Inhalt dieses Artikels
- SEAT Elektro Modelle 2026: Gibt es schon ein E-Auto?
- Kurzantwort
- Hat SEAT ein Elektroauto? Die klare Antwort
- SEAT Elektro Modelle 2026: was es stattdessen gibt
- Welche SEAT Modelle fahren elektrisch?
- Wann kommt ein elektrischer SEAT?
- Warum ein günstiges Elektroauto für SEAT so schwer ist
- Was der Mildhybrid ab 2027 für Ibiza und Arona bringt
- Welche elektrischen Alternativen es im Konzern gibt
- Lohnt sich ein SEAT Plug-in-Hybrid statt eines Elektroautos?
- Worauf man beim gebrauchten SEAT Plug-in-Hybrid achten sollte
- Was Elektro und Hybrid für die Werkstatt bedeuten
- Quellen und weiterführende Informationen
- Update-Hinweis
SEAT Elektro Modelle 2026: Gibt es schon ein E-Auto?
Die Suche nach SEAT Elektro Modellen endet 2026 mit einem überraschenden Ergebnis. Die Marke hat kein einziges rein batterieelektrisches Auto im Programm. Das ist keine Lücke im Angebot einzelner Händler, sondern eine bewusste Entscheidung des Unternehmens. Wer bei einer spanischen Konzernmarke ein Elektroauto sucht, muss zu CUPRA greifen.
Diese Antwort überrascht viele, weil fast alle anderen europäischen Hersteller inzwischen mehrere Elektromodelle anbieten. Bei SEAT ist die Lage anders, und dafür gibt es nachvollziehbare Gründe. Sie haben mit dem Preis zu tun, mit der Aufgabenteilung im Volkswagen-Konzern und mit der Frage, welche Kundschaft die Marke bedient.
Dieser Beitrag erklärt, was elektrisch bei SEAT heute möglich ist, wann sich das ändern soll und welche Alternativen im selben Konzern bereitstehen. Wir betreuen als Servicepartner sowohl Plug-in-Hybride als auch reine Elektroautos in der Werkstatt und ordnen die Technik aus dieser Praxis ein.
Kurzantwort
Hat SEAT ein Elektroauto? Die klare Antwort
Nein. In der offiziellen Modellübersicht der Marke stehen vier Baureihen: Ibiza, Arona, Leon und Leon Sportstourer. Ibiza und Arona fahren ausschließlich mit Benzinmotor. Der Leon und sein Kombi sind zusätzlich als Plug-in-Hybrid zu haben. Ein Modell, das nur mit Strom fährt, ist nicht darunter.
Das ist ungewöhnlich, weil SEAT einmal weiter war. Die Marke hatte in der Vergangenheit ein kleines Elektroauto im Programm, das inzwischen ausgelaufen ist. Seitdem wurde kein Nachfolger gebracht. Die Elektroaufgabe im spanischen Teil des Konzerns liegt vollständig bei CUPRA.
Für die Suche im Internet führt das zu Missverständnissen. Wer nach SEAT Elektro Modellen sucht, landet häufig bei CUPRA-Fahrzeugen oder bei Leasingangeboten für ausgelaufene Modelle. Beides ist kein aktuelles Angebot der Marke SEAT. Wie es um die Marke insgesamt steht, haben wir im Überblick zur Zukunft der Marke SEAT aufgeschrieben.
SEAT Elektro Modelle 2026: was es stattdessen gibt
Das elektrifizierte Angebot der Marke besteht aus genau zwei Fahrzeugen. Der Leon e-Hybrid und der Leon Sportstourer e-Hybrid sind Plug-in-Hybride. Diese Bauart hat einen Benzinmotor und einen Elektromotor sowie eine Batterie, die sich an der Steckdose laden lässt. Kurze Strecken fährt das Auto rein elektrisch, auf langen Strecken übernimmt der Verbrenner.
Die Zahlen sind für diese Bauart bemerkenswert. Beide Modelle leisten 204 PS. Die Batterie fasst 19,7 Kilowattstunden nutzbar, was für einen Plug-in-Hybrid viel ist. Daraus ergeben sich nach WLTP (dem einheitlichen EU-Messverfahren für Verbrauch und Reichweite) 130 bis 133 Kilometer rein elektrische Reichweite beim Fünftürer und 127 bis 131 Kilometer beim Kombi.
