Inhalt dieses Artikels
- Welcher Reifendruck ist richtig?
- Wo finde ich den richtigen Reifendruck für mein Auto?
- Warum ist der richtige Reifendruck im Sommer so wichtig?
- Reifendruck bei Hitze erhöhen und für den Urlaub anpassen
- Was passiert bei zu wenig Reifendruck?
- Zu viel Reifendruck: weniger Grip und härterer Komfort
- Reifendruck richtig messen: immer bei kalten Reifen
- Reifendruck beim Elektroauto: höher wegen des Gewichts
- Was ist RDKS und wie hilft das Reifendruckkontrollsystem?
- Reifendruck im Winter und die Sache mit dem Stickstoff
- Reifendruck-Tabelle: welche Werte gelten für welches Auto?
- Wie fülle ich den Reifendruck an der Tankstelle richtig auf?
- Wie viel Bremsweg kostet zu wenig Luft im Reifen?
- Reifendruck prüfen lassen beim Service-Partner in Wiesloch
- Quellen und weiterführende Informationen
Es gibt kaum eine günstigere Sicherheits-Maßnahme am Auto als den richtigen Reifendruck. Er kostet nichts, dauert wenige Minuten und entscheidet trotzdem mit über Bremsweg, Verbrauch und die Gefahr eines Reifenplatzers. Trotzdem fahren viele Autos mit zu wenig Luft herum, oft ohne dass es der Fahrer merkt. Dieser Ratgeber zeigt ohne Fachchinesisch, wie Sie den Reifendruck richtig einstellen, prüfen und an Hitze und Beladung anpassen.
Welcher Reifendruck ist richtig?
Einen festen Wert für alle Autos gibt es nicht. Der richtige Reifendruck hängt vom Fahrzeug, von der Reifengröße und von der Beladung ab. Typisch sind Werte zwischen 2,0 und 2,8 bar, doch maßgeblich ist immer die Vorgabe des Herstellers für genau Ihr Auto. Wer einfach irgendeinen Wert einstellt, fährt schnell mit zu wenig oder zu viel Luft.
Der Hersteller unterscheidet dabei zwischen normaler und voller Beladung. Für die tägliche Fahrt mit ein oder zwei Personen gilt der niedrigere Wert. Für die Urlaubsfahrt mit vollem Kofferraum, vier Personen und Dachbox gilt der höhere Wert. Manche Autos haben zusätzlich einen Eco-Wert, der etwas höher liegt und den Verbrauch senkt, dafür aber etwas Komfort kostet.
Wichtig ist, dass an allen vier Rädern der passende Druck herrscht. Oft unterscheiden sich die Werte für Vorder- und Hinterachse, besonders bei voller Beladung. Ein ungleicher Druck macht das Auto unruhig und lässt die Reifen ungleichmäßig verschleißen. Wenn Sie unsicher sind, prüfen und korrigieren wir den Reifendruck in Wiesloch gern für Sie.
Wo finde ich den richtigen Reifendruck für mein Auto?
Sie müssen die Werte nicht raten, denn der Hersteller schreibt sie direkt ans Auto. Am häufigsten finden Sie den richtigen Reifendruck auf einem Aufkleber im Tankdeckel. Öffnen Sie die Tankklappe, dann sehen Sie eine kleine Tabelle mit Reifengrößen und den passenden Druckwerten für Teil- und Volllast.
Die zweite Stelle ist die B-Säule auf der Fahrerseite. Öffnen Sie die Fahrertür und schauen Sie auf den Türholm, dort klebt bei vielen Autos ebenfalls ein Aufkleber mit den Werten. Die dritte Quelle ist die Betriebsanleitung, in der die Reifendruck-Tabelle ausführlich abgedruckt ist. Alle drei Angaben beziehen sich auf den kalten Reifen.
Falls Ihr Auto mehrere Reifengrößen fährt, achten Sie darauf, die richtige Zeile zu wählen. Welche Größe montiert ist, lesen Sie an der Reifenflanke ab. Wie Sie die Bezeichnung wie 205/55 R16 91V entschlüsseln, erklärt der Beitrag zur Reifenbezeichnung.
Warum ist der richtige Reifendruck im Sommer so wichtig?
