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E-Mobilität & Förderung

BYD oder ŠKODA? Die Modelle direkt gegenübergestellt

BYD oder ŠKODA: Atto 3 Evo gegen Elroq, Seal U gegen Enyaq. Akku, Leistung, Reichweite und Ladeleistung der Modelle direkt gegenübergestellt.

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BYD oder ŠKODA: zwei kompakte Elektro-SUV nebeneinander auf einem Händlerhof
Bild: Automobilsalon Bellemann Illustration
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    Chinesische Elektroautos: Preise 2026, echte Reichweite und was der Prospekt verschweigt
    Alle bestätigten Infos, Einordnung, Updates und interne Sprünge an einer Stelle.
    Inhalt dieses Artikels
    1. BYD oder ŠKODA: die Modelle, die wirklich gegeneinander antreten
    2. Kurzantwort
    3. BYD Atto 3 Evo oder ŠKODA Elroq?
    4. BYD Seal U oder ŠKODA Enyaq?
    5. BYD oder ŠKODA: welche Größenklassen gegeneinander antreten
    6. Reichweite bei BYD und ŠKODA: was die WLTP-Zahl wirklich sagt
    7. BYD oder VW ID3 statt ŠKODA?
    8. Hat ŠKODA einen Gegner zum BYD Dolphin Surf?
    9. Lädt ein BYD schneller als ein ŠKODA?
    10. BYD oder ŠKODA: warum hier keine ŠKODA-Preise stehen
    11. Akkutechnik bei BYD und ŠKODA: zwei verschiedene Wege
    12. Garantie im Vergleich: der Punkt mit dem größten Unterschied
    13. Was die Datenblätter nicht zeigen
    14. BYD oder ŠKODA im Alltag: Kofferraum, Sitze, Bedienung
    15. Sicherheit im Vergleich: was die Crashtests sagen
    16. Welche Paarung für welchen Bedarf

    BYD oder ŠKODA: die Modelle, die wirklich gegeneinander antreten

    Wer diese Frage stellt, will selten einen Markenvergleich lesen. Er hat zwei konkrete Autos im Kopf — meist den Atto 3 Evo und den Elroq oder den Seal U und den Enyaq.

    Genau so ist dieser Beitrag aufgebaut. Er geht die Paarungen einzeln durch, mit Akku, Leistung, Reichweite und Ladeleistung. Und er sagt dazu, wo die Zahlen belastbar sind und wo nicht.


    Kurzantwort


    BYD Atto 3 Evo oder ŠKODA Elroq?

    Das ist die Paarung, nach der am häufigsten gefragt wird, und sie passt auch von den Abmessungen. Beide sind kompakte Elektro-SUV in derselben Klasse.

    Alle Reichweiten in diesem Beitrag sind WLTP-Werte (das gesetzlich vorgeschriebene Messverfahren für Verbrauch und Reichweite) und beziehen sich auf den kombinierten Zyklus. Damit sind sie untereinander vergleichbar — sie liegen aber über dem, was im Alltag übrig bleibt.

    BYD Atto 3 Evo DesignBYD Atto 3 Evo ExcellenceŠKODA Elroq 85
    Akku74,8 kWh74,8 kWh82 kWh
    Leistung230 kW330 kW210 kW
    AntriebHeckAllradHeck
    Reichweite WLTP510 km470 km
    DC-Laden220 kW220 kW
    Listenpreis44.900 €50.990 €Konfigurator

    Zwei Dinge fallen sofort auf. Erstens die Ladeleistung: Der Atto 3 Evo steht auf einer 800-Volt-Architektur und schafft bis zu 220 kW. Von 10 auf 80 Prozent braucht er damit unter 25 Minuten — der Vorgänger lag bei 80 kW und über 45 Minuten. Das ist kein Detailfortschritt, sondern eine andere Fahrzeuggeneration.

