Klasse
    8. THG-Quote für das E-Motorrad: über 11 Kilowatt zählt es
    9. THG-Quote für Transporter, Lkw und Busse: wer mehr bekommt
    10. Wasserstoff-Auto und THG-Quote: getankt statt geladen
    11. Welche Fahrzeuge zählen bei der THG-Quote? Alle im Überblick
    12. Der Blick in den Fahrzeugschein: Felder P.3, 10 und J
    13. Selbsttest: Bekommt mein Fahrzeug die THG-Prämie?
    14. Vom Hybrid aufs E-Auto umsteigen: gibt es die Prämie noch im selben Jahr?
    15. Firmenflotte: jeder Hybrid geht leer aus, jeder E-Transporter zählt
    16. Kaufförderung und THG-Quote: zwei verschiedene Listen

    THG-Prämie auch für Hybrid? Was bei der THG-Quote für Hybride und andere Fahrzeuge zählt

    Die THG-Quote (Treibhausgasminderungsquote, aus der Halter von Elektroautos jedes Jahr eine Prämie bekommen) wirft bei Hybrid-Fahrern oft dieselbe Frage auf: Gibt es das Geld auch für mich? Die Antwort lautet nein, für keinen Hybrid, auch nicht für den Plug-in-Hybrid mit Stecker. Dahinter steckt eine klare Regel. Sie entscheidet auch über E-Roller, E-Motorräder, Transporter und Wasserstoff-Autos.

    Wie hoch die Prämie gerade ist und bis wann du sie beantragen musst, steht im Überblick zur THG-Quote 2026. Hier geht es um die Frage davor: Zählt dein Fahrzeug überhaupt?


    Kurzantwort


    THG-Quote Voraussetzungen: rein elektrisch, zugelassen, auf dich eingetragen

    Ob dein Fahrzeug zählt, entscheiden zwei Bedingungen aus § 7 der 38. BImSchV. Das ist die Verordnung, die regelt, wie Strom auf die Quote angerechnet wird. Dazu kommt die Frage, wem das Geld zusteht.

    Erstens muss das Fahrzeug ein reines Batterieelektrofahrzeug sein. Was das heißt, legt das Elektromobilitätsgesetz fest: Der Antrieb besteht nur aus Elektromotoren, und die Batterie lässt sich von außen laden. Sobald ein Verbrennungsmotor an Bord ist, fällt das Fahrzeug heraus. Dabei ist egal, ob er die Räder antreibt oder nur Strom erzeugt.

    Zweitens muss es zugelassen sein. Die Prämie steht der Person zu, „auf die nachweislich das reine Batterieelektrofahrzeug zugelassen ist“. Für zulassungsfreie Fahrzeuge verlangt die Verordnung einen eigenen Schätzwert. So heißt die pauschale Strommenge, mit der das Amt je Fahrzeug und Jahr rechnet. Genau daran scheitern die kleinen Roller.

    Drittens musst du als Halter in der Zulassungsbescheinigung Teil I stehen, dem früheren Fahrzeugschein. Eigentümer oder Fahrer zu sein, reicht nicht.

    Mehr verlangt die Verordnung nicht: kein Mindest- oder Höchstalter, keine Einkommensgrenze, kein Nachweis über geladene Kilowattstunden und keine eigene Wallbox. Wer nur unterwegs lädt, bekommt dieselbe Pauschale. Wie der Antrag abläuft, zeigt der Beitrag zum Beantragen der THG-Prämie.

    Gibt es eine THG-Prämie für Plug-in-Hybride?

    Nein, und das war auch nie anders. Ein Plug-in-Hybrid lädt seine Batterie an der Steckdose und fährt kurze Strecken elektrisch. Da liegt der Gedanke nahe, dass wenigstens ein Teil der Prämie drin sein müsste. Die Zollverwaltung überwacht die Quotenpflicht der Mineralölfirmen und nennt den Grund für den Ausschluss ausdrücklich: Bei Hybriden hängt „die elektrische Fahrleistung vom Nutzerverhalten ab“. Ob ein Plug-in-Hybrid im Jahr 10.000 Kilometer elektrisch fährt oder keinen einzigen, entscheidet der Fahrer. Eine Pauschale würde im Zweifel Einsparungen bezahlen, die nie stattgefunden haben. Der ADAC begründet es ähnlich: Plug-in-Hybride können auch mit fossilem Kraftstoff fahren.