Diese Werte sind der entscheidende Unterschied zu älteren Plug-in-Hybriden. Frühere Modelle schafften oft nur 40 bis 60 Kilometer, was für einen Arbeitsweg selten reichte. Mit über 130 Kilometern deckt der Leon die allermeisten Pendelstrecken vollständig ab. Wer zu Hause oder am Arbeitsplatz laden kann, tankt dann nur noch für Urlaubsfahrten.
Praktisch angenehm ist, dass die Batterie auch schnellladen kann. An einer Gleichstromsäule füllt sie sich in etwa 26 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Das beherrschen längst nicht alle Plug-in-Hybride. Alle Motoren, Ausstattungen und Preise des Modells haben wir im Überblick zum SEAT Leon 2026 zusammengestellt.
Welche SEAT Modelle fahren elektrisch?
Die Antwort lässt sich auf zwei Fahrzeuge eingrenzen, und der Unterschied zwischen ihnen ist nur die Karosserie. Der Leon e-Hybrid ist der Fünftürer, der Leon Sportstourer e-Hybrid der Kombi. Beide teilen sich Antrieb, Batterie und Ladetechnik. Der Kombi ist rund 27 Zentimeter länger und schafft wegen des höheren Gewichts ein paar Kilometer weniger elektrisch.
Ibiza und Arona fahren dagegen ausschließlich mit Benzinmotor, ohne jede elektrische Unterstützung. Das ändert sich erst 2027, wenn beide Mildhybrid-Technik bekommen sollen. Wer heute einen dieser beiden Wagen kauft, bekommt also einen klassischen Verbrenner.
Wichtig für die Suche: Der Zusatz e-Hybrid steht bei dieser Marke immer für einen Plug-in-Hybrid, nicht für ein Elektroauto. Das Fahrzeug hat einen Stecker und lädt an der Wallbox, aber es hat auch einen Tank und einen Benzinmotor. Wer ein Auto ohne Verbrennungsmotor sucht, findet es unter diesem Namen nicht.
Ebenfalls verwirrend ist die Bezeichnung eTSI, die im Konzern für Mildhybrid steht. Ein eTSI kann nicht geladen werden und fährt keinen Meter rein elektrisch. Der kleine Elektromotor hilft nur beim Anfahren und beim Beschleunigen und speist sich aus der Bremsenergie. Beim SEAT Leon gibt es diese Variante bereits, bei Ibiza und Arona kommt sie erst.
Für die Praxis heißt das: Elektrisch im Sinne von “ohne Benzin unterwegs” ist bei SEAT derzeit nur der Leon in seinen beiden Karosserieformen, und auch der nur bis zur Grenze seiner elektrischen Reichweite.
Wann kommt ein elektrischer SEAT?
Frühestens 2029. So lautet der Stand, den das Unternehmen selbst kommuniziert hat. Im Gespräch ist ein rein elektrischer Ibiza, also ein Kleinwagen. Eine feste Zusage gibt es dafür nicht, das Projekt steht unter dem Vorbehalt der Wirtschaftlichkeit.
Marketingchef Sven Schuwirth wurde mit der Begründung zitiert, ein solches Auto sei derzeit aus technischer Sicht schlicht nicht bezahlbar. Er verwies zusätzlich auf die Zahlungsbereitschaft der Kundschaft, die nach eigener Beobachtung bei Elektroautos eher sinke. Nachzulesen ist das in der Meldung von ecomento zum Zeitplan.
Bis dahin geht die Marke einen Zwischenschritt über Hybridtechnik. Für 2027 sind Mildhybrid-Versionen von Ibiza und Arona angekündigt. Dabei unterstützt ein kleiner Elektromotor den Benziner beim Anfahren, geladen wird nichts von außen. Für 2028 folgt ein Vollhybrid für den Leon, der kurze Strecken ohne Steckdose elektrisch zurücklegt.
Vorstandschef Markus Haupt hat diesen Fahrplan im März 2026 bestätigt und der Marke gleichzeitig eine klare Zukunft zugesichert, wie ecomento berichtete. Für Elektro-Interessenten heißt das aber konkret: In den nächsten drei Jahren wird sich am rein elektrischen Angebot der Marke nichts ändern.