Gerade in der Ferienzeit ist der Reifendruck besonders wichtig. Bei hohen Temperaturen und voll beladenem Urlaubsauto empfehlen Automobilclubs wie der ADAC, den Druck um mindestens 0,2 bar über den vom Hersteller angegebenen Wert zu erhöhen. Diese kleine Reserve macht den Reifen bei Hitze stabiler und schützt vor Schäden.
Der Grund ist die sogenannte Walkarbeit. Ein Reifen mit zu wenig Luft verformt sich beim Abrollen stärker, das nennt man Walken. Dabei entsteht Reibung und damit Hitze im Reifen. Kommt an einem heißen Sommertag die Wärme des Asphalts dazu, kann sich der Reifen so stark aufheizen, dass sich seine Struktur löst und er platzt. Ein Reifenplatzer bei hohem Tempo auf der Autobahn ist lebensgefährlich.
Etwas mehr Druck verringert die Walkarbeit und damit die Hitze. Wichtig: Erhöhen bedeutet ein bewusstes Plus von etwa 0,2 bar auf den kalten Wert, nicht wildes Aufpumpen. Und messen Sie am kühlen Morgen, bevor die Sonne den Reifen aufheizt. Vor einer langen Urlaubsfahrt gehört der Reifendruck-Check zu den wichtigsten fünf Minuten überhaupt.
Reifendruck bei Hitze erhöhen und für den Urlaub anpassen
Wenn das Auto voll beladen ist, braucht es mehr Druck, weil auf jedem Reifen mehr Gewicht lastet. Genau dafür gibt der Hersteller die Werte für volle Beladung an. Viele Autofahrer vergessen das und fahren mit dem Alltagsdruck in den Urlaub, obwohl das Auto deutlich schwerer geladen ist. Das erhöht Verschleiß und Risiko unnötig.
Stellen Sie deshalb vor einer Urlaubsfahrt den Druck auf den Volllast-Wert ein, und bei Hitze zusätzlich die kleine Reserve von 0,2 bar. Denken Sie auch an das Reserverad oder Notrad, falls vorhanden, denn auch das verliert über die Zeit Luft und nützt bei einer Panne nur, wenn es genug Druck hat.
Ein voll beladenes Auto fährt sich mit korrektem Druck spürbar sicherer: Es liegt satter auf der Straße, bremst besser und die Reifen halten länger. Was Sie sonst noch vor der Reise prüfen sollten, fasst unser Reifen-Ratgeber zusammen. Wer sichergehen will, lässt vor dem Urlaub bei uns einen kurzen Reifen- und Druck-Check machen.
Was passiert bei zu wenig Reifendruck?
Zu wenig Luft ist das häufigste und teuerste Reifenproblem. Ein zu niedriger Reifendruck hat gleich mehrere schlechte Folgen. Erstens verschleißen die Reifen schneller und ungleichmäßig, meist an den Außenkanten. Zweitens steigt der Rollwiderstand, also die Kraft zum Abrollen, was den Verbrauch beim Verbrenner und die Reichweite beim Elektroauto verschlechtert.
Drittens leidet die Sicherheit. Der Bremsweg wird länger, das Auto reagiert träger und in Kurven weniger präzise. Und viertens droht bei starker Unterfüllung der bereits beschriebene Reifenplatzer durch Überhitzung. Schon 0,5 bar zu wenig sind deutlich spürbar und messbar schädlich. Über ein Jahr gerechnet kostet dauerhaft zu niedriger Druck leicht mehrere hundert Euro an Sprit oder Strom und verkürzt die Lebensdauer der Reifen erheblich.
Besonders tückisch ist der schleichende Verlust. Ein Reifen mit einem kleinen Nagel oder einem undichten Ventil verliert über Wochen langsam Luft, ohne dass es auffällt. Ohne Warnsystem merkt man das oft erst, wenn der Reifen schon deutlich zu weich ist. Genau deshalb ist die regelmäßige eigene Kontrolle so wichtig, auch wenn das Auto ein Warnsystem hat.
Wenn die Reifendruck-Warnleuchte im Cockpit aufleuchtet, sollten Sie den Druck zeitnah prüfen und auffüllen. Geht die Leuchte immer wieder an, steckt oft ein langsamer Platten, ein undichtes Ventil oder ein defekter Sensor dahinter. Dann lohnt der Weg in die Werkstatt, bevor aus dem kleinen Verlust ein großer Schaden wird.
