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Ratgeber & Wissen

Skoda Octavia Preisanpassung: Warum der Bestseller über Nacht 3.000 Euro teurer wurde

Skoda Octavia Preisanpassung seit 30. Juli 2026: Einstieg ab 32.140 statt 29.140 Euro. Der Grund ist die Abgasnorm EU7 — und was das für dich bedeutet.

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Skoda Octavia Preisanpassung 2026: grauer Octavia Combi auf einer Terrasse mit Stadtblick
Skoda Octavia Preisanpassung 2026 Bild: Automobilsalon Bellemann Illustration
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    Skoda Preiserhöhung 2026: Das kosten Octavia, Elroq und Enyaq jetzt
    Alle bestätigten Infos, Einordnung, Updates und interne Sprünge an einer Stelle.
    Inhalt dieses Artikels
    1. Skoda Octavia Preisanpassung: 3.000 Euro Unterschied an einem Tag
    2. Kurzantwort
    3. Wird der Octavia teurer? Die neuen Preise je Ausstattungslinie
    4. Warum ist der Skoda Octavia 3.000 Euro teurer geworden?
    5. Wodurch wird eine Skoda Octavia Preisanpassung ausgelöst?
    6. Ist meine bestehende Bestellung von der Preiserhöhung betroffen?
    7. Wird die Versicherung teurer, wenn der Octavia teurer wird?
    8. Skoda Octavia Preisliste 2026: das neue Sondermodell 30 Jahre
    9. Was ändert sich beim Octavia durch die Modellpflege im September?
    10. Gilt der Preis bei Bestellung oder bei Lieferung?
    11. Wird der Octavia trotz Preisanpassung noch empfohlen?
    12. Quellen und weiterführende Informationen
    13. Stand der Angaben (30.07.2026)

    Skoda Octavia Preisanpassung: 3.000 Euro Unterschied an einem Tag

    Wer am 29. Juli einen Octavia konfiguriert hat, sah 29.140 Euro. Wer es am 30. Juli tat, sieht 32.140 Euro. Rund 3.000 Euro Unterschied über Nacht — bei einem Auto, das technisch dasselbe geblieben ist.

    Der Grund steht nicht in der Preisliste, und er hat mit Preispolitik wenig zu tun. Dieser Beitrag erklärt, was sich geändert hat, warum es gerade den Einstieg trifft, was für Bestellungen gilt, die schon laufen, und ob die Versicherung mitsteigt.


    Kurzantwort


    Wird der Octavia teurer? Die neuen Preise je Ausstattungslinie

    Er ist es bereits. Und die Anpassung fällt sehr unterschiedlich aus, je nachdem, welche Linie man betrachtet.

    LinieMotorLimousineCombi
    Essence1,5 TSI mHEV 85 kW, DSGab 32.140 €ab 32.840 €
    Selection1,5 TSI mHEV 85 kW, DSGab 34.890 €ab 35.590 €
    Selection1,5 TSI mHEV 110 kW, DSGab 37.560 €ab 38.260 €
    Selection2,0 TDI 110 kW, DSGab 38.880 €ab 39.580 €
    Selection2,0 TSI 4x4 150 kW, DSGab 41.350 €ab 42.050 €
    30 Jahre1,5 TSI mHEV 85 kW, DSGab 38.480 €ab 39.180 €
    30 Jahre2,0 TDI 110 kW, DSGab 42.470 €ab 43.170 €
    Sportline1,5 TSI mHEV 110 kW, DSGab 41.990 €ab 42.690 €
    Sportline 30 Jahre1,5 TSI mHEV 110 kW, DSGab 43.230 €ab 43.930 €
    RS2,0 TSI 195 kW, DSGab 49.490 €ab 50.190 €

    Der Combi kostet in jeder Variante 700 Euro mehr als die Limousine — daran hat sich nichts geändert.

    Für die Ausstattungslinien oberhalb des Einstiegs liegt die Anpassung bei rund einem Prozent. Auf einen Octavia Selection gerechnet sind das etwa 350 Euro. Spürbar, aber im Rahmen dessen, was ein Modelljahrwechsel üblicherweise mitbringt.

