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E-Mobilität & Förderung

THG-Prämie 2027 Prognose: Wie hoch und ab wann beantragen?

THG-Prämie 2027: Die Quote steigt auf 17,5 %, doch ein Überschuss aus den Vorjahren drückt den Preis. Was Anbieter bieten und ab wann du beantragst.

#THG-Quote#THG-Prämie#Elektroauto#E-Mobilität
THG-Prämie 2027: Münzstapel in wachsender Höhe vor einem Elektroauto stehen für die steigende THG-Quote
Bild: Automobilsalon Bellemann Illustration
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    THG-Quote 2026: Bis wann beantragen und wann das Geld kommt
    Alle bestätigten Infos, Einordnung, Updates und interne Sprünge an einer Stelle.
    Inhalt dieses Artikels
    1. THG-Prämie 2027 Prognose: wie hoch sie wird und ab wann du beantragen kannst
    2. Kurzantwort
    3. Wie hoch wird die THG-Prämie 2027? Deckel, Spanne, Prognose
    4. Warum sinkt die THG-Prämie 2027 trotz höherer Quote?
    5. Wird die THG-Prämie 2027 steigen?
    6. Die Entwicklung der THG-Quote bis 2030: die Staffel im Gesetz
    7. THG-Prämie 2027: ab wann beantragen?
    8. THG-Prämie für 2 Jahre: 2026 und 2027 zusammen abschließen?
    9. Steigt die THG-Prämie im Laufe des Jahres?
    10. Fristen und Zeitplan: erst 2026 sichern, dann 2027 anmelden
    11. THG-Quote 2027 beim E-Auto: was sich am Verfahren ändert — und was nicht
    12. Was die Prognose für den Kauf eines Elektroautos bedeutet
    13. Wartung für dein Elektroauto in Wiesloch und Umgebung
    14. Quellen
    15. Update-Hinweis (Stand: 19.09.2026)

    THG-Prämie 2027 Prognose: wie hoch sie wird und ab wann du beantragen kannst

    Zum 1. Januar 2027 steigt die gesetzliche Treibhausgasminderungsquote, kurz THG-Quote, von 12 auf 17,5 Prozent. So steht es im Bundes-Immissionsschutzgesetz, seit das Zweite Gesetz zur Weiterentwicklung der THG-Quote am 5. Juni 2026 verkündet wurde. Viele Halter erwarten deshalb mehr Geld für ihr Elektroauto. Die Rechnung geht aber nicht so einfach auf.

    Kraftstofffirmen dürfen 2027 einen großen Vorrat an Einsparungen aus den Vorjahren nutzen. Gleichzeitig bringt jedes E-Auto bei höherer Quote rechnerisch weniger ein. Mit dem Gesetz, der Verordnung, den Unterlagen des Bundestags und den aktuellen Angeboten lässt sich gut eingrenzen, was das für deine Prämie heißt. Wie das System grundsätzlich funktioniert, erklärt der Überblick zur THG-Quote 2026 mit Frist und Antrag.


    Kurzantwort


    Wie hoch wird die THG-Prämie 2027? Deckel, Spanne, Prognose

    Eine feste Zahl gibt es noch nicht, denn die Prämie ist ein Marktpreis. Die Anhaltspunkte zeigen aber nach unten: Zwei-Jahres-Angebote nennen für 2027 200 bis 265 Euro, während für 2026 mehr als 20 Anbieter mindestens 300 Euro zahlen. Selbst wenn eine Tonne so viel kostet wie die gesetzliche Strafe, wären 2027 rechnerisch nur rund 390 Euro je E-Auto möglich.

    Die Obergrenze setzt diese Strafe für Kraftstofffirmen. Wer seine Quote verfehlt, zahlt nach § 37c des Bundes-Immissionsschutzgesetzes 0,60 Euro je Kilogramm CO₂, also 600 Euro je Tonne. Teurer als diese Strafe kauft niemand eine Einsparung ein.

