- 0,25-Prozent-Regel 2026 für E-Dienstwagen: Bruttolistenpreis bis 100.000 Euro versteuern
- 0,5-Prozent-Regel 2026 für Plug-in-Hybrid-Dienstwagen: welche Modelle die 80-Kilometer-WLTP-Hürde schaffen
- E-Dienstwagen zu Hause laden 2026: neue Steuerregeln und Stromkosten-Erstattung
- Top 10 E-Dienstwagen 2026 für Skoda, SEAT und CUPRA: Modellliste mit Steuer-Vergleich für 0,25- und 0,5-Prozent-Regel
- 75-Prozent-Sonderabschreibung für E-Dienstwagen 2026 nach Paragraf 7 Absatz 2a EStG
Inhalt dieses Artikels
- E-Dienstwagen oder Gehaltserhöhung 2026: die ehrliche Rechnung
- Kurzantwort
- E-Dienstwagen oder Gehaltserhöhung — was bringt mehr Netto?
- Wie viel kostet ein E-Dienstwagen netto im Monat?
- Wie wird der geldwerte Vorteil beim E-Auto berechnet?
- Rechenbeispiel: E-Dienstwagen gegen Gehaltserhöhung
- Wann ist eine Gehaltserhöhung die bessere Wahl?
- Wirkt sich der Dienstwagen auf Rente und Sozialleistungen aus?
- Was ist mit den Ladekosten 2026?
- Worauf du bei der Entscheidung sonst noch achten solltest
- Lohnt sich ein E-Dienstwagen auch für Selbstständige?
- Beratung für Gewerbekunden in Wiesloch
- Mein Fazit zur Frage Dienstwagen oder Gehaltserhöhung
- Quellen und weiterführende Informationen
- Update-Hinweis (Stand: 27.06.2026)
E-Dienstwagen oder Gehaltserhöhung 2026: die ehrliche Rechnung
Mehr Gehalt oder lieber einen schicken Elektro-Firmenwagen? Diese Frage stellt sich vielen Arbeitnehmern im Gehaltsgespräch, und die Antwort fällt 2026 erstaunlich klar aus. Wegen der besonders günstigen Versteuerung von E-Dienstwagen bekommst du für wenig Geld einen großen Gegenwert, oft viel mehr, als eine vergleichbare Gehaltserhöhung netto übrig lässt.
Der Grund ist die 0,25-Prozent-Regel: Ein reines Elektroauto als Dienstwagen wird steuerlich nur mit einem Bruchteil dessen angesetzt, was es tatsächlich wert ist. Eine Gehaltserhöhung dagegen wird voll versteuert und mit Sozialabgaben belegt, sodass am Ende oft nur die Hälfte beim Arbeitnehmer ankommt.
Dieser Beitrag rechnet beide Wege ehrlich gegeneinander, mit konkreten Zahlen und ohne Schönfärberei. Denn so gut der E-Dienstwagen meist abschneidet, es gibt Fälle, in denen die Gehaltserhöhung die klügere Wahl ist. Wie der Dienstwagen grundsätzlich versteuert wird, zeigt der große Überblick zum Dienstwagen 2026 für Skoda, SEAT und CUPRA.
Kurzantwort
E-Dienstwagen oder Gehaltserhöhung — was bringt mehr Netto?
Unterm Strich bringt der E-Dienstwagen in den meisten Fällen mehr, sofern du ein Auto brauchst. Der Grund ist der riesige Unterschied in der Besteuerung. Ein elektrischer Firmenwagen wird über den geldwerten Vorteil (also den Wert der privaten Nutzung) nur mit 0,25 Prozent des Listenpreises pro Monat angesetzt. Eine Gehaltserhöhung dagegen unterliegt voll der Lohnsteuer und den Sozialabgaben.
