- ŠKODA Kodiaq iV 2026: über 100 km elektrisch, Laden, Kosten
- ŠKODA Kodiaq Motoren im Vergleich: Benziner, Diesel oder Plug-in-Hybrid?
- ŠKODA Kodiaq als 7-Sitzer: Kofferraum, Maße und Platz im Alltag
- ŠKODA Kodiaq Anhängelast: als Zugfahrzeug für Wohnwagen und Anhänger
- ŠKODA Kodiaq gebraucht kaufen: Checkliste, Schwachstellen und worauf achten
- ŠKODA Kodiaq Lieferzeit: wie lange dauert die Bestellung?
- ŠKODA Kodiaq 2027: was bestätigt ist und was erwartet wird
Inhalt dieses Artikels
- ŠKODA Kodiaq Ausstattung: Selection, Sportline oder RS?
- Kurzantwort
- Welche Ausstattungslinien hat der ŠKODA Kodiaq?
- Was kostet der Kodiaq je Linie und Motor?
- Was ist der Unterschied zwischen Selection und Sportline?
- Welche Pakete gibt es beim ŠKODA Kodiaq?
- Was kostet die Anhängerkupplung beim ŠKODA Kodiaq?
- Welche weiteren Optionen sind ihr Geld wert?
- Was die Kodiaq Ausstattung für Versicherung und Unterhalt bedeutet
- Serviceintervall und Garantie beim Kodiaq
- Welche Linie passt zu welchem Bedarf?
- Häufige Fehler beim Konfigurieren des Kodiaq
- Quellen und weiterführende Informationen
- Update-Hinweis
ŠKODA Kodiaq Ausstattung: Selection, Sportline oder RS?
Bei der Kodiaq Ausstattung fällt die Entscheidung meist zwischen zwei Linien, und der Unterschied ist erstaunlich klar zu beziffern. Zwischen Selection und Sportline liegen bei jedem einzelnen Motor exakt 4.400 Euro. Das macht den Vergleich einfacher als bei vielen anderen Autos, wo die Aufpreise je nach Motorisierung schwanken.
Dieser Beitrag zeigt, was in welcher Linie steckt, was die Pakete kosten und welche Einzeloptionen sich wirklich lohnen. Alle Beträge stammen aus der offiziellen Preisliste und wurden gegen den Konfigurator geprüft.
Als Servicepartner sehen wir diese Fahrzeuge im Alltag. Deshalb steht hier auch, welche Bestellentscheidungen sich später bemerkbar machen — im Komfort, in den Unterhaltskosten und beim Wiederverkauf.
Kurzantwort
Welche Ausstattungslinien hat der ŠKODA Kodiaq?
Die Struktur ist übersichtlich: Selection, Sportline und RS. Damit verzichtet ŠKODA beim Kodiaq auf die lange Linienleiter, die andere Hersteller anbieten. Für die Kaufentscheidung ist das ein Vorteil, weil sich die Varianten sauber gegeneinander abgrenzen lassen.
Selection ist die Grundlinie und alles andere als karg. Sie enthält bereits das, was ein großes Familien-SUV braucht, und lässt sich über Pakete gezielt erweitern. Wer den Kodiaq als Werkzeug für Familie und Urlaub sieht, kommt damit sehr weit.
Sportline setzt darauf eine eigene Optik: sportlichere Stoßfänger, größere Räder, dunkel abgesetzte Zierteile und Sportsitze. Technisch ändert sich in der Grundabstimmung nichts. Das ist wichtig zu wissen, denn viele erwarten hinter dem Namen ein strafferes Fahrwerk. Das gibt es nur als Paket, und zwar in beiden Linien.
Der Kodiaq RS ist keine Ausstattungsvariante im engeren Sinn, sondern eine eigene Motorisierung mit passendem Auftritt. Es gibt ihn ausschließlich mit dem 2,0-Liter-Benziner mit 195 Kilowatt, also 265 PS, und Allradantrieb. Die Einordnung aller Motoren steht in unserem Überblick zum ŠKODA Kodiaq 2026.