Zu viel Reifendruck: weniger Grip und härterer Komfort
Auch das Gegenteil ist nicht gut. Wer den Reifendruck deutlich über die Vorgabe hinaus erhöht, verkleinert die Aufstandsfläche des Reifens auf der Straße. Der Reifen wölbt sich in der Mitte stärker, sodass nur noch der mittlere Bereich richtig greift. Das verschlechtert die Haftung, verlängert bei Nässe den Bremsweg und lässt die Reifen in der Mitte schneller verschleißen.
Zusätzlich wird der Federungskomfort schlechter, weil ein prall gefüllter Reifen Stöße härter weitergibt. Jede Bodenwelle ist deutlicher zu spüren. Ein leicht erhöhter Druck von etwa 0,2 bar ist bei Hitze und Beladung sinnvoll und unbedenklich. Deutlich mehr, etwa aus dem Wunsch, Sprit zu sparen, geht dagegen auf Kosten von Sicherheit und Komfort.
Die Faustregel lautet: So viel Druck wie nötig, so nah an der Herstellervorgabe wie möglich. Kleine, bewusste Anpassungen an Hitze und Beladung sind richtig, große Abweichungen in beide Richtungen sind falsch.
Reifendruck richtig messen: immer bei kalten Reifen
Beim Messen kommt es auf einen einfachen, aber entscheidenden Punkt an: Der Reifen muss kalt sein. Kalt heißt, das Auto stand mehrere Stunden oder ist höchstens ein paar Kilometer langsam gefahren. Beim Fahren erwärmt sich die Luft im Reifen und dehnt sich aus, sodass der Druck um mehrere Zehntel bar steigt. Ein warmer Reifen zeigt also zu viel an, und wer dann Luft ablässt, fährt später mit zu wenig.
Messen Sie am besten morgens, bevor Sie losfahren, oder an einer nahen Tankstelle nach kurzer, ruhiger Fahrt. Nutzen Sie ein zuverlässiges Messgerät. Die Automaten an Tankstellen sind praktisch, aber nicht immer genau geeicht. Ein eigener, guter Reifendruckprüfer für zu Hause ist eine kleine, lohnende Anschaffung.
Vergessen Sie die Ventilkappen nicht, sie halten Schmutz und Feuchtigkeit vom Ventil fern. Prüfen Sie bei der Gelegenheit auch, ob ein Reifen sichtbar Luft verliert oder ein Fremdkörper in der Lauffläche steckt. So verbinden Sie den Druck-Check mit einem kurzen Sicherheits-Blick.
Reifendruck beim Elektroauto: höher wegen des Gewichts
Elektroautos sind wegen ihrer Batterie schwerer als vergleichbare Verbrenner, oft um 200 bis 300 Kilogramm. Deshalb geben die Hersteller für Stromer meist etwas höhere Reifendruck-Werte an. Halten Sie sich genau an diese Vorgabe, die Sie wie beim Verbrenner im Tankdeckel oder an der Fahrertür finden.
Beim Elektroauto zahlt sich der richtige Druck doppelt aus. Neben der Sicherheit geht es um die Reichweite: Ein zu niedriger Druck erhöht den Rollwiderstand spürbar und kostet Reichweite, die Sie sonst am Schnelllader nachladen müssten. Ein korrekter, eher am oberen empfohlenen Rand liegender Druck ist beim E-Auto deshalb besonders wichtig. Warum Elektroautos ihre Reifen ohnehin stärker fordern, erklärt der Beitrag zu Reifen fürs Elektroauto.
Weil E-Autos ihre Reifen schneller verschleißen, sollten Sie den Druck hier noch etwas häufiger prüfen. Der kurze Check alle paar Wochen ist beim Stromer bares Geld wert, weil er gleichzeitig Reifen und Reichweite schont.
Was ist RDKS und wie hilft das Reifendruckkontrollsystem?
RDKS steht für Reifendruckkontrollsystem. Das ist eine Technik, die den Luftdruck überwacht und Sie warnt, wenn ein Reifen zu viel Luft verliert. Seit November 2014 muss jedes neu zugelassene Auto ein solches System haben. Es ersetzt aber nicht die regelmäßige eigene Kontrolle, sondern ergänzt sie.