Das führt zu einem klaren Hebel. Beim Dienstwagen versteuerst du einen kleinen, künstlich niedrig gehaltenen Betrag und bekommst dafür ein komplettes Auto inklusive Versicherung, Wartung und Steuer gestellt. Bei der Gehaltserhöhung versteuerst du den vollen Betrag und musst dir davon das Auto erst selbst kaufen oder leasen.
Der häufige Denkfehler ist, beide Beträge brutto zu vergleichen. Entscheidend ist aber, was netto übrig bleibt und welchen Gegenwert du dafür bekommst. Genau hier zieht der E-Dienstwagen davon, weil der versteuerte Vorteil viel kleiner ist als der echte Wert des Autos. Wie groß der Unterschied konkret ausfällt, zeigt das Rechenbeispiel weiter unten.
Ein weiterer Punkt verstärkt den Effekt deutlich. Beim Dienstwagen trägt der Arbeitgeber nicht nur die Leasingrate, sondern auch Versicherung, Wartung, Reifen und die Kfz-Steuer, die beim reinen E-Auto ohnehin entfällt. All diese Kosten müsstest du bei einer Gehaltserhöhung aus dem bereits versteuerten Geld selbst stemmen. Der echte Gegenwert des Dienstwagens ist also noch einmal spürbar größer, als die reine Leasingrate vermuten lässt. Genau deshalb greift ein reiner Brutto-Vergleich zu kurz, der nur die nackten Beträge nebeneinanderstellt und das Drumherum vergisst.
Wie viel kostet ein E-Dienstwagen netto im Monat?
Für ein reines Elektroauto bis 100.000 Euro Bruttolistenpreis liegt die monatliche Netto-Belastung meist bei rund 95 bis 110 Euro. Wie hoch sie genau ausfällt, hängt von deinem persönlichen Steuersatz und der Länge deines Arbeitswegs ab. Für diesen überschaubaren Betrag bekommst du ein Fahrzeug, das den Arbeitgeber leicht 500 bis 600 Euro im Monat kostet.
Diese Netto-Belastung entsteht, weil der geldwerte Vorteil deinem Gehalt zugerechnet und dann mit deinem Steuersatz versteuert wird. Da der Vorteil mit der 0,25-Prozent-Regel sehr niedrig angesetzt ist, bleibt auch die zusätzliche Steuer klein. Dazu kommt je nach Einkommen ein Anteil an Sozialabgaben, solange du unter der Beitragsbemessungsgrenze liegst.
Wichtig ist der Vergleich zum echten Wert. Während dich der Dienstwagen netto rund 100 Euro kostet, müsstest du ein vergleichbares Auto privat für 450 Euro Leasingrate plus Versicherung und Wartung selbst bezahlen. Genau diese Lücke zwischen kleiner Steuer und großem Gegenwert ist der eigentliche Vorteil des E-Dienstwagens.
Wie wird der geldwerte Vorteil beim E-Auto berechnet?
Der geldwerte Vorteil setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Für die private Nutzung zählt bei einem reinen E-Auto bis 100.000 Euro Bruttolistenpreis monatlich nur ein Viertel Prozent des Listenpreises. Bei einem Auto mit 45.000 Euro Listenpreis sind das 112,50 Euro im Monat, die deinem zu versteuernden Lohn zugerechnet werden.
Dazu kommt der Arbeitsweg. Für die Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte wird ein kleiner Aufschlag je Entfernungskilometer fällig, der bei der 0,25-Prozent-Regel ebenfalls auf ein Viertel reduziert ist. Bei 20 Kilometern einfacher Entfernung kommen so rund 67 Euro im Monat dazu. Zusammen ergibt das einen geldwerten Vorteil von rund 180 Euro.
Diese 180 Euro werden mit deinem persönlichen Steuersatz versteuert, nicht in voller Höhe abgezogen. Bei einem mittleren Steuersatz bleibt daraus eine echte Netto-Belastung von rund 100 Euro im Monat. Den genauen Wert für dein Gehalt und deinen Arbeitsweg liefert ein Firmenwagenrechner, weil das Ergebnis stark von deinen persönlichen Zahlen abhängt.
