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E-Mobilität & Förderung

THG-Prämie beantragen: der Ablauf, die Unterlagen und die Frage, ob es auch selbst geht

THG-Prämie beantragen: Ablauf in wenigen Minuten, nötige Unterlagen, jährliche Wiederholung und was gegen den Antrag in Eigenregie spricht.

#THG-Quote#THG-Prämie#Elektroauto#Förderung
THG-Prämie beantragen: Fahrzeugschein und Smartphone auf einem Tisch
Bild: Automobilsalon Bellemann Illustration
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    THG-Quote 2026: warum die Prämie gestiegen ist und wie du sie bekommst
    Alle bestätigten Infos, Einordnung, Updates und interne Sprünge an einer Stelle.
    Inhalt dieses Artikels
    1. THG-Prämie beantragen: in wenigen Minuten erledigt, wenn man weiß wie
    2. Kurzantwort
    3. Wie beantrage ich die THG-Prämie?
    4. Welche Unterlagen brauche ich für die THG-Quote?
    5. Kann man die THG-Quote selbst beim Umweltbundesamt beantragen?
    6. Muss ich die THG-Prämie jedes Jahr neu beantragen?
    7. Wie lange dauert es, bis die THG-Prämie ausgezahlt wird?
    8. Warum wurde mein THG-Antrag abgelehnt?
    9. THG-Prämie beantragen bei Leasing, Firmenwagen und Halterwechsel
    10. THG-Prämie beantragen: worauf man beim Anbieter achten sollte
    11. Was passiert nach dem THG-Antrag beim Umweltbundesamt?
    12. THG-Quote beantragen für mehrere Fahrzeuge im Haushalt
    13. Wann ist der beste Zeitpunkt, die THG-Prämie zu beantragen?
    14. Was tun, wenn die THG-Prämie nicht ankommt?
    15. Was die THG-Prämie nicht ist: die häufigsten Verwechslungen
    16. Eine Checkliste für den Antrag

    THG-Prämie beantragen: in wenigen Minuten erledigt, wenn man weiß wie

    Der Antrag selbst ist unspektakulär: ein Foto vom Fahrzeugschein, ein paar Angaben, fertig. Trotzdem lassen viele Halter das Geld liegen — weil sie den Ablauf nicht kennen, weil sie die jährliche Wiederholung übersehen oder weil sie sich fragen, ob der Dienstleister überhaupt nötig ist.

    Dieser Beitrag beantwortet genau diese Fragen. Wie hoch die Prämie ausfällt und welche Fristen gelten, steht im Überblick zur THG-Quote 2026.


    Kurzantwort


    Wie beantrage ich die THG-Prämie?

    Der Ablauf ist bei allen Anbietern im Kern gleich und dauert weniger als fünf Minuten.

    Erstens: Anbieter auswählen. Die Angebote unterscheiden sich in der Höhe und im Auszahlungsmodell erheblich. Ein Vergleich lohnt sich, weil zwischen dem schwächsten und dem besten Angebot mehrere hundert Euro liegen können.

    Zweitens: Fahrzeugschein hochladen. Ein Handyfoto der Vorderseite genügt. Wichtig ist nur, dass alle Felder lesbar sind, besonders die Fahrzeug-Identifizierungsnummer und der Name des Halters.

    Drittens: Daten bestätigen. Name und Anschrift müssen mit dem Schein übereinstimmen. Dazu kommt die Bankverbindung für die Auszahlung.

    Viertens: Warten. Der Anbieter prüft, meldet das Fahrzeug beim Umweltbundesamt und zahlt je nach Modell sofort oder nach Erteilung der Bescheinigung.

    Mehr ist nicht zu tun. Es gibt keine Formulare in Papierform, keinen Behördengang und keine Gebühr.

    Welche Unterlagen brauche ich für die THG-Quote?

