Inhalt dieses Artikels
- Wie viel Profil müssen Reifen haben?
- Wie messe ich die Profiltiefe?
- Wo finde ich die Verschleißanzeiger im Reifen?
- Ab wann sollte ich Reifen wechseln?
- Was kostet zu wenig Profil?
- Wie alt dürfen Reifen sein?
- Wie lese ich die DOT-Nummer und das Reifenalter?
- Profiltiefe messen vor dem Urlaub: der wichtigste Check
- Was verraten ungleichmäßige Verschleißbilder?
- Warum brauchen Winterreifen mehr Profil als Sommerreifen?
- Mindestprofiltiefe bei Reifen und Aquaplaning: wie tief muss das Profil sein?
- Lohnen sich gebrauchte oder runderneuerte Reifen?
- Wie oft sollte ich das Reifenprofil kontrollieren?
- Neue Reifen fällig? So helfen wir in Wiesloch weiter
- Quellen und weiterführende Informationen
Reifen sind Verschleißteile, und trotzdem übersehen viele Autofahrer, wann sie fällig sind. Dabei genügen zwei Minuten und ein kurzer Blick, um Profil und Alter selbst zu prüfen. Dieser Ratgeber zeigt ohne Fachchinesisch, wie Sie die Profiltiefe messen, das Reifenalter bestimmen und erkennen, wann neue Reifen wirklich nötig sind. Gerade vor dem Sommerurlaub lohnt sich diese Kontrolle, denn abgefahrene oder alte Reifen sind eine der häufigsten und gefährlichsten Schwachstellen am Auto.
Wie viel Profil müssen Reifen haben?
Gesetzlich vorgeschrieben sind in Deutschland mindestens 1,6 Millimeter Profiltiefe im Hauptprofil. Das Hauptprofil sind die breiten Rillen in der Mitte der Lauffläche, die etwa drei Viertel der Reifenbreite ausmachen. Diese Grenze steht in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung und gilt für Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen gleichermaßen.
Diese 1,6 Millimeter sind aber nur das absolute Minimum, kein sicherer Wert. Schon deutlich früher lässt die Haftung nach, vor allem bei Nässe. Ein Reifen mit wenig Profil kann das Wasser nicht mehr richtig verdrängen, es kommt schneller zum Aufschwimmen, dem sogenannten Aquaplaning. Der Bremsweg wird länger, das Auto unberechenbarer.
Deshalb raten Fachleute und Automobilclubs, deutlich vor der gesetzlichen Grenze zu wechseln. Bei Sommerreifen gelten etwa 3 Millimeter als sinnvolle Untergrenze, bei Winterreifen etwa 4 Millimeter, weil Schnee und Matsch tiefes Profil brauchen. Wer sich daran hält, fährt spürbar sicherer als jemand, der die Reifen bis 1,6 Millimeter herunterfährt.
Wie messe ich die Profiltiefe?
Am genauesten geht es mit einem kleinen Profiltiefenmesser, den es für wenige Euro gibt. Er wird in die Rille gesteckt und zeigt die Tiefe direkt an. Messen Sie an mehreren Stellen über die Breite und rund um den Reifen, denn das Profil nutzt sich selten gleichmäßig ab. Der niedrigste gemessene Wert zählt.
Ohne Messgerät hilft eine grobe Faustregel mit einer 1-Euro-Münze. Ihr goldener Rand ist etwa 3 Millimeter breit. Stecken Sie die Münze in eine Hauptrille: Verschwindet der Goldrand vollständig im Profil, haben Sie noch mindestens rund 3 Millimeter, was für Sommerreifen die empfohlene Untergrenze ist. Ist der Goldrand dagegen ganz zu sehen, wird es höchste Zeit für neue Reifen. Für Winterreifen mit ihrer 4-Millimeter-Empfehlung ist die Münze nur ein grober Anhaltspunkt.
Sicherer als jede Münze sind die eingebauten Verschleißanzeiger im Reifen. Diese kleinen Stege am Rillengrund liegen genau auf 1,6 Millimeter. Ist die Lauffläche bis auf ihre Höhe abgefahren, ist die gesetzliche Grenze erreicht. Wo diese Stege sitzen, zeigen kleine Markierungen an der Reifenschulter. Beim Werkstatt-Termin messen wir die Profiltiefe in Wiesloch exakt und halten den Verlauf fest.
Wo finde ich die Verschleißanzeiger im Reifen?