Was kostet der Kodiaq je Linie und Motor?
Die folgende Aufstellung stammt aus der offiziellen Preis- und Ausstattungsübersicht. Alle Beträge sind unverbindliche Preisempfehlungen inklusive Mehrwertsteuer.
Mit dem 1,5-Liter-Benziner als Mildhybrid und 110 Kilowatt, also 150 PS, beginnt der Kodiaq bei 44.190 Euro in der Selection und bei 48.590 Euro als Sportline. Der 2,0-Liter-Diesel mit ebenfalls 150 PS startet bei 47.700 Euro beziehungsweise 52.100 Euro.
Der Plug-in-Hybrid Kodiaq iV mit 150 Kilowatt, also 204 PS, liegt bei 49.230 Euro in der Selection und 53.630 Euro als Sportline. Der 2,0-Liter-Benziner mit Allrad und derselben Leistung kostet 49.400 beziehungsweise 53.800 Euro. Der stärkere Diesel mit Allrad und 142 Kilowatt, also 193 PS, beginnt bei 51.900 Euro und 56.300 Euro.
Der Kodiaq RS steht bei 59.000 Euro und ist nur in dieser einen Konfiguration erhältlich.
Fällt Ihnen das Muster auf? Der Aufpreis von Selection auf Sportline liegt bei jedem Motor bei genau 4.400 Euro. Das ist ungewöhnlich klar und erleichtert die Rechnung: Man muss nur entscheiden, ob einem die Optik dieser Betrag wert ist, unabhängig davon, welchen Motor man wählt.
Alle Motorisierungen sind sogenannte Green-tec-Motoren mit Start-Stopp-Automatik und Rekuperation, also Rückgewinnung von Bremsenergie. Alle Diesel haben Common-Rail-Technik und einen Partikelfilter. Getriebeseitig ist überall ein Doppelkupplungsgetriebe verbaut, ein Handschalter wird nicht angeboten.
Was ist der Unterschied zwischen Selection und Sportline?
Die ehrliche Antwort: Es ist überwiegend eine Optikfrage. Sportline bringt eigene Stoßfänger, größere Räder, dunkle Zierteile und Sportsitze mit. Der Fahreindruck ändert sich dadurch weniger, als der Name vermuten lässt.
Was sich sehr wohl ändert, ist der Federungskomfort — allerdings über die Räder, nicht über das Fahrwerk. Größere Räder mit flacheren Reifen geben Stöße spürbarer weiter. Wer viel auf schlechten Straßen unterwegs ist, sollte das vor der Bestellung bedenken. Dazu kommt, dass ein Reifensatz in der größeren Dimension deutlich mehr kostet, und das über die gesamte Haltedauer.
Für die Sportline spricht der Wiederverkauf. Diese Linie ist gefragt, und der Aufpreis kommt beim Verkauf erfahrungsgemäß besser zurück als die meisten Einzeloptionen. Wer das Auto nach drei oder vier Jahren wieder abgeben will, holt einen Teil der 4.400 Euro wieder herein.
Beim Plug-in-Hybrid kommt ein Argument hinzu, das kaum jemand auf dem Schirm hat: Die Linie kostet elektrische Reichweite. Im Konfigurator kommt ein Kodiaq iV als Selection ohne Zusatzpakete auf 122 Kilometer, derselbe Antrieb als Sportline nur auf 118 Kilometer. Vier Kilometer Unterschied, allein durch die Ausstattungslinie.
Der Grund liegt nicht am Gewicht, sondern an den Rädern. Das Messverfahren WLTP (der EU-Normtest für Verbrauch und Reichweite) bezieht jede Sonderausstattung ein, die Masse, Rollwiderstand oder Luftwiderstand verändert. Für jede Felgengröße schreibt es sogar eine eigene Messfahrt vor. Größere Räder rollen schwerer und stehen ungünstiger im Wind.
