Inhalt dieses Artikels
- Reifenbezeichnung lesen: was die Zahlen und Buchstaben bedeuten
- Reifengröße lesen: Breite, Querschnitt und Zoll verstehen
- Was bedeutet der Tragfähigkeitsindex?
- Was bedeutet der Geschwindigkeitsindex beim Reifen?
- Was bedeutet XL beim Reifen? Verstärkte Reifen erklärt
- M+S und Alpine-Symbol: die Winter-Kennung auf dem Reifen
- Wie lese ich die Reifengröße und das Reifenalter vom Reifen ab?
- Welche Reifengröße ist für mein Auto zugelassen?
- Darf ich eine andere Reifengröße fahren?
- Weitere Kennzeichnungen in der Reifenbezeichnung
- Das EU-Reifenlabel: die zweite wichtige Kennzeichnung
- Reifenbezeichnung bei Winter- und Ganzjahresreifen
- Passt der Reifen auf meine Felge?
- Reifenbezeichnung falsch verstanden: teure Fehler vermeiden
- Hilfe bei der Reifenwahl beim Service-Partner in Wiesloch
- Quellen und weiterführende Informationen
Auf der Seite jedes Reifens steht eine Zahlen- und Buchstabenfolge wie 205/55 R16 91V. Für viele sieht das aus wie ein Geheimcode, dabei steckt darin alles, was Sie über die Größe und Belastbarkeit des Reifens wissen müssen. Wer die Reifenbezeichnung lesen kann, kauft die richtigen Reifen, vermeidet teure Fehler und versteht, warum nicht jeder Reifen auf jedes Auto passt. Dieser Ratgeber erklärt jeden Teil der Bezeichnung ohne Fachchinesisch.
Reifenbezeichnung lesen: was die Zahlen und Buchstaben bedeuten
Die gute Nachricht zuerst: Die Reihenfolge ist immer gleich. Nehmen wir das Beispiel 205/55 R16 91V und gehen es von links nach rechts durch. Die erste Zahl ist die Breite, die zweite der Querschnitt, dann folgen ein Buchstabe für die Bauart, der Felgendurchmesser, der Tragfähigkeitsindex und schließlich der Geschwindigkeitsindex. Sechs Angaben, die zusammen den Reifen eindeutig beschreiben.
Diese Bezeichnung finden Sie an zwei Stellen: auf der Seitenwand jedes Reifens und in Ihren Fahrzeugpapieren. Beide sollten zusammenpassen. Wenn Sie neue Reifen kaufen, ist die Bezeichnung der wichtigste Ausgangspunkt, denn sie sagt, welche Reifen überhaupt auf Ihr Auto dürfen. Die einzelnen Teile schauen wir uns jetzt nacheinander genau an.
Ein kurzer Hinweis vorweg: Manche Angaben dürfen von der Vorgabe abweichen, andere nicht. Die Größe muss zum Auto passen, Tragfähigkeit und Geschwindigkeit dürfen höher, aber nie niedriger sein als vorgeschrieben. Warum das so ist, wird bei den einzelnen Punkten klar. Welche Reifen für Sie infrage kommen, fasst auch der Reifen-Ratgeber zusammen.
Reifengröße lesen: Breite, Querschnitt und Zoll verstehen
Die erste Zahl, im Beispiel 205, ist die Breite der Lauffläche in Millimetern. Ein Reifen mit 205 ist also 205 Millimeter breit. Breitere Reifen bieten oft mehr Grip, können aber lauter sein und mehr verbrauchen. Die Breite muss zur Felge und zum Radkasten passen, deshalb ist sie fest vorgegeben.
Die zweite Zahl, hier 55, ist das Verhältnis von Flankenhöhe zu Breite in Prozent, auch Querschnitt genannt. Die Flanke ist der Teil des Reifens zwischen Felge und Lauffläche. Bei 55 ist die Flanke 55 Prozent der Breite hoch, also etwa 113 Millimeter. Eine niedrige Zahl bedeutet eine flache, sportliche Flanke, eine hohe Zahl eine komfortable, hohe Flanke. Der Buchstabe danach, meist R, steht für die Radialbauweise, die heute übliche Konstruktion, bei der die Karkassfäden radial verlaufen.
Die nächste Zahl, im Beispiel 16, ist der Felgendurchmesser in Zoll. Der Reifen passt also auf eine 16-Zoll-Felge. Breite, Querschnitt und Zoll zusammen ergeben die eigentliche Reifengröße. Wer die Reifengröße lesen kann, weiß sofort, ob ein angebotener Reifen überhaupt auf sein Auto passt. Diese drei Werte müssen zur Freigabe des Fahrzeugs passen.