Jeder Pkw-Reifen hat sogenannte Verschleißanzeiger, im Fachjargon TWI für Tread Wear Indicator, also Abnutzungs-Anzeiger. Das sind kleine Gummistege quer am Grund der Profilrillen. Sie sind bewusst so hoch gebaut, dass sie genau bei 1,6 Millimeter Restprofil mit der Lauffläche auf einer Ebene liegen.
Damit Sie die Stege finden, tragen die Reifen an der Schulter kleine Markierungen, oft ein Dreieck, das Wort TWI oder das Markenlogo. Folgen Sie der Markierung in Richtung Lauffläche, dann sehen Sie den Steg in der Rille. Berührt die abgefahrene Lauffläche diesen Steg, ist der Reifen am gesetzlichen Ende und muss getauscht werden.
Die Verschleißanzeiger sind praktisch, warnen aber erst am gesetzlichen Minimum. Da Sie aus Sicherheitsgründen früher wechseln sollten, ersetzen sie nicht die regelmäßige Messung mit Münze oder Messgerät. Sie sind eher die letzte, deutliche Warnung, die niemand ignorieren sollte.
Ab wann sollte ich Reifen wechseln?
Der wichtigste Grund für neue Reifen ist zu wenig Profil. Die harte Grenze liegt bei 1,6 Millimeter, die sinnvolle Grenze deutlich darüber: 3 Millimeter bei Sommerreifen, 4 Millimeter bei Winterreifen. Wer regelmäßig lange Strecken bei jedem Wetter fährt, sollte eher früher wechseln, wer nur bei schönem Wetter unterwegs ist, kann näher an die Empfehlung herangehen.
Neben dem Profil gibt es weitere Wechselgründe. Sichtbare Risse in der Flanke, Beulen, eingefahrene Fremdkörper oder Schnitte machen einen Reifen unsicher, unabhängig vom Profil. Auch ein einmal ohne Luft gefahrener Reifen sollte fachlich geprüft werden, weil seine innere Struktur beschädigt sein kann. In all diesen Fällen ist ein neuer Reifen die richtige Wahl.
Ein dritter Grund ist ungleichmäßiger Verschleiß. Läuft ein Reifen einseitig ab oder ist die Mitte anders abgefahren als die Kanten, stimmt oft etwas mit Druck oder Spur nicht. Dann bringt ein neuer Reifen allein nichts, wenn die Ursache bleibt. Wie Sie den Druck richtig einstellen, lesen Sie im Beitrag zum richtigen Reifendruck.
Was kostet zu wenig Profil?
Zu wenig Profil ist nicht nur gefährlich, sondern auch teuer. Wer mit weniger als 1,6 Millimeter erwischt wird, zahlt 60 Euro Bußgeld und bekommt einen Punkt in Flensburg. Gefährdet man dabei andere Verkehrsteilnehmer, steigt das Bußgeld auf 75 Euro, kommt es zum Unfall, auf 90 Euro, jeweils mit Punkt. Das gilt pro Kontrolle, nicht pro Reifen.
Noch teurer kann es im Schadenfall werden. Wer mit abgefahrenen Reifen einen Unfall baut, riskiert, dass die Versicherung ihre Leistung kürzt oder bei grober Fahrlässigkeit ganz verweigert. Aus einem gesparten Reifensatz wird dann schnell ein Schaden in ganz anderer Höhe. Die vermeintliche Ersparnis durch das Fahren bis zur letzten Grenze rechnet sich also nie.
Dazu kommt der versteckte Preis: Abgefahrene Reifen verbrauchen bei Nässe deutlich mehr Bremsweg. Der Unterschied zwischen einem Reifen mit 8 Millimeter und einem mit 1,6 Millimeter Profil beträgt bei einer Notbremsung auf nasser Fahrbahn viele Meter. Diese Meter sind mit keinem Bußgeld aufzuwiegen.
Wie alt dürfen Reifen sein?
Reifen altern nicht nur durch Abrieb, sondern auch durch die Zeit. Der Gummi härtet über die Jahre aus, wird spröde und verliert an Grip, selbst wenn noch genug Profil vorhanden ist. Ein gesetzliches Höchstalter gibt es zwar nicht, aber klare Empfehlungen: Sommerreifen sollten nach etwa zehn Jahren, Winterreifen nach etwa acht Jahren erneuert werden.