Zum Vergleich, wie klein der reine Gewichtseffekt daneben ist: Anhängerzugvorrichtung und Panoramadach zusammen bringen rund 45 bis 50 Kilogramm mehr und kosten in der Selection zwei Kilometer, in der Sportline einen. Der Linienwechsel kostet also doppelt so viel wie zwei schwere Extras. Alle Werte im Juli 2026 im Konfigurator geprüft.
Für die Selection spricht der Preis und die Vernunft. Wer den Kodiaq zehn Jahre fahren will, hat vom Wiederverkaufsargument wenig und spart die 4.400 Euro lieber beim Kauf oder steckt sie in Technik statt in Optik. Ein gutes Beispiel dafür ist das Paket Sport, das für weniger als ein Viertel dieses Betrags einen echten technischen Unterschied bringt.
Welche Pakete gibt es beim ŠKODA Kodiaq?
Hier liegt der eigentliche Hebel bei der Konfiguration, denn Pakete sind fast immer günstiger als die Summe ihrer Einzelteile.
Das Paket Sport enthält das adaptive Fahrwerk DCC Plus, die Fahrprofilauswahl und die Progressivlenkung. In der Selection kostet es 850 Euro, beim Plug-in-Hybrid 770 Euro und in der Sportline 920 Euro. Bei den Allradversionen sind zusätzlich der Offroad-Assistent sowie der Bergan- und Bergabfahrassistent enthalten. Aus unserer Sicht ist das die sinnvollste Einzelinvestition am ganzen Auto: Das adaptive Fahrwerk gleicht genau den Komfortverlust aus, den große Räder mitbringen.
Beim RS gibt es das Paket Komfort für 1.120 Euro. Darin stecken der schlüssellose Zugang KESSY, eine Diebstahlwarnanlage, die elektrische Heckklappe und ein elektrisch einstellbarer Fahrersitz mit Memory-Funktion und Lendenwirbelstütze. Für Vielfahrer ist besonders die Lendenwirbelstütze relevant, weil sie auf langen Etappen einen spürbaren Unterschied macht.
Die Fahrprofilauswahl ist beim Plug-in-Hybrid übrigens bereits serienmäßig an Bord, was den etwas niedrigeren Paketpreis dort erklärt.
Ein Hinweis zur Reihenfolge beim Konfigurieren: Prüfen Sie erst, welche Einzeloptionen Sie wirklich wollen, und schauen Sie dann, ob ein Paket diese Positionen günstiger bündelt. Umgekehrt kauft man leicht Dinge mit, die man nie nutzt.
Was kostet die Anhängerkupplung beim ŠKODA Kodiaq?
Diese Frage kommt bei einem Auto dieser Größe fast immer, und die Antwort ist erfreulich einfach. Die schwenkbare Anhängerzugvorrichtung inklusive Gespannstabilisierung kostet in allen drei Linien 860 Euro.
Mit dem Anhängerrangierassistenten, den ŠKODA Trailer Assist nennt, sind es 960 Euro. Dieses System übernimmt beim Rückwärtsrangieren mit Anhänger das Lenken, während man selbst Gas und Bremse bedient. Wichtig: Es ist nur zusammen mit dem Ausstattungspaket Fahrassistenz Plus bestellbar, der tatsächliche Aufpreis liegt also höher als die 100 Euro Differenz vermuten lassen.
Alternativ gibt es eine reine Vorbereitung für die Anhängerzugvorrichtung. Sie lohnt sich, wenn man erst später nachrüsten will. Nachrüsten ohne Vorbereitung ist deutlich aufwendiger, weil dann Verkabelung und Steuergeräte-Freischaltung dazukommen.
Aus der Werkstattpraxis ein klarer Rat: Wer auch nur überlegt, jemals einen Anhänger oder Fahrradträger zu ziehen, sollte die Kupplung gleich mitbestellen. Sie gehört zu den wenigen Optionen, die beim Wiederverkauf zuverlässig Geld zurückbringen, weil sie den Kreis möglicher Käufer deutlich vergrößert. Was der Kodiaq ziehen darf, steht in unserem Beitrag zur Anhängelast des Kodiaq.
Welche weiteren Optionen sind ihr Geld wert?