    Hartnäckig hält sich die Annahme, für Plug-in-Hybride habe es früher eine kleinere Pauschale gegeben. Das stimmt nicht. Laut Zoll beruhte der Schätzwert schon bis 2021 nur auf dem Verbrauch reiner Batterieelektrofahrzeuge. Damals meldeten die Stromanbieter die Mengen. Erst seit 2022 bekommen Halter die Prämie selbst, und auch seitdem nur für reine Elektrofahrzeuge.

    Deshalb lässt sich die THG-Quote eines Hybrids auch nicht verkaufen. Es entsteht kein Anspruch, den du abtreten könntest. Nimmt ein Anbieter den Fahrzeugschein eines Plug-in-Hybrids trotzdem an, fällt der Antrag spätestens bei der Prüfung durch.

    Einen Strom-Bonus gibt es im System trotzdem, er landet nur bei jemand anderem. An öffentlichen Ladesäulen wird auch der Ladestrom bestimmter Hybride gemessen und angerechnet. Gutgeschrieben wird er aber dem Betreiber der Säule, nicht dir. Wie die Anrechnung an Ladepunkten funktioniert, erklärt der Beitrag zur THG-Quote für Wallbox und Ladestrom.

    In Österreich gilt übrigens ein eigenes System, dieser Beitrag beschreibt die Lage in Deutschland. Für Betriebe ist der Ausschluss ein Kostenpunkt bei der Wahl des Firmenwagens. Die Gesamtrechnung zieht der Beitrag zur Förderung von Plug-in-Hybriden im Gewerbe.

    THG-Prämie für Mild-Hybrid, Voll-Hybrid und Range-Extender

    Wenn schon der Plug-in-Hybrid leer ausgeht, gilt das erst recht für Hybride ohne Stecker. Voll- und Mild-Hybride laden ihre kleine Batterie nur über den Verbrennungsmotor und beim Bremsen. Aus dem Stromnetz beziehen sie nichts. Die THG-Quote bezahlt aber genau das: Fahrstrom aus dem Netz. Ein Mild-Hybrid steht damit auf derselben Stufe wie ein reiner Benziner, auch wenn „Hybrid“ auf dem Heck steht.

    Dasselbe gilt für Elektroautos mit Range-Extender. Das ist ein kleiner Benzinmotor, der unterwegs als Stromerzeuger die Batterie nachlädt. Auch wenn er nie die Räder antreibt, ist er ein Verbrenner an Bord. Das Elektromobilitätsgesetz zählt solche Autos deshalb zu den aufladbaren Hybridfahrzeugen und nicht zu den reinen Batterieelektrofahrzeugen. Bei der Kaufförderung 2026 werden sie wie Plug-in-Hybride behandelt, bei der THG-Quote gehen sie leer aus.

    Welche Autos bekommen die THG-Prämie?

    Auf der anderen Seite ist die Liste kurz: Jeder reine Elektro-Pkw mit Zulassung ist dabei. Vom Kleinstwagen über Kompakte wie den CUPRA Born bis zu Familien-SUV wie dem ŠKODA Enyaq oder dem Elroq bekommen alle denselben Jahresanspruch, sobald sie auf ihren Halter zugelassen sind.

    Die Pauschale ist für alle Pkw gleich hoch. Seit der Bekanntmachung vom August 2023 gilt ein Schätzwert von 2.000 Kilowattstunden je Fahrzeug und Jahr, egal wie viel das Auto tatsächlich verbraucht. Das Ministerium überprüft den Wert jährlich und passt ihn bei Bedarf an. Ein Beispiel: Ein sparsamer Kleinwagen mit 13 Kilowattstunden auf 100 Kilometer bekommt dieselbe Menge angerechnet wie ein großes SUV mit 20. Der Grund ist praktisch. Niemand kann Millionen einzelne Ladeprotokolle prüfen, also gilt ein Durchschnitt.