    Zweitens die Leistungsspreizung bei BYD. Zwischen Design mit 230 kW und Excellence mit 330 kW liegen 100 kW, aber auch 40 Kilometer weniger Reichweite und rund 6.000 Euro. Wer die Kraft nicht braucht, fährt mit der Heckversion weiter.

    Beim Elroq nennt ŠKODA vier Leistungsstufen: den 60 mit 61 kWh und 140 kW, den 85 mit 82 kWh und 210 kW, den 85x mit 220 kW und Allrad sowie den RS mit 250 kW. Zur Reichweite und zum Preis verweisen wir auf den Konfigurator, und zwar aus einem konkreten Grund — dazu unten mehr.

    BYD Seal U oder ŠKODA Enyaq?

    Die zweite häufig gesuchte Paarung spielt eine Klasse höher. Der Seal U misst 4,79 Meter und ist damit eher ein Gegner des Enyaq als des Elroq.

    BYD Seal U ComfortBYD Seal U Design
    Akku71,8 kWh Blade87 kWh
    Leistung160 kW Front160 kW Front
    Reichweite WLTP420 km500 km
    DC-Laden115 kW115 kW
    Kofferraum425 l, max. 1.440 l425 l
    Einstiegspreisab rund 40.000 €

    Hier zeigt sich der Gegensatz zum Atto 3 Evo deutlich: Der Seal U steht noch auf der älteren Plattform ohne 800 Volt und lädt mit 115 kW. Das ist ordentlich, aber eben nicht das, was der neuere Atto 3 Evo kann. Wer die Modelle nur nach Marke beurteilt, übersieht diesen Unterschied im eigenen Haus.

    Auffällig ist außerdem, dass beide Seal-U-Versionen dieselbe Leistung haben. Der Aufpreis für die Design-Version kauft nur mehr Akku und damit Reichweite, keine Fahrleistung.

    BYD oder ŠKODA: welche Größenklassen gegeneinander antreten

    Bevor Daten verglichen werden, lohnt der Blick auf die Abmessungen. Sonst stellt man Autos gegenüber, die im Handel gar nicht um dieselben Käufer konkurrieren.

    ModellLängeKlasse
    BYD Dolphin Surf3,78 mKleinwagen
    ŠKODA Elroqrund 4,49 mkompaktes SUV
    BYD Atto 3 Evokompaktes SUVkompaktes SUV
    BYD Seal U4,79 mmittleres SUV

    Daraus ergeben sich zwei saubere Paarungen und eine Lücke. Der Atto 3 Evo trifft auf den Elroq, der Seal U liegt eine Klasse darüber und damit näher am Enyaq. Der Dolphin Surf steht allein da, weil ŠKODA in dieser Größe derzeit nichts Elektrisches anbietet.

    Diese Zuordnung ist wichtiger, als sie klingt. Ein Auto mit 3,78 Metern und eines mit 4,79 Metern lassen sich nicht sinnvoll über den Preis vergleichen — dazwischen liegt ein Meter Fahrzeuglänge und eine völlig andere Nutzung. Wer die Länge übersieht, wundert sich hinterher über den Preisunterschied.

    Reichweite bei BYD und ŠKODA: was die WLTP-Zahl wirklich sagt

    Alle Reichweitenangaben in diesem Beitrag stammen aus dem WLTP — dem gesetzlich vorgeschriebenen Messverfahren, mit dem Verbrauch und Reichweite in Europa ermittelt werden. Das Kürzel steht für ein weltweit einheitliches Prüfverfahren für Personenwagen.

    Wichtig ist der Zusatz dahinter. Ein Hersteller darf den kombinierten Wert nennen, aber auch den reinen Stadtzyklus, und der fällt deutlich höher aus. Beim Dolphin Surf etwa nennt BYD bis zu 507 Kilometer im Stadtverkehr, während der kombinierte Normwert bei 322 Kilometern liegt und der ADAC im Test 260 Kilometer gemessen hat.