Es gibt zwei Arten. Direkte Systeme haben in jedem Rad einen kleinen Funk-Sensor im Ventil, der Druck und Temperatur misst und ans Auto funkt. Sie sind genau und melden auch, welches Rad betroffen ist. Indirekte Systeme haben keine Sensoren, sondern erkennen einen Druckverlust daran, dass sich ein Rad mit zu wenig Luft etwas schneller dreht. Sie sind einfacher, aber ungenauer und müssen nach dem Aufpumpen neu kalibriert werden.
Wichtig beim Rad- oder Reifenwechsel: Direkte Sensoren müssen dem Auto neu zugeordnet, also angelernt werden, sonst zeigt das System einen Fehler. Beim Wechsel zwischen zwei fest bestückten Radsätzen erkennt das Auto die Sensoren meist selbst wieder. Werden neue Reifen auf dieselbe Felge gezogen, prüfen wir die Sensoren und tauschen bei schwacher Batterie den Sensor. Diese Arbeit gehört in Wiesloch zum fachgerechten Räder-Service dazu.
Reifendruck im Winter und die Sache mit dem Stickstoff
Kälte drückt den Reifendruck. Pro zehn Grad weniger sinkt der Druck um etwa 0,1 bar. Wenn im Herbst die Temperaturen fallen, geht deshalb bei vielen Autos die Warnleuchte an, obwohl der Reifen dicht ist. Prüfen Sie den Druck zu Beginn der kalten Jahreszeit und stellen Sie ihn auf den Herstellerwert ein, gemessen bei kaltem Reifen im Freien, nicht in der warmen Garage.
Immer wieder wird Stickstoff als Wundermittel für den Reifen angeboten. Der Effekt ist real, aber klein: Stickstoff-Moleküle entweichen etwas langsamer als normale Luft, sodass der Druck geringfügig stabiler bleibt. Für den normalen Autofahrer lohnt sich der Aufwand kaum. Normale Druckluft ist völlig ausreichend, solange Sie den Druck regelmäßig kontrollieren.
Am Ende gilt für Sommer wie Winter dasselbe: Wichtiger als jedes Füllgas und jeder Trick ist, dass der Druck überhaupt stimmt und regelmäßig geprüft wird. Welche Reifen im Winter überhaupt erlaubt sind, lesen Sie im Beitrag zu Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen.
Reifendruck-Tabelle: welche Werte gelten für welches Auto?
Eine allgemeingültige Reifendruck-Tabelle für alle Fahrzeuge gibt es nicht, weil jeder Wagen andere Werte braucht. Die für Sie gültige Tabelle klebt im Tankdeckel oder an der Fahrertür. Sie ist nach Reifengröße und Beladung sortiert und nennt für Vorder- und Hinterachse getrennte Werte. Genau diese Tabelle ist maßgeblich, nicht ein Wert aus dem Internet.
Zur Orientierung: Kleinwagen liegen oft bei 2,0 bis 2,3 bar, Kompakt- und Mittelklasse bei 2,2 bis 2,5 bar, schwere SUV und Elektroautos bei 2,5 bis 2,9 bar. Bei voller Beladung kommen an der Hinterachse häufig 0,2 bis 0,4 bar dazu. Diese Zahlen sind nur grobe Anhaltspunkte und ersetzen nicht den Blick auf Ihre eigene Tabelle.
Wenn Sie die Tabelle nicht finden oder die Werte nicht deuten können, helfen wir Ihnen in Wiesloch weiter. Wir lesen die richtigen Werte für Ihr Modell und Ihre Reifengröße aus und stellen den Druck passend zu Ihrer üblichen Beladung ein.
Wie fülle ich den Reifendruck an der Tankstelle richtig auf?
Das Auffüllen an der Tankstelle ist einfach, wenn man ruhig vorgeht. Fahren Sie möglichst nur die kurze Strecke bis zur Tankstelle, damit die Reifen noch kühl sind. Stellen Sie am Automaten den gewünschten Wert ein, schrauben Sie die Ventilkappe ab und setzen Sie den Füllstutzen fest auf das Ventil. Das Gerät gleicht dann selbstständig auf den eingestellten Wert an.
Kontrollieren Sie alle vier Reifen und denken Sie an die unterschiedlichen Werte für Vorder- und Hinterachse. Ist zu viel Luft drin, lassen Sie über das kleine Ventil am Stutzen etwas ab. Prüfen Sie am Ende jeden Reifen und drehen Sie die Ventilkappen wieder auf, denn sie schützen das Ventil vor Schmutz und Feuchtigkeit.