Warum ein günstiges Elektroauto für SEAT so schwer ist
Hinter der Zurückhaltung steckt eine einfache Rechnung. Der Antriebsakku ist das teuerste Einzelteil eines Elektroautos. Sein Preis hängt vor allem an der Kapazität, also an der gewünschten Reichweite, und kaum an der Größe des Fahrzeugs. Ein kleines Auto braucht zwar etwas weniger Batterie als ein großes, aber nicht proportional weniger.
Bei einem teuren Modell fällt dieser Betrag weniger ins Gewicht, weil er sich auf einen hohen Verkaufspreis verteilt. Bei einem Kleinwagen, der als Benziner unter 20.000 Euro beginnt, ist das anders. Dort kann die Batterie einen erheblichen Teil des gesamten Fahrzeugpreises ausmachen. Genau deshalb gab es lange kaum bezahlbare Elektro-Kleinwagen.
Der Konzern löst das Problem über Stückzahlen und eine gemeinsame Plattform. Mehrere Marken bauen ihre kleinen Elektroautos auf derselben technischen Basis, was die Kosten je Fahrzeug senkt. Diese Fahrzeuge kommen zuerst als CUPRA, ŠKODA und Volkswagen auf den Markt. SEAT ist in dieser ersten Runde nicht dabei.
Dahinter steht auch eine Marktbeobachtung. SEAT ist stark in Süd- und Osteuropa, wo das Ladenetz dünner ist und die Kaufkraft niedriger. Dort verkaufen sich günstige Benziner weiterhin gut. Eine Marke, die genau diese Kundschaft bedient, hat weniger Druck, schnell auf Elektroantrieb umzustellen.
Was der Mildhybrid ab 2027 für Ibiza und Arona bringt
Der nächste Schritt der Marke ist kein Elektroauto, sondern ein Mildhybrid für die beiden kleinen Modelle. Es lohnt sich, realistisch einzuordnen, was diese Technik leistet und was nicht. Denn der Begriff Hybrid weckt oft Erwartungen, die ein Mildhybrid nicht erfüllt.
Technisch sitzt zwischen Motor und Getriebe ein kleiner Elektromotor, der zugleich als Startergenerator arbeitet. Er wird aus einer kleinen Zusatzbatterie gespeist, die sich beim Bremsen und im Schubbetrieb auflädt. Eine Steckdose braucht das System nicht. Der Elektromotor unterstützt beim Anfahren und beim Beschleunigen und erlaubt es, den Verbrenner beim Ausrollen abzuschalten.
Der Nutzen liegt im Verbrauch, und er ist überschaubar. In der Praxis sind Einsparungen im niedrigen einstelligen Prozentbereich realistisch, am deutlichsten im Stadtverkehr mit vielen Ampeln. Auf der Autobahn bringt die Technik kaum etwas, weil dort selten gebremst und beschleunigt wird. Wer wenig fährt, wird den Unterschied auf der Tankrechnung kaum bemerken.
Spürbarer ist der Gewinn an Fahrkomfort. Das Anfahren wird geschmeidiger, die Start-Stopp-Automatik arbeitet unauffälliger, und der Motor startet leiser wieder an. Genau das ist der Grund, warum diese Technik im Konzern bereits in vielen Modellen verbaut wird.
Für den Kaufzeitpunkt heißt das: Ein Mildhybrid ist kein Grund, den Kauf eines Ibiza oder Arona um ein Jahr zu verschieben. Wer jetzt ein Auto braucht, verpasst nichts Entscheidendes. Wer ohnehin erst 2027 kaufen will, nimmt die Technik gerne mit.
Welche elektrischen Alternativen es im Konzern gibt
Wer elektrisch fahren möchte und die Technik aus demselben Haus schätzt, hat mehrere Möglichkeiten. Bei CUPRA ist der Born der kompakte Einstieg, der Tavascan das größere SUV. Dazu kommt in Kürze der Raval als kleines Elektroauto, das preislich am dichtesten an dem liegt, was ein elektrischer SEAT einmal sein könnte. Die Einordnung dazu steht in unserem Beitrag zum CUPRA Raval 2026 und seinem Preis.
Bei ŠKODA ist das Angebot am breitesten. Der Elroq deckt die kompakte SUV-Klasse ab, der Enyaq die Klasse darüber. Als Kleinwagen kommt der Epiq dazu. Wie sich die beiden größeren Modelle unterscheiden, haben wir im Vergleich von Elroq und Enyaq gegenübergestellt.