Besonders wichtig ist das Alter bei Fahrzeugen, die viel stehen. Wohnwagen, Anhänger, Zweitwagen oder Oldtimer fahren wenige Kilometer, aber die Reifen altern trotzdem. Hier ist das Datum oft der entscheidende Wechselgrund, lange bevor das Profil abgefahren ist. Auch das Reserverad im Kofferraum altert unbemerkt mit.
Woran erkennt man ausgehärtete Reifen? Feine Risse an den Flanken und am Rillengrund sind ein deutliches Zeichen, ebenso ein hartes, sprödes Gummi. Solche Reifen bremsen und greifen schlechter, gerade bei Kälte und Nässe. Wenn Sie unsicher sind, beurteilen wir den Zustand Ihrer Reifen in Wiesloch und sagen Ihnen ehrlich, ob ein Wechsel nötig ist.
Wie lese ich die DOT-Nummer und das Reifenalter?
Das genaue Herstelldatum verrät die DOT-Nummer auf der Reifenflanke. DOT steht für die US-Behörde, die diese Kennzeichnung eingeführt hat. Für das Alter interessieren nur die letzten vier Ziffern dieser Nummer, und zwar bei allen Reifen ab dem Jahr 2000. Die ersten beiden Ziffern sind die Produktionswoche, die letzten beiden das Produktionsjahr.
Ein Beispiel: Die Kennung 2419 bedeutet, dass der Reifen in der 24. Woche des Jahres 2019 hergestellt wurde. Eine Kennung 0823 steht für die 8. Woche 2023. So bestimmen Sie in Sekunden, wie alt Ihre Reifen wirklich sind. Bei sehr alten Reifen von vor dem Jahr 2000 hat die Nummer nur drei Ziffern, diese Reifen sind ohnehin längst reif für den Tausch.
Die DOT-Nummer ist auch beim Reifenkauf wichtig. Selbst fabrikneue Reifen haben ein Alter, weil sie eine Zeit im Lager liegen. Als neuwertig gelten Reifen bis etwa drei Jahre. Prüfen Sie deshalb bei günstigen Angeboten das Datum. Was beim Neukauf sonst noch zählt, steht im Reifen-Ratgeber.
Profiltiefe messen vor dem Urlaub: der wichtigste Check
Vor einer langen Urlaubsfahrt gehört der Blick auf die Reifen zu den wichtigsten Vorbereitungen. Das voll beladene Auto, hohe Temperaturen und lange Strecken am Stück fordern die Reifen stark. Abgefahrenes oder altes Profil wird dann schnell zur Gefahr, besonders bei einem plötzlichen Sommergewitter mit viel Wasser auf der Fahrbahn.
Nehmen Sie sich vor der Reise fünf Minuten Zeit. Messen Sie die Profiltiefe an allen vier Reifen, prüfen Sie die Flanken auf Risse und Beulen und werfen Sie einen Blick auf die DOT-Nummer. Denken Sie auch an das Reserverad oder Notrad. Passt alles, können Sie beruhigt starten. Ist das Profil knapp, kaufen Sie besser vor dem Urlaub neue Reifen, statt das Risiko mitzunehmen.
Zusätzlich zum Profil gehört der Reifendruck auf den Urlaubswert eingestellt, bei Hitze mit etwas Reserve. Wer sich den Check nicht selbst zutraut, bringt das Auto kurz zu uns. Wir prüfen Profil, Alter, Druck und Zustand und geben Ihnen ein sicheres Gefühl für die Fahrt.
Was verraten ungleichmäßige Verschleißbilder?
Wie ein Reifen abfährt, erzählt eine Geschichte. Sind beide Außenkanten stärker abgefahren als die Mitte, war der Druck oft zu niedrig. Ist die Mitte stärker abgefahren, war der Druck meist zu hoch. Läuft nur eine Seite des Reifens ab, stimmt häufig die Achsgeometrie nicht, die Spur ist verstellt.
Sägezahn-Muster, bei denen sich die einzelnen Profilblöcke ungleich abnutzen, deuten auf Probleme mit dem Fahrwerk oder auf zu wenig Reifentausch zwischen den Achsen hin. Solche Muster sollte man nicht ignorieren, weil sie den Verschleiß beschleunigen und oft eine günstige Ursache haben, etwa eine leicht verstellte Spur nach einem Bordsteinkontakt.