    Die Liste ist kürzer, als die meisten erwarten:

    • Zulassungsbescheinigung Teil I — der Fahrzeugschein, Vorderseite genügt
    • Name und Anschrift des eingetragenen Halters
    • Bankverbindung für die Auszahlung

    Das war es. Ausdrücklich nicht erforderlich sind der Fahrzeugbrief, ein Kaufvertrag, eine Rechnung, Nachweise über geladene Strommengen oder Angaben zur Fahrleistung.

    Der letzte Punkt überrascht viele. Für Fahrzeuge wird nicht gemessen, wie viel tatsächlich geladen wurde — angerechnet wird ein amtlich veröffentlichter Schätzwert je Fahrzeug. Deshalb bekommt jemand mit 5.000 Kilometern im Jahr dieselbe Prämie wie jemand mit 30.000.

    Wer eine Wallbox betreibt und dort auch fremde Fahrzeuge lädt, sollte wissen: Das ist ein anderer Weg mit anderen Anforderungen, bei dem tatsächlich abgerechnet wird. Für den privaten Normalfall bleibt der Fahrzeugschein die einzige Unterlage.

    Kann man die THG-Quote selbst beim Umweltbundesamt beantragen?

    Diese Frage wird häufig gestellt, und die Antwort ist differenzierter als das, was Anbieterseiten dazu schreiben.

    Rechtlich ist es möglich. Bei nicht öffentlich zugänglichem Laden gilt nach der Verordnung diejenige Person als Ladepunktbetreiber, auf die das reine Batterieelektrofahrzeug zugelassen ist. Das Umweltbundesamt bestätigt, dass die Antragstellung derzeit formlos per E-Mail erfolgen kann. Ein digitales Portal ist in Arbeit, aber noch nicht verfügbar.

    Praktisch scheitert es am nächsten Schritt. Das Amt stellt lediglich eine Bescheinigung über die Strommenge und die daraus berechnete Emissionsminderung aus. Damit hat man ein Dokument, aber noch kein Geld.

    Verkaufen muss man selbst — und zwar an ein quotenverpflichtetes Unternehmen. Diese Unternehmen kaufen aus Verwaltungsgründen große, gebündelte Mengen. Für ein einzelnes Zertifikat über wenige Megawattstunden findet sich praktisch kein Abnehmer, und selbst wenn, stünde der Verhandlungsaufwand in keinem Verhältnis zum Ertrag.

    Genau diese Lücke füllen die Dienstleister: Sie bündeln tausende Fahrzeuge zu einer handelbaren Menge, übernehmen Meldung und Fristenkontrolle und verkaufen im Paket. Ihre Marge ist der Preis dafür.

    Fazit: Der Eigenantrag lohnt sich allenfalls für Betreiber größerer Flotten, die selbst auf eine relevante Menge kommen. Für einen einzelnen Halter ist der Dienstleister der einzige realistische Weg.

    Muss ich die THG-Prämie jedes Jahr neu beantragen?

    Jedes Jahr neu — das ist der am häufigsten übersehene Punkt.

    Der Anspruch entsteht in jedem Quotenjahr erneut, solange das Fahrzeug auf dich zugelassen ist. Ein Antrag aus dem Vorjahr wirkt nicht fort. Wer 2025 beantragt hat und 2026 nichts tut, bekommt 2026 auch nichts.

    Manche Anbieter melden Bestandskunden von sich aus wieder an. Das ist bequem, aber nicht selbstverständlich, und es lohnt sich nachzusehen, ob die Konditionen noch stimmen. Die Prämien haben sich zuletzt deutlich bewegt — wer beim Anbieter des Vorjahres bleibt, verschenkt möglicherweise Geld.

    Ein Kalendereintrag im Frühjahr ist der einfachste Schutz. Der Anspruch entsteht bereits mit der Zulassung, man muss nicht bis zum Herbst warten. Wer früh im Jahr beantragt, hat außerdem Zeit für eine zweite Runde, falls etwas schiefgeht.

    Wie lange man Zeit hat und welche der beiden kursierenden Fristen wirklich zählt, steht im Überblick zur THG-Quote.

    Wie lange dauert es, bis die THG-Prämie ausgezahlt wird?