Was bedeutet der Tragfähigkeitsindex?
Nach der Größe folgt der Tragfähigkeitsindex, auch Lastindex genannt, im Beispiel die 91. Das ist eine Kennzahl, keine direkte Kilogramm-Angabe. Über eine Tabelle lässt sich der Wert umrechnen: Die 91 steht für 615 Kilogramm, die ein einzelner Reifen maximal tragen darf. Vier Reifen mit Index 91 tragen also zusammen bis zu 2.460 Kilogramm.
Der Tragfähigkeitsindex ist alles andere als nebensächlich. Ihr Reifen muss mindestens den Index tragen, der im Fahrzeugschein steht. Ein Reifen mit zu niedrigem Index ist nicht zulässig und im schlimmsten Fall gefährlich, weil er das Gewicht des Autos nicht sicher trägt. Ein höherer Index ist dagegen unproblematisch und sogar von Vorteil.
Besonders wichtig ist dieser Wert bei schweren Fahrzeugen und bei Elektroautos. Weil ein E-Auto durch die Batterie oft 200 bis 300 Kilogramm mehr wiegt, braucht es Reifen mit hoher Tragfähigkeit, häufig mit der Zusatzkennung XL oder HL. Warum das beim Stromer so wichtig ist, erklärt der Beitrag zu Reifen fürs Elektroauto.
Was bedeutet der Geschwindigkeitsindex beim Reifen?
Der letzte Buchstabe der Reifenbezeichnung, im Beispiel V, ist der Geschwindigkeitsindex. Er gibt an, bis zu welcher Höchstgeschwindigkeit der Reifen freigegeben ist. Auch das ist ein Sicherheitswert: Über dieser Grenze kann der Reifen versagen. Die gängigen Buchstaben sind schnell gelernt.
T steht für bis 190 Kilometer pro Stunde, H für bis 210, V für bis 240 und W für bis 270. Es gibt weitere Buchstaben für langsamere und schnellere Reifen, aber diese vier decken die meisten Pkw ab. Ein Reifen mit V ist also bis 240 freigegeben, was für die allermeisten Autos mehr als ausreichend ist.
Auch hier gilt: Ihr Reifen muss mindestens den im Fahrzeugschein geforderten Index haben, darf aber einen höheren tragen. Eine Ausnahme sind Winterreifen. Sie dürfen unter Auflagen einen niedrigeren Geschwindigkeitsindex haben, wenn ein entsprechender Aufkleber im Sichtfeld des Fahrers auf die reduzierte Höchstgeschwindigkeit hinweist. Bei Sommerreifen ist das nicht erlaubt.
Was bedeutet XL beim Reifen? Verstärkte Reifen erklärt
Neben der eigentlichen Bezeichnung tragen viele Reifen Zusatzkennungen. Die häufigste ist XL für Extra Load, gleichbedeutend mit RF für reinforced, also verstärkt. Ein XL-Reifen hat eine stabilere Konstruktion und kann bei höherem Fülldruck mehr Gewicht tragen als ein Standardreifen gleicher Größe. Solche Reifen sind für schwere Autos, Vans und viele Elektrofahrzeuge gedacht.
Neuer ist die Kennung HL für High Load. Sie bietet eine noch höhere Tragfähigkeit als XL und wurde eingeführt, weil moderne Elektroautos immer schwerer werden. Ein HL-Reifen trägt bei gleichem Fülldruck mehr als ein XL-Reifen derselben Größe. Für sehr schwere Stromer schreiben Hersteller zunehmend HL-Reifen vor.
Wichtig ist: Wenn Ihr Auto verstärkte Reifen braucht, dürfen Sie keine Standardreifen montieren, auch wenn die Größe stimmt. Der Tragfähigkeitsindex würde dann nicht reichen. Ob Ihr Fahrzeug XL- oder HL-Reifen verlangt, steht in den Papieren. Wir prüfen das in Wiesloch für Sie, damit die neuen Reifen wirklich passen.
M+S und Alpine-Symbol: die Winter-Kennung auf dem Reifen
Winter- und Ganzjahresreifen tragen zusätzliche Kennungen. Die alte Kennung M+S steht für Matsch und Schnee und war früher das Merkmal von Winterreifen. Sie ist aber kein geprüfter Standard, sondern eine reine Herstellerangabe. Deshalb hat der Gesetzgeber nachgeschärft.