Bei der Lackierung ist die Rechnung überschaubar. Energy-Blau kostet in Selection und Sportline keinen Aufpreis. Stahl-Grau schlägt dort mit 690 Euro zu Buche, ist beim RS aber ohne Mehrpreis zu haben. Sonder-, Metallic- und Perleffektlackierungen kosten entsprechend mehr.
Die Ablagebox für die zweite Sitzreihe kostet 580 Euro. Das klingt viel für ein Staufach, ist aber genau die Art von Detail, die Familien im Alltag täglich nutzen. Wer regelmäßig mit Kindern unterwegs ist, wird sie schätzen.
Trittbretter kosten 1.130 Euro. Sie erleichtern kleineren Personen und Kindern den Einstieg, kosten aber Bodenfreiheit und sammeln im Winter Schmutz. Wir raten dazu nur, wenn der leichtere Einstieg wirklich gebraucht wird.
Bei den Assistenzsystemen lohnt der genaue Blick in die Preisliste, welche Funktion in welcher Linie serienmäßig ist und welche nur im Paket kommt. Diese Zuordnung ändert sich mit den Modelljahren, weshalb die tagesaktuelle Preisliste immer die verbindliche Grundlage ist.
Beim Innenraum lohnt der Blick auf die Sitze. Die elektrisch einstellbare Variante mit Memory-Funktion und Lendenwirbelstütze steckt beim RS im Komfort-Paket. Wer täglich lange Strecken fährt, sollte sie einplanen, weil die Sitzposition auf Dauer über Rückenschmerzen entscheidet. Für gelegentliche Fahrten reichen die serienmäßigen Sitze völlig.
Ähnlich verhält es sich mit der elektrischen Heckklappe. Sie wirkt wie Spielerei, bis man regelmäßig mit vollen Händen vor dem Auto steht. Bei einem Familien-SUV dieser Größe ist sie einer der Punkte, die im Alltag tatsächlich täglich auffallen — anders als viele optische Extras, die man nach zwei Wochen nicht mehr wahrnimmt.
Ein Punkt, den viele unterschätzen: Assistenzsysteme arbeiten mit Kameras und Sensoren, die nach einem Scheibentausch oder einem Frontschaden kalibriert werden müssen. Wird das übersprungen, arbeiten sie ungenau, ohne dass eine Warnleuchte darauf hinweist. Was bei einer regulären Durchsicht geprüft wird, steht im Beitrag zur Inspektion bei ŠKODA, SEAT und CUPRA.
Was die Kodiaq Ausstattung für Versicherung und Unterhalt bedeutet
Ein Punkt, der bei der Konfiguration fast immer untergeht, obwohl er jedes Jahr Geld kostet: die Typklassen. ŠKODA nennt sie in den offiziellen Datenblättern, und die Unterschiede sind größer als viele erwarten.
Der 2,0-Liter-Diesel mit Allrad und 193 PS ist mit 12 in der Haftpflicht sowie 24 in Voll- und Teilkasko eingestuft. Der Plug-in-Hybrid Kodiaq iV liegt bei 12 in der Haftpflicht und jeweils 22 in Voll- und Teilkasko. Zwei Klassen Unterschied in der Kaskoversicherung klingen wenig, machen über die Haltedauer aber einen dreistelligen Betrag pro Jahr aus.
Die Einstufung hängt am Motor, nicht an der Ausstattungslinie. Ein Sportline kostet in der Versicherung also nicht mehr als eine Selection mit demselben Antrieb. Wohl aber steigen die Kaskobeiträge indirekt mit dem Fahrzeugwert, weil ein teurer konfiguriertes Auto im Schadenfall mehr ersetzt werden muss.
Typklassen ändern sich jährlich. Vor dem Kauf lohnt deshalb immer ein Blick in die aktuelle Liste für die konkrete Wunschmotorisierung. Wer mehrere Varianten in der engeren Wahl hat, sollte sich für jede ein Versicherungsangebot machen lassen — der Unterschied kann die Entscheidung kippen.