Der Vorteil: Wer die Verschleißbilder liest, erkennt Probleme früh und spart Geld, weil sich ein kleiner Fehler nicht über Tausende Kilometer in die Reifen frisst. Beim Räderwechsel und beim Werkstatt-Termin schauen wir uns das Verschleißbild in Wiesloch genau an und sagen Ihnen, ob eine Achsvermessung sinnvoll ist.
Warum brauchen Winterreifen mehr Profil als Sommerreifen?
Die Empfehlung von 4 Millimeter bei Winterreifen gegenüber 3 Millimeter bei Sommerreifen hat einen einfachen Grund: Schnee und Matsch brauchen tiefe Rillen. Ein Winterreifen greift, indem sich Schnee in seinen Profilrillen verkeilt, denn Schnee auf Schnee hält besonders gut. Sind die Rillen zu flach, kann sich kein Schnee mehr fangen, und der Reifen verliert seine Wintereigenschaften, obwohl er formal noch legal ist.
Auch bei Matsch und Schneematsch muss der Reifen große Mengen Wasser und Schneebrei verdrängen. Das gelingt nur mit ausreichend Profil. Ein Winterreifen mit 2 Millimeter Profil ist im Schnee kaum noch ein Winterreifen, selbst wenn er das Alpine-Symbol trägt. Deshalb ist die 4-Millimeter-Marke bei Winter- und Ganzjahresreifen sinnvoll.
Bei Sommerreifen geht es vor allem um Regen. Auch hier verdrängt tiefes Profil das Wasser besser und schützt vor Aquaplaning. Weil kein Schnee im Spiel ist, reicht die Untergrenze von 3 Millimeter. Welcher Reifentyp für Sie der richtige ist, vertieft der Beitrag zu Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen.
Mindestprofiltiefe bei Reifen und Aquaplaning: wie tief muss das Profil sein?
Aquaplaning bedeutet, dass der Reifen bei Nässe aufschwimmt und den Kontakt zur Straße verliert. Genau das verhindert das Profil: Seine Rillen leiten das Wasser zwischen Reifen und Fahrbahn ab, damit der Gummi greifen kann. Je tiefer das Profil, desto mehr Wasser kann es verdrängen und desto später schwimmt der Reifen auf.
Mit abnehmendem Profil sinkt diese Fähigkeit rapide. Ein Reifen mit 8 Millimeter Profil verdrängt bei einem plötzlichen Wolkenbruch viel mehr Wasser als einer mit 2 Millimeter. Der Unterschied zeigt sich als deutlich höhere Aquaplaning-Gefahr und als längerer Bremsweg bei Nässe, oft im Bereich mehrerer Fahrzeuglängen.
Deshalb ist die Sicherheitsempfehlung, deutlich vor 1,6 Millimeter zu wechseln, keine Übervorsicht, sondern gesunder Menschenverstand. Gerade wer viel bei Regen oder auf der Autobahn unterwegs ist, sollte lieber etwas früher neue Reifen kaufen. Der Aufpreis ist gering im Vergleich zum Risiko, bei Tempo 120 im Regen die Kontrolle zu verlieren.
Lohnen sich gebrauchte oder runderneuerte Reifen?
Bei knappem Budget klingen gebrauchte oder runderneuerte Reifen verlockend, doch Vorsicht ist geboten. Bei einem gebrauchten Reifen kennen Sie die Vorgeschichte nicht: Wie wurde er gefahren, wie gelagert, war er einmal ohne Luft unterwegs? Kleine Schäden an der inneren Struktur sind von außen oft nicht zu sehen und können später gefährlich werden. Achten Sie zumindest streng auf das Alter über die DOT-Nummer, das Restprofil und sichtbare Schäden.
Runderneuerte Reifen sind Reifen, deren Lauffläche erneuert wurde. Bei Lkw sind sie üblich und geprüft, bei Pkw spielen sie kaum noch eine Rolle und sind mit Vorsicht zu genießen. Die Ersparnis gegenüber einem soliden neuen Markenreifen der Mittelklasse ist meist gering, das Risiko dafür höher.
Unser Rat: Sparen Sie lieber an anderer Stelle. Ein guter, neuer Reifen der Mittelklasse mit frischem Herstelldatum ist über die Lebensdauer fast immer die bessere Wahl als ein günstiger Gebraucht- oder Runderneuerter mit unbekannter Geschichte. Was ein solider neuer Satz kostet, steht im Reifen-Ratgeber.
Wie oft sollte ich das Reifenprofil kontrollieren?