    Eine Liste begünstigter Modelle oder eine Preisgrenze gibt es nicht. Ein gebrauchter Kleinwagen für 8.000 Euro und eine Luxuslimousine für 120.000 Euro sind der Verordnung gleich viel wert. Für Käufer von Gebrauchten ist das wichtig, denn die staatliche E-Auto-Förderung gilt nur für Neuwagen. Die THG-Prämie gibt es dagegen auch für ein zehn Jahre altes Elektroauto. Hat der Vorbesitzer sie für das laufende Jahr schon bekommen, bist du erst im nächsten Jahr dran.

    THG-Quote für E-Roller, E-Scooter und die 125er-Klasse

    Die zweite große Enttäuschung nach dem Hybrid betrifft kleine Zweiräder. Hier liegt es nicht am Antrieb, sondern an der Zulassung.

    Die Fahrzeug-Zulassungsverordnung nimmt in § 3 mehrere Fahrzeugarten von der Zulassungspflicht aus. Dazu gehören Kleinkrafträder bis 45 km/h, Leichtkrafträder mit höchstens 11 Kilowatt, also die 125er-Klasse, leichte vierrädrige Kraftfahrzeuge und Elektrokleinstfahrzeuge wie E-Scooter. Viele davon fahren rein elektrisch, die erste Bedingung wäre also erfüllt.

    Es scheitert an der zweiten. Für zulassungsfreie Fahrzeuge sagt § 7 der Verordnung, ihr Strom zählt nur, „wenn für die entsprechende Fahrzeugklasse ein eigener Schätzwert“ bekannt gegeben wurde. Die geltende Bekanntmachung nennt einen allgemeinen Wert und eigene Werte für Nutzfahrzeuge und Busse. Einen eigenen Wert für Roller oder Leichtkrafträder gibt es nicht. Ohne eigenen Schätzwert gibt es keine Pauschale.

    Die 125er-Klasse ist dabei eine echte Falle. Leichtkrafträder bekommen nach § 4 der Zulassungsverordnung ein amtliches Kennzeichen und eine Zulassungsbescheinigung Teil I. Auf den ersten Blick sieht also alles aus wie bei einem Motorrad. Trotzdem bleiben sie rechtlich zulassungsfrei. Der ADAC nennt Leichtkrafträder der Klasse L3e-A1 ausdrücklich als nicht prämienberechtigt. Auch der Umweg über eine freiwillige Zulassung hilft nicht: Laut AUTO BILD ist dieses Schlupfloch inzwischen geschlossen.

    Erst wenn das Umweltministerium einen eigenen Wert für Kleinkrafträder bekannt gibt, wären sie dabei. Strom für Pedelecs und E-Bikes zählt laut Zoll ohnehin nicht.

    THG-Quote für das E-Motorrad: über 11 Kilowatt zählt es

    Eine Klasse darüber sieht es anders aus. Elektromotorräder mit mehr als 11 Kilowatt Leistung sind keine Leichtkrafträder mehr, sondern zulassungspflichtige Krafträder. Damit erfüllen sie beide Bedingungen.

    Für sie gilt der allgemeine Schätzwert von 2.000 Kilowattstunden, denn die Bekanntmachung weicht nur für Nutzfahrzeuge und Busse davon ab. Der ADAC bestätigt, dass für stärkere E-Motorräder dieselbe Prämie gezahlt wird wie für E-Autos. In der Vergleichstabelle von AUTO BILD (Tabelle Stand 16.09.2026) zahlen mehrere Anbieter für E-Zweiräder 320 bis 340 Euro, genauso viel wie fürs Auto. Nicht jeder Anbieter nimmt Motorräder an, frag also vorher nach.