Ein Hinweis lohnt sich noch. Maßgeblich ist immer der Bruttolistenpreis zum Zeitpunkt der Erstzulassung, also der offizielle Listenpreis inklusive Sonderausstattung und Mehrwertsteuer, nicht der tatsächlich gezahlte Kaufpreis nach Rabatt. Das klingt zunächst ungünstig, ist es bei E-Autos aber selten, weil die meisten Modelle deutlich unter der Grenze von 100.000 Euro bleiben und damit voll von der niedrigen 0,25-Prozent-Regel profitieren.
Rechenbeispiel: E-Dienstwagen gegen Gehaltserhöhung
Stell dir einen elektrischen Dienstwagen mit 45.000 Euro Bruttolistenpreis vor, etwa einen Skoda Enyaq oder Elroq der gehobenen Ausstattung. Der Arbeitgeber zahlt dafür rund 550 Euro im Monat an Leasingrate, Versicherung und Wartung. Dich kostet dieser Wagen über den geldwerten Vorteil netto nur rund 100 Euro im Monat.
Jetzt die Gegenrechnung mit der Gehaltserhöhung. Um nach Steuern und Sozialabgaben dieselben rund 450 Euro netto in der Hand zu haben, mit denen du ein vergleichbares Auto leasen könntest, bräuchtest du eine Brutto-Erhöhung von etwa 900 Euro im Monat. Und selbst dann müsstest du dich um Versicherung, Wartung und das ganze Drumherum noch selbst kümmern.
Der Unterschied ist also gewaltig: rund 550 Euro Gegenwert für 100 Euro netto auf der einen Seite, gegen eine 900-Euro-Brutto-Erhöhung für denselben Effekt auf der anderen. Wer ein Auto braucht, holt mit dem E-Dienstwagen deutlich mehr heraus.
Dazu kommt der laufende Betrieb. Ein E-Auto fährt mit Strom deutlich günstiger als ein Verbrenner mit Benzin oder Diesel, und beim Dienstwagen sind Wartung und Verschleiß ohnehin Sache des Arbeitgebers. Über drei oder vier Jahre Haltedauer summiert sich dieser Unterschied schnell auf mehrere Tausend Euro, die bei der Gehaltserhöhung komplett an dir hängen blieben. Wer Auto, Strom und Wartung zusammen betrachtet, sieht den Abstand zwischen beiden Wegen noch größer werden. Mit dem folgenden Rechner kannst du Förderung und Kosten für dein Wunschmodell zusätzlich durchspielen.
Wie viel E-Auto-Förderung ist für dich drin?
Unverbindliche Schätzung. Das BAFA-Antragsportal ist seit dem 19. Mai 2026 geöffnet. Die Förderbeträge haben wir am 16.06.2026 mit den offiziellen Angaben abgeglichen. Eine Obergrenze beim Kaufpreis gibt es für die Prämie nicht.
Wann ist eine Gehaltserhöhung die bessere Wahl?
So stark der E-Dienstwagen rechnet, er ist nicht immer die richtige Wahl. Wenn du gar kein Auto brauchst, etwa weil du in der Stadt wohnst und alles mit dem Rad oder den Öffentlichen erledigst, bringt dir ein Steuervorteil auf ein ungenutztes Fahrzeug nichts. Dann ist freies Geld aus einer Gehaltserhöhung klar im Vorteil.
Auch ein sehr langer Arbeitsweg kann das Bild drehen. Weil der Pendelanteil den geldwerten Vorteil erhöht, steigt die monatliche Netto-Belastung mit jedem zusätzlichen Kilometer. Bei extrem weiten Strecken kann der Dienstwagen dadurch spürbar teurer werden, sodass sich der Abstand zur Gehaltserhöhung verkleinert.