Beim Verbrauch trennen sich die Motoren deutlich. Der 193-PS-Diesel liegt kombiniert bei 6,0 bis 6,5 Litern je 100 Kilometer. Der Plug-in-Hybrid kommt gewichtet auf 1,5 bis 1,8 Liter plus rund 14 Kilowattstunden Strom — allerdings nur, wenn er regelmäßig geladen wird. Bei leerer Batterie steigt sein Verbrauch auf 5,7 bis 6,1 Liter, und dann schleppt er das Zusatzgewicht ohne Gegenwert mit.
Serviceintervall und Garantie beim Kodiaq
Auch das gehört zur ehrlichen Kostenrechnung, und ŠKODA macht dazu klare Angaben. Der Kodiaq hat einen variablen Serviceintervall nach Serviceintervall-Anzeige. Die erste Wartung steht nach zwei Jahren oder 30.000 Kilometern an, je nachdem, was zuerst eintritt.
Die Garantie umfasst zwei Jahre ohne Kilometerbegrenzung, drei Jahre auf den Lack und zwölf Jahre gegen Durchrostung der Karosserie. Diese Werte stehen in beiden offiziellen Datenblättern wortgleich, gelten also für Verbrenner und Plug-in-Hybrid gleichermaßen.
Besonders relevant ist die Mobilitätsgarantie. Sie läuft zunächst zwei Jahre und verlängert sich anschließend automatisch um jeweils zwei weitere Jahre — vorausgesetzt, die Wartung wird von einem ŠKODA-Servicepartner durchgeführt. Wer die Inspektion in eine freie Werkstatt gibt, verliert diesen Schutz.
Das ist kein Werbeargument, sondern steht so im offiziellen Datenblatt. Für Fahrer, die ihr Auto lange behalten, ist es ein handfester Grund, bei der Wartung im Netz zu bleiben. Die Mobilitätsgarantie greift bei Panne oder Unfall und deckt je nach Fall Abschleppen, Weiterfahrt oder Übernachtung ab.
Wir sind autorisierter Servicepartner und führen die Inspektion nach Herstellervorgabe durch, sodass die Verlängerung erhalten bleibt. Was dabei konkret geprüft wird, steht im Beitrag zur Inspektion bei ŠKODA, SEAT und CUPRA.
Welche Linie passt zu welchem Bedarf?
Für Familien, die viel transportieren und das Auto lange behalten wollen, ist die Selection mit dem Paket Sport und der Anhängerzugvorrichtung die vernünftigste Zusammenstellung. Man zahlt rund 1.700 Euro Aufpreis und bekommt dafür echten Nutzen statt Optik.
Wer den Auftritt möchte und in drei bis vier Jahren wieder wechseln will, fährt mit der Sportline besser. Der Aufpreis kommt beim Wiederverkauf teilweise zurück, und die Nachfrage nach dieser Linie ist auf dem Gebrauchtmarkt stabil.
Für Vielfahrer ist die Motorwahl wichtiger als die Linie. Der 193-PS-Diesel mit Allrad in der Selection kostet 51.900 Euro und ist auf langen Strecken deutlich sparsamer als jeder Benziner im Programm. Wer jährlich mehr als 25.000 Kilometer fährt, holt den Aufpreis gegenüber dem Einstiegsbenziner meist wieder herein.
Für Dienstwagenfahrer verschiebt sich die Rechnung noch einmal. Der Plug-in-Hybrid wird bei der privaten Nutzung günstiger versteuert als ein reiner Verbrenner, sofern er die Anforderungen an die elektrische Reichweite erfüllt. Das kann den höheren Anschaffungspreis über die Laufzeit mehr als ausgleichen. Was dabei zu beachten ist, steht in unserer Übersicht zur Dienstwagenbesteuerung von Plug-in-Hybriden.
Der RS bleibt eine Entscheidung des Herzens. Mit 59.000 Euro liegt er rund 7.100 Euro über einem Sportline mit dem stärksten Diesel und verbraucht als Benziner spürbar mehr. Wer die Fahrleistungen und den Auftritt will, weiß das ohnehin. Wer rechnet, landet beim Diesel.