Ein kurzer Blick lohnt sich regelmäßig, nicht nur beim Reifenwechsel. Als Faustregel prüfen Sie Profiltiefe, Flanken und den allgemeinen Zustand alle paar Monate, außerdem immer vor einer langen Fahrt und nach einem harten Bordsteinkontakt. Die DOT-Nummer müssen Sie nicht ständig kontrollieren, aber einmal im Jahr und vor dem Reifenkauf lohnt der Blick.
Verbinden Sie die Kontrolle am besten mit dem Reifendruck-Check. Wenn Sie ohnehin die Ventilkappen abschrauben und den Druck prüfen, werfen Sie gleich einen Blick auf das Profil und die Flanken. So wird aus zwei getrennten Aufgaben ein kurzer Handgriff, der Sicherheit gibt.
Ein guter Anlass ist auch der Wechsel der Jahreszeit. Wer im Frühjahr auf Sommerreifen und im Herbst auf Winterreifen umsteckt, hat die Reifen ohnehin in der Hand und sollte dabei jedes Mal Profil, Alter und Zustand notieren. So entsteht über die Jahre ein klares Bild, und kein Wechseltermin wird vergessen.
Beim saisonalen Räderwechsel prüfen wir Profil und Alter in Wiesloch ohnehin mit und dokumentieren den Verlauf. So sehen Sie über die Jahre, wie schnell sich Ihre Reifen abnutzen, und wir können den Wechsel rechtzeitig planen, bevor das Profil zu knapp wird. Wie Sie den Druck richtig einstellen, lesen Sie im Beitrag zum richtigen Reifendruck.
Neue Reifen fällig? So helfen wir in Wiesloch weiter
Zeigt die Messung zu wenig Profil oder ist der Reifen zu alt, sollten Sie nicht zögern. Als autorisierter Service-Partner für Skoda, SEAT und CUPRA in Wiesloch prüfen wir Profil, Alter und Zustand Ihrer Reifen und beraten zur passenden Größe, wenn ein neuer Satz nötig ist. Originale, für Ihr Modell freigegebene Räder und Reifen bestellen und montieren wir im Rahmen der Hersteller-Vorgaben.
Beim saisonalen Räderwechsel und bei jedem Werkstatt-Termin gehört der Blick auf Profil und Alter fest dazu, damit Sie rechtzeitig Bescheid wissen, bevor es kritisch wird. Auf Wunsch lagern wir den zweiten Satz ein und prüfen ihn zum nächsten Wechsel. Alle Leistungen rund um Wartung, Bremsen und Inspektion finden Sie auf unserer Service- und Werkstatt-Seite.
Wer unsicher ist, ob die Reifen noch sicher sind, muss nicht raten. Bringen Sie das Auto kurz vorbei, dann messen wir das Profil an allen vier Rädern, prüfen das Alter über die DOT-Nummer und beurteilen Flanken und Verschleißbild. Sie bekommen eine klare, ehrliche Einschätzung, ob die Reifen noch eine Saison halten oder ob ein Wechsel ansteht. Gerade nach dem Kauf eines Gebrauchtwagens lohnt dieser Check, weil man die Vorgeschichte der Reifen selten kennt. So vermeiden Sie sowohl unnötige Ausgaben als auch das Risiko, mit zu alten oder abgefahrenen Reifen unterwegs zu sein.
Welcher Reifentyp beim nächsten Kauf zu Ihnen passt, klärt der Beitrag zu Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen. Und wenn ohnehin ein anderes Auto ansteht, lohnt ein Blick in unseren Gebrauchtwagen-Bestand mit geprüften Fahrzeugen.
Quellen und weiterführende Informationen
Die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern und die Bußgelder regelt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung, gut aufbereitet im Bußgeldkatalog zur Mindestprofiltiefe. Empfehlungen zur sicheren Profiltiefe und zur richtigen Messung gibt der ADAC zum Reifenprofil. Wie sich das Reifenalter über die DOT-Nummer bestimmen lässt, erklärt der Bußgeldkatalog zum Reifenalter. Hinweise zum maximalen Reifenalter und zum Aushärten des Gummis fasst der Ratgeber zum Reifenalter zusammen. Wie das EU-Reifenlabel die Nasshaftung bewertet, beschreibt die Europäische Kommission zum EU-Reifenlabel.
Häufige Fragen
Wie viel Profil müssen Reifen haben?