Entscheidend ist heute das Alpine-Symbol, eine kleine Schneeflocke in einem Bergpiktogramm, offiziell 3PMSF genannt. Ein Reifen bekommt es nur, wenn er einen genormten Schneetest bestanden hat. Seit dem 1. Oktober 2024 zählt bei winterlichen Bedingungen nur noch dieses Symbol als wintertauglich. Reifen, die ausschließlich M+S tragen, gelten seither nicht mehr als Winterreifen.
Beim Kauf von Winter- oder Ganzjahresreifen ist das Alpine-Symbol deshalb der wichtigste Blick. Ohne diese Schneeflocke darf der Reifen bei Schnee und Glätte nicht gefahren werden. Welcher Reifentyp überhaupt zu Ihnen passt, vertieft der Beitrag zu Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen.
Wie lese ich die Reifengröße und das Reifenalter vom Reifen ab?
Auf der Reifenflanke steht neben der Größe auch die DOT-Nummer. Für das Alter zählen deren letzte vier Ziffern, und zwar bei allen Reifen ab dem Jahr 2000. Die ersten beiden Ziffern sind die Produktionswoche, die letzten beiden das Jahr. Die Kennung 2419 bedeutet also Woche 24 im Jahr 2019.
Das Alter ist wichtig, weil Gummi mit den Jahren aushärtet und an Grip verliert, selbst mit genug Profil. Als Faustregel gelten Sommerreifen nach etwa zehn und Winterreifen nach etwa acht Jahren als reif für den Tausch. Auch beim Neukauf lohnt der Blick, denn selbst fabrikneue Reifen haben durch die Lagerung ein Alter. Als neuwertig gelten Reifen bis etwa drei Jahre.
Wie Sie neben dem Alter auch das Profil richtig prüfen, zeigt der Beitrag zu Profiltiefe und Reifenalter. Beides zusammen sagt Ihnen zuverlässig, ob ein Reifen noch sicher ist oder ersetzt werden sollte.
Welche Reifengröße ist für mein Auto zugelassen?
Die zulässigen Reifengrößen für Ihr Auto stehen in den Fahrzeugpapieren. Früher waren sie im Fahrzeugschein aufgeführt, heute stehen oft nur ein oder zwei Größen in der Zulassungsbescheinigung Teil 1, während weitere freigegebene Größen in der Betriebsanleitung oder im sogenannten COC-Papier zu finden sind. Meist sind mehrere Größen erlaubt.
Wichtig ist, dass eine gewählte Größe komplett passt: Breite, Querschnitt und Zoll müssen freigegeben sein, und Tragfähigkeits- sowie Geschwindigkeitsindex müssen mindestens den geforderten Werten entsprechen. Nur wenn all das stimmt, ist der Reifen für Ihr Auto zulässig. Ein einzelner falscher Wert genügt, um die Zulassung zu verlieren.
Weil das im Alltag verwirrend sein kann, nehmen wir Ihnen die Prüfung ab. Als Service-Partner für Skoda, SEAT und CUPRA in Wiesloch lesen wir anhand der Fahrzeugdaten aus, welche Größen für Ihr Modell zugelassen sind, und finden den passenden Reifen. So vermeiden Sie teure Fehlkäufe und fahren sicher.
Darf ich eine andere Reifengröße fahren?
Grundsätzlich dürfen Sie zwischen allen für Ihr Auto freigegebenen Größen frei wählen. Wenn in den Papieren mehrere Größen stehen, können Sie zum Beispiel im Sommer eine breitere und im Winter eine schmalere fahren, solange beide eingetragen oder freigegeben sind. Das ist völlig legal und oft sogar sinnvoll.
Anders sieht es aus, wenn Sie eine Größe fahren möchten, die nicht freigegeben ist, etwa größere Felgen für die Optik. Dann brauchen Sie ein Gutachten und in der Regel eine Eintragung. Ohne diese Absicherung riskieren Sie den Verlust der Betriebserlaubnis, Ärger bei der nächsten Hauptuntersuchung und im Schadenfall Probleme mit der Versicherung.
Unser Rat: Bleiben Sie bei den freigegebenen Größen, dann sind Sie immer auf der sicheren Seite. Wenn Sie eine Änderung wünschen, klären wir vorher, was zulässig ist und was eine Eintragung kostet. So gibt es hinterher keine bösen Überraschungen. Was ein neuer Satz in der passenden Größe kostet, rechnen wir Ihnen transparent aus.