    Für einen fairen Vergleich gilt deshalb: Immer den kombinierten Wert gegen den kombinierten Wert stellen, nie eine Stadtangabe gegen einen kombinierten Wert. Und der gemessene Alltagswert liegt bei jedem Elektroauto darunter, unabhängig von der Marke.

    Die Zahlen in den Tabellen oben sind durchgehend kombinierte WLTP-Werte. Sie sind damit untereinander vergleichbar, entsprechen aber nicht dem, was auf der Autobahn bei Kälte übrig bleibt.

    BYD oder VW ID3 statt ŠKODA?

    Diese Variante taucht in den Sucheingaben regelmäßig auf, und sie ergibt Sinn — ŠKODA und Volkswagen gehören zum selben Konzern und teilen sich die technische Basis.

    Der ID3 ist allerdings ein Kompaktwagen ohne SUV-Form. Er liegt damit zwischen den hier verglichenen Klassen: kürzer und niedriger als der Elroq, aber deutlich größer als der Dolphin Surf. Wer bewusst kein SUV will, findet in ihm eher den passenden Gegner zu einem BYD als im Elroq.

    Weil die Paarung BYD gegen Volkswagen eine eigene Fragestellung ist — mit anderen Modellen, anderen Preisen und einer eigenen Geschichte rund um Übernahmegerüchte — behandeln wir sie in einem eigenen Beitrag. Dort stehen die Zahlen zu BYD und VW im direkten Vergleich ausführlich nebeneinander.

    Für diesen Beitrag bleibt festzuhalten: Wer zwischen BYD und dem Volkswagen-Konzern schwankt, sollte zuerst die Karosserieform festlegen. Erst danach lohnt der Datenvergleich, weil sich sonst Autos gegenüberstehen, die verschiedene Bedürfnisse bedienen.

    Hat ŠKODA einen Gegner zum BYD Dolphin Surf?

    Diese Frage lässt sich klar beantworten: derzeit nicht.

    Der Dolphin Surf ist mit 3,78 Metern ein Kleinwagen und kostet ab 22.990 Euro. Der kleinste elektrische ŠKODA ist der Elroq mit rund 4,49 Metern — das ist eine ganze Klasse Unterschied, bei Länge wie Preis.

    Diese Lücke soll der angekündigte ŠKODA Epiq schließen. Solange er nicht im Handel steht, gibt es in diesem Segment schlicht kein Konzernangebot, das man dem Dolphin Surf gegenüberstellen könnte. Wer heute einen elektrischen Kleinwagen sucht, vergleicht den BYD deshalb eher mit Modellen anderer Hersteller.

    Was der Dolphin Surf technisch kann und wo seine Schwächen liegen — 322 Kilometer WLTP kombiniert, 85 kW Ladeleistung, 45 Minuten von 10 auf 80 Prozent — steht im Überblick zu chinesischen Elektroautos.

    Lädt ein BYD schneller als ein ŠKODA?

    Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, weil die BYD-Palette selbst weit auseinanderliegt.

    ModellDC-Ladeleistung10 auf 80 Prozent
    BYD Atto 3 Evo220 kWunter 25 Minuten
    BYD Seal U115 kW
    BYD Dolphin Surf85 kW45 Minuten

    Zwischen 220 und 85 kW liegt der Faktor zweieinhalb — und beide Autos tragen dasselbe Markenzeichen. Der Unterschied kommt aus der Plattform: Nur der Atto 3 Evo nutzt 800 Volt.

    Für die Praxis bedeutet das: Wer regelmäßig Langstrecke fährt, sollte nicht nach der Marke fragen, sondern nach der Ladeleistung des konkreten Modells und der Ladekurve. Denn die Spitzenleistung sagt wenig darüber, wie lange das Auto sie hält. Wie sich das im Alltag und besonders bei Kälte auswirkt, behandelt der Beitrag zu Laden und Reichweite chinesischer Elektroautos im Winter.