    Der Einstieg fällt aus diesem Rahmen. Warum, klärt der nächste Abschnitt.


    Warum ist der Skoda Octavia 3.000 Euro teurer geworden?

    Weil sich nicht der Preis geändert hat, sondern das Produkt.

    Bis zum 29. Juli war die günstigste Version ein 1,5-Liter-Benziner mit 6-Gang-Handschaltung für 29.140 Euro. Diese Variante gibt es nicht mehr. Der neue Einstieg heißt weiterhin Essence, hat denselben Motor als Mildhybrid und ein Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe.

    Der Grund dafür ist die Abgasnorm EU7, die im kommenden Jahr für alle Neuzulassungen verbindlich wird. Die Schaltgetriebe-Varianten werden im Octavia unter dieser Norm nicht fortgeführt. Deshalb endet ihre Bestellbarkeit — nicht, weil Skoda den Einstieg verteuern wollte.

    Für die Rechnung heißt das: Ein Teil der 3.000 Euro ist kein Aufschlag, sondern der Gegenwert eines Getriebes, das vorher extra kostete. Wer ohnehin Automatik wollte, zahlt kaum mehr als zuvor. Wer bewusst schalten wollte, hat diese Möglichkeit bei einem neuen Octavia nicht mehr — auch nicht gegen Aufpreis.

    Wie hoch der frühere Aufpreis für das Doppelkupplungsgetriebe genau war, lässt sich aus den öffentlichen Angaben nicht sauber beziffern. Deshalb nennen wir hier keine Zahl und rechnen die Differenz nicht klein.

    Auf dem Gebrauchtmarkt bleiben Handschalter verfügbar, auch als junge Fahrzeuge des auslaufenden Jahrgangs. In unserem geprüften Gebrauchtwagen-Bestand in Wiesloch stehen regelmäßig Octavia beider Getriebearten.


    Wodurch wird eine Skoda Octavia Preisanpassung ausgelöst?

    Drei Entwicklungen wirken zusammen, und keine davon ist auf Skoda beschränkt.

    Gestiegene Herstellungskosten. Material, Energie und Logistik sind seit Jahren teurer geworden. Hersteller geben das gestaffelt weiter, üblicherweise zum Modelljahrwechsel statt mitten im Jahr. Deshalb kommen Anpassungen in Schritten von ein bis zwei Prozent, nicht als einzelner großer Sprung.

    Regulierung. Vorschriften zu Assistenz-, Sicherheits- und Notrufsystemen erhöhen die Grundausstattung jedes Neuwagens. Technik, die früher aufpreispflichtig war, wird zur Pflicht — der Grundpreis steigt, dafür verschwinden einzelne Aufpreise. Beim Modelljahr 2027 zeigt sich das am Notrufsystem, das von der alten 2G/3G-Funktechnik auf 4G/5G wechselt.

    Abgasnormen. Das ist der Faktor, der den Octavia-Einstieg getroffen hat. EU7 entscheidet nicht nur über Grenzwerte, sondern darüber, welche Antriebsvarianten ein Hersteller überhaupt weiterbaut. Fällt die günstigste Variante weg, steigt der Einstiegspreis — ohne dass eine einzige Position teurer geworden wäre.

    Was dabei oft übersehen wird: Gemessen an einer vergleichbar ausgestatteten Konfiguration fallen Anpassungen kleiner aus als am Grundpreis. Wer den Preis von vor zwei Jahren mit dem heutigen vergleicht, sollte deshalb nie Grundpreis gegen Grundpreis stellen, sondern die eigene Wunschkonfiguration gegen sich selbst.

    Ein Beispiel macht das greifbar. Wer 2024 einen Octavia Selection mit Sitzheizung, Rückfahrkamera und größerem Bildschirm bestellte, kreuzte diese Positionen einzeln an. Wer denselben Wagen heute bestellt, findet Teile davon in der Serie — und zahlt sie im Grundpreis mit, statt in der Aufpreisliste. Der Grundpreis steigt dadurch stärker als der Endpreis der fertigen Konfiguration. Beim Vergleich zweier Modelljahre führt der Blick auf die Einstiegszahl deshalb regelmäßig in die Irre.