Alle diese Autos nutzen Technik aus demselben Baukasten. Ladeleistung, Batteriezellen und Software sind eng verwandt, die Unterschiede liegen in Zuschnitt, Fahrwerksabstimmung, Ausstattung und Preis. Für die Werkstatt bedeutet das, dass Diagnose und Wartung nach denselben Vorgaben laufen.
Volkswagen steuert den ID. Polo bei, der im selben Segment antritt wie ein möglicher elektrischer Ibiza. Genau daran zeigt sich die Aufgabenteilung im Konzern besonders deutlich: Dasselbe Fahrzeugkonzept kommt zuerst unter drei anderen Markennamen, während SEAT wartet. Wer also auf einen kleinen elektrischen SEAT hofft, kann sich diese Fahrzeuge schon heute ansehen. Technisch ist es das, was die Marke später einmal anbieten könnte.
Preislich liegen diese Modelle spürbar über einem Ibiza mit Benzinmotor. Der Abstand schrumpft, sobald man die staatliche Förderung, die geringeren Energiekosten und die niedrigeren Wartungskosten eines Elektroautos einrechnet. Ob sich das für Sie lohnt, hängt vor allem an der jährlichen Fahrleistung und daran, ob Sie zu Hause günstig laden können.
Wer den Umstieg grundsätzlich abwägt, sollte vorher die Ladefrage klären. Ein Elektroauto lohnt sich vor allem, wenn zu Hause oder am Arbeitsplatz geladen werden kann. Unsere Checkliste zum Laden zu Hause samt Wallbox-Kosten geht die Voraussetzungen der Reihe nach durch.
Lohnt sich ein SEAT Plug-in-Hybrid statt eines Elektroautos?
Diese Frage lässt sich nur mit Blick auf das eigene Fahrprofil beantworten. Der Leon e-Hybrid spielt seine Stärke aus, wenn regelmäßig geladen wird und die täglichen Strecken unter der elektrischen Reichweite bleiben. Dann fährt das Auto im Alltag praktisch wie ein Elektroauto, ohne dass man auf langen Fahrten über Ladepausen nachdenken muss.
Der Nachteil zeigt sich, wenn nicht geladen wird. Dann schleppt der Wagen Batterie und Elektromotor als totes Gewicht mit und verbraucht mehr Benzin als ein vergleichbarer reiner Verbrenner. Ein Plug-in-Hybrid ohne Lademöglichkeit ist deshalb die teuerste aller Varianten. Wer keinen Stellplatz mit Strom hat, sollte davon absehen.
Für Dienstwagenfahrer ist die Rechnung eine andere. Plug-in-Hybride mit ausreichender elektrischer Reichweite werden bei der privaten Nutzung günstiger versteuert. Der Leon erfüllt die Anforderungen an die Reichweite deutlich. Was dabei zu beachten ist, steht in unserer Übersicht zur Dienstwagenbesteuerung 2026.
Auch die Förderung unterscheidet sich. Für Plug-in-Hybride sind 2026 zwischen 1.500 und 4.500 Euro vorgesehen, für reine Elektroautos zwischen 3.000 und 6.000 Euro. Beides ist nach zu versteuerndem Einkommen und Kinderzahl gestaffelt, die Grenze liegt bei 80.000 Euro zu versteuerndem Einkommen zuzüglich 5.000 Euro je Kind. Die Einzelheiten haben wir in der Übersicht zur Förderung 2026 erklärt.
Worauf man beim gebrauchten SEAT Plug-in-Hybrid achten sollte
Weil die Marke selbst kein Elektroauto anbietet, landen viele Interessenten bei einem gebrauchten Leon e-Hybrid. Das kann ein guter Kauf sein, aber es gibt Punkte, die man vorher prüfen sollte. Sie unterscheiden sich deutlich von dem, worauf man bei einem reinen Verbrenner achtet.
Der wichtigste Punkt ist die Ladehistorie. Ein Plug-in-Hybrid, der jahrelang nie an der Steckdose hing, wurde faktisch als schwerer Benziner bewegt. Das ist technisch kein Schaden, aber es verrät etwas über die Nutzung. Wer wissen will, wie das Auto gefahren wurde, kann im Bordcomputer den Anteil der elektrischen Fahrstrecke ablesen. Ein sehr niedriger Wert ist ein Hinweis, kein Ausschlusskriterium.