Schließlich zählt die Flexibilität. Eine Gehaltserhöhung kannst du frei verwenden, sparen, in die Altersvorsorge stecken oder für etwas ganz anderes nutzen. Der Dienstwagen ist dagegen ein gebundener Vorteil, der nur als Auto existiert. Wer Wert auf maximale Freiheit legt, wählt deshalb manchmal bewusst das Gehalt, auch wenn der Dienstwagen rechnerisch günstiger wäre.
Ein ehrlicher Test hilft bei der Entscheidung. Frag dich, ob du dir das Auto auch privat kaufen oder leasen würdest. Wenn ja, ist der Dienstwagen fast immer der günstigere Weg zum selben Fahrzeug. Wenn nein, drängt dich der Steuervorteil in ein Auto, das du eigentlich gar nicht brauchst, und dann ist freies Gehalt die ehrlichere Wahl. Der größte Vorteil nützt schließlich wenig, wenn er an einen Gegenstand gebunden ist, den du nicht wirklich willst.
Wirkt sich der Dienstwagen auf Rente und Sozialleistungen aus?
Beim klassischen Dienstwagen, den du zusätzlich zum Gehalt bekommst, ändert sich an deinen Sozialleistungen nichts. Dein eigentliches Bruttogehalt bleibt unverändert, der geldwerte Vorteil kommt nur oben drauf. Rente, Arbeitslosen- und Elterngeld berechnen sich weiter aus deinem normalen Lohn.
Anders sieht es bei der sogenannten Gehaltsumwandlung aus. Dabei verzichtest du auf einen Teil deines Bruttogehalts und bekommst dafür den Firmenwagen. Das senkt zwar deine Steuer- und Abgabenlast, reduziert aber auch dein sozialversicherungspflichtiges Brutto. Und genau daran hängen wichtige Leistungen.
Konkret können dadurch deine Rentenanwartschaften sinken, und auch Arbeitslosengeld, Elterngeld oder Krankengeld fallen niedriger aus, weil sie auf dem reduzierten Gehalt beruhen. Das muss kein Ausschlusskriterium sein, gehört aber ehrlich in die Rechnung. Wer kurz vor der Rente steht oder Elterngeld plant, sollte diesen Punkt besonders genau prüfen.
Als Faustregel gilt: Solange der Dienstwagen echt zusätzlich zum Gehalt kommt, sind deine Sozialleistungen sicher. Erst bei der Gehaltsumwandlung lohnt die genaue Abwägung zwischen dem heutigen Steuervorteil und den möglichen Einbußen später. Wer noch viele Berufsjahre vor sich hat, gewichtet das anders als jemand kurz vor der Rente oder vor einer Familiengründung. Im Zweifel hilft ein kurzer Blick mit dem Steuerberater, der die eigene Situation am besten einordnet.
Was ist mit den Ladekosten 2026?
Ein E-Dienstwagen will geladen werden, und auch hier hat sich 2026 etwas Wichtiges geändert. Die früheren festen Monatspauschalen für das Laden zu Hause sind zum 1. Januar 2026 weggefallen. Stattdessen rechnest du den Heimladestrom kilowattstundengenau über eine neue Strompauschale ab, und der Nachweis läuft bequem über die App des Autos.
Das Laden beim Arbeitgeber bleibt dagegen komplett steuerfrei, ganz ohne Abrechnung. Wer also auf dem Firmenparkplatz laden kann, hat es besonders einfach. In der Praxis kombinieren die meisten beides: bequem im Betrieb laden und zu Hause über die App abrechnen. Unterm Strich bleiben die Energiekosten eines E-Dienstwagens damit niedrig und planbar. Wer viel beim Arbeitgeber lädt, zahlt für den Antrieb fast nichts, und auch das Heimladen ist über die Pauschale sauber abgedeckt. Im Vergleich zum Tanken eines Verbrenners spart das über die Nutzungsdauer eine spürbare Summe, die den ohnehin günstigen Dienstwagen noch attraktiver macht.