    Wie viel ein E-Auto einbringt, regelt die 38. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (38. BImSchV). Für ein reines Elektroauto zählt pauschal ein Schätzwert von 2.000 Kilowattstunden Strom im Jahr. Diese Menge wird dreifach gewertet. Abgezogen wird der CO₂-Wert des deutschen Stroms, für 2026 sind das 119 Kilogramm je Gigajoule (ein Gigajoule sind knapp 278 Kilowattstunden). Er zählt nur zu 40 Prozent, weil ein Elektromotor die Energie besser nutzt als ein Verbrenner. Verglichen wird mit dem Ausstoß, den dieselbe Energiemenge aus Kraftstoff nach der Quote höchstens haben dürfte.

    Nach unserer Rechnung bringt ein E-Auto so 2026 rund 0,76 Tonnen. Mit 17,5 Prozent Quote darf Kraftstoff weniger ausstoßen, und der Vorsprung des E-Autos schrumpft auf rund 0,65 Tonnen, wenn der Stromwert gleich bleibt.

    20262027
    Gesetzliche Quote12 Prozent17,5 Prozent
    Einsparung je E-Auto (eigene Rechnung)rund 0,76 Tonnenrund 0,65 Tonnen
    Obergrenze bei 600 Euro je Tonne (eigene Rechnung)rund 455 Eurorund 390 Euro
    Angebote laut AUTO BILD (Stand 16.09.2026)mehr als 20 Anbieter ab 300 Euro, höchstens 421 Euroin Zwei-Jahres-Verträgen 200 bis 265 Euro

    Der Wert für 2027 gilt bei gleichem Stromwert von 119 Kilogramm je Gigajoule. Selbst wenn der Preis je Tonne gleich bliebe, würde die Prämie allein durch diese Rechnung um rund 15 Prozent sinken.

    Warum sinkt die THG-Prämie 2027 trotz höherer Quote?

    Hauptgrund ist ein Vorrat aus den Vorjahren. Kraftstofffirmen haben bis 2025 mehr eingespart, als die Quote verlangte. Diesen Überschuss durften sie 2025 und 2026 nicht anrechnen, 2027 aber schon. Er deckt einen großen Teil des Mehrbedarfs, den die höhere Quote auslöst.

    Geregelt ist das in § 4a der 38. BImSchV. Auf Antrag wird der Überschuss aus 2024 und 2025 auf das Jahr 2027 angerechnet. Wie groß er ist, steht in der Stellungnahme des Bundesrats zum Gesetzentwurf (Bundestagsdrucksache 21/4083). Laut Generalzolldirektion lag der Vorrat Ende 2024 bei 6,7 Millionen Tonnen CO₂. Der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie schätzte für 2025 und 2026 je rund eine weitere Million Tonnen. So kommen 2027 etwa 8,7 Millionen Tonnen zusammen, mit weiteren Überschüssen bei Biokraftstoffen sogar 11,4 Millionen.

    Zum Vergleich: Bei 16 Prozent Quote hätte die Pflicht 2027 laut Bundesrat 30 Millionen Tonnen betragen. Daraus folgt nach unserer Rechnung, dass der Schritt von 12 auf 17,5 Prozent bei gleicher Kraftstoffmenge rund 10 Millionen Tonnen zusätzlichen Bedarf schafft. Der Vorrat ist fast so groß wie dieser ganze Mehrbedarf. Setzen die Firmen ihn vollständig ein, brauchen sie 2027 kaum mehr neue Einsparungen als 2026, obwohl die Quote um fast die Hälfte steigt.

    Genau deshalb hat der Bundesrat 17,5 statt 16 Prozent verlangt: Die höhere Quote soll den Überschuss abfedern und den Preis stützen. Die CDU/CSU-Fraktion erklärte im Umweltausschuss, die überschüssigen Zertifikate kämen 2027 wieder auf den Markt, das werde mit 17,5 Prozent korrigiert (Drucksache 21/5530). Ob das reicht, wird sich erst im Lauf des Jahres 2027 zeigen.

    Verursacht haben den Überschuss vor allem Biokraftstoffe, nicht die E-Autos. Laut Begründung des Gesetzes führte die doppelte Anrechnung bestimmter Biokraftstoffe zu einem Überangebot und zum Preisverfall am Quotenmarkt. Im Ausschuss nannte die CDU/CSU-Fraktion außerdem gefälschte Zertifikate aus Südostasien. Die doppelte Anrechnung hat das neue Gesetz abgeschafft.