Der zweite Punkt sind die Bremsen. Bei Fahrzeugen mit hohem Elektroanteil verzögert der Elektromotor einen großen Teil der Bremsvorgänge. Die eigentliche Bremse wird dadurch wenig benutzt und neigt zu Rost auf den Scheiben. Bei einer Besichtigung lohnt deshalb ein Blick durch die Felge auf den Zustand der Scheibenoberfläche.
Der dritte Punkt ist die Batterie. Bei Plug-in-Hybriden ist sie kleiner und wird schonender belastet als bei einem reinen Elektroauto, weshalb Alterung seltener ein Thema ist. Trotzdem gehört eine Prüfung des Zustands in eine seriöse Gebrauchtwagenkontrolle. Wir lesen den Zustand bei der Durchsicht aus, ebenso wie die Fehlerspeicher des gesamten Hochvoltsystems.
Nicht vergessen sollte man die Frage nach dem Ladekabel. Ein passendes Kabel für die heimische Wallbox und ein Notladekabel für die Steckdose gehören zum Fahrzeug. Fehlen sie, ist das ein Preisargument, denn Ersatz kostet spürbar Geld.
Zuletzt lohnt der nüchterne Blick auf den eigenen Alltag. Ein gebrauchter Plug-in-Hybrid ist dann eine kluge Wahl, wenn zu Hause geladen werden kann. Ohne diese Möglichkeit ist ein gut gepflegter Benziner meist die günstigere und einfachere Lösung. Was in unserem Bestand steht, sehen Sie im Gebrauchtwagenangebot in Wiesloch.
Was Elektro und Hybrid für die Werkstatt bedeuten
Ein Plug-in-Hybrid ist technisch aufwendiger als ein reiner Benziner. Er hat zwei Antriebe, eine Hochvoltbatterie (also einen Akku mit hoher Spannung) und eine eigene Kühlung dafür. Arbeiten an diesem System dürfen nur Betriebe mit entsprechender Qualifikation ausführen. Wir sind dafür freigegeben und betreuen sowohl Plug-in-Hybride als auch reine Elektroautos.
Im laufenden Unterhalt ist ein solches Fahrzeug oft günstiger als erwartet. Weil der Elektromotor beim Bremsen mitverzögert, halten Bremsbeläge und Scheiben deutlich länger. Der Benzinmotor läuft seltener und weniger unter Last. Dafür kommen die Prüfung des Hochvoltsystems und die Kontrolle der Batterie als eigene Positionen hinzu.
Ein Punkt wird häufig übersehen: Gerade weil die Bremse selten benutzt wird, neigt sie zu Flugrost. Bei Fahrzeugen mit hohem Elektroanteil prüfen wir das deshalb gezielt mit. Wer sein Auto überwiegend elektrisch bewegt, sollte gelegentlich bewusst kräftiger bremsen, damit die Scheiben frei werden.
Welche Positionen bei einer Inspektion konkret anfallen und was sie kosten, haben wir im Beitrag zur Inspektion bei ŠKODA, SEAT und CUPRA aufgeschlüsselt. Geprüfte gebrauchte Fahrzeuge finden Sie in unserem Bestand in Wiesloch.
Quellen und weiterführende Informationen
Die Angaben zur aktuellen Modellpalette stammen aus der offiziellen Modellübersicht von SEAT Deutschland, abgerufen im Juli 2026. Verbindlich für eine Bestellung sind ausschließlich die jeweils gültige Preisliste und der Konfigurator des Herstellers.
Der Zeitplan für das erste Elektroauto der Marke ist in der Berichterstattung von ecomento vom Oktober 2025 dokumentiert, die Bestandsgarantie des Vorstands in der Meldung desselben Portals vom März 2026. Über die Bestätigung der Marke durch den Vorstand berichtete auch motor1.
Für neutrale Messwerte zu Verbrauch, Reichweite und Ladeverhalten empfehlen wir den Autokatalog des ADAC sowie die Testberichte von auto motor und sport. Die Bedingungen der staatlichen Förderung stehen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.