    Zwischen Antrag und Geld liegen zwei Zeiträume, die oft verwechselt werden.

    Die Bearbeitung beim Anbieter dauert meist wenige Tage. Er prüft, ob die Unterlagen vollständig und die Angaben plausibel sind.

    Die Auszahlung hängt vom gewählten Modell ab. Bei Sofortauszahlung überweist der Anbieter nach der Prüfung, üblicherweise binnen zwei bis vier Wochen. Er geht damit in Vorleistung und behält dafür einen größeren Anteil. Wartet man dagegen auf die Bescheinigung des Umweltbundesamts, können mehrere Monate vergehen — dafür fällt der Betrag oft höher aus.

    Wer im Frühjahr beantragt und auf die Bescheinigung wartet, hat das Geld typischerweise im zweiten Halbjahr auf dem Konto. Wer im Oktober beantragt, wartet entsprechend länger ins Folgejahr hinein.

    Warum wurde mein THG-Antrag abgelehnt?

    Ablehnungen sind selten, haben aber fast immer eine von vier Ursachen.

    Das Fahrzeug ist kein reines Elektroauto. Der häufigste Fall. Plug-in-Hybride, Mild-Hybride und Fahrzeuge mit Range-Extender sind nicht anrechenbar, unabhängig vom elektrischen Fahranteil.

    Der Antragsteller ist nicht der Halter. Wer beantragt, muss im Fahrzeugschein stehen. Läuft das Auto auf den Partner, die Eltern oder die Firma, muss diese Person den Antrag stellen.

    Die Unterlagen sind unleserlich. Ein abgeschnittenes Foto, eine Spiegelung über der Fahrzeug-Identifizierungsnummer oder ein zu dunkler Scan führen zur Rückfrage. Das kostet Zeit, ist aber leicht zu beheben.

    Für das Fahrzeug wurde bereits gemeldet. Jede Fahrzeug-Identifizierungsnummer kann je Quotenjahr nur einmal angerechnet werden. Wer bei zwei Anbietern parallel einreicht, bekommt bei einem eine Absage — und manche Anbieter sehen dafür eine Vertragsstrafe vor.

    In den ersten drei Fällen lässt sich nachbessern, solange die Frist läuft. Das ist ein weiteres Argument dafür, nicht bis zum Herbst zu warten.

    THG-Prämie beantragen bei Leasing, Firmenwagen und Halterwechsel

    Drei Konstellationen führen regelmäßig zu Rückfragen beim Antrag.

    Privatleasing. In der Regel steht der Leasingnehmer als Halter im Schein und kann selbst beantragen. Manche Verträge behalten sich die Prämie allerdings vor. Ein Blick in die Bedingungen vor dem Antrag erspart eine mögliche Rückforderung.

    Firmenwagen. Ist der Arbeitgeber eingetragen, steht ihm die Prämie zu. Der Mitarbeiter kann sie nicht beantragen, auch wenn er das Fahrzeug ausschließlich fährt. Was das für Betriebe bedeutet, behandelt der Beitrag zum Plug-in-Hybrid als Firmenwagen — dort auch der wichtige Unterschied zwischen reinen Elektroautos und Hybriden.

    Halterwechsel im Jahresverlauf. Der Anspruch für ein Quotenjahr besteht einmal. Wird das Auto verkauft, kann nicht auch der Käufer für dasselbe Jahr beantragen. In der Praxis bekommt derjenige das Geld, der zuerst meldet. Beim Verkauf lohnt eine kurze Absprache oder ein Vermerk im Kaufvertrag.

    THG-Prämie beantragen: worauf man beim Anbieter achten sollte

    Der Antrag ist schnell gestellt — und genau darin liegt die Gefahr, an den falschen Anbieter zu geraten. Vier Punkte lohnen den Blick, bevor man auf Absenden klickt.

    Feste Zusage oder Spanne. Wer mit „bis zu” wirbt, sagt nichts zu. Ein fester Betrag im Vertrag ist eindeutig, eine Spanne bedeutet, dass der tatsächliche Betrag erst später feststeht.