Diese Ladekosten gehören in die Gesamtrechnung, denn sie senken die laufenden Kosten gegenüber einem Verbrenner deutlich. Wie die neue Erstattung im Detail funktioniert, erklärt unser Beitrag zum E-Dienstwagen zu Hause laden 2026 Schritt für Schritt.
Worauf du bei der Entscheidung sonst noch achten solltest
Neben der reinen Steuerrechnung spielen ein paar weitere Punkte mit. Achte auf den Bruttolistenpreis, denn nur bis 100.000 Euro gilt die günstige 0,25-Prozent-Regel. Liegt dein Wunschauto darüber, greift die 0,5-Prozent-Regel, und der Vorteil halbiert sich. Für die meisten Skoda-, SEAT- und CUPRA-Modelle ist das aber kein Problem, sie liegen klar unter der Grenze.
Wichtig ist außerdem, was im Dienstwagenvertrag steht. Geklärt sein sollten die erlaubte Privatnutzung, die Kilometerbegrenzung, die Behandlung von Schäden und was bei einem Jobwechsel passiert. Diese Details entscheiden mit darüber, wie frei du den Wagen wirklich nutzen kannst.
Und schließlich lohnt der Blick auf das Modell selbst. Reichweite, Ladeleistung und Restwert unterscheiden sich deutlich, und ein gut gewähltes E-Auto macht im Alltag den Unterschied. Denk außerdem an die Lieferzeit und die Verfügbarkeit. Wer den Dienstwagen zu einem festen Termin braucht, etwa zum Jobstart, sollte den Bestellzeitpunkt früh planen oder auf ein sofort verfügbares Fahrzeug ausweichen. Auch ein junger Gebrauchter kann hier eine clevere Lösung sein, weil er sofort bereitsteht und trotzdem von der günstigen Versteuerung profitiert. Welche elektrischen Modelle sich als Firmenwagen besonders eignen, zeigt unsere Liste der Top-E-Dienstwagen 2026 mit Steuer-Vergleich.
Lohnt sich ein E-Dienstwagen auch für Selbstständige?
Für Selbstständige, Freiberufler und Geschäftsführer gilt die günstige Versteuerung im Grundsatz genauso. Auch hier wird der private Nutzungsanteil eines reinen E-Autos bis 100.000 Euro Listenpreis nur mit 0,25 Prozent angesetzt, sofern das Fahrzeug zum Betriebsvermögen gehört und zu mehr als der Hälfte betrieblich genutzt wird. Der eigentliche Steuervorteil bei der Privatnutzung ist also derselbe wie beim Angestellten.
Der Unterschied liegt in der Gesamtrechnung. Selbstständige können die Kosten für das Auto als Betriebsausgabe absetzen und profitieren zusätzlich von der hohen Sonderabschreibung für E-Fahrzeuge. Beides zusammen senkt den Gewinn und damit die Steuerlast, während die private Nutzung nur mit dem kleinen geldwerten Vorteil gegengerechnet wird. Unterm Strich entsteht so ein doppelter Hebel.
Gerade für Unternehmer ist der elektrische Firmenwagen 2026 deshalb oft besonders attraktiv: günstige private Nutzung auf der einen, hohe Abschreibung im Betrieb auf der anderen Seite. Wer die Anschaffung plant, sollte beides gemeinsam mit dem Steuerberater durchrechnen. Zu beachten ist die betriebliche Nutzung von mehr als 50 Prozent, damit das Auto sauber dem Betriebsvermögen zugeordnet werden kann. Wer den Wagen überwiegend privat fährt, verliert einen Teil der Vorteile. Ein Fahrtenbuch oder eine plausible Schätzung hilft, die Nutzung zu belegen und im Zweifel gegenüber dem Finanzamt nachzuweisen. Wie die Sonderabschreibung funktioniert, zeigt unser Beitrag zur 75-Prozent-Sonderabschreibung für E-Dienstwagen 2026 im Detail.