Update-Hinweis
Wir aktualisieren diesen Beitrag, sobald der Hersteller neue Angaben zu Elektro- oder Hybridmodellen veröffentlicht. Der nächste feste Termin sind die angekündigten Mildhybrid-Versionen von Ibiza und Arona im Jahr 2027. Das Datum der letzten Prüfung steht am Anfang des Beitrags.
Häufige Fragen
Hat SEAT ein Elektroauto?
Nein. Im Jahr 2026 bietet SEAT kein rein batterieelektrisches Modell an. Elektrisch fahren lässt sich bei der Marke ausschließlich mit dem Leon und dem Leon Sportstourer als Plug-in-Hybrid. Diese laden an der Steckdose, haben aber zusätzlich einen Benzinmotor an Bord. Rein elektrische Autos verkauft der Konzern in Spanien unter der Marke CUPRA.
Wann kommt ein elektrischer SEAT?
Frühestens 2029, und beschlossen ist es noch nicht. Im Gespräch ist ein rein elektrischer Ibiza. Marketingchef Sven Schuwirth begründete die Zurückhaltung damit, dass ein solches Auto derzeit aus technischer Sicht nicht bezahlbar sei. Bis dahin kommen Mildhybrid-Antriebe für Ibiza und Arona ab 2027 sowie ein Vollhybrid für den Leon ab 2028.
Wie weit fährt der SEAT Leon e-Hybrid elektrisch?
Der Leon e-Hybrid schafft nach WLTP, dem einheitlichen EU-Messverfahren, 130 bis 133 Kilometer rein elektrisch. Beim Kombi Leon Sportstourer sind es 127 bis 131 Kilometer. Innerorts liegen die Werte laut Preisliste höher. Die Batterie hat 19,7 Kilowattstunden nutzbaren Inhalt und lässt sich an einer Schnellladesäule in rund 26 Minuten von 10 auf 80 Prozent füllen.
Warum hat SEAT kein Elektroauto?
Der Grund ist der Preis. SEAT lebt von günstigen kleinen Autos, und eine Batterie kostet unabhängig von der Fahrzeuggröße viel Geld. Bei einem Modell, das als Benziner unter 20.000 Euro beginnt, sprengt der Akku die Kalkulation. Deshalb bringt der Konzern seine günstigen Elektro-Kleinwagen zuerst unter anderen Markennamen auf den Markt.
Welche elektrischen Alternativen gibt es im Konzern?
Bei CUPRA sind es der Born als Kompaktwagen, der Tavascan als SUV und in Kürze der Raval als kleines Elektroauto. Bei ŠKODA stehen Elroq und Enyaq bereit, dazu kommt der Epiq als Kleinwagen. Volkswagen bringt den ID. Polo. Alle nutzen Technik aus demselben Baukasten, unterscheiden sich aber in Zuschnitt, Ausstattung und Preis.
Wird der SEAT Plug-in-Hybrid staatlich gefördert?
Plug-in-Hybride sind 2026 mit 1.500 bis 4.500 Euro förderfähig, gestaffelt nach zu versteuerndem Einkommen und Kinderzahl. Die Einkommensgrenze liegt bei 80.000 Euro zu versteuerndem Einkommen, je Kind kommen 5.000 Euro dazu. Reine Elektroautos erhalten mit 3.000 bis 6.000 Euro mehr. Verbindlich sind die Bedingungen der Förderstelle zum Zeitpunkt des Antrags.
Lohnt sich ein Plug-in-Hybrid statt eines Elektroautos?
Das hängt vom Fahrprofil und von der Lademöglichkeit ab. Wer täglich unter 100 Kilometer fährt und zu Hause laden kann, fährt mit dem Leon e-Hybrid im Alltag fast immer elektrisch und hat für lange Strecken trotzdem einen Benzinmotor. Wer nicht regelmäßig lädt, verschenkt den Vorteil und fährt ein schweres Auto mit erhöhtem Verbrauch.
Wer wartet einen SEAT Plug-in-Hybrid in der Region?
Der Automobilsalon Bellemann in Wiesloch ist autorisierter SEAT Service- und Werkstattpartner mit Hochvolt-Qualifikation. Damit sind Arbeiten am Antrieb und an der Batterie des Leon e-Hybrid abgedeckt, ebenso die reguläre Inspektion, Hauptuntersuchung und der Reifenservice. Geprüfte gebrauchte Fahrzeuge stehen im laufend wechselnden Bestand.