Inhalt dieses Artikels
- CUPRA Reimport: warum die Garantie-Falle hier kaum greift
- Kurzantwort
- Wie lange gilt die CUPRA-Garantie — und warum ist das anders?
- Wann beginnt die CUPRA-Garantie beim Reimport?
- Wie viel spart man beim CUPRA Reimport wirklich?
- Welche CUPRA-Modelle gibt es als Reimport?
- CUPRA Formentor als Reimport kaufen: worauf achten?
- CUPRA Terramar als Reimport kaufen: das neuere SUV
- CUPRA Born als Reimport: was beim Elektroauto anders ist
- Kann man die CUPRA-Garantie nachträglich verlängern?
- CUPRA Leon als Reimport: der sportliche Kompakte
- Was sonst beim CUPRA Reimport zählt
- Quellen und weiterführende Informationen
- Update-Hinweis (Stand: 17.07.2026)
CUPRA Reimport: warum die Garantie-Falle hier kaum greift
Beim Reimport gibt es eine Standard-Warnung, die in jedem Ratgeber steht: Die verlängerte Garantie fehle, weil sie beim Neuwagenkauf mitbestellt werde und der Reimport nun mal im Ausland verkauft wurde. Diese Warnung ist bei den meisten Marken berechtigt. Bei CUPRA ist sie es weitgehend nicht — und das ist der wichtigste Unterschied, den man kennen sollte, bevor man Angebote vergleicht.
Der Grund liegt in der Garantiepolitik der Marke selbst. Was bei anderen als kostenpflichtige Zusatzoption verkauft wird, ist bei CUPRA für neuere Fahrzeuge bereits Teil der Herstellergarantie. Damit dreht sich die Rechnung: Der Preisvorteil bleibt, der klassische Nachteil verschwindet weitgehend. Dieser Beitrag erklärt die Regel im Detail, geht die Modelle durch und benennt die Punkte, die trotzdem zählen. Die Grundlagen — Rabatt-Herkunft, Papiere, Zulassungspraxis — stehen im Überblick Reimport Autos kaufen: Schnäppchen oder Falle?.
Kurzantwort
Wie lange gilt die CUPRA-Garantie — und warum ist das anders?
Nach den offiziellen Angaben der Marke profitieren Käufer neuer CUPRA-Fahrzeuge ab dem 21. Dezember 2023 von einer fünfjährigen Herstellergarantie. Die Details sind wichtig: Sie läuft mindestens zwei Jahre ohne Kilometerbegrenzung und endet nach fünf Jahren oder maximal 150.000 Kilometern, je nachdem welches Ereignis zuerst eintritt.
Warum das beim Reimport so viel ausmacht, zeigt der Vergleich. Bei den meisten Marken sieht die Rechnung so aus: zwei Jahre Basisgarantie ab Werk, und wer länger abgesichert sein will, bestellt beim Neuwagenkauf eine Anschlussgarantie als Sonderausstattung dazu. Ein Reimport wurde aber nicht in Deutschland als Neuwagen verkauft — die Anschlussgarantie ist deshalb fast nie dabei. Das ist die klassische Falle, und sie ist real.
Bei CUPRA ist die längere Absicherung dagegen Teil der Herstellergarantie selbst, nicht eine Option, die jemand hätte mitbestellen müssen. Weil die Garantie an das Fahrzeug gebunden ist und nicht an das Verkaufsland, kommt sie mit dem Auto nach Deutschland. Der Reimport-Käufer verliert also nicht das, was der Käufer eines deutschen Neuwagens hätte.
Das ist keine Kleinigkeit. Es bedeutet, dass beim CUPRA Reimport der Preisvorteil in voller Höhe bleibt, ohne dass man ihn gedanklich um eine fehlende Absicherung kürzen müsste. Bei anderen Marken muss man diese Kürzung ehrlicherweise vornehmen — die Details dazu stehen im ŠKODA Reimport und im SEAT Reimport.
Wann beginnt die CUPRA-Garantie beim Reimport?
Hier gilt bei CUPRA dieselbe Mechanik wie überall, und sie ist der eine Punkt, den auch CUPRA-Käufer prüfen müssen. Die Garantie beginnt mit der Übergabe oder dem Datum der Erstzulassung, je nachdem was zuerst eintritt. Beim Reimport ist das praktisch immer die Erstzulassung im Herkunftsland.