Ein kleiner Tipp: Notieren Sie sich Ihre Werte oder machen Sie ein Foto vom Aufkleber im Tankdeckel. Dann müssen Sie am Automaten nicht überlegen. Wer sich unsicher ist, lässt den Druck beim nächsten Werkstatt-Besuch mit einprüfen.
Wie viel Bremsweg kostet zu wenig Luft im Reifen?
Der Druck wirkt sich direkt auf die Sicherheit aus. Mit zu wenig Luft verliert der Reifen seine ideale Form, die Aufstandsfläche wird unregelmäßig und die Haftung sinkt. Auf nasser Straße kann sich der Bremsweg dadurch spürbar verlängern. In Kombination mit abgefahrenem Profil summieren sich mehrere Meter, die im Ernstfall über einen Aufprall entscheiden.
Auch das Kurvenverhalten leidet. Ein zu weicher Reifen baut in schnellen Kurven weniger Seitenführung auf und lässt das Auto schwammig wirken. Fahrassistenten und das elektronische Stabilitätsprogramm sind auf einen korrekten Luftdruck ausgelegt und arbeiten mit zu wenig Luft weniger präzise. Der richtige Reifendruck ist damit kein Komfort-, sondern ein Sicherheitsthema.
Die gute Nachricht bleibt: Diese Sicherheit ist gratis. Wer den Druck alle paar Wochen prüft und vor langen Fahrten anpasst, holt das Maximum aus seinen Reifen heraus, ohne einen Cent auszugeben. Wie tief das Profil zusätzlich sein sollte, lesen Sie im Beitrag zu Profiltiefe und Reifenalter.
Reifendruck prüfen lassen beim Service-Partner in Wiesloch
Wer den Reifendruck lieber prüfen lässt oder unsicher ist, welche Werte gelten, ist bei uns richtig. Als autorisierter Service-Partner für Skoda, SEAT und CUPRA in Wiesloch kontrollieren wir bei jedem Werkstatt-Termin und beim Räderwechsel den Druck, das Profil und den Zustand Ihrer Reifen. Wir stellen die richtigen Werte für Ihre Beladung ein und lernen bei Bedarf die Sensoren des Reifendruckkontrollsystems neu an.
Vor dem Sommerurlaub lohnt sich ein kurzer Reifen-Check besonders. In wenigen Minuten prüfen wir Druck, Profil und Alter und geben Ihnen ein sicheres Gefühl für die lange Fahrt.
Gerade wer viel unterwegs ist, profitiert von einem festen Rhythmus. Verbinden Sie die Druckkontrolle mit dem Tanken oder Laden, dann geraten die Reifen nicht in Vergessenheit. Und wenn die Warnleuchte im Cockpit aufleuchtet, warten Sie nicht ab: Ein kurzer Stopp zum Prüfen ist schnell erledigt und kann einen teuren Reifenschaden verhindern. Bei wiederkehrenden Warnungen finden wir in Wiesloch die Ursache, sei es ein schleichender Platten, ein undichtes Ventil oder ein schwacher Sensor. Alle Leistungen rund um Wartung, Bremsen und Inspektion finden Sie auf unserer Service- und Werkstatt-Seite. Wenn ohnehin ein anderes Auto ansteht, lohnt ein Blick in unseren Gebrauchtwagen-Bestand.
Quellen und weiterführende Informationen
Die Empfehlung, den Reifendruck bei Hitze und Beladung um mindestens 0,2 bar zu erhöhen, sowie die Hinweise zum Reifenplatzer stützen sich auf den ADAC zum Thema Reifen und Reifendruck. Grundlagen und Werte-Tabellen zum Prüfen erklärt Motor.com zum Reifendruck prüfen. Wie das seit November 2014 vorgeschriebene Reifendruckkontrollsystem funktioniert, beschreibt Auto Bild zur RDKS-Pflicht. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe und die Bußgelder regelt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung, aufbereitet im Bußgeldkatalog zur Mindestprofiltiefe. Praktische Sommer-Tipps zum Druck fasst der Bericht zur 0,2-bar-Regel bei Hitze zusammen.
Häufige Fragen
Wie viel bar Reifendruck ist richtig?