    Der zweite Punkt betrifft den Zeitpunkt. Skoda passt Modellpreise gebündelt zum Modelljahrwechsel an, weil Produktionsplanung, Bestellsysteme und Preislisten gemeinsam umgestellt werden müssen. Der Sommer ist dafür gesetzt: Werksferien und Produktionsumstellungen fallen ohnehin in diese Zeit. Wer den nächsten regulären Schritt abschätzen will, sollte deshalb den Sommer 2027 im Blick haben — unterjährige Anpassungen wie die vom 30. Juli kommen seltener vor und werden mit wenigen Wochen Vorlauf bekannt gegeben.


    Ist meine bestehende Bestellung von der Preiserhöhung betroffen?

    Nein. Maßgeblich ist der Zeitpunkt der verbindlichen Bestellung, nicht der Liefertermin. Wer bis einschließlich 29. Juli bestellt hat, behält den vereinbarten Preis auch dann, wenn das Fahrzeug erst Monate später gebaut wird.

    Das gilt ausdrücklich auch für die auslaufenden Schaltgetriebe-Varianten: Alle noch eingegangenen Bestellungen werden produziert. Wer einen Handschalter bestellt hat, bekommt ihn — auch wenn er heute nicht mehr bestellbar ist.

    Der häufigste Irrtum betrifft den Unterschied zwischen Angebot und Bestellung. Ein schriftliches Angebot vom 20. Juli sichert nichts — es ist eine Kalkulation, keine Vereinbarung. Erst die erfasste Bestellung bindet den Preis. Wer im Juli beraten wurde, aber erst im August unterschreibt, rechnet mit den neuen Zahlen.

    Ändert sich die Bestellung nachträglich — andere Farbe, anderes Paket, andere Motorisierung —, wird sie zum aktuellen Stand neu gerechnet. Eine Umkonfiguration ist also kein kleiner Eingriff, sondern setzt die Preisbindung zurück.

    Wer unsicher ist, wie sein Fall liegt, sollte den Bestellzeitpunkt schriftlich bestätigt bekommen. Das ist der einzige Nachweis, der im Zweifel zählt. Verbindliche Zusagen zum Kaufvertrag trifft der Vertragshändler, bei dem die Bestellung liegt.


    Wird die Versicherung teurer, wenn der Octavia teurer wird?

    Das hängt davon ab, welche Versicherung gemeint ist — und die Antwort fällt für Haftpflicht und Kasko unterschiedlich aus.

    Die Haftpflicht bleibt unberührt. Sie richtet sich nach der Typklasse der Baureihe, also nach der Schadenstatistik aller Octavia in Deutschland. Ein Preisschritt verändert diese Statistik nicht. Auch die Motorleistung spielt für die Haftpflicht-Einstufung keine Rolle — ein Octavia mit 85 kW und einer mit 195 kW werden gleich bewertet.

    Die Vollkasko kann steigen. Sie orientiert sich am Wiederbeschaffungswert: Was würde es kosten, das Fahrzeug zu ersetzen? Steigt der Neupreis, steigt diese Bezugsgröße mit. Wie stark sich das auf die Prämie auswirkt, entscheidet jeder Versicherer selbst — pauschal lässt sich das nicht beziffern.

    Für Neuwagen kommt ein Punkt dazu, der oft unterschätzt wird: die Neupreisentschädigung. Wird der Wagen in den ersten Monaten nach der Zulassung zerstört oder gestohlen, zahlt der Versicherer den Neupreis statt des Zeitwerts. Bei einem gerade teurer gewordenen Fahrzeug ist diese Leistung mehr wert als vorher — und sie kostet meist wenig Aufpreis.

    Praktisch heißt das: Wer jetzt einen Octavia bestellt, sollte die Kasko-Kalkulation nicht mit den Zahlen von vor einem Jahr machen. Ein Vergleich lohnt sich besonders dann, wenn der Vertrag ohnehin ansteht.