Ein Rechenbeispiel macht es greifbar. Wurde ein Formentor vor acht Monaten in Spanien zugelassen und Sie übernehmen ihn heute, dann sind von der Garantie bereits acht Monate verbraucht. Bei fünf Jahren Gesamtlaufzeit bleiben Ihnen noch gut vier Jahre und vier Monate. Das ist immer noch deutlich mehr, als ein Reimport anderer Marken mitbringt — aber es sind eben nicht die vollen fünf Jahre.
Deshalb gilt auch beim CUPRA Reimport: Fragen Sie zuerst nach dem Erstzulassungsdatum, dann nach dem Preis. Es steht in den Papieren, es ist keine Verhandlungssache, und es entscheidet über den Wert dessen, was Sie mitkaufen. Zwei sonst identische Angebote können sich hier um Monate unterscheiden, während der Preis fast gleich aussieht.
Bei der Kilometergrenze von 150.000 lohnt eine ehrliche Selbsteinschätzung. Wer 10.000 Kilometer im Jahr fährt, wird sie in fünf Jahren nie erreichen — für ihn zählt allein die Zeit. Wer 30.000 fährt, erreicht sie nach fünf Jahren fast punktgenau. Und wer als Vielfahrer 40.000 abspult, ist nach knapp vier Jahren am Ende der Garantie, obwohl die fünf Jahre noch nicht um sind. Die Regel „was zuerst eintritt” gilt in beide Richtungen.
Wie viel spart man beim CUPRA Reimport wirklich?
Die Spanne von 15 bis 30 Prozent gilt für den Reimport-Markt insgesamt. Bei CUPRA lohnt aber eine differenzierte Betrachtung, weil die Marke jünger ist als ŠKODA oder SEAT und die Stückzahlen entsprechend kleiner sind.
Der Preisvorteil entsteht überall aus denselben drei Quellen: unterschiedliche Steuersysteme in den EU-Ländern, marktspezifische Herstellerrabatte und der alternative Vertriebsweg. Was sich bei CUPRA unterscheidet, ist der Abgabedruck. Wo viele Fahrzeuge stehen, will der Händler sie bewegen und gibt mehr nach. Beim Formentor als Volumenmodell funktioniert das gut. Beim Terramar, der noch nicht lange am Markt ist, stehen weniger Autos — und wo wenig steht, verhandelt niemand gut.
Dazu kommt ein Punkt, der bei CUPRA die Rechnung verbessert statt verschlechtert. Bei anderen Marken müssen Sie den Rabatt gedanklich kürzen, weil die Anschlussgarantie fehlt, die ein deutscher Neuwagenkäufer hätte mitbestellen können. Diese Kürzung entfällt hier weitgehend, weil die lange Absicherung ab Werk dabei ist. Der ausgewiesene Vorteil bleibt also näher am echten Vorteil.
Für die eigene Rechnung gilt trotzdem: Vergleichen Sie nicht Liste gegen Liste, sondern das reale Reimport-Angebot gegen das reale deutsche Angebot inklusive Händlernachlass. Und rechnen Sie den einen Posten dagegen, der auch bei CUPRA bleibt: Ausstattung, die Sie nachrüsten müssten. Gerade bei einer Marke, die stark über Ausstattung und Charakter verkauft wird, ist das kein Randthema.
Welche CUPRA-Modelle gibt es als Reimport?
Vor allem Formentor, Leon, Born und inzwischen der Terramar. Wie bei jeder Marke gilt: Je größer die Stückzahl im Zielmarkt, desto größer die Auswahl beim Reimport.
Am besten verfügbar ist der Formentor als meistverkauftes Modell der Marke. Er geht in viele EU-Märkte und ist entsprechend regelmäßig im Angebot. Der Leon in der CUPRA-Ausführung folgt dahinter. Beim Born als Elektromodell und beim Terramar als jüngerem SUV ist das Angebot kleiner — nicht weil sie unbeliebt wären, sondern weil sie schlicht kürzer und in geringeren Stückzahlen am Markt sind.
Für die Suche heißt das: Beim Formentor können Sie wählerisch sein und mehrere Angebote nebeneinanderlegen. Beim Terramar und beim Born brauchen Sie entweder Geduld oder Flexibilität bei Farbe und Ausstattung. Das ist kein Mangel des Reimports, sondern eine Frage der Verfügbarkeit — dieselbe Logik gilt beim deutschen Händler.
CUPRA Formentor als Reimport kaufen: worauf achten?
Der Formentor ist die naheliegendste Wahl, wenn Sie einen CUPRA als EU-Reimport kaufen wollen. Das Angebot ist gut, der Preisvorteil liegt im üblichen Rahmen, und die fünfjährige Herstellergarantie kommt mit.