Das hängt vom Auto und der Beladung ab, typisch sind 2,0 bis 2,8 bar. Den genauen Wert gibt der Hersteller vor. Er steht im Tankdeckel, an der Fahrertür oder in der Betriebsanleitung, meist getrennt für normale und volle Beladung. Ein pauschaler Wert für alle Autos existiert nicht. Orientieren Sie sich immer an der Vorgabe für Ihr Fahrzeug und Ihre aktuelle Beladung.
Wo finde ich den richtigen Reifendruck für mein Auto?
An drei Stellen: auf einem Aufkleber im Tankdeckel, auf einem Aufkleber an der B-Säule der Fahrerseite, wenn Sie die Fahrertür öffnen, und in der Betriebsanleitung. Dort finden Sie die Werte nach Reifengröße sowie getrennt für Teil- und Volllast. Für den Urlaub mit vollem Auto nehmen Sie die höheren Werte für volle Beladung.
Wie oft sollte ich den Reifendruck prüfen?
Etwa alle zwei bis vier Wochen und vor jeder längeren Fahrt. Reifen verlieren auch ohne Loch langsam Luft, rund 0,1 bar pro Monat ist normal. Prüfen Sie zusätzlich vor dem Urlaub, nach einem Bordsteinkontakt und beim Wechsel der Beladung. Messen Sie immer bei kalten Reifen.
Warum sollte ich bei Hitze mehr Reifendruck einstellen?
Bei großer Hitze und voll beladenem Auto empfehlen Automobilclubs, den Druck um mindestens 0,2 bar über den Normalwert zu erhöhen. Ein zu niedriger Druck lässt den Reifen stark walken, dabei entsteht zusätzliche Hitze. Zusammen mit dem heißen Asphalt kann das zu einem Reifenplatzer führen. Etwas mehr Druck stabilisiert den Reifen und senkt dieses Risiko.
Warum muss ich den Reifendruck bei kalten Reifen messen?
Weil sich die Luft im Reifen beim Fahren erwärmt und ausdehnt. Ein warmer Reifen zeigt deshalb einen höheren Wert an, der nicht dem eingestellten Kaltdruck entspricht. Messen Sie am besten morgens oder nach mehreren Stunden Standzeit, bevor Sie losfahren. Die Herstellerangaben beziehen sich immer auf den kalten Reifen.
Was ist ein Reifendruckkontrollsystem (RDKS)?
Das RDKS überwacht den Luftdruck und warnt, wenn ein Reifen zu viel Luft verliert. Seit November 2014 ist es für neu zugelassene Autos Pflicht. Es gibt zwei Arten: direkte Systeme mit einem Funk-Sensor im Ventil jedes Rades und indirekte Systeme, die den Druckverlust über die Raddrehzahl erkennen. Nach einem Rad- oder Reifenwechsel muss das System neu angelernt oder zurückgesetzt werden.
Was bringt Stickstoff im Reifen?
Wenig für den normalen Autofahrer. Stickstoff entweicht minimal langsamer als normale Luft, sodass der Druck etwas stabiler bleibt. Der Effekt ist im Alltag aber so klein, dass sich der Aufwand kaum lohnt. Normale Druckluft ist völlig ausreichend, solange Sie den Druck regelmäßig prüfen. Wichtiger als das Füllgas ist, dass der Druck überhaupt stimmt.
Kann ich mit zu wenig Reifendruck fahren?
Besser nicht. Zu wenig Druck erhöht den Verschleiß, steigert den Verbrauch, verschlechtert das Fahrverhalten und erhöht die Gefahr eines Reifenplatzers, weil sich der Reifen überhitzt. Schon 0,5 bar zu wenig sind deutlich spürbar. Wenn die Reifendruck-Warnleuchte angeht, sollten Sie den Druck zeitnah prüfen und auffüllen und bei wiederholtem Verlust die Ursache suchen lassen.
Warum platzen Reifen bei Hitze?
Meist ist zu wenig Druck die Ursache. Ein Reifen mit zu wenig Luft verformt sich beim Rollen stark, das nennt man Walken. Dabei entsteht Reibung und Hitze im Reifen. An einem heißen Sommertag kommt die Wärme des Asphalts dazu, sodass sich der Reifen so stark aufheizt, dass sich seine Struktur lösen kann und er platzt. Der richtige oder leicht erhöhte Druck und intakte, nicht zu alte Reifen senken dieses Risiko deutlich.