    BYD oder ŠKODA: warum hier keine ŠKODA-Preise stehen

    Das hat einen tagesaktuellen Grund, und er ist wichtiger als jede Tabelle.

    ŠKODA hat zum 30. Juli 2026 eine Modellpreisanpassung vorgenommen. Nach den Händlerunterlagen steigen die Modellpreise im Schnitt um etwa ein Prozent. Betroffen sind Octavia, Elroq und Enyaq. Bei Elroq und Enyaq werden zusätzlich die Preise für Außenfarben und für die Anhängerzugvorrichtung angehoben.

    Eine Preistabelle, die wir heute veröffentlichen, wäre morgen falsch. Deshalb steht hier der Verweis auf den Konfigurator statt einer Zahl — das ist auch die Regel, nach der wir Fahrzeugpreise generell behandeln.

    Bei den BYD-Preisen ist die Lage anders: Sie stammen aus dem Konfigurator des Herstellers und aus dem ADAC-Autokatalog mit Stand Ende Juli 2026. Sie können sich ebenfalls ändern, dazu liegt uns aber keine angekündigte Anpassung vor.

    Akkutechnik bei BYD und ŠKODA: zwei verschiedene Wege

    Ein Unterschied zwischen den Marken steckt in der Zelle selbst und wird in Vergleichstabellen selten erklärt.

    BYD setzt bei den kleineren Modellen auf Lithium-Eisenphosphat, kurz LFP. Der Dolphin Surf nutzt diese Bauart mit 30 oder 43,2 Kilowattstunden. LFP speichert bei gleichem Gewicht weniger Energie als die verbreiteten Nickel-Zellen, gilt dafür aber als besonders haltbar und thermisch stabil. Für ein Stadtauto ist das eine sinnvolle Entscheidung: Langlebigkeit wiegt dort schwerer als maximale Reichweite.

    Der Atto 3 Evo geht mit 74,8 Kilowattstunden und 800-Volt-Technik einen anderen Weg. Höhere Spannung bedeutet, dass beim Laden weniger Wärme entsteht — deshalb sind die 220 kW überhaupt möglich. Diese Technik war lange Premiumfahrzeugen vorbehalten.

    Beim Elroq nennt ŠKODA 61 Kilowattstunden für den 60 und 82 Kilowattstunden für den 85 und die Allradversionen. Die Akkugröße allein sagt allerdings wenig über die Reichweite: Ein schwereres Auto mit größerem Akku kann weniger weit kommen als ein leichtes mit kleinerem.

    Für die Kaufentscheidung ist die Art der Batteriezelle meist zweitrangig. Interessant wird sie bei zwei Fragen: wie schnell das Auto lädt und wie die Garantie auf die Antriebsbatterie ausgestaltet ist.

    Garantie im Vergleich: der Punkt mit dem größten Unterschied

    Hier liegen die Marken weiter auseinander als bei fast jeder technischen Angabe — und es ist ein Punkt, der über Jahre wirkt.

    BYD gibt auf den Dolphin Surf sechs Jahre oder 150.000 Kilometer auf das Fahrzeug. Das ist deutlich mehr, als die meisten europäischen Hersteller serienmäßig anbieten. Innerhalb der chinesischen Anbieter ist die Spanne allerdings groß: Leapmotor nennt für den T03 drei Jahre oder 100.000 Kilometer, also die Hälfte.

    Wichtig ist die Unterscheidung zwischen zwei Garantien. Die eine gilt für das Fahrzeug, die andere für die Antriebsbatterie — und die zweite läuft meist länger und hat eigene Bedingungen. Dabei geht es um die garantierte Restkapazität: also darum, wie viel Speicherfähigkeit der Akku nach Ablauf der Frist mindestens noch haben muss.