Beratung für Gewerbekunden in Wiesloch
Ob sich für dich der E-Dienstwagen oder die Gehaltserhöhung mehr lohnt, hängt von deinem Steuersatz, deinem Arbeitsweg und deinem Bedarf ab. Bei dieser Rechnung und bei allen Fragen rund um den elektrischen Firmenwagen hilft dir der Gewerbekunden-Bereich des Automobilsalon Bellemann in Wiesloch persönlich weiter, von der ersten Einschätzung bis zur passenden Lösung.
Wer ein elektrisches Fahrzeug für den gewerblichen Alltag sucht, findet im geprüften Gebrauchtwagen-Bestand des Automobilsalon Bellemann passende Stromer, die sich als Firmenwagen ebenso eignen wie privat. So bekommst du Beratung und Fahrzeug aus einer Hand, wohnortnah im Rhein-Neckar-Kreis.
Mein Fazit zur Frage Dienstwagen oder Gehaltserhöhung
Wer 2026 ein Auto braucht, fährt mit dem elektrischen Dienstwagen fast immer besser. Die 0,25-Prozent-Regel macht ihn so günstig, dass du für eine kleine Netto-Belastung einen großen Gegenwert bekommst, den eine Gehaltserhöhung nach Steuern kaum erreicht. Der Hebel ist schlicht zu groß, um ihn zu ignorieren.
Die Gehaltserhöhung bleibt die bessere Wahl, wenn du gar kein Auto brauchst, sehr weit pendelst oder dein Geld frei einsetzen willst. Und bei einer Gehaltsumwandlung lohnt der ehrliche Blick auf Rente und Sozialleistungen. Wer beide Wege mit seinen eigenen Zahlen durchrechnet, trifft am Ende die Entscheidung, die wirklich zum eigenen Leben passt.
Quellen und weiterführende Informationen
Die steuerlichen Grundlagen zur Versteuerung von E-Firmenwagen erklärt der ADAC verständlich. Die 0,25- und 0,5-Prozent-Regel ordnet auch Volkswagen Financial Services ein. Den geldwerten Vorteil für dein Gehalt rechnest du mit dem Dienstwagenrechner des Handelsblatts aus. Die Folgen einer Gehaltsumwandlung beschreibt Ayvens. Den direkten Vergleich von Firmenwagen und Gehaltserhöhung greift auch Sixt auf. Diese Quellen ergänzen unsere praxisnahe Einordnung mit Rechnern und Detailwissen.
Update-Hinweis (Stand: 27.06.2026)
Stand 27.06.2026 sind alle hier genannten Werte geprüft. Für reine E-Autos bis 100.000 Euro Bruttolistenpreis gilt die 0,25-Prozent-Regel, darüber sowie für viele Plug-in-Hybride die 0,5-Prozent-Regel. Die monatliche Netto-Belastung eines E-Dienstwagens liegt je nach Steuersatz und Arbeitsweg meist bei rund 95 bis 110 Euro. Seit dem 1. Januar 2026 sind die alten Monatspauschalen fürs Heimladen weggefallen, der Heimladestrom wird kilowattstundengenau abgerechnet. Beobachtungspunkte für künftige Updates: mögliche Anpassungen der Bruttolistenpreis-Grenze sowie Änderungen bei der Versteuerung von Plug-in-Hybriden. Letzter Stand der Angaben: 27.06.2026.
Häufige Fragen
Wie viel kostet ein E-Dienstwagen netto im Monat?
Bei einem reinen E-Auto bis 100.000 Euro Bruttolistenpreis liegt die monatliche Netto-Belastung oft bei rund 95 bis 110 Euro, je nach Steuersatz und Arbeitsweg. Dafür bekommst du ein Auto, das den Arbeitgeber leicht 500 bis 600 Euro im Monat kostet. Das macht den E-Dienstwagen so attraktiv.