    Amtliche Preise für gehandelte Quoten veröffentlicht keine Behörde. Den besten Hinweis auf die Erwartung des Marktes geben deshalb die Zwei-Jahres-Angebote, in denen Anbieter einen festen Betrag für 2027 zusagen und das Risiko selbst tragen.

    Wird die THG-Prämie 2027 steigen?

    Es gibt auch Stimmen, die höhere Prämien erwarten. auto motor und sport schrieb am 2. August 2026, für 2027 sprächen mehrere Faktoren für stabile oder höhere Auszahlungen. Setze sich die Entwicklung von 2026 fort, seien mehr als 400 Euro möglich. AUTO BILD sieht in der bis 2040 verlängerten Quote eine langfristig steigende Einnahmequelle für E-Auto-Fahrer.

    Drei Punkte können den Preis tatsächlich stützen. Erstens fällt die doppelte Anrechnung von Biokraftstoffen weg, das nimmt künftig Angebot vom Markt. Zweitens steigt die Quote auch nach 2027 weiter. Drittens kann der CO₂-Wert des Stroms für 2027 niedriger ausfallen als 119. Dann bringt jedes E-Auto etwas mehr, bei 110 Kilogramm je Gigajoule wären es nach unserer Rechnung rund 0,72 Tonnen.

    Diesen Wert muss das Umweltbundesamt nach § 5 der 38. BImSchV bis Ende Oktober bekannt geben. Den Wert für 2026 hat es am 15. Oktober 2025 festgelegt, im Bundesanzeiger erschien er am 5. November 2025.

    Unsere Einschätzung: Eine niedrigere Prämie für 2027 ist wahrscheinlicher als eine höhere. Die Anbieter tragen das Risiko ihrer festen Zusagen selbst und nennen für 2027 nur 200 bis 265 Euro. Ob die THG-Prämie danach wieder steigt, hängt davon ab, wie viel vom Vorrat die Firmen 2027 verbrauchen. Sobald der Stromwert und die ersten Einjahresangebote für 2027 vorliegen, aktualisieren wir diese Prognose.

    Die Entwicklung der THG-Quote bis 2030: die Staffel im Gesetz

    Die Quote steigt jedes Jahr: 12 Prozent 2026, 17,5 Prozent 2027 und 26,5 Prozent 2030. Danach geht es weiter bis 65 Prozent im Jahr 2040. Diese Stufen gelten seit dem Gesetz vom 1. Juni 2026. Der Regierungsentwurf hatte für 2027 noch 16 Prozent vorgesehen, der Bundesrat verlangte 17,5 Prozent.

    JahrGesetzliche Quote
    202612 %
    202717,5 %
    202819,5 %
    202922,5 %
    203026,5 %
    203541 %
    204065 %

    Grundlegend geändert hat das Gesetz auch den Mechanismus in § 37h. Die Zollverwaltung veröffentlicht bis zum 15. November des Folgejahres, wie viel die Firmen über die Quote hinaus eingespart haben. Ist der Überschuss größer als der nächste Quotenschritt, muss die Bundesregierung die Quote per Verordnung anheben. Das wirkt aber erst mit einigen Jahren Abstand und hilft der Prämie 2027 nicht.

    Für die langfristige Entwicklung der THG-Quote 2027 und danach gilt außerdem: Eine höhere Quote heißt nicht automatisch mehr Geld je Auto. Je strenger die Quote, desto kleiner der Vorsprung eines E-Autos. Zudem zählt der Strom nur bis 2034 dreifach, 2035 doppelt und ab 2036 einfach.

    THG-Prämie 2027: ab wann beantragen?

    Bei manchen Anbietern schon jetzt: Wer einen Zwei-Jahres-Vertrag abschließt, gibt 2026 und 2027 zusammen ab. Einjahresangebote für 2027 öffnet jeder Anbieter selbst, manche schon vor dem Jahreswechsel. Beim Umweltbundesamt meldet der Anbieter das Jahr 2027 im Lauf des Jahres 2027, spätestens bis zum 15. November 2027.