    Ob dein Motorrad dazugehört, erkennst du in aller Regel an deinem Führerschein. Für ein Leichtkraftrad genügt die Klasse A1 oder die Erweiterung B196 zum Autoführerschein. Brauchst du für deine Maschine die Klasse A2 oder A, hat sie mehr als 11 Kilowatt. Die Grenze verläuft also nicht zwischen zwei und vier Rädern und auch nicht zwischen Versicherungskennzeichen und amtlichem Kennzeichen. Sie verläuft zwischen zulassungsfrei und zulassungspflichtig.

    Dieselbe Logik gilt für kleine Elektroautos mit Leichtfahrzeug-Zulassung. Leichte Vierradfahrzeuge der Klasse L6e mit 45 km/h, etwa der Citroën Ami, sind zulassungsfrei und gehen leer aus. Schwere Vierradfahrzeuge der Klasse L7e, zum Beispiel der Renault Twizy in der Version mit 80 km/h, sind zulassungspflichtig. Nach dem Wortlaut der Verordnung gilt für sie die normale Pauschale. Ob dein Anbieter solche Fahrzeuge annimmt, klärst du am besten vor dem Antrag.

    THG-Quote für Transporter, Lkw und Busse: wer mehr bekommt

    Bei großen Fahrzeugen wird die THG-Quote richtig interessant, denn hier staffelt die Bekanntmachung nach Verbrauch. Seit 2022 berücksichtigt sie laut Zoll „den höheren Stromverbrauch schwererer Fahrzeuge“. Die aktuellen Werte vom August 2023 sehen so aus:

    Fahrzeugklasse (Feld J)Schätzwert je Jahrim Vergleich zum Pkw
    Pkw und andere zugelassene Klassen, auch Motorräder2.000 kWh1-fach
    N1: leichte Nutzfahrzeuge, etwa Transporter3.000 kWh1,5-fach
    N2: Lkw von 3,5 bis 12 Tonnen20.600 kWhgut 10-fach
    N3: Lkw über 12 Tonnen33.400 kWhknapp 17-fach
    M3: Busse72.000 kWh36-fach

    Die Vielfachen sind unsere eigene Rechnung aus den amtlichen Werten. Beim Transporter passt sie zum Markt: In der Tabelle von AUTO BILD reichen die Prämien für E-Transporter von 300 bis 510 Euro. Zwei Anbieter zahlen 340 Euro fürs Auto und 510 Euro für den Transporter, genau das Anderthalbfache.

    Für Busse und schwere Lkw hat der Gesetzgeber einen zusätzlichen Anreiz eingebaut. Normalerweise zählt Strom seit 2024 dreifach. Für die Klassen M3 und N3 gilt ab 2027 der Faktor 4, der bis 2040 schrittweise auf 1 sinkt. Der Vorsprung wächst dabei sogar: Ab 2036 zählt Pkw-Strom nur noch einfach, Strom für Busse und schwere Lkw dagegen noch dreifach. Rein rechnerisch bringt ein E-Bus ab 2027 damit das 48-Fache der Pkw-Menge (72.000 geteilt durch 2.000, mal 4 geteilt durch 3).

    Beim seltenen elektrischen Wohnmobil entscheidet nicht der Aufbau, sondern die Fahrzeugklasse in der Zulassungsbescheinigung.

    Wasserstoff-Auto und THG-Quote: getankt statt geladen

    Ein Brennstoffzellen-Auto fährt elektrisch und stößt lokal nichts aus. Trotzdem gehst du als Halter bei der THG-Quote leer aus. Die Halterprämie bezahlt Strom, der aus dem Netz ins Fahrzeug geladen wird. Ein Wasserstoff-Auto lädt nicht, es tankt.

    Wasserstoff kann durchaus auf die Quote angerechnet werden, aber nach einer eigenen Verordnung, der 37. BImSchV, und an anderer Stelle der Kette: bei den Unternehmen, die den Kraftstoff in Verkehr bringen. Mit einer Prämie für dein eigenes Auto hat das nichts zu tun. Dasselbe gilt für synthetischen Sprit, Biomethan und Erdgas.

    Beim Kauf sieht es anders aus. Brennstoffzellen-Autos werden bei der staatlichen Kaufförderung 2026 genauso gefördert wie reine Elektroautos. Welche Modelle förderfähig sind, führt der Beitrag zu den förderfähigen Autos 2026 auf.