Weitere Kennzeichnungen in der Reifenbezeichnung
Neben Größe, Indizes und Winter-Symbol tragen Reifen weitere Kürzel, die je nach Modell auftauchen. Ein Kürzel wie ROF, RFT oder ein Symbol steht für Runflat, also einen Reifen mit verstärkten Flanken, der auch ohne Luft eine begrenzte Strecke trägt. Kürzel wie Seal oder ein Tropfen-Symbol weisen auf eine selbstabdichtende Schicht hin, die kleine Einstiche von innen verschließt.
Auch Herstellerfreigaben stehen oft auf der Flanke. Ein Kürzel wie MO für Mercedes, AO für Audi oder eine ähnliche Kennung zeigt, dass der Reifen speziell für die Fahrzeuge dieser Marke abgestimmt und freigegeben wurde. Solche Freigaben sind nicht zwingend nötig, können aber sinnvoll sein, wenn der Hersteller sie empfiehlt.
Schließlich finden Sie auf dem Reifen die Laufrichtung oder die Einbaurichtung. Ein Pfeil mit dem Wort Rotation zeigt bei laufrichtungsgebundenen Reifen, in welche Richtung sie montiert werden müssen. Bei asymmetrischen Reifen kennzeichnen die Wörter Outside und Inside die richtige Seite. Beim fachgerechten Montieren achten wir in Wiesloch auf all diese Vorgaben.
Das EU-Reifenlabel: die zweite wichtige Kennzeichnung
Neben der Bezeichnung auf der Flanke gibt es das EU-Reifenlabel, das seit 2021 jedem neuen Reifen beiliegt. Es funktioniert wie das Energielabel bei Haushaltsgeräten und bewertet drei Eigenschaften. Die Kraftstoffeffizienz von A bis E zeigt den Rollwiderstand, die Nasshaftung von A bis E den Bremsweg auf nasser Straße, und ein Wert in Dezibel steht für das Abrollgeräusch.
Für die Sicherheit ist die Nasshaftung die wichtigste Angabe, denn zwischen Klasse A und E liegen bei einer Vollbremsung mehrere Meter Bremsweg. Die Kraftstoffeffizienz zahlt sich vor allem bei Vielfahrern und Elektroautos aus, weil ein geringer Rollwiderstand Sprit oder Reichweite spart. Das Label ergänzt die Reifenbezeichnung also um die Leistungswerte.
Wichtig: Das Label ist ein guter erster Vergleich, ersetzt aber keinen unabhängigen Test. Reifen mit ähnlichem Label schneiden in echten Prüfungen auf Schnee, bei Aquaplaning oder im Verschleiß oft unterschiedlich ab. Wir gleichen beim Reifenkauf Bezeichnung, Label und aktuelle Testergebnisse ab, damit Sie einen wirklich guten Reifen bekommen.
Reifenbezeichnung bei Winter- und Ganzjahresreifen
Winter- und Ganzjahresreifen tragen dieselbe Grundbezeichnung wie Sommerreifen, also Breite, Querschnitt, Zoll und die beiden Indizes. Zusätzlich kommen die Winter-Kennungen dazu: das Alpine-Symbol mit der Schneeflocke und oft die alte Angabe M+S. Für die Wintertauglichkeit zählt heute allein das Alpine-Symbol.
Eine Besonderheit betrifft den Geschwindigkeitsindex. Bei Winterreifen ist ein niedrigerer Index als vom Hersteller gefordert erlaubt, wenn ein Aufkleber im Sichtfeld des Fahrers auf die reduzierte Höchstgeschwindigkeit hinweist. So darf ein Auto, das eigentlich V-Reifen braucht, im Winter unter Auflagen auch mit H-Reifen fahren. Bei Sommerreifen gilt diese Ausnahme nicht.
Beim Kauf von Winter- oder Ganzjahresreifen prüfen Sie also drei Dinge: die passende Größe, eine ausreichende Tragfähigkeit und das Alpine-Symbol. Welcher Reifentyp überhaupt zu Ihrem Fahrprofil passt, klärt der Beitrag zu Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen.
Passt der Reifen auf meine Felge?
Nicht jeder Reifen passt auf jede Felge. Entscheidend ist zunächst der Felgendurchmesser in Zoll, der in der Reifenbezeichnung steht: Ein 16-Zoll-Reifen gehört auf eine 16-Zoll-Felge. Dazu kommt die Felgenbreite, ebenfalls in Zoll, die zur Reifenbreite passen muss. Für jede Reifenbreite gibt es einen Bereich empfohlener Felgenbreiten.