    In der Werbung wird gern die längere der beiden Zahlen genannt. Wer vergleicht, sollte deshalb beide Zeiträume nebeneinanderlegen und in die Bedingungen schauen. Wie sich Garantie, Werkstattzugang und Wertverlust über die Haltedauer auswirken, rechnet der Beitrag zu Wertverlust und Folgekosten durch.

    Was die Datenblätter nicht zeigen

    Bis hierher ging es um Zahlen, die in jedem Prospekt stehen. Drei Punkte entscheiden aber mit und tauchen dort nicht auf.

    Der erste ist das Werkstattnetz. BYD kommt in Deutschland inzwischen auf rund 220 Markenwerkstätten — deutlich mehr als noch vor anderthalb Jahren, aber weniger als ein etabliertes Volumennetz. Für die Alltagstauglichkeit zählt vor allem die Entfernung zur nächsten Werkstatt und deren Ersatzteil-Lieferzeit.

    Der zweite ist der Wiederverkaufswert. Hier gehen die Marken derzeit deutlich auseinander, und der Unterschied kostet mehr Geld als viele Ausstattungsdetails. Die Zahlen dazu stehen im Beitrag zu Wertverlust, Garantie und Service bei chinesischen Autos.

    Der dritte ist die Verfügbarkeit. Ein Auto, das man in drei Monaten bekommt, ist im Alltag etwas anderes als eines mit einem Jahr Wartezeit — unabhängig davon, was im Datenblatt steht.

    BYD oder ŠKODA im Alltag: Kofferraum, Sitze, Bedienung

    Datenblätter vergleichen Antriebe. Im Alltag entscheiden oft Dinge, die dort gar nicht auftauchen.

    Beim Kofferraum lohnt ein Blick auf die Messmethode. Der Seal U kommt auf 425 Liter, umgeklappt bis 1.440 Liter. Beim Dolphin Surf nennt BYD 308 Liter — der ADAC maß bis Fensterunterkante allerdings nur 220 Liter. Solche Abweichungen entstehen, weil Hersteller bis zur Dachkante rechnen und Prüfer bis zur Fensterkante. Wer Angaben verschiedener Quellen vergleicht, vergleicht oft verschiedene Messverfahren.

    Bei der Bedienung zeigt sich ein Muster, das nicht nur chinesische Autos betrifft. Euro NCAP kritisierte beim Zeekr 7GT trotz Bestnote, dass zu viele Funktionen auf dem zentralen Bildschirm zusammenlaufen. Wer während der Fahrt durch Menüs sucht, um die Lüftung zu ändern, schaut nicht auf die Straße. Dieser Punkt lässt sich nur bei einer Sitzprobe beurteilen, nicht am Datenblatt.

    Der dritte Alltagspunkt ist die Sitzposition und Übersicht. Ein SUV mit 4,79 Metern parkt anders ein als ein Kleinwagen mit 3,78 Metern, unabhängig von Kameras und Assistenten. Wer überwiegend in der Stadt unterwegs ist, merkt diesen Unterschied täglich — und er wiegt oft schwerer als 40 Kilometer mehr oder weniger Reichweite.

    Für all das gilt: Diese Punkte lassen sich nicht recherchieren, sondern nur ausprobieren. Ein Datenvergleich engt die Auswahl ein, entscheiden lässt sich damit nicht.

    Sicherheit im Vergleich: was die Crashtests sagen

    Ein Punkt, bei dem viele Käufer pauschale Annahmen mitbringen — und die Prüfergebnisse ein anderes Bild zeichnen.

    Der BYD Dolphin Surf erreichte bei Euro NCAP im Jahr 2025 fünf Sterne mit 82 Prozent beim Erwachsenenschutz, 86 Prozent beim Kinderschutz, 76 Prozent bei ungeschützten Verkehrsteilnehmern und 77 Prozent bei den Assistenzsystemen. Das ist ein solides Ergebnis für ein Auto ab 22.990 Euro.