    Welche Fahrzeuge zählen bei der THG-Quote? Alle im Überblick

    Die Tabelle fasst zusammen, was in den Abschnitten oben hergeleitet ist, jeweils mit dem entscheidenden Grund:

    FahrzeugPrämie?Woran es hängt
    Elektroauto, neu oder gebrauchtjarein elektrisch und zugelassen
    E-Transporter (Klasse N1)ja, höhereigener Schätzwert, 1,5-fach
    E-Lkw (N2, N3) und E-Bus (M3)ja, deutlich höhereigene Schätzwerte, für N3 und M3 ab 2027 Faktor 4
    E-Motorrad über 11 kWjazulassungspflichtig, allgemeiner Schätzwert
    Leichtfahrzeug L7eja, laut Wortlautzulassungspflichtig, Anbieter vorher fragen
    Plug-in-HybridneinVerbrenner an Bord, nie erfasst
    Voll- und Mild-Hybridneinlädt nicht aus dem Netz
    Elektroauto mit Range-ExtenderneinVerbrenner als Stromerzeuger an Bord
    125er-E-Roller (L3e-A1)neinzulassungsfrei trotz Fahrzeugschein
    E-Roller bis 45 km/h, L6e, E-Scooterneinzulassungsfrei, kein eigener Schätzwert
    Pedelec und E-BikeneinStrom laut Zoll nicht anrechenbar
    Wasserstoff-Autoneintankt statt zu laden

    Der Blick in den Fahrzeugschein: Felder P.3, 10 und J

    Die Antwort steht in deiner Zulassungsbescheinigung Teil I, die du auch für den Antrag brauchst.

    Im Feld P.3 steht die Kraftstoffart oder Energiequelle. Nur wenn dort Elektro steht, ohne Benzin oder Diesel daneben, handelt es sich um ein reines Elektrofahrzeug. Noch eindeutiger ist der Code in Feld 10: Die Ziffernfolge 0004 steht für ein reines Elektrofahrzeug. Plug-in-Hybride tragen dort andere Codes, etwa 0025 für Benzin mit aufladbarem Speicher oder 0026 für Diesel.

    Im Feld J steht die Fahrzeugklasse, und die entscheidet über die Höhe. M1 ist der Pkw mit dem allgemeinen Wert, N1 der leichte Transporter mit dem 1,5-fachen Wert, M3 der Bus mit dem höchsten. Motorräder und Leichtfahrzeuge tragen eine Klasse, die mit L beginnt. Bei ihnen kommt es zusätzlich darauf an, ob sie zulassungspflichtig sind.

    Selbsttest: Bekommt mein Fahrzeug die THG-Prämie?

    Drei Fragen reichen, und alle drei müssen mit Ja beantwortet werden.

    Frage eins: Fährt es ausschließlich elektrisch? Ist kein Verbrennungsmotor an Bord, auch nicht als Stromerzeuger, bist du weiter. Plug-in-Hybride, Voll- und Mild-Hybride und Autos mit Range-Extender scheiden hier aus.

    Frage zwei: Ist es zulassungspflichtig und zugelassen? Pkw, Transporter, Lkw, Busse und Motorräder über 11 Kilowatt sind es. E-Roller bis 45 km/h, 125er, L6e-Leichtfahrzeuge und E-Scooter sind es nicht, auch wenn manche davon ein Kennzeichen tragen.

    Frage drei: Stehst du als Halter in der Zulassungsbescheinigung? Der Anspruch gehört dem Halter, nicht dem Eigentümer und nicht dem Fahrer. Beim Leasing und beim Dienstwagen lohnt ein genauer Blick. Wer dort die Prämie bekommt, erklärt der Beitrag zur THG-Quote bei Leasing und Dienstwagen.

    Dreimal Ja bedeutet: Der Anspruch besteht, jedes Jahr aufs Neue. Dann lohnt der Blick auf die Angebote. Woran du seriöse von fragwürdigen unterscheidest, zeigt der Vergleich der THG-Anbieter.