Gesetzlich sind in Deutschland mindestens 1,6 Millimeter Profiltiefe im Hauptprofil vorgeschrieben, geregelt in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung. Das ist aber nur die absolute Untergrenze. Aus Sicherheitsgründen empfehlen Fachleute den Wechsel schon deutlich früher: ab etwa 3 Millimeter bei Sommerreifen und ab etwa 4 Millimeter bei Winterreifen, weil die Haftung bei Nässe und Schnee vorher stark nachlässt.
Wie messe ich die Profiltiefe selbst?
Am genauesten mit einem kleinen Profiltiefenmesser für wenige Euro. Als grobe Faustregel hilft eine 1-Euro-Münze: Ihr goldener Rand ist etwa 3 Millimeter breit. Stecken Sie die Münze in eine Profilrille. Verschwindet der Goldrand, haben Sie noch mindestens rund 3 Millimeter. Ist er ganz zu sehen, wird es Zeit für neue Reifen. Messen Sie an mehreren Stellen über die Breite und den Umfang.
Ab wann muss ich Reifen wechseln?
Spätestens bei 1,6 Millimeter Restprofil, das ist die gesetzliche Grenze. Sicher fahren Sie aber nur mit mehr Profil, deshalb gilt: Sommerreifen ab etwa 3 Millimeter, Winterreifen ab etwa 4 Millimeter erneuern. Auch das Alter, Risse, Beulen oder ungleichmäßiger Verschleiß sind Gründe für neue Reifen, selbst wenn rechnerisch noch Profil da ist.
Wie alt dürfen Reifen sein?
Ein gesetzliches Höchstalter gibt es nicht, aber Gummi härtet mit den Jahren aus und verliert Grip. Als Faustregel gelten Sommerreifen nach etwa zehn Jahren und Winterreifen nach etwa acht Jahren als reif für den Tausch, auch mit genug Profil. Bei Anhängern und Wohnwagen, die viel stehen, ist das Alter oft wichtiger als das Profil.
Wie lese ich die DOT-Nummer ab?
Die DOT-Nummer steht auf der Reifenflanke und endet bei Reifen ab dem Jahr 2000 mit vier Ziffern. Die ersten beiden Ziffern sind die Produktionswoche, die letzten beiden das Jahr. Die Kennung 2419 bedeutet also Woche 24 im Jahr 2019. So bestimmen Sie das genaue Herstelldatum und damit das Alter Ihrer Reifen.
Was kostet zu wenig Profil?
Wer mit weniger als 1,6 Millimeter Profil erwischt wird, zahlt 60 Euro Bußgeld und bekommt einen Punkt in Flensburg. Bei Gefährdung anderer steigt das Bußgeld auf 75 Euro, bei einem Unfall auf 90 Euro, jeweils mit Punkt. Dazu kommt im Schadenfall Ärger mit der Versicherung, die bei abgefahrenen Reifen ihre Leistung kürzen kann.
Wo finde ich die Verschleißanzeiger im Reifen?
Jeder Reifen hat kleine Stege am Grund der Profilrillen, die sogenannten Verschleißanzeiger oder TWI. Sie liegen auf einer Höhe von genau 1,6 Millimeter. Kleine Markierungen an der Reifenschulter, oft ein Dreieck oder die Buchstaben TWI, zeigen, wo diese Stege sitzen. Ist die Lauffläche bis auf die Höhe der Stege abgefahren, ist die gesetzliche Grenze erreicht und der Reifen muss getauscht werden.
Muss ich alle vier Reifen gleichzeitig wechseln?
Nicht zwingend, aber sinnvoll ist es oft. Am sichersten fahren vier gleiche Reifen mit ähnlichem Profil. Muss nur ein Reifen nach einem Schaden ersetzt werden, sollten zumindest die beiden Reifen einer Achse gleich sein, und der bessere Reifen gehört nach hinten. Bei stark unterschiedlichem Profil rundum leidet das Fahrverhalten, deshalb lohnt sich häufig der Wechsel im Satz.
Zählt das Alter auch beim Ersatzrad?
Ja. Gerade das Reserverad oder Notrad wird oft jahrelang nicht benutzt und altert trotzdem. Prüfen Sie deshalb auch dort ab und zu die DOT-Nummer und den Druck. Ein zehn Jahre altes Notrad mit zu wenig Luft nützt bei einer Panne wenig. Beim Werkstatt-Termin schauen wir das Reserverad auf Wunsch mit an.