    Automatische Verlängerung. Manche Anbieter binden Kunden für Folgejahre, oft mit stillschweigender Verlängerung. Das kann bequem sein, nimmt aber die Möglichkeit, im nächsten Jahr das bessere Angebot zu nehmen. Die Klausel steht in den Bedingungen, nicht auf der Startseite.

    Auszahlungsmodell. Sofortzahlung bringt Sicherheit und weniger Geld, Zahlung nach Bescheinigung bringt mehr und dauert. Beides ist legitim, sollte aber vor dem Antrag klar sein.

    Erreichbarkeit. Ein Impressum mit ladungsfähiger Anschrift und eine erreichbare Kundenbetreuung sind das Minimum. Wer nur ein Kontaktformular findet, sollte vorsichtig sein.

    Wer noch unsicher ist, welcher Betrag realistisch ist und wie sich der Markt entwickelt hat, findet die Einordnung im Überblick zur THG-Quote 2026.

    Was passiert nach dem THG-Antrag beim Umweltbundesamt?

    Nach dem Absenden läuft ein Verfahren ab, von dem der Halter meist nichts mitbekommt — außer der Auszahlung am Ende.

    Der Anbieter prüft zunächst die Unterlagen und legt das Fahrzeug in seinem Bestand an. Anschließend meldet er die Fahrzeugdaten gebündelt an das Umweltbundesamt. Das Amt prüft, ob die Voraussetzungen vorliegen, und stellt eine Bescheinigung über die anrechenbare Strommenge und die daraus berechnete Emissionsminderung aus.

    Erst mit dieser Bescheinigung wird die Minderung handelbar. Der Anbieter verkauft sie an ein quotenverpflichtetes Unternehmen und schüttet den vereinbarten Anteil aus.

    Für den Halter bedeutet das zweierlei. Erstens ist die Wartezeit bei Zahlung nach Bescheinigung nicht dem Anbieter anzulasten, sondern dem Verfahren. Zweitens muss der Anbieter die Zulassungsbescheinigung aufbewahren und spätestens nach einem Jahr aktualisieren — deshalb fragen manche im Folgejahr erneut nach Unterlagen, obwohl sich nichts geändert hat.

    THG-Quote beantragen für mehrere Fahrzeuge im Haushalt

    Wer mehrere Elektroautos hält, kann für jedes eine eigene Prämie beantragen. Eine Begrenzung auf ein Fahrzeug je Person gibt es nicht.

    Praktisch heißt das: ein Antrag je Fahrzeug, jeweils mit dem passenden Fahrzeugschein. Viele Anbieter erlauben mehrere Fahrzeuge im selben Konto, manche verlangen getrennte Vorgänge.

    Im Haushalt ist entscheidend, wer im Schein steht. Läuft der Zweitwagen auf den Partner, muss dieser den Antrag stellen — mit eigener Anmeldung und eigener Bankverbindung. Ein gemeinsames Konto reicht nicht, wenn die Halterangaben nicht übereinstimmen.

    Für Haushalte mit zwei Elektroautos lohnt der Blick auf die Gesamtsumme: Bei aktuellen Prämien kommt ein mittlerer dreistelliger Betrag im Jahr zusammen, für etwa zehn Minuten Aufwand. Wie sich das über mehrere Jahre summiert und wie es sich mit anderen Vorteilen kombinieren lässt, zeigt der Beitrag zum Stapeln der Förderungen.

    Wann ist der beste Zeitpunkt, die THG-Prämie zu beantragen?

    Die Ernte der Suchanfragen zeigt, dass viele Halter genau hier unsicher sind — und die Antwort ist eindeutiger, als man denkt.

    Früh im Jahr ist besser als spät. Der Anspruch entsteht mit der Zulassung, nicht am Jahresende. Wer im Februar beantragt, bekommt dieselbe Prämie wie jemand, der im Oktober einreicht — nur mit weniger Risiko.