Wer sich zwischen neu und gebraucht nicht entscheiden kann, sollte beides nebeneinanderlegen. In unserem laufend wechselnden Gebrauchtwagenbestand in Wiesloch stehen regelmäßig Fahrzeuge dieser Baureihe, und die Checkliste dazu steht im Beitrag zum gebrauchten Kodiaq.
Häufige Fehler beim Konfigurieren des Kodiaq
Aus den Gesprächen in der Werkstatt kennen wir die Punkte, die Käufer im Nachhinein bereuen. Vier davon tauchen immer wieder auf.
Der erste sind zu große Räder. Sie sehen an einem Auto dieser Größe gut aus, aber sie kosten Federungskomfort und bei jedem Reifenwechsel spürbar mehr Geld. Wer sie trotzdem will, sollte das adaptive Fahrwerk aus dem Paket Sport dazunehmen — es fängt einen großen Teil des Komfortverlusts wieder auf.
Der zweite ist die vergessene Anhängerzugvorrichtung. Nachrüsten ist bei modernen Autos aufwendig, weil Verkabelung und Freischaltung im Steuergerät dazukommen. Wer auch nur vermutet, jemals einen Fahrradträger oder Anhänger zu nutzen, bestellt sie besser gleich mit oder nimmt zumindest die Vorbereitung.
Der dritte ist die dritte Sitzreihe als Reflexkauf. Sie ist sinnvoll, wenn regelmäßig mehr als fünf Personen mitfahren. Wird sie nur zweimal im Jahr gebraucht, kostet sie ganzjährig Kofferraumvolumen und Zuladung. Umgekehrt gilt: Wer sie später vermisst, kann sie nicht nachrüsten.
Der vierte ist die Entscheidung für den Plug-in-Hybrid ohne feste Lademöglichkeit. Ohne regelmäßiges Laden verkehrt sich sein Vorteil ins Gegenteil, weil dann ein schwereres Auto mit höherem Verbrauch bewegt wird. Wer zu Hause nicht laden kann, ist mit dem Diesel fast immer besser bedient.
Ein letzter praktischer Hinweis: Lassen Sie sich vor der Bestellung die Lieferzeit für Ihre konkrete Konfiguration nennen. Sie hängt stark von Motor, Linie und den gewählten Optionen ab, und einzelne Extras können den Termin um Wochen verschieben. Wie das beim Kodiaq abläuft, steht im Beitrag zur Lieferzeit und Bestellung des Kodiaq.
Quellen und weiterführende Informationen
Alle Preise und Optionsaufpreise stammen aus der offiziellen Preis- und Ausstattungsübersicht zum ŠKODA Kodiaq, Stand Februar 2026. Sie wurden am 22. Juli 2026 gegen die offizielle Modellseite geprüft und stimmen überein. Verbindlich für eine Bestellung sind ausschließlich die jeweils gültige Preisliste und der Konfigurator des Herstellers.
Die technischen Angaben zu Motorisierungen und Getrieben stützen sich auf das offizielle Datenblatt zum Kodiaq sowie das Datenblatt zum Kodiaq iV aus dem Presseportal von ŠKODA Deutschland.
Für unabhängige Testergebnisse, Pannenstatistiken und Angaben zur Wertstabilität empfehlen wir den Autokatalog des ADAC und die Fahrberichte von auto motor und sport.
Update-Hinweis
Wir aktualisieren diesen Beitrag, sobald ŠKODA Preise oder Ausstattungsumfänge ändert. Der nächste feste Termin ist der Modelljahreswechsel Ende Juli 2026; danach prüfen wir alle Beträge erneut gegen die dann gültige Preisliste. Das Datum der letzten Prüfung steht am Anfang des Beitrags.
Häufige Fragen
Welche Ausstattung hat der ŠKODA Kodiaq?
Es gibt drei Linien. Selection ist die Grundausstattung und beginnt bei 44.190 Euro. Sportline ist die sportlich gezeichnete Variante ab 48.590 Euro. Der Kodiaq RS ist das Topmodell mit 265 PS ab 59.000 Euro und nur mit dem stärksten Benziner und Allrad zu haben. Alle Angaben sind unverbindliche Preisempfehlungen laut Preisliste, Stand Februar 2026.