Passt die Kombination nicht, sitzt der Reifen zu schmal oder zu breit auf der Felge, was Fahrverhalten und Sicherheit beeinträchtigt. Auch Einpresstiefe und Lochkreis der Felge müssen zum Auto passen, sonst schleift das Rad oder lässt sich gar nicht montieren. Diese Werte stehen nicht auf dem Reifen, sondern auf der Felge und in den Fahrzeugpapieren.
Weil diese Kombination komplex ist, prüfen wir sie in Wiesloch für Sie. Wenn Sie neue Reifen auf vorhandene Felgen ziehen lassen oder einen kompletten Radsatz kaufen möchten, gleichen wir Reifengröße, Felge und Fahrzeugfreigabe ab, damit alles zusammenpasst und sicher zugelassen ist. So vermeiden Sie, dass ein an sich passender Reifen an der falschen Felge scheitert oder eine Kombination gefahren wird, die nicht eingetragen ist.
Reifenbezeichnung falsch verstanden: teure Fehler vermeiden
Wer die Reifenbezeichnung nicht richtig liest, riskiert teure Fehler. Der häufigste ist ein zu niedriger Tragfähigkeits- oder Geschwindigkeitsindex. Ein solcher Reifen mag günstig und in der Größe passend sein, ist aber nicht zulässig. Bei einer Kontrolle oder der Hauptuntersuchung fällt das auf, und im Schadenfall kann die Versicherung Probleme machen.
Ein zweiter Fehler ist die falsche Größe. Schon eine abweichende Breite oder ein anderer Querschnitt kann dazu führen, dass der Reifen schleift, der Tacho falsch anzeigt oder die Fahrassistenten gestört werden. Deshalb sollten Sie nie nach Augenmaß kaufen, sondern immer nach den freigegebenen Werten. Auch beim Online-Kauf gilt: Erst die Freigabe prüfen, dann bestellen.
Der dritte Fehler betrifft das Winter-Symbol. Wer einen Ganzjahres- oder Winterreifen ohne Alpine-Symbol kauft, hat im Winter keinen zulässigen Reifen. Diese drei Fehler lassen sich mit einem kurzen Blick auf die Bezeichnung und die Papiere vermeiden. Im Zweifel fragen Sie lieber einmal zu viel nach, bevor Sie Geld für die falschen Reifen ausgeben.
Hilfe bei der Reifenwahl beim Service-Partner in Wiesloch
Sie müssen die Reifenbezeichnung nicht auswendig können, um die richtigen Reifen zu bekommen. Als autorisierter Service-Partner für Skoda, SEAT und CUPRA in Wiesloch lesen wir für Sie aus den Fahrzeugdaten aus, welche Größen und Indizes zugelassen sind, und bestellen originale, freigegebene Räder und Reifen im Rahmen der Hersteller-Vorgaben. So passt der Reifen garantiert zu Ihrem Auto.
Beim Räderwechsel und bei jedem Werkstatt-Termin achten wir auf die richtige Größe, den passenden Index, die Laufrichtung und die korrekte Kennzeichnung, montieren fachgerecht und wuchten sauber. Auf Wunsch lagern wir den zweiten Satz ein. Alle Leistungen rund um Wartung, Bremsen und Inspektion finden Sie auf unserer Service- und Werkstatt-Seite.
Welcher Reifen beim nächsten Kauf zu Ihnen passt und was er kostet, klärt der Reifen-Ratgeber. Und wenn ohnehin ein anderes Auto ansteht, lohnt ein Blick in unseren Gebrauchtwagen-Bestand mit geprüften Fahrzeugen, bei denen auch die Reifen kontrolliert sind.
Quellen und weiterführende Informationen
Die Bedeutung der einzelnen Angaben in der Reifenbezeichnung sowie die Umrechnung des Tragfähigkeitsindex erklärt Reifen.de zum Tragfähigkeitsindex. Eine ausführliche Aufschlüsselung von Größe, Last- und Geschwindigkeitsindex bietet der Ratgeber zur Reifenbezeichnung. Was das Alpine-Symbol bedeutet und seit wann es Pflicht ist, fasst der ADAC zur Winterreifen-Regel zusammen. Wie das EU-Reifenlabel Nasshaftung und Effizienz bewertet, beschreibt die Europäische Kommission zum EU-Reifenlabel. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe regelt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung, aufbereitet im Bußgeldkatalog zur Mindestprofiltiefe.