Der Punkt, an dem Sie genau hinsehen sollten, ist die Ausstattung. Bei den sportlichen Varianten unterscheiden sich die Märkte besonders deutlich: Fahrwerk, Bremsen, Sitze, Infotainment und der Umfang der Assistenzsysteme werden je Zielland unterschiedlich geschnürt. Wer den Formentor wegen eines bestimmten Details kauft — etwa einer adaptiven Fahrwerksregelung —, muss dieses Detail in der Liste des konkreten Fahrzeugs wiederfinden. Nicht im Prospekt, nicht in der Linienbezeichnung.
Was der Formentor in Deutschland bietet, steht im Überblick zum CUPRA Formentor — das ist Ihre Vergleichsbasis. Gehen Sie die Liste damit Position für Position durch. Alles, was fehlt und nachrüstbar ist, kostet Geld und gehört in die Rechnung. Alles, was fehlt und nicht nachrüstbar ist, ist eine bewusste Entscheidung.
CUPRA Terramar als Reimport kaufen: das neuere SUV
Der Terramar ist noch nicht so lange am Markt wie der Formentor, deshalb ist das Reimport-Angebot kleiner. Wer ihn sucht, sollte das einkalkulieren: weniger Auswahl, weniger Verhandlungsspielraum, dafür oft ein modernerer Stand bei Technik und Assistenz.
Praktisch heißt das zweierlei. Erstens: Der Preisabstand zur deutschen Liste kann etwas geringer ausfallen als beim Formentor, weil weniger Fahrzeuge im Markt stehen und der Abgabedruck kleiner ist. Zweitens: Wenn ein passendes Fahrzeug auftaucht, lohnt eine schnelle Entscheidung mehr als beim Volumenmodell — beim Formentor kommt das nächste Angebot in Tagen, beim Terramar kann es dauern.
Der Vorteil bleibt aber derselbe: Weil der Terramar ein neues Modell ist, fällt er in die Regelung ab dem 21. Dezember 2023 und bringt die lange Herstellergarantie mit. Gerade bei einem Fahrzeug, das Sie länger fahren wollen, ist das ein handfestes Argument. Die deutsche Vergleichsbasis mit allen Daten liefert der Überblick zum CUPRA Terramar.
Ein Gedanke zum Zeitpunkt, der beim Terramar häufiger aufkommt als bei anderen Modellen: Bei einem jungen Modell ist die Versuchung groß, auf ein besseres Angebot zu warten. Das kann aufgehen — mit wachsenden Stückzahlen wächst auch das Reimport-Angebot, und mit ihm der Verhandlungsspielraum. Es kann aber auch nach hinten losgehen, weil die Garantie-Uhr bei jedem Fahrzeug ab seiner Erstzulassung läuft. Ein Terramar, der heute schon acht Monate im Herkunftsland steht, bringt weniger Restgarantie mit als einer, der in drei Monaten frisch zugelassen wird. Wer wartet, sollte also nicht nur auf den Preis schauen, sondern auf die Kombination aus Preis und Erstzulassungsdatum.
Und noch ein praktischer Punkt zur Ausstattung beim Terramar: Als SUV wird er in Deutschland häufiger mit Anhängevorrichtung und Allrad nachgefragt als in südeuropäischen Märkten. Beides gehört zu den Positionen, die sich nicht oder nur mit erheblichem Aufwand nachrüsten lassen. Wer eines von beiden braucht, sollte gezielt suchen statt das erstbeste Angebot zu nehmen — auch wenn das bei einem jungen Modell länger dauert.
CUPRA Born als Reimport: was beim Elektroauto anders ist
Beim Born als Elektromodell kommt ein Punkt dazu, den Sie kennen müssen — und er ist der einzige, an dem die CUPRA-Garantie eine echte Lücke hat.
Die Garantieverlängerung Premium deckt nach offiziellen Angaben Schäden am Antriebsakku nicht ab — ebenso wenig wie Lack- und Korrosionsschäden. Für den Antriebsakku, also die große Batterie eines Elektroautos, ist eine eigene, langfristige Herstellergarantie zuständig. Diese bleibt unberührt und ist wie jede Herstellergarantie an das Fahrzeug gebunden, gilt also auch beim Reimport.