    Eine Frage stellt sich in der Beratung regelmäßig: Ändert der Wechsel auf das Doppelkupplungsgetriebe die Einstufung? Für die Haftpflicht nicht — die Typklasse gilt für die Baureihe, unabhängig vom Getriebe. Bei der Kasko kann der höhere Fahrzeugwert wirken, das Getriebe selbst aber nicht. Wer vom Handschalter auf die Automatik wechselt, muss deshalb keinen Sprung in der Prämie erwarten, der über den Wertunterschied hinausgeht.

    Wichtig ist der Zeitpunkt der Umstellung. Wer ein bestelltes Fahrzeug erst im Herbst bekommt, sollte die Versicherung nicht schon zum alten Wert anmelden. Der Wiederbeschaffungswert richtet sich nach dem Fahrzeug, das tatsächlich geliefert wird — bei einer Anmeldung mit veralteten Angaben kann im Schadenfall eine Lücke entstehen. Ein kurzer Anruf beim Versicherer nach der Auslieferung klärt das.

    Und noch ein Punkt, der beim Neuwagen häufig untergeht: Die Kündigungsfrist zum Jahreswechsel liegt beim 30. November. Wer im Herbst ein Fahrzeug übernimmt und ohnehin über einen Wechsel nachdenkt, hat dann nur wenige Wochen Zeit. Bei einem neu zugelassenen Fahrzeug gilt zusätzlich ein außerordentliches Kündigungsrecht — der Wechsel ist also nicht an den Novembertermin gebunden.


    Skoda Octavia Preisliste 2026: das neue Sondermodell 30 Jahre

    Mit der Preisrunde hat sich auch die Sondermodell-Landschaft verschoben. Das bisherige Balance ist ausgelaufen. An seine Stelle tritt der Octavia 30 Jahre zum Jubiläum der Baureihe.

    Er baut auf der Selection auf und beginnt bei 38.480 Euro als Limousine. Mit dem stärkeren 110-kW-Benziner liegt er bei 41.150 Euro, als Diesel bei 42.470 Euro und mit Allradantrieb bei 44.940 Euro. Der Combi kostet jeweils 700 Euro mehr.

    Gegenüber einer normalen Selection bringt das Sondermodell ein umfangreiches Paket mit: eine eigene Innenraum-Gestaltung, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, die Vorbereitung für eine Anhängerzugvorrichtung, Akustikverglasung vorn und abgedunkelte Scheiben hinten. Dazu kommen mehrere Ausstattungspakete — Chrom, Infotainment, Winter, Komfort, Licht und Sicht sowie Transport. Und eine Anschlussgarantie über drei Jahre bis 50.000 Kilometer.

    Ein wichtiger Punkt für alle, die noch ein Balance bestellt haben: Bestehende Balance-Aufträge werden nicht automatisch auf das neue Sondermodell umgestellt. Sie werden wie bestellt produziert. Wer stattdessen das Jubiläums-Modell möchte, muss neu bestellen — dann gelten die aktuellen Konditionen.

    Welche Ausführung zu welchem Bedarf passt, klärt der Beitrag zu den Octavia-Sondermodellen Balance, Sportline und 30 Jahre. Die regulären Linien vergleicht der Beitrag zur Octavia-Ausstattung von Selection bis RS.


    Was ändert sich beim Octavia durch die Modellpflege im September?

    Die Preisanpassung war der erste von zwei Terminen. Der zweite folgt Anfang September mit dem Wechsel ins Modelljahr 2027 — und dort ändert sich die Ausstattung.

    In der Selection wird das erweiterte Digitalcockpit serienmäßig. Bisher kostete es Aufpreis. Für alle, die es ohnehin bestellt hätten, ist das der wichtigste Punkt des ganzen Wechsels.

    Im RS wird die 360-Grad-Kamera serienmäßig. Dazu bekommt das System in allen Linien ein Update mit besserer Darstellung — unter anderem lässt sich das eingeblendete Fahrzeug ausblenden.