    Gleichzeitig ist die Spanne innerhalb der chinesischen Anbieter groß: Andere Modelle kamen im selben Jahr auf nur drei Sterne, mit deutlichen Mängeln bei der Karosseriestruktur. Ein Markenname sagt über die Sicherheit also wenig aus, das konkrete Modell dagegen viel.

    Wichtig ist außerdem das Testjahr. Euro NCAP verschärft die Anforderungen regelmäßig, zum Jahr 2026 sogar so umfassend wie seit über zehn Jahren nicht. Ein Fünf-Sterne-Ergebnis von 2019 ist mit einem von 2026 nicht vergleichbar. Wer zwei Autos gegenüberstellt, sollte deshalb prüfen, ob beide nach demselben Verfahren getestet wurden. Die Einzelergebnisse und ihre Einordnung stehen im Beitrag Sind chinesische Elektroautos gut?.

    Welche Paarung für welchen Bedarf

    Zum Abschluss die Einordnung nach Nutzung statt nach Marke.

    Wer viel Langstrecke fährt, sollte auf die Ladeleistung schauen. In diesem Vergleich hat der Atto 3 Evo mit 220 kW den klarsten Vorsprung — auch gegenüber dem eigenen Markenbruder Seal U.

    Wer Platz braucht, landet beim Seal U mit 4,79 Metern und 425 Litern Kofferraum oder beim Enyaq eine Klasse über dem Elroq.

    Wer klein und günstig sucht, hat bei ŠKODA derzeit keine elektrische Option und findet beim Dolphin Surf ab 22.990 Euro das mit Abstand preiswerteste Angebot dieses Vergleichs.

    Und wer Planbarkeit über die Haltedauer sucht, sollte Wertverlust und Werkstattdichte in die Rechnung nehmen, bevor die Datenblätter entscheiden. Welche Fragen dabei zählen, steht in der Kaufberatung für chinesische Elektroautos. Wer lieber ein Fahrzeug ansieht, das heute verfügbar ist, findet in unserem Gebrauchtwagenbestand in Wiesloch Modelle mit dokumentierter Historie.

    Quellen

    Die technischen Daten und Preise des BYD Atto 3 Evo stammen aus dem ADAC-Fahrbericht und dem zugehörigen Autokatalog mit Stand Juli 2026. Die Werte zum Dolphin Surf kommen vom ADAC, der Listenpreis vom BYD-Konfigurator.

    Die Varianten und Leistungsstufen des ŠKODA Elroq stammen aus den Händlerunterlagen zur Modellpflege, ebenso die Angabe zur Preisanpassung zum 30. Juli 2026. Verbindliche Preise stehen im Konfigurator von ŠKODA Deutschland. Crashtest-Ergebnisse veröffentlicht Euro NCAP.

    Update-Hinweis

    Dieser Beitrag wurde am 29. Juli 2026 vollständig neu aufgebaut. Die frühere Fassung verglich Marken allgemein und kam ohne technische Daten aus. Eine Auswertung der tatsächlichen Sucheingaben zeigte, dass Menschen konkrete Modellpaarungen suchen — entsprechend ist der Beitrag jetzt gegliedert. Neu sind die Daten des Atto 3 Evo mit 800-Volt-Technik, die Gegenüberstellung der Ladeleistungen innerhalb der BYD-Palette und der Hinweis auf die ŠKODA-Preisanpassung. Wir aktualisieren die Angaben, sobald neue Modelldaten vorliegen.

    Häufige Fragen

    BYD oder ŠKODA — welches Modell passt zu welchem?

    Nach Größe und Preis bilden sich drei Paarungen. Der BYD Atto 3 Evo trifft auf den ŠKODA Elroq, der größere BYD Seal U auf den Enyaq. Für den kleinen BYD Dolphin Surf mit 3,78 Metern hat ŠKODA derzeit keinen direkten Gegner im Programm.

    BYD Atto 3 Evo oder ŠKODA Elroq?