Das ist wichtig richtig einzuordnen: Die Batterie ist nicht ungeschützt. Sie ist nur über einen anderen Weg geschützt als der Rest des Autos. Wer beim Born eine Verlängerung abschließt, sollte deshalb wissen, dass sie den Akku ausdrücklich nicht einschließt — und dass das kein Versäumnis ist, sondern die normale Aufteilung.
Praktisch heißt das für den Born-Käufer: Die teuerste Komponente ist über die separate, langfristige Akku-Garantie abgedeckt, und die kommt mit dem Fahrzeug nach Deutschland. Was die Premium-Verlängerung ergänzt, ist alles andere — Elektronik, Antriebsstrang, Mechanik. Beides zusammen ergibt eine sehr solide Absicherung. Wer beim Reimport eines Elektroautos zögert, weil er die Batterie als Risiko sieht, kann an dieser Stelle entspannen: Das Risiko liegt nicht dort, sondern in einer fehlenden Wärmepumpe oder einem Ladekabel-Umfang, der im Zielland anders definiert war. Genau deshalb steht die Ausstattungsprüfung beim Born über der Garantiefrage — sie ist der Punkt, an dem tatsächlich Geld verloren gehen kann.
Beim E-Auto lohnt zusätzlich der Blick auf die Ladeausstattung, weil hier die Marktunterschiede besonders sichtbar sind. Wärmepumpe, Ladekabel-Umfang und die Ladeleistung an der heimischen Wallbox sind je Land unterschiedlich häufig in Serie. Eine fehlende Wärmepumpe kostet im Winter spürbar Reichweite und lässt sich nicht nachrüsten — sie gehört deshalb ganz oben auf die Prüfliste. Wer den EU-Neuwagen-Begriff beim Born liest, sollte außerdem wissen: Gemeint ist ein noch nie zugelassenes Fahrzeug; beim deutschen Händler ist der Born fast immer bereits zugelassen und damit ein junger Gebrauchtwagen.
Kann man die CUPRA-Garantie nachträglich verlängern?
Ja, aber die Bedingungen sind klar umrissen. Die Garantieverlängerung Premium kann laut Hersteller abgeschlossen werden, wenn das Fahrzeug nicht älter als zwei Jahre ist, maximal 100.000 Kilometer hat, die vorgeschriebenen Wartungsintervalle stets eingehalten wurden und das Fahrzeug über eine zweijährige Herstellergarantie verfügt. Wählbar sind ein, zwei oder drei zusätzliche Jahre, die Gesamtlaufleistung ist auf maximal 200.000 Kilometer begrenzt.
Interessant ist, was danach passiert: Nach dem Ende der Premium-Verlängerung wandelt sich der Vertrag automatisch in eine jährliche, kostenpflichtige Funktionsgarantie um, die nahezu alle elektrischen und mechanischen Bauteile abdeckt und sich jährlich verlängert, bis sie gekündigt wird. Wer das nicht will, muss aktiv werden — automatische Verlängerungen laufen sonst weiter.
Ein praktischer Hinweis zum Zeitpunkt: Die Beiträge richten sich unter anderem danach, wann Sie abschließen. Wer früh entscheidet, zahlt tendenziell weniger. Beim Reimport heißt „früh” schlicht: beim Kauf klären, nicht in einem Jahr — zumal das Fenster mit dem Erstzulassungsdatum ohnehin schon angebrochen ist.
Für die meisten CUPRA-Käufer ist dieser Abschnitt allerdings eher theoretisch. Wer ein Fahrzeug mit der fünfjährigen Herstellergarantie kauft, braucht in den ersten Jahren keine Verlängerung — die Frage stellt sich erst gegen Ende. Das ist genau der Komfort, den andere Marken beim Reimport nicht bieten.
CUPRA Leon als Reimport: der sportliche Kompakte
Der CUPRA Leon ist nach dem Formentor das am besten verfügbare Modell der Marke im Reimport. Er teilt seine Basis mit dem SEAT Leon, ist aber schärfer abgestimmt und anders ausgestattet — und genau das macht den Ausstattungsvergleich hier besonders wichtig.
Der Punkt, an dem Sie hinsehen sollten: Sportliche Modelle werden in verschiedenen Märkten unterschiedlich bestückt. Adaptives Fahrwerk, Bremsanlage, Sitze, Soundsystem, Assistenzumfang — all das kann abweichen. Wer den Leon wegen einer bestimmten technischen Zutat kauft, muss sie in der Liste des konkreten Fahrzeugs finden. Die Linienbezeichnung allein sagt beim Reimport nichts, weil dieselbe Linie in Spanien anders geschnürt sein kann als in Deutschland.