    Wer die THG-Prämie 2027 beantragen will, braucht ein reines Elektroauto, das 2027 auf ihn zugelassen ist. Als Nachweis dient eine Kopie der Zulassungsbescheinigung Teil I. Nach einem Jahr schreibt die Verordnung eine aktuelle Kopie vor, bei Zwei-Jahres-Verträgen kann der Anbieter sie also erneut anfordern. Je Auto und Jahr darf die Strommenge nur einmal gemeldet werden.

    Beim Zeitpunkt hilft ein Blick auf 2026. Laut auto motor und sport haben viele Anbieter ihre garantierten Beträge 2026 erst im Frühjahr deutlich angehoben. Die Zeitschrift hält deshalb März bis Juni für einen guten Zeitraum und rät, spätestens Ende Oktober zu beantragen. Ob sich 2027 genauso entwickelt, ist offen. Drückt der Vorrat auf den Preis, kann langes Warten auch nichts bringen.

    THG-Prämie für 2 Jahre: 2026 und 2027 zusammen abschließen?

    Ein Zwei-Jahres-Vertrag kann sich lohnen, wenn der Betrag für 2027 fest zugesagt ist und du nach einem Jahr kündigen kannst. Dann sicherst du den hohen Preis für 2026 und hast für 2027 eine feste Summe. Ohne diese beiden Punkte bindest du dich an Bedingungen, die du nicht kennst.

    AUTO BILD nennt im Anbietervergleich mehrere Beispiele (Stand 16.09.2026). Ein Anbieter zahlt 400 Euro für 2026 samt Bonus und 200 Euro im zweiten Jahr, ein anderer je 200 Euro für 2026 und 2027 plus 220 Euro Neukundenbonus. Ein dritter bietet zusammen 600 Euro, davon 335 Euro für 2026 und 265 Euro für 2027. Der hohe Betrag im ersten Jahr kommt also oft vom Bonus.

    Der ADAC weist darauf hin, dass bei mehrjährigen Verträgen oft nur das erste Jahr garantiert ist. Danach behalten sich die Anbieter Änderungen vor. auto motor und sport warnt, dass du bei steigenden Preisen mit einem Mehrjahresvertrag nicht mehr profitierst.

    Unsere Einschätzung: Nach heutigem Stand sind 200 bis 265 Euro fest zugesagt für 2027 kein schlechter Wert. Das gilt aber nur, wenn die Summe wirklich garantiert ist und du kündigen kannst. Worauf du bei Garantie, Auszahlung und Laufzeit achten solltest, zeigt der Vergleich seriöser THG-Anbieter mit Auszahlung und Wechsel.

    Steigt die THG-Prämie im Laufe des Jahres?

    2026 war das so. Im März nannte die Verbraucherzentrale Prämien bis zu 300 Euro, im Juni der ADAC Angebote über 300 Euro. Im September zahlen laut AUTO BILD vier Anbieter 400 Euro oder mehr, das höchste Angebot liegt bei 421 Euro. Viele dieser Spitzenwerte enthalten einen Neukundenbonus.

    Eine feste Regel ist das nicht. Die Preise stiegen 2026 auch, weil der Überschuss der Vorjahre gesperrt war. 2027 fällt diese Sperre weg. Ob die Angebote dann im Jahresverlauf klettern, hängt davon ab, wie schnell die Firmen ihren Vorrat einsetzen.

    Fristen und Zeitplan: erst 2026 sichern, dann 2027 anmelden

    Die Prämie für 2027 ersetzt nicht die für 2026. Der Anspruch für 2026 verfällt, wenn er nicht rechtzeitig gemeldet wird. Nach § 8 der 38. BImSchV muss die Meldung bis zum 15. November 2026 beim Umweltbundesamt sein. Die Anbieter reichen gesammelt ein und nehmen Anträge deshalb meist früher an.

    Wer noch nicht beantragt hat, sollte das jetzt erledigen. Wie der Antrag abläuft und welche Unterlagen du brauchst, erklärt der Beitrag zum THG-Prämie beantragen mit Ablauf und Unterlagen. Das Umweltbundesamt bearbeitete Mitte September Anträge, die ab dem 14. Juli eingegangen waren.