    Der Fahrassistent bekommt eine Ampelerkennung. Die dritte Generation erkennt Ampeln und veranlasst das Fahrzeug zum Anhalten. Dazu verbessern sich Spurführung, assistierter Spurwechsel, die Überquerung von Bahnübergängen und die Verkehrszeichenerkennung.

    Das Notrufsystem wechselt auf 4G/5G. Das ist mehr als ein Detail: Die alten Mobilfunknetze werden schrittweise abgeschaltet, und ein Notrufsystem, das darauf angewiesen ist, verliert seine Grundlage.

    Die Ladeschale fürs Smartphone bekommt Magnethalterung. Statt 7,5 bis 15 Watt lädt sie künftig mit 15 bis 25 Watt, und Magnete halten das Gerät über der Ladespule. Die Funktion setzt ein neueres Smartphone voraus — ab iPhone 12 oder Google Pixel 10. Per Kabel lässt sich weiterhin jedes Gerät laden.

    Im Essence kommt ein Ablagefach im Gepäckraum dazu.

    Im Gegenzug entfallen drei Dinge: die Fußraumbeleuchtung hinten, bei Fahrzeugen mit Doppelkupplung das elektrische Lenksäulenschloss — der Diebstahlschutz läuft dort künftig über das Getriebe — und die Leseleuchtenkonsole ist künftig immer schwarz, auch bei hellem Dachhimmel.

    Die vollständige Einordnung des Modelljahrwechsels steht im Beitrag zum Octavia Modelljahr 2027 mit allen Änderungen.


    Gilt der Preis bei Bestellung oder bei Lieferung?

    Nein. Bestellungen, die ohne festen Produktionstermin in den September laufen, werden automatisch auf die neue Spezifikation umgestellt. Änderungen innerhalb der Ausstattungspakete werden dabei berücksichtigt — es entsteht kein Handlungsbedarf auf Kundenseite.

    Praktisch bedeutet das: Wer im Juli bestellt hat und im Oktober beliefert wird, bekommt ein Fahrzeug mit dem erweiterten Digitalcockpit, aber ohne Fußraumbeleuchtung hinten. Zum alten Preis.

    Wer wissen will, welchen Stand sein Fahrzeug bekommt, fragt beim Vertragshändler nach dem Produktionstermin. Das ist die Größe, die darüber entscheidet — nicht das Bestelldatum. Liegt der Termin in Kalenderwoche 35 oder früher, wird noch im alten Stand gebaut.


    Wird der Octavia trotz Preisanpassung noch empfohlen?

    Für die Ausstattungslinien oberhalb des Einstiegs ändert sich wenig. Rund ein Prozent bewegt keine Kaufentscheidung, und zwischen Selection und Sportline liegen mit gut 7.000 Euro Beträge, die ein Vielfaches der Preisrunde ausmachen. Wer einen Octavia plant, sollte deshalb weniger auf den Stichtag schauen als auf die Linie.

    Beim Einstieg ist es anders. Wer die günstige Handschalter-Variante wollte, findet sie als Neuwagen nicht mehr — und der Weg über die Aufpreisliste steht nicht offen, weil die Variante komplett entfallen ist. Für diese Käufer ist der Gebrauchtmarkt der richtige Ort geworden.

    Ein dritter Weg wird häufig übersehen: Lagerfahrzeuge und Tageszulassungen des auslaufenden Jahrgangs. Sie kommen rund um einen Modelljahrwechsel verstärkt in den Markt, sind sofort verfügbar und oft deutlich günstiger als jede Neubestellung. Beim Octavia kommt hinzu, dass dort noch Handschalter zu finden sind. Der Preis dafür ist die fehlende Wahlfreiheit bei Farbe und Ausstattung.

    Was die Anpassung im Monat bedeutet

    Für die meisten Käufer ist nicht der Listenpreis die entscheidende Zahl, sondern die monatliche Belastung. Dort relativiert sich der Sprung.

    Rund ein Prozent auf eine Selection sind etwa 350 Euro. Auf eine Finanzierung über 48 Monate verteilt — vor Zinsen gerechnet — sind das gut sieben Euro im Monat. Bei den 3.000 Euro des Einstiegs kommt man auf etwa 62 Euro. Das ist spürbar, liegt aber in derselben Größenordnung wie ein einzelnes Ausstattungspaket.