Ein zweiter Punkt betrifft die Verfügbarkeit sportlicher Varianten allgemein. Wo Fahrzeuge gefragt sind, stehen sie kürzer beim Händler, und wo sie kürzer stehen, ist der Nachlass geringer. Beim sportlichen Leon heißt das: Der Preisvorteil fällt tendenziell kleiner aus als bei einer Basis-Ausstattung eines Volumenmodells. Dafür bekommen Sie ein Auto, das in Deutschland ohnehin selten mit großem Rabatt zu haben ist.
Wer zwischen dem sportlichen Leon und dem Formentor schwankt, sollte vor allem die Verfügbarkeit entscheiden lassen. Beide bringen dieselbe lange Herstellergarantie mit, beide unterliegen derselben Erstzulassungs-Logik. Der Unterschied liegt im Charakter und in der Auswahl — und die ist beim Formentor schlicht größer.
Was sonst beim CUPRA Reimport zählt
Drei Punkte bleiben, auch wenn die Garantiefrage entspannt ist.
Die Ausstattungsliste des konkreten Fahrzeugs. Sie ist bei CUPRA besonders relevant, weil die Marke stark über Ausstattung und Charakter verkauft wird. Ein Formentor ohne das Fahrwerk, wegen dem Sie ihn wollten, ist kein Schnäppchen — er ist ein anderes Auto. Prüfen Sie Position für Position gegen die deutsche Referenz.
Die COC-Bescheinigung. Die Übereinstimmungsbescheinigung (Certificate of Conformity) belegt, dass das Fahrzeug der EU-Typgenehmigung entspricht, und ist für die Zulassung zwingend. Kaufen Sie bei einem deutschen Händler, der bereits zugelassen hat, ist der Punkt erledigt — dann ist es ein normaler Gebrauchtwagenkauf mit deutschen Papieren.
Der Serviceplan. Jede Herstellergarantie hängt daran, dass die vorgeschriebenen Wartungen eingehalten und dokumentiert werden. Bei einer langen Garantie wie der von CUPRA gilt das über einen entsprechend langen Zeitraum — fünf Jahre lückenloses Scheckheft sind die Bedingung dafür, dass die fünf Jahre Garantie auch tragen. Genau hier entscheidet sich, ob der Vorteil am Ende real ist.
Ein Wort zur Einordnung in eigener Sache: Wir sind autorisierter Service- und Werkstattpartner für ŠKODA, SEAT und CUPRA. Neuwagen vermitteln wir an einen Vertragshändler, bei dem der Kaufvertrag entsteht. Was wir selbst verkaufen, sind geprüfte Gebrauchtwagen — darunter Tageszulassungen mit Import-Historie, die vor dem Verkauf über 500 Kilometer gefahren worden sind. Das hat einen einfachen Grund: Auf 500 Kilometern zeigt sich, ob ein Fahrzeug in Ordnung ist, und was auf dem Hof nicht auffällt, fällt auf der Autobahn auf. Welche CUPRA gerade bereitstehen, sehen Sie im geprüften Gebrauchtwagen-Bestand; für Wartung, Serviceplan und Garantieabwicklung ist die Werkstatt in Wiesloch die Anlaufstelle. Wenn Sie statt der Herkunft die Kaufform verstehen wollen, hilft der Vergleich Neuwagen, Tageszulassung oder junger Gebrauchter.
Quellen und weiterführende Informationen
Die Angaben zur fünfjährigen Herstellergarantie und zu den Bedingungen der Verlängerung stammen von CUPRA Deutschland; ergänzende Antworten stehen in den CUPRA FAQs zur Garantieverlängerung. Den Leistungsrahmen der Marke beschreibt CUPRA CARE. Die rechtliche Grundlage des Reimports erklärt das EU-Portal Ihr Europa, Zuständigkeit und Rahmen für die Zulassung das Kraftfahrt-Bundesamt. Eine unabhängige Einordnung rund um den Autokauf bietet die ADAC-Beratung.
Update-Hinweis (Stand: 17.07.2026)
Dieser Beitrag wird laufend gepflegt. Dokumentiert sind die fünfjährige Herstellergarantie für Fahrzeuge ab dem 21. Dezember 2023 und ihre Wirkung auf die typische Reimport-Frage. Dazu kommen der Garantie-Start bei der Erstzulassung, die Verfügbarkeit der Baureihen, die Grenzen der Premium-Verlängerung bei Lack und Antriebsakku sowie die Ausstattungsfrage je Modell. Wir aktualisieren, sobald sich Garantiebedingungen oder die Verfügbarkeit einzelner Modelle spürbar ändern.