Häufige Fragen
Was bedeutet 205/55 R16 91V?
Die 205 ist die Reifenbreite in Millimetern. Die 55 ist das Verhältnis von Flankenhöhe zu Breite in Prozent, die Flanke ist hier also 55 Prozent von 205 Millimetern hoch. Das R steht für die Radialbauweise, die heute übliche Reifenkonstruktion. Die 16 ist der Felgendurchmesser in Zoll. Die 91 ist der Tragfähigkeitsindex und steht für 615 Kilogramm pro Reifen. Das V ist der Geschwindigkeitsindex und erlaubt bis zu 240 Kilometer pro Stunde.
Wie lese ich die Reifengröße?
Die Reifengröße steht auf der Seitenwand des Reifens und in Ihren Fahrzeugpapieren. Sie hat immer denselben Aufbau: Breite in Millimetern, Schrägstrich, Querschnitt in Prozent, Buchstabe für die Bauart, Felgendurchmesser in Zoll, dann Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex. Ein Beispiel ist 195/65 R15 91T. Für Ihr Auto sind meist mehrere Größen zugelassen, die im Fahrzeugschein oder in der Betriebsanleitung stehen.
Was bedeutet der Tragfähigkeitsindex?
Der Tragfähigkeitsindex, auch Lastindex genannt, gibt an, wie viel Gewicht ein Reifen maximal tragen darf. Es ist eine Kennzahl, keine Kilogramm-Angabe. Der Wert 91 steht zum Beispiel für 615 Kilogramm pro Reifen. Wichtig: Der Index Ihres Reifens muss mindestens so hoch sein wie im Fahrzeugschein vorgegeben. Gerade bei schweren Autos und Elektrofahrzeugen ist dieser Wert entscheidend.
Was bedeutet der Geschwindigkeitsindex?
Der Geschwindigkeitsindex ist der Buchstabe am Ende der Reifenbezeichnung und gibt die zugelassene Höchstgeschwindigkeit an. Gängige Werte sind T für bis 190, H für bis 210, V für bis 240 und W für bis 270 Kilometer pro Stunde. Ihr Reifen muss mindestens den im Fahrzeugschein geforderten Index haben. Bei Winterreifen ist ein niedrigerer Index unter Auflagen erlaubt.
Was bedeutet XL beim Reifen?
XL steht für Extra Load, also verstärkt. Ein XL-Reifen kann bei höherem Druck mehr Gewicht tragen als ein Standardreifen gleicher Größe. Solche Reifen sind für schwere Fahrzeuge, Vans und viele Elektroautos vorgesehen. Neuer ist die Kennung HL für High Load, die eine noch höhere Tragfähigkeit bietet. Ob Ihr Auto verstärkte Reifen braucht, steht in den Fahrzeugpapieren.
Welche Reifengröße ist für mein Auto zugelassen?
Welche Größen erlaubt sind, steht in Ihren Fahrzeugpapieren, im Feld für Reifen und Räder, sowie in der Betriebsanleitung. Meist sind mehrere Größen freigegeben. Wichtig ist, dass Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex mindestens den geforderten Werten entsprechen. Im Zweifel prüfen wir für Ihren Skoda, SEAT oder CUPRA in Wiesloch anhand der Fahrzeugdaten, welche Reifen sicher zugelassen sind.
Darf ich eine andere Reifengröße fahren?
Nur wenn die Größe für Ihr Fahrzeug freigegeben ist. In den Papieren stehen oft mehrere zulässige Größen, zwischen denen Sie wählen dürfen. Eine nicht eingetragene Größe braucht ein Gutachten und eine Eintragung, sonst droht der Verlust der Betriebserlaubnis und Ärger mit der Versicherung. Bleiben Sie deshalb bei den freigegebenen Größen oder lassen Sie eine Änderung fachgerecht prüfen und eintragen.
Was bedeutet M+S und das Alpine-Symbol?
M+S steht für Matsch und Schnee und war früher die Kennung für Winterreifen. Das Alpine-Symbol ist eine kleine Schneeflocke im Bergpiktogramm und zeigt an, dass der Reifen einen genormten Schneetest bestanden hat. Seit Oktober 2024 gilt bei winterlichen Bedingungen nur noch das Alpine-Symbol als wintertauglich. Achten Sie beim Kauf von Winter- oder Ganzjahresreifen also auf diese Schneeflocke.