    Diese Termine entscheiden, wann du mehr über die Prämie 2027 weißt:

    TerminWas passiert
    bis Ende Oktober 2026Das Umweltbundesamt gibt den CO₂-Wert des Stroms für 2027 bekannt.
    15. November 2026Letzter Tag für die Meldung 2026 beim Umweltbundesamt, Anbieter schließen meist früher.
    rund um den JahreswechselJeder Anbieter öffnet seine Einjahresangebote für 2027 selbst.
    1. Januar 2027Quote 17,5 Prozent, Überschuss aus 2024 und 2025 anrechenbar, Faktor 4 für Busse und schwere Lkw.
    15. November 2027Letzter Tag für die Meldung 2027 beim Umweltbundesamt.
    bis 15. November 2028Die Zollverwaltung veröffentlicht, wie viel die Firmen 2027 über die Quote hinaus eingespart haben.

    THG-Quote 2027 beim E-Auto: was sich am Verfahren ändert — und was nicht

    Für Pkw bleibt der Ablauf gleich. Anspruch haben nur reine Elektroautos, Plug-in-Hybride gehen leer aus. Welche Fahrzeuge zählen, zeigt der Beitrag zu Hybrid, E-Roller und anderen Fahrzeugen bei der THG-Quote. Der Schätzwert von 2.000 Kilowattstunden stammt aus einer Bekanntmachung vom August 2023 und wird jährlich überprüft. Verkaufst du das Auto, nachdem die Prämie für das Jahr gemeldet ist, musst du den Käufer darüber informieren. Er bekommt für dieses Jahr nichts mehr.

    Für schwere Fahrzeuge ändert sich viel. Ab 2027 zählt der Ladestrom von Bussen und schweren Lkw vierfach statt dreifach. Für einen E-Bus gilt ein Schätzwert von 72.000 Kilowattstunden. Nach unserer Rechnung bringt er 2027 rund 31 Tonnen, fast 50-mal so viel wie ein Pkw. Für Pkw-Halter heißt das mehr Angebot am Markt und keinen Rückenwind für den Preis.

    Wer eine öffentlich zugängliche Wallbox betreibt, meldet dagegen gemessene Strommengen, und zwar bis zum 28. Februar des Folgejahres. Mehr dazu steht im Beitrag zur THG-Quote für die Wallbox und den Ladestrom.

    Was die Prognose für den Kauf eines Elektroautos bedeutet

    Die THG-Prämie ist ein kleiner jährlicher Zuschuss, kein Kaufgrund. Plane für 2027 lieber mit gut 200 Euro als mit 400 Euro. Zur Einordnung: Beim durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von 34,36 Cent je Kilowattstunde (Statistisches Bundesamt, erstes Halbjahr 2025) bezahlen 200 Euro nach unserer Rechnung rund 580 Kilowattstunden. Das ist gut ein Viertel der 2.000 Kilowattstunden, die das Gesetz einem E-Auto im Jahr zurechnet. Was Laden zu Hause und unterwegs kostet, zeigt der Beitrag zu den Ladekosten für E-Autos je 100 Kilometer.

    Das gilt für neue und gebrauchte Elektroautos gleichermaßen, denn der Anspruch hängt an der Zulassung. Ob gerade reine Elektroautos dabei sind, zeigt der Gebrauchtwagenbestand in Wiesloch.

    Wichtiger sind 2027 zwei andere Geldquellen. Die staatliche E-Auto-Förderung in Deutschland gilt für neue reine Elektroautos laut Richtlinie bei Erstzulassung bis Ende 2029, solange Geld im Topf ist. Die Regeln stehen im Beitrag zur E-Auto-Förderung 2026 mit bis zu 6.000 Euro. Dazu kommt die Befreiung von der Kfz-Steuer für Erstzulassungen bis Ende 2030, längstens bis Ende 2035, wie der Beitrag zur Kfz-Steuer für Elektroautos bis 2035 zeigt.