Häufige Fragen
Wie lange gilt die CUPRA-Garantie bei einem Reimport?
Für neue CUPRA ab dem 21. Dezember 2023 gilt nach offiziellen Angaben eine Herstellergarantie von bis zu fünf Jahren. Sie läuft mindestens zwei Jahre ohne Kilometerbegrenzung und endet nach fünf Jahren oder spätestens bei 150.000 Kilometern, je nachdem was zuerst eintritt. Die Garantie ist an das Fahrzeug gebunden und gilt damit auch beim Reimport.
Greift die Reimport-Garantiefalle bei CUPRA auch?
Kaum. Die typische Falle beim Reimport ist die fehlende Anschlussgarantie, weil sie beim Neuwagenkauf mitbestellt wird. Bei CUPRA ist die längere Absicherung jedoch bereits ab Werk Teil der Herstellergarantie und nicht als Sonderausstattung dazubestellt. Damit entfällt der Hauptnachteil, den Reimporte anderer Marken haben.
Wann beginnt die CUPRA-Garantie?
Mit der Übergabe oder dem Datum der Erstzulassung, je nachdem was zuerst eintritt. Beim Reimport ist das fast immer die Erstzulassung im Herkunftsland. Ein Fahrzeug, das dort vor acht Monaten zugelassen wurde, bringt entsprechend acht Monate weniger Restgarantie mit. Lassen Sie sich das Erstzulassungsdatum deshalb schriftlich geben.
Welche CUPRA-Modelle gibt es als Reimport?
Vor allem Formentor, Leon, Born und inzwischen der Terramar. Der Formentor ist als meistverkauftes Modell der Marke am besten verfügbar. Beim Born als Elektromodell und beim Terramar als neuerem SUV ist das Angebot kleiner, wächst aber. Je größer die Stückzahl im Zielmarkt, desto größer die Auswahl beim Reimport.
Lohnt sich der CUPRA Formentor als Reimport?
Der Formentor ist das Volumenmodell der Marke und geht in viele EU-Märkte, entsprechend gut ist das Angebot. Der Preisvorteil liegt im üblichen Rahmen von 15 bis 30 Prozent. Wichtig ist der Ausstattungsvergleich, weil die Linien je Zielland unterschiedlich geschnürt sind — gerade bei den sportlichen Varianten lohnt der genaue Blick auf Fahrwerk und Assistenzsysteme.
Was ist beim CUPRA Terramar als Reimport zu beachten?
Der Terramar ist ein vergleichsweise neues Modell, deshalb ist das Reimport-Angebot noch kleiner als beim Formentor. Wer ihn sucht, braucht etwas Geduld oder Flexibilität bei Farbe und Ausstattung. Prüfen Sie wie immer das Erstzulassungsdatum und die Ausstattungsliste des konkreten Fahrzeugs.
Deckt die CUPRA-Garantieverlängerung auch die Batterie ab?
Nein. Die Garantieverlängerung Premium deckt nach offiziellen Angaben weder Lack- und Korrosionsschäden noch Schäden am Antriebsakku (der großen Batterie eines Elektroautos) ab. Für den Antriebsakku ist eine eigene, langfristige Herstellergarantie zuständig, die davon unberührt bleibt. Beim Born als Elektromodell ist das der wichtigste Punkt.
Kann man die CUPRA-Garantie nachträglich verlängern?
Ja, unter Bedingungen. Die Garantieverlängerung Premium ist abschließbar, wenn das Fahrzeug nicht älter als zwei Jahre ist, maximal 100.000 Kilometer hat, die vorgeschriebenen Wartungsintervalle eingehalten wurden und das Fahrzeug über eine zweijährige Herstellergarantie verfügt. Wählbar sind ein, zwei oder drei zusätzliche Jahre bei maximal 200.000 Kilometern Gesamtlaufleistung.
Ist ein EU-Neuwagen von CUPRA dasselbe wie ein Reimport?
Nicht ganz. EU-Neuwagen meint ein Fahrzeug aus einem anderen EU-Land, das noch nie zugelassen war — rechtlich also ein Neuwagen. Reimport beschreibt nur die Herkunft. In der Praxis sind die meisten CUPRA Reimporte beim deutschen Händler bereits kurz zugelassen und damit rechtlich Gebrauchtwagen. Das gilt für Terramar und Born genauso wie für den Formentor.