    Vom Hybrid aufs E-Auto umsteigen: gibt es die Prämie noch im selben Jahr?

    Für ein neues Elektroauto gibt es den vollen Jahresbetrag, auch wenn du erst im Herbst vom Hybrid umsteigst. Die Verordnung rechnet je Fahrzeug und Jahr mit dem ganzen Schätzwert und kennt keine anteilige Kürzung.

    Zwei Dinge musst du dabei beachten. Der Anbieter muss dein Auto bis zum 15. November beim Umweltbundesamt melden und braucht dafür Vorlauf. auto motor und sport rät deshalb, spätestens Ende Oktober zu beantragen. Wer erst im Dezember zulässt, ist für dieses Jahr zu spät dran. Außerdem gibt es die Pauschale je Fahrzeug nur einmal im Jahr. Hat der Vorbesitzer eines gebrauchten Elektroautos sie für das laufende Jahr schon bekommen, bist du mit diesem Auto erst im nächsten Jahr dran. Wie sich die Prämie im nächsten Jahr entwickeln dürfte, steht in der Prognose zur THG-Prämie 2027.

    Firmenflotte: jeder Hybrid geht leer aus, jeder E-Transporter zählt

    Für Betriebe zählt jedes Fahrzeug einzeln. Ein Rechenbeispiel mit Werten aus der AUTO-BILD-Tabelle: Zehn elektrische Transporter zu je 450 Euro bringen 4.500 Euro im Jahr. Der Plug-in-Hybrid des Chefs bringt nichts.

    Wie sich das mit Steuer und Abschreibung zu einer Gesamtrechnung fügt, zeigt der Beitrag zur Förderung von Firmenfahrzeugen im Gewerbe. Eine Grenze sollten Betriebe kennen: Die Prämie gehört dem eingetragenen Halter. Steht bei geleasten Fahrzeugen die Leasinggesellschaft im Fahrzeugschein, bekommt sie das Geld.

    Kaufförderung und THG-Quote: zwei verschiedene Listen

    Die staatliche Kaufförderung 2026 für Privatleute zieht die Linie weniger scharf. Neue reine Elektroautos und Brennstoffzellen-Autos werden gefördert. Plug-in-Hybride und Range-Extender kommen in Frage, wenn sie höchstens 60 Gramm CO₂ je Kilometer ausstoßen oder innerorts mindestens 80 Kilometer elektrisch fahren.

    Der Kaufzuschuss belohnt also die Anschaffung eines Neuwagens, die THG-Quote den Betrieb. Nur beim reinen Elektroauto kommen beide zusammen, beim gebrauchten bleibt die THG-Prämie.

    Wo Elektrofahrzeuge in der Region gewartet werden

    Ob Elektroauto oder E-Transporter: Die Prämie hängt am Fahrzeugschein, nicht an der Werkstatt. Wer in Wiesloch, Walldorf oder Heidelberg unterwegs ist, findet beim Service des Automobilsalons Bellemann Wartung und Hochvolt-Service (Arbeiten an der Antriebsbatterie und ihren Leitungen) für ŠKODA, SEAT und CUPRA. Ob gerade reine Elektroautos dabei sind, also genau die Fahrzeuge, die alle drei Fragen des Selbsttests mit Ja beantworten, zeigt der Gebrauchtwagenbestand.

    Quellen

    Die Bedingungen für die Pauschale, die Regel für zulassungsfreie Fahrzeuge und den Faktor 4 für Busse und schwere Lkw regelt § 7 der 38. BImSchV, den allgemeinen Faktor 3 § 5. Die Schätzwerte je Fahrzeugklasse stehen in der Bekanntmachung vom 28. August 2023. Was ein reines Batterieelektrofahrzeug und was ein aufladbares Hybridfahrzeug ist, definiert § 2 Elektromobilitätsgesetz. Welche Fahrzeuge zulassungsfrei sind, regelt § 3 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung, das Kennzeichen für Leichtkrafträder § 4.