    Drei Gründe sprechen für den frühen Antrag:

    Zeit für Korrekturen. Wird der Antrag wegen unleserlicher Unterlagen zurückgewiesen, bleibt Spielraum für einen zweiten Versuch. Im Oktober fehlt der.

    Kein Fristendruck. Die Anbieter setzen eigene Annahmefristen deutlich vor dem gesetzlichen Stichtag. Wer sich daran orientiert, hat den Termin praktisch schon verpasst, bevor er ihn kennt.

    Ruhigere Bearbeitung. Im Herbst laufen die Anträge gebündelt ein, entsprechend länger dauert die Prüfung.

    Gegen den frühen Antrag spricht theoretisch, dass die Prämien im Jahresverlauf steigen könnten. Praktisch ist das schwer zu timen: Die Anbieter passen ihre Angebote unregelmäßig an, und wer auf einen besseren Kurs wartet, riskiert die Frist. Ein sicherer Betrag im Frühjahr ist meist die vernünftigere Wahl als ein möglicherweise höherer im November.

    Bei einem neu zugelassenen Fahrzeug lohnt es sich, direkt nach Erhalt des Fahrzeugscheins zu beantragen. Dann ist die Sache für das laufende Jahr erledigt.

    Was tun, wenn die THG-Prämie nicht ankommt?

    Bleibt die Zahlung aus, hilft ein Blick auf drei Punkte, bevor man beim Anbieter nachfragt.

    Welches Modell wurde gewählt? Bei Zahlung nach Bescheinigung ist mehrere Monate Wartezeit normal und kein Grund zur Sorge.

    Wurde eine Bestätigung verschickt? Die meisten Anbieter melden den Eingang per E-Mail. Fehlt sie, kann der Antrag im Spam gelandet oder gar nicht angekommen sein.

    Stimmt die Bankverbindung? Ein Zahlendreher führt zur Rückbuchung, ohne dass der Halter automatisch informiert wird.

    Bleibt es unklar, ist die schriftliche Nachfrage beim Anbieter der richtige Weg — mit Datum des Antrags und der Fahrzeug-Identifizierungsnummer. Wer keine Reaktion bekommt, kann sich an die Verbraucherzentrale wenden.

    Wichtig zu wissen: Das Umweltbundesamt ist für den Halter kein Ansprechpartner, wenn ein Dienstleister eingeschaltet ist. Der Vertrag besteht mit dem Anbieter, nicht mit der Behörde.

    Was die THG-Prämie nicht ist: die häufigsten Verwechslungen

    Ein großer Teil der abgelehnten oder gar nicht erst gestellten Anträge geht auf Missverständnisse zurück. Vier davon begegnen einem immer wieder.

    Es ist kein Geld vom Staat. Die Prämie kommt nicht aus einem Fördertopf, sondern von Unternehmen, die Kraftstoffe in Verkehr bringen. Sie müssen ihre Treibhausgasbilanz um einen gesetzlich festgelegten Anteil senken und kaufen dafür die Einsparungen anderer. Deshalb gibt es kein Antragsformular einer Behörde und keine Bedürftigkeitsprüfung — und deshalb schwankt die Höhe mit dem Marktpreis. Die staatlichen Zuschüsse beim Kauf sind eine völlig andere Sache und im Überblick zur Förderung für Elektroautos beschrieben.

    Es hängt nicht am Ladeverhalten. Wer täglich lädt, bekommt nicht mehr als jemand, der das Auto selten bewegt. Angerechnet wird ein amtlich veröffentlichter Schätzwert je Fahrzeug, keine gemessene Strommenge. Ein Nachweis über den Zähler ist deshalb nie erforderlich, und eine Wallbox ist keine Voraussetzung.

    Es ersetzt keine Ladekarte und keinen Stromtarif. Manche Anbieter kombinieren beides, das ist aber ein eigenes Produkt. Die Prämie selbst ist eine reine Auszahlung und an keinen Vertrag über Ladestrom gebunden.