    Konkrete Raten nennen wir hier bewusst nicht. Sie hängen an Laufzeit, Anzahlung, Schlussrate und den jeweils gültigen Konditionen und verändern sich laufend. Wer eine belastbare Zahl braucht, sollte sie für die eigene Wunschkonfiguration rechnen lassen, statt sich an Beispielraten zu orientieren.

    Beim Leasing wirkt die Anpassung anders. Dort geht der Fahrzeugpreis in die Kalkulation ein, aber auch der erwartete Restwert — und der steigt mit dem Neupreis mit. Ein höherer Listenpreis führt deshalb nicht automatisch zu einer proportional höheren Rate. Wie stark sich die Positionen verschieben, zeigt nur die konkrete Rechnung.

    Wer über einen Wechsel nachdenkt, sollte Inzahlungnahme und Neukauf zusammen betrachten. Der aktuelle Wagen wird rund um einen Modelljahrwechsel oft besser bewertet, weil der Handel Bestand für den Abverkauf braucht. Als autorisierter Skoda-Service- und Werkstattpartner ordnen wir in Wiesloch die Wunschkonfiguration ein, prüfen Alternativen im Bestand und rechnen Inzahlungnahme und Finanzierung gemeinsam durch.

    Die vollständige Übersicht über alle betroffenen Baureihen steht im Beitrag zur Skoda Preiserhöhung 2026 mit allen neuen Preisen. Was der Octavia in jeder Ausstattung kostet, zeigt der große Octavia-Überblick mit Preisen und Motoren.


    Quellen und weiterführende Informationen

    Die gültigen Modellpreise, den Konfigurator und die offiziellen Fahrzeugdaten veröffentlicht Skoda Auto Deutschland; der Einstiegspreis steht auf der Octavia-Modellseite. Modelljahr- und Produktinformationen stellt Skoda Media Services bereit. Die Rechtsgrundlagen zur Abgasnorm EU7 dokumentiert die Verordnung (EU) 2024/1257 auf EUR-Lex. Unabhängige technische Daten und Realverbrauchswerte liefert der ADAC-Autokatalog. Zur Einordnung von Typklassen und Kasko-Bewertung informiert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft.

    Stand der Angaben (30.07.2026)

    Alle Preisangaben sind unverbindliche Preisempfehlungen inklusive Mehrwertsteuer, zuzüglich Überführungskosten. Die neuen Preise wurden am 30. Juli 2026 im offiziellen Konfigurator und in den Preislisten geprüft. Der zuvor gültige Einstiegspreis von 29.140 Euro wurde am 29. Juli 2026 auf der offiziellen Modellseite erfasst. Angaben zu Bestellfristen und Preisbindung sind allgemeine Praxishinweise und ersetzen keine verbindliche Zusage des Vertragshändlers. Aussagen zur Versicherung sind allgemeine Einordnungen; die Prämienberechnung liegt beim jeweiligen Versicherer. Skoda Octavia 1.5 TSI mHEV, 85 kW (116 PS): Kraftstoffverbrauch (kombiniert) 5,0–5,6 l/100 km; CO2-Emissionen (kombiniert) 114–128 g/km; CO2-Klasse D–E. Werte nach WLTP (dem gesetzlich vorgeschriebenen Messverfahren für Verbrauch und Reichweite).

    Häufige Fragen

    Wird der Skoda Octavia teurer?

    Er ist es bereits. Seit dem 30. Juli 2026 beginnt der Octavia bei 32.140 Euro als Limousine und 32.840 Euro als Combi. Zuvor lag der Einstieg bei 29.140 Euro. Über die übrigen Ausstattungslinien fällt die Anpassung mit rund einem Prozent deutlich kleiner aus — der Einstieg ist der Ausreißer, nicht die Regel.

    Warum ist der Skoda Octavia 3.000 Euro teurer geworden?