Was ist der Unterschied zwischen Selection und Sportline?
Der Aufpreis beträgt bei jedem Motor exakt 4.400 Euro. Dafür bekommt man eine eigene Optik mit sportlicheren Stoßfängern, größere Räder, Sportsitze und dunkel abgesetzte Zierteile. Die Technik bleibt gleich, auch das Fahrwerk ist in der Grundabstimmung identisch. Beim Plug-in-Hybrid kosten die größeren Räder allerdings Reichweite: Der Konfigurator weist für die Selection 122 und für die Sportline 118 Kilometer aus.
Wann lohnt sich der Kodiaq RS?
Der RS ist mit 59.000 Euro rund 7.100 Euro teurer als ein Sportline mit dem 193-PS-Diesel und Allrad. Dafür gibt es den 2,0-Liter-Benziner mit 195 Kilowatt, also 265 PS, samt Allradantrieb und serienmäßig sportlicher Abstimmung. Für Vielfahrer rechnet sich der Diesel klar besser, weil der RS als Benziner deutlich mehr verbraucht. Der RS lohnt sich, wenn Fahrleistung und Auftritt wichtiger sind als die Betriebskosten.
Was kostet die Anhängerkupplung beim ŠKODA Kodiaq?
Die schwenkbare Anhängerzugvorrichtung inklusive Gespannstabilisierung kostet in allen drei Linien 860 Euro. Mit dem Anhängerrangierassistenten, bei ŠKODA Trailer Assist genannt, sind es 960 Euro. Der Rangierassistent ist nur zusammen mit dem Ausstattungspaket Fahrassistenz Plus bestellbar. Eine reine Vorbereitung für die Anhängerzugvorrichtung ist ebenfalls verfügbar.
Welche Pakete gibt es beim ŠKODA Kodiaq?
Das Paket Sport enthält das adaptive Fahrwerk DCC Plus, die Fahrprofilauswahl und die Progressivlenkung. Es kostet in der Selection 850 Euro, beim Plug-in-Hybrid 770 Euro und in der Sportline 920 Euro. Beim RS gibt es das Paket Komfort mit schlüssellosem Zugang, Diebstahlwarnanlage, elektrischer Heckklappe und elektrisch einstellbarem Fahrersitz mit Memory-Funktion für 1.120 Euro.
Welche Ausstattung lohnt sich beim Wiederverkauf?
Erfahrungsgemäß kommen drei Dinge beim Wiederverkauf am besten zurück: eine gängige Lackierung, das Automatikgetriebe, das beim Kodiaq ohnehin bei allen Motoren serienmäßig ist, und die Anhängerzugvorrichtung. Sehr individuelle Farben und teure Einzeloptionen holen dagegen selten ihren Preis wieder ein. Die Linie Sportline findet als gefragte Variante meist schneller einen Käufer als eine sehr schlicht bestellte Selection.
Ist der Kodiaq RS auch als Siebensitzer erhältlich?
Die dritte Sitzreihe ist bei den Verbrennern gegen Aufpreis erhältlich. Der Plug-in-Hybrid Kodiaq iV ist dagegen ausschließlich als Fünfsitzer zu haben, weil die Antriebsbatterie den Platz unter dem Kofferraumboden belegt. Wer sieben Sitze braucht, muss sich also gegen den Plug-in-Hybrid entscheiden.
Wo bekomme ich Beratung und Service für den Kodiaq in der Region?
Der Automobilsalon Bellemann in Wiesloch ist autorisierter ŠKODA Service- und Werkstattpartner. Dort gibt es Inspektion nach Herstellervorgabe, Hauptuntersuchung, Reifen- und Klimaservice für alle Kodiaq-Baujahre sowie geprüfte gebrauchte Fahrzeuge. Wer einen neuen Kodiaq konfigurieren möchte, nutzt den offiziellen Konfigurator des Herstellers.