    Der Atto 3 Evo kostet ab 44.900 Euro, hat 74,8 kWh, 230 kW und 510 Kilometer WLTP. Der Elroq 85 bietet 82 kWh und 210 kW. Der auffälligste Unterschied liegt beim Laden: Der BYD arbeitet mit 800 Volt und bis zu 220 kW.

    Lädt ein BYD schneller als ein ŠKODA?

    Beim Atto 3 Evo ja, deutlich. Seine 800-Volt-Architektur erlaubt bis zu 220 kW, von 10 auf 80 Prozent in unter 25 Minuten. Das ist eine Verdreifachung gegenüber dem Vorgänger, der nur 80 kW schaffte. Andere BYD-Modelle liegen deutlich darunter.

    BYD Seal U oder ŠKODA Enyaq?

    Der Seal U startet bei rund 40.000 Euro, ist 4,79 Meter lang und bietet je nach Version 71,8 oder 87 kWh mit 420 beziehungsweise 500 Kilometern. Er lädt allerdings nur mit 115 kW, weil er noch auf der älteren Plattform ohne 800 Volt steht.

    Hat ŠKODA einen Gegner zum BYD Dolphin Surf?

    Derzeit nicht. Der Dolphin Surf ist mit 3,78 Metern ein Kleinwagen und kostet ab 22.990 Euro. Der kleinste ŠKODA-Stromer ist der Elroq mit rund 4,49 Metern und liegt eine Klasse darüber. Der angekündigte Epiq soll diese Lücke schließen.

    Welcher BYD hat die größte Reichweite?

    Unter den hier verglichenen Modellen der Atto 3 Evo Design mit 510 Kilometern nach WLTP. Die Allradversion Excellence kommt trotz mehr Leistung auf 470 Kilometer. Der Seal U Design erreicht 500 Kilometer, allerdings mit einem größeren Akku von 87 kWh.

    Was kosten die ŠKODA-Modelle im Vergleich?

    Dazu nennen wir bewusst keine Zahl. ŠKODA hat zum 30. Juli 2026 eine Preisanpassung vorgenommen, die Modellpreise steigen im Schnitt um etwa ein Prozent. Verbindlich ist deshalb nur der Konfigurator des Herstellers.

    Ist der Allradantrieb beim BYD ein Vorteil?

    Er bringt Leistung, kostet aber Reichweite. Der Atto 3 Evo Excellence hat mit 330 kW und Allrad deutlich mehr Kraft als die Design-Version mit 230 kW, fährt dafür aber 40 Kilometer weniger weit. Beim Elroq gibt es mit dem 85x ebenfalls eine Allradvariante.

    Wie unterscheiden sich die Akkutechniken?

    BYD setzt bei den kleineren Modellen auf Lithium-Eisenphosphat, das als besonders haltbar gilt, aber weniger Energie je Kilogramm speichert. Der Atto 3 Evo nutzt 74,8 kWh, der Elroq je nach Version 61 oder 82 kWh.

    BYD oder VW ID.3 — passt der Vergleich?

    Der ID.3 ist ein Kompaktwagen ohne SUV-Form und liegt damit zwischen den hier verglichenen Klassen. Wer BYD und Volkswagen gegenüberstellen möchte, findet den ausführlichen Vergleich in einem eigenen Beitrag zu BYD und VW.

    Worauf sollte ich neben den Daten achten?

    Auf drei Dinge, die in keiner Tabelle stehen: Wie weit ist die nächste Markenwerkstatt, wie lange dauert dort ein Ersatzteil, und wie entwickelt sich der Wiederverkaufswert. Gerade der letzte Punkt unterscheidet die Marken derzeit deutlich.

    Nächste sinnvolle Schritte

    So geht es jetzt sinnvoll weiter

    Wenn Sie nach Preis, Verfügbarkeit, Alternative oder monatlichen Kosten suchen, kommen Sie hier direkt zum passenden nächsten Schritt.

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