    Weil das Einstiegsmodell gewechselt hat. Die günstigste Version war ein 1,5-Liter-Benziner mit 6-Gang-Handschaltung. Diese Variante wird unter der Abgasnorm EU7 nicht fortgeführt, die im kommenden Jahr für alle Neuzulassungen verbindlich wird. Der neue Einstieg hat serienmäßig ein Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, das vorher Aufpreis kostete.

    Ist meine bestehende Octavia-Bestellung von der Preiserhöhung betroffen?

    Nein. Maßgeblich ist der Zeitpunkt der verbindlichen Bestellung, nicht der Liefertermin. Wer bis einschließlich 29. Juli bestellt hat, behält den vereinbarten Preis auch dann, wenn das Fahrzeug erst Monate später gebaut wird. Auch bereits eingegangene Bestellungen der Schaltgetriebe-Varianten werden noch produziert.

    Gibt es den Skoda Octavia noch mit Handschaltung?

    Als Neuwagen nicht mehr. Die Bestellbarkeit aller Schaltgetriebe-Varianten ist beendet, weil sie unter der Abgasnorm EU7 nicht fortgeführt werden. Alle Octavia haben seitdem ein Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Auf dem Gebrauchtmarkt sind Handschalter weiterhin verfügbar, auch als junge Fahrzeuge des auslaufenden Jahrgangs.

    Wird die Versicherung teurer, wenn der Octavia teurer wird?

    Die Haftpflicht nicht. Sie richtet sich nach der Typklasse der Baureihe, und die ändert sich durch einen Preisschritt nicht. Die Vollkasko dagegen orientiert sich am Wiederbeschaffungswert — steigt der Neupreis, kann auch die Vollkasko-Prämie steigen. Wie stark, hängt vom Versicherer ab und lohnt einen Vergleich.

    Was kostet der Octavia 30 Jahre?

    Das neue Sondermodell zum Firmenjubiläum beginnt bei 38.480 Euro als Limousine und 39.180 Euro als Combi. Mit dem stärkeren Benziner liegt es bei 41.150 Euro, als Diesel bei 42.470 Euro und mit Allradantrieb bei 44.940 Euro. Es baut auf der Selection auf und ersetzt das ausgelaufene Sondermodell Balance.

    Wird meine Balance-Bestellung auf das Sondermodell 30 Jahre umgestellt?

    Nein. Bestehende Aufträge des Sondermodells Balance werden nicht automatisch auf das neue Sondermodell 30 Jahre umgestellt. Sie werden wie bestellt produziert. Wer stattdessen das Jubiläums-Modell möchte, muss neu bestellen — dann gelten die aktuellen Konditionen.

    Was ändert sich beim Octavia durch die Modellpflege im September?

    In der Selection wird das erweiterte Digitalcockpit serienmäßig, im RS die 360-Grad-Kamera. Das Notrufsystem wechselt von 2G/3G auf 4G/5G, die Ladeschale fürs Smartphone bekommt Magnethalterung und lädt mit 15 bis 25 Watt statt 7,5 bis 15 Watt. Der Fahrassistent bekommt eine Ampelerkennung. Im Gegenzug entfallen die Fußraumbeleuchtung hinten und bei Fahrzeugen mit Doppelkupplung das elektrische Lenksäulenschloss.

    Muss ich bei meiner laufenden Bestellung etwas tun?

    Nein. Bestellungen, die ohne festen Produktionstermin in den September laufen, werden automatisch auf die neue Spezifikation umgestellt. Änderungen innerhalb der Ausstattungspakete werden dabei berücksichtigt. Wer sichergehen will, welchen Stand sein Fahrzeug bekommt, fragt beim Vertragshändler nach dem Produktionstermin.

    Lohnt es sich jetzt noch, einen Octavia zu bestellen?

    Die Preise sinken nicht wieder, insofern spricht nichts für Abwarten. Wer allerdings gezielt das erweiterte Digitalcockpit in der Selection oder die 360-Grad-Kamera im RS möchte, bekommt beides ab September serienmäßig statt gegen Aufpreis. Eine dritte Möglichkeit sind Lagerfahrzeuge und Tageszulassungen des auslaufenden Jahrgangs — dort finden sich noch Handschalter.

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