Lohnt sich ein E-Dienstwagen mehr als eine Gehaltserhöhung?
Wenn du ohnehin ein Auto brauchst, fast immer. Der geldwerte Vorteil wird nur mit 0,25 Prozent versteuert, während eine Gehaltserhöhung voll der Steuer und den Sozialabgaben unterliegt. Für denselben Gegenwert müsstest du eine deutlich höhere Brutto-Erhöhung aushandeln.
Wann ist eine Gehaltserhöhung besser als ein Dienstwagen?
Wenn du gar kein Auto brauchst, bringt freies Geld mehr als ein Steuervorteil auf ein ungenutztes Fahrzeug. Auch bei sehr langem Arbeitsweg kann sich das Bild drehen, weil die Pendelstrecke den geldwerten Vorteil erhöht. Und Gehalt ist flexibel einsetzbar.
Wie wird der geldwerte Vorteil beim E-Auto berechnet?
Für reine E-Autos bis 100.000 Euro Bruttolistenpreis zählt monatlich nur ein Viertel Prozent des Listenpreises als geldwerter Vorteil. Dazu kommt für den Arbeitsweg ein kleiner Aufschlag je Entfernungskilometer. Beide Werte zusammen ergeben den Betrag, der versteuert wird.
Gilt die 0,25-Prozent-Regel für alle Elektroautos?
Sie gilt für reine Elektroautos mit einem Bruttolistenpreis bis 100.000 Euro. Liegt der Listenpreis darüber, gilt die 0,5-Prozent-Regel. Plug-in-Hybride werden ebenfalls mit 0,5 Prozent versteuert, wenn sie die geforderte elektrische Reichweite oder den CO2-Grenzwert erfüllen.
Wirkt sich der Dienstwagen auf die Rente aus?
Beim klassischen Dienstwagen zusätzlich zum Lohn nicht. Wandelst du dagegen Teile deines Gehalts in einen Firmenwagen um, sinkt dein sozialversicherungspflichtiges Brutto. Das kann Rente, Arbeitslosen-, Eltern- und Krankengeld senken, weil diese Leistungen auf dem geringeren Gehalt beruhen.
Was gilt 2026 für die Ladekosten beim E-Dienstwagen?
Seit Januar 2026 sind die alten Monatspauschalen fürs Heimladen weggefallen. Stattdessen rechnest du kilowattstundengenau über eine neue Strompauschale ab, der Nachweis läuft über die App des Autos. Das Laden beim Arbeitgeber bleibt komplett steuerfrei.
Darf ich den E-Dienstwagen privat nutzen?
Ja, genau dafür wird der geldwerte Vorteil versteuert. Mit der 0,25-Prozent-Regel deckst du die private Nutzung und meist auch den Arbeitsweg ab. Du fährst also privat, im Urlaub und zur Arbeit, ohne extra abrechnen zu müssen. Der Kraftstoff- oder Ladestrom wird separat geregelt.
Ist ein Dienstwagen oder mehr Gehalt steuerlich besser?
Steuerlich ist der E-Dienstwagen fast immer besser, weil nur 0,25 Prozent des Listenpreises versteuert werden, während eine Gehaltserhöhung voll der Steuer und den Sozialabgaben unterliegt. Für denselben Gegenwert brauchst du eine deutlich höhere Brutto-Erhöhung. Voraussetzung ist, dass du das Auto auch nutzt.
Was kostet ein Elektro-Firmenwagen den Arbeitnehmer?
Netto meist rund 95 bis 110 Euro im Monat bei einem Listenpreis bis 100.000 Euro, abhängig von Steuersatz und Arbeitsweg. Dieser Betrag entsteht aus dem versteuerten geldwerten Vorteil. Versicherung, Wartung und Steuer trägt der Arbeitgeber, weshalb der echte Gegenwert deutlich höher liegt.