    Für Firmen mit Fuhrpark zählt die Prämie je Fahrzeug, bei einem Transporter der Klasse N1 gilt ein Schätzwert von 3.000 Kilowattstunden. Wem sie bei Leasing und Dienstwagen zusteht, erklärt der Beitrag zur THG-Quote bei Leasing, Dienstwagen und Firmenwagen.

    Wartung für dein Elektroauto in Wiesloch und Umgebung

    Egal, wie hoch die Prämie 2027 ausfällt: Ein Elektroauto braucht jedes Jahr seine Wartung. Halter aus Wiesloch, Walldorf und Heidelberg finden beim Service des Automobilsalons Bellemann Inspektion und Hochvolt-Service, also Arbeiten am Hochvolt-System mit der Antriebsbatterie, für ŠKODA, SEAT und CUPRA.

    Quellen

    Die Quoten bis 2040 stehen in § 37a Bundes-Immissionsschutzgesetz, die Strafe von 0,60 Euro je Kilogramm in § 37c und der Anpassungsmechanismus in § 37h. Geändert hat sie das Zweite Gesetz zur Weiterentwicklung der THG-Quote (BGBl. 2026 I Nr. 163). Die Überschussregel steht in § 4a der 38. BImSchV, die Rechnung für E-Autos in § 5 und § 7, die Frist in § 8.

    Die Zahlen zum Überschuss und die Begründung stammen aus der Bundestagsdrucksache 21/4083, die Aussagen aus dem Umweltausschuss aus der Drucksache 21/5530. Den Schätzwert und den Stromwert 2026 nennt das Umweltbundesamt mit den Bekanntmachungen vom 28. August 2023 und vom 5. November 2025.

    Marktwerte und Einschätzungen stammen vom ADAC, von der Verbraucherzentrale, aus dem Anbietervergleich von AUTO BILD und von auto motor und sport. Den Haushaltsstrompreis des Statistischen Bundesamts nennt das Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 11. November 2025. Alle Quellen geprüft am 19.09.2026.

    Update-Hinweis (Stand: 19.09.2026)

    Am 19.09.2026 haben wir den Beitrag neu bewertet. Die frühere Einschätzung, vieles spreche für steigende Prämien 2027, halten wir nach Prüfung von Gesetz, Bundestagsdrucksache und Angeboten nicht mehr aufrecht. Korrigiert haben wir auch, dass die Quotenstufen nicht seit Jahren im Gesetz stehen, sondern seit dem Gesetz vom 1. Juni 2026. Neu sind die Rechnung je E-Auto, der Überschuss aus den Vorjahren und die Zwei-Jahres-Angebote. Letzter Stand der Werte: 19.09.2026.

    Häufige Fragen

    Wie hoch wird die THG-Prämie 2027?

    Eine feste Zahl gibt es noch nicht, weil die Prämie ein Marktpreis ist. Zwei-Jahres-Angebote nennen für 2027 200 bis 265 Euro, für 2026 zahlen dagegen mehr als 20 Anbieter mindestens 300 Euro (AUTO BILD, Stand 16.09.2026). Selbst bei 600 Euro je Tonne, der Höhe der gesetzlichen Strafe, wären 2027 nach unserer Rechnung nur rund 390 Euro je E-Auto möglich.

    Wird die THG-Prämie 2027 steigen?

    Eher nicht. Die Quote steigt zwar auf 17,5 Prozent, doch Kraftstofffirmen dürfen 2027 einen Überschuss aus den Vorjahren anrechnen. Außerdem bringt jedes E-Auto bei höherer Quote rechnerisch weniger ein. Einzelne Stimmen wie auto motor und sport halten höhere Prämien für möglich, die Anbieter kalkulieren 2027 aber niedriger.

    Ab wann kann man die THG-Prämie für 2027 beantragen?

    Über einen Zwei-Jahres-Vertrag kannst du 2027 schon jetzt mit abgeben. Einjahresangebote für 2027 öffnet jeder Anbieter selbst, manche schon vor dem Jahreswechsel. Beim Umweltbundesamt meldet der Anbieter das Jahr 2027 im Lauf des Jahres 2027, spätestens bis zum 15. November 2027. Das Auto muss 2027 auf dich zugelassen sein.