    Den Grund für den Hybrid-Ausschluss und die Regel zu Pedelecs nennt die Zollverwaltung, das Verfahren das Umweltbundesamt. Die Einordnung der Motorräder stammt vom ADAC, die Prämien für Zweiräder und Transporter aus dem Anbietervergleich von AUTO BILD, der Rat zum Zeitpunkt von auto motor und sport. Alle Quellen geprüft am 19.09.2026.

    Update-Hinweis (Stand: 19.09.2026)

    Am 19.09.2026 haben wir den Beitrag neu geprüft. Korrigiert haben wir zwei Aussagen. E-Motorräder zählen nicht schon mit amtlichem Kennzeichen, sondern erst ab mehr als 11 Kilowatt: 125er haben ein Kennzeichen und einen Fahrzeugschein und gehen trotzdem leer aus. Außerdem werden die Schätzwerte nicht jedes Jahr neu bekannt gegeben. Es gelten die Werte vom August 2023, die jährlich überprüft werden. Neu sind die Werte je Fahrzeugklasse, aktuelle Prämien für Zweiräder und Transporter, Leichtfahrzeuge mit vier Rädern und der Umstieg vom Hybrid im laufenden Jahr. Die erste Fassung vom 20.08.2026 hatte bereits richtiggestellt, dass es für Plug-in-Hybride nie eine Teilprämie gab. Letzter Stand der Werte: 19.09.2026.

    Häufige Fragen

    Gibt es eine THG-Prämie für Plug-in-Hybride?

    Nein, und das war nie anders. Die Pauschale gilt nur für reine Batterieelektrofahrzeuge. Der Zoll begründet das so: Bei Hybriden hängt die elektrische Fahrleistung vom Nutzerverhalten ab. Laden Plug-in-Hybride an öffentlichen Ladesäulen, zählt dieser Strom zwar, gutgeschrieben wird er aber dem Betreiber der Säule, nicht dem Fahrer.

    Gilt die THG-Prämie auch für Hybridfahrzeuge ohne Stecker?

    Nein. Voll- und Mild-Hybride laden ihre Batterie nur über den Motor und beim Bremsen, nicht aus dem Stromnetz. Damit fehlt genau das, was die Regelung bezahlt: Fahrstrom aus dem Netz. Bei der THG-Quote stehen sie auf einer Stufe mit reinen Verbrennern.

    Bekommt ein Hybrid-Auto wenigstens einen Teil der THG-Quote?

    Nein, auch keinen verringerten Satz. Eine Teilprämie für Hybride gab es in Deutschland auch früher nicht. Laut Zoll beruhte der Schätzwert schon vor 2022 nur auf dem Verbrauch reiner Batterieelektrofahrzeuge. Die Prämie gibt es nur für Fahrzeuge, die ausschließlich elektrisch fahren.

    Bekommt ein E-Roller mit 45 km/h die THG-Prämie?

    Nein. Kleinkrafträder bis 45 km/h sind zulassungsfrei und fahren mit Versicherungskennzeichen. Für zulassungsfreie Fahrzeuge verlangt die Verordnung einen eigenen Schätzwert, und den gibt es für Roller nicht. Dasselbe gilt für E-Scooter.

    Bekommt ein 125er-E-Roller mit Zulassungsbescheinigung die THG-Prämie?

    Nein. Leichtkrafträder mit höchstens 11 Kilowatt, also die 125er-Klasse L3e-A1, bekommen zwar ein amtliches Kennzeichen und eine Zulassungsbescheinigung Teil I. Nach der Fahrzeug-Zulassungsverordnung bleiben sie aber zulassungsfrei. Der ADAC nennt sie ausdrücklich als nicht prämienberechtigt, und laut AUTO BILD ist auch der Umweg über eine freiwillige Zulassung geschlossen.

    Zählt ein E-Motorrad bei der THG-Quote 2026?

    Ja, wenn es mehr als 11 Kilowatt Leistung hat und regulär zugelassen ist. Dann gilt derselbe Schätzwert wie für ein Elektroauto, und der ADAC bestätigt die gleiche Prämie. Mehrere Anbieter zahlen dafür laut AUTO BILD 320 bis 340 Euro.