    Es ist kein Ersatz für den Umweltbonus. Der Kaufzuschuss und die Prämie schließen sich nicht gegenseitig aus. Wer beim Kauf gefördert wurde, kann die Prämie trotzdem jedes Jahr beantragen — die beiden Programme haben nichts miteinander zu tun.

    Wer diese vier Punkte kennt, spart sich die meisten Rückfragen. Es bleibt eine kurze Formalie, die einmal im Jahr ein paar hundert Euro bringt.

    Eine Checkliste für den Antrag

    Wer diese Punkte vorab klärt, kommt ohne Rückfragen durch:

    • Ist es ein reines Elektroauto? Plug-in-Hybride sind nicht anrechenbar.
    • Stehe ich als Halter im Fahrzeugschein? Nur der Halter ist berechtigt.
    • Ist der Schein gültig und lesbar? Fahrzeug-Identifizierungsnummer und Name müssen erkennbar sein.
    • Habe ich in diesem Jahr schon woanders beantragt? Doppelmeldungen führen zur Absage.
    • Passt das Auszahlungsmodell zu meinen Erwartungen? Schnell und weniger oder später und mehr.
    • Läuft der Vertrag automatisch weiter? Dann im nächsten Jahr an den Vergleich denken.
    • Ist noch Zeit bis zur Anbieterfrist? Sie liegt meist Ende Oktober, deutlich vor dem gesetzlichen Stichtag.

    Für Halter eines Elektroautos, das gerade erst zugelassen wurde, gilt: Der Anspruch entsteht sofort. Man muss nicht bis zum Jahresende oder gar bis zum Folgejahr warten. Wer im Januar zulässt, kann im Januar beantragen.

    Was passiert mit meinen Daten beim THG-Antrag?

    Wer ein Foto seines Fahrzeugscheins hochlädt, gibt mehr preis als bei den meisten Online-Formularen: Name, Anschrift, Fahrzeug-Identifizierungsnummer und Zulassungsdatum stehen alle auf diesem Dokument.

    Der Anbieter braucht diese Angaben tatsächlich. Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer ist der Schlüssel, mit dem das Umweltbundesamt Doppelmeldungen ausschließt, und der Haltername belegt die Berechtigung. Ohne beides funktioniert das Verfahren nicht.

    Zwei Dinge sind vorgeschrieben und sollten erfüllt sein. Der Dienstleister muss die Zulassungsbescheinigung nach der Verordnung drei Jahre aufbewahren — das ist keine Willkür, sondern Nachweispflicht gegenüber der Behörde. Und er muss sie spätestens nach einem Jahr aktualisieren, weshalb im Folgejahr erneut nach Unterlagen gefragt werden kann.

    Worauf man achten sollte: Ein seriöser Anbieter erklärt in seiner Datenschutzerklärung, welche Daten er wie lange speichert und ob er sie an Dritte weitergibt. Wer zusätzlich zur Prämie Newsletter, Werbeeinwilligungen oder Partnerangebote im selben Formular unterbringt, sollte diese Häkchen bewusst setzen oder weglassen — für den Antrag selbst sind sie nicht nötig.

    Nicht erforderlich sind übrigens: Kopien des Personalausweises, Angaben zum Einkommen, Fotos des Fahrzeugs oder Zugriff auf Fahrzeugdaten über eine App. Wer danach gefragt wird, sollte den Anbieter wechseln.

    Wo Elektroautos in der Region gewartet werden

    Für Wartung, Inspektion und Hochvolt-Service (Arbeiten an der Antriebsbatterie) ist der Automobilsalon Bellemann in Wiesloch autorisierter Servicepartner für die Region Wiesloch, Walldorf, Heidelberg, Mannheim und Sinsheim.

    Quellen

    Update-Hinweis (Stand: 20.08.2026)

    Erstveröffentlichung. Die Angaben zur Antragsberechtigung und zur formlosen Antragstellung stammen vom Umweltbundesamt, die rechtliche Einordnung aus dem Wortlaut der 38. BImSchV. Die Einschätzung zum Eigenantrag beruht darauf, dass das Amt ausschließlich eine Bescheinigung ausstellt und der Verkauf an quotenverpflichtete Unternehmen selbst zu organisieren wäre.