    Kann ich die THG-Prämie für 2026 und 2027 beide bekommen?

    Ja. Jedes Jahr ist ein eigener Anspruch, und je Auto und Jahr darf die Strommenge nur einmal gemeldet werden. Wer 2026 noch nicht beantragt hat, sollte das vor der Frist seines Anbieters erledigen. Der Anspruch für 2026 lässt sich nicht ins nächste Jahr verschieben.

    Lohnt sich eine THG-Prämie für 2 Jahre?

    Das kann sich lohnen, wenn der Betrag für 2027 fest zugesagt ist und du den Vertrag nach einem Jahr kündigen kannst. Dann sicherst du den Preis für 2026 und hast für 2027 eine feste Summe. Der ADAC weist darauf hin, dass bei mehrjährigen Verträgen oft nur das erste Jahr garantiert ist. Lies deshalb die Bedingungen genau.

    Warum sinkt die THG-Prämie 2027, obwohl die Quote steigt?

    Kraftstofffirmen haben bis 2025 mehr eingespart als nötig. Diesen Überschuss durften sie 2025 und 2026 nicht anrechnen, 2027 aber schon. Nach Angaben des Bundesrats geht es um rund 8,7 Millionen Tonnen CO₂, mit weiteren Überschüssen um 11,4 Millionen. Dazu sinkt die Menge, die ein E-Auto bei höherer Quote einbringt.

    Wie sieht die Prognose für die THG-Quote 2027 aus?

    Die Quote selbst steht fest: 17,5 Prozent ab dem 1. Januar 2027, so steht es seit Juni 2026 im Bundes-Immissionsschutzgesetz. Offen ist nur der Preis, den die Kraftstofffirmen für Minderungen zahlen. Der Wert für den CO₂-Ausstoß des Stroms 2027 folgt bis Ende Oktober 2026.

    Steigt die THG-Prämie 2026 noch?

    Im Lauf des Jahres 2026 sind die Angebote bereits gestiegen. Der ADAC nannte im Juni Angebote über 300 Euro, im September zahlen laut AUTO BILD vier Anbieter 400 Euro oder mehr, meist mit Neukundenbonus. Ob bis zur Frist noch mehr kommt, ist offen. Viele Anbieter nehmen Anträge nur bis kurz vor dem 15. November an.

    War die THG-Prämie 2026 höher als 2025?

    Ja. auto motor und sport beschreibt die Prämien 2026 als deutlich gestiegen nach dem Einbruch der Vorjahre. Ein Grund war die Sonderregel, nach der Kraftstofffirmen ihre Überschüsse 2025 und 2026 nicht anrechnen durften. Das machte Minderungen in diesen Jahren knapper.

    Gibt es die THG-Prämie 2027 für jedes E-Auto?

    Für jedes reine Elektroauto, das 2027 auf dich zugelassen ist, auch für ein gebrauchtes. Plug-in-Hybride und andere Hybride sind ausgeschlossen. Gebraucht wird eine Kopie der Zulassungsbescheinigung Teil I. Den Antrag stellt in der Praxis ein Anbieter für dich beim Umweltbundesamt.

    Kann die THG-Prämie unbegrenzt steigen?

    Nein. Verfehlt eine Kraftstofffirma ihre Quote, zahlt sie 600 Euro je Tonne CO₂. Mehr zahlt niemand für eine Minderung. Weil ein E-Auto 2027 nach unserer Rechnung rund 0,65 Tonnen einbringt, liegt die rechnerische Obergrenze bei etwa 390 Euro, bevor Anbieter und Gebühren etwas abziehen.

    Bekommen E-Busse und E-Lkw 2027 mehr Geld?

    Ja. Ab 2027 zählt der Ladestrom schwerer Busse und Lkw vierfach statt dreifach. Ein E-Bus bringt 2027 nach unserer Rechnung rund 31 Tonnen, fast 50-mal so viel wie ein Pkw. Für Halter von Pkw bedeutet das eher mehr Angebot am Markt und damit keinen Rückenwind für den Preis.

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