    Zählt ein Elektroauto mit Range-Extender bei der THG-Quote?

    Nein. Ein Range-Extender ist ein Verbrennungsmotor, der unterwegs Strom für die Batterie erzeugt. Damit ist das Auto kein reines Batterieelektrofahrzeug mehr, sondern nach dem Elektromobilitätsgesetz ein aufladbares Hybridfahrzeug. Für die Kaufförderung 2026 kann es trotzdem in Frage kommen.

    Bekommt ein Wasserstoff-Auto die THG-Prämie?

    Nein. Die Halterprämie bezahlt Strom, der aus dem Netz geladen wird, und ein Brennstoffzellen-Auto tankt Wasserstoff. Wasserstoff kann zwar auf die Quote angerechnet werden, aber über die Unternehmen, die den Kraftstoff in Verkehr bringen, nicht über den Halter.

    Gibt es für E-Transporter mehr THG-Prämie als für Pkw?

    Ja. Für leichte Nutzfahrzeuge der Klasse N1 gilt ein Schätzwert von 3.000 statt 2.000 Kilowattstunden, also das Anderthalbfache. In der Vergleichstabelle von AUTO BILD reichen die Prämien für E-Transporter von 300 bis 510 Euro. Maßgeblich ist die Klasse in Feld J der Zulassungsbescheinigung.

    Welche Fahrzeugklasse bekommt die höchste THG-Prämie?

    Der Elektrobus der Klasse M3. Sein Schätzwert liegt bei 72.000 Kilowattstunden, dem 36-Fachen eines Pkw. Ab 2027 wird Strom für Busse und schwere Lkw der Klasse N3 zusätzlich mit dem Faktor 4 statt 3 angerechnet.

    Kann man die THG-Quote eines Hybrids verkaufen?

    Nein, weil kein Anspruch entsteht, den man verkaufen könnte. Nimmt ein Anbieter den Fahrzeugschein eines Hybrids trotzdem an, fällt der Antrag spätestens bei der Prüfung durch. Verkaufen lässt sich nur die Quote eines reinen Elektrofahrzeugs.

    Bekomme ich die THG-Prämie, wenn ich im Laufe des Jahres vom Hybrid auf ein E-Auto umsteige?

    Ja, für das neue Elektroauto. Die Verordnung rechnet je Fahrzeug und Jahr mit dem vollen Schätzwert und kennt keine anteilige Kürzung. Wichtig sind zwei Dinge: Der Anbieter muss die Meldung bis zum 15. November schaffen, und bei einem Gebrauchten darf der Vorbesitzer die Prämie für dieses Jahr noch nicht bekommen haben.

    Spielt es eine Rolle, ob das Elektroauto neu, gebraucht oder geleast ist?

    Nein. Alter, Kaufpreis und Finanzierung sind egal. Entscheidend ist, wer als Halter in der Zulassungsbescheinigung Teil I steht. Beim Leasing ist das oft der Leasingnehmer, manchmal aber die Leasinggesellschaft. Beim Firmenwagen ist es meist das Unternehmen.

    Warum schließt das Gesetz Plug-in-Hybride aus?

    Weil sich ihr elektrischer Anteil nicht pauschal schätzen lässt. Der Zoll nennt den Grund ausdrücklich: Bei Hybriden hängt die elektrische Fahrleistung vom Nutzerverhalten ab. Wer selten lädt, fährt fast nur mit Benzin. Eine Pauschale würde dann Einsparungen bezahlen, die es nie gab.

    Nächste sinnvolle Schritte

    So geht es jetzt sinnvoll weiter

    Wenn Sie nach Preis, Verfügbarkeit, Alternative oder monatlichen Kosten suchen, kommen Sie hier direkt zum passenden nächsten Schritt.

    Aus derselben Kategorie

    Auch spannend aus derselben Kategorie

    Diese redaktionell starken Übersichtsartikel passen thematisch gut, wenn Sie nach dem Lesen noch breiter weiter einsteigen möchten.