    Häufige Fragen

    Wie beantrage ich die THG-Prämie?

    Anbieter auswählen, ein Foto der Zulassungsbescheinigung Teil I hochladen, Bankverbindung angeben, fertig. Der Vorgang dauert wenige Minuten. Der Dienstleister prüft die Angaben, meldet das Fahrzeug beim Umweltbundesamt und zahlt je nach Modell sofort oder nach Erteilung der Bescheinigung aus.

    Was brauche ich, um die THG-Prämie zu beantragen?

    Die Zulassungsbescheinigung Teil I, also den Fahrzeugschein. Die Vorderseite genügt, ein Handyfoto reicht aus. Dazu kommen Name, Anschrift und Bankverbindung. Der Fahrzeugbrief, ein Kaufvertrag oder Nachweise über geladene Strommengen sind nicht erforderlich.

    Kann man die THG-Quote selbst beim Umweltbundesamt beantragen?

    Rechtlich ja. Bei nicht öffentlichem Laden gilt der Halter selbst als Ladepunktbetreiber und kann die Bescheinigung formlos per E-Mail beantragen. Praktisch scheitert es am nächsten Schritt: Das Amt bescheinigt nur die Menge, verkaufen muss man selbst — und Quotenverpflichtete kaufen nur gebündelte Mengen.

    Wie oft muss man die THG-Prämie beantragen?

    Jedes Jahr neu. Der Anspruch entsteht in jedem Quotenjahr erneut, solange das Fahrzeug auf dich zugelassen ist. Nur wenige Anbieter melden Bestandskunden automatisch wieder an, und selbst dann lohnt der Vergleich, weil die Konditionen des Vorjahres selten die besten des laufenden sind.

    Wie lange dauert der Antrag?

    Das Ausfüllen dauert wenige Minuten. Bis das Geld kommt, vergehen je nach Modell zwei bis vier Wochen bei Sofortauszahlung oder mehrere Monate, wenn der Anbieter erst nach Erteilung der Bescheinigung zahlt.

    Warum wurde mein THG-Antrag abgelehnt?

    Meist aus einem von vier Gründen: Das Fahrzeug ist kein reines Elektroauto, der Antragsteller steht nicht als Halter im Schein, die Unterlagen sind unleserlich, oder für dieselbe Fahrzeug-Identifizierungsnummer wurde in diesem Jahr bereits gemeldet.

    Kann ich die Prämie bei mehreren Anbietern gleichzeitig beantragen?

    Nein. Jede Fahrzeug-Identifizierungsnummer kann je Quotenjahr nur einmal angerechnet werden. Wer parallel bei zwei Anbietern einreicht, bekommt bei einem eine Absage und riskiert bei manchen Anbietern eine Vertragsstrafe.

    Brauche ich einen Nachweis, wie viel ich geladen habe?

    Nein. Für Fahrzeuge wird nicht die tatsächlich geladene Strommenge angerechnet, sondern ein amtlich veröffentlichter Schätzwert je Fahrzeug. Deshalb bekommen Vielfahrer und Wenigfahrer dieselbe Prämie, und ein Zählernachweis ist nicht nötig.

    Was passiert, wenn ich das Auto nach dem Antrag verkaufe?

    Ein bereits gestellter und bewilligter Antrag bleibt in der Regel bestehen, weil er sich auf das laufende Quotenjahr bezieht. Der Käufer kann für dasselbe Jahr nichts mehr beantragen. Bei einem Verkauf lohnt deshalb ein Hinweis im Kaufvertrag, wer die Prämie behält.

    Kann ich die Prämie für ein gebrauchtes Elektroauto beantragen?

    Ja. Das Alter des Fahrzeugs spielt keine Rolle, ebenso wenig der Kaufpreis oder ob es neu oder gebraucht erworben wurde. Entscheidend ist allein, dass es ein reines Batterieelektrofahrzeug ist und du als Halter